Homer und die Epen `Ilias` und `Odyssee`. Eine Einführung


Seminararbeit, 2000

12 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die homerische Frage
1.1. Die Homer -Forschung
1.2. Quellenlage
1.3. Die Legende von Homer

2. Die Epen ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘
2.1. Was ist ein Epos?
2.2. Die ‚Ilias‘
2.3. Die ‚Odyssee‘

Wer ist Homer?

Literaturverzeichnis

Einleitung

Wolfgang Schadewaldt schreibt 1959 in seiner kommentierten Ausgabe „Die Legende von Homer“1: „Dichter leben fort in ihrem Werk, und in der Wirkung, die es unerschöpflich übt, bleiben sie der Nachwelt gegenwärtig. Allein, die Nachwelt gibt sich damit nicht zufrieden. Sie will den großen Menschen auch menschlich sehen.“2 Wir können also große Werke nicht einfach hinnehmen. Wir müssen auch den Menschen, der dahinter steht kennenlernen, um zu wissen, wie sein Geschriebenes zu deuten ist. Eben das ist bei dem Dichter der ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘ schwierig.

Die vorliegende Arbeit gibt eine kurze Einführung in den Dichter Homer und die Epen ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘. Ausgehend von der Frage wer Homer ist und ob er der Dichter der beiden Epen ist, soll hier zunächst ein kurzer Forschungsrückblick skizziert werden. Des Weiteren wird der Dichter und seine beiden Hauptwerke kurz vorgestellt. Die Forschung hat sich in den letzten zweihundert Jahren intensiv mit der Problematik beschäftigt. So sind zahlreiche Editionen zur homerischen Frage erschienen. An einigen Stellen wünscht sich der Leser, dass der Verfasser mehr ins Detail geht, aber aufgrund des geringen Platzes, soll diese Arbeit nur eine kurze Überblicksdarstellung bieten.

1. Die homerische Frage

1.1. Die Homer - Forschung

Die Forschungen zum Dichter der ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘, Homer, bezeichnen wir als die homerische Frage.

Seit mehr als 200 Jahren beschäftigen sich neben den klassischen Philologen auch die Althistoriker mit der Problematik. Die Zusammenarbeit mit den Philologen erscheint uns wichtig um die homerischen Epen als Quelle der Geschichte des antiken Griechenlandes, insbesondere der archaischen Periode, zu nutzen. Sowohl die ‚Ilias‘ als auch die ‚Odyssee‘ gehören „zu den am häufigsten übersetzten und daher am leichtesten zugänglichen Texten der antiken [griechischen, A.B.] Literatur“.3

Mit der Veröffentlichung Friedrich August Wolfs „Prolegomena ad Homerum“4 im Jahre 1795 beginnt die homerische Frage zu einem Thema zu werden. Wolf führte hin zu der Frage, wann und wie die Epen entstanden sind und beschäftigte sich mit der Echtheit und Einheit der Epen in der uns überlieferten Form. Er erkannte Unstimmigkeiten und Widersprüche im Text der ‚Ilias‘ und lieferte erstmalig den wissenschaftlich begründeten Nachweis, dass die Dichtungen nicht nur dem uns überlieferten Namen Homer, sondern vermutlich mehreren Verfassern, zuzuschreiben sind.5

Wolf bestimmte mit diesem Ergebnis die Forschungen in den nächsten Jahren. Es ging ihm nicht um die Fragen „Wo hat er gelebt? Wo war er geboren?“6, sondern ihm war die Geschichte des Textes maßgebend für seine Forschungen.

Erst Friedrich Gottlieb Welcker setzt wieder neue Maßstäbe in der Forschung zur Person Homers. Welcker greift die These Wolfs auf und sieht in Homer einen „Zusammenfüger“ der einzelnen Dichtungen zu einer Einheit. Für Welcker stammen die ‚Ilias‘ und die ‚Odyssee‘ von einem Dichter, die eine Einheit in der uns vorliegende Form hat. Diese Einheit hat jedoch Vorstufen.7 Mit Welcker beginnt auch die Auseinandersetzung mit dem biographischen Material, welches uns überliefert ist.

Im 20. Jahrhundert sind vor allem Wilamowitz und Jacoby die großen bekannten Homerforscher. So erschien 1916 von Wilamowitz das Werk „Die Ilias und Homer“. Jacoby veröffentlicht in den dreißiger Jahren seinen Aufsatz „Homerisches I. Der Bios und die Person“. Beide versuchen nun nicht mehr nur die Epen zu analysieren, sondern auch die Person Homers zu fassen.8

In gleicher Weise versucht dies Wolfgang Schadewaldt in seiner Übersetzung „Die Legende von Homer“. Zwischen den Zeilen denkt er „das Antlitz des Dichters zu wahren“.9

1.2. Quellenlage

Schon die antiken Griechen haben sich mit dem Dichter der ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘ beschäftigt. Nach Anton Westermann10 sind uns 60 Handschriften zusammenhängender Lebensbeschreibungen Homers aus dem Altertum bekannt. Hierzu zählen die Vitae Herodotea. Sie gilt als umfangreichste und ist in einem ionisierendem Griechisch abgefaßt. Sie stellt sich unter den Namen Herodotea.11

Weitere uns bekannte sind die Vitae Pseudoplutarchi und Pseudoplutarchae, die vermutlich unter dem Namen Plutarchs entstanden sind. Eine weitere Überlieferung schreiben wir einem Grammatiker namens Proklos zu. Durch die Namensdopplung mit dem uns bekannten Proklos aus dem Neuplatonischen, wissen wir nicht, welcher dieser Beiden den Bios verfasst hat.12

Neben den Vitae Scorialenses bzw. Vita Romana ist uns noch die im Codex Laurentius 56,1 vorhandene Lebensbeschreibung Homers Certamen Homeri et Hesiodi (der Wettstreit zwischen Homer und Hesiod) bekannt, die wir auch in der Legende wiederfinden.

Wenn man alle diese antiken Quellen miteinander vergleicht und auswertet, so erhält man keine eindeutige Lebensbeschreibung, aus der man genaue Rückschlüsse auf das Leben Homers ziehen kann.13 Sie sagen alle etwas anderes aus. Nach Latacz sind „diese Produktionen ohne historischen Wert“.14

So kommen wir bei der Aussage des Grammatikers Proklos an, der meint: „Von welchen Eltern Homer stammt oder welches seine Heimat ist, das ist nicht leicht darzulegen. Denn er selbst hat nichts darüber gesagt, aber auch diejenigen, die über ihn berichtet haben, stimmem nicht miteinander überein.“15

Wenn schon die antiken Griechen in ihren Lebensbeschreibungen nicht übereinstimmen, dann können wir auch nicht annehmen, dass Homer tatsächlich der Verfasser der Epen ist und wir können daraus auch nicht schlussfolgern, dass Homer eine Person war, die gelebt hatte.

So sind diese Quellen für uns Historiker wertlos, denn das Problem um das Leben Homers ist nicht gelöst.

1.3. Die Legende von Homer

Wolfgang Schadewaldt veröffentlicht 1959 die „Legende von Homer dem fahrenden Sänger“. Er versucht Homer als einen wirklichen Menschen zu fassen. So schreibt er in seinem Vorwort: „Es birgt im Kern [eine, A.B.] echte Überlieferung über die Person des Iliasdichters, in dem wir nach langen Irrwegen heute wieder einen wirklichen Menschen erkennen.“16

Die uns überleiferten Lebensbeschreibungen und die Legende von Homer scheinen sich darin einig, dass der Dichter mit wirklichen Namen Melesigenes geheißen haben soll.17 Homer (griech: Homeros, lat: Homerus) steht hier als Gattungsname, der als Beiname18 den eigentlichen Namen verdrängt und bedeutet im Griechischen „Geisel“.19 Benannt wurde er nach dem Fluss Meles an dem er geboren wurde. Der Fluss befindet sich bei Smyrna. Smyrna ist eine Stadt im kleinasiatischen Teil des antiken Griechenlandes. Smyrna ist die heutige türkische Stadt, Izmir.20 Dies ist jedoch nicht eindeutig belegt. Mehere Städt streiten sich um den Geburtsort Homers. Darunter Chios, Athen, Salamis auf Zypern, Ithaka und das ägyptischen Theben. Naheliegend ist jedoch Smyrna oder Chios, da beide Städte sich in unmittelbarer Nähe zueinander im kleinasiatischen Teil des antiken Griechenlandes befinden. Da die ‚Ilias‘ vom Fall Trojas berichtet, nimmt auch Latacz an, dass er ein adliger kleinasiatischer Ionier war.21

Ebenso ungenau zu bestimmen ist die Lebenszeit Homers. Wir datieren sie auf die zweite Hälfte des achten Jahrhunderts v. Chr. Diese Datierung beruht auf die Entstehungszeiten der Epen Ilias und Odyssee.

Die Legende von Homer schildert uns einen Dichter, der teils in ärmlichen Verhältnissen lebte und dem viel Unrecht geschah. Sie berichtet ebenfalls von Homer als einen fahrenden Sänger (Rhapsode), der als Blinder von Stadt zu Stadt reiste, um seine Gesänge den Adligen vorzutragen. In dieser Erzählung lesen wir auch vom berühmten Certamen Homeri et Hesiodi - dem Wettstreit von Homer und Hesiod. Bei diesem Wettkampf, der in der Stadt Chalkis zu Ehren des Todes von Königs Amphidamas stattfand, begneten sich Homer und Hesiod. Sie lieferten sich einen Wettstreit der Dichtkunst. Gewonnen hatte den Kampf Hesiod, da er „zu Landbau und Friedensarbeit rufe, statt Kriege und Schlachten zu schildern“22, wie es Homer tat.

Gestorben ist Homer auf Ios. So berichtet jedenfalls die Legende.

Selbst diese überlieferte Legende bietet uns nur einen geringen Wert an Material, welches zur Lebensbeschreibung der Person Homers wichtig sein könnte. Für die Richtigkeit dieser Legende fehlt uns der entsprechende Nachweis um sie zu verwenden.

2. Die Epen ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘

2.1. Was ist ein Epos?

Das Wort epsz kommt aus dem griechischen und bedeutet Wort, Aussprache und/ oder Vers. Die Einheit eines Epos entsteht aus den einzelnen Versen und nicht den Strophen. Das Epos besteht aus einer Länge von daktylischen Hexametern und behandelt in seiner Poesie vor allem Heldensagen.23

Die Epen wurden im antiken Griechenland von Aoiden (Sänger), die in einer langen Familientradition standen, übertragen. Sie kannten die Sagen und die Formenlehre.24 Hieraus entstand das improvisierte Heldenlied mit dem Material von verschiedenen Volksgruppen.25 Das Heldenlied umfasst Bereiche wie Hochzeit, Leichenspiel und Zweikampf. Gesänge dieser Art finden wir in der Ilias und der Odyssee. So berichtet Homer in der ‚Ilias‘ von den Leichenspielen für den verstorbenen Patroklos.26 In der ‚Odyssee‘ lesen wir von den Zweikämpfen Odysseus auf Ithaka.27

Insbesondere haben sich die Rhapsoden um die Verbreitung der homerischen Epen verdient gemacht. Rhapsoden waren berufsmässig fahrende Sänger, die mit ihrer Phorminx - einem Saiteninstrument der homerischen Zeit28 - zum Tanze aufspielten. Mitunter konnten sie auf den Fürstenhöfen sesshaft werden.29 Als eine spezielle Unterform der Rhapsoden gelten die Homeriden. Sie lassen sich in der ersten Generation biologisch direkt auf Homer zurückführen und gelten als ‚Nachlasspfleger‘ der homerischen Epen.30

Das homerische Heldenepos war hauptsächlich narrativ, das heißt es erzählt eine Geschichte, in die widerum Geschichten eingefügt werden konnten. Im Gegensatz dazu steht das Sach-Epos, das einen gegebenen Sachkomplex systematisch erzählt, wobei das Erzählen von Geschichten untergeordnet ist.31

2.2. Die ‚Ilias‘

Einleitend sei vermerkt, dass ich hier nur eine kurze inhaltliche Darstellung der Epen wiedergebe. Die intensive Beschäftigung mit den beiden Epen, das heißt Analyse und Aufbau, Struktur und Interpretation würde für den Rahmen dieser Arbeit unangemessen sein und beide Erzählungen bieten Platz für je eine gesonderte wissenschaftliche Abhandlung.

Das Epos ‚Ilias‘ entstand vermutlich um 730 v. Chr. Es besteht aus einer Länge von 24 Gesängen, die circa 15700 daktylische Hexameter umfassen. Sie gilt als das älteste erhaltene Werk der griechischen Literatur.32 Ob die ‚Ilias‘ von Homer stammt und ob er dem Epos den Titel gab, ist ungewiss.33 Vermutlich wurde der Name von ‚Ilios‘, der Stadtburg von Troja, abgeleitet.34

Erzählt wird die Geschichte von der Belagerung Trojas. Grund für die Belagerung war, dass die Griechen (im Epos vorwiegend Archaier genannt), Helena, die Frau des Königs Menelaos befreien wollten. Sie wurde zuvor von Paris, einem Sohn des trojanischen Königs Priamos, nach Troja verschleppt. Die unter dem Kommando von Agamemnon stehende gewaltige Schiffsflotte belagerte Troja zehn Jahre. Erst im zehnten Jahr gelang es den Griechen mit einer List in die Stadt einzudringen. Odysseus hatte die Idee, mit einem großen aus Holz gebauten Pferd, welches mit Griechen besetzt war, in die Stadt zu gelangen, umso die Troas zu überwältigen. Die Männer wurden getötet, Frauen und Kinder versklavt, die Stadt und Burg wurden verbrannt und die Frau des Königs, Helena, befreit.35

Soweit die Gesamtgeschichte, die der Leser benötigt um den Text der ‚Ilias‘ verstehen zu können. Die ‚Ilias‘ selbst erzählt einen winzigen Ausschnitt aus dieser Gesamtgeschichte. Sie berichtet vom Zorn des Achilleus. Diese Geschichte von Achilleus streckt sich auf einundfünzig Tage im zehnten Kriegsjahr und umfasst drei Einheiten. Die erste Einheit, der erste Gesang, erzählt wie es zum Groll des Achilleus kam. Nämlich durch einen Streit mit Agamemnon. Einheit zwei beginnt im zweiten Gesang und wird durch eine Rückschau, die den Beginn des Krieges schilderte, bis zum siebten Gesang unterbrochen. Erst im achten Gesang setzt sich die zweite Einheit fort und erzählt bis zum achtzehnten Gesang, wie sich der Zorn des Achilleus auf das Heer auswirkt. Die letzte Einheit im Epos, vom achtzehnten bis zum letzten Gesang, beschreibt, wie Achilleus erkennt, dass die Folgen seines Zornes schreckliche Auswirkungen auf die Gemeinschaft hat und er diesen auch aufgrund des Todes seines Freundes, Patroklos, aufgibt.36

2.3. Die Odyssee

Die ‚Odyssee‘, vermutlich entstanden um 700 v. Chr., besteht, wie die ‚Ilias‘, aus 24 Gesängen, die circa 12100 daktylische Hexameter umfassen.37 Es ist gleichfalls ungewiss, ob Homer der Dichter der ‚Odyssee‘ ist. Die Forscher unserer heutigen Zeit behaupten, dass das Epos nicht Homer zuzuschreiben ist.

Die ‚Odyssee‘ gilt als erster Abenteuerroman der Weltliteratur und behandelt in ihrer Erzählung vor allem mittelmeerische Seefahrergeschichten. Berichtet wird von dem Fürst Odysseus, der nach dem Fall Trojas, auf seinem Heimweg nach Ithaka, viele Katastrophen und Abenteuer durch Tapferkeit und Widerstandskraft bestehen muss.38

Am Rande sei noch erwähnt: Nach den Überlieferungen hat Homer nicht nur die ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘ verfasst, sondern noch weitere kleinere Dichtungen, die grundlegend alle als Ehrungen von Götter dienen, geschrieben. So sind uns fragmentarisch die ‚homerischen Hymnen‘, der ‚Margites‘ oder der ‚Kyklos‘ erhalten. Die Forschungen haben ergeben, dass aufgrund des verschiedenen Alters und Sprache sowie Inhalt, wir diese Dichtungen nicht Homer zuschreiben können.39

Es ist fraglich, inwieweit wir die ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘ als Quelle zur Geschichte des antiken Griechenlandes verwenden können. Sie berichten uns von einer Märchenwelt, der wir nicht immer Glauben schenken dürfen. In ihrer Erzählweise verschönern sie das Leben im alten Griechenland. Sie schildern uns das reiche Leben der Adligen und Götter. Durch diesen positivistischen Gedanke könnte man zu den Schluss kommen, die Epen seien so erzählt worden um jenen, die sie hörten, eine Freude zu bereiten.

Wer ist Homer?

Schon die alten Griechen beschäftigten sich mit dem Dichter der ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘. Selbst der Grieche Plutarch, der zur Zeit des römischen Reiches lebte, schrieb eine Lebensbeschreibung. Sie alle sind jedoch ohne Wert für uns, da sie sich untereinander widersprechen. Die uns überlieferte Legende erzählt uns ebenfalls vom Leben Homers. Doch kann man diesen Text nicht belegen, so dass wir diesem auch keinen Glauben schenken können.

Sicherlich Anlass genug, dass vor mehr als zweihundert Jahren von Wolf die homerische Frage aufgeworfen wurde. Damals begann man sich mit den uns vollständig überlieferten Epen auseinanderzusetzen. Sie wurden analysiert, versucht zu strukturieren und fand heraus, dass es Unstimmigkeiten und Widersprüche zum einen im Text der ‚Ilias‘ selbst und zum anderen zwischen beiden Epen gab.

Das veranlasste die Forscher am Autor der Dichtungen zu zweifeln. Später setzte man sich auch intensiv mit den uns fragmentarisch überlieferten biographischen Zeugnissen auseinander. Und je mehr geforscht wurde, desto mehr Zweifel entstanden an der Einheit und der Echtheit der Epen und an ihrem Autor selbst.

Heute vermuten wir, dass Homer, dessen Name als Beiname ohne Inhalt gilt, nur vermutlich der Zusammenfüger der Dichtungen ist. Wir vermuten, dass die Epen aus einer Reihen von Gedichten und Geschichten, die wir anderen Verfassern zuordnen, von Homer zusammengefügt worden sind. Andererseits können wir auch nicht eindeutig das Gegenteil beweisen. Und aus einer langer Tradition heraus heißt der Dichter der Epen Homer. Wir können dies nur anzweifeln, aber nicht mit Bestimmheit sagen.

Die ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘ sind Heledenepen, die uns eine schöne Welt der Adligen und Götter aus der archaischen Periode erzählt. Es sind schöne Märchen, denen wir nicht unbedingt glauben können. So ist es nach wie vor fraglich, inwieweit wir die Epen als Quelle zum antiken Griechenland heranziehen können.

Abschließend ist festzustellen, dass wir die Person Homer nicht fassen können, aber wir können ihn als Dichter der ‚Ilias‘ und ‚Odyssee‘ sehen, auch wenn wir dies anzweifeln, da wir das Gegenteil nicht beweisen können.

Literaturverzeichnis

1. Quellen

- Homer: Ilias, übers. v. Roland Hampe, Stuttgart 1979
- Homer: Odyssee, übers. v. Roland Hampe, Stuttgart 1979

2. Nachschlagewerke

- Barraclough, Geoffrey (Hrsg.): Atlas der Weltgeschichte, Augsburg 1997
- Cancik, Hubert u. Schneider, Helmuth (Hrsg.): Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Bd. 1ff., Stuttgart u. Weimar 1998 (im Text als DNP abgekürzt)
- Westermann Verlag (Hrsg.): Diercke Weltatlas, Braunschweig 1988
- Wissow, Georg (Hrsg.). Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, Reihe 1, Halbbde 1-47, Reihe 2, Halbbde 1-19, Suppl.-Bde. 1-16, Stuttgart u. München 1893 - 1980 (im Text als RE abgekürzt)
- Ziegler, Konrat. u. Sontheimer, Walther.(Hrsg.): Der kleine Pauly. Lexikon der Antike. Auf der Grundlage von Pauly´s Realencyklopädie der classischen Altertumswissenschaft, Bd. 1- 5, München 1975 (im Text als DKP abgekürzt)

3. Monographien, Aufsätze

- Görgemanns, Herwig (Hrsg.): Die griechische Literatur in Text und Darstellung, Stuttgart 1991, Band 1: Latacz, Joachim (Hrsg.): Archaische Periode
- Gschnitzer, Fritz: Homer, in: Brodersen, Kai (Hrsg.): Große Gestalten der griechischen Antike, München 1999, S. 12-21
- Schadewaldt, Wolfgang: Legende von Homer dem fahrenden Sänger, Stuttgart und Zürich 1959
- Vogt, Ernst: Homer - ein großer Schatten? Die Forschungen zur Person Homers, in: Latacz, Joachim (Hrsg.): Zweihundert Jahre Homer - Forschung. Rückblick und Ausblick, Stuttgart 1991, S. 365-377
- Westermann, Anton: BIOGRAFOI. Vitarum scriptores Graeci minores, Brunsvigae 1845 - Wilamowitz - Moellendorff, Ulrich von: Geschichte der Philologie, Leipzig 1921 - Wilamowitz - Moellendorff, Ulrich von: Die Ilias und Homer, Berlin 1916 - Wolf, Friedrich August: Prolegomena ad Homerum sive de operum Homericorum prisca et genuina forma variisque mutationibus et probabili ratione emendandi, Halle 1795

[...]


1 Schadewaldt, Wolfgang: Legende von Homer dem fahrenden Sänger, Stuttgart und Zürich 1959

2 Schadewaldt: Legende von Homer, S. 39

3 Görgemanns, Herwig: Die griechische Literatur in Text und Darstellung, Stuttgart 1991, Bd 1: Latacz. Joachim (Hrsg.): Archaische Periode, S. 24

4 Wolf, Friedrich August: Prolegomena ad Homerum sive de operum Homericorum prisca et genuina forma variisque mutationibus et probabili ratione emendandi, Halle 1795

5 Vogt, Ernst: Homer - ein großer Schatten? Die Forschungen zur Person Homers, in: Latacz, Joachim (Hrsg.): Zweihundert Jahre Homer - Forschung. Rückblick und Ausblick, Stuttgart 1991, S. 366

6 Vogt: Homer - ein großer Schatten?, S. 370

7 Vogt: Homer - ein großer Schatten?, S. 371

8 Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Die Ilias und Homer, Berlin 1916

9 Vogt: Homer - ein großer Schatten?, S. 374

10 Westermann, Anton: BIOGRAFOI. Vitarum scriptores Graeci minores, Brunsvigae 1845, S. 1- 45

11 Vogt: Homer - ein großer Schatten?, S. 367

12 Ders., S. 367

13 Vogt: Homer - ein großer Schatten?, S. 369

14 Latacz: Archaische Periode, S. 23

15 vgl.: Anm. 58, in: Vogt: Homer - ein großer Schatten, S. 375

16 Schadewaldt: Legende von Homer, S. 3

17 Witte, Kurt: s.v. Homeros (1), in: RE VIII, 2, Stuttgart 1913, Sp. 2188-2247

18 Ders.

19 Gschnitzer, Fritz: Homer, in: Brodersen, Kai (Hrsg.): Große Gestalten der griechischen Antike, München 1999 S. 13

20 verglichen habe ich dies anhand folgender Atlanten: Barracluogh, Geoffrey (Hrsg.): Atlas der Weltgeschichte, Augsburg 1997 und Diercke Weltaltlas, hrsg. vom Westermann Schulverlag, Braunschweig 1988

21 Latacz: Archaische Periode, S. 23

22 Schadewaldt: Legende, S. 33

23 Pötscher, Walter: s.v. Epos, in: DKP Bd. 2, Stuttgart 1967, Sp. 332-335

24 Ders.

25 Ders.

26 Hom. Il. 23

27 Hom. Od. 21

28 U.K.: s.v. Phorminx, in: DKP Band 4, München 1972, Sp. 809-810 (Anm.: Verfasser nicht auflösbar)

29 Geisau, Hans v.: s.v. Rhapsoden, in: DKP Bd. 4, München 1972, Sp. 1390-1391

30 Latacz, Joachim: s.v. Homeridai, in: DNP Bd. 5, Stuttgart u. Weimar 1998

31 Latacz, Archaische Periode, S. 20

32 Gschnitzer:Homer, S. 13

33 Mülder, Dietrich: s.v. Ilias, in: RE IX,1, Stuttgart 1914, Sp. 1000 - 1057

34 Latacz: Archaische Periode, S. 25

35 Ders., S. 25 - 26

36 Latacz, Archaische Periode, S. 26 - 27

37 Kirsten, Ernst: s.v. Odyssee, in: RE SUPPL. VII, Stuttgart 1940, Sp. 696 - 769

38 Ders.

39 Gschnitzer: Homer, S. 13

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Homer und die Epen `Ilias` und `Odyssee`. Eine Einführung
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Veranstaltung
Proseminar - Einführung in die Wirtschaftsgeschichte des Alten Griechenlandes
Autor
Jahr
2000
Seiten
12
Katalognummer
V97805
Dateigröße
354 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Homer, Epen, Eine, Einführung, Proseminar, Einführung, Wirtschaftsgeschichte, Alten, Griechenlandes
Arbeit zitieren
Andreas Brömme (Autor), 2000, Homer und die Epen `Ilias` und `Odyssee`. Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97805

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