"...wenn er doch wenigstens Obergefreiter gewesen wäre." - Stalingrad und seine Kämpfer


Seminararbeit, 1998

18 Seiten, Note: 2,4


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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1. Forschungsgegenstand und Beweggründe
2. Materiallage

II. Historischer Überblick über die Schlacht an der Wolga
1. Die Sommeroffensive 1942 (Operation Blau)
a. Änderung der Operation Blau
b. Kampf um Stalingrad
c. Einkesselung und Untergang der 6. Armee

III. Die Versorgungsproblematik
1. Nachschubwege während der Offensive
2. Die Versorgung der ,,Festung Stalingrad"

IV. Emotionen einer Schlacht
1. Impressionen an der Wolga
2. Stalingrad und Religion

V. Schluß

VI.Anhang
1. Anmerkungsverzeichnis
2. Quellenverzeichnis
3. Abkürzungen
4. Anlage
a. Karten
b. Fotomaterial

I. Einleitung

1. Forschungsgegenstand und Beweggründe

Es ist der 29. Mai 1993, früher Nachmittag, das Wetter ist schön. Ich bin gerade auf dem Weg nach Bad Harzburg (Harz), um mit Horst Weiß, Überlebender der Schlacht um Stalingrad, zu sprechen.

Er war Funker in der 113. InfDiv, NachrAbt 113 und kämpfte bis Anfang Dezember an der Nordfront von Stalingrad.

Aus Anlaß des ,,50. Jahrestages der Vernichtung der 6. Armee" wollte ich dieses Interview für eine Zeitung führen.

In Vorbereitung für dieses Gespräch stellte ich, mit Hilfe einiger Bücher, den Verlauf dieser, oft als Wende des Zweiten Weltkrieges1 bezeichneten Schlacht nach.

Auf meiner zweistündigen Rückfahrt wurde ich mir der trockenen, ja fast toten Geschichtsschreibung, im Gegensatz dazu der menschlichen, emotionalen Beschreibung des Funkers Horst Weiß bewußt und in mir wuchs das Interesse weit aus mehr über dieses Thema zu erfahren, als für meinen Bericht nötig war.

Dies war der Beginn einer unregelmäßigen, aber stetigen Literaturrecherche über den Ostfeldzug Hitlers, mit besonderem Augenmerk auf die Schlacht an der Wolga.

Meine Motivation für die vorliegende Arbeit ergibt sich also aus meinem Interesse für die doch sehr umfangreiche und weit gefächerte Thematik Stalingrad.

Aus diesem Grund möchte ich im folgenden auch in großen Teilen auf persönliche und unmenschlichste Zustände der Wehrmachtssoldaten während der Offensive 1942 auf Stalingrad, sowie im Kessel selber mein Augenmerk richten.

Vor allem interessierte mich der Antrieb für diesen entschlossenen und unbarmherzigen Kampf aller Soldaten in der einstigen Industriemetropole Stalingrad, sowie die Probleme, die eine Massierung von mehreren Hunderttausend Soldaten mit sich brachte, sowohl im Hinblick auf die Führung, als auch auf die Soldaten selber.

2. Materiallage

Über kaum eine Schlacht in jüngster Zeit haben so viele Historiker und Zeitzeugen geschrieben, wie über Stalingrad. Darum ist die Materialfülle auch nicht verwunderlich, jedoch die Materialvielfalt und die inhaltliche Qualität der verschiedenen Schriften hat mit dieser Quantität wenig gemein.

Da die meisten Bücher den rein militärischen Verlauf der 6.Armee dokumentieren, ist es mir erst nach längerem Suchen geglückt, über den emotionalen, menschlichen Teil dieser Schlacht umfassendes Quellenmaterial zu finden.

Allerdings hier auch mit Schwerpunkt auf der Beschreibung der deutschen Armeen. Über die Verhältnisse auf der sowjetischen Seite mangelt es an ausreichender Literatur. Deshalb habe ich mich auch entschlossen den sowjetischen Teil, im Hinblick auf meine Schwerpunktbildung völlig auszuklammern.

Nicht zuletzt ein von mir geführtes Interview mit einem überlebenden deutschen StalingradSoldaten ermöglichte mir ein gutes Bild über die damaligen Zustände an der Front. Eben auch diese emotionalen Quellen gaben mir die Möglichkeit, mich mit dem Thema zu identifizieren und so besser auf meine Schwerpunkte hinzuarbeiten.

II. Historischer Überblick über die Schlacht an der Wolga

1. Die Sommeroffensive 1942 (Operation Blau) (siehe auch Karte 1)

,,Wenn ich das Öl von Maikop und Grosny nicht bekomme, dann muß ich diesen Krieg liquidieren" erklärte Adolf Hitler den Befehlshabern der Heeresgruppe Süd im Juni 1942 kurz vor der Sommeroffensive.2

Aus diesen Worten wird deutlich, welche klare Zielsetzung der Oberbefehlshaber der Operation Blau zudachte.

Der ,,Führer und Oberbefehlshaber der Wehrmacht" erließ am 5. April 1942 die Weisung Nr. 41. In ihr wurden die operativen Absichten der Offensive für den kommenden Sommer dargelegt. Ziel der deutschen Offensive sollte sein, ,,die den Sowjets verbliebene lebendige Wehrkraft endgültig zu vernichten und ihnen die wichtigsten kriegswirtschaftlichen Kraftquellen soweit als möglich zu entziehen".3

Der Mittelabschnitt der Ostfront sollte durch defensives Verhalten die entscheidenden und personalaufwendigen Aktionen im Nord- und vor allem Südteil sichern. Im Norden sollte Leningrad zu Fall gebracht und dadurch eine Verbindung zu Finnland hergestellt werden. Schwerpunkt der Operation war die Gewinnung des Kaukasus unter Vernichtung der sowjetischen Kräfte im Raum Woronesch, sowie westlich und nördlich des Don.

Im Rahmen vorbereitender Operationen mußten die Halbinsel Kertsch und die Festung Sewastopol genommen und die Front bei Isjum begradigt werden.

Die Hauptoperation mit Stoßrichtung Kaukasus unterteilte sich in drei Phasen.

Erste Phase: Durchbruch aus dem Raum südlich von Orel in Richtung Woronesch, zweite Phase: Panzer- und motorisierte Verbände sollten weiter, in Anlehnung an den Don, Richtung Süden angreifen und einen zweiten Angriff der von Charkow nach Osten geführt wurde unterstützen; dritte Phase: Vereinigung der den Don abwärts stoßenden Kräften mit den Verbänden aus dem Raum Taganrog, im Raum von Stalingrad.4

,,Auf jeden Fall muß versucht werden, Stalingrad selbst zu erreichen oder es zumindest so unter die Wirkung unserer schweren Waffen zu bringen, daß es als weiteres Rüstungs- und Verkehrszentrum ausfällt."5

Nach erfolgreicher Beendigung dieser Operationsphasen sollte dann das Endziel, zum Kaukasus vorzustoßen, das Erdölgebiet von Baku zu gewinnen und die iranische Grenze zu erreichen, angegangen werden.

Deutlich wird, das von der Eroberung des Industriezentrums Stalingrad keine Rede war, lediglich dieser Raum unter die Wirkung der Fernartillerie gestellt werden sollte.6

Die verbündeten italienischen, ungarischen und vor allem rumänischen Armeen, sollten an der entstehenden Nordflanke entlang des Don eingesetzt werden.

Insgesamt sollten an dieser Operation Blau, im Bereich der Heeresgruppe Süd fast 70 Divisionen beteiligt werden.

Die vorbereitenden Operationen waren mit der Einkesselung starker sowjetischer Kräfte südlich von Charkow Ende Mai erfolgreich abgeschlossen und der Angriffstermin auf den 28. Juni 1942 festgesetzt. Auch der Absturz eines Generalstabsoffiziers am 19. Juni hinter den feindlichen Linien, veranlaßte Hitler nicht den Angriffsbefehl zu verändern, obwohl der Offizier nachweislich Befehle und Karten für die erste und entscheidende Operationsphase bei sich hatte und so das sowjetische Oberkommando die deutschen Absichten kannte.7

Um 02:15 Uhr begann die Operation Blau.

a. Änderung der Operation Blau

Die Armeegruppe von Weichs griff östlich von Kursk kommend in Richtung Woronesch an, um die Nordflanke für den gesamten deutschen Angriff zu sichern.

Die 6. Armee unter General Paulus begann ihren Angriff 2 Tage später in Nordöstlicher Richtung. Die dadurch folgende Einschließung und Vernichtung starker sowjetischer Kräfte mißlang, da der Gegner, erstmalig in diesem Krieg geordnet zurückwich. Mit der beabsichtigten Vernichtung der sowjetischen Truppen westlich des Don, südlich von Woronesch begann die zweite Phase der Offensive, doch auch dieses Ziel wurde nicht erreicht, da die Truppen von Marschall Timoschenko organisiert in den Raum östlich des Don auswichen und dadurch kostbare Zeit gewannen.

Am 9.Juli begann die dritte Phase der Operation Blau, die mit der Vereinigung der von Norden und der von Süden kommenden deutschen Verbände zwischen Donez und Don, sowie der daraus resultierenden Einkesselung der dort stehenden sowjetischen Truppen enden sollte. Doch das Ausweichen der sowjetischen Truppen in Richtung Osten und ein zähes Verteidigen der Flußübergänge durch deren Nachhuten, verhinderte diese geplante Einkesselung. Dadurch mißlang auch das schnelle Vorrücken der deutschen motorisierten Verbände und ein günstiger Zeitpunkt die Stadt Stalingrad zu nehmen war verpaßt. Den sowjetischen Truppen verschaffte es jedoch Zeit, Zeit die Verteidigungsanlagen um Stalingrad weiter auszubauen.8

Am 18. Juli faßte Hitler seine beabsichtigten Änderungen in einer neuen Weisung zusammen, die eine Verschiebung der deutschen Verbände und deren Aufgabe in der Sommeroffensive nach sich zog, die mit der geplanten Operation Blau nichts mehr gemein hatte. Mit der Weisung Nr. 45 vom 23.Juli 1942, befahl er den Angriff auf den Kaukasus und erstmalig auch die Einnahme der Stadt Stalingrad in parallel laufenden Operationen, anstatt wie geplant hintereinander. Daraus resultierte eine Verringerung der deutschen Verbände in den letzten Phasen der Sommeroffensive und besiegelte damit ihr Schicksal.9

b. Kampf um Stalingrad

Die 6.Armee unter General Paulus sollte über den Don frontal gegen Stalingrad vorgehen und eine Panzerarmee von Süden den Angriff unterstützen.

Der Vormarsch beider Armeen gestaltete sich wesentlich zeitraubender als erwartet und verschaffte somit den gegnerischen Verbänden wieder Zeit zur weiteren Vorbereitung der Verteidigungsanlagen um Stalingrad. Diese Problematik ergab sich zum einen aus den entstandenen Engpässen bei der Versorgung der Truppe mit Treibstoff und einem sowjetischen Brückenkopf bei Kalatsch, dem entscheidenden Donübergang siebzig Kilometer westlich von Stalingrad. Die 6.Armee hatte somit erst einmal diese Barrikade zu beseitigen, ehe sie weiter Richtung Wolga vorrücken konnte.10

Weitere Probleme waren die fehlende Luftunterstützung und auch die schlechte Zuführung neuer Infanteriekräfte, die die entstehenden Flanken im Norden und Süden hätten ausreichend sichern können. Wie dramatisch das Problem war, zeigte sich insbesondere an der Nordflanke der Heeresgruppe. Über 800 Kilometer weit, von der Grenze zur Heeresgruppe Mitte bis zur Wolga, dehnte sich hier die Front, nur unzureichend durch vier schwache Armeen geschützt.V.A. 297 Vorausabteilung der 297. InfDiv11

Trotz dieser bedrohlichen Flankenlage befahl Hitler: ,,Die Stadt soll bis zum 25. August genommen werden."12

Die ersten Panzerverbände erreichten nach staken Abwehrschlachten am 23. August die Wolga. Ende August waren alle erforderlichen Voraussetzungen für einen frontalen Angriff der Infanterie der 6.Armee auf den Verteidigungsgürtel gegeben und General Paulus gab den Angriffsbefehl.

Bereits eine Woche später standen die ersten deutschen Soldaten acht Kilometer vor dem Stadtrand von Stalingrad. Am 14. September brachen dann Infanteriekräfte durch den Stadtkern bis zur Wolga durch. Immer mehr deutsche Infanteristen kämpften sich durch die Stadt und standen direkt an oder kurz vor der Wolga. Endgültig waren die Kämpfe nun vom gewohnten Bewegungskrieg in eine Phase des Stellungskrieges übergegangen. Der Oberbefehlshaber der sowjetischen Kräfte in Stalingrad sagte seinen Kommandeuren: ,,Es gilt Zeit zu gewinnen. Zeit um Reserven heranzuholen, Zeit, um die Deutschen abzunutzen."13 Eben diese Zeit wurde durch den erbitterten Widerstand der sowjetischen Soldaten gewonnen und so konnten starke, oft im Häuserkampf sehr gut ausgebildete frische Kräfte über die Wolga herangeführt werden.

Auf deutscher Seite sah das heranführen neuer Infanteriekräfte wesentlich schlechter aus, da Ende September Anfang Oktober an der Ostfront kaum noch einsatzfähige Reserven zur Verfügung standen. Auch die seit August bestehende unzureichende Versorgung der Truppe konnte von deutscher Seite nicht kompensiert werden. Auf den nahenden Winter waren die in Stalingrad kämpfenden Soldaten nur unzureichend vorbereitet, da die Sommeroffensive von einem Ende der Angriffskämpfe noch vor Winterausbruch ausging, was Anfang Oktober allerdings nicht zu erwarten war. Trotz alledem erklärte Hitler am 6. Oktober die ,,völlige

Inbesitznahme" von Stalingrad zur wichtigsten Aufgabe der Heeresgruppe.14

In den nun folgenden Wochen, durch den heranrückenden Winter getrieben zog das AOK 6 aus der Nord- und Südflanke immer wieder Verbände ab, um sie in den aufreibenden Häuserkampf zu werfen. Hier entbrannte ein Kampf um jedes Haus, um jede Hausecke, ja um jedes Stockwerk.

Flankenschutz gaben fast ausschließlich die Armeen der Verbündeten, deren Ausbildung und Ausrüstung nur mangelhaft war.

Teilweise besaß die 6.Armee neun zehntel der Ruinenstadt Stalingrad, konnte jedoch die letzten sowjetischen Kräfte nicht vernichtend schlagen.15

Währenddessen wurde in Moskau an einem Plan für eine Gegenoffensive gearbeitet, da man erkannte, das die deutschen Truppen nicht nur in Stalingrad, sondern auch im restlichen Bereich der Ostfront stark abgekämpft waren.

So begann am 20.November 1942 die erste groß angelegte Offensive der sowjetischen Kräfte. Sie begann mit schnellen Angriffen von Panzerverbänden und nachrückenden Infanterieeinheiten südlich und nördlich von Stalingrad.

Diese Angriffskeile überrannten die schwache Flankensicherung der in Stalingrad kämpfenden Verbände und vereinigten sich nur wenige Tage später am wichtigen Donübergang Kalatsch. Sie schlossen bei dieser zangenförmigen Umfassung 260.000 Soldaten und unzähliges Kriegsgerät auf einer Fläche von 1500 Quadratkilometern ein.16

c. Einkesselung und Untergang der 6. Armee

,,In der Geschichte der Kriege und der Kriegskunst gibt es kein einziges Beispiel für eine Einschließung einer so starken operativen Gruppierung bei nahezu gleichen Kräfteverhältnissen."17

Die Luftwaffe versprach Hitler eine umfassende Luftversorgung der in Stalingrad eingekesselten 6.Armee und Hitler war sich dadurch sicher, das seine Soldaten Stalingrad halten könnten und so eine gute Ausgangslage für die kommende Sommeroffensive bestehen bliebe.

Allerdings verkannte er die Tatsache, das die in Stalingrad stehenden Soldaten schon seit mehreren Monaten erbarmungslos kämpften ohne das frische Truppen zugeführt wurden.

Nichtsdestotrotz befahl Hitler General Paulus das Halten von Stalingrad: ,,...Ich kenne die 6. Armee und ihren Oberbefehlshaber und weiß, daß sie sich in dieser schweren Lage tapfer halten wird. Die 6. Armee muß wissen, daß ich alles tue, um ihr zu helfen und sie zu entsetzen "18 Währenddessen entbrannten im gesamten Gebiet der Ostfront Kämpfe, resultierend aus der geplanten sowjetischen Offensive. Im Bereich des Stalingrad-Kessels befand sich eine enorme sowjetische Truppenkonzentration, der die 6. Armee stand hielt, obwohl von den benötigten Nachschubgütern nur weniger als 10% eingeflogen wurden.

Mitte Dezember begann eine Operation zur Versorgung bzw. Befreiung der 6.Armee, die wegen mangelnder Kraft- und Nachschubreserven jedoch erfolglos blieb. Damit war die letzte Chance einer Rettung der 6. Armee verspielt, denn die Front bewegte sich immer weiter in Richtung Westen und die Kraft und die Motivation im Kessel schwand. Auch die Durchhalteparolen des Führers büßten immer mehr von ihrer Wirkung ein. Anfang Januar überbrachten sowjetische Parlamentäre ein Kapitulationsangebot für General Paulus, welches jedoch abgelehnt wurde und eine Großoffensive am 10. Januar 1943 eröffnete.

In den Folgewoche zogen die sowjetischen Armeen den Ring um Stalingrad immer enger und bildeten schließlich am 26. Januar zwei von einander getrennte Kessel. Der Südkessel mit dem Oberbefehlshaber der 6.Armee und kurz zuvor zum Generalfeldmarschall beförderten Paulus ergab sich am 31. Januar 1943, im Nordkessel erlosch der Widerstand am 02. Februar 19943.

Nach dieser aus deutscher Sicht, so vernichtenden Schlacht begaben sich ungefähr 113.000 deutsche und rumänische Soldaten in die sowjetische Kriegsgefangenschaft, unter ihnen 30 Generale und ein Generalfeldmarschall - zurück in die Heimat sollten nicht mehr als ungefähr 6000 kommen.

III. Die Versorgungsproblematik

1. Nachschubwege während der Offensive

,,Bereits am Don waren die deutschen Streitkräfte etwa 2500 km von der Grenze des damaligen Großdeutschland entfernt, und die Nachschubschwierigkeiten hatten sich zwischen Donez und Don sehr unangenehm bemerkbar gemacht, als die 6. Armee wegen Treibstoffmangel ca. 2 Wochen festlag In unserem Bericht VI/4 wurde drastisch geschildert, daß die Pz.-Jg.-Abt. und die V.A.297 die Verfolgung des flüchtenden Feindes nicht fortsetzen konnte, weil die motorisierten Teile der Division unbeweglich waren."19 Der Transportraum der Armee reichte kaum aus, um über diese weiten Strecken die Versorgungsgüter, wie Munition, Treibstoff, Verpflegung und anderes zur kämpfenden Truppe zu bringen. Stockte die Treibstoffzufuhr, konnte der Angriff oft tagelang nicht fortgesetzt werden.

Hitler beeindruckten solche Argumente allerdings nicht und er erklärte in einer Besprechung: ,,Immer wurde mir von sogenannten Fachleuten und eigentlich zur Führung berufenen Männern erklärt: das ist nicht möglich, das geht nicht. Damit kann ich mich nicht abfinden. Es gibt Probleme die unbedingt gelöst werden müssen. Wo richtige Führer vorhanden sind, sind sie immer gelöst worden und werden auch immer gelöst werden."20

Für ein Gelingen der deutschen Sommeroffensive war aber das schnelle Vorgehen und Nachsetzen durch starke motorisierte Verbände unabdinglich, was auch die Überlegenheit der deutschen Militärführung im Bewegungskrieg förderte.21 Jedoch wurden für diese Operationen zwei Dinge charakteristisch: ,,Sie vollzogen sich unter immer neuen Versorgungskrisen, und die Heeresgruppe verfügte über keinerlei Reserven."22 Das XL. Panzerkorps von Südosten kommend, sollte beispielsweise Anfang Juli dem weichenden Gegner den Rückzug versperren. Seine drei Divisionen waren aufgrund des Treibstoffmangels soweit auseinandergezogen, das die sowjetischen Truppen immer wieder durch die breiten Lücken entweichen und der Umklammerung entgehen konnten.23 Nicht besser stand es um die materiellen Voraussetzungen der bevorstehenden Operationen. So hatte die Truppe infolge horrender Ausfälle an motorisierten Fahrzeugen aller Art ihre für jede großräumige Operationsführung unabdingbare Beweglichkeit weitestgehend eingebüßt. Auch die Verluste an Infanterie- und Artilleriewaffen, vor allem jedoch der alle Erwartungen weit übertreffende Munitionsverbrauch hatten die Feuerkraft der Verbände stark geschwächt. Berechnungen der zuständigen Stellen ergaben nur zeitlich geringfügige Verbesserungen dieser Situation, da die Munitionsfertigung deutlich unter den Verschußzahlen lag.24 Die personellen und materiellen Verhältnisse hatten sich im Vergleich zum Vorjahr drastisch verschlechtert, so hielt der Generalstab des Heeres im März 1942 nur noch fünf Prozent aller Ostdivisionen für voll angriffsfähig, auch die Nachschubwege wurden immer länger, die Kriegsproduktion war an ihrem oberen Limit angekommen und der Gegner paßte sich taktisch, personell und materiell den deutschen Verhältnissen an - und dies alles auf dem Weg nach Stalingrad.

2. Die Versorgung der ,,Festung Stalingrad" (siehe auch Karte 2)

Die starken Probleme mit dem Nachschub wurden schon sichtbar bei der Angriffsbewegung auf Stalingrad und den ersten schweren, aufreibenden Kämpfen in der Stadt selber. Die ungeheuren Munitions- und Verpflegungsmengen die dieser Stellungskrieg mit sich brachte, konnten nur unzureichend beschafft werden.

Die Versorgungslager für die Transportflüge wanderten ab Dezember 1942 immer weiter Richtung Westen, da die erfolgreiche sowjetische Gegenoffensive weiter anhielt, somit entstanden Anflugstrecken von 350 - 400 km, die oft nicht einmal zwei Flüge der selben Maschine täglich zuließen.25

Die von der 6. Armee geforderten 300 bis 500 Tonnen Versorgungsmaterial täglich wurden zwar von dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring zu gesichert, überstiegen jedoch zu keiner Zeit die 100 Tonnen Grenze.

Auch das unberechenbare Wetter, das oftmals gar keine Versorgungsflüge zuließ, sowie die erbarmungslose Kälte des russischen Winters gaben Görings Worten: ,,Es wird bei jeder Wetterlage geflogen, mein Führer. Alles wird zusammengezogen, sogar die Junkers- Maschinen aus dem Luftverkehr. Demjansk und andere Fälle haben bewiesen, daß man das kann."26 unrecht.

Die Tatsache, das die sowjetische Armee immer mehr an Lufthoheit im Raum Stalingrad gewann, erschwerte eine ausreichende Versorgung ebenfalls.27

Als der Kessel dann auch noch die Kontrolle über die beiden, westlich gelegenen Flugplätze verlor, wurde der Nachschub über Versorgungsbomben abgewickelt, die nicht selten im sowjetisch kontrollierten Raum herunterkamen.

Anfang Dezember bereits, wurden ein Großteil der noch im Kessel befindlichen Pferde zur Schlachtung frei gegeben, um den Verpflegungsnotstand wenigstens vorübergehend zu verbessern. Die Brotration mußte dennoch am 15. Dezember auf 100g täglich herabgesetzt werden; ,,zwei Schnitten Brot am Tage, eine dünne Pferdefleischsuppe und einige Tassen heißer Kräutertee oder Malzkaffee - damit sollte der Soldat leben und kämpfen, Frost, Schnee und Sturm widerstehen können!"28

Die Zahl der durch Hunger Entkräfteten übertraf in dieser Zeit bei manchen Einheiten sogar die Zahl der Verwundeten und beeinflußte somit die Kampfkraft der im Kessel befindlichen deutschen Verbände doch erheblich.

Auch die rapide schwindenden Vorräte an Artillerie-, Panzer- und Infanteriemunition, entblößte die Durchhalteparolen als waren Hohn, wie ein Major, in seinen Ende Januar gemachten Schilderungen an Adolf Hitler, darstellte: ,,Mein Führer ich darf melden, dem Menschen von Stalingrad kann man das Kämpfen bis zur letzten Patrone nicht mehr befehlen, erstens, weil er physisch dazu nicht mehr in der Lage ist, zweitens weil er diese Patrone nicht mehr hat."29

Auch Funker Horst Weiß beschrieb den Hunger als Wegbegleiter der Soldaten seit Oktober 1942 und die daraus entstehenden Krankheiten wie Ruhr oder Gelbsucht.30

Die ungeheuren Versorgungsmengen, die ein erfolgreiches Überstehen des Winters im Kessel erfordert hätten, konnten insbesondere durch die deutsche Luftwaffe nicht erbracht werden. Die deutschen Soldaten der 6.Armee hatten somit nicht nur gegen die sowjetischen Soldaten zu kämpfen, sondern auch gegen den langsam schleichenden Hungertod. Mensch und Tier waren an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, viele erreichten sie schon vor der Zerschlagung des Kessels.

Auch die Verwundetenversorgung stellte insbesondere im Kessel ein großes Problem dar. Zu Beginn wurden die Soldaten mit den zurückfliegenden Versorgungsmaschinen heraus geflogen, später bestand diese Möglichkeit nicht mehr und die Verletzten brauchten eine ärztliche Versorgung und auch Lebensmittel. Die schlechte Versorgungslage und der Personalverlust machte auch vor den Sanitätern nicht halt, so daß auch hier unmenschlichste Verhältnisse herrschten, die Soldaten oftmals dazu veranlaßten, anstatt sich krank zu melden bis zum Ende mit ihren Kameraden zu kämpfen, weil sie ihre Chancen dort größer einschätzten.31

Die hygienischen Bedingungen in den Lazaretten paßten sich dem herrschenden Allgemeinbild an: ,,Vielleicht meinen manche, wir würden bei der Schilderung der Verlausung ,,aufschneiden": wir holten die Läuse aus den Socken mit Schöpflöffeln heraus! Wir hatten schließlich Haufen von Läusen, so hoch wie die Ameisenhaufen Im Wald! In unserer kleinen Operationskammer sah man an den Wänden Laus an Laus. Die Bettdecke, die als Abschirmung gegen den Gang an die Tür gehängt war, bewegte sich ständig, weil Laus an Laus auf der Decke saß."32

,,Der Mensch regeneriert sich sehr schnell."33 sagte Adolf Hitler in bezug auf seine eingeschlossenen Soldaten in Stalingrad und ihren Zustand, ob er sich der Aussage dieser Worte allerdings bewußt war, im Hinblick auf die unmenschlichen Zustände seiner Soldaten ist zweifelhaft. Menschenunwürdigste Zustände hatten die 6.Armee seit November 1942 durch den Kessel um Stalingrad bis zum Ende der Schlacht begleitet und die deutsche Armee hatte keine Möglichkeit daran etwas zu ändern.

IV. Emotionen einer Schlacht

1. Impressionen an der Wolga

,,Die Angst ist das, was ich ihnen deutlich machen wollte, erklärt Horst Weiß, Überlebender der Schlacht um Stalingrad, welche ich und auch meine Kameraden in jeder Sekunde dieses Kampfes empfanden."33

Eben diese Angst um das Leben ist es, die die Soldaten der 6.Armee beflügelte, selbst in den ausweglosen Januartagen noch zäh zu kämpfen. Die Angst vom einfachen Landser bis zum General, eine Todesangst die im Kessel alles und jeden umgab.

Die Suche nach Trost spendendem, war vor allem in der Weihnachtszeit 1942 besonders deutlich sichtbar: ,,Wir hatten auch eine nächtliche Expedition auf Mehl mit Erfolg durchgeführt, und so konnten wir mit Hilfe eines Bäckers in einem selbstgebastelten Ofen zu Weihnachten für jeden unserer Männer ein kleines Brot backen, Schnaps und Zigaretten verteilen und für eine Weihnachtsstimmung sorgen, wie ich sie in meinem ganzen Leben niemals mehr so intensiv empfunden hatte."34

Auch die ,,Madonna von Stalingrad" entstand in dieser Weihnachtsnacht: ,,Meine Lehmhöhle verwandelte sich in ein Atelier Für die große Madonnenzeichnung keine rechte Unterlage. Nur ein schräggestellter, selbstgezimmerter Tisch,... mangelhaftes Material, als Papier eine russische Landkarte. Aber wenn ich sagen könnte, wie mich diese Arbeit an der Madonna ergriffen hat und wie ich ganz dabei war."35

Die Furcht und die erkannte ausweglose Situation, hingen jedoch die meiste Zeit, wie ein grauer Schleier über dem Kessel. ,,Es ging überhaupt nicht um Tannenbaum und Ansprachen, sondern um Munition und Brot. Und um den Nebenmann."36

Der Tod war in dieser Zeit so normal, das ihm die wenigsten noch mit dieser gefühlvollen Art und Weise entgegentraten, die beim Verlust eines Freundes oder Bekannten normal war. ,,Die Straße ist keine Straße mehr, sie ist ein Flüchtlingsstrom. Panzer rasseln vorbei, Soldaten werden umgewalzt, weil sie verwundet sind oder nicht mehr schnell genug ausweichen können. Die Panzerfahrer können sie bei dem Geschiebe und Gedränge auch gar nicht ausmachen, und nachfolgende Panzer walzen dann nochmals über die schon flachgefahrenen Männer. Sie liegen flach wie dickes Papier im Schnee. Man hastet über sie hinweg, niemand beachtet sie."37

Die Einstellungen der Soldaten waren höchst unterschiedlich, sie fluchten über Hitler, sie fluchten über Gott oder sie riefen ihn um Hilfe.

Nach der Rede des Führers im Löwenbräukeller am 9. November 1942, wo er darauf hinwies, das seine Truppen alle Zeit der Welt hätten und er es für sinnvoll hielte, die letzten Reste der Stadt mit ganz kleinen Stoßtrupps zu nehmen; konnten viele Stalingrader Soldaten nicht einmal mit dem Kopf schütteln, so unverständlich erschienen ihnen diese Worte. ,,Einer aber nahm sein Gesicht erschüttert in die Hände und murmelte in einem Bunker an der Nordriegel- Stellung: ,,Mein Gott, mit ganz kleinen Stoßtrupps ... wenn er doch wenigstens Obergefreiter gewesen wäre." "38

In dieser Zeit war die von Hitler propagierte Rassenlehre nur noch unzureichend als Motivation für die sich schon am Ende glaubenden Soldaten einzusetzen.

Sie wurden angetrieben durch die Angst vor den sowjetischen Truppen, den starken Überlebenswillen und der Auffassung, ,,Ihren Mann stehen zu müssen".39

Dies wird vor allem deutlich in der Endphase des Kessels, in der die letzten, ausgehungerten Kräfte einer ehemals schlagkräftigen Armee das Kämpfen einstellten, weil sie nichts mehr zum kämpfen hatten. ,, ,,Wenn man sich nicht wehren kann, soll man Schluß machen." Sie konnten sich nicht mehr wehren, also... Die Leute bauten sich im Halbkreis auf und sie verstanden recht gut, was ihr Regimentskommandeur sagte. ,,Die Armee ist für uns unerreichbar, die Division ist tot und das Regiment sind wir. Also sind wir die Letzten der Armee. Ihr habt den Eid auf die Fahne geschworen und gesagt: ,,... wenn es sein muß bis zum Tod." Die Kammern eurer Gewehre sind leer und eure Mägen sind es auch. Ich gebe euch euren Eid zurück, jeder kann machen, was er will. Deutschland muß nun sehen, wie es ohne uns auskommt." Dann gab der Kommandeur jedem seiner sechsundzwanzig Männer die Hand und sah ihm dabei in die Augen."40

Ähnlich wie bei diesem Regiment in Zugstärke, sah es an der ganzen Front aus. Deshalb verwundert es auch nicht, das führende Generäle der 6. Armee und auch Paulus um die Erlaubnis der Handlungsfreiheit baten, dies jedoch persönlich von Hitler immer wieder abgelehnt wurde.

Die 6.Armee hatte ihre Bestimmung und ihre Bestimmung lag in ihrem Untergang.

2. Stalingrad und Religion

Religion und Krieg sind oftmals unzertrennlich in Kriegen. Von Hitler geduldet, von den Kommandeuren unterstützt, von den Soldaten gebraucht, verbanden in Stalingrad die wenigen Pfarrer und Priester die geistigen und körperlichen Wunden der kämpfenden, so gut es ihnen möglich war. Sie halfen in Bereichen, wo keine Helfer waren, sie spendeten Trost und gaben Hoffnung, auch an die Hinterbliebenen.

,,Eine der wichtigsten Aufgaben eines Feldseelsorgers ist ja die Betreuung von Verwundeten und Schwerkranken. Bei einem größeren Kampfeinsatz gab es im Bereich zwischen der Front und den Verbandsplätzen außer dem Feldgeistlichen praktisch niemanden, der z.B. den Schwerverwundeten in der manchmal längeren Wartezeit zwischen der Einlieferung zum Verbandsplatz bis zur Operation beistehen konnte: nicht nur durch das Wort, durch manche kleine Hilfe und das den katholischen Kammeraden angebotene Sakrament, das mit evangelischen Christen gesprochene Vaterunser. Recht oft war der Pfarrer auch der einzige, dem ein nicht mehr selbst schreibfähiger Schwerverwundeter noch eine Nachricht und manchmal letzte Grüße an seine angehörigen diktierte und die Feldpostkarte vielleicht gerade noch mit zitternder Hand unterschreiben konnte."41

Auch aus den Briefen spricht das Gottvertrauen, das sowohl vielen Soldaten, als auch ihren Familien die Kraft zum leben und hoffen gab.

,,...Es hat mich ja furchtbar getroffen, aber wir müssen uns dem Willen des Allerhöchsten fügen, so hart es auch für mich ist, aber unser Herrgott hat ihn doch lieber gehabt als ich."42 Die Pfarrer versuchten auch durch Feldgottesdienste, vor allem in der Weihnachtszeit, ein Hauch von christlicher Nächstenliebe zu vermitteln. Selbst in vorderster Front, direkt hinter der HKL hielten die Pfarrer ihre Gottesdienste, führten Gespräche mit den Soldaten oder hielten Vorträge zu bestimmten Themen.

Den kämpfenden Soldaten gaben sie die Chance aus dem hungernden, dem Tod nahe stehenden und oft auch sinnlosen Kriegsgeschehen zumindest kurz zu entfliehen. So erscheint es auch nicht verwunderlich, das die Vorgesetzten, vor allem in der Endphase des Kessels die Arbeit der Geistlichen unterstützen und förderten.

Der unentwegten und aufopferungsvollen Arbeit der Feldseelsorger steht eine doch recht große Bedeutung am Aushaltewillen der deutschen Truppe im Kessel zu. Sie machten das Leben des deutschen Soldaten angenehmer, so weit es ihnen eben möglich war.

V. Schluß

Die hier vorliegende Arbeit hat mir gezeigt, wie wenig wir uns bei historischen Aufarbeitungen von Kriegen, mit den persönlichen Schicksalen der einzelnen Soldaten beschäftigen.

Im Hinblick auf die zu Beginn gestellten Schwerpunkte, halte ich eine gute Bewertung dieser Teilbereiche der Schlacht um Stalingrad nun für mehr als möglich, jedoch kann auch nicht erwartet werden, den Untergang von fast einer Million Menschen auf diesen wenigen Seiten umfassend wiederzugeben.

Mein Ziel war, den Schrecken des Krieges anzureißen und dazu einzuladen, sich intensiver mit dieser am Beispiel Stalingrad erklärten Thematik, zu befassen.

In einer von mir genutzten Quelle habe ich, als eine Art große Überschrift folgendes gelesen: ,,Hier soll dem Kriege kein Denkmal gesetzt werden, sondern seinen Toten".43 Diese Worte schwirrten während der Ausarbeitung in meinem Kopf herum und ich habe versucht, mich davon leiten zu lassen.

Ich hoffe, das die Schilderungen ausreichen, sich ein Bild von dem fast unvorstellbar großen Leid zu machen, das deutsche Soldaten während dieser Schlacht zu erleiden hatten. Abschließen möchte ich meine Arbeit mit einem Zitat des ehemaligen Divisionspfarrers Dr. Beck, dessen Buch mir die Zustände im Kessel doch sehr viel näher gebracht hat: ,,Aus meinen Erkenntnissen und Erfahrungen im Krieg und in der Kriegsgefangenschaft sehe ich es als ein Verbrechen gegen unsere Zivilisation und gegen die Menschlichkeit an, wenn Menschen aufeinander schießen, statt sich in Gesprächen und Verhandlungen über kontroverse Auffassungen und für beide wichtige Probleme zu einigen. Alle Menschen sind ja Kinder des einen Gottes, darum sollten sie auch wie Brüder und Schwestern zusammen leben und miteinander auszukommen versuchen!"44

VI. Anhang

1. Anmerkungsverzeichnis

2. Quellenverzeichnis

Adam, Wilhelm: Der schwere Entschluß, Berlin, (197314 ) Beck, Alois: bis Stalingrad..., Ulm, (19833 )

Carell, Paul: Stalingrad: Sieg und Untergang der 6.Armee, (Berlin-Frankfurt/Main), (1992)

Förster, Jürgen: Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, München/Zürich, (19932 )

Giulini, Udo: Stalingrad und mein zweites Leben, Begegnungen - Erlebnisse - Eindrücke - Erfahrungen, Neustadt/Weinstraße / Landau/Pfalz, (1978)

Görlitz, Walter: Paulus ,,Ich stehe hier auf Befehl", Frankfurt/Main, 1960

Kehrig, Manfred: Stalingrad: Analyse und Dokumentation einer Schlacht, in:

Militärgeschichtliches Forschungsamt: Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, 15. Band, Stuttgart, 1974

Paulus, Alexander F.: Die Schlacht um Stalingrad - Ausbruch oder Verteidigung?, in: Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift, Jg. 159 und 160 vom Dezember 1993 und Januar 1994, Seite 497 - 501, Seite 25 - 28

Piekalkiewicz, Janusz: Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, München, (1977) Schröter, Heinz: Stalingrad ,,...bis zur letzten Patrone", (Marktheidenfeld), o.J.

Als weitere Quelle diente mir ein Interview auf Tonband, welches ich am 29.05.1993 in Bad Harzburg (Harz) mit Horst Weiß führte, einem ehemaligen Funker der 113. InfDiv, NachrAbt 113.

3. Abkürzungen

AOK 6 Armeeoberkommando der 6. Armee HKL Hauptkampflinie

InfDiv Infanteriedivision (Stärke: 16.000 - 20.000 Mann) NachrAbt Nachrichtenabteilung

PzDiv Panzerdivision (Stärke: 150-225 Panzer und 120-125 Schützenpanzer) Pz.-Jg.-Abt Panzerjägerabteilung

[...]


1 Carell, Paul: Stalingrad: Sieg und Untergang der 6.Armee, (Berlin- Frankfurt/Main), (1992), Seite 116

2 Piekalkiewicz, Janusz: Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, München, (1977), Seite 7

3 Förster, Jürgen: Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, München, (19932), Seite 17

4 Kehrig, Manfred: Stalingrad: Analyse und Dokumentation einer Schlacht, in: Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, Militärgeschichtliches Forschungsamt, 15. Band, Stuttgart, 1974

5 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 17

6 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 24

7 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 25

8 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 25-26

9 Beck, Alois: bis Stalingrad..., Ulm/ (19833 ), Seite 146

10 Carell, Stalingrad: Sieg und Untergang der 6.Armee, Seite 119

11 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 31-32

12 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 69

13 Carell, Stalingrad: Sieg und Untergang der 6.Armee, Seite 138

14 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 33

15 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 219

16 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 303

17 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 60

18 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 85

19 Beck, bis Stalingrad..., Seite 147

20 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 21

21 Beck, bis Stalingrad..., Seite 146

22 Görlitz, Walter: Paulus ,,Ich stehe hier auf Befehl", Frankfurt/Main/ 1960, Seite 73

23 Adam, Wilhelm: Der schwere Entschluß, Berlin/ (197314 ), Seite 44

24 Förster, Stalingrad: Ereignis - Wirkung - Symbol, Seite 22

25 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 372

26 Carell, Stalingrad: Sieg und Untergang der 6.Armee, Seite 171

27 Carell, Stalingrad: Sieg und Untergang der 6.Armee, Seite 200 - 201

28 Adam, Der schwere Entschluß, Seite 200

29 Piekalkiewicz, Stalingrad: Anatomie einer Schlacht, Seite 410

30 aus Interview mit Weiß, Horst: Funker von 113. InfDiv, Bad Harzburg/ 1993

31 Adam, Der schwere Entschluß, Seite 214 - 218

32 Beck, bis Stalingrad..., Seite 201

33 aus Interview mit Weiß, Horst, 1993

34 Giulini, Udo: Stalingrad und mein zweites Leben, Landau/Pfalz/ (1978), Seite 15

35 Schröter, Heiz: Stalingrad ,,... bis zur letzten Patrone", (Marktheidenfeld)/ o.J., Seite 142

36 Schröter, Stalingrad ,,... bis zur letzten Patrone", Seite 139

37 Giulini, Stalingrad und mein zweites Leben, Seite 19

38 Schröter, Stalingrad ,,... bis zur letzten Patrone", Seite 34

39 aus Interview mit Weiß, Horst 1993

40 Schröter, Stalingrad ,,... bis zur letzten Patrone", Seite 213

41 Beck, bis Stalingrad..., Seite 120

42 Beck, bis Stalingrad..., Seite 122 - 123

43 Schröter, Stalingrad ,,... bis zur letzten Patrone", Seite 5

44 Beck, bis Stalingrad..., Seite 198

18 von 18 Seiten

Details

Titel
"...wenn er doch wenigstens Obergefreiter gewesen wäre." - Stalingrad und seine Kämpfer
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
2,4
Autor
Jahr
1998
Seiten
18
Katalognummer
V97791
Dateigröße
438 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Mit historischem Abriss der Schlacht von Stalingrad und schwerpunktmäßig mit Emotionen der Soldaten, bzw. Beteiligten. Allerdings sehr mangelhafter Schlußteil.
Schlagworte
Obergefreiter, Stalingrad, Kämpfer
Arbeit zitieren
Normen Ulbrich (Autor), 1998, "...wenn er doch wenigstens Obergefreiter gewesen wäre." - Stalingrad und seine Kämpfer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97791

Kommentare

  • Gast am 10.4.2001

    Dr..

    Der Verfasser mag vielleicht persönlich ambitioniert sein, doch gelingt es ihm nicht, dies auf wissenschaftlichem Feld zur Geltung zu bringen. Die Arbeit macht auf mich den Eindruck, als sei sie hastig aus der Sekundärliteratur zusammengeschrieben. Tiefergehende Fragestellungen fehlen, da der Autor eine Totalschau des vielschichtigen Themas erarbeiten wollte. Das muss, auch in Anbetracht der Fülle von Quellen- und Sekundärmaterial, die der Autor nur sehr oberflächtlich durchdrungen hat, zwangsläufig scheitern. Der Verfasser hat einen Zeitzeugen aufgesucht, doch dessen Erfahren in seinem Text weder - wissenschaftstheoretisch begründet- überzeugend eingearbeitet, noch für einen Interpretationsansatz kritisch fruchtbar gemacht. Das ist Schade. Meiner Meinung nach wurde die Arbeit mit einer 2,4 erstaunlich gut bewertet. Von einer Bw-Hochschule sollte meines Erachtens eine kritischerer Blick auf Hausarbeiten geworfen werden - gerade wenn es sich um eine militärgeschichtliche Fragestellung handelt.

  • Gast am 9.3.2005

    Das war nichts.

    Besonders erschreckt bin ich darüber das es sich hier um einen Studenten einer Bundeswehrhochschule handelt. Es fehlt der rote Faden. Fast alles ist lieblos und teilweise völlig sinnlos aneinandergeklatscht. Und ausserdem wenn man ein Zitat benutzt, das muss es sitzen. Zitate sind nicht dazu gedacht die Seiten zu füllen.

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