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Claude-Nicolas Ledoux' "Les Propylées de Paris". Eine Baugeschichte im Hinblick auf politische Aspekte

Titel: Claude-Nicolas Ledoux' "Les Propylées de Paris". Eine Baugeschichte im Hinblick auf politische Aspekte

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexandra Roszkowski (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Geschichte des Baus und damit auch der politische Aspekt der Propylées de Paris dargestellt werden. Hierbei sind besonders die schwierige Zeit, in der die barrières entstanden, und die problematischen Umstände zu nennen. Darauf folgend wird ihre Wirkung und der Symbolcharakter, den sie verkörperten, dargestellt. Hier ist vor allem entscheidend, dass die Kosten sehr hoch waren und die Zollmauern in einem sehr monumentalen und auffälligen Stil erbaut wurden. Auch die Tatsache, dass sie als Machtdemonstration des Staates gesehen wurden, stimmte die Bevölkerung negativ gegenüber diesen Bauten. Im nächsten Punkt soll versucht werden, den Stil der unterschiedlichen barrières zu kategorisieren und Vorbilder für die Formen und Elemente der Bauten zu finden. Dabei liegt das Augenmerk besonders auf der Antike sowie der Villa Rotonda von Andrea Palladio. Es werden Vergleiche hergestellt und von Ledoux übernommene Elemente dargelegt. Daraufhin werden die vier noch bestehenden Gebäude näher betrachtet, beginnend mit der Barrière d’Enfer. Es folgen die Rotonde de la Villette und die Barrière de Chartres.

Als letzter noch existierender Bau wird die Barrière du Trône dargestellt. Nach dieser Betrachtung soll noch ein weiterer Aspekt der Stadtplanung Ledouxs berücksichtigt werden, nämlich die sogenannten guiguettes, die auch zu seinen Entwürfen zählen und als Tavernen für die Bevölkerung fungieren sollten. Schließlich stellt sich noch die Frage nach der Bedeutung der barrières für Ledoux und sein Schaffen. Dabei soll vor allem darauf eingegangen werden, welcher Formensprache er sich bediente und welchen Zweck er damit verfolgte, so dass eine Einordnung seiner Arbeit versucht werden kann.

Der Architekt Claude-Nicolas Ledoux wird häufig mit der Revolution und dem Klassizismus in Verbindung gebracht. Er gilt als Revolutionsarchitekt und war den politischen Umwälzungen seiner Zeit ausgesetzt und musste sich damit auseinandersetzen. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen seine Ideen und Entwürfe für die Stadt Chaux sowie die Arbeiten zu den Propylées de Paris. Die zu einem geringen Teil heute noch bestehenden Propyläen werden auch barrières oder Zollmauern von Paris genannt. Sie wurden zur Zeit ihrer Entstehung stark kritisiert und stießen auf Protest in der Bevölkerung. Ihre Errichtung vollzog sich sehr schnell in den letzten Jahren des Ancien Régime.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Zollmauer in Paris von Claude-Nicolas Ledoux

2.1 Die Baugeschichte

2.2 Die architektonische Umsetzung

2.3 Exemplarische Darstellung der Zollmauern an den noch bestehenden Bauten

2.3.1 Die Barrière d’Enfer

2.3.2 Die Barrière de Chartres

2.3.3 Die Barrière Saint-Martin

2.3.4 Die Barrière du Trône

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Baugeschichte und der architektonischen Gestaltung der sogenannten Propyläen von Paris, auch bekannt als Barrières oder Zollmauern, die unter Claude-Nicolas Ledoux im späten 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere den politischen Kontext, die Symbolik der monumentalen Bauten sowie die Einordnung der verwendeten Formensprache in Ledouxs Gesamtwerk.

  • Baugeschichte und politischer Kontext der Pariser Zollmauern
  • Architektonische Formensprache und formale Kategorisierung
  • Analyse der Antikenvorbilder und Einflüsse durch Andrea Palladio
  • Detailbetrachtung erhaltener Bauten (z.B. Barrière d’Enfer, Barrière du Trône)
  • Städtebauliche Funktion der sogenannten guinguettes

Auszug aus dem Buch

2.2 Die architektonische Umsetzung

Nach diesem Einblick in die Geschichte der Bauten soll im Folgenden ihr architektonischer Charakter näher betrachtet werden. Dabei werden besonders auch die möglichen Vorbilder der barrières aufgezeigt.

In der Architektur der barrières findet sich eine besondere Eigenart Ledoux´ wider, nämlich die Überhöhung der Objekte. Dies war mitunter ein Grund dafür, dass die Gesellschaft dem Bau skeptisch gegenüber war und das Ausmaß der Gestaltung als übertrieben und verschwenderisch sah. Die Barrières wurden so laut Vidler „von kleinen Büros für die Agenten der Generalpacht zu Triumphpforten für die Stadt“.

Viele der barrières wurden außerdem auf dem instabilen Grund der ehemaligen Steinbrüche erbaut. Dies stellte das Vorhaben vor Probleme, da spezielle Fundamente und technische Lösungen verwendet werden mussten. Eine Besonderheit bei der Errichtung der barrières war zudem die Schnelligkeit, mit der gearbeitet wurde. Als Ludwig XVI. sich gezwungen sah, die Arbeiten einstellen zu lassen, war der Bau fast vollendet.

„Manche der barrières waren bescheidene eingeschossige Pavillons mit nur zwei Räumen, andere waren mehrgeschossig und ausladend gebaut“. Aber ihnen waren einige Merkmale gemeinsam, die als stilbestimmend angesehen werden können. Sie spiegelten alle den selben architektonischen Charakter wider. So enthielten sie Elemente und Formen aus der Zeit der Renaissance und der Antike, die von Ledoux auf unterschiedlichste Weise miteinander kombiniert wurden. Bei den Grundrissen gab es einige Typen, die immer wieder verwendet wurden. So zum einen die Tempelformen eines Peripteros (vgl. Abb. 1) und Amphiprostylos (vgl. Abb. 2) und ein griechisches Kreuz, welches in einem quadratischen Grundriss gesetzt wurde, wie bei der Villa Rotonda von Andrea Palladio. Außerdem gab es „kubische Pavillons mit Pedimenten an zwei oder allen vier Seiten“. Auch Rotunden, wie die Barrière de Chartres (vgl. Abb. 3) und Pavillons, die Säulengängen besitzen, sind zu finden sowie Verbindungen von mehreren dieser Typen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Revolutionsarchitektur von Claude-Nicolas Ledoux ein und skizziert den historischen sowie politischen Rahmen der Zollmauern von Paris.

2. Die Zollmauer in Paris von Claude-Nicolas Ledoux: Das Kapitel erläutert die Baugeschichte und die daraus resultierenden politischen Spannungen sowie die architektonischen Merkmale und die Vorbilder der Bauten, ergänzt um Detailanalysen der noch existierenden Beispiele.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert Ledouxs ästhetische Ziele, insbesondere die Verwendung der Barrières als architektonisches Versuchslabor und ihre Bedeutung im städtebaulichen Kontext.

Schlüsselwörter

Claude-Nicolas Ledoux, Revolutionsarchitektur, Klassizismus, Barrières, Zollmauer, Paris, Ancien Régime, Architektursprache, Andrea Palladio, Villa Rotonda, städtebauliche Planung, guinguettes, Monumentalbau, Formenrepertoire, Primitivismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Architektur und die geschichtliche Entstehung der Pariser Zollmauern, die unter dem Architekten Claude-Nicolas Ledoux gegen Ende des 18. Jahrhunderts realisiert wurden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die politisch belastete Baugeschichte, der monumentale Stil der Zollhäuser und die architektonischen Vorbilder aus Antike und Renaissance, die Ledoux in seinem Werk verarbeitete.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Intention des Architekten, die verwendete Formensprache der Barrières und die soziale sowie politische Wirkung dieser Bauten auf die damalige Pariser Bevölkerung zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten kunsthistorischen Analyse der Architekturgeschichte, gestützt durch zeitgenössische Quellen, architektonische Vergleiche und die Untersuchung existierender Bauten sowie Entwürfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehungsgeschichte, eine formale Stilanalyse mit Bezug zu Palladios Villa Rotonda sowie eine detaillierte Betrachtung der noch heute erhaltenen Zollhäuser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Claude-Nicolas Ledoux, Revolutionsarchitektur, Zollmauer, Barrière, Klassizismus, städtebauliche Planung und architektonische Formensprache.

Welche Rolle spielten die sogenannten guinguettes in Ledouxs Planung?

Die guinguettes fungierten als staatlich geplante Tavernen, die neben der sozialen Funktion vor allem dazu dienen sollten, Steuereinnahmen zu sichern und Ruhe sowie Ordnung außerhalb der Stadttore zu gewährleisten.

Wie wurde die architektonische Gestaltung von den Zeitgenossen wahrgenommen?

Die Architektur stieß auf erheblichen Widerstand, da sie als Ausdruck königlicher Machtdemonstration, als verschwenderisch und als übertriebene Repräsentation der ungeliebten Steuerbehörden verstanden wurde.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Claude-Nicolas Ledoux' "Les Propylées de Paris". Eine Baugeschichte im Hinblick auf politische Aspekte
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,0
Autor
Alexandra Roszkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
34
Katalognummer
V976743
ISBN (eBook)
9783346328038
ISBN (Buch)
9783346328045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
claude-nicolas ledoux propylées paris eine baugeschichte hinblick aspekte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Roszkowski (Autor:in), 2015, Claude-Nicolas Ledoux' "Les Propylées de Paris". Eine Baugeschichte im Hinblick auf politische Aspekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976743
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Leseprobe aus  34  Seiten
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