Atomenergie und Atombombe. Zum Verhältnis von ziviler und militärischer Atomenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland


Seminararbeit, 1998
32 Seiten, Note: 1,0

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die nuklearpolitischen Interessen und Dilemmata der BRD
A. Die Ergebnisse der Jahre 1954 und 1955
B. Die nuklearpolitischen Interessen der BRD ab den fünfziger Jahren
C. Nuklearpolitische Dilemmata der BRD
1. Die Strategie der ,,Massive Retaliation"
2. Die nuklearpolitischen Konsequenzen des ,,Sputnikschocks"
3. Die Strategie der ,,Flexible Response"
D. Politische Konsequenzen

III. Die Implementation militärisch nutzbarer Atomtechnik
A. Die Anfänge der bundesdeutschen Nuklearforschung
B. Die Atomprogramme der BRD
1. Das Eltviller Programm
2. Das zweite Atomprogramm
3. Das dritte Atomprogramm
4. Das vierte Atomprogramm
C. Umsetzung und militärische Nutzungspotentiale
1. Der Natuturanreaktor
2. Der Mehrzweckforschungsreaktor & Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe
3. Leichtwassereaktoren
4. Wiederaufarbeitungsanlage
5. Schneller Brüter

IV. Resümee und Ausblick

V. Abkürzungsverzeichnis VI. Zeittafel

VII. Anhang

VIII. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Diese Arbeit hat zum Ziel, die Beziehungen zwischen dem zivilen Atomprogramm der BRD seit Anfang der fünfziger Jahre und deren militärischen Nutzungsoptionen zu analysieren, dies insbesondere vor dem Hintergrund außen- und sicherheitspolitischer Interessenlagen der BRD seit ihrer Gründung. Dabei wird hauptsächlich die Entwicklung bis zum Ende des Ost- West-Konfliktes behandelt, wobei die Grundzüge der bundesdeutschen Atompolitik in der Gegenwart immer noch relevant sind. Dies impliziert auch die der Analyse zugrunde liegende These, die es zu beweisen gilt, daß die immensen Kosten der Atomprogramme vom Staat nur deshalb aufgebracht werden konnten und weiterhin werden wie z. B die Polizeieinsätze bei den letzten Castortransporten zeigen, weil ein staatliches Interesse an ihrer militärischen Nutzung besteht.

Hierbei werden zwei Ebenen behandelt: Die erstere bildet den Schwerpunkt mit der Analyse der sicherheitspolitischen Arena, den hier agierenden Akteuren, ihren Interessen und ihren jeweiligen Handlungsoptionen, die gerade erst die Ursache und die Erklärung für die Entwicklungen auf der zweiten Ebene sind. Diese umfaßt die Darstellung des Aufbaus einer militärisch nutzbaren atomtechnischen Infrastruktur in der BRD.

Um dem Ziel der Arbeit gerecht zu werden, werden insbesondere policy und politics des politologischen Dreiecks analysiert. Dabei läßt sich die Phasenheuristik des policy cycles als wirksames Analyseinstrument einsetzen: Die Darstellung der Initiation erfolgt zunächst durch eine Bestandsaufnahme der nuklearpolitischen1 Situation der BRD in den Jahren 1954/55 und deren nuklearpolitischen Interessen. Die Jahre 1954/55 wurden als Ausgangspunkt der Analyse gewählt, da die BRD in diesen Jahren ihre Souveränität und somit auch nuklearpolitische Handlungsfähigkeit erlangte. Im Anschluß daran erfolgt die Estimation der bundesrepublikanischen nuclear-policy: Die sicherheitspolitischen Interessen der BRD und ihrer Dilemata anhand der US-amerikanische Nuklearstrategien der ,,Massive Retaliation" und der ,,Flexible Response" werden dargelegt. Die Selection erfolgt dann zum einem auf der strategischen Ebene: Atomwaffen werden als notwendig für die Bundesrepublik erachtet und entsprechende Schritte unternommen, zumindest Verfügungsgewalt über diese zu erlangen. Zum anderen, wird mit den ersten Atomprogrammen und deren Implementation die technische Basis für den Nuzklearwaffenbau gelegt. Diese Programme werden dem Fortschritt, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen entsprechend evaliert und angepaßt (Termination), einige Projekte werden ganz aufgegeben.

Von der mittlerweile umfangreichen Literatur zur Geschichte der bundesrepublikanischen Nuklearpolitik2 wurden für diese Arbeit zum einen insbesondere die aktuellen Arbeiten des internationalen ,,Nuclear History Program" herangezogen. Zum anderen wurde Literatur aus dem weiteren Umfeld der Friedens- und Alternativbewegung verwendet. Somit wird auch der normative Impetus und das wissenschaftstheoretische Grundverständnis deutlich, aus dem heraus der Autor diese Arbeit schreibt: Wissenschaft wird nicht als objektiv und wertneutral verstanden.3 Mag letzteres in Hinblick auf den Begründungszusammenhang wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Teil noch zutreffen,4 so wird dies in Bezug auf den Entstehungs- und vor allem dem Wirkungs- und Verwendungszusammenhang von wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Ideologie.5,,Das Denken muß also parteilich sein und ist es immer gewesen."6 Somit wird Politologie als Wissenschaft verstanden, die dazu beiträgt ,,alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist."7

Die Arbeit soll ein theoretischer Beitrag zum Analyse der Nuklearpolitik der BRD sein, durch den Strategien zur Abschaltung aller Atomanlagen weiterentwickelt werden können. Ebenso werden elementare Einwände gegen die nukleare Abschreckungslogik8 zusammenfaßt, deren Folgen wie möglichen Versagen9, Atomtest, Atommüll10 sogar in Friedenszeiten in der herrschenden nuklearpolitischen Diskussion oft ausgeblendet. werden.

II. Die nuklearpolitischen Interessen und Dilemmata der BRD

A. Die Ergebnisse der Jahre 1954 und 1955

Nuklearpolitisch waren die Jahre 1954 und 1955 für die Bundesrepublik aus drei Gründen äußerst bedeutend.

- Zum einen erlangte die BRD mit den Pariser Verträgen die ,,volle Macht eines souveränen Staates über ihre inneren und äußeren Angelegenheiten", wie es im Artikel I des Generalvertrages hieß.11
- Zum anderen wurde die BRD in den darauf folgenden Tagen Mitglied in der NATO und in dem in Westeuropäische Verteidigungsunion" (WEU) umbenannten Brüsseler Pakt, womit die Westbindung der BRD ihre institutionelle Absicherung fand.12

Voraussetzung für das Erlangen der Souveränität war allerdings die einseitige Verzichtserklärung auf die Herstellung von ABC-Waffen Adenauers am 3. Oktober 1954 bei den WEU-Verhandlungen während der Neun-Mächte-Konferenz in London. Diese von

Adenauer als angeblich ,,einsamen Entschluß"13 deklarierte Erklärung, beinhaltet bei näherer

Analyse gerade das Offenhalten einer nuklearen Option:

- Erstens wurde der Verzicht nur gegenüber WEU-Partnern ausgesprochen, die wahrscheinlich eher als andere Staaten wie die UdSSR bereit waren, Bonn in dieser Frage Zugeständnisse zu machen.14
- Zweitens trat das Kontrollabkommen zur Überprüfung des Atomwaffenverzichts nie in Kraft.15
- Drittens waren Atomforschung, Besitz und Herstellung von Atomwaffen in Drittstaaten nicht verboten.16
- Und schließlich beteuerte Adenauer, daß der Verzicht nur unter der Bedingung ,,sic rebus stantibus" erklärt wurde.17

Somit waren also die Voraussetzungen dafür gegeben, daß die BRD verstärkt ihre nuklearpolitschen Interessen artikulieren konnte.

B. Die nuklearpolitischen Interessen der BRD ab den fünfziger Jahren

Welche Interessenlagen begründeten nun aber das Offenhalten nuklearer Optionen bis hin zur direkten Forderung nach Atomwaffen in den folgenden Jahren?18 In einer Welt von Nationalstaaten, die ihre jeweiligen nationalen Interessen definieren19 und an deren Möglichkeiten zur Durchsetzung sich der Grad der nationalen Souveränität eines Staates bemißt, strebte auch die BRD nach ihrer Gründung 1949 nach dem Erlangen nationaler Souveränität.20 Mit der Entwicklung der Atombombe wurde die Verfügungsgewalt über diese ein zentrales Element nationaler Souveränität, um gefeit gegen nukleare Erpressung zu sein, bzw. um diese zur Durchsetzung der eigenen Interessen in Konflikten einsetzen zu können.21

Für die spezifisch bundesrepublikanische Nuklearpolitik lassen sich ökonomische, historische, geostrategische und bündnispolitische Gründe sowie die deutsche Teilung anführen: Aufgabe dieser

,,Nuklearpolitik ohne Nuklearwaffen" war es, ,,die Unterschiedlichkeiten der nuklearen Strategien der nuklearen Staaten in der Allianz zu erkennen, um sodann zu versuchen, sie durch Koordination den sicherheitspolitischen Interessen der BRD dienstbar zu machen."22

Unter Berücksichtigung der Haltung der deutschen Industrie zur Remilitarisierung der BRD kann davon ausgegangen werden, daß "Mitte der fünfziger Jahre ein durchaus gleichgerichtetes Interesse politischer, militärischer und ökonomischer Machteliten an technologisch hochqualifizierter atomarer Rüstung gegeben war".23 Man fürchtete, technologisch ins Hintertreffen zu geraten, wenn die Atomtechnologie in der BRD nicht vorangetrieben würde, weshalb für diese Technologie international einmalig24 im Oktober 1955 eigens ein Atomministerium geschaffen wurde mit Franz Josef Strauß an der Spitze.25 Dieser war sich frühzeitig darüber im klaren, daß die atomtechnologische Entwicklung in der BRD langfristig militärisch nutzbar sei, auch ohne daß etwa das Verteidigungsministerium direkt darauf hinwirken mußte.26 Die Hoffnungen der Industrie auf Exporte sollten sich ab den siebziger Jahren auch schließlich erfüllen, womit die BRD allerdings auch maßgeblich zur Proliferation beitrug,27 zeichnete sich die bundesrepublikanische Atomtechnologie durch ihre militärische Verwendbarkeit aus, die wiederum Bedingung für den Exporterfolg war.28

- Aufgrund der Tatsache, daß ein Großteil der nationalsozialistischen Administration und Teile der Wehrmacht beim Wiederaufbau der BRD und beim Aufbau der Bundeswehr wieder in führenden Positionen eingesetzt wurden, war die Durchsetzung pazifistischer sicherheitspolitischer Ansätze erschwerter als in Ländern mit einer anderen geistigen Tradition.29

- Auch wenn es in der BRD nicht wie in den USA eine Lobby von Wissenschaftlern gab, die wie Edward Teller die (Weiter-) Entwicklung der Atomwaffen vorantrieb,30 und der Protest der Göttinger 18 in die entgegengesetzte Richtung weist,31 entwickelten doch Wissenschaftler die Technologie zum Atombombenbau systematisch weiter.32

- Des weiteren sollte das Ziel der adenauerschen Außenpolitik unterstützt werden, die Einheit Deutschlands aus einer Position der Stärke der UdSSR abzutrotzen. Eigene Atomwaffen hätten in etwaigen Verhandlungen über die Einheit Deutschlands die bundesrepublikanische Position gestärkt.33 Dieses Junktim zwischen Atomwaffenbesitz und Wiedervereinigung wurde von Adenauer bis in die sechziger Jahre hinein verfolgt.34

- Als Frontstaat im Falle einer Blockkonfrontation sah sich die BRD geostrategisch durch das konventionelle Streitkräftepotential der Warschauer-Vertrags-Staaten besonders gefährdet.35 Aus diesen Gründen war es für die BRD auch von entscheidendem Interesse, Einfluß auf die nukleare Einsatzplanung der NATO zu bekommen, der nach dem NATO-Beitritt kaum gegeben war.36 Dies konnte entweder indirekt geschehen durch besondere konventionelle Stärke, durch die Stationierung von US- Atomwaffen auf dem Gebiet der BRD und durch die Ausrüstung der Bundeswehr mit eigenen Trägerwaffen. Letzteres wurde auch damit begründet, daß im Kriegsfall die nicht-atomar ausgerüsteten Bundeswehreinheiten vorzugsweise das Ziel der Angreifer wären, und diese deshalb mit modernsten Waffen, sprich Atomwaffen, ausgerüstet werden müßten.37 Direkt hätte der Einfluß auf das NATO- Nuklearpotential durch die eigene Verfügungsgewalt über Atomwaffen vergrößert werden können38 - der Weg, den Frankreich und Großbritannien eingeschlagen haben. Wäre Adenauer diese Option aufgrund innen- wie außenpolitischen Drucks nicht verwehrt gewesen, so hätte die Adenauer-Administration sie höchstwahrscheinlich gewählt.39

C. Nuklearpolitische Dilemmata der BRD

Aus der Situation der BRD im Ost-West-Konflikt und den oben skizzierten Interessenlagen ergaben sich für die BRD grundsätzliche Dilemmata der praktischen Nuklearpolitik in bezug auf die Veränderungen der nuklearpolitischen Planungen der USA, der NATO und der Weiterentwicklung der Atomwaffen bzw. deren Trägersysteme auf beiden Seiten der Supermächte. Anhand der NATO-Strategie der ,,Massive Retaliation" , des ,,Sputnikschock" und des dadurch eingeleiteten Übergangs zur Strategie der ,,Flexible Response" werden im folgenden exemplarisch neuralgische Punkte der bundesrepublikanischen Nuklearpolitik dargestellt, die diese bis zum Ende des Kalten Krieges und zum Teil auch darüber hinaus andauernden Dilemmata verdeutlichen.

1. Die Strategie der ,,Massive Retaliation"

Die in mit den NATO-Dokumenten MC-14/1 von 195240 MC-48 vom 22. 11.195441 und MC- 14/2 von 1956 verabschiedete Strategie der ,,Massive Retaliation" beinhaltete die Nuklearisierung der Bündnisstrategie. Angesichts der nuklearen Überlegenheit der USA rüstete diese im Rahmen des Radford-Plans nukleartaktisch in Europa auf, da dies kostengünstiger war, als konventionelle Streitkräfte zu unterhalten.42 Für die BRD bestand in dieser Zeit zum einen das Dilemma, daß die Sicherheit der BRD vom NATO-Bündnis abhing, sie aber gleichzeitig bis in die sechziger Jahre hinein von der Einsatzplanung ausgeschlossen war, obwohl sie das potentielle Schlachtfeld einer Auseinandersetzung zwischen Ost und West war.43

Zum anderen bestand für die BRD keine rationale Strategie der Kriegsführung, wie erstmals das NATO-Manöver ,,Carte Blanche" 1955 zeigte. Trotz der hierbei bewiesenen Wirksamkeit der ,,Massive Retaliation" waren die Schäden jeglicher Art der militärischen Ost-West- Konfrontation so hoch, daß sie praktisch das Ende der BRD bedeutet hätten.44 Dem entsprechend wurde von Seiten der BRD vor allem die Abschreckungsfunktion der Atomwaffen betont, um den Ausbruch eines Krieges so zu verhindern.45 Die Glaubwürdigkeit des eigenen Kriegswillens ist nun aber die Basis einer auf Abschreckung basierenden Strategie.46 Diese Glaubwürdigkeit ist wiederum nur gegeben, wenn ein Krieg auch nach dem Kosten-Nutzen-Kalkül gewonnen werden kann - eine Bedingung, die für die BRD wie eben beschrieben nicht besteht. Wenn die nukleare Abschreckung nun wirklich nur zur Kriegsverhinderung dienen kann, so weiß das auch die UdSSR, und somit ist die Abschreckung unglaubwürdig.47 Die Nuklearwaffenpotentiale in der BRD wirkten so zunehmend selbstabschreckend.48 Anstatt in dieser Situation ernsthaft auf Abrüstungsverhandlungen zu drängen49, verfolgte die BRD eine Außenpolitik der Stärke gegenüber der UdSSR, um dieses Glaubwürdigkeitsdefizit auszugleichen. Diese beinhaltete

- das Drängen auf eine Strategie der Vorwärtsverteidigung,
- das Wenden gegen jede Form des Rückzugs oder der Ausdünnung der NATO-Streitkräfte auf dem Gebiet der BRD, da dies auf eine Schwächung der Abschreckung hinausliefe,
- daß sich die BRD aufgrund ihrer besonderen geopolitischen Lage gegen jede Strategieänderung wehrte, die zu einer Regionalisierung der NATO-Strategie führte.50 Hieraus ergab sich schon Mitte der fünfziger Jahre ein zwischen den USA und der BRD differierendes Verständnis des in der BRD stationierten Tactical Nuclear Forces (TNF)- Arsenals51: Während die USA dies als eigenständiges Mittel zur regionalen Kriegsführung ansah, betonte die BRD angesichts der Tatsache, daß für sie selbst taktische Nuklearschläge strategische Wirkung hätten52, vor allem die abschreckungspolitische Funktion der TNF.53 Somit ergab sich für die Nuklearpolitik der BRD das Dilemma, daß man einerseits die Stationierung der TNF ablehnte wegen der Gefahr der Regionalisierung, zum anderen diese befürwortete, um Tendenzen der Abkopplung der USA entgegenzuwirken. Letzteres wurde schließlich das dominierende Moment in den militärischen Planungen der BRD. Ähnlich verhielt es sich in den achtziger Jahren mit dem NATO-Doppelbeschluß.54 In dem Maße, in dem in den USA die Abhängigkeit der eigenen Strategie von den Nuklearwaffen kritisiert wurde, machte sich gerade die BRD diese Strategie zu eigen und setzte sie gegen starken innenpolitischen Widerstand um, wie der Beschluß des Bundestages im März 1958 zur Bewaffnung der Bundeswehr mit atomaren Trägerwaffen zeigte.55

2. Die nuklearpolitischen Konsequenzen des ,,Sputnikschocks"

Der erfolgreiche Start des sowjetischen Sputnik-Satelliten am 4.10.1957 war der entscheidende Auslöser für ein Umdenken in der US-Administration bezüglich der NATO- Nuklearstrategie. Bis zu diesem Zeitpunkt blieb das Territorium der USA unverletzbar, und somit war die Glaubwürdigkeit der nuklearen Beistandsgarantie für Westeuropa gegeben.56 Mit dem Sputnik und dem Aufbau eines Potentials an Interkontinentalraketen seitens der UdSSR verlor diese Beistandgarantie zusehends an Glaubwürdigkeit.57 Dies unterstrich 1960 General Maxwell Taylor, der 1962 von Kennedy zum Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs ernannt wurde, in seinem Buch ,,The Uncertain Trumpet" 1960: Keine Atomwaffen besitzende Macht würde demnach diese bei der Gefahr der eigenen Zerstörung für die Verteidigung von Bundesgenossen einsetzen.58 Konkret hieß das für die BRD, daß sie sich nicht mehr sicher sein konnte, ob die USA bei einem Angriff der UdSSR nuklear eingreifen würde. Somit drängte die BRD zum einen auf den Erhalt der Strategie der ,,Massive Retaliation"59, zum anderen ergab sich für die BRD verstärkt die Notwendigkeit, auf eine negative, also unfreiwillige Ankopplung des US-amerikanischen Nuklearpotentials hinzuarbeiten, wenn schon eine positive Ankopplung in dieser Situation nicht mehr möglich war. Negative Ankopplung hieß hierbei, eine ,,nukleare Automatik" zu installieren, die das Eingreifen der USA absichern sollte.60

3. Die Strategie der ,,Flexible Response"

Mit den auf der Athener NATO-Tagung der Außenminister vom 4.-6. Mai 1962 verabschiedeten ,,Athener Guidelines" wurde der Strategiewechsel der NATO zur Strategie der ,,Flexible Response" auf Betreiben der Kennedy-Administration eingeleitet,61 die allerdings aufgrund der bündnisinternen Kontroversen erst 1967 mit dem Dokument MC 14/3 festgeschrieben wurde.62 Mit dieser in ihren Grundzügen bis heute geltenden Strategie wollte die NATO die nukleare Schwelle in Konfliktfällen heben. Bei dieser dreistufigen Verteidigungstrategie sollten erstens Angriffe erst konventionell auf dem Niveau beantwortet werden, die der Aggressor als Kriegsform wählte, zweitens durch eine kontrollierte, auch nukleare Eskalation der Gegner zum Waffenstillstand gezwungen werden; die dritte Stufe beinhaltete die massive nukleare Vergeltung für den Fall eines massiven nuklearen Schlages seitens des Gegners.63 Neben der . grundsätzlichen strategisches Kritik an der ,,Felxible Response", daß sie die Glaubwürdigkeit der Abschreckung einschränke, da dem Angreifer nicht unmittelbar die ,,Massive Retaliation" drohe,64 hatte die BRD darüber hinaus noch weitere nuklearpolitische Einwände, deren Artikulation zu Differenzen zwischen der Adenauer- und Kennedy-Regierung in den Jahren 1961-63 führte:65

- Im Konzept der konventionellen ,,Direktverteidigung" wurde u.a. eine Tendenz zur regionalen Kriegsführung und somit zur Abkopplung vom Nuklearpotential der USA und dessen Drohoption gesehen.
- Die zur Umsetzung der ,,Flexible Response" notwendige Zentralisierung der nuklearen Befehlsgewalt bei den USA stieß auf westeuropäischer Seite auf Widerstand.66 Adenauers Forderung am 16. November 1961, daß die NATO auch ohne Einwilligung des US- Präsidenten Atomwaffen einsetzen können solle,67 zielte in genau die entgegengesetzte Richtung.
- Strauß lehnte neben den bereits genannten Aspekten eine umfassende Konventionalisierung der NATO-Strategie ab, weil dies die ,,Illusion" nähren könne, ,,ein europäischer Krieg könnte konventionell, also ohne Atomwaffen geführt werden."68

D. Politische Konsequenzen

Die bisher ausgeführten Interessen und Aporien ziehen sich durch die gesamte Geschichte der bundesdeutschen Nuklearpolitk bis zum Ende des Ost-West-Konfliktes. In dieser Zeit war die BRD das einzige Land in der NATO, das sich nicht mit dem territorialen Status quo mit dem Verweis auf die ,,offene Deutsche Frage" einverstanden erklären wollte.69,,Kein Land außer der BRD habe die finanziellen Mittel oder Motive für ein nationales Atomprogramm," stellte Kissinger hierzu 1960 fest.70 Ein nationales Atomprogramm war in bezug auf das Problem der Ankopplung eine Option, die sich die BRD offenhalten wollte. Als Schritt in diese Richtung auf der außen- und sicherheitspolitischen Ebene kann das deutsch-italienisch-französische Geheimabkommen zum gemeinsamen Bau von Atomwaffen von 1957 gewertet werden.71 Gleiches gilt für die erfolgreichen Bemühungen der BRD, den Nonproliferationtreaty zu verwässern.72 Ebenso sind die unterschiedlichen Versuche der BRD zu interpretieren, die Verfügungsgewalt über ein europäisches Atompotential73 oder über die Multilateral Forces zu bekommen, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann.74

III. Die Implementation militärisch nutzbarer Atomtechnik

Nachdem im vorherigen Teil die nuklearpolitischen Interessen und Dilemmata der BRD dargelegt wurden und auch die praktischen Schritte auf dieser Ebene in Richtung der Verfügungsgewalt über Atomwaffen skizziert wurden, soll nun im folgenden Teil ausgeführt werden, welche wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen die BRD zu einer heimlichen Atommacht gemacht haben und so bei Bedarf in höchsten drei Monaten Nuklearwaffen hergestellt werden könnten.75 Bei der Konzentration auf diese Fragestellung werden dabei erstens die Anfänge der Atomforschung in der BRD dargestellt, zweitens die Atomprogramme vorgestellt, und drittens wird die Entwicklung der Atomtechnologie in der BRD auf ihre militärischen Nutzungpotentiale hin untersucht. Die Ursprünge der deutschen Atomforschung in den dreißiger Jahren76 können dabei wie physikalische, ökonomische77 und wissenschafts- und enrgiepolitsche Aspekte an dieser Stelle nicht mit abgehandelt werden, zumal es hier darum geht, die Selection, Implemention, Evaluation und Termination der bundesdeutschen Atompolitik in Richtung des Ziels anzudeuten, das im ersten Teil bestimmt wurde, auch wenn es nicht explizit dokumentiert worden ist: Das Potential der Herstelllung von Atomwaffen zu erlangen.

A. Die Anfänge der bundesdeutschen Nuklearforschung

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der BRD die Atomforschung wieder aufgenommen. So wurden von den Hamburger Physikern Harteck und Groth, die schon am Nazi-Atomprogramm beteiligt waren,78 bis 1953 funktionstüchtige Uranzentrifugen hergestellt.79 Die Firma DEGUSSA (Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt), die schon vor dem Krieg Uranmetall herstellte, exportierte bereits 1952 Uranmetall ins faschistische Spanien und konnte 1956 Atomminister Strauß den ersten Uranstab der BRD übereichen - gefertigt aus Uran, das der Industrielle Flick entgegen dem Besatzungsstatut seit 1950 im Fichtelgebirge abbaute.80 Durch die Fähigkeit zur Anreicherung von Uran 235 durch die DEGUSSA-Tocher NUKEM ab 1960 wurde die BRD seitdem schon als potentielle Atommacht angesehen.81 Mit der Urananreicherungsanlage in Gronau, deren Schwesteranlage im niederländischen Amelo Uran für das britische Atomwaffenprgramm anreicherte,82 steht der BRD so der Weg zu einer Uranbombe offen.83

B. Die Atomprogramme der BRD

Im folgeneden werden die Atomprogramme der BRD vorgestellt, im Anschluß daran wird die reale Entwicklung in Hinblick auf ihre militärischen Implikationen überprüft. Hierbei zeigt sich, daß nicht von einer planvollen und widerspruchsfreien Implementation der Atomenergie in der BRD die Rede sein kann, sondern vielmehr die Atomprogramme eher Idealmodelle darstellten und die reale Entwicklung anderen Einflüssen unterworfen war wie z. B. den strategischen Interessen der großen Energieversorgungsunternehmen oder der internationalen Politik.

1. Das Eltviller Programm

Anfang des Jahres 1957 beschlossen führende Vertreter der Atomwirtschaft das Eltviller Programm, das nachträglich als erstes deutsches Atomprogramm bezeichnet wurde. Es sah den Bau von fünf 100 Megawatt (MW) Leistungsreaktoren bis 1965 vor, von denen allerdings nur zwei gebaut wurden, der Forschungsreaktor in Jülich ((15 MW) und der Leistungsreaktor Niederaichbach (100 MW).84 Die Bauarten der geplanten Reaktoren entsprachen mehr den Interessen der fünf Konsortien zum AKW-Bau als den Bestrebungen, Natururanreaktoren als deutsche Eigenentwicklung zu fördern. Ende 1957 wird das Programm auch von der Deutschen Atomkommission (DAtK) gebilligt.85

2. Das zweite Atomprogramm

Das Zweite Atomprogramm von 1963 entstand zusammen mit Wirtschaft, DAtK und Bundesmisterium für wissenschaftliche Forschung (BMwF) und sah aus den Erfahrungen mit dem Eltviller Programm, das nur in Ansätzen umgesetzt wurde, keine bestimmten Reaktortypen mehr vor, sondern zielte im Nahprogramm auf eine möglichst schnelle Realisierung wirtschaftlich konkurrenzfähiger Reaktoren in Anlehnung an vor allem US- amerikanische Reaktortechnik,86 obwohl kein zwingender energiewirtschaftlicher Bedarf bestand.87

3. Das dritte Atomprogramm

Mit Ablauf des zweiten Atomprogramms 1968, das den atomtechnologischen Rückstand gegenüber dem Ausland aufholte, wird das dritte Atomprgramm erstmals zum offiziellen Atomprogramm der Bundesregierung erhoben. Die finanzielle Unterstützung aus Steuermitteln wird nochmals gesteigert, da nun die im zweiten Atomprogramm erforschten Grundlagen technisch umgesetzt werden.88

4. Das vierte Atomprogramm

Mit dem vierten Atomprogramm wird unter dem Eindruck der ersten Ölkrise 1973 der forcierte Ausbau der Atomkraftwerks-Kapazitäten festgelgt.89

C. Umsetzung und militärische Nutzungspotentiale

In bezug auf die militärischen Nutzungspotentiale hatte von Anfang an die Gewinnung von Plutonium oberste Priorität90. Dies läßt sich allerdings weniger anhand der offiziellen Atomprogramme nachweisen, die nur bedingt die Atomtechnikentwicklung bestimmten. Vielmehr können auch die Projekte der Kernforschungszentren zum Beleg hierfür herangezogen werden.91 Folgende Beispiele illustrieren dies:

1. Der Natuturanreaktor

Das nach dem zweiten Weltkrieg in der BRD bevorzugte Konzept eines Natururanreaktors hatte den entscheidenden Vorteil, von der US-amerikanischen Urananreicherung unabhängig zu sein und so mittels Wiederaufarbeitung an Plutonium zu gelangen.92 Dabei wäre der Verzicht auf die Wiederaufarbeitung und der Auschluß militärischer Nutzungen technisch möglich gewesen, jedoch propagierten die Befürworter des Natururan-Schwerwasserreaktors gerade dessen hohe Plutonium-ausbeute.93

2. Der Mehrzweckforschungsreaktor & Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe

Der Bau des Mehrzweckforschungsreaktors (MZFR) wurde mit ausdrücklichem Verweis auf seine gute Plutoniumproduktion 1962 am Kernforschungszentrum begonnen. Er eignete sich sogar zur laufenden Brennelemententnahme, was die Plutoniumproduktion vereinfachte.94 Gleichzeitg wurde der Bau der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) mit einem Jahresdurchsatz von 200 Kg Plutonium bis 1971 fertiggestellt, die durch das sogenannte ,,Purexverfahren" hochreines Plutonium herstellen konnte. Den Verdacht, daß in Karlsruhe potentiell ein Forschungzentrum zum Atomwaffenbau aufgebaut wird, bestärkte auch die Organisationstruktur des Kernforschungszentrum, die der amerikanischer Militär- Atomzentren entsprach.95

3. Leichtwassereaktoren

Entgegen den ersten Atomprogrammen, die Schwerwasser-Natururan-Reaktoren favorisierten, sind abgesehen vom MZFR alle gebauten Reaktoren ab Anfang der sechziger Jahre Leichtwassereaktoren.96. Hier zeigt sich ebenfalls, daß zivile und miltärische Atomkraft nicht zu trennen sind: Zwar lassen sich nicht wie bei Schwerwasserreaktoren während des Betriebes Brennstäbe entnehmen, jedoch läßt sich durch Schnellabschaltungen97 der Reaktoren das militärisch interessante Plutonium 239 erzeugen, das in einer Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) schließlich gewonnen werden kann. Dieses verunreinigte Reaktorplutonium läßt sich, wenn auch weniger optimal, für den Atombombenbau verwenden.98

4. Wiederaufarbeitungsanlage

Obwohl die Wiederaufarbeitung atomtechnologisch und ökonomisch nicht zwingend war, wurde in der BRD mit der WAK und der WAA Wackersdorf das Projekt der Wiederaufarbeitung in Angriff genommen.99 Das offizielle Argument, durch die WAA könnten die Brennelemente ökonomisch und ökologisch wiederverwertet werden, kann bei Prüfung der Fakten nicht der Grund für die WAA gewesen sein.100 Das Engagement für die WAA läßt sich erklären, indem die Schlüsselstellung101 einer WAA für ein militärisches Atomprogramm herausgestelllt wird: In einer WAA kann das mehr oder weniger reine Plutonium 239 aus Schnellen Brütern oder Atomkraftwerken zu Bombenplutonium verarbeitet werden.102 So muß es nicht verwundern, daß die DAtK schon 1957 in einem Memorandum den Bau einer WAA fordert, wo Plutonium zu diesem Zeitpunkt nur als Bombenstoff bekannt war und sich keine ökonomischen Verwertungsmöglichkeiten in näherer Zukunft abzeichneten, unterstellt man ein Interesse an der militärischen Nutzung des Plutoniums.103

5. Schneller Brüter

Schon im Eltviller Programm wird der Bau von Schnellen Brütern gefordert.104 Militärisch ist der Schnelle Brüter interessant aufgrund seiner Fähigkeit sehr reines Plutonium 239 für den Bombenbau zu liefern. So haben die aus der deutsch-französischen Brüterkooperation hervorgegangenen Brüter Phénix und Super-Phénix, sofern sie den im Betrieb waren, eher Plutonium für die Force de Frappe erbrütet denn Elektrizität geliefert.105 Die immensen Kosten,106 die für die Brüterentwicklung aufgewandt wurden, und die Tatsache, daß nicht einmal eine Versuchsanlage gebaut wurde, sondern mit Kalkar direkt eine größere Pilotanlage in Betrieb gehen sollte,107 lassen auf ein Interesse an einer schnellen Produktion von Plutonium schließen.

Daß sowohl der Schnelle Brüter wie auch die WAA in der BRD aus ökonomischen Gründen nicht in Betrieb genommen wurden, kann nicht als Zeichen dafür gewertet werden, daß das staatliche Interesse an Plutonium für militärische Zwecke nachgelassen hätte. Vielmehr ist man auf diese Anlagen nicht mehr angewiesen, wachsen doch die Plutoniumbestände im Hanauer Bundes-Plutonium-Bunker108 aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennstäbe in der WAA La Hague weiter.109

IV. Resümee und Ausblick

Der erste Teil der Analyse (Kapitel II) zeigte die nuklearpolitischen Interessen und Dilemmata der BRD auf und begründete das Interesse der BRD an Verfügzungsgewalt über Atomwaffen. Des weiteren wurden einige konkrete sicherheits- und nuklearpolitische Schritte in diese Richtung angedeutet. Im zweiten Teil wurden dann die atomtechnologischen Entwicklungen auf ihre militärische Verwendbarkeit hin erörtert. Als Fazit kann festgehalten werden, daß eine zentrale Säule der Nuklearpolitik der BRD gerade das Offenhalten militärischer Nutzungen der Atomtechnik ist.

Die vorliegende Analyse zeigt somit, daß ein Ausstieg aus der Atomenergie nur erreicht werden kann, wenn nicht ausschließlich auf die energiepolitische Vernunft verwiesen wird. Es ist nicht hinreichend, eine kostengünstigere110, sozial-111 und umweltverträgliche112 Energieversorgung und Forschunggelder113 für regenerative Energieträger zu fordern. So wird das sicherheitspolitische Interesse des Staates an der Atomenergie verkannt und bleibt das starre Festhalten an diesem Energieträger unverständlich, sind die besseren Argumente doch auf der Seite der AtomkraftgegnerInnen, und ist ein ,,kurzfristiger Austieg"114 möglich. Eine umfassende Strategie mit dem Ziel der Abschaltung aller Atomanlagen kann so nur Erfolg haben, wenn gleichzeitig alternative sicherheitspolitische Konzeptionen entwickelt oder gar alternative Gesellschaftsentwürfe umgesetzt werden. Somit müssen auch die aktuellen Überlegungen zum Atomausstieg von Grünen115 und SPD116 kritisch hinterfragt werden. Angesichts der Tatsache, daß sich die grundlegenden nuklearpolitischen Dilemmata der BRD (Abschreckung selbstabschreckend, Ankopplung) im Verlauf des Ost-West-Konfliktes bis heute kaum gewandelt, geschweige denn aufgelöst haben und sich z. B. mit der Wirtschaft- und Regierungskrise in Russland vermeindlich immer neue Bedrohunhgsszenarien für die BRD auftun, darf erwartet werden, daß auch die GRÜNEN die Staatsraison für sich entdecken und im Zweifel die Stillegung von Atomanlagen im Falle einer Regierungsbeteiligung hinauszögern und so die Atomwaffenoption aufrechterhalten.

V. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

VI. Zeittafel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

VII. VIII. Anhang

Aus: Trägerkreis der Konferenz ,,Atombomben - Made in Germany?": Atombomben- Made in Germany? Atomenergie- Schleichwege zum Atomwaffenstaat,

Köln 1986, S. 54-55.

IX. Literaturverzeichnis

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[...]


[1] Der Begirff ,,nuklear" wird in dieser Arbeit insbesondere in Hinbilck auf die militärischen Implikationen der Atomenergie benutzt.

[2] Vgl. Brenke, Gabriele: Die Nukleargeschichte der Bundesrepublik. Eine Bibliographie. Im Rahmen des Nuklear History Program, Ebenhausen 1990.

[3] Vgl. Adorno, Theodor W.: Zur Logik der Sozialwissenschaften, in: Adorno Theodor W. u.a. Der Positivismustreit in der Deutschen Soziologie, München 1993, S. 125-144, S. 131.

[4] Sprache, Methoden, metaphysische Grundvorstellungen eines herrschenden Wissenschaftsparadigmas einer Gesellschaft gehen allerdings immer in den jeweiligen Wissenschaftsprozeß ein; vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt 1967. Kuhn hat dies für die Naturwissenschaften nachgewiesen. Auch wenn seine Ergebnisse nicht direkt zu übertragen sind, dürfte die gesellschaftliche Bedingtheit von Wissenschaftsprozessen in den Sozialwissenschaften noch stärker zu Tage treten.

[5] Vgl.: Altvater,E., Müller, W., Neusüß, C., Lehmann, H., Timmermann, D. (Hrsg.): Materialien zur Kritik der bürgerlichen Ökonomie. Begründung für eine Lehreinheit `politische Ökonomie', 2. Auflage, s'Gravenhage 1972, S. 177 ff.

[6] Bloch, Ernst: Parteilichkeit in Wissenschaft und Welt, in: Philosophische Aufsätze zur objektiven Phantasie, Gesamtausgabe Bd. 10, Frankfurt a. M. 1969, S. 330 ff.

[7] Marx, Karl: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung, in: Marx Engels Werke, Bd. 1, Berlin 1956, S. 385.

[8] Vgl. Lifton, J. Robert / Marcus, Eric: Die Psychologie des Völkermordes. Atomkrieg und Holocaust, Stuttgart 1992, S. 215 ff.

[9] Zum Beispiel auch aus Versehen: Vgl. Frei, Daniel: Der ungewollte Atomkrieg. Eine Risikoanalyse, München 1983; Barth, Peter (Redaktion): Atomkrieg aus Vershen. Dokumente und Materialien, Starnberg 1985.

[10] Vgl. Hall, Jeremy: Lebenszeit, Halbwertzeit, Frankfurt a.M. 1998, S. 13 ff.

[11] Einschränkungen behielten sich die drei Westalliierten allerdings bezüglich der deutschen Wiedervereinigung und der Stationierung der Truppen vor. Vgl. Fischer, Peter: Atomenergie und staatliches Interesse: Die Anfänge der Atompolitik in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1955, (Internationale Politik und Sicherheit Bd. 30/3), Baden-Baden 1994, S. 147; Schulze- Marmeling, Dietrich: Die NATO. Anatomie eines Militärpaktes, Göttingen 1987, S. [97].

[12] Vgl. Pöttering, Hans-Gert: Adenauers Sicherheitspolitik 1955-1963. Ein Beitrag zum deutsch-amerikanischen Verhältnis, 2. Auflage, Düsseldorf 1976, S. 23 ff.

[13] Adenauer, Konrad: Erinnerungen 1953-1955, Stuttgart 1966, S. 347; in Wirklichkeit war der Wortlaut der Erklärung genauestens mit dem Auswärtigen Amt abgestimmt, vgl. Küntzel, Matthias: Bonn und die Bombe. Deutsche Atomwaffenpolitik von Adenauer bis Brandt, Frankfurt a. M. 1992., S. 21, im folgednen zitiert ,,Küntzel a)".

[14] Vgl. Lauk, Kurt J.: Die nuklearen Optionen der Bundesrepublik Deutschland, Kiel 1977, S. [33].

[15] Vgl. Küntzel, Matthias: Auf leisen Sohlen zur Bombe? Bonner Begehrlichkeiten und der Atomwaffenverzicht, in: Schelb, Udo (Hrsg.): Reaktoren und Raketen. Von der Zivilen zur militärischen Atomenergie?, Köln 1987, im folgenden zitiert ,,Küntzel b)", S. 180.

[16] Vgl. Kelly, Petra Karin: Die große Koalition für die Militarisierung Europas: Von der europäischen Union zur europäischen Atomstreitmacht?, in: Trägerkreis der Konferenz ,,Atombomben - Made in Germany?": Atombomben - Made in Germany? Atomenergie- Schleichwege zum Atomwaffenstaat, Köln 1986, S. 141 -157, S.151; ,,Die Bundesrepublik wird zum Beispiel also, obwohl sie auf die Herstellung von Atomwaffen verzichtet hat, derartige Waffen erwerben und in ihren Gebiet bereit halten können." Adenauer, Konrad: Bundesarchiv-Militärarchiv, BW 9/822, Interner Vermerk vom 23.10. 1954, zitiert nach Fischer, Peter a.a.O., S. 143.

[17] Vgl. Adenauer, Konrad II, a.a.O., S. 357; ebenso Strauß, Franz Josef: Erinnerungen, Berlin 1991, S. 343. Daß dem nicht so war, ist heute belegt: Vgl. Fischer, Peter a.a.O., S. 143; Schwarz, Hans-Peter: Adenauer. Der Staatsmann: 1952- 1967, Stuttgart 1991, S. 157 f.

[18] Vgl. Brandstetter, Karl J.: Der Griff nach der Bombe. Die Auseinandersetzung zwischen den Regierungen Eisenhower und Adenauer um die Atombewaffnung der Bundeswehr, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 1987 H. 7, S. 892-909, S. 895, im folgenden zitiert ,,Brandstätter, Karl J. a)".

[19] Für die BRD sind dies aktuell: Die ,,Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt", Verteidigungspolitische Richtlinien vom 26. November 1992, zitiert nach:Grässlin, Jürgen: Lizenz zum Töten? Wie die Bundeswehr zur internationalen Eingreiftrupe gemacht wird, München 1997, S. 361 f.

[20] Vgl. Kötter, Wolfgang / Müller, Harald: Germany and the Bomb. Nuclear Policies in the two German States, and the United Germany's Nonproliferation Commitments, Frankfurt 1990, S. 25 f.

[21] Dies zeigte sich z.B. für Frankreich in der Suezkrise, vgl. Dülffer, Jost: Die Suez- und Ungarnkrise, in: Salewski, Michael (Hrsg.): Das Zeitalter der Bombe. Die Geschichte der atomaren Bedrohung von Hiroshima bis heute, München 1995, S. 95 - 119. Strauß deutete die Suezkrise als ,,endgültige Geburtsstunde" der Force de Frappe; Strauß, Franz Josef a.a.O., S. 342.

[22] Lauk, Kurt J. a.a.O., S. 10 f.

[23] Vilmar, Fritz: Rüstung und Abrüstung im Spätkapitalismus, Reinbeck 1973, S. 99.

[24] Vgl. Radkau, Joachim: Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft. 1945 - 1975. Verdrängte Alternativen in der Kerntechnik und der Ursprung der nuklearen Kontroverse, Reinbeck 1983, S. 137.

[25] Vgl. Schelb, Udo: F.J. Strauß und der Griff nach der Atommacht, in: ders. (Hrsg.): Reaktoren und Raketen. Von der zivilen zur militärischen Atomenergie? Köln 1987, S. 238- 266, S. 240.

[26] ebd. S. 187.

[27] So wurden die Atomwaffenprogramme von Südafrika, Pakistan, Brasilien, Argentiniens und des Iraks mit deutscher Atomtechnologie vorangetrieben; vgl. Streich, Jürgen: Zum Beispiel: Atomwaffen nein, Göttingen 1989, S. 66 ff.

[28] Vgl. Radkau a.a.O., S. 187.

[29] Vgl. Brandstetter, Karl J. a), S. 893.

[30] Vgl. Jungk, Robert: Heller als tausend Sonnen. Das Schicksal der Atomforscher, 4. Auflage, München 1996, S. 290 ff.

[31] Vgl. Rupp, Hans Karl: Außerparlamentarische Opposition in der Ära Adenauer. Der Kampf gegen die Atombewaffnung in den fünfziger Jahren, 3. Auflage, Köln 1984, S. 73 ff; Weizsäcker, Carl Friedrich: Die Verantwortung der Wissenschaftler im Atomzeitalter, 7. Auflage, Göttingen 1986, S. 5 ff; Sonntag, Philipp: Der Streit um die atomare Bewaffnung. Argumente der Ära Adenauer, in: Militärpolitik Dokumentation, Heft 25, 6. Jg., 1982, S. 41 ff.

[32] Vgl. Küntzel b), S. 181, Barnaby, Frank: Möglichkeiten der unfriedlichen nutzung der Atomnenergie, in: Mez, Lutz / Wilke, Manfred (Hrsg.): Der Atomfilz. Gewerkschaften und Atomkraft, 2. Auflage Berlin 1977, S. 28 - 38, S. 31.

[33] Vgl. Küntzel, Matthias b), S. 229 f; vgl. Nerlich, Uwe: Die nuklearen Dilemmas der Bundesrepublik Deutschland, in: Europa-Archiv, Jg. 1965 H. 17, S. 637-652, S. 648.

[34] Vgl. Schulze-Marmeling, Dietrich a.a.O., S. 89.

[35] Vgl. Enders, Thomas: Franz Josef Strauß - Helmut Schmidt und die Doktrin der Abschreckung, Koblenz 1984, S.68.

[36] Vgl. Strauß, Franz Josef: a.a.O., S. 404; Nerlich, Uwe a.a.O., S. 638.

[37] Vgl. Konrad Adenauers Pressekonferenz vom 5. April 1957, während der er auch taktische Atomwaffen als ,,Weiterentwicklung der Artillerie" verharmlost, was einen Sturm der Entrüstung hervorrief, u.a. den ,,Appell der Göttinger Achtzehn".

[38] Vgl. Küntzel, Matthias b), S. 189 f.

[39] Vgl. Schwarz, Hans Peter: Adenauer und die Kernwaffen, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jg. 1989 H. 4, S. 567-593, S. 577.

[40] Vgl. Strauß, Franz Josef a.a.O., S. 354.

[41] Vgl. Fischer, Peter a.a.O., S. 156 ff.

[42] Vgl. Mc Namara, Robert: Blindlings ins Verderben. Der Bankrott der Atomstrategie, Reinbeck 1987, S. 25.

[43] Vgl. Nerlich, Uwe a.a.O., S. 638.

[44] Vgl. Fischer, Peter, a.a.O., S. 193; Nerlich, Uwe a.a.O., S. 644. Ebenso verheerend für die BRD fiel die Stabsrahmenübung ,,Lion Noir" im März 1957 aus: vgl. Zank, Wolfgang: Adenauers Schachspiel mit den Atomwaffen, in: die Zeit, Nr. 18, 25. 4. 1997, S. 9-11.

[45] Vgl. Nerlich, Uwe a.a.O., S. 642.

[46] Vgl. Schulze-Marmeling, Dietrich a.a.O., S. 141 ff.

[47] Vgl. ebd., S. 107.

[48] Vgl. Fischer, Peter a.a.O., S. 195.

[49] Vgl. Buro, Andreas: Alternative Konzepte zur gegenwärtigen Sicherheitspolitik der Bundesrepublik und der NATO, in: Tatz, Jürgen (Hrsg.): Alternativen zur Abschreckungspolitk, Freiburg 1983, S. 76 - 98, S. 81 ff; Bastian, Gert: Friede schaffen! Gedanken zur Sicherheitspolitik, München 1983, S. 130 ff; zur Position der SPD Ende der fünfzige Jahre vgl. Rupp, Hans Karl a.a.O., S. 107 ff.

[50] Vgl. Nerlich, Uwe a.a.O., S. 642.

[51] Zur TNF-Rüstung in Europa vgl. Mc Namara, Robert a.a.O., S. 26 f.

[52] Vgl. Schulze-Marmeling a.a.O., S. 104.

[53] Vgl. ebd. S. 110.

[54] Simon, Ulrich: Nukleare Mittelstreckenwaffen und erweiterte Abschreckung, in: Politische Vierteljahreszeitschrift, Jg. 1985 H.3, S. 227-246, S. 231 ff; Haftendorn, Helga: Das doppelte Mißverständnis. Zur Vorgeschichte des NATO-Doppelbeschlusses von 1979, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 33. Jg (1985) H. 2, S. 244-287, S. 285 ff.

[55] Vgl. Kraushaar, Wolfgang: Die Protest-Chronik 1949-1959. Eine illustrierte Geschichte von Bewegung, Widerstand und Utopie, 3 Bände, Hamburg 1996, 3. Bd. S. 2510 ff.

[56] Vgl. Schulze-Marmeling, Dietrich a.a.O., S. 39.

[57] Vgl. Strauß, Franz Josef a.a.O., S. 392; zum Aufbau des Interkontinentalpotentials der UdSSR vgl. Rühl, Lothar: Mittelstreckenwaffen in Europa: Ihr Bedeutung in Strategie, Rüstungskontrolle und Bündnispolitik, (Internationale Politik und Sicherheit Bd. 24), BadenBaden 1987, S. 81 f.

[58] Vgl. Strauß, Franz Josef a.a.O., S. 402.

[59] So z.B. Strauß bei seinem Besuch in Washington im November 1961; vgl. Steinhoff, Johannes / Pommerin, Rainer: Strategiewechsel. Bundesrepublik und Nuklearstrategie in der Ära Adenauer - Kennedy, Baden-Baden 1992, S. 90.

[60] Vgl. Schulze-Marmeling, Dietrich a.a.O., S 41.

[61] Vgl. Steinhoff, Johannes / Pommerin, Reiner a.a.O., S. 92 ff.

[62] Vgl. Mc Namara, Robert a.a.O., S. 28.

[63] Vgl. Lauk, Kurt J. a.a.O., S. 125 f.

[64] Vgl. Forndran, Erhard / Krell, Gert (Hrsg.): Kernwaffen im Ost-West-Vergleich. Zur Beurteilung militärischer Potentiale und Fähigkeiten, Baden-Baden 1984, S. 47 ff.

[65] Vgl. Brandstetter, Karl J.: Der deutsch-amerikanische Dauerstreit um die atomare Verfügungsgewalt (II), in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg.1987 H. 8, S. 1085-1101, S. 1091 ff, im folgenden zitiert ,,Brandstätter, Karl J. b)".

[66] Vgl. Schulze-Marmeling, Dietrich a.a.O., S. 46 ff. Diese Zentralisierung war mit ein Grund für den Austritt Frankreichs aus der integrierten NATO-Kommandantur im Juni 1966, vgl. ebd..

[67] Vgl. Brandstetter, Karl J. b) a.a.O., S. 1097.

[68] Strauß, Franz Josef a.a.O., S. 401; vgl. Brandstetter, Karl J. b) a.a.O. S. 1093.

[69] Vgl. Brandstetter, Karl J. b) a.a.O., S .1090.

[70] Kissinger, Henry A.: Was wird aus der westlichen Allianz?, Wien u. Düsseldorf 1965, S. 169.

[71] Vgl. Soutou, Georges-Henri a.a.O. S. 63 ff; Strauß, Franz Josef a.a.O. S. 347 f. Die deutsch-französisch-italienischen Geheimpläne zum gemeinsamen Bau einer Atombombe wurden schließlich nur durch den Amtsantritt de Gaulles am 1. Juni 1958 konterkariert; der die französischen Atomstreitkräfte national eigenständig aufbaute.

[72] Vgl. Häckel, Erwin: Die Bundesrepublik Deutschland und der Atomwaffensperrvertrag: Rückblick und Ausblick, in: Arbeitspapiere zur Internationalen Politik Nr. 53, Bonn 1989, S. [20] ff: Adenauer sprach von einem ,,zweiten Jalta" und einem ,,Morgenthauplan im Quadrat", Strauß verglich den NPT mit einem ,,zweiten Versailles von kosmischen Ausmaßen"; vgl. Küntzel, Matthias a), S. 253 ff: Die BRD erreichte 1.) eine Begrenzung der Vertragslaufzeit auf 25 Jahre, 2.) eine Minimierung der Kontrollen durch die IAEO, 3.) mit der Einfügung des Artikels IV in den Vertrag eine fast unbeschränkte Sicherung der Exportmöglichkeiten von Nukleartechnologie, 4.) durch die von der Bundesregierung bei der Unterzeichnung des Vertrages angefügte Note vom 28. November 1969 sicherte sie 5.) sich den jederzeitgen Rücktritt vom Vertrag im Falle einer Gefährdung der ,,höchsten Interessen" der BRD, sowie [6].) das Recht zur Nutzung von Atomsprengköpfen für ,,friedliche" Anwendungen.

[73] Strauß war ein Streiter hierfür. Mit den unabhängigen französischen und britischen Nuklearstreikräften Frankreichs und Großbritanniens wurden die Hoffnungen der Deutschen auf eine europäische Atomstreitmacht zusehends gegenstandslos, vgl. Hoppe, Christoph: Zwischen Teilhabe und Mitsprache: Die Nuklearfrage in der Allianzpolitik Deutschlands 1959-1966, (Internationale Politik und Sicherheit Bd. 30/2), Baden-Baden 1993, S. 112;vgl. Küntzel a), S. 209 ff; aktueller dazu: Das ,,deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungs-Konzept", das Helmut Kohl und Jaques Chirac auf ihrem Nürnberger Gipfeltreffen im Dezember 1996 vereinbart hatten, mit dem der ,,Dialog über die Rolle der nuklearen Abschreckung im Kontext der europäischen Verteidigungspolitik" befördert werden soll, erneuerte die Diskussion um eine gemeinsame europäische Atomstreitmacht; FAZ, 30. Januar 1997, S. 7.

[74] Vgl. hierzu u.a. Schulze, Marmeling, Dietrich a.a.O., S. 121 f; Lauk, Kurt J. a.a.O., S. 47 ff; Nerlich, Uwe a.a.O., S .646; Hoppe Christoph a.a.O., S. 109 ff; Brandstetter, Karl J. b) a.a.O., S. 1091; Küntzel, Matthias a.a.O., S. 71f.

[75] Vgl. Grossmann, Hans: Atomkraft für Strom und Bombe, in: Gorlebener TurmbesetzerInnen: Leben im Atomstaat, Wendland 1996, S. 109-116, S. 112.

[76] Zur Entwicklung der deutschen Atombombe im Zweiten Weltkrieg vgl. Walker, Mark: Die Uranmaschine. Mythos und Wirklichkeit der deutschen Atombombe, Berlin 1990; Rife, Patricia: Lise Meitner. Ein Leben für die Wissenschaft, Düsseldorf 1990, S. 303 ff; Auer, Peter: Von Dahlem nach Hiroshima. Die Geschichte der Atombombe, Berlin 1995; Bagge, Erich R.: Keine Atombombe für Hitler, in: Slewski, Michael (Hrsg.): Das Zeitalter der Bombe. Die Geschichte der atomaren Bedrohung von Hiroshima bis heute, München 1995, S. [27] - 49; Rechenberg, Helmut: Farm-Hall-Berichte. Die abgehörten Gespräche der 1945/46 in England internierten deutschen Atomwissenschaftler, Stuttgart 1994.

[77] Vgl .Radkau 210 ff.

[78] Vgl. Walker, Mark a.a.O., S. 30 ff.

[79] Vgl. Küntzel b), S. 181.

[80] Vgl. Ebd., S. 182.

[81] Vgl. Brandstätter, Karl J. a) a.a.O., S. 907.

[82] Vgl. Boer, Joop: Uran aus Almelo für die britische Kriegsführung, in: Trägerkreis der Konferenz ,,Atombomben - Made in Germany?": Atombomben- Made in Germany? Atomenergie - Schleichwege zum Atomwaffenstaat, Köln 1986, S. 33 - 37, S. 35.

[83] Vgl. ebd. Fünf Wege zur Atombombe, S. 54-55, siehe Anhang VII.

[84] Vgl. Arbeitsgruppe ,,Wiederaufarbeitung" (WAA) an der Universität Bremen: Atommüll oder Der Abschied von einem teuren Traum, Reibeck 1977, S. 163.

[85] Vgl. Radkau, Joachim a.a.O., S. 149 ff.

[86] Vgl. Arbeitsgruppe ,,Wiederaufarbeitung" (WAA) an der Universität Bremen a.a.O., S. 164.

[87] Vgl. Radkau , Joachim a.a.O, S. 266.

[88] Vgl. ebd., S. 267.

[89] Vgl. Arbeitsgruppe ,,Wiederaufarbeitung" (WAA) an der Universität Bremen a.a.O., S. 166.

[90] Vgl. Mez, Lutz / Orlowski / Rainer: RWE. Ein Riese mit Austrahlung, Köln 1996, S. 49.

[91] Vgl. Radkau a.a.O., S. 267.

[92] Vgl. ebd. S. 58.

[93] Vgl. ebd., S. 77, S. 187.

[94] Vgl. ebd, S. 191ff

[95] Vgl. Radkau, Joachim a.a.O., S. 189.

[96] Zu den Gründen hierfür vgl. ebd., 258 ff , 59 f.

[97] Vgl. rS. 149 ff.

[98] Vgl. Kankeleit, Egbert / Küppers, Christian: Atombomben aus Reaktorplutonium. Kurzgutachten, in: Traube, Klaus (Hrsg.): Der Atomskandal. Alkem, Nukem und die Konsequenzen, Reinbeck 1988, S. 103 - 126, S. 108 ff.

[99] Vgl. Traube, Klaus: Plutonium-Wirtschaft? Das Finanzdebakel von Brutreaktor und Wiederaufarbeitung, Reinbeck 1984, S. 16.

[100] Es wird nur ein Prozent der Brennelemente, das Plutonium, wiederverwertet und es entsteht sieben mal mehr Atommüll als bei der direkten Endlagerung, vgl. Rosenkranz, Gerd / Meichsner, Irene / Kriener, Manfred: Die neue Offensive der Atomwirtschaft. Treihauseffekt, Sicherheitsdiskussion, Markt im Osten, München 1992, S. 267 ff.

[101] Vgl. Radkau, Joachim a.a.O., S .186.

[102] Vgl. Mez, Lutz / Osnowski, Rainer a.a.O., S. 67.

[103] Vgl. Küntzle b), S. 183.

[104] Vgl. Radkau, Joachim a.a.O, S. 219 f.

[105] Vgl. Kollert, Roland / Donderer, Richard / Franke, Bernd (Hrsg.): Kalkar-Report. Der schnelle Brüter: Unwägbares Risiko mit militärischen Gefahren? Frankfurt a.M. 1983, S. 110 ff.

[106] Vgl. Radkau, Joachim a.a.O., S. 222.

[107] Vgl. ebd., S. 225 f.

[108] Vgl. zum Winkel, Detlef a.a.O., S 157.

[109] Vgl. ebd., S. 156; Traube , Klaus a.a.O., S. 55 ff;

[110] Vgl. BUND, MISEREOR (Hrsg.): Zukunftsfähiges Deutschland. Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung, Basel 1996, S. 293; Bossew, Peter/ Wenisch, Antonia: Der wahre Preis der Kernenergie, in: Biegert, Claus/Stolhofer, Elke (Hrsg.): Der Tod der aus der Erde kommt, Salzburg 1993, S. 46-51, S.49 ff.

[111] Daß Atomenergie dies nicht ist, dürfte als erwiesen gelten: Vgl. Jungk, Robert: Der Atomstaat, Vom Fortschritt in die Unmenschlichkeit, München 1977; Adler-Karlsson, Gunnar: Führt Atomenergie zur Diktatur? in: Mez, Lutz/ Wilke, Manfred (Hrsg.): Der Atomfilz. Gewerkschaften und Atomkraft, S. 55-61; Jacob, Bärbel: Castor Six-Pack 97. Wir machen den Weg frei... die Staatsgewalt. Eine Dokumentation über die Folgen von zivilen Ungehorsam,Göhrde 1997 (Video); Fechner, Carl-A.: Augestrahlt. ,,X-Tausentmal Quer" in Gorleben . Widerstand gegen den Castor, Immendingen 1997 (Video).

[112] Vgl. Gallagher, Carole: American Ground Zero. Der geheime Atomkrieg in den USA, Berlin 1995, S. 132 ff; Sternglass, J. Ernest: Radioaktive ,,Niedrig"- Strahlung. Strahlenschäden bei Kindern und Ungeborenen, Berlin 1979, S. 15 ff.

[113] Vgl. Scheer, Hermann: Sonnenstrategien. Politik ohne Alternative, München 1993, S. 60.

[114] Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH, Institut für angewandte Ökologie e.V., Öko-Institut e.V.: Qualitative und soweit möglich quantitative Abschätzung der kurz- und langfristigen Wirkungen eines Ausstiegs aus der Kernenergie (Kurzfassung), Berlin/Freiburg 1986, S. 1; Öko-Institut e.V.: Das Energiewende-Szenario 2020. Ausstieg aus der Atomenergie, Einstieg in Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung, Darmstadt/Freiburg/Berlin 1996, S. 13 ff; Klopfleisch, Reinhard: Vom örtlichen Versorgungskonzept zum Saarbrücker Zukunftskonzept Energie, in: Leonhardt, Willy/ Klopfleisch, Reinhard/ Jochum, Gerhard (Hrsg.): Kommunales Energie-Handbuch. Vom Saarbrücker Energiekonzept zu kommunalen Handlungsstrategien, 2. Auflage, Karlsruhe 1991, S. 15 -53, (S. 49 ff).

[115] Vgl. Hinz, Priska: Atomkraftwerke: Sicher abschalten, in: schrägstrich.Zeitschrift für bündnisgrüne Politik, H. 9, Bonn 1998, S. 12-14.

[116] Vgl. die Tageszeitung, 14. 09.1998.

32 von 32 Seiten

Details

Titel
Atomenergie und Atombombe. Zum Verhältnis von ziviler und militärischer Atomenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland
Hochschule
Freie Universität Berlin
Veranstaltung
Proseminar Einführung in die Energiepolitik-Analyse
Note
1,0
Autor
Jahr
1998
Seiten
32
Katalognummer
V97855
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Atomenergie, Atombombe, Verhältnis, Atomenergienutzung, Bundesrepublik, Deutschland, Proseminar, Einführung, Energiepolitik-Analyse
Arbeit zitieren
Marcus Bröskamp (Autor), 1998, Atomenergie und Atombombe. Zum Verhältnis von ziviler und militärischer Atomenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97855

Kommentare

  • Gast am 4.10.2001

    wenig hilfreich.

    Das Unterstellen der militärischen Nutzung kann vielleicht bis in die 70er begründet werden, im Kontext eines Autarkie-Strebens unter Adenauer. Danach ist die These an den Haaren herbeigezogen und wohl vom Autor politisch motiviert. Wenn lediglich stützende Punkte der Zeitgeschichte hervorgebracht werden, anderslautende aber verschwiegen werden, so ist das nicht sehr seriös.

  • Gast am 8.1.2002

    Atomenergie und Atombombe. Zum Verhältnis von ziviler und militärischer Atomenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland.

    Das grundlegende Problem wird in der Einleitung deutlich. Das Herangehen ist normativ, um nicht zu sagen tendenziös, die Ergebnisse daher falsch. Die Benotung ist ein Skandal, die unsere Wissenschaft weiter in Verruf bringt.

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