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Ist der 12. Oktober ein Feiertag? Die amerikanische Erinnerungskultur (Geschichte, Sek. II)

Titel: Ist der 12. Oktober ein Feiertag? Die amerikanische Erinnerungskultur (Geschichte, Sek. II)

Unterrichtsentwurf , 2020 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Andreas Bonß (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zentrum der Stunde steht die erinnerungskulturelle Kontroverse um die in vielen amerikanischen Ländern als Feiertag begangene "Entdeckung" Amerikas anhand von Texten George Bushs sen. und Víctor Montoyas unter der Fragestellung: "Ein guter Tag zum Feiern? – Der 12. Oktober in der Erinnerungskultur."

Die SuS erarbeiten und beurteilen, dass die Kontroverse auf unterschiedlichen und standortgebundenen kollektiven Erinnerungen beruht, die durch das einseitige Anknüpfen an die Perspektive der Europäer (Bush) oder der Indios (Montoya) eine entgegengesetzte Wertung der „Entdeckung“ beinhalten, der durch die Feiern entweder Ausdruck verliehen wird oder die mit ihr unvereinbar ist.

Die heutige Stunde ist eingebettet in eine Reihe zur Entdeckung Amerikas und zum spanischen Kolonialismus sowie ihrer heutigen Repräsentation in der Geschichtskultur. Das in den USA, Spanien und Spanischamerika lange staatstragend inszenierte Leitbild von Kolumbus als Fortschritts- und Kulturträger büßt seit 1994 zunehmend an Dominanz ein. Die Kontroverse entspricht dabei der Vielschichtigkeit der welthistorischen Bedeutung von Kolumbus‘ "Entdeckung". Katalysierte diese einen Aufschwung des Welthandels und technologischen Fortschritt, zog die Kolonisation auch die Unterwerfung und teilweise Auslöschung der eingeborenen Völker nach sich. In den Freiräumen der Kolonien wiederum konnte unter anderem die erste moderne Demokratie entstehen. Nachdem in einigen lateinamerikanischen Ländern bereits Kolumbusstatuen entfernt oder sogar der Nationalfeiertag umgewidmet wurde, entfaltet sich jüngst auch in den USA eine Auseinandersetzung um die Geschichtskultur. Die Beschäftigung mit dieser Kontroverse mit dem Ziel, ein eigenes Werturteil zum geschichts- und erinnerungskulturellen Umgang mit der Entdeckungs- und Kolonisationsgeschichte zu fällen, ist besonders zur Förderung der Orientierungskompetenz geeignet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Didaktisches Zentrum

2. Analyse der Lerngruppe und der Lernausgangslage

3. Didaktische Analyse mit Materialanalyse

4. Methodische Analyse

5. Anhang

5.1 Literaturverzeichnis

5.2 Verlaufsplan

5.3 Material, Arbeitsblätter

5.4 antizipierte Stundenergebnisse (z.B. Tafelbild)

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Förderung der Urteils- und Orientierungskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit der kontroversen Geschichts- und Erinnerungskultur rund um den 12. Oktober. Die Lernenden sollen befähigt werden, die unterschiedlichen, standortgebundenen Perspektiven auf Kolumbus und die „Entdeckung“ Amerikas zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und auf dieser Grundlage ein eigenes, begründetes Werturteil zur gegenwärtigen Praxis des Feiertags zu bilden.

  • Erinnerungskulturelle Kontroverse um den 12. Oktober
  • Perspektivübernahme und historische Urteilsbildung
  • Analyse und Vergleich kollektiver Erinnerungsbilder
  • Reflexion über Standortgebundenheit von Werturteilen

Auszug aus dem Buch

1. Didaktisches Zentrum

Im Zentrum der Stunde steht die erinnerungskulturelle Kontroverse um die in vielen amerikanischen Ländern als Feiertag begangene „Entdeckung“ Amerikas anhand von Texten George Bushs sen. und Víctor Montoyas unter der Fragestellung: „Ein guter Tag zum Feiern? – Der 12. Oktober in der Erinnerungskultur.“

Die SuS erarbeiten und beurteilen, dass die Kontroverse auf unterschiedlichen und standortgebundenen kollektiven Erinnerungen beruht, die durch das einseitige Anknüpfen an die Perspektive der Europäer (Bush) oder der Indios (Montoya) eine entgegengesetzte Wertung der „Entdeckung“ beinhalten, der durch die Feiern entweder Ausdruck verliehen wird oder die mit ihr unvereinbar ist.

Dies wird daran deutlich, dass die SuS

• den Quellen stichpunktartig Aussagen zur Würdigung oder Kritik des Kolumbus und seiner „Entdeckung“ entnehmen.

• das in den Quellen enthaltene konstruierte Bild von Kolumbus erschließen, indem sie die seiner Entdeckung zugewiesene (welt-)historische Bedeutung knapp herausarbeiten.

• durch das Entwickeln von Argumenten zur Stundenfrage aus der Position Bushs oder Montoyas deren Wertungen nachvollziehen, beide vergleichen und die Unterschiedlichkeit ihrer standortgebundenen historischen Erinnerungen erklären.

• in einer abschließenden Diskussion in Auseinandersetzung mit den Positionen Bushs und Montoyas Stellung zum Feiern des 12. Oktober beziehen.

Die Stunde dient damit schwerpunktmäßig der Förderung der Urteils- und Orientierungskompetenz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Didaktisches Zentrum: Erläutert die zentrale Fragestellung der Unterrichtsstunde sowie die fachdidaktischen Lernziele bezüglich der Urteils- und Orientierungskompetenz.

2. Analyse der Lerngruppe und der Lernausgangslage: Beschreibt den aktuellen Lernstand der Klasse, deren Interesse am Reihenthema sowie den spezifischen Förderbedarf hinsichtlich der Werturteilsbildung.

3. Didaktische Analyse mit Materialanalyse: Begründet die Einbettung der Stunde in die Unterrichtsreihe und reflektiert die Relevanz der Kontroverse um den 12. Oktober für die Geschichtskultur.

4. Methodische Analyse: Erläutert die didaktischen Entscheidungen für den Unterrichtsverlauf, insbesondere den Einsatz der "Think-Pair-Share"-Methode und die Bedeutung des Tafelbilds als Strukturierungshilfe.

5. Anhang: Enthält das Literaturverzeichnis, den detaillierten Verlaufsplan, die Arbeitsmaterialien sowie das antizipierte Tafelbild.

Schlüsselwörter

Geschichtskultur, Erinnerungskultur, Kolumbus, Kolonialismus, Orientierungskompetenz, Werturteil, Urteilskompetenz, kollektive Erinnerung, 12. Oktober, Geschichtsunterricht, Standortgebundenheit, Identitätsstiftung, Indigene, Kontroverse, Perspektivübernahme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit präsentiert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte, der sich mit der kontroversen Erinnerungskultur rund um den 12. Oktober befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bedeutung von Kolumbus im kollektiven Gedächtnis, die Folgen des europäischen Kolonialismus sowie der Umgang mit geschichtskulturellen Feiertagen in den USA und Lateinamerika.

Was ist das primäre Ziel der Stunde?

Das primäre Ziel ist die Förderung der Urteils- und Orientierungskompetenz, damit die Lernenden die verschiedenen Sichtweisen auf die „Entdeckung“ Amerikas verstehen und ein eigenes, begründetes Urteil formulieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenbasierte, diskursive Unterrichtsform (Think-Pair-Share) genutzt, die durch eine vorangestellte Analyse und eine abschließende Podiumsdiskussionsvorbereitung gerahmt wird.

Was wird im Hauptteil der Unterrichtseinheit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Analyse von gegensätzlichen Quellenpositionen (George Bush sen. vs. Víctor Montoya), um die unterschiedliche standortgebundene Wertung des historischen Ereignisses offenzulegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Geschichtskultur, Orientierungskompetenz, kollektive Erinnerung, Kontroverse und Werturteil geprägt.

Warum ist der Begriff „kollektive Erinnerung“ für diese Stunde so wichtig?

Der Begriff ist entscheidend, um den Schülern zu vermitteln, dass historische Ereignisse je nach Standort und Zugehörigkeit zu einer Gruppe völlig unterschiedlich wahrgenommen und bewertet werden.

Wie wird die Entwicklung der Urteilsfähigkeit der Schüler in der Stunde unterstützt?

Die Unterstützung erfolgt durch die explizite Aufforderung, Argumente für oder gegen das Feiern zu entwickeln, diese mit Werten zu unterlegen und die Perspektive des jeweils anderen Autors empathisch nachzuvollziehen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist der 12. Oktober ein Feiertag? Die amerikanische Erinnerungskultur (Geschichte, Sek. II)
Hochschule
Studienseminar für Gymnasien Wiesbaden
Note
1,3
Autor
Andreas Bonß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V977966
ISBN (eBook)
9783346330987
ISBN (Buch)
9783346330994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kolonialismus Geschichtskultur Eroberer Kolumbus Feiertag Montoya Bush Eingeborene Encomienda
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Bonß (Autor:in), 2020, Ist der 12. Oktober ein Feiertag? Die amerikanische Erinnerungskultur (Geschichte, Sek. II), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/977966
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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