Buddhas Lehre und die Geschichte des Buddhismus


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

6 Seiten, Note: 1


Leseprobe


Christina Köhler

DER BUDDHISMUS

1. Buddhas Leben

- geboren 563 v. Chr. als Sohn des Herrschers von Kapilavastu südlich des Himalaya Gebirges
- wurde Siddhartha(,,Der sein Ziel erreicht hat") Gautama genannt
- Weissagung nach der Geburt: Er würde ein König und Weltbeherrscher werden, wenn er im Hause verbliebe, wenn er es aber verließe, so würde er ein Erleuchteter werden.
- wuchs umgeben von Prunk und Luxus im Palast auf
- verließ mit 29 Jahren den Palast, seine Frau und den gerade geborenen Sohn, nachdem er vier Ausfahrten gemacht hatte, bei denen ihm das Leid in Gestalt eines Greises, eines Kranken und eines Leichnams begegneten; schließlich traf er jedoch einen Mönch, der über das Leid erhaben zu sein schien und den sich der Prinz nun zum Vorbild machte
- lebte in strenger Askese in Uruvela und geriet dabei an die Grenzen seines körperlichen Leidens, die ihm immer noch nicht zur Erleuchtung verhalfen
- verwarf nach sieben Jahren den Weg der Askese und ging den Mittelweg zwischen Maßlosigkeit und Selbstverleugnung
- erlange während der Meditation unter einem Feigenbaum die Erleuchtung
- erschloss dieVier edlen Wahrheiten:

1. Leben ist Leiden, das auch durch den Tod nicht beendet wird, da eine Wiedergeburt stattfindet.
2. Die Ursache alles Leidens liegt in der Unwissenheit, der Begierde und dem Neid.
3. Das Leiden kann beendet werden durch die Überwindung des Unverständnisses, der Begierde und des Gebundenseins.
4. Der Weg zur Überwindung des Leidens ist deredle achtfache Pfad: rechte Anschauung, rechtes Wollen, rechtes Reden, rechtes Tun, rechtes Leben, rechtes Streben, rechtes Denken und rechtes Sichversenken.

_ Moral, Weisheit und Samadhi oder: Meditation

- führte fortan ein Leben als wandernder Prediger, Lehrer und Helfer der Menschen
- starb 483 v. Chr. im Alter von 80 Jahren

2. Buddhas Lehre

Anatman

- Person als Einheit von fünf Aneignungsgrupppen oder ,,Bündeln" (Skandhas): der physische Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und Bewusstsein
- Person ist nur zeitweilige Kombination dieser, einem ständigen Wandel unterliegenden Gruppen
_ ständige Wandlung einer Person
- Einzelne Elemente oder Kombinationen sind nicht als eigenständig existierendes Selbst oder Seele anzusehen

=>keine ewige Einzelseele

- Dasein geprägt durchAnatman(keine Seele),Anitya(Unbeständigkeit) undDukkha (Leiden)
- Glaube an Wiedergeburt ohne Seelenwanderung

Karma

- umfasst die Taten einer Person und deren ethische Folgen
- gute Taten werden belohnt, schlechte bestraft
- unterschiedliche Karmas können zur Wiedergeburt als Mensch, Tier, hungriger Geist, Bewohner der Hölle oder sogar als einer der Hindugötter führen
- Götter unterliegen wie alle Wesen dem Tod und der Wiedergeburt, womöglich in eine niedere Daseinsform, führen allerdings ein langes genussreiches Leben
- Sie haben keinerlei Macht über das menschliche Schicksal und sind nicht die Schöpfer des Universums
- Möglichkeit der Erleuchtung ist nur den Menschen gegeben

Nirvana

- Endziel des buddhistischen Weges: Befreiung aus dem Kreis der immer wiederkehrenden Welt der Erscheinungen und den damit verbundenen Leiden
- Zustand der Erleuchtung in dem Gier, Hass und Unwissenheit erlöschen
- Nicht zu definierender Bewusstseinszustand
- Wesen kann nach der Erleuchtung weiterleben und erreicht mit dem Tod den Endzustands des vollkommenen Nirvanas (Parinirvana)
- Wege zum Nirvana:

Paläste des Brahma:Güte, Mitleid, mitfühlende Freude und Gleichmut

Fünf Gebote:Verbot zu töten, zu stehlen, Vermeidung von Lüge, Enthaltung von unkeuschem Wandel sowie vom Genuss von Rauschmitteln

=>die drei Hauptwurzeln des Bösen - Gier, Hass und Verblendung - werden überwunden

3. Spaltung des Buddhismus

- Theravada-Buddhismus,die Lehre der Alten; (Hinaya-Buddhismus) auch ,,kleines Fahrzeug" genannt

-Orthodoxe Richtung, die besonders auf Ceylon und in Hinterindien verbreitet ist

- Mahayana-Buddhismus, das ,,große Fahrzeug"

- Spätform, die besonders in den Himalayaländern und in China verbreitet ist
- Anhänger glauben an die dreifache Körperlichkeit (Trikaya):Körperlichkeit der Essenz, Körperlichkeit der gemeinschaftlichen Glückseligkeit und die Körperlichkeit der Umwandlung

_ Abspaltung:Zen-Buddhismus, strenge Meditationsschule, entstanden im 6.Jhdt., breitete sich im 13. Jhdt. in Japan aus

Weitere neue Glaubensrichtungen:

-Nitschiren-Buddhismus

-Amidismus oder Sekte ,,Reines Land"

- Tantrismus, auchVajrajana,,diamantenes Fahrzeug" genannt;Entstanden im 7. Jhdt. Als Ableitung des Mahayana; stützt sich auf Zeremonien mit Meditation und Mandalas; vorherrschend im Tibet

4. Buddhistische Literatur

- Buddha selbst hinterließ keine Schriften
- Mündliche Überlieferung über mehrere Jahrhunderte hinweg
- Erste schriftliche Fixierung im 1. Jhdt.
- Kein vollständiger Kanon in Sanskrit erhalten
- Therevadischer Kanon in Pali vollständig erhalten:Tripitakaoder ,,Dreikorb":
- Sutra Pitaka(Sammlung von Gesprächen)
- Vinaya Pitaka(Kodex, der die Ordensregeln festlegt)
- Abhidharma Pitaka(philosophische und Lehrgespräche sowie Klassifizierungen)
- Nichtkanonische Texte mit beträchtlichem Einfluss sindMilindaphana(Fragen des Königs Milinda) undVisuddhimagga(Weg der Säuberung)
- Wichtige Mahayana Schriften:
- Saddharmapundarika Sutra(Lotos des guten Gesetzes Sutra, bekannt als Lotos Sutra)
- Vimarlakirti Sutra
- Avartamsaka Sutra(Garland Sutra)
- Lankavatara Sutra(ein Buddhas Abstieg nach Sri Lanka beschreibendes Sutra)
- Prajnaparamita(Perfektion der Weisheit)

5. Institutionen und Praktiken

Klosterleben

- frömmste Anhänger Buddhas sind seit den Anfängen in der Ordensgemeinschaft der

Sanghaorganisiert

- erkennbar an den geschorenen Köpfen und der Robe aus ungenähtem, orangefarbenem Tuch
- traditionelle Aufgaben: Veranstaltung von Begräbnissen und Gedenkfeiern zu Ehren der Toten (Rezitieren von Schriften, sowie Übertragung der Dienste zugunsten des Verstorbenen)

Laienbekenner

- Laienbewegung ist individueller Natur und nicht so sehr ab eine Gemeinde gebunden
- Gleiches Glaubensbekenntnis, wie die Sangha: ,,Ich suche Zuflucht in Buddha. Ich suche Zuflucht im Dharma. Ich suche Zuflucht im Sangha ."

6. Buddhismus heute

- Weltweit ca.300 Mio. Buddhisten
- Vorherrschend im asiatischen Raum
- In Deutschland ca.40 000 praktizierende Buddhisten

Bildnis

Buddhas in Nepal Dalai Lama

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Junge Mönche

Anhang/ Erläuterungen:

- Sanskrit:Sprache der klassischen Literarur der arischen (edlen) Inder
- Pali: mittelindische Sprache; eine Art volkstümlicher Dialekt, der sich aus dem Sanskrit entwickelt hat
- Sutra (=Leitfaden): kurze Lehrsätze und Sprüche der altindischen Literatur

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Buddhas Lehre und die Geschichte des Buddhismus
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
6
Katalognummer
V97885
ISBN (eBook)
9783638963367
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Buddhismus
Arbeit zitieren
Christina Köhler (Autor:in), 2000, Buddhas Lehre und die Geschichte des Buddhismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97885

Kommentare

  • Gast am 15.7.2003

    buddhismus.

    schön

  • Gast am 21.9.2002

    buddhismus.

    absolout super

  • Gast am 20.7.2002

    Buddhismus (Autorin: Christina Köhler).

    Im Rahmen der gegebenen Kürze gute Darstellung der Lehre Buddhas.
    Unzureichend ist die Karma-Interpreation: Karma ist weder Belohung noch Strafe für die im Leben gewirkten Taten. Karma vergilt nicht, sondern misst zu. Karma ist keine Sanktion, sondern das Resultat unseres eigenen Tun und Lassens. Nicht mehr und nicht weniger.
    Irreführend ist es, von einer "Spaltung" des Buddhismus in die zwei Hauptströme Hinayana und Mahayana zu sprechen. Das Mahayana ist das Ergebnis einer philosophischen Ausformulierung und Fortentwicklung der Lehre und nicht aus einem Streit hervorgegangen.
    Die Verbreitung des Buddhismus ist mit etwa 500-600 Mio. Anhängern zu veranschlagen; die Zahl von 300 Mio. beruft sich auf Schätzungen, die schon vor 50 Jahren im Umlauf waren.

    Sarva mangalam
    Francesco Ficicchia
    http://www.navayana.ch

  • Gast am 28.4.2002

    Bdddhismus.

    naja, zu aufzählend!!!

  • Gast am 26.2.2002

    Einfach FALSCH !.

    Die 4 edlen Wahrheiten sind falsch erläutert.

    Die 4 edlen Wahrheiten besagen vielmehr: Das Leben ist leidvoll, und Schuld daran ist unser anhaften (Sabbe dhamma nalam abhinivesaya). Wir haften den Dingen an, indem wir sie begehren (Gier), sie hassen (Ablehnung, Widerstand) und ihre wahre Natur nicht erkennen (Verblendung). Das Beenden dieses Kreislaufes ist möglich durch Nicht-anhaften. Die Praxis dazu ist der achtfache Pfad, der sich auf die Prinzipen des Gutes-Tun und Schlechtes-nicht-tun gründet (sabbe papassa akaranam, kusalassupasam pada).

    Buddhas Lehre befasst sich nicht mit Wiedergeburt: "Mit dem höchsten Verständnis weiss man, dass, weil niemand geboren wurde, es auch niemanden gibt, der stirbt und wiedergeboren wird. Deshalb ist die ganze frage nach der Wiedergeburt ziemlich dumm und hat mit Buddhismus überhaupt nichts zu tun." (Zitat aus "Kernholz des Bodhibaums", Autor Ajhan Buddhadasa. Das Buch wurde von der UNESCO als herausragendes Buch anerkannt. Es kann kostenlos downgeloaded werden!). Karma bezieht sich auf die Wiedergeburt, und hat damit ebenfalls Nichts mit Buddhismus zu tun.

    Begriffsdefinition zu Dukkha ist falsch. Dukkha beinhaltet die Herzenstrübungen (Kilesa) ebenso wie Freude und Glück. Dukkha ist jedes bedingte Gefühl, das durch Anhaften (durch ein "Ich" oder "Mein") entsteht.

    Begriffsdefinition zu Nirvana ist falsch. Der ursrpüngliche Begriff lautete Nibànà: Leerheit (im Sinne von Leer von "Ich" oder "Mein".)

    = Leider sehr oberflächlich :-(

  • Gast am 7.6.2001

    Thanx.

    echt gut, danke! Hat mir echt geholfen.

  • Gast am 5.4.2001

    h.

    was ist mit der Tranzendenz?

  • Gast am 8.3.2001

    Manches unklar, aber dennoch....

    Als Buddhist habe ich die Arbeit mit besonderem Interesse gelesen. Auch wenn einige Unklarheiten und Ungenauigkeiten enthalten sind (die aber u.U. nur für Buddhisten interessant sind), ist es eine gute Grundlage für weitere Informationen und Gespräche.

    MfG

    Upasaka

  • Gast am 12.1.2001

    hm...nicht schllecht!.

    Dein Referat finde ich äußerst interessant und umfangreich.
    Jedoch habe ic nicht das gefunden , nach dem ich suche.
    Wäre schön gewesen , wenn dabei gestanden hätte, wie die Buddhisten Zu Jesus stehen, wer Jesus für sie ist...ob nur ein Prophet oder Gott selbst.....

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Titel: Buddhas Lehre und die Geschichte des Buddhismus



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