Hochbegabung. Modellklassen in Bayern

Am Beispiel eines Gymnasiums


Hausarbeit, 2018

19 Seiten, Note: 0,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Informationen und empirische Befunde über Hochbegabung

3. Fördermaßnahmen

4. Modelklassen
4.1 Allgemeine Informationen
4.2 Pulsstudie
4.2.1 Vorgehensweiße und Ergebnisse Puls I
4.2.2 Vorgehensweiße und Ergebnisse Puls II
4.2.3 Kritik und Schlussfolgerungen
4.3 XYgymnasium
4.3.1 Vorstellung des Konzepts
4.3.2.Studie

5. Fazit

1. Einleitung

Die meisten Menschen können mit dem Begriff Hochbegabung nur wenig anfangen und/oder verbinden damit häufig ein falsches Bild von Personen, die verrückte Genies sein müssen wie Albert Einstein oder uns die Serie The Big Bang Theorie mit Shelton vormachen möchte. Dies ist in der Realität nicht der Fall. Hochbegabte Kinder unterscheiden sich von den Wesensmerkmalen nicht von Kindern mit einer durchschnittlichen Intelligenz und haben auch nachweislich im Durchschnitt keine sozialen Schwierigkeiten. Im Gegenteil sie sind sogar sozialanpassungsfähiger. Sie können durch eine individuelle angepasste Förderung hohe Leistungen erzielen. Es existieren dabei unterschiedliche Maßnahmen und Methoden, eine davon sind Modelklassen für begabte SuS (steht hier für die Abkürzung Schüler und Schülerinnen) in Bayern und Baden-Württemberg. Die in dieser Arbeit näher vorgestellt werden. Ich beziehe mich dabei explizit auf das XYgymnasium, welches seit dem Schuljahr 2001/2002 eine Klasse für Begabte eingerichtet hat. Es wird in diesem Zusammenhang von Begabten gesprochen, da nicht alle SuS der Definition von Hochbegabung entsprechen. Über das Gymnasium wurde aufgrund der Modelklassen schon vor acht Jahren viel und hitzig diskutiert. Dies hat mein Interesse geweckt, mich kritisch näher mit dem Model der Begabtenklassen und der Umsetzung an der Schule auseinanderzusetzen.

Die Arbeit ist folgendermaßen gegliedert. Zunächst wird der Begriff Hochbegabung definiert, und auf empirische Befunde eingegangen. Danach wird ein Überblick über die verschiedenen Fördermaßnahmen gegeben, um ihn Anschluss näher auf das System der Modelklasse einzugehen. Dabei wird die Pulsstudie I und II kritisch betrachtet und anhand des XYgymnasium das Modell in der Umsetzung beschrieben. Die Aussagen besitzen keine Allgemeingültigkeit und zeigen lediglich mögliche Tendenzen auf.

Zum Abschluss der Arbeit werde ich ein Gesamtfazit über das Konzept der Modellklassen ziehen.

2. Allgemeine Informationen und empirische Befunde über Hochbegabung

In diesem Abschnitt wird zunächst auf die Definition des Begriffes Hochbegabung und der damit verbundenen Problematik eingegangen. Danach werden die aktuellen empirischen Befunde erläutert.

Der Term Hochbegabung ist in der psychologischen Forschung verwurzelt. Heutzutage wird er immer öfter im schulischen Kontext benutzt, wo er häufig mit dem Begriff besondere Begabung verknüpft wird. Dabei existieren einige differente Definitionen und Modelle zur Hochbegabung, welche teilweiße inkorrekt sind (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (Hrsg.), S.13).

Die fachlich korrekte Definition lautet, ein Mensch gilt als hochbegabt, wenn er oder sie einen nachweißbaren IQ-Wert von über 130 besitzt (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S. 3). Der Wert des Intelligenzquotienten ist allerdings abhängig von dem durchgeführten Test. Zurzeit gibt es keine Verpflichtung zur Durchführung eines einheitlichen und damit allgemeingültigen Intelligenztests zur Identifizierung von Hochbegabung. Die Tests basieren auf differenten Vorstellungen von Intelligenz. Folglich sind sie unterschiedlich konzipiert. Manche Testverfahren unterscheiden Intelligenz nach emotionaler, moralischer und sozialer Komponente. Eine solche Ausweitung des Begriffs ist äußert kritisch zu sehen, weil sie sich nicht dazu eignet Hochbegabung unter den psychologischen Aspekten zu definieren (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (Hrsg.), S.14). Denn jeder Mensch ist in bestimmten Teilbereichen begabt, was nicht mit Intelligenz gleichzusetzen ist. In diesem Zusammenhang sollte eher die Rede von besonderer Begabung oder besonderen Fertigkeiten sein. Daher eigenen sich auch Modelle der multiplen Intelligenz nicht zur Erklärung von Hochbegabung (vgl. ebd., S.16). Das Merkmal Intelligenz erwies sich in Studien dagegen als relativ konstanter Faktor, der daher ausschlaggebend für die Diagnose Hochbegabung ist. Je älter die Kinder sind, je zuverlässiger werden die Testergebnisse (vgl. ebd., S.14).

Hochbegabung wird als Potential angesehen hohe Leistungen erzielen zu können. Diese müssen allerdings nicht erbracht werden (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S. 3). Zur Entfaltung dieses Potentials wäre eine angemessene Förderung und Unterstützung durch die soziale und materielle Umwelt nötig (vgl. Jelko, C. (2013), S.1). Eine wichtige Rolle dabei spielen die Erwachsenen, als Vermittlungsinstanz zum Lernen.

Damit die hochbegabten Kinder letztendlich ihr Potenzial entfalten können, bedarf es einer auf das Individuum qualitativ bezogene Förderung (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (Hrsg.), S.11).

Als Hochbegabt werden statistisch ungefähr 2% der Gesamtbevölkerung aufgeführt (vgl. Ulbricht, H., (2007), S. 5). Die Graphik zur Normalverteilung der Intelligenz zeigt dies nochmal auf.

Abbildung: Normalverteilung der Intelligenzquotienten

In: Ulbricht, H. (2007): Hochbegabung ist keine Erfolgsgarantie. Vortrags- und Diskussionsbeitrag. Staatliche Schulberatungsstelle München.

Empirische Befunde besagen, dass hochbegabte Kinder meist ein sehr gutes Gedächtnis und Allgemeinbildung besitzen. Weiterhin zeigen sie sich kompetent beim Lösen von Problemen. Detailwissen über bestimmte Fachbereiche, eine schnelle Aufgabefassung, kritisches Denken und eine gute Fähigkeit zur Beobachtung sind häufig auftretende Kompetenzen bei Hochbegabten. Nicht all dies Fertigkeiten müssen auftreten oder in gleichem Maß ausgeprägt sein (vgl. Jelko, C. (2013), S.1), weil sie dem Entwicklungsprozess des Individuums unterliegen (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (Hrsg.), S.11).

Es existieren keine systematischen Unterschiede der Persönlichkeitsmerkmale zwischen Menschen mit einem durchschnittlichen und Personen mit einem überdurchschnittlichen Intelligenzwert (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S. 3). Sich dessen Bewusst zu werden ist wichtig, da viele das Bild eines „verrückten Genies“ im Kopf haben.

Unter den Hochbegabten gibt es noch sogenannte Underachiever. Das sind Kinder, die einen überdurchschnittlichen Intelligenzwert haben, allerdings im mittleren Leistungsniveau der Klasse liegen. Nur sehr wenige der Hochbegabten, ungefähr 12%, fallen darunter. Kennzeichnend für das Verhalten der Kinder ist eine erhöhte emotionale Erregbarkeit, Impulsivität und dadurch häufig Probleme im sozialen Bereich (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.4). Unter keinen Umständen bedeutet Hochbegabung, dass die Person automatisch ein Leistungsverweigerer ist oder zu einem werden wird (vgl. Ulbricht, H., (2007), S. 16). Häufig entsteht ein solches Verhalten durch eine stetige Unterforderung im Unterricht, welcher meist aufs durchschnittliche Leistungsniveau ausgerichtet ist (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.4).

Um diesem Phänomen vorzubeugen, bedarf es einer frühen Identifizierung der Hochbegabung und einer angemessenen Förderung (vgl. Ulbricht, H., (2007), S. 5).

3. Fördermaßnahmen

Wie in Punkt zwei der Arbeit erläutert, sind angemessene Fördermaßnahmen unabdingbar, um das Kind bestmöglich in seiner Entwicklung zu unterstützen. Eine Maßnahme ist die Bildung von Hochbegabtenklassen an Gymnasien in Bayern und Baden-Württemberg, welche unter Punkt 4 ausführlich erklärt wird. Dabei existieren noch andere Maßnahmen und Methoden, welche in diesem Abschnitt der Arbeit überblickshaft erläutert werden. Eine ausführlichere Darstellung würde den Rahmen der Arbeit übersteigen.

Förderung ist deswegen von Relevanz, da ein stetiges Unterfordern der intellektuellen Handlungsmöglichkeit zu Motivationslosigkeit, Leistungsverminderung und Probleme im Sozialverhalten führen kann. Dies wirkt sich wiederum negativ auf das eigene Selbstwertgefühl aus und kann zu einer problematischen Schullaufbahn führen (vgl. Kultusministerkonferenz (2015), S.4).

In den letzten Jahren wurden die Fördermöglichkeiten für hochbegabte SuS in Deutschland ausgebaut (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.3). Im Allgemeinen sollte die Förderung auf eine Weiterentwicklung der Kompetenzen abzielen und sich motivierend auswirken. Langfristig ist es wichtig, die Kinder zur Selbstbestimmung zu erziehen und sie in ihren sozialen Fertigkeiten zu bestärken. Insgesamt sollte Lernen mit positiven Erlebnissen verbunden werden (vgl. Jelko, C. (2013), S.2).

Genau wie alle anderen Kinder unterscheiden sich auch Kinder mit einer Hochbegabung hinsichtlich ihrer Fertigkeiten, Interessen und Motivation voneinander. Deswegen wäre es wichtig die eingesetzten Maßnahmen individuell anzupassen und regelmäßig den Nutzen dieser Methode zu evaluieren. Folglich kann nicht ein perfektes und einheitliches Förderkonzept aufgestellt werden (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (2011), S 110.).

Zu den Förderangeboten zählen unter anderem Enrichment, Akzeleration und Separierung.

Unter Enrichment werden Angebote verstanden , die zur Anreicherung des Curriculums führen (vgl. Schneider, W./Preckel, F./Stumpf, E. (Hrsg.) (2016), S. 23). Das heißt, bestimmte Lerninhalte werden zusätzlich bearbeitet oder vertieft. Dies kann innerhalb des Klassenverbundes durch innere Differenzierung oder außerhalb der Klasse, zum Beispiel durch Schülerwettbewerbe, geschehen (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.4). Solche Wettbewerbe, Programme und Schülerakademien eignen sich besonders für Kinder mit einer hohen Eigenmotivation, einem starken Lerninteresse und der Fähigkeit selbständig und kooperativ arbeiten zu können (vgl. Kultusministerkonferenz (2015), S.4). Der Erfolg dieser Methode ist abhängig von der Anpassung an die Lernbedürfnisse und der Eignung des Lernangebotes, welches im besten Falle die intellektuellen und persönlichen Fertigkeiten der SuS fördert (vgl. Schneider, W./Preckel, F./Stumpf, E. (2014), S.14).

Akzeleration sind Maßnahmen, die ein schnelleres Absolvieren des Curriculums ermöglichen (vgl. Schneider, W./Preckel, F./Stumpf, E. (Hrsg.) (2016), S. 23). Folglich wird die Ausbildungsphase verkürzt. Dies kann zum Beispiel durch eine vorzeitige Einschulung oder durch das Überspringen von Klassenstufen der Fall sein (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.4). Das Überspringen einer Klasse kann auch in Gruppen, zum Beispiel durch Flex-Klassen, vollzogen werden. Dies hätte den Vorteil, dass sich die Jungen und Mädchen gegenseitig unterstützen und halt geben können. Für die Schule wäre dies mit einem höheren Aufwand verbunden. Studien zu den Effekten einer vorzeitigen Einschulung fallen bisher recht neutral aus (vgl. Schneider, W./Preckel, F./Stumpf, E. (2014), S.13). Das Überspringen hätte den Vorteil, dass die Lehrkräfte sich zunächst selbst ein Bild über die Fertigkeiten und die Belastbarkeit des Kindes im Unterricht machen können, im Gegensatz zu einer vorzeitigen Einschulung. Studien beweisen wohl, dass die Lerninhalte schnell nachgearbeitet werden und sich keine Nachteile im Leistungsbereich einstellen. Zu den emotionalen und sozialen Folgen sind keine evaluierten Kenntnisse vorhanden (vgl. Schneider, W./Preckel, F./Stumpf, E. (2014), S.13). Im Fokus dieser Maßnahme steht die erhöhte Lern- und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit von SuS mit einer Hochbegabung (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (2011), S. 119).

Beide Förderangebote können auch miteinander kombiniert werden. Dann werden die vorgesehenen Lerninhalte durch das Auslassen von Übungsphasen schneller behandelt. Die dann freiwerdende Zeit wird genutzt, um sich mit bestimmten Themen intensiver auseinanderzusetzen. Dies kann unter anderem durch die Partizipation an Projekten umgesetzt werden (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.4).

Separierende Angebote meinen eine Förderung innerhalb ihrer Fähigkeitsgruppierung. Dies kann wie im XYgymnasium in Begabtenklassen geschehen (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.5) oder durch Pull-out Programme. Diese beziehen sich auf das zeitweise Herausnehmen von SuS mit einer Hochbegabung aus dem Regelunterricht, um sie in speziell für sie ausgerichtete Kurse zu unterrichten. Dies kann allerdings auch zu Stigmatisierung und des Gefühls anders zu sein führen (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (2011), S.116).

Eine weitere Möglichkeit wäre der Beginn eines Frühstudiums. Dafür werden die entsprechenden SuS zeitweiße vom Unterricht freigestellt, um an bestimmten Veranstaltungen im Rahmen eines Studienfaches an einer Hochschule teilzunehmen (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.5).

All diese Förderangebote beabsichtigen, dass die Kinder mit einer Hochbegabung die Schule weitgehend ohne Schwierigkeiten durchlaufen können und sie in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit bestärkt werden. Weiterhin zielen sie, zumindest in der Theorie, darauf ab den individuellen Lernprozess bestmöglich zu unterstützen, zu bestärken und Basiskompetenzen aufzubauen (vgl. Ulbricht, H., (2007), S. 15). All die Fördermaßnahmen setzen voraus, dass die Lehrkräfte kompetent genug sind Hochbegabung zu erkennen und adäquate zu fördern. Dafür müsste die Ausbildung der Lehrkräfte gezielter Kinder mit einer Hochbegabung berücksichtigen (vgl. Kultusministerkonferenz (2015), S.10).

Problematisch ist, dass die Wirksamkeit der meisten Förderangebote für Menschen mit einer Hochbegabung im deutschen Bildungssystem nicht evaluiert wurden. Ergebnisse von ausländischen Studien können nicht einfach auf Deutschland übertragen werden, weil die Bildungssysteme zu stark differieren (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.5).

Letztendlich sollte es sich es um Maßnahmen, wie eine intensive Betretung, individuelle angepasste Lerninhalte und die Berücksichtigung der Lernbedürfnisse handeln, die allen Kindern mit und ohne Hochbegabung zugutekämen. Im Idealfall wäre die Förderung von hochbegabten SuS eingebettet in die Schulkultur (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (2011), S. 7-8.).

4. Modelklassen

Anschließend an den Punkt drei der Arbeit, soll hier eine besondere Methode der Förderung von Kindern mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz beschrieben und kritisch betrachtet werden. Dazu wird zunächst erklärt, was unter Modelklassen zu verstehen ist. Darauf wird näher auf die Pulsstudie eingegangen und zum Schluss wird das XYgymnasium vorgestellt und dieses Modell kritisch hinterfragt. Denn eigentlich widerspricht diese Maßnahme dem Ideal der Einbettung der Förderung von Hochbegabten in die Schulkultur und dem Gedanken der Inklusion, also der Idee einer gemeinsamen Beschulung aller.

4.1 Allgemeine Informationen

Das System der Modelklasse wurde an Regelgymnasien in Bayern und Baden-Württemberg eingeführt. Besonders begabte SuS werden in eine für sie explizit eingerichtete Klasse beschult (vgl. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (Hrsg.) (2011), S.153). In Bayern wurde das Netz soweit ausgebaut, dass im jeden Regierungsbezirk eine Hochbegabtenklasse eingerichtet wurde (vgl. ebd., S. 156). Man erhoffte sich, einen relativen homogenen Klassenverband aus besonders leistungsstarken Jungen und Mädchen bilden zu können und sie letztendlich in acht Jahren zum Abitur zu führen (vgl. Stumpf, E./Schneider, W., S.7). Das Erstellen von homogenen Klassen entspricht wohl eher einer Idealvorstellung oder einfach einer Fehlvorstellung von Hochbegabung. Nur weil ein Kind hochbegabt ist, ist es nicht gleich wie alle anderen Hochbegabten. Es existierten nicht die für alle zutreffenden Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale, denn viele verschiedene Faktoren nehmen Einfluss auf die kindliche Entwicklung, die Motivation, die Fertigkeiten, die Kompetenzen und das Interesse der Kinder. Schneider, Preckel und Stumpf (2014) erwähnten zwar mit den Hochbegabtenklassen seien auch Schwierigkeiten verbunden, allerdings führen sie diese nicht weiter aus. Sie wechseln gleich zu den, nach ihrer Ansicht, positiven Aspekte eines solchen Beschulungssystem. Die Kinder würden das erste Mal akzeptiert werden, Freundschaften unter gleichgesinnten finden und ein für sie passendes Lern- und Leistungsklima erhalten (vgl. Schneider, W./Preckel,F./ Stumpf,E. (Hrsg.) (2014), S. 4). Mir stellt sich die Frage, ob dies nicht auch in einer Regelklasse funktionieren würde und warum es positiv wäre nur unter sich zu sein und eine leistungsstarke Klasse zu bilden? Dieser Konsens erschließ sich mir nicht, weil durch Leistungsunterschiede in der Klasse die Kinder voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern. Weiterhin weiß man aus der Forschung, das Hochbegabte sozial anpassungsfähiger sind als Kinder mit einer durchschnittlichen Intelligenz, warum sollten sie dann nur Freunde unter sich finden? Weiterhin verstehe ich nicht, wie sie auf die Annahme kommen, alle Hochbegabten hätten vorher keinerlei Akzeptanz erhalten.

[...]


Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Hochbegabung. Modellklassen in Bayern
Untertitel
Am Beispiel eines Gymnasiums
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Bildungswissenschaften
Note
0,7
Jahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V979383
ISBN (eBook)
9783346329677
ISBN (Buch)
9783346329684
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hochbegabung, modellklassen, bayern, beispiel, gymnasiums
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Hochbegabung. Modellklassen in Bayern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979383

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