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Alleinerziehende Mütter in Deutschland. Eine Ungleichheitsdimension ohne Perspektive auf Chancengleichheit?

Titel: Alleinerziehende Mütter in Deutschland. Eine Ungleichheitsdimension ohne Perspektive auf Chancengleichheit?

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Ramona Kollmair (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein-Elternfamilien sind ein weitverbreitetes Phänomen und somit in unserer pluralisierten Gesellschaft heutzutage nichts Neues mehr. Aufgrund dessen wird häufig diskutiert, ob Alleinerziehende zu einer gefährdeten Personengruppe gehören wie „der Tagesspiegel“ berichtet. In Deutschland lebt ca. jedes fünfte Kind, das sind 2,4 Millionen insgesamt, nur mit einem Elternteil zusammen. Davon leben neun von zehn Kindern mit der Mutter, statt dem Vater in einem Haushalt. Die Zahl der Ein-Elternfamilien ist in den letzten zwanzig Jahren um 300.000 gestiegen. Wirft man nun einen Blick auf die Sichtweise der Bevölkerung, so scheint hier die Akzeptanz für Familienkonstellationen unterschiedlichster Formen, wie auch die der Einelternfamilien zu wachsen. Allerdings gibt es immer wieder Diskussionen und Kritik an Familienformen, die vom klassischen Leitbild abweichen. Wenn man nun die Entwicklung dieser Lebensform betrachtet, zeichnet sich ein wachsender Trend ab. Das heißt, auch in Zukunft wird es vermutlich mehr Alleinerziehende in Deutschland geben. Diese Zahlen und Fakten machen deutlich, dass es sich bei dieser Lebensform um eine Familienkonstellation handelt, die mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist.

Nicht selten werden Ein-Elternfamilien mit Problemen wie ,,diversen sozialen und psychischen Belastungen [in Verbindung gebracht]“. Dazu zählen unter anderem ökonomische, berufliche, partnerschaftliche, wohnungsbedingte und Betreuungsschwierigkeiten. Um diese Herausforderung meistern zu können „erfordert [es] ein hohes Maß an Disziplin, Kraft und Energie“. Schnell wird deutlich, dass Alleinerziehende mit der Organisation des Alltags schneller überfordert sind als Familien, in denen beide Elternteile zu gleichen Anteilen für die Erziehung des Kindes/ der Kinder verantwortlich sind. Daher kann es z.B. für sie schwieriger sein, auf die Hilfesignale des Kindes einzugehen. Es stellt sich die Frage ob trotz des großen Unterstützungssystem für die moderne Familienform eine soziale Ungleichheit zwischen Alleinerziehenden und traditionellen Familienformen besteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Ungleichheitsdimensionen

2.1 Erwerbstätigkeit

2.2 Finanzielle Situation

2.3 Partnerschaften

2.4 Soziale Kontakte

2.5 Gesundheit

3.0 Unterstützungsangebote für Alleinerziehende Mütter

3.1 Finanzielle Unterstützung

3.2 Soziale Unterstützung

3.3 Kinderbetreuung

3.4 Beratung

4.0 Fazit

5.0 Begriffserklärung

5.1 Alleinerziehend

5.2 Ungleichheitsdimension

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Lebensrealität alleinerziehender Mütter in Deutschland unter dem Aspekt der sozialen Ungleichheit. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit diese Familienform mit spezifischen Benachteiligungen in verschiedenen Lebensbereichen konfrontiert ist und welche Rolle staatliche sowie informelle Unterstützungssysteme dabei spielen.

  • Analyse der Erwerbssituation und finanziellen Risikolagen alleinerziehender Mütter.
  • Untersuchung von sozialen Netzwerken und deren Bedeutung für die Alltagsbewältigung.
  • Evaluation der Verfügbarkeit und Wirksamkeit von Kinderbetreuungs- und Beratungsangeboten.
  • Diskussion von Stigmatisierungsprozessen und gesundheitlichen Belastungsfaktoren.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erwerbstätigkeit

Ein Arbeitsplatz stellt weitaus mehr dar als eine reine Existenzsicherung. Eine Erwerbstätigkeit trägt außerdem dazu bei, sich persönlich entfalten zu können, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und das Selbstbewusstsein zu stärken (vgl. Weikert 1998, S. 90). Eine berufliche Tätigkeit ist „besonders für Frauen wichtig und sollte während der Erziehung [...] eines Kindes […] nicht aufgegeben, höchstens unterbrochen werden“ (Hoheisl 2014, S. 63).

Erwerbslosigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil von sozialer Ungleichheit. Überwiegend Mütter brechen ihre Karrieren für die Erziehung der Kinder/ des Kindes ab, wodurch große Lücken in der Berufserfahrung entstehen (vgl. Nestmann & Stiehler 1998, S. 49). Nach Schneider kommt es hierbei auch oft zum Abbruch einer Berufsausbildung, womit vielen Frauen das Fundament für einen späteren Wiedereinstieg in den Beruf fehlt (vgl. Schneider 2001, S.108). Ähnlich verhält es sich mit Schulabschlüssen und einem Studium. Auch Frauen, die eine höhere Qualifikation haben, „orientieren sich in ihrer Arbeitssuche häufig auf nicht gut bezahlte Tätigkeiten, da diese meist Anforderungen stellen, die kaum mit der Familienarbeit in Einklang zu bringen sind“ (Nestmann & Stiehler 1998, S. 49). Zudem werden Frauen, die alleinerziehend sind aufgrund der hohen Belastung kaum in anspruchsvollen Berufen von Arbeitgebern eingestellt (vgl. Nestmann & Stiehler 1998, S. 49).

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen der Ein-Elternfamilien ein und skizziert die soziale Relevanz sowie die Fragestellung nach der sozialen Ungleichheit dieser Lebensform.

2.0 Ungleichheitsdimensionen: Hier werden zentrale Lebensbereiche wie Arbeit, Finanzen, Partnerschaft und Gesundheit analysiert, um die spezifischen Benachteiligungen alleinerziehender Mütter darzustellen.

3.0 Unterstützungsangebote für Alleinerziehende Mütter: Dieses Kapitel bewertet staatliche Transferleistungen, informelle soziale Netzwerke, Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Beratungsangebote hinsichtlich ihrer Entlastungswirkung.

4.0 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und verdeutlichen, dass Alleinerziehende aufgrund systemischer Hürden eine soziale Ungleichheit erfahren, die den Ausbau spezifischer Unterstützungsstrukturen erfordert.

5.0 Begriffserklärung: In diesem Abschnitt werden die zentralen Begriffe „Alleinerziehend“ und „Ungleichheitsdimension“ wissenschaftlich definiert.

Schlüsselwörter

Alleinerziehende Mütter, soziale Ungleichheit, Ein-Elternfamilien, Erwerbstätigkeit, Armutsrisiko, Kinderbetreuung, soziale Unterstützung, Beratungsangebote, Mehrfachbelastung, Chancengleichheit, Familienform, Sozialleistungen, soziale Isolation, Lebenszufriedenheit, Vereinbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation alleinerziehender Mütter in Deutschland und untersucht, ob diese Gruppe aufgrund ihrer spezifischen Lebensumstände soziale Ungleichheit erfährt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erwerbstätigkeit, der finanziellen Situation, den Auswirkungen auf soziale Kontakte und die Gesundheit sowie der Analyse vorhandener Unterstützungsangebote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Herausforderungen und Benachteiligungen von Alleinerziehenden aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit das aktuelle Unterstützungssystem der Komplexität dieser Lebensform gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse bestehender Fachliteratur und Studien zum Thema Alleinerziehen und soziale Ungleichheit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Ungleichheitsdimensionen (Arbeit, Finanzen, Partnerschaft, Kontakte, Gesundheit) sowie eine kritische Betrachtung der Hilfssysteme (Geldleistungen, Netzwerke, Betreuung, Beratung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind soziale Ungleichheit, Mehrfachbelastung, Armutsrisiko, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Rolle von staatlicher und informeller Unterstützung.

Welche Rolle spielt die Kinderbetreuung für Alleinerziehende laut der Arbeit?

Die Arbeit stellt fest, dass die Kinderbetreuung für die Erwerbstätigkeit absolut elementar ist, jedoch in der Praxis häufig an unzureichenden Angeboten scheitert, was die Armutsgefährdung verschärft.

Wie bewerten Alleinerziehende laut der Arbeit die Beratung durch das Jugendamt?

Die Arbeit führt an, dass viele Mütter negative Erfahrungen mit dem Jugendamt berichten, da sie sich teilweise diskriminiert, kontrolliert oder durch mangelnde Fachkenntnis der Sachbearbeiter schlecht informiert fühlten.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alleinerziehende Mütter in Deutschland. Eine Ungleichheitsdimension ohne Perspektive auf Chancengleichheit?
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Note
1.3
Autor
Ramona Kollmair (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V978902
ISBN (eBook)
9783346330840
ISBN (Buch)
9783346330857
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alleinerziehende mütter deutschland eine ungleichheitsdimension perspektive chancengleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramona Kollmair (Autor:in), 2018, Alleinerziehende Mütter in Deutschland. Eine Ungleichheitsdimension ohne Perspektive auf Chancengleichheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978902
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Leseprobe aus  14  Seiten
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