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Freiheit, Freiwilligkeit und Demokratie. Leben und Lernen in A.S. Neills Summerhill

Title: Freiheit, Freiwilligkeit und Demokratie. Leben und Lernen in A.S. Neills Summerhill

Term Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summerhill blieb in all den Jahren seiner Schulphilosophie stets treu, sodass die drei Grundsätze der Freiheit, Freiwilligkeit und der demokratischen Mitbestimmung weiterhin die Rahmenbedingungen für das Lernen sowie Leben der Schüler vorgeben. In der vorliegenden Hausarbeit soll daher untersucht werden, wie diese Leitlinien im heutigen Summerhill umgesetzt werden. Dabei stehen besonders folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie ist der Unterricht organisiert? Welche Freiheiten werden den Schülern tatsächlich gegeben? Welche Lern- und Freizeitangebote gibt es? Wie funktioniert das demokratische Zusammenleben? Und welche Rolle nehmen Erwachsene in Summerhill ein? Das Ziel der Untersuchungen ist es zudem, das Schulkonzept nicht nur vorzustellen, sondern es ebenso einer kritischen Betrachtung zu unterziehen, indem dessen Chancen wie auch Grenzen erläutert werden.

Im Jahr 1921 wurde Summerhill in einem Vorort von Dresden gegründet, damals als eine Abteilung der reformpädagogischen "Neuen Schule Hellerau". Unzufrieden mit der dortigen Schulleitung machte sich der Gründer Alexander Sutherland Neill kurze Zeit später zunächst im österreichischen Sonntagsberg selbstständig, zog dann mit seiner Schule nach Lyme Regis und letztlich 1927 nach Leiston (Suffolk) um, wo sie sich bis heute befindet. Neill revolutionierte mit Summerhill die Idee einer zwanglosen, am Kind orientierten Erziehung, indem er die Unterrichtspflicht aufhob und den Schülern weitreichende Selbst- sowie Mitbestimmungsrechte einräumte. Dies stieß zwar bei einigen Pädagogen auf Begeisterung, auf der anderen Seite wurde Neills Erziehungskonzept aber ebenso kritisiert. Die langen Auseinandersetzungen mit der britischen Regierung erreichten im März 1999 ihren Höhepunkt, als staatliche Schulinspektoren mit der Schließung der Alternativschule drohten. Es kam zu einem Gerichtsverfahren, aus dem Summerhill schließlich als Gewinner hervorging und das seine Bekanntheit weltweit steigerte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Summerhill – Eine Alternativschule in der Kontroverse

2 Freiheit, Freiwilligkeit und Demokratie: Leben und Lernen in A.S. Neills Summerhill

2.1 Freiheit und Freiwilligkeit: Der Unterricht und Tagesablauf

2.2 Demokratie: Das Prinzip der Selbstverwaltung

3 Fazit: Summerhill als Vorbild für andere Schulen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das reformpädagogische Schulkonzept von A.S. Neills Summerhill unter Berücksichtigung der drei zentralen Leitlinien Freiheit, Freiwilligkeit und demokratische Mitbestimmung. Dabei wird analysiert, wie diese Prinzipien im heutigen Schulalltag umgesetzt werden, welche Freiheiten den Schülern tatsächlich eingeräumt werden und inwiefern das Modell einer kritischen Betrachtung im Hinblick auf seine Chancen und Grenzen standhält.

  • Die Organisation des Unterrichts und der Tagesablauf
  • Die Rolle der Schüler in der demokratischen Selbstverwaltung
  • Die Funktion der Schülerversammlungen und des Schülergerichts
  • Die Umsetzung von Freiheit und Freiwilligkeit im Schulalltag
  • Kritische Reflexion der "Theorielosigkeit" und Realitätsferne des Konzepts

Auszug aus dem Buch

2.1 Freiheit und Freiwilligkeit: Der Unterricht und Tagesablauf

Zu Beginn eines jeden Terms werden ausgehend von den Interessen und Vorschlägen der Schüler verschiedene Fächer, Projekte sowie Aktivitäten von den Lehrkräften zur Auswahl gestellt. Die Jüngsten (5-9 Jahre) erhalten einen von ihrem Klassenlehrer erstellten Wochenplan, die älteren Kinder können sich eigenständig für Kurse anmelden. Zwar gibt es in Summerhill demnach das Stundenplan-Prinzip, doch die Stundenpläne sind nicht bindend und haben nur den Zweck „to allow the students to make informed choices within the context of a structered day“. Denn wie bereits erwähnt, besteht in Summerhill keine Unterrichtspflicht. Das strukturierte Kursangebot soll die Schüler bei ihrer Fächerauswahl unterstützen, letztlich dürfen diese aber täglich selber entscheiden, ob sie die Unterrichtsstunden tatsächlich besuchen wollen. Dadurch soll den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, einerseits ihren eigenen Interessen nachzugehen, anderseits selbstständig Entscheidungen im Hinblick sowohl auf ihre schulische Ausbildung als auch auf ihre Persönlichkeitsentwicklung treffen zu können. Dies führt insgesamt zu mehr Selbst-reflexion, Selbstakzeptanz und zu einer größeren intrinsischen Lernmotivation. Gleichzeitig erlangen die Schüler ein gewisses Maß an Verantwortungsbewusstsein und eignen sich Planungskompetenzen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Summerhill – Eine Alternativschule in der Kontroverse: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Schulgründung und thematisiert die konzeptionelle Einordnung in die Reformpädagogik sowie die Spannungsfelder zwischen dem Ideal der Freiheit und staatlichen Regulierungsversuchen.

2 Freiheit, Freiwilligkeit und Demokratie: Leben und Lernen in A.S. Neills Summerhill: Dieser Hauptteil analysiert die Kernprinzipien der Schule, wobei der Fokus auf der Gestaltung des Unterrichts, dem Tagesablauf und der demokratischen Selbstverwaltung durch Schülerversammlungen und -gerichte liegt.

2.1 Freiheit und Freiwilligkeit: Der Unterricht und Tagesablauf: Hier wird erläutert, wie das Prinzip der Freiwilligkeit den Lernprozess prägt, welche Rolle die Lehrkräfte einnehmen und wie der strukturierte Alltag trotz fehlender Unterrichtspflicht organisiert ist.

2.2 Demokratie: Das Prinzip der Selbstverwaltung: Dieses Unterkapitel beleuchtet die gesetzgebenden und rechtsprechenden Organe der Schule, namentlich die General Meetings und die Tribunals, und diskutiert die Partizipationsmöglichkeiten der Schüler.

3 Fazit: Summerhill als Vorbild für andere Schulen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt das Konzept als Vorbild für die Demokratieerziehung und diskutiert die Möglichkeiten zur Übertragbarkeit auf Regelschulen.

Schlüsselwörter

Summerhill, A.S. Neill, Reformpädagogik, Freiheit, Freiwilligkeit, Demokratie, Selbstverwaltung, Schülerversammlung, Schülergericht, Unterricht, Persönlichkeitsentwicklung, Alternativschule, Mitbestimmung, Eigenverantwortung, Erziehungskonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Schulkonzept von Summerhill und analysiert, wie die Prinzipien Freiheit, Freiwilligkeit und demokratische Mitbestimmung im Schulalltag konkret umgesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Organisation von Unterricht und Freizeit, der Selbstverwaltung der Schülerschaft sowie der kritischen Hinterfragung der pädagogischen Ansätze Neills.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Schulkonzept nicht nur vorzustellen, sondern auch Chancen und Grenzen kritisch zu hinterfragen sowie mögliche Transfermöglichkeiten für das staatliche Schulsystem aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch Informationen von der offiziellen Homepage der Summerhill-Schule, um den aktuellen Stand der Schulpraxis zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Unterrichtsorganisation/Tagesablauf und die Analyse der demokratischen Strukturen, wie Schülerversammlungen und das Tribunal.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Summerhill, Reformpädagogik, Demokratieerziehung, Selbstverwaltung und der Verzicht auf Autoritätshierarchien.

Warum wird im Dokument die "Theorielosigkeit" von Summerhill als kritisch bezeichnet?

Die Autorin weist darauf hin, dass das Erziehungskonzept eher auf den persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen von Neill basiert als auf empirischen wissenschaftlichen Theorien, was bei der Unterrichtsgestaltung als Schwachpunkt gesehen werden kann.

Welche Rolle spielt das "Schülergericht" (Tribunal) in der täglichen Praxis?

Es fungiert als judikatives Organ zur Klärung von Konflikten und Regelverstößen, wobei alle Mitglieder der Schulgemeinschaft, unabhängig von ihrer Position, sanktioniert werden können.

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Details

Title
Freiheit, Freiwilligkeit und Demokratie. Leben und Lernen in A.S. Neills Summerhill
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V978284
ISBN (eBook)
9783346334176
ISBN (Book)
9783346334183
Language
German
Tags
Schulpädagogik Schulpäd Alternativschule Summerhill A.S. Neill Summerhillianer Lernen Unterricht Reformpädagogik Selbstbestimmung Mitbestimmung Kinderorientierung Erziehung Erziehungskonzept Schulphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Freiheit, Freiwilligkeit und Demokratie. Leben und Lernen in A.S. Neills Summerhill, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978284
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