Römische Heer zur Zeit Caesars


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
3 Seiten

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Das römische Heer zur Zeit Caesars

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Bei einer Legion: 700 Treiber u. Pferdeknechte, 1200 Lasttiere, 300-400 Reiter

Insgesamt hatte Caesar im 6. Kriegsjahr ca. 10 Legionen.

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Gefechtsordnung der Legion

Häufigste Einsatzform war die dreifache Schlachtreihe, bei der 4 Kohorten im ersten, 3 im zweiten u. 3 im dritten Treffen zum Einsatz kamen. Dabei füllten die Kohorten der zweiten Reihe die Zwischenräume der ersten, die dritte Reihe verstärkte die Mitte u. die Flügel.

Je nach Feindlage konnte auf eine doppelte Schlachtreihe oder einfach Schlachtreihe umgestellt werden. Zwischen den Soldaten war ein Abstand von einem Meter. Die einzelnen Kohorten standen in einem Zwischenraum ihrer eigenen Breite zur nächsten. Bei einem Verhältnis von 4:3:3 ergibt also die dreifach Schlachtbreite einer 5000 Mann starken Legion eine Frontbreite von etwa 500-600 m, bei einer Tiefe von etwa 200 m.

Der Marsch

Das römische Heer marschierte im Legionsverband. Jeder Legion folgte der dazugehörende Troß. Das war eine Maultierkolonne die das große Gepäck beförderte. Zum Bsp. Verpflegung, Zelte, Reservewaffen, Geschütze, Offiziersgepäck. Die Sicherung des Marsches übernahm die Reiterei. Denn war mit Feindberührung zu rechnen, wurde der Troß zusammengefaßt und es ergab sich folgende Ordnung des Gefechtsmarsches (iter expeditum ):

Vorhut ( agmen primum ): Reiterei;

Gros ( agmen ): ca. drei Viertel der Legion und der gesamte Troß;

Nachhut ( agmen novissimum ): ca. ein Viertel der Legion.

Die Vorhut sicherte sich ihrerseits durch kleine Streiftrupps vor Überraschungen. Die kleinen Streiftrupps waren unabhängig vom Marschschema, sie bewegten sich oft 20 km und mehr vor der marschierenden Truppe.

Die tägliche Marschleistung betrug im Durchschnitt 20 bis 25 km und war natürlich abhängig vom Gelände, Klima und Wetter. Die Gesamtbelastung des einzelnen Soldaten betrug einschließlich der Waffen etwa 30 Kg. Die eigentliche Traglast, die u. a. aus Koch- und Trinkgeschirr und 2Kg Zwieback (als Eiserne Ration ) bestand, wurde zu Einzellpaketen gebündelt und an einer langen Stange über der Schulter getragen.

Das Lager

Seine Überlegenheit verdankte das römische Heer nicht seinen technischen Errungenschaften, sondern seiner Disziplin. Ausdruck der Disziplin ist der Lagerbau.

Die Römer waren die einzigen, die ein geschütztes Lager kannten. Es bot Schutz bei nacht und Rückzugsmöglichkeiten für das geschlagene Heer. Zur Aufrechterhaltung der Disziplin wurde sogar das Dezimieren eingesetzt. Brach im Heer eine Meuterei aus, so bestimmte der Oberbefehlshaber durch Los jeden 10. Mann der meuternden Gruppe zur Hinrichtung. Für die übrigen Aufwiegler waren schlechtere Rationen die Strafe. Häufig wurden die zum Tode verurteilten, um die Schande zu vergrößern, nicht mit dem Beil sondern mit Knüppeln getötet.

Allen römischen Lagern liegt das gleiche Schema zugrunde: ein Rechteck mit zwei sich kreuzenden Geraden. Das Rechteck wurde von Wall und Graben gebildet. Die Geraden waren die beiden Hauptstraßen, die von vorn nach hinten und von rechts nach links verliefen und in die 4 Lagertore mündeten. ( Die Ausdrücke „vorn“ und „hinten“, „rechts“ und „links“ sind auf die Feindrichtung bezogen.

Das größte Lager das je gefunden wurde (ausgegraben), war das Lager an der Axona. Es war über 40 ha groß. Das kleinste, nur für eine Legion ausreichende Lager hatte eine Fläche von 5-6 ha, das ergibt eine Länge von 1200 bis 1300 m für Wall und Graben.

Die Feldzeichen

Das Feldzeichen der gesamten Legion war die silberne „aquila“. Das war ein Adler mit ausgebreiteten, zum Aufflug erhobenen Flügeln. Er war befestigt auf einer Silber beschlagenen Stange mit spitzen Metallschuh. Ihn trug in der 1. Kohorte der „aquilifer“, dessen Tapferkeit von entscheidender Bedeutung sein konnte. Der Verlust des Adlers galt als Schande für die Legion und zog für den etwaigen Schuldigen schwerste Bestrafungen nach sich. Im Lager wurde die „aquila“ im Heiligtum des Praetoriums aufbewahrt.

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Details

Titel
Römische Heer zur Zeit Caesars
Autor
Jahr
2000
Seiten
3
Katalognummer
V97870
Dateigröße
323 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Römische, Heer, Zeit, Caesars
Arbeit zitieren
Jochen Krebs (Autor), 2000, Römische Heer zur Zeit Caesars, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97870

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