Die vorliegende Arbeit zeigt anhand einer retrospektiven Fall-Analyse die Kunst der Konflikt-Diagnose im Kontext supervisorischen Handelns auf: Nach einer Team-Erweiterung gerät ein Team in unlösbare Konflikte und beauftragt einen Supervisor mit dem Ziel der Kommunikationsoptimierung, sodass letzthin alle Team-Mitglieder dem Team erhalten bleiben können.
Neben der Fall-Darstellung und dem Gewinn diagnostisch relevanten Materials wird aufgezeigt, dass eine Konflikt-Diagnose vor einem multi-theoretischen Hintergrund vorgenommen werden muss. Im konkreten Fall betrifft dies
- Kontextfaktoren, die den Prozess der supervisorischen Reflexion des Konfliktes qualitativ beeinflussen;
- die zu identifizierende Konflikt-Phase, wie sie Friedrich Glasl in seinem Eskalationsmodell erarbeitet hat;
- informelle Beziehungen in der Figuration sowie die strategischen Einzelpositionen, die die Konflikt-Gründe und -Gegenstände zum Vorschein bringen;
- eine systemische Organisationsanalyse, die Aufschluss über dysfunktionale Kommunikationsstrukturen und Funktionsbeschreibungen gibt.
In einem abschließenden Kapitel wird durch die Analyse eine Vorstellung davon aufgebaut, wie sich das Konflikt-Management weiterführend gestaltet bzw. welche Soll-Gestalt als Zielgröße des Konfliktmanagements sich durch die Diagnose reflexiv erarbeiten lässt.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Abbildungsverzeichnis
Namensverzeichnis
1 Konflikte: ubiquitäre sozial Phänomene
1.1 Team-Konflikte und Supervision
2 Der Fall Team Logo
2.1 Das Hilfe-Gesuch von Frau ÖE
3 Konflikt-Diagnose
3.1 Kontextfaktoren: doppelter Zeitdruck und eine entschiedene Leitung
3.2 Konflikt-Phase nach Glasl
3.3 Organisationsanalyse systemisch
3.3.1 System als Gestalt
4 Lösung: Entwicklung einer systemischen Soll-Gestalt
Literaturliste
Anhang
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern dieser Fall-Analyse zum Konfliktmanagement?
Die Arbeit untersucht eine retrospektive Fall-Analyse eines Teams, das nach einer Erweiterung in unlösbare Konflikte geriet, und zeigt die Diagnose durch einen Supervisor auf.
Welches Modell wird zur Bestimmung der Konflikt-Phase genutzt?
Es wird das Eskalationsmodell nach Friedrich Glasl verwendet, um die aktuelle Phase des Konflikts präzise zu identifizieren.
Welche Rolle spielt die systemische Organisationsanalyse?
Die systemische Analyse gibt Aufschluss über dysfunktionale Kommunikationsstrukturen und Funktionsbeschreibungen innerhalb der Organisation des Teams.
Was ist das Ziel der hier beschriebenen Konflikt-Diagnose?
Das Ziel ist die Erarbeitung einer „Soll-Gestalt“ als Zielgröße des Konfliktmanagements, um die Kommunikationsstrukturen nachhaltig zu optimieren.
Welche Kontextfaktoren werden berücksichtigt?
Berücksichtigt werden Faktoren wie doppelter Zeitdruck, die Rolle der Leitung sowie informelle Beziehungen und strategische Einzelpositionen im Team.
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- Sascha Kaletka (Author), 2020, Konfliktmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979361