Entstehungsgeschichte des Christentums


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
14 Seiten

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Entstehungsgeschichte des Christentums

- die Wurzeln des Christentums liegen im jüdischen Monotheismus
- das Alte Testament und die darin überlieferten Glaubensgrundsätze bilden einen Teil des heiligen Buches der Christen (die Bibel)
- die Entstehung des Christentums geht auf das Wirken Jesus Christus zurück
- es ist sicher, dass Jesus keine neue Religion gründen wollte, sondern eher bestrebt war das Judentum zu reformieren
- die ersten Christen glaubten an die Naherwartung der Apokalypse und die anschließende Gottesherrschaft
- durch diese endzeitliche Stimmung gewann Jesus viele Anhänger, die seine frohe Botschaft in die W elt trugen
- da die Botschaft Jesu als gefährlich eingestuft wurde, richtete man ihn durch Kreuzigung hin
- sein Tod wird zeitlich um 30.n.Chr.eingestuft
- als eigentlicher Religionsgründer muss der Apostel Paulus gesehen werden, ihm ist es zu verdanken, dass das Christentum rasch verbreitet wurde
- Paulus führte von Judäa ausgehend eine konsequente Missionierung von Juden und Heiden durch, begünstigt durch die Bedingungen im römischen Reich breitete sich das Christentum sogar bis nach England aus
- um 300 n.Chr. waren rund 15% der römischen Bevölkerung Christen, angezogen wurden durch das Christentum in erster Linie die unteren Bevölkerungsschichten
- unter Kaiser Theodosius I wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt
- die Germanenstämme nahmen nach der Eroberung die christliche Religion weitgehend
an
- unter Karl dem Großen kam es zu einer erneuten Missionierungswelle durch die Christen
- die Christianisierung breitete sich auch im Norden und in Zentraleuropa aus
- im Mittelalter erlebte das Christentum seine Blütezeit; Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und unzählige Tote im Namen Gottes sprechen für sich
- durch die Grausamkeiten der christliche Ritter auf den Kreuzzügen starben im Jahre 1099 bei der Eroberung Jerusalems etwa 60.000 Menschen
- insgesamt dürften die christliche Kreuzzüge etwa 20 Millionen Menschen das Leben gekostet haben
- der spanische Inquisitor Tomas de Torquemada hat 10 220 Menschen zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt
- 1517 kam es durch den Reformator Martin Luther zum Bruch des Christentums
- es folgte eine Teilung der Christen in die reformierten Protestanten und Katholiken
- unzählige Tote folgten auf die Auseinandersetzungen der beiden christlichen Glaubensrichtungen
- der Höhepunkt der Auseinandersetzungen war der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648; ganze Landstriche in Europa wurden ausgerottet; die deutsche Bevölkerung wurde um etwa 40% dezimiert
- mit der Entdeckung von Amerika durch Columbus 1492 konnte sich das Christentum nun auch in Amerika ausbreiten, die Eingeborenen wurden von den spanischen Eroberern sofort missioniert
- wer sich nicht zum Christentum konvertierte, wurde abgeschlachtet
- 1519 betrug die Bevölkerung Mittelamerikas noch 11 Millionen Menschen, 1597 waren es noch 2,5 Millionen
- eine ähnliche Missionierung fand auch in Australien statt; auch dort wurde die Bevölkerung massiv dezimiert
- das Christentum ist heute mit 1,8 Mrd. Anhängern die größte Weltreligion 1996 sind 60% der Christen römisch-katholisch, 25% sind Protestanten, 15% sind orthodoxe Christen
- die übrigen Christen gehören Freikirchen oder Sekten an
- heutzutage leben etwa 50% der Christen in der so genannten Dritten Welt
- in den Industrieländern verlieren die christlichen Großkirchen immer mehr an Bedeutung

Daten zur Geschichte des Christentums

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gottesverständnis:

Aufbauend auf dem jüdischen Glauben, geht das Christentum von einem personalen Schöpfergott als Ursprung der Welt aus. Die Christen glauben, dass Gott ihr Leben entscheidend bestimmt und lenkt. Das Christentum glaubt an die Existenz des Jenseits und einem Leben nach dem Tod. Als Belohnung für ein christliches Leben winkt den Gläubigen nach dem Tod ein Leben im Paradies. Das Erlangen dieses Lebens im Paradies ist allein von der Gnade Gottes abhängig. Andersgläubige und sündige Menschen werden zu ewiger Strafe in die Hölle verbannt.

Die zentrale Person der christlichen Heilslehre ist Jesus Christus. Jesus Christus war ein angeblicher Wunderheiler, der nach seinem Geburtsjahr ausgerichteten Zeitrechnung in Palästina wirkte.

Nach christlicher Auffassung war Jesu der in der Bibel verhießene Messias - der Erlöser. Jesu gilt in der christlichen Theologie als Sohn Gottes, dies zeigt sich in der Dreifaltigkeitslehre. Nach dieser Lehre hat Gott drei Erscheinungsformen, der Sohn, der Heilige Geist und der Vater.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens ist die Erbsündenlehre. Der Kreuzestod Jesu wird als Bezahlung und Lösepreis für die Sünden der Menschen gewertet.

Das Glaubensbekenntnis der Christen

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen.

Ich glaube an Gott...

Das christliche Bekenntnis zu Gott, dem Vater, ist lobpreisende Antwort auf dessen Anrede. Er, der Schöpfer, ist der Grund, der alles trägt, ihm kann man vertrauen. Das Wort „Vater" umfasst all das, was Christus über Gottes Liebe, seine Fürsorge und Treue, seine Güte und Barmherzigkeit gesagt hat.

Allmächtig ist Gott, weil er die Welt erschaffen hat, sie trägt und zur Vollendung führen wird. Seine Allmacht ist nicht Willkür oder Beliebigkeit, sondern Schöpfermacht.

Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, hat alles nach seinem freien Willen durch sein Wort geschaffen. Weil Gott der Schöpfer ist, dem die sichtbare und unsichtbare Welt gehört, ist die Botschaft von Jesus Christus, dem fleischgewordenen Wort (loh 1,14), die Heilsbotschaft für die gesamte Welt. In der Person Jesu Christi hat Gottes schöpferische Allmacht die Gestalt der rettenden Liebe angenommen.

An Gott glauben heißt, ja zu sagen zu seiner erlösenden Liebe, ihm zu vertrauen und ihn dankend zu preisen, dass er den Menschen und die Welt neu machen will und wird.

In seinem Glaubenslied von 1524 fasst Martin Luther den ersten Artikel des Glaubensbekenntnisses so zusammen: „Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich zum Vater gegeben hat, dass wir seine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seele auch wohl bewahren; allem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns widerfahren; er sorget für uns, hüt' und wacht, es steht alles in seiner Macht."

Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn...

Mit dem zweiten Glaubensartikel bekennt die christliche Gemeinde, dass in Jesus Christus Gottes ewiger Sohn Mensch geworden ist. Sein menschlicher Name „Jesus" bewahrt uns davor, einen abstrakten Begriff vom Menschen zum Gegenstand des Glaubens zu machen. Das Fundament des christlichen Glaubens ist in der Geschichte gelegt, in der Geschichte des Jesus von Nazareth und nicht in irgendwelchen Erfahrungen, Visionen oder Empfindungen. Der biblische Titel „Christus" (= Messias = der Gesalbte) bezeugt Jesus als den seinem Volk verheißenen endzeitlichen König, in dem sich die Hoffnung Israels erfüllt. Aber diese Erfüllung sah anders aus, als es viele erwartet hatten. Der Gesalbte musste den von Gott bestimmten Weg des Leidens und des Todes gehen. Er, der Knecht Gottes, trug unsere Schwachheit und unsere Krankheit und erkaufte uns teuer mit seinem Blut. Jesus ist der eingeborene Sohn Gottes von Ewigkeit her. In ihm gibt sich Gott zu erkennen als der, dessen wahres Wesen die Liebe ist und der deshalb sich selbst in göttlicher Liebe entäußerte. Das biblische Zeugnis von der Gottessohnschaft Jesu Christi ist aber untrennbar mit dem Zeugnis von seinem Menschsein verbunden. Er ist wahrhaftiger Gott und wahrhaftiger Mensch. Deshalb sagte Martin Luther: „Auf diesen Menschen sollst du zeigen und sprechen: Das ist Gott!". Durch seine Auferstehung ist Jesus nicht nur unser Herr, sondern der Herr über alle Menschen und Mächte, auch über Tod und Sünde. An Jesus Christus glauben heißt, sich einzig und allein auf ihn als den Retter zu verlassen und ihm als dem Herrn in Dankbarkeit und Gehorsam nachzufolgen.

Schriften und Symbole

Schriften:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Bibel ist für die Christen die Schrift des Glaubens.

Es ist für die Christen das Wort Gottes und sollte als solches eigentlich unfehlbar sein. Die Bibel wird von den Christlichen Kirchen in verschiedenem Umfang als göttliche Offenbarung anerkannt. Sie ist die Grundlage der christlichen Religion und deren Lehre.

Der erste Teil der Bibel das Alte Testament entstand seit dem 11.Jh. vor Christus und wurde etwa 90 n.Chr. abgeschlossen. Das Alte Testament enthält die fünf Bücher des Moses, die Bücher der Geschichte des Volkes Gottes, die Bücher der Lehrweisheiten und die Psalmen, sowie die Bücher der Propheten. Inhaltlich ist gerade das Alte Testament geprägt von einem unbarmherzigen Gott, der seine Freude an brutalen und blutrünstigen Massakern hat.

Das Neue Testament beinhaltet die vier Evangelien, Markus (70-80 n.Chr.), Matthäus, Lukas (80-100), und Johannes (ab 100). Es ist die Quelle für das Leben Jesu, der Apostelgeschichte und der frühen Ausbreitung des Christentums. Außerdem beinhaltet das Neue Testament noch die Offenbarung des Johannes.

Entgegen der allgemeinen Meinung ist Jesu Wirken allerdings nicht nur friedlicher Natur. Andersgläubigen und Nichtgläubigen wird mit ewiger Verdammnis in der Hölle gedroht. Diese oft wiederholten Drohungen sind unvereinbar mit dem Liebesgebot, das Jesu sonst vertritt. Die Offenbarung des Johannes ist übrigens die gewalttätigste Vision des Endes der Welt, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Ein derart gewalttätiger Gott kann keine Basis für eine moderne und humane Ethik sein.

Symbole:

das Kreuz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Kreuz erinnert an den Tod Jesus, bei dieser Kreuzigung ist Jesus gestorben.

Zur damaligen Zeit war die Kreuzigung eine gebräuchliche Todesart.

Das Kreuz ist ein wichtiges Erkennungszeichen der Christen, dieses findet man immer in Kirchen (oft ist auch die Bauform einer Kirche kreuzähnlich), auf Altardecken oder als Kettenanhänger bei vielen Menschen.

der Fisch

Die Christliche Gemeinde war vor ca. 2000 Jahren verboten, es war strengsten untersagt sich, öffentlich zu versammeln. Deshalb hatten die Christen untereinander ein Geheimzeichen, den Fisch. Durch dieses Zeichen konnten sie sich untereinander erkennen. > das Griechische Wort für Fisch war „Ichthys“ - die einzelnen Buchstaben ergeben die Anfangsbuchstaben der griechischen Wörter:

Iesous Christos Theou hyios Soter = Jesus Christus Gottes Sohn der Retter

die Taube

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ist das Symbol des heiligen Geistes.

Mit den Worten „Empfangen durch den heiligen Geist“

wird gesagt, das Jesus seine Existenz von Gott und nicht von den Menschen hat.

die Kerze

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Das Licht gilt als Zeichen des Lebens.

Bräuche und Riten

das Gebet

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Jesus hatte den Jüngeren gesagt - „Ihr könnt jeder Zeit und über alle Dinge zu Gott sprechen“. Im Gebet kann man ihm danken für all das Gute, was er uns schenkt.

Auch bitten kann man ihm, für sich selbst und für andere Menschen. Dieses nennt man Führbitten.

Brot und Wein

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Kurz vor dem Tod nahm Jesu eine letzte Mahlzeit mit seinen Jüngeren ein.

Als er ihnen das Brot und den Wein reichte sagte er:

„So wie dieses Brot gebrochen und der Wein vergossen wird, so gebe ich mein Leben für euch“.

In allen Gemeinden wird dieses Mahl regelmäßig wiederholt, man bezeichnet es als Abendmahl.

die Predigt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ist ein wichtiger Teil eines Gottesdienstes und wird von einem Pastor oder Prister gehalten. Es wird ein Bibeltext vorgelesen und erklärt was dieser bedeutet.

Die Predigt soll den Christen helfen, ihren Glauben besser kennenzulernen und im Alltag als Nachfolger Jesu zu leben.

Das Christliche Osterfest

Ostern leitet sich von dem Begriff "Ostara" (Osten), "Eoastrae" oder "Eostre" ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte.

Für die Christen ist die Auferstehung Jesu ein zentrales Ereignis ihres Glaubens. Der Tod wird nicht als Ende, sondern als Neubeginn eines neuen Lebens gesehen. Damit soll im christlichen Osterfest bekundet werden, daß das Leben über Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht und die Liebe über den Haß siegen wird.

Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres.

Die Osterfeiertage werden am Ostersonntag und Ostermontag in der Kirchengemeinde und in der Familie gefeiert.

Der Ostersonntag ist der Auferstehungstag von Jesus. Kreuzigung und Auferstehung sind Fundamente christlichen Glaubens.

Im Christentum dauert die Osterzeit 50 Tage bis Pfingsten. Vor dieser Osterzeit liegt die Fastenzeit auch Passionszeit genannt, die 40 Tage andauert und am Aschermittwoch beginnt.

Weitere christliche Feiertage in dieser Zeit sind in der Karwoche der Palmsonntag und Gründonnerstag.

Der Karfreitag und der Ostersonntag sind bedeutende Tage im christlichen Feiertagskalender. Der Karsamstag ist der Tag der Trauer.

Der Ostermontag schließt das Osterfest ab.

In der Osterzeit wird die Farbe Weiß getragen, es ist die Farbe des Lichtes und der Reinheit.

Fastenzeit - Passionszeit

Die Bezeichnung Fastenzeit ist mit dem kirchlichen Begriff Passionszeit gleichzusetzen. Mit der Passionszeit wird die religiöse Verbundenheit dieser Zeit deutlicher, denn mit der Passionszeit ist die Leidenszeit von Jesus Christus gemeint und dabei soll auf das Wirken Jesu und die Ausrichtung des menschlichen Lebens nach dem Handeln Jesu hingewiesen werden.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Rückbesinnung.

Die Vorbereitungswochen während der Fastenzeit vor dem höchsten christlichen Fest Ostern haben eine lange Tradition und sind bereits zu Beginn des 4. Jahrhunderts bekannt. Die Gläubigen verzichteten in der alten Kirche während der Fastenzeit auf Fleischspeisen und Wein, später auch auf Milch, Butter, Käse und Eier und begnügten sich mit einer Mahlzeit am Abend. Nach alter Sitte wurde allerdings der Sonntag als Fasttag ausgenommen. In der Fastenzeit muß heute nicht auf Essen und Trinken verzichtet werden, sondern sie soll auf einen sinnvollen Umgang mit den Gaben Gottes und der Schöpfung hinweisen und uns aufzeigen, wie wir verantwortungsvoll unser Leben gestalten können.

Aschermittwoch

Der Aschermittwoch ist die Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu.

An diesem Tag beginnt die Fastenzeit, sie soll die Christen wieder zu sich selbst führen.

In christlichen Gegenden wird als Symbol der Buße und Reinigung am Aschermittwoch das Aschenkreuz vom Priester auf die Stirn der Gläubigen gezeichnet oder auf den Kopf gestreut. Die Asche für das Aschenkreuz wird aus den verbrannten Palmen- oder Buchsbaumzweigen gewonnen, die am vorjährigen Palmsonntag gesegnet wurden.

Asche ist das Symbol der Vergänglichkeit. Durch das Aschekreuz, das sich die Christen im Gottesdienst auf die Stirn zeichnen lassen, bekunden sie die Bereitschaft zur Umkehr und zu einem Neubeginn.

Karwoche

Kar stammt vom althochdeutschem Wort "chara" oder "kara"und bedeutet Kummer, klagen oder trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die Bedeutung dieser Woche verständlich. Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. An diesem Tag werden, im Gedenken an Jesus Einzug in Jerusalem feierliche Prozessionen veranstaltet und Palmen- oder Buchsbaumzweige der Christen gesegnet.

In der Karwoche liegen noch der Gründonnerstag, der Karfreitag und der Karsamstag, auch Ostersamstag genannt.

Nach christlichem Glauben gehören der Karfreitag und der Karsamstag schon zum österlichen Fest. Jedoch beginnt das Osterfest erst mit dem Gottesdienst am Karsamstag abend. Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl vor der Kreuzigung Jesu. Die Bezeichnung Gründonnerstag kann auf verschiedene Erklärungen zurückgeführt werden. Der Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.

Gründonnerstag in Deutschland

Der Gründonnerstag erinnert an den Tag des Abendmahls vor dem Todestag Jesu. Dieses Abendmahl am Vorabend des Karfreitag nahm Jesu mit seinen engsten Vertrauten, den zwölf Jüngern ein.

Das Abendmahl bedeutet Abschied von Jesu nehmen, gleichzeitig aber auch ein Anfang für den christlichen Glauben, denn in Form von Brot und Wein wurde Jesu selbst angenommen und um Vergebung der Schuld gebeten.

Gleichzeitig wird schon auf die Auferstehung und das Weiterleben Jesu hingedeutet. Trotz des Verates durch Judas und das Leugnen der Jünger, nimmt Jesus die Schuld allein auf sich und gibt Hoffnung für ein neues besseres Leben nach seinem Tod.

Jesus forderte seine Jünger auf fortan gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Wohl deshalb ist der Ursprung aller Abendmahlsfeiern der Gründonnerstag.

Für die Herkunft des Begriffes Gründonnerstag gibt es heute verschiedene Erlärungsmöglichkeiten. Es ist möglich, daß durch die an diesem Tag üblichen grünen Meßgewänder, denn die kirchliche Farbe diese Tages ist grün, dieser Name entstanden ist.

Karfreitag

Das Wort Karfreitag (Kummer-Freitag) leitet sich vom althochdeutschem Begriff "chara" ab, was Klage, Elend oder Trauer bedeutet.

Die frühen Christen beklagten das Sterben und den Tod von Jesus, weil sie glaubten, daß alles verloren sei. Für sie war es ein Tag der Trauer und nicht der Festesfreude. Der Karfreitag (ein "stiller" Feiertag) galt früher für die evangelischen Christen als strenger Bußtag und ist heute höchster kirchlicher Feiertag. Vor allem im Tod Jesu sahen die Reformatoren die Erlösung aus Sünde und Schuld.

Ostersonntag

Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag an den Osterfeiertagen. Am Ostersonntag freut sich die christliche Gemeinschaft über die Auferstehung von Jesus. Damit wird in die Hoffnungslosigkeit des Lebens plötzlich wieder ein Ziel oder Sinn gegeben, daß das Wirken von Jesus nicht ohne Wirkung bleibt, sondern den Menschen wieder Hoffnung gibt. Die Feier beginnt in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag mit einem Gottesdienst. In diesem Gottesdienst wird an die Auferstehung Jesu erinnert.

Ostermontag

Die christliche Gemeinde besucht auch am Ostermontag den Gottesdienst. Wie das gesamte Osterfest steht der Montag auch im Zeichen der Familie.

Die ganze Familie ist versammelt und nimmt gemeinsam das Essen zu sich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

14 von 14 Seiten

Details

Titel
Entstehungsgeschichte des Christentums
Autor
Jahr
2000
Seiten
14
Katalognummer
V97814
Dateigröße
372 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entstehungsgeschichte, Christentums
Arbeit zitieren
Ralf Sygo (Autor), 2000, Entstehungsgeschichte des Christentums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97814

Kommentare

  • Gast am 8.2.2001

    artikel erscheint mir zu einseitig.

    die kommentare (offenbarung als brutale endzeitvision usw.) sind wertungen, die zu kurz greifen. bibel selber lesen wäre angesagt, statt kommentare von anderen unreflektiert zu übernehmen.

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