"Product Placement versteht sich als die kreative Einbindung eines Markenartikels im Sinne der notwendigen Requisite in eine Spielfilmunterhaltung. Das Produkt wird dabei im Gebrauchs- oder Verbrauchsumfeld von bekannten Schauspielern -in der Regel von Hauptdarstellern- gezeigt, wobei die Marke für den Filmbetrachter deutlich erkennbar ist."
Product Placement versucht sowohl das Image von Markenartikeln günstig zu beeinflussen und Motivationsimpulse für den Kauf zu geben. Man kann sich hier verschiedener Imageträger bedienen:
· Personen oder Personengruppen
(z.B. James Bond)
· Im Film dargestellte Berufe und Lebensweisen
(z.B. Ärzte, Anwälte, Polizisten usw.)
· Szenarien in denen der Film spielt
(z.B. ein konkreter Ort, Land usw.)
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Definition
2. Geschichtliche Entwicklung
3. Varianten des Placements
3.1. On Set Placement
3.2. Creative Placement
3.3. Verbal Placement
3.4. Image Placement
3.5. Location Placement
3.6. Generic Placement
3.7. Idea Placement
3.8. Innovation Placement
3.9. Corporate Placement
3.10. Location/Country Placement
4. Vermittlung von Product Placement
4.1 Transportkoordinatoren
4.2 Agenturen mit einem Warenlager
4.3 Product Placement-Agenten
4.4 Lizenzagenturen
4.5 Product Placement - Abteilungen von Werbeagenturen
4.6 Product Placement - Abteilungen der Filmproduktion
5. Vor- und Nachteile des Product Placements
6. Rechtliche Seite des Product Placements
7. Die Wirkung des Product Placements
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Product Placements als kreative und ökonomische Strategie in der Film- und Medienproduktion. Ziel ist es, die historische Entwicklung, die verschiedenen Erscheinungsformen sowie die rechtlichen und wirkungsbezogenen Aspekte dieser Werbeform aufzuzeigen.
- Grundlegende Begriffsbestimmung und historische Einordnung des Product Placements.
- Differenzierung der vielfältigen Varianten und Vermittlungsformen der Produktplatzierung.
- Analyse der Chancen und Risiken für Marken und Filmproduzenten.
- Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Wirksamkeit in der Praxis anhand prominenter Fallbeispiele.
Auszug aus dem Buch
3. Varianten des Placements
3.1 On Set Placement: Ist die gängigste Form des Product Placements. Hierbei sind Requisiten, die beim Dreh verwendet werden, mit ihrem Markenzeichen zu erkennen z.B. Autos, Lebensmittel oder Kosmetika.(5) Die Marke wird lediglich kurze Zeit ins Bild gerückt, ohne näher in die Handlung involviert zu werden.
3.2 Creative Placement: Bei dieser Variante ist das Produkt kreativ in die Handlung integriert und wird deutlich vom entsprechenden Schauspieler ge- bzw. verbraucht. Das Produkt erhält hier sozusagen eine Haupt- oder Nebenrolle im Drehbuch. Das Creative Placement scheitert oft an den Darstellern. Eddy Murphy z.B. sollte einmal dazu überredet werden in einer Szene zu rauchen, da er aber Nichtraucher ist, lehnte er dies strikt ab und so war dieses Thema erledigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition: Das Kapitel definiert Product Placement als die kreative Einbindung von Markenartikeln in Spielfilme zur Imagebeeinflussung und Verkaufsförderung.
2. Geschichtliche Entwicklung: Hier wird der Ursprung des Product Placements in den USA beleuchtet und der Wandel von einem reinen Requisitenservice zur professionellen Finanzierungsquelle für Filmproduktionen beschrieben.
3. Varianten des Placements: Dieses Kapitel klassifiziert die verschiedenen Methoden der Platzierung, von der bloßen visuellen Darstellung (On Set) bis zur Integration in die Handlung (Creative Placement) oder der expliziten Nennung (Verbal Placement).
4. Vermittlung von Product Placement: Der Abschnitt erläutert die verschiedenen Akteure und Agenturtypen, die als Schnittstelle zwischen Markenherstellern und Filmproduktionen agieren.
5. Vor- und Nachteile des Product Placements: Hier werden die Chancen, wie die emotionale Einbettung, den Risiken, wie einer möglichen Überladung oder einer negativen Assoziation des Produkts, gegenübergestellt.
6. Rechtliche Seite des Product Placements: Dieser Teil analysiert die juristische Entwicklung in Deutschland anhand von BGH-Urteilen und die regulatorischen Änderungen für das Fernsehen.
7. Die Wirkung des Product Placements: Abschließend werden erfolgreiche Praxisfälle untersucht, die den positiven Einfluss von Produktplatzierungen auf den Abverkauf und die Markenbekanntheit belegen.
Schlüsselwörter
Product Placement, Markenartikel, Filmproduktion, Werbestrategie, Creative Placement, Sponsoring, Filmfinanzierung, Markenmanagement, Vermittlung, Rechtslage, BGH, Markenbekanntheit, Konsumentenpsychologie, Requisiten, Medienmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Instrument des Product Placements, seiner Definition, Geschichte und seiner Rolle als Finanzierungs- sowie Marketinginstrument in der Film- und Medienbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die verschiedenen Platzierungsvarianten, die Vermittlung durch Agenturen, die Vor- und Nachteile dieser Werbeform sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die nachweisbare Wirkung auf den Konsumenten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über das Product Placement zu geben und aufzuzeigen, wie Marken durch die Integration in audiovisuelle Medien ihre Zielgruppen effektiv erreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung, die auf vorhandener Fachliteratur und Fallbeispielen basiert, um die Praxis des Product Placements zu erläutern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der verschiedenen Platzierungsarten, die Erläuterung der Vermittlungsprozesse zwischen Marken und Filmstudios sowie die rechtliche und wirkungsorientierte Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Product Placement, Markenartikel, Filmproduktion, Werbestrategie und Markenmanagement charakterisieren.
Welche Rolle spielten die BGH-Urteile für die Entwicklung des Product Placements in Deutschland?
Die BGH-Urteile waren entscheidend, da sie den rechtlichen Rahmen von einem anfänglichen Verbot (außer auf reiner Ausstattungsbasis) hin zu einer liberaleren Praxis in Kinofilmen verschoben haben.
Welchen Einfluss hat die "Supermarktmethode" nach Walter E. Kline auf die moderne Vermittlung?
Diese Methode, bei der Requisiten zentral in Warenlagern vorgehalten werden, bildete das historische Fundament für moderne computergestützte Vermittlungs- und Buchungssysteme in der Filmindustrie.
- Quote paper
- Christiane Rode (Author), 2002, Product Placement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9790