Selbstwirksamkeitstraining zur Verbesserung des 7m-Strafwurfs im Handball. Auswirkungen auf die Selbstwirksamkeitserwartung und die Trefferquote bei Jugendlichen im Alter von 12-15 Jahren


Masterarbeit, 2020

90 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abstract (deutsch / englisch)

1 Einleitung

2 Das Konzept der Selbstwirksamkeit
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit
2.3 Training der Selbstwirksamkeit
2.4 Forschungsstand

3 Konzeption der Untersuchung
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Forschungsfrage und Hypothesen
3.3 Fragebogen
3.4 Stichprobe und Ausschalten von Störgrößen
3.5 Durchführung des Pre- und Post-Tests
3.6 Simulation einer Drucksituation
3.7 Durchführung der Trainingsphase
3.7.1 Allgemeines
3.7.2 Training der Kontrollgruppe
3.7.3 Training der Experimentalgruppe

4 Ergebnisse
4.1 Allgemeines
4.2 Unterschiede zwischen Kontrollgruppe und Experimentalgruppe bzw. zwischen Pre- und Post-Test (deskriptive Statistik)
4.3 Ergebnisse der Inferenzstatistik
4.3.1 Allgemeines
4.3.2 Korrelationsanalyse
4.3.3 Signifikanzprüfung

5 Zusammenfassung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
5.3 Methodenkritik

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang
Anhang 1 - Fragebogen
Anhang 2 - Datentabelle der Trefferanzahl und Prognose
Anhang 3 - Trainingspläne Kontroll- und Experimentalgruppe
Anhang 4 - Daten der Experimentalgruppe
Anhang 5 - Daten der Kontrollgruppe
Anhang 6 - Ausführliche Rechnung der p-Werte der Korrelationsanalyse
Anhang 7 - Ergebnisse des F-Tests (Levene-Test)
Anhang 8 - Ergebnisse der zweifaktoriellen Varianzanalyse mit Messwiederholung
Anhang 9 - Ergebnisse der multiplen linearen Regression (Kontrollvariable)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Schematische Darstellung des Unterschieds zwischen Selbstwirksamkeitserwartung und Handlungs-Ergebnis-Erwartung (eigene Darstellung nach Haffke, 2018, S.44)

Abb. 2: Quellen und Konsequenzen der Selbstwirksamkeit (eigene Darstellung nach Berry & West, 1993, S.354)

Abb. 3: Untersuchungsdesign der Studie: Selbstwirksamkeitstraining zur Verbesserung des 7m- Strafwurfs im Handball

Abb. 4: Fragebogen zur Erfassung des Konstruktes der Selbstwirksamkeit

Abb. 5: Skizze des Pre- und Post-Testaufbaus

Abb. 6: Ausschnitt des Auswertungsbogens für Trefferanzahl und Prognose

Abb. 7: Generalized-Drive-Hypothese von Zajonc (1965) (eigene Darstellung nach Hänsel et al., 2016, S.178)

Abb. 8: Einfluss der veränderten Distanz des Torhüters auf die optische Wahrnehmung des Tores (überarbeitete Darstellung nach Elvers, 2010)

Abb. 9: Graphische Darstellung der Entwicklungsverläufe der Mittelwerte der EG und KG für die Variable Trefferanzahl

Abb. 10: Graphische Darstellung der Veränderung der Abweichungen zwischen Trefferanzahl und Trefferprognose

Abb. 11: Graphische Darstellung der Entwicklung der Mittelwerte der EG und KG für den Zusammenhang der Variablen Trefferanzahl und -prognose

Abb. 12: Graphische Darstellung der negativen und positiven Abweichungen der Trefferprognose zur Trefferanzahl

Abb. 13: Graphische Darstellung der Entwicklung der Mittelwerte der EG und KG für die Variable SKWE-1 (Skala 0-4)

Abb. 14: Graphische Darstellung der Entwicklung der Mittelwerte der EG und KG für die Variable SKWE-2 (Skala 0-4)

Abb. 15: Graphische Darstellung der Entwicklung der Mittelwerte der EG und KG für die Variable SKWE-3 (Skala 0-4)

Abb. 16: Graphische Darstellung der Entwicklung der Mittelwerte der EG und KG für die Variable SKWE-4 (Skala 0-4)

Abb. 17: Graphische Darstellung der Entwicklung der Mittelwerte der EG und KG für die Variablen SWKE 1-4 (Skala 0-4)

Abb. 18: Graphische Darstellung der Mittelwertsunterschiede zwischen EG und KG bezüglich der abhängigen Variablen im Pre- und Post-Test

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Einfluss der Kontrollvariable auf die abhängigen Variablen anhand der p-Werte

Tab. 2: Trainingsplan der Kontrollgruppe

Tab. 3: Trainingsplan der Experimentalgruppe

Tab. 4: Mittelwerte und Standardabweichung der abhängigen Variablen der Kontrollgruppe

Tab. 5: Mittelwerte und Standardabweichung der abhängigen Variablen der Experimentalgruppe

Tab. 6: Prozentuale Veränderungen zwischen Pre- und Post-Test

Tab. 7: Interpretation des Korrelationskoeffizienten (r)

Tab. 8: Korrelationen der abhängigen Variablen „Gesamt“ im Pre-Test (EG & KG)

Tab. 9: Korrelationen der abhängigen Variablen in der Experimentalgruppe (Pre-Test)

Tab. 10: Korrelationen der abhängigen Variablen in der Kontrollgruppe (Pre-Test)

Tab. 11: Korrelationen der abhängigen Variablen „Gesamt“ im Post-Test (EG & KG)

Tab. 12: Korrelationen der abhängigen Variablen in der Experimentalgruppe (Post-Test)

Tab. 13: Korrelationen der abhängigen Variablen in der Kontrollgruppe (Post-Test)

Tab. 14: Ergebnisse des F-Tests der abhängigen Variablen im Pre-Test

Tab. 15: Ergebnisse des F-Tests der abhängigen Variablen im Post-Test

Tab. 16: Ergebnisse der zweifaktoriellen Varianzanalyse mit Messwiederholung (p-Werte)

Tab. 17: Zusammenfassung der Ergebnisse der ANOVA

Abstract (deutsch / englisch)

Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Überprüfung der Wirksamkeit von Selbstwirksamkeitstraining auf die Trefferquote beim 7m-Strafwurf (Handball) und die Selbstwirksamkeitserwartung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Zudem wurde der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeitserwartung und sportlicher Leistung im Kontext dieser Studie näher betrachtet. Zur Überprüfung der Trefferquote wurden zehn 7m-Würfe zu zwei Messzeitpunkten ausgeführt. Zwischen den Messzeitpunkten lag eine dreiwöchige Trainingsphase (Experimentalgruppe [N=32] -> praktisches Training +

Selbstwirksamkeitstraining; Kontrollgruppe [N=32] -> praktisches Training). Das Konstrukt der Selbstwirksamkeit wurde durch die Trefferprognose und einen für diese Studie entwickelten Fragebogen (vier Items) wiederum zu zwei Messzeitpunkten erhoben. Die Entwicklung zwischen erstem Messzeitpunkt (Pre-Test) und zweitem Messzeitpunkt (Post-Test) und die Unterschiede zwischen den Untersuchungsgruppen wurden anschließend analysiert und nach Methoden der deskriptiven Statistik dargestellt. Zur Überprüfung der Studienergebnisse wurde eine zweifaktorielle Varianzanalyse mit Messwiederholung durchgeführt, die zeigte, dass lediglich bezüglich einer der sechs erhobenen Variablen („SWKE-1“) ein signifikanter Unterschied zwischen den Untersuchungsgruppen festgestellt werden konnte. Die Wirksamkeit des Selbstwirksamkeitstrainings konnte statistisch nicht nachgewiesen werden. Eine zusätzliche Korrelationsanalyse zeigte einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Konstrukt der Selbstwirksamkeit und der sportlichen Leistung (Trefferquote) der Probanden. Anhand dieser Analyse konnten vergleichbare Befunde der aktuellen Forschung bestätigt werden. Das Untersuchungsdesign wurde abschließend kritisch hinterfragt.

The aim of the present study was to check the effectiveness of self-efficacy training on the scoring- rate at the 7m-penaltythrow (handball) and the self-efficacy expectation of children and adolescents between the ages of 12 and 15 years. In addition, the correlation between self-efficacy and athletic performance was considered in the context of this study. To check the scoring-rate, ten 7m-throws were made at two measuring times. There was a three-week training-phase between the measurement times (experimental group [N = 32] -> practical training + self-efficacy training; control group [N = 32] -> practical training). The construct of self-efficacy was again determined at two measurement times by the scoring-forecast and a questionnaire (four items) especially developed for this study. The development between the first measurement point (pre-test) and the second measurement point (post-test) and the differences between the examination groups were analyzed and presented using methods of descriptive statistics. To check the study results, a two- factor analysis of variance with repeated measurements was applied, which showed that only one of the six variables ("SWKE-1") could be identified as a significant difference between the examination groups. The effectiveness of self-efficacy training could not be proven statistically. An additional correlation-analysis showed a significant correlation between the construct of selfefficacy and the athletic performance (scoring- rate) of the test subjects. On the basis of this analysis, comparable findings from current research could be confirmed. Finally, the research design was critically questioned.

1 Einleitung

Handball ist als Sport bekannt, bei der zwei Mannschaften mit je sieben Spielern (sechs Feldspieler und ein Torwart) gegeneinander antreten und in 60 Minuten Spielzeit oft über 50 Tore insgesamt in einem Spiel fallen können. Meistens sind die Ergebnisse sehr knapp und eine Mannschaft kann sich mit einem kleinen Vorsprung im direkten Duell mit dem Gegner durchsetzen. Durchschnittlich zeigt sich in der „LIQUI MOLY Handball-Bundesliga“, bezogen auf die bisherige Saison 2019/2020 (23. Spieltag; Stand 16.02.2020), dass mehr als die Hälfte aller Spiele mit einer Differenz von drei Toren oder weniger gewonnen beziehungsweise verloren werden (LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, 2019/20). In jedem Spiel (Daten ausgewertet aus der Statistik der 1. und 2. Handball-Bundesliga) werden durchschnittlich drei „Sieben-Meter“-Strafwürfe (im Folgenden mit „7m“ abgekürzt) pro Mannschaft gepfiffen und diese mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr 75% verwandelt (LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, 2019/20). Ein Handballspiel kann deshalb oftmals durch verwandelte oder nicht verwandelte 7m-Würfe entschieden werden. Auch im Jugendbereich des Handballsports lassen sich ähnliche Zahlen bezüglich der Anzahl der 7m beobachten. Die Trefferquote liegt aber meist unter dem der Handball-Bundesligen (eigene Beobachtung von 35 Jugendspielen im Kreis Rheinland-Pfalz und Saarland). Häufig wird im alltäglichen Trainingsbetrieb das explizite Trainieren dieser Situation vernachlässigt obwohl verwandelte 7m-Strafwürfe ein Handballspiel entscheiden können. Entscheidend für den Erfolg sind hierbei nicht nur die vorhandenen motorischen Fähigkeiten des 7m-Schützen sondern auch die „Nervenstärke“. Oftmals misslingt der Wurf in spielentscheidenden Situationen, da die psychische Belastung die Leistungsfähigkeit des Schützen negativ beeinflusst.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, inwieweit ein gezieltes Training der Selbstwirksamkeit bei jungen Sportlern in der Situation des 7m-Strafwurfes die Trefferquote und die Selbstwirksamkeitserwartung von Kindern und Jugendlichen verbessern kann. Spieler*innen, die den 7m-Strafwurf ausführen sind mit den unterschiedlichsten Anforderungen konfrontiert, die sowohl physisch als auch psychisch Einfluss auf ihr Leistungsvermögen nehmen können. Durch diese Einflussfaktoren entstehen neue Anforderungen an die jungen Sportler*innen, die sie durch eine Verbesserung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung (siehe Kapitel 2) bewältigen sollen. Die individuelle Selbstwirksamkeit (Theorie nach Albert Bandura, 1977) hat sowohl im gesundheits- als auch im sportwissenschaftlichen Bereich (Sportpsychologie) eine große Bedeutung erlangt. Durch die Selbstwirksamkeitserwartung einer Person, die die subjektive Überzeugung der eigenen Fähigkeiten beschreibt, können angestrebte Handlungen oder Aufgaben dementsprechend bewältigt werden (Brinkmann, 2014, S.86ff.). Nach dem Motto „Ich kann das!“ steigern Kinder und Jugendliche ihre Erwartungshaltung an sich selbst und erhöhen dadurch ihre Leistungsfähigkeit.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden deshalb eine Kontroll- und eine Experimentalgruppe mit Kindern und Jugendlichen (C-Jugend), die den Handballsport im Verein ausüben, gebildet. Beide Gruppen führen über einen Zeitraum von drei Wochen ein „praktisches“ 7m-Training durch. Die Experimentalgruppe erhielt zusätzlich zum „praktischen“ Training ein Selbstwirksamkeitstraining, da man sich auf Basis der Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich der Sportpsychologie die größte Leistungssteigerung von einer Kombination aus kognitivem (psychologischem) und praktischem Training verspricht (Hänsel, Baumgärtner, Kommann & Ennigkeit, 2016, S. 274).

Die zum Zweck dieser Arbeit durchgeführte Untersuchung soll durch ein speziell für dieses Vorhaben entworfenes Training der Selbstwirksamkeit, das die psychischen Fertigkeiten Konzentration, Motivation, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation und Selbstvertrauen fördert, den Spieler*innen die Möglichkeit bieten, die Drucksituation, die durch den 7m-Strafwurf entsteht, zu verarbeiten und den Wurf erfolgreich zu gestalten. Zudem soll die Einschätzung der eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten in Bezug auf die Selbstwirksamkeitserwartung verbessert werden.

2 Das Konzept der Selbstwirksamkeit

2.1 Begriffsbestimmung

Das Konstrukt der Selbstwirksamkeit (auch Kompetenz- oder Selbstwirksamkeitserwartung genannt) beruht auf der sozial-kognitiven Lerntheorie von Albert Bandura (1979) und kennzeichnet die Fähigkeit durch subjektive Überzeugung bezüglich der eigenen Fähigkeiten selbst- oder fremdformulierte Ziele zu erreichen:

„Among the mechanisms of personal agency, none is more central or pervasive than people's beliefs about their capabilities to exercise control over events that affect their lives “

- Bandura, 1989, S. 1175.

Die Überzeugung etwas mit seinen eigenen Fähigkeiten bewältigen zu können beeinflusst die kognitiven Prozesse einer Person (Vorstellung, die Bewegung erfolgreich auszuführen oder das Ziel zu erreichen) und motiviert diese eine Handlung trotz Widrigkeiten auszuführen (ebd.). Personen, die eine hohe eigene Selbstwirksamkeit aufweisen, diesbezüglich, eine starke Überzeugung besitzen Situationen mit ihren Fähigkeiten bewältigen zu können, weichen trotz verschiedener Anforderungen und schwierigen Situationen nicht von der Überzeugung ab, die Aufgabe lösen zu können. Menschen mit hoher wahrgenommener Selbstwirksamkeit neigen zudem dazu sich schwierigere oder höhere Ziele auszuwählen. Im Gegensatz dazu meiden Personen mit niedriger Selbstwirksamkeit solche Situationen, da sie schon vor Beginn der Aufgabe davon überzeugt sind diese nicht bewältigen zu können. Somit wirkt sich die Selbstwirksamkeit direkt auf das Verhalten und die daraus resultierenden Handlungsergebnisse einer Person aus (siehe Abb. 1). Zusätzlich zur höheren Zielsetzung verfolgen Personen mit hoher subjektiver Selbstwirksamkeit ihre Ziele mit hoher Ausdauer und Anstrengung (Haffke, 2018, S. 43). Diese Aspekte werden in der vorliegenden Untersuchung besonders berücksichtigt und dienen als Grundlage der Interpretation der Ergebnisse.

Bandura identifiziert vier verschiedene Quellen, die die Selbstwirksamkeitserwartung beeinflussen können. Hierbei unterscheidet er in:

- „enactive mastery experiences“
- „vicarious experiences“
- „verbal persuasion“
- „physiological and affective states“

- Bandura, 1997, S. 79ff.

Jede dieser Informationsquellen kann sich auf die subjektive Selbstwirksamkeit auswirken. Im folgenden Kapitel werden die vier Hauptinformationsquellen der Selbstwirksamkeit näher beschrieben.

2.2 Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit

Die Bezugsquelle „enactive mastery experiences“ (Bandura, 1997, S. 80), ins Deutsche als eigene Erfolgserlebnisse oder Könnenserfahrungen übersetzbar, wird als die Quelle mit dem stärksten Einfluss auf die Selbstwirksamkeit kategorisiert. Erfolge sowie auch Misserfolge (erlebte Erfahrungen in Bezug auf Leistung) geben Rückschlüsse auf die eigenen Fähigkeiten und beeinflussen deshalb, nachdem die Erfahrung kognitiv verarbeitet wurde, die Selbstwirksamkeit (siehe Abb. 2). Die kognitive Verarbeitung erfolgt oftmals selbstgesteuert, kann aber durch Informationszugabe eines externen Akteurs (z. B. Trainer*in) positiv verstärkt werden. Die Interpretation der Handlung ist das zentrale Element für den Wirkungsprozess auf die Selbstwirksamkeit (Gogoll, 2015, S. 21). Misserfolge, die zu einem späteren Zeitpunkt nach mehreren Versuchen erfolgreich gestaltet werden (Lernen aus Fehlern) können sich besonders positiv auf die Selbstwirksamkeit auswirken, da man durch große Anstrengung eine schwierige Situation bewältigt hat. Ebenso können jedoch Misserfolge (besonders wiederholte Misserfolge) zum Aufgeben führen und dementsprechend die Selbstwirksamkeit negativ beeinflussen. Mehrfach wiederholte Erfolge führen hingegen dazu, dass Personen sich in Zukunft sicherer sind die Aufgabe bewältigen und/oder das Ziel erreichen zu können. Das Wissen über Erfolg versprechende Strategien und Kontrolle über die anstehenden Ereignisse führen zu einer Beruhigung des Körpers auf physischer und psychischer Ebene. Die Verarbeitung und Interpretation von Handlungsergebnissen wird durch die Rekonstruktion vergangener Erfahrungen unterstützt. Bei mangelnden Erfahrungsbildern bezüglich der angesprochenen Kompetenzen einer

Aufgabe/Situation kann die eigene subjektive Beurteilung der Fähigkeiten falsch oder ungenau sein (ebd. S. 22). Die eigenen Fähigkeiten werden über- oder unterschätzt. Hier kann eine externe Beurteilung (Feedback) oder eine Videoanalyse ein realistischeres Bild der Fähigkeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die zweite Quelle der Selbstwirksamkeit „vicarious experiences“ (Bandura, 1997, S. 86ff.), als stellvertretende oder Vergleichserfahrungen zu übersetzen, bezieht sich auf Informationen aus einer bestimmten Aufgabe oder schwierigen Situation, die meist von anderen Menschen, die mit ähnlichen Fähigkeiten ausgestattet sind, gelöst oder bewältigt wurden (ebd.).

„Die Auswirkungen eines Erfolgs oder Misserfolgs des Referenzmodells auf die wahrgenommene Selbstwirksamkeit der beobachtenden Person hängt davon ab, als wie ähnlich sie die Fähigkeiten des Modells im Vergleich zu den eigenen empfindet

- Gogoll, 2015, S.24.

Das Beobachten anderer mit ähnlichen Fähigkeiten kann die Erwartung generieren, dass man selbst gleiche oder ähnliche Ergebnisse erzielen kann. Besonders bei Leistungen, die schwer subjektiv einschätzbar sind kann eine stellvertretende Erfahrung oder ein Nachahmen eines Modells zur Verbesserung der Selbstwirksamkeit beitragen. Für das Lernen am Modell (Bandura, 1976) muss das beobachtete Modell in einem signifikanten Zusammenhang mit dem Beobachter stehen („significant others“ - Bandura, 1997, S. 101), sodass eine soziale und/oder emotionale Beziehung zum Beobachteten hergestellt werden kann (Vorbilder, Trainer, Personen mit ähnlichen Fähigkeiten). Prinzipiell können Rückschlüsse auf Leistungen nur durch den Vergleich mit Leistungen anderer gezogen werden. Ein Vergleich mit Schulkameraden*innen, die ähnliche Fähigkeiten aufweisen wirkt sich auf die Einschätzung hinsichtlich der Selbstwirksamkeit und der eigenen Fähigkeiten aus. Übertrumpft man einen Konkurrent kann sich dies zusätzlich positiv auswirken (Weinberg, Gould & Jackson, 1979, S. 328). Des Weiteren können aus dem Beobachten der eigenen Leistung in einem Video (Vergleichserfahrung) Informationen bezüglich der subjektiven Fähigkeiten gezogen werden.

Eine weitere Quelle stellt die „verbal persuasion“ (Bandura, 1997, S. 101ff.) dar. Sinngemäß als verbale Überzeugung zu übersetzen, kann dieser Faktor ebenfalls zur Stärkung des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten dienen (in Abbildung 2 auch als symbolische Erfahrungen kategorisiert). Die verbale Überzeugung kann sowohl durch ein „Selbstgespräch“ als auch durch eine externe Quelle (z. B. der Trainer im Sport) erfolgen (Mayer & Hermann, 2020, S. 468). Hierbei ist es wiederum von Bedeutung von wem die „überzeugenden“, motivierenden Worte kommen („significant others“), sprich das Urteil der Person für die zu überzeugende Person von Belang ist. Bandura spricht dieser Quelle der Selbstwirksamkeit allerdings nur eine geringe Effektstärke zu. Trotzdem kann durch eine positive verbale Überzeugung die Bereitschaft und der Wille erhöht werden, Ziele zu erreichen und Anstrengungen durchzuhalten. Werden verbale Überzeugungen jedoch unrealistisch formuliert, sodass Fähigkeiten der Person benannt werden, die diese bei weitem nicht besitzt, führt dies zu mangelndem Vertrauen in die Bezugsperson und einem negativen Effekt auf die Selbstwirksamkeit (Gogoll, 2015, S. 27).

Die letzte und schwächste Quelle der Selbstwirksamkeit nach Bandura (1997, S. 106ff.) sind die „physological and affective states“, die oftmals in Zusammenhang mit emotionaler Erregung und deren Verarbeitung gestellt wird. Eine erhöhte emotionale Erregung (verursacht durch Stress, Angst oder Druck) kann die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten negativ beeinflussen und dementsprechend auch die Leistung mindern (Kuhl, 2001, S. 619). Beispielsweise können Zittern und Schwitzen in einem Angst- oder Stresszustand negativen Einfluss nehmen. Drucksituationen können sich auch positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Dafür benötigt es aber vorangegangene Erfahrungen, um die aufkommenden Emotionen zu verarbeiten. Dies ist bei Kindern und Jugendlichen, sowie auch vielen Erwachsenen, die mit neuen oder ungewohnten Situationen konfrontiert werden, der Fall. Der negative Zusammenhang zwischen sportlicher Leistungsfähigkeit und den Emotionen wie Angst und Stress konnte in verschiedenen Metaanalysen festgehalten werden (Furley & Laborde, 2020, S. 250). Diese „Bedrohungen“, die oftmals aus dem wettkampforientierten Leistungsdruck hervorgehen, werden von Personen immer subjektiv wahrgenommen. Auch bei hohen Belastungen werden Stresshormone ausgeschüttet, die zu Fehleinschätzungen des eigenen Leistungsvermögen führen können (Gogoll, 2015, S. 27). Ein niedriger emotionaler Erregungszustand kann zu besserer Leistungsfähigkeit führen, da die Situation und die eigenen Fähigkeiten realistischer eingeschätzt werden können. Die Konzentration liegt dann auf der Bewältigung des eigentlichen Problems. Die Kontrolle der emotionalen Erregung durch verschiedene Methoden der Stress- und Emotionsregulation kann zur Verbesserung der Leistung und der Einschätzung der Selbstwirksamkeit führen.

Die Informationen, die aus den vier aufgeführten Quellen hervorgehen, können von Person zu Person anders interpretiert und kognitiv verarbeitet werden. Besonders jahrelang gefestigte Überzeugungen von Fähigkeiten können in der Regel nicht durch wenige Erfolgs- oder Misserfolgserlebnisse verworfen werden, sondern ändern sich teilweise nur langsam. Jedes Individuum (und deren Betreuer) muss für sich selbst herausfinden aus welchen Informationsquellen sie die bestmöglichen Ergebnisse in Hinblick auf die eigene Selbstwirksamkeit erzielt werden können.

2.3 Training der Selbstwirksamkeit

In der fachwissenschaftlichen Literatur ist wenig über ein ausgearbeitetes Trainingskonzept zur Steigerung der Selbstwirksamkeit zu finden. Zur Konzeption von Trainingsmodellen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten können aber die vier Quellen der Selbstwirksamkeit (siehe Kapitel 2.2) herangezogen werden. Im Folgenden werden beispielhaft nur einige mögliche Trainingsmethoden vorgestellt, die für den Einsatz geeignet sind. Die vorgestellten Methoden sind an Hans Eberspächers „Mentales Training“ (2004, S. 30ff.), der den Begriff und das Training der Kompetenzerwartung nach Banduras „Self-efficacy- theory“ (1977) ausgerichtet hat, orientiert. Dieser verspricht sich durch das sogenannte Prognosetraining ein erfolgreiches Training zur Steigerung der Überzeugung ein bestimmtes Ziel mit den eigenen Fähigkeiten zu erreichen.

„Zur Erhöhung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung im Wettkampf müssen demnach Trainingsformen eingesetzt werden, die die Besonderheiten des Wettkampf ge schehens [...] berücksichtigen“

- Neumann & Mellinghoff, 2001, S. 58

Im Prognosetraining (siehe Kapitel 3.7.3) sollen durch Zielsetzungen vor Ausführung der Handlung die eigenen Fähigkeiten eingeschätzt werden (Zielformulierung) und das Ergebnis mit der Zielsetzung reflektiert werden (ebd.). So können sowohl durch Erfolge als auch Misserfolge (Ziel erreicht/Ziel nicht erreicht) Rückschlüsse auf die eigenen Fähigkeiten gezogen werden. Dadurch wird die Selbstwirksamkeit verbessert und realistischer den eigenen Fähigkeiten zugeordnet. Durch den Druck der Zielsetzung entsteht eine wettkampfnahe Trainingsmethode. Diese Erfahrungen lassen sich der ersten und stärksten Quelle der Selbstwirksamkeit („enactive mastery experience“) zuordnen.

Die „vicarious experience“ kann beispielsweise durch das Lernen am Modell (Bandura, 1976) erfahren werden. Hierbei können zum einen Personen mit gleichen Fähigkeiten (Schulkamerad*innen, Mannschaftskolleg*innen, etc.) als Modell dienen oder auch Personen, die eine Vorbild- oder Lehrfunktion innehaben (Lehrer* innen, Profi-Spieler*innen im Sport etc.). Vorteilhaft ist hier das Bestehen einer emotionalen und/oder sozialen Verbindung zwischen Modell und Beobachter (Gerrig & Zimbardo, 2014, S. 231ff.). Im sportlichen Bereich wird diese Methode oftmals auf die Bewegungsdemonstration, das Vormachen und Nachahmen einer Bewegung, angewandt. Ein Verhalten bzw. Bewegungsablauf kann demnach durch „Sehen“ und bewusstes Beobachten von anderen übernommen werden (Pluge, 2009, S. 12). Die Differenz zwischen dem eigenen Können und der beobachteten Fähigkeit sollte nicht zu weit auseinander liegen, da sonst beim Nachahmen des Verhaltens Misserfolge entstehen können, die sich negativ auf die Selbstwirksamkeit auswirken. Eine weitere Möglichkeit einer „stellvertretenden Erfahrung“ ist das Beobachten der eigenen (erfolgreichen) Bewegung/Handlung durch eine Videoaufnahme. Aus dieser räumlich-bildhaften Information können Rückschlüsse auf die eigenen Fähigkeiten und damit auf die Selbstwirksamkeit gezogen werden (Hänsel et al., 2016, S. 130). Ist die analysierte Bewegung zudem noch erfolgreich, wird die Überzeugung in die beobachteten Fähigkeiten stabilisiert und verstärkt.

Um die Informationsquelle der verbalen Überzeugung („verbal persuasion“) zu beanspruchen, können verschiedene Techniken verwendet werden. Zu diesen Techniken gehören extrinsische verbale Überzeugungen durch Trainer*innen oder Bezugspersonen, evaluatives Feedback, (überzeugende) Selbstgespräche und andere kognitive Strategien (Feltz, Short & Sullivan, 2007, S. 10). Diese sollen die Sportlerinnen motivieren und ihnen dabei helfen ihre eigenen Fähigkeiten realistischer einzuschätzen (z. B. durch Feedback). Die Effektstärke der verbalen Überzeugung hängt hierbei von der emotionalen und sozialen Beziehung zwischen dem Sportler und dem „Überzeuger“ ab (siehe auch Kapitel 2.2). Besonders Trainerinnen können hierbei Einfluss auf ihre Sportlerinnen nehmen: “[...] coaches pregame speeches significantly increased athletes’ self-efficacy beliefs about the impending game ”

- (ebd., nach Vargas-Tonsing, Myers & Feltz, 2004).

Die Überzeugung aus einem Selbstgespräch heraus zu entwickeln bedarf eines geschulten Trainings durch sportpsychologisches Fachpersonal, da besonders im Kindes- und Jugendalter diese Fähigkeit nur begrenzt ausgeprägt ist. Ein verbales Feedback stellt zwar keine Form der „direkten“ verbalen Überzeugung dar, jedoch kann durch ein Feedback, bezogen auf die Fähigkeiten, eine Überzeugung bezüglich des eigenen Könnens erfolgen. Bandura (1997, S. 103f.) sieht den stärksten Effekt der verbalen Überzeugung auf der Steigerung der Motivation und des Durchhaltevermögens. Ohne eine (extrinsische) verbale Überzeugung neigen Sportler*innen oftmals dazu schneller aufzugeben und verlieren die Motivation die Herausforderung/Aufgabe zu bewältigen.

Die vierte Quelle der Selbstwirksamkeit, „physological and affective states“, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der emotionalen Erregbarkeit steht, ist durch Techniken der Emotions- und Aufmerksamkeitsregulation trainierbar. Emotionen und der Aufmerksamkeitsfokus können durch eine einfache Form der Entspannung, z. B. durch Atemübungen, reguliert werden (Beckmann & Elbe, 2011, S. 71). Vor Ausführung einer Bewegung oder Aufgabe können Sportler*innen langsam, bewusst und in gleichem Rhythmus einige Male ein- und ausatmen, um eine „psychophysische Ausgeglichenheit“ (Stock & Seiler, 1994, S. 57) zu erreichen. Diese Technik kann durch Training bewusst auf Situationen mit Leistungsanforderungen angewandt werden. Dadurch wird eine Ausgeglichenheit bewirkt, die durch Anforderungen aufkommende Emotionen wie Stress, Angst und Druck reduzieren können und dadurch der Aufmerksamkeitsfokus wieder auf die Bewegung und/oder Aufgabe gerichtet werden kann. Aber auch das bewusste Lenken des Aufmerksamkeitsfokus, durch andere Personen oder einen Selbst, kann Emotionen beeinflussen:

„ Über die Aufmerksamkeitsorientierung [...] können Sportler steuern, auf welche Aspekte einer Situation fokussiert wird. Fokussieren beispielsweise Basketballspieler auf die Situation, in der sie sich ungerecht vom Schiedsrichter behandelt gefühlt haben, wird dies andere emotionale Konsequenzen haben, als wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf die Reflektion der eigenen Leistung fokussieren“

- (Furley & Laborde, 2020, S. 250).

An diesem Beispiel kann gezeigt werden, dass durch bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit negative Emotionen vermieden werden können.

Die aufgezeigten Methoden zum Training der Selbstwirksamkeit (bei Sportlerinnen) stellen nur einen kleinen Teil der möglichen Trainingsmethoden dar. Die vorgestellten Möglichkeiten dienen als Grundlage des Trainings in der folgenden Untersuchung.

2.4 Forschungsstand

Seit Albert Banduras Werk „Self-efficacy: Toward a unifying theory of behavioral change” (1977) stieg die Studienanzahl bezüglich der kognitiven Fertigkeit der Selbstwirksamkeitserwartung stetig an. Besonders im Bereich der Sportwissenschaft wurden viele Untersuchungen durchgeführt, die den Zusammenhang von Selbstwirksamkeitserwartung und sportlicher Leistung analysierten. Jedoch ist eine mangelnde Studienlage bezüglich der Sportart Handball und die Effekte von Selbstwirksamkeit auf sportliche Leistung bei Kindern und Jugendlichen feststellbar, weshalb in diesem Kapitel lediglich Studien und Metaanalysen die an Erwachsenen durchgeführt wurden aufgeführt werden. Die vorliegende Arbeit soll dazu beitragen, die mangelnde Studienlage im Bereich der Selbstwirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen bezüglich der Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit zu verringern.

Grundsätzlich zeigen viele Studien einen positiven Zusammenhang zwischen einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung und einer verbesserten oder guten sportlichen Leistungsfähigkeit (Rees, T., 2007; Moritz, Feltz, Fahrbach & Mack 2000; Sitzmann & Ely, 2011; Fakehy 2013). Zudem gehen eine erhöhte Motivation bzw. eine erhöhte Bereitschaft Leistungen zu erbringen mit einer hohen Selbstwirksamkeit einher (Yusuf, 2011; Dempsey, 2016). Diese Annahmen konnten durch die Studie von Vancouver (2002) bestätigt werden, der den Zusammenhang von niedriger Selbstwirksamkeitserwartung und sportlicher Leistung untersuchte. Wie zu erwarten wirkte sich eine niedrige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten negativ auf die sportlichen Leistungen aus (ebd.). Die Wirksamkeit des Modelllernens (siehe Kapitel 2.2 und 2.3) konnte in den Studien von Gould & Weiß (1981), Lirgg & Feltz (1991) und George, Feltz & Chase (1992) nachgewiesen werden. Lirgg & Feltz (1991) konnten eine erhöhte Selbstwirksamkeit und verbesserte motorische Fertigkeiten bei Probanden feststellen, die ein Modell mit hohem Fertigkeitsniveau (Vorbildfunktion) beobachteten. Diese Effekte konnten bei niedrigem Fertigkeitsniveau nicht festgestellt werden. Die beiden anderen Studien (Gould & Weiß, 1981; George et al., 1992) stellten fest, dass die Gruppen, die das Modell mit ähnlichen Fähigkeiten wie sie selbst beobachteten, danach höhere Angaben zu ihrer Selbstwirksamkeit machten.

Die Wirksamkeit der erhöhten Selbstwirksamkeit auf die Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen konnte durch eine groß angelegt Studie im Zeitraum von November 1995 bis November 1998 (Mittag, Kleine & Jerusalem, 2002, S. 120ff.) festgestellt werden. In diesem Zeitraum wurden an zehn Schulen der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeitserwartung und schulischer Leistung untersucht. Hierbei konnte ein bedeutender Zusammenhang zwischen der Selbstwirksamkeitserwartung und spezifischer schulischer Leistungen festgestellt werden (hohe Selbstwirksamkeitserwartung (SWKE) ^ bessere schulische Leistungen; niedrige SWKE -> schlechtere schulische Leistungen) (ebd., S. 162). Der Fokus der Studie lag hierbei auf den Schulfächern Englisch, Deutsch und Mathematik. Die Übertragbarkeit auf motorische bzw. sportliche Leistungen liegt hier aber nah, da im Erwachsenenalter sowohl Studien zu kognitiven als auch motorischen Leistungen hinsichtlich der Selbstwirksamkeitserwartung vorliegen (siehe oben).

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse soll die vorliegende Studie die zuvor genannten Thesen bezüglich des Zusammenhangs von Leistung und Selbstwirksamkeit überprüfen. Zudem soll der bestehende Kenntnismangel im Forschungsbereich der Selbstwirksamkeit in Bezug auf sportliche Leistungen von Kindern und Jugendlichen verringert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Konzeption der Untersuchung

3.1 Untersuchungsdesign

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Untersuchungsdesign der Studie: Selbstwirksamkeitstraining zur Verbesserung des 7m-Strafwurfs im Handball (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Forschungsfrage und Hypothesen

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wird die Forschungslücke (siehe Kapitel 2.4) im Bereich des Zusammenhangs zwischen Selbstwirksamkeit und sportlicher Leistung bei Kindern und Jugendlichen bearbeitet, indem die Effektivität eines Selbstwirksamkeitstrainings untersucht wird.

Forschungsfrage:

Inwieweit verbessert sich die Selbstwirksamkeitserwartung und die Trefferquote beim 7m- Strafwurf im Handball bei Kindern und Jugendlichen (12-15 Jahre) durch ein dreiwöchiges, ergänzendes Selbstwirksamkeitstraining im Vergleich zu ausschließlich „praktischem“ Training?

Hypothesen in der sozialwissenschaftlichen Forschung sind laut Tausendpfund (2018, S. 19) vermutete Unterschiede oder Zusammenhänge von zwei (oder mehrerer) Merkmalen und gelten als grundlegender Ausgangspunkt der empirischen Forschung. Sie dienen u. a. zur Beantwortung der Forschungsfrage. Durch das Aufstellen und Überprüfen von Hypothesen lässt sich Wissen über die realen Begebenheiten generieren.

„Hypothesen, die sich bei Konfrontation mit der empirischen Wirklichkeit als unzutreffend erweisen, gelten als „falsifiziert“; sie sind - unter Berücksichtigung der neu gewonnen Erkenntnisse - zu korrigieren und erneut empirisch zu testen. [...] Hypothesen, die sich bei Konfrontation mit der empirischen Wirklichkeit als zutreffend erweisen, gelten als „ bestätigt “ [...]

- Kromrey et al., 2016, S.53.

Zur Überprüfung des Konstruktes der Selbstwirksamkeit wird der Begriff durch die Indikatoren: Fähigkeiten unter Anstrengung, wechselnden Gegenspielern, Druck und Ablenkung operationalisiert und durch einen Fragebogen (siehe Kapitel 3.3) erhoben. Jedem Indikator (Item) wird hier eine einzelne Hypothese zugeordnet, da sowohl der Einfluss der einzelnen Variablen als auch der der Summe der „Selbstwirksamkeitsvariablen“ (SWKE 1-4) für die Untersuchung von Bedeutung sind. Die Unterschiede zwischen Pre- und Post-Test werden in der Analyse der Ergebnisse berücksichtigt, jedoch nicht als Hypothesen formuliert, da sie nicht relevant für die Beantwortung der Forschungsfrage sind. Die Hypothesen sind alle ungerichtet formuliert, das heißt der Unterschied kann in beide Richtungen bestehen. Die für die Signifikanzprüfung der Hypothesen benötigte Nullhypothese (siehe Kapitel 4.4.2) wird in der anschließenden Auflistung in Klammern („(0)“ bzw. „(k)“) aufgeführt. Die Zusammenhangshypothesen betrachten lediglich

die Wirkung der Variablen „Prognose“ und „SWKE 1-4“ auf die Trefferanzahl, da der

Zusammenhang zwischen sportlicher Leistung und der Selbstwirksamkeit in der Forschung von

Relevanz ist. Im Folgenden sind die zu überprüfenden Hypothesen der Untersuchung aufgeführt:

1. Unterschiedshypothesen (Nullhypothesen „(0)“)

Hi(0): Es gibt (k)einen Unterschied bezüglich der Trefferanzahl zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe in Folge des Selbstwirksamkeitstrainings.

H2(0): Es gibt (k)einen Unterschied bezüglich der Prognose zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe in Folge des Selbstwirksamkeitstrainings.

H3(0): Es gibt (k)einen Unterschied der Selbstwirksamkeitserwartung (SWKE) unter hoher Belastung/Anstrengung (SWKE-1) zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe in Folge des Selbstwirksamkeitstrainings.

H4(0): Es gibt (k)einen Unterschied der Selbstwirksamkeitserwartung (SWKE) durch wechselnde/starke Torhüter (SWKE-2) zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe in Folge des Selbstwirksamkeitstrainings.

H5(0): Es gibt (k)einen Unterschied der Selbstwirksamkeitserwartung (SWKE) in Drucksituationen (SWKE-3) zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe in Folge des Selbstwirksamkeitstrainings.

H6(0): Es gibt keinen Unterschied der Selbstwirksamkeitserwartung (SWKE) durch Ablenkung, Lärm und Zuschauer (SWKE-4) zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe in Folge des Selbstwirksamkeitstrainings.

2. Zusammenhangshypothesen (Nullhypothesen „(0)“)

(Die Zusammenhänge werden sowohl „Gesamt“ als auch getrennt für die EG und die KG untersucht.) H7(0): Es besteht (k)ein Zusammenhang zwischen der Trefferanzahl und der Prognose. H8(0): Es besteht (k)ein Zusammenhang zwischen der Trefferanzahl und der SWKE-1. H9(0): Es besteht (k)ein Zusammenhang zwischen der Trefferanzahl und der SWKE-2. Hi0(0): Es besteht (k)ein Zusammenhang zwischen der Trefferanzahl und der SWKE-3. Hii(0): Es besteht (k)ein Zusammenhang zwischen der Trefferquote und der SWKE-4.

3.3 Fragebogen

Der Fragebogen diente zur konkreten Darstellung und Erfassung des komplexen Konstruktes der Selbstwirksamkeit. Da der Begriff Selbstwirksamkeit eine latente Variable (nicht numerisch messbar) darstellt wurde dieses Konstrukt durch verschiedene Items, die der Fragebogen beinhaltet, erfasst. So konnten verschiedene Facetten des komplexen Konstrukts in die Untersuchung mitaufgenommen werden. Dadurch kann eine differenziertere Aussage über die Selbstwirksamkeitserwartung der Probanden getroffen werden (Erhöhung der Reliabilität der Messung). Die Fähigkeiten der Probanden bezüglich des 7m-Strafwurfs wurden durch die einzelnen Fragen bzw. Aussagen analysiert. Die Operationalisierung der Antworten wurde durch die Anwendung eine „5er-Likert-Skala“ (Likert, 1932, S. 55) vollzogen. Durch dieses Antwortformat konnten die Befragten den Aussagen des Fragebogens, auf einer Skala von null bis vier („trifft gar nicht zu“ = 0; „trifft voll und ganz zu“ = 4) zustimmen, ablehnen oder zwischen diesen Optionen ihre Fähigkeiten verorten. Die Verbalisierung der Skala soll die Wertigkeit der einzelnen Skalenpunkte näher erläutern. Nach Porst (2014, S. 95ff.) ist die empfohlene Anzahl der Skalenpunkte zwischen vier und sechs sinnvoll für verbalisierte Befragungen, da unter vier Skalenpunkten wenig differenzierte Aussagen getroffen werden können und über sechs Antwortoptionen erfahrungsgemäß eher eine zufällige Antwort hervorrufen. Die Aussagen wurden dem Sprachniveau und Alter der Probanden angepasst, sodass keine Probleme bezüglich des Verständnisses der Aussagen aufkamen. Der gesamte Fragebogen (Anzahl der Items, Anzahl der Skalenwerte, Inhalte der Aussagen) wurde auf Basis der „Allgemeinen Selbstwirksamkeit Kurzskala“ (ASKU), die ein Messinstrument zu Erfassung subjektiver Kompetenzerwartung darstellt, konstruiert (Beierlein, Kovela, Kemper & Rammstedt, 2012).

Die dargestellten 7m-Szenarien in den Aussagen der Items fordern eine individuelle Einschätzung der Fähigkeiten der Probanden in herausfordernden Situationen (imaginär). „Instrumente zur Messung der persönlichen Selbstwirksamkeit bestehen in der Regel aus mehreren Items, die [...] schwierige [...] Aufgaben und Situationen beschreiben“ (Bund, 2001, S. 32). Die Szenarien beinhalten die folgenden Anforderungen: hohe Anstrengung, starke Gegenspieler, Drucksituationen und Ablenkung (siehe Abb. 4, S. 24). Die Probanden ordneten den skalierten Items die Einschätzung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung zu. Dadurch konnten Rückschlüsse auf die Selbstwirksamkeitserwartung der Probanden gezogen werden, da der Fragebogen detailliert prüft inwieweit die eigenen Fähigkeiten stabil in verschiedenen „Anforderungsszenarien“ abrufbar wären.

Abb. 4: Fragebogen zur Erfassung des Konstruktes der Selbstwirksamkeit (eigene Darstellung)

Die Items des Konstruktes der Selbstwirksamkeitserwartung werden im weiteren Verlauf der Arbeit mit „SWKE-1“ (Aussage 1), „SWKE-2“ (Aussage 2) usw. abgekürzt.

3.4 Stichprobe und Ausschalten von Störgrößen

In der sozialwissenschaftlichen Forschung ist eine Erhebung der gesamten zu berücksichtigenden Population (Vollerhebung) nur selten möglich oder mit großem Aufwand und Kosten verbunden. Deshalb wird mit der Stichprobe (Teilerhebung) der gesamten zu untersuchenden Population (Grundgesamtheit) gearbeitet. Diese Stichprobe soll repräsentative Ergebnisse hervorbringen, sodass Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit gezogen werden können. Inwieweit die Stichprobe repräsentativ ist hängt von der Größe und der Methode der Stichprobenauswahl/-ziehung ab, weshalb in diesem Kapitel die Stichprobe detailliert beschreiben wird.

Die Stichprobe der vorliegenden Arbeit bestand aus insgesamt 64 Versuchspersonen (Kontrollgruppe N=32, Experimentalgruppe N=32). Ursprünglich wurden beim Pre-Test von 72 Probanden Daten erhoben. Acht der Untersuchungsteilnehmer konnten allerdings am Post-Test aufgrund von Krankheit oder Verletzungen nicht teilnehmen und wurden deshalb in der Studie nicht berücksichtigt. Die Handballmannschaften TS Rodalben, HSG Eckbachtal, TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg und JSG Kaiserslautern (Gebiet Pfalz) der Altersklasse C-Jugend (Jahrgänge 2005-2007) aus denen die Probanden ausgewählt wurden, spielen in der Saison 2019/2020 in derselben Spielklasse (Verbandsliga). Dadurch konnte ein ähnliches Leistungsniveau vorausgesetzt werden und die Mannschaften konnten randomisiert der Kontroll- oder Experimentalgruppe zugewiesen werden. Durch die randomisierte Zuweisung der Probanden wurde die Gefahr einer systematischen Ergebnisverzerrung ausgeschaltet (Kromrey, Roose & Strübing, 2016, S. 87). Die Auswahl der Mannschaften erfolgte nach dem Auswahlverfahren der Klumpenstichprobe. Dabei stellen die einzelnen Mannschaften die „Klumpen“ (engl. „Cluster“ (Teilkollektive der Untersuchungseinheit) dar, die nach dem Zufallsprinzip aus der Grundgesamtheit (alle Mannschaften der männlichen C-Jugenden in der Verbandsliga), gezogen wurden (ebd., S. 289). Durch die Zufallsauswahl ist die Repräsentativität der Stichprobe gegeben, d. h. es können mit hoher Wahrscheinlichkeit Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit gezogen werden.

Die Durchführung der Untersuchung fand in den jeweiligen Sporthallen der Vereine statt. Die Untersuchungsgruppen setzten sich ausschließlich aus männlichen Teilnehmern zusammen. Nach Rücksprache mit den Trainern und Betreuern liegen keine wesentlichen Vorerfahrungen der Probanden im Bereich des 7m-Trainings vor. Die Teams unterschieden sich bezüglich der Trainingszeiten und -häufigkeit nur geringfügig. Die Trainingseinheiten aller Mannschaften finden zweimal wöchentlich statt, dauern circa 90 Minuten und sind zwischen 16:30 Uhr und 20:00 Uhr geplant, sodass auch keine relevanten Unterschiede bezüglich der abgerufenen Leistungen und der Trainingsbedingungen gegeben sind (z. B. Leistungsunterschiede am Morgen und am Abend).

Durch diese (randomisierte) Auswahl und Strukturierung der Stichprobe können geschlechts-, alters- und leistungsspezifische Störvariablen bei der Untersuchung größtenteils ausgeschlossen werden. Zudem erhöhen die ähnlichen Trainingsbedingungen die Objektivität der Untersuchung. Die Mannschaften unterscheiden sich jedoch bezüglich der Platzierung in ihrer gemeinsamen Liga (Verbandsliga männliche C-Jugend). Die TS Rodalben liegt auf Platz 1, der TuS 04 Kaiserslautern Dansenberg auf Platz 5, die HSG Eckbachthal auf Platz 7 und die JSG Kaiserslautern auf Platz 9. Diese Störgröße wurde durch den Einsatz einer Kontrollvariable, die diesen Faktor in die Analyse integrierte, herausgerechnet. Eine Kontrollvariable soll alternative Erklärungen (Tabellenplatz in der Liga) bezüglich der erhobenen Unterschiede (bzw. den Einfluss auf die abhängigen Variablen) ausschließen (Grünewald, 2019). Der Effekt der Kontrollvariable auf die abhängigen Variablen wurde über das Verfahren der multiplen linearen Regression überprüft (siehe Anhang 9). Somit wurden zusätzlich zur unabhängigen Variable „Zeit“ (Pre- und Post-Test) und „Training“ (Experimental- und Kontrollgruppe) der Einfluss der Variable „Tabellenplatz“ erhoben. Die Multiple lineare Regression sollte anhand des p-Wert (Wahrscheinlichkeit, dass ein in der Stichprobe erhobener Unterschied zwischen zwei Gruppen zufällig entstanden ist) der

Kontrollvariable Auskunft darüber geben, ob die Kontrollvariable einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse hatte (Keller, 2016, S. 11 ff.). Das Signifikanzniveau (Irrtumswahrscheinlichkeit) bei ungerichteten Hypothesen (siehe Kapitel 3.2) beträgt, wie in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen üblich, 5% (ebd.). Daraus resultiert, das alle p-Werte die kleiner 0,05 einen signifikanten Unterschied/Effekt (der Kontrollvariable) bedeuten.

Folgende Ergebnisse brachte die multiple lineare Regression (mit Excel durchgeführt) hervor:

Tab. 1: Einfluss der Kontrollvariable auf die abhängigen Variablen anhand der p-Werte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Ergebnisse der untersuchten Kontrollvariable zeigen, dass die Störgröße „verschiedene Tabellenplätze“ keinen signifikanten Einfluss auf die Untersuchungsergebnisse nimmt, da alle p- Werte kleiner als 0,05 sind. Die multiple lineare Regression zeigte zudem, dass die Kontrollvariable in Interaktion mit den anderen abhängigen Variablen keinen Einfluss auf die Ergebnisse nimmt. Dies erhöht die Aussagekraft der unabhängigen Variablen. Somit konnte diese Störvariable ebenfalls ausgeschaltet werden.

3.5 Durchführung des Pre- und Post-Tests

Im Anschluss an die Vorbereitungen und der Auswahl des Untersuchungsdesigns begann die eigentliche experimentelle Studie. Der Pre- und der Post-Test sind identisch aufgebaut. Der PreTest dient der Erfassung des aktuellen Leistungsstandes bezüglich der 7m-Trefferquote, der Trefferprognose und der subjektiven Einschätzung der Selbstwirksamkeit der Probanden. Die Skizze in Abbildung 5 zeigt den groben Aufbau der Untersuchung. Sowohl der Pre-Test als auch der Post-Test fand in den Sporthallen der jeweiligen Vereine der Stichprobe (siehe Kapitel 3.3) statt. Die Prognose der Treffer und das Ausfüllen des Fragebogens (siehe Anhang 1) fand während der Erwärmungsphase statt. Jeder Proband wurde hierfür einzeln zur Befragung gebeten, um eine neutrale Einschätzung abgeben zu können. In Anwesenheit von anderen Probanden (Mannschaftskollegen) können die Angaben bezüglich persönlicher Kompetenzen, die aus dem Fragebogen und der Trefferprognose hervorgehen, variieren („Ich kann mehr als der andere“).

„Gründe, die für ein solches Vorgehen sprechen, können sein, dass man die persönliche Meinung eines/r Befragten jenseits eines sozialen Gruppendrucks erkunden will “

- Halbmayer & Salat, 2011.

Zudem wurden die Daten verwendet um zu überprüfen, ob die Differenzen zwischen den geplanten Experimental- und Kontrollgruppen bezüglich der Ergebnisse zu stark voneinander abweichen, da dies die Auswahl des Signifikanzprüfungsverfahren beeinflussen kann. Die Ergebnisse des PreTests werden nach der Trainingsphase mit denen des Post-Tests verglichen und anhand von Verfahren der deskriptiven und Interferenz-Statistik auf Unterschiede, Veränderungen und Zusammenhänge überprüft.

Vor Beginn des Pre-Tests wärmten sich die Probanden mit ihren Trainern und Betreuern auf (15 Minuten). Während der Erwärmungsphase wurden die persönlichen Daten zur Einschätzung der eigenen Selbstwirksamkeit (Fragebogen und Trefferprognose) in einer Einzelbefragung erhoben. Im Anschluss beschrieb der Testleiter den Ablauf des Pre-Tests und die Intention der Untersuchung in reduzierter Form (zu detaillierte Informationen über den Forschungsgegenstand könnten das Ergebnis beeinflussen). Die jungen Sportler zeigten hierbei großes Interesse am Thema und stellten Rückfragen zum Ablauf und Auswertung der Untersuchung. Die Informationen zu Ablauf und Intention der Untersuchung unterschieden sich in den verschiedenen Gruppen nicht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten

Details

Titel
Selbstwirksamkeitstraining zur Verbesserung des 7m-Strafwurfs im Handball. Auswirkungen auf die Selbstwirksamkeitserwartung und die Trefferquote bei Jugendlichen im Alter von 12-15 Jahren
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
90
Katalognummer
V977828
ISBN (eBook)
9783346331045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstwirksamkeitstraining, verbesserung, handball, auswirkungen, selbstwirksamkeitserwartung, trefferquote, jugendlichen, alter, jahren
Arbeit zitieren
Patrick Schulze (Autor), 2020, Selbstwirksamkeitstraining zur Verbesserung des 7m-Strafwurfs im Handball. Auswirkungen auf die Selbstwirksamkeitserwartung und die Trefferquote bei Jugendlichen im Alter von 12-15 Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/977828

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