Aufgrund des Textes von Dieter E. Zimmer, welcher im Juli 1999 im Stern erschien, meiner Literaturrecherche und unserer Arbeit im Tutorium, habe ich für mich eine Perspektive gefunden, welche ich mit Hilfe meiner Hausarbeit bearbeiten möchte. Meine Perspektive lautet: "Inwiefern wurden die Kinder in der DDR zu treuen Sozialisten erzogen, um sich gegen den immer weiter ausbreitenden Kapitalismus zu behaupten? "Dazu möchte ich mich mit Erziehungszielen, Methoden und mit der Einbindung der Kinder in verschiedene Organisationen auseinandersetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung der Entwicklung der sozialistischen Erziehung
2.1. Definition von Sozialistischer Erziehung
2.1.1. Sozialistische Erziehung in nicht-kapitalistischen Staaten
2.1.2. Sozialistische Erziehung in kapitalistischen Staaten
2.2 Historische Beschreibung der sozialistischen Erziehung zur Zeit der Weimarer Republik
2.3. Beschreibung der sozialistischen Erziehung in der Gegenwart
3. Methoden und Ziele der sozialistischen Erziehung
3.1. Definition der Erziehungsmethoden und -zielen
3.2. Ziele der sozialistischen Erziehung
3.3. Sozialistische Erziehungseinrichtungen
(A) Kinderkrippe und Kindergarten
(B) Allgemeine polytechnische Oberschule
3.4. Außerschulische Organisationen
(A) Pionierorganisation "Ernst Thälmann"
(B) Die FDJ
4. Ergebnisse
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht das Erziehungssystem in der ehemaligen DDR mit der zentralen Forschungsfrage, inwiefern Kinder zu treuen Sozialisten erzogen wurden, um sich gegen westliche kapitalistische Einflüsse zu behaupten. Dabei werden sowohl die offiziellen pädagogischen Ziele und Methoden als auch die organisatorische Einbindung der Kinder in staatliche Institutionen analysiert.
- Historische Entwicklung des Konzepts der sozialistischen Erziehung
- Analyse der pädagogischen Ziele und Erziehungsmethoden in der DDR
- Untersuchung von Erziehungseinrichtungen wie Kindergarten und Oberschule
- Rolle außerschulischer Massenorganisationen wie der FDJ und der Pionierorganisation
- Bewertung der ideologischen Beeinflussung versus sozialer Vorteile durch Gemeinschaft
Auszug aus dem Buch
3.3.) Sozialistische Erziehungsinstitutionen
Die Pädagogen der DDR versuchten Parteilichkeit, Engagiertheit für die Arbeiterklasse und patriotische sowie internationale Einstellungen bei den Kindern zu prägen und zu festigen. Um diese zu erreichen wurden die Kinder ab dem Schulalter in Organisationen mit politischen Normen und Werten eingebunden. Ich möchte nun in den Folgenden Punkten diese Institutionen bzw. Organisationen schildern und ihre Zielvorstellungen kurz erläutern.
(A) Kinderkrippe / Kindergarten
Das gesamte Vorschulalter nutzen die Erzieher und Pädagogen um die Persönlichkeit der Kinder zu formen. Die Kinder sollten lernen, sich selbstständig an ihrer Umwelt zu orientieren und sollten ihre körperlichen, geistigen, emotionalen und volitiven Kräfte gezielt einsetzen können. In dieser Zeit wurden die Kinder politisch beeinflusst, allerdings ohne es zu bemerken. Aktuelle Geschehnisse wurden aufgegriffen und kindgerecht berichtet (z.B. der Gefängnisaufenthalt, des kommunistischen Führers Afrikas, Nelson Mandelas). Daraufhin folgte meist eine kollektive Beschäftigung mit diesem Thema (Bilder wurden gemalt, Theater gespielt...). Die Kinder wurden auch zur gegenseitigen Aufsicht und zum Verrichten kleiner Arbeiten angehalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihre Motivation und die Forschungsfrage zur sozialistischen Erziehung in der DDR ausgehend von aktueller Literatur und eigener Recherche.
2. Beschreibung der Entwicklung der sozialistischen Erziehung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der sozialistischen Erziehung und beleuchtet deren historische Wurzeln in der Weimarer Republik sowie deren Wandel im 20. Jahrhundert.
3. Methoden und Ziele der sozialistischen Erziehung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Erziehungsmethoden dargelegt und die staatlichen Erziehungseinrichtungen sowie die Einbindung der Kinder in Organisationen beschrieben.
4. Ergebnisse: Die Autorin zieht ein Fazit über das Erziehungssystem, wobei sie sowohl die ideologische Beeinflussung kritisiert als auch positive Aspekte des sozialen Zusammenhalts hervorhebt.
Schlüsselwörter
DDR, sozialistische Erziehung, Pädagogik, FDJ, Pionierorganisation, Erziehungsziele, politische Beeinflussung, Kollektiv, Schulsystem, Ideologie, Kinderkrippe, Marxismus-Leninismus, Arbeiterklasse, Sozialismus, Erziehungsmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Erziehungssystems in der ehemaligen DDR und der Frage, wie durch pädagogische Maßnahmen und organisatorische Einbindungen junge Menschen im Sinne des sozialistischen Staatsideals geprägt wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die pädagogischen Erziehungsziele, die Rolle der Schulen, die Funktion von außerschulischen Massenorganisationen sowie der historische Kontext der sozialistischen Erziehung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche zu loyalen Sozialisten erzogen wurden, um die Stabilität des DDR-Systems gegenüber dem Kapitalismus zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium einschlägiger Dokumente (wie dem Familiengesetzbuch der DDR) sowie einer inhaltlichen Aufarbeitung der pädagogischen Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Definition der Erziehungsmethoden, die Ziele der sozialistischen Erziehung und die verschiedenen Institutionen wie Kindergärten, Oberschulen sowie Organisationen wie die Pionierorganisation und die FDJ.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie DDR, Sozialistische Erziehung, Kollektiv, politische Beeinflussung, FDJ und Pionierorganisation beschreiben.
Wie wurde die politische Beeinflussung bereits im Vorschulalter umgesetzt?
Dies geschah durch die Formung der kindlichen Persönlichkeit in Krippen und Kindergärten, wobei aktuelle politische Themen kindgerecht aufbereitet und kollektive Beschäftigungsformen genutzt wurden.
Welche Rolle spielte das Kollektiv bei der Erziehung?
Das Kollektiv diente als primäres Mittel der sozialen Steuerung, in dem Individualität zugunsten der Gruppe zurücktrat, um Disziplin, Organisiertheit und Gemeinschaftsgefühl zu fördern.
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- Kathrin Schneider (Author), 2000, Sozialistische Erziehung in der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9798