Germanische Mythologie für Einsteiger


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

8 Seiten


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Autorin: Claudia Schmid

Nordische Mythologie

Der Norden Europas war für die Bewohner der Antiken Welt mit unsäglichen Gefahren gepflastert. Antike Schriftsteller betrachteten vor allem Norwegen und Island als Märchenland, dass von wilden Barbaren bevölkert und voll mit merkwürdigen und fantastischen Wesen ist.

Herodot (griech. Historiker) klagte, dass man den Norden nicht beschreiben könnte, da man die eigene Hand vor Augen nicht sehen könnte. Das so genannte Heidentum hielt sich auch viel länger als anders wo. Das übrige Europa ist schon seit Tausenden von Jahren christianiesiert, doch im Norden werden oft noch die Alten Götter angebetet. Die nordische Mythologie besteht aus der Lieder-Edda, der mächtigen Götterdichtung, die vor tausend Jahren verfasst wurde und noch heute in isländischer Pergamenthandschrift aus dem 13. Jahrhundert erhalten ist.

Mythen und Märchen werden nie inaktuell. Sie handeln nämlich nicht nur von "damals" und "zu der Zeit". Genauso gut können sie von "jedesmal" und "zu allen Zeiten" berichten. Und die nordische Mythologie gehört - meiner Meinung nach - ganz einfach zu den spannendsten, originalsten und den am stärksten zum Nachdenken zwingenden Versuchen, die es überhaupt gibt, unsere innere undäußere Wirklichkeit zu beschreiben mit Worten und poetischen Bildern Leben und Dasein einzufangen.

Am Anfang waren Kälte und Hitze. Auf der einen Seite die Gegend Niflheim (Nebelheim) mit Frost und Nebel. Auf der anderen Seite Muspellsheim, ein Meer von lodernden Flammen. Zwischen ihnen war nichts. Nur eine große, gähnende Schlucht, Ginnungagap. Hier in dieser gewaltigen Leere mitten zwischen Licht und Dunkel sollte alles Leben seinen Anfang nehmen. In der Begegnung zwischen Eis und Feuer... Denn langsam begann der Schnee zu schmelzen, und geformt von der Kälte, aber von der Hitze zum Leben erweckt, entstand ein seltsames Wesen der Frostriese Ymir. Da, wo das Eis schmolz, formten die Tropfen auch ein anderes Wesen eins mit Euter und Hörnern, eine riesige Kuh. Sie hieß Audhumla. Auf diese Weise fand Ymir Nahrung. Aber wovon nährte sich die Kuh? Sie beleckte die in ihrer und des Riesen Umgebung umherliegenden Eisblöcke, die salzig waren. Dann aber geschah etwas Merkwürdiges: Als sie die Blöcke beleckte, kam aus einem von ihnen plötzlich langes Menschenhaar hervor! Am nächsten Tag kamen ein Kopf mit einem Gesicht hervor! Und am dritten Tag legte sie beim Lecken den ganzen Körper frei... Es war ein Mann. Er hochgewachsen und schön. Buri war sein Name - und von ihm stammen die Götter ab, die wir Asen nennen.

Der Riese Ymir bekam Kinder mit sich selbst. Als er schlief, fing er an zu schwitzen... und da wuchs ihm unter seinem linken Arm Mann und Weib. Ymirs Beine wollten seinen Armen offensichtlich in nichts nachstehen... seine Füße paarten sich, und ein Sohn mit sechs Köpfen wurde geboren. Das ist der Ursprung der Geschlechter der Hrimthursen, die wir Trolle und Riesen nennen können, die wir jedoch auch unter dem Namen Jöten kennen. Den verschiedenen Geschöpfen muß es lange gelungen sein, in Frieden miteinander zu leben. Sie bekamen jedenfalls Kinder miteinander... Odin er, der später aller Götter Oberhaupt wurde ist der Sohn der Riesen-Tochter Bestla und von Bur, dem Sohn von Buri. Es wimmelt sozusagen von Jöten. Und eines Tages üben Odin und seine Brüder Wili und We den Aufstand gegen Ymir und sein Geschlecht. Es kommt zu einem schweren Kampf; Odin und seine Brüder aber siegen. Sie töten Ymir und aus seinen Wunden ergießen sich Ströme von Blut über die Feinde der Asen, in denen sie nahezu alle ertrinken... alle, bis auf zwei. Von diesem Riesen-Paar, das in die Nebelwelt flüchtet und sich dort versteckt, stammen alle späteren Hrimthursen-Geschlechter ab... Auch Audhumla die erste Kuh muß über die Kante in den Abgrund hinuntergespült worden sein, denn nach diesem Blutbad hat nie wieder jemand von ihr gehört oder sie gar gesehen...

Die Asen schleppen den toten Ymir bis in die Mitte der Schlucht Ginnungagap in die große Leere. Dort legen sie ihn wie einen Deckel über den Abgrund.

Hier erschaffen sie die Welt - aus der Leiche des Riesen.

Sein Blut wird zum Meer. Sein Fleisch zur Erde. Seine Gebeine werden zu Gebirgen und Klippen. Die Zähne und zersplitterte Knochenreste werden zu Steinen und Geröll. Die Haare zu Bäumen und Gras. Sein Gehirn werfen die Götter hoch in die Luft. Auf diese Weise entstehen die Wolken. Und der Himmel? Er entsteht aus seiner Schädeldecke..., die sie wie ein Gewölbe, eine Kuppel über alles Erschaffene stülpen. Danach fangen die Götter Funken aus dem heißen Muspellsheim ein und setzen sie an den Himmel So wurden die Sterne erschaffen.

Aus Ymirs Leiche kriechen kleine Würmer. Sie sind der Ursprung der Zwerge, der Unterirdischen, die in Grotten und Höhlen leben. Die Asen wählen vier von ihnen, die das Himmelsgewölbe tragen, die vier Ecken der Welt bewachen sollen. Diese Zwerge heißen: Osten, Westen, Norden und Süden.

Als Odin und seine Brüder Wili und We einmal am Meeresstrand entlanggehen, finden sie zwei an Land gespülte Baumstämme.

Sie nehmen die Stämme und schaffen Menschen daraus.

Odin ist es, der ihnen Leben einhaucht, so daß sie selbst atmen und leben können. Wili gibt ihnen Verstand und Bewegung. We gibt ihnen Antlitz, Sprache, Gehör und Gesicht. Sie geben ihnen Wärme und Farbe.

Jetzt sind die Stämme kein Treibholz mehr; sie sind Mann und Frau.

Die Asen geben dem Mann den Namen Ask ("Esche") und der Frau den Namen Embla (vielleicht "Ulme" oder "Rebe"). Von ihnen stammen alle Menschen ab. Am Anfang gab es keine Zeit. Alles steht seltsam still.

Aber die Asen geben der Riesen-Frau Nacht und ihrem Sohn Tag jeweils ein Pferd und einen Wagen - und setzen sie an den Himmel, so daß sie jeden Tag und jede Nacht um die Welt fahren können. Nacht fährt vorweg. Ihr Pferd heißt Rimfakse. Hinter ihr fährt ihr Sohn Tag. Sein Pferd heißt Skinfakse, denn aus der Mähne des Pferdes strahlt und leuchtet es... Auch die Sonne ist jetzt erschaffen aus Funken aus Muspellsheim, und der Mond hat seine richtige Bahn bekommen. Auch ihnen hat man je ihren Himmelswagen gegeben. Zwei Kinder haben die Aufgabe, darauf zu achten, daß Sonne und Mond nicht von ihren Wagen fallen und die schnellen Pferde zu lenken. Und hier ist Tempo die Devise! Zwei riesige Wölfe sind ihnen ständig auf den Fersen; sie schnappen. nach der Sonne , dem Mond und wollen sie verschlingen ! Am Anfang war alles Urwald und Einöde. Aber die Asen glichen Pionieren. Sie schufen Lebensraum für sich selbst und dir Menschen. Midgard nannten sie die Wohnstätte der Menschen, da sie mitten in der Welt liegt. Und im Zentrum von Midgard bauten die Götter damit die Menschen sich nicht allein und verlassen fühlen sollten für sich selbst einen gewaltigen Wohnsitz: Asgard eine mächtige Götterburg, beschützt von dicken Mauern. Um dorthin zu gelangen, muß man über den Regenbogen reiten eine Brücke aus loderndem Feuer. Auch um Midgard herum wurde ein Schutzwall angelegt - denn draußen, im Wilden und Unbekannten, herrschen Dunkelheit und unheimliche Kräfte. Hier in Utgard und Riesenheim (Jötunheim) wohnen Riesen (Jöten) und Trolle. Ordnung wie die Und ganz weit draußen wogt das große Weltmeer.

Aber auch Zwerge und Elfen haben ihre Wohnstätte. Die Zwerge hausen gewöhnlich in Felswänden und zwischen Felsblöcken, häufig auch im Innern der Erde. An versteckten Orten in Midgard und Utgard. Sie sind tüchtige, aber auch unehrliche Schmiede. Die Elfen demgegenüber sind sowohl Göttern als Menschen freundlich gesinnt. Alfenheim wird ihr Land genannt. Einige meinen, Alfenheim liege innerhalb der Mauern von Asgard; andere meinen, es sei in Midgard zu finden. Über Zwerge und Elfen herrscht große Unsicherheit.

Einige meinen sogar, sie gehören zu ein und demselben Geschlecht und sollten "Lichtalfen" und "Schwarzalfen" genannt werden.

Mitten in Midgard liegt Asgard - und mitten in Asgard haben die Götter einen "Hofbaum" gepflanzt, eine riesige Esche, genannt Yggdrasil(= der Weltenbaum). Eine ihrer Wurzeln liegt in Asgard, eine weitere in Riesenheim und eine dritte in Niflheim. Ihre Zweige ragen so weit, daß sie die ganze Welt überschatten. Yggdrasil ist das Zentrum der Welt und solange der Baum grün ist und fruchtbar und neue Triebe trägt so lange wird die Welt bestehen. Die germanische Form der Religion und Mythologie ist pantheistisch. Es zählt die göttliche Vielfalt, nicht die Einfalt.

Unsere Ahnen haben die Götter erschaffen und die Götter haben uns Menschen erschaffen. Beides geschah gegenseitig und somit sind wir ihnen auch ebenbürtig. Die Götterwelt wurde durch den Glauben erschaffen und konnte sich auf einer anderen Wirklichkeitsebene manifestieren. Erst, wenn kein Mensch mehr an eine Form der Gottheit glaubt, verliert sie ihren Stellenwert und geht ein.

Jede Mythologie beruhte einst auf einer Erdenmutter und einem Himmelsvater, ebenso die germanische, wenn auch die Quellen hier nur spärlich fließen. Einiges strukturierte sich in der Vergangenheit um - zu vergleichen mit dem Bundestag - und so erklärt es sich auch, daß der Gott Odin später den Platz von Tyr einnimmt, dem ehemals höchsten Himmelsvater. Himmelsvater und Erdenmutter erzeugen ,mehrere "Untergottheiten", die ein spezielles Sachgebiet bearbeiten. Irgend jemand ist für den Krieg zuständig, eine andere für die Ernte, wieder jemand anderes für die Liebe, und so weiter.

Die Gottheiten dienen als Vermittler zur kosmischen Ur-Kraft, die wir Menschen ohne sie nicht erreichen können. Wir als Menschen, dienen den Göttern wiederum als Vermittler unter Menschen.

Bevor ich aber nun im einzelnen auf die Gottheiten eingehen, müssen wir kurz eine besondere Eigenart der germanischen Welt beleuchten. Aus sehr archaischen Zeiten stammt eine Art Götter-Vor-Welt, die der Asen, Vanen und Riesen. "In der nordischen Mythologie verkörpern die Riesen, wie etwa die Eisriesen, die Bergriesen oder Feuerriesen, rauhe Naturgewalten in ihrer ursprünglichen Form. Die Völker, die vor den heutigen Einwohnern Nordeuropas diese Länder bewohnten, waren primitive. Alles was sie nicht verstanden, wurde entweder verehrt, oder gefürchtet und beschwichtig. Es ist wahrscheinlich, daß die Riesen einst die Götter dieser Völker waren, die mit dem Aufkommen neuer religiöser Konzepte, die das Prinzip der Erde und Fruchtbarkeit betrafen, zu den Riesen wurden, die sodann als bedrohliche Naturkräfte angesehen wurden. Die Götter, deren Kult sich daraufhin in den nordischen Ländern etablierte, waren die Vanir, die zum Hauptgegenstand der Hingabe und Verehrung wurden.

Die Verehrung der Vanen muß um jene Zeit begonnen haben, in der die ersten Jäger und Sammler eine landwirtschaftliche Lebensweise annahmen. Daher sind die Vanen Götter des Wassers und der Erde. Die Asen hingegen sind Götter des Feuers und. Der Asen-Wanen- Krieg könnte die Volkserinnerung an einfallende Stämme sein, die vorwiegend Krieger waren. So unerfreulich der Krieg auch sein mag, so resultiert er doch meistens aus technologischen Entwicklungen. Es könnte sein, daß die Riesen die Götter der Steinzeit waren, die Vanen die Götter der Bronzezeit und die Asen die Götter der Eisenzeit." Die Asen sind die Götter der sozialen Ordnung und des Bewußtseins, während die Vanen für die Natur und das menschliche Wohlergehen zuständig sind. Einige der Asen sind: Odin, Tyr, Thor und Frigg. Einige der Vanen sind: Freyja, Freyr und Njörd.

Heute ist es nicht mehr nötig, blutige Opfer darzubringen. Die alten Götter freuen sich dermaßen über jegliche Kontaktaufnahme, daß ihnen eine Kerze oder ein Keks schon als Opfer genügen.

Die wichtigsten Götter

THOR :Der Gott des Donners und des Blitzschlages.Auch ist er Beschützer der Bauern und Schutzherr des Kriegshandwerks. THOR wird auch als Gott der Stärke und der Verteidigung verehrt. Mjöllnir ("Zerstörer") ist sein mächtiger,magischer Kriegshammer. Dieser einzigartige Hammer kehrt immer zurück in die Hände seines Herrn,egal wie weit THOR in davonschleudert.Und wenn er von THOR geschwungen wird, dann gebt acht auf euer Leben ihr Riesen!!!!.THOR ist der einzige,der MJöLLNIR vom Boden hochheben kann. Er wird auch "Der Herr des Donners" genannt, Bester unter den Göttern und Feind der Riesen und Trolle; Immer gewährt er den einfachen Leuten MIDGARDS (die Erde) Hilfe und schützt diese.Auch steigt er oft zu ihnen hinab

Er wurde von JORD geboren,der Frau von ODIN . Sein magischer Gürtel MEGINGJARDAR ("Kraftverstärker") verleiht ihm seine unglaubliche Kraft. THOR lenkt einen Streitwagen,der von 2 riesigen Ziegenböcken gezogen wird.Zu seiner Frau hat er die Göttin SIF gemacht. Auch wenn THOR manchmal vorschnell handelt,ist er doch ein total loyaler Freund und Mitstreiter im Gefecht. Sein rotes Haar und der rote Bart wirbeln während des Kampfes wild herum. Seine Rüstung scheint mit ihm verwachsen,da er sie nie ablegt.

ODIN : In der germanischen Mythology wird er als WOTAN verehrt. Er ist derälteste unter den nordischen Göttern.Vater aller Götter des Nordens. ODIN ist der Gott der Magie, der Poetik, der Weisheit und des KRIEGES. Er gehört der Rasse der ASEN an. Es wird erzählt,daßODIN seine Weisheit erlangte als er sich 9 Tage und 9 Nächte am Weltenbaum aufhängte,und dort dann von einem Speer durchbohrt wurde. In diesem spirituellen Tod opferte er sich an sich selbst.

Andere Legenden sprechen davon ,daßer ein Auge opferte ,um aus der Quelle der Weisheit trinken zu dürfen.Von diesem Tage an wird er der einäugige Gott genannt. Seine Ratgeber sind 2 schwarze Raben : HUGINN (Gedanke) und MUNINN (Erinnerung).Die beidenüberfliegen jeden Tag die Welt,um ODIN deren Neuigkeiten zuüberbringen. SLEIPNER (das achtbeinige Pferd) ,sein treuer Gefährte , Gungnir (sein Speer,den LOKI von den Zwergen stahl) und Draupner (ein Ring) sind sein größ ter Besitz.

BALDUR :Andere bezeichen ihn auch als Balder(bal-der). Er ist der Sonnengott,der durch einen Pfeil,geschnitzt aus einem Mistelzweig,getötet wurde. Eigentlich war er unverwundbar,da seine Mutter FRIGGA allen Elementen,Kreaturen,Metallen usw.,einen Eid abgenommen hat,daßsie ihren Sohn nicht verletzen werden.Nur die Mistel schien ihr zu schwach,um ihm zu schaden, und so nahm FRIGGA ihr kein Versprechen ab. BALDURS Mörder war der blinde Gott HODOR,der von LOKI,dem Gott der Verschlagenheit und der Täuschung,überlistet wurde.Später aber fand BALDER wieder ins Leben zurück . "Der Strahlende" oder auch Aesir Sonnengott sind zwei Beinamen BALDURs,der als einer besten Freunde THORs gilt. Er ist der Sohn von ODIN und FRIGGA und somit auch Halbbruder des Donnergottes. Heilige Wellen entspringen den Hufen seines Pferdes. Seine Attribute sind : Licht, Rat erteilen, Schönheit, Freundlichkeit, Wiedergeburt, Weisheit, Harmonie und Glück.

LOKI : Obwohl er den ASEN angehört ,ist LOKI den anderen feindlich gesinnt. Doch manchmal ist LOKI freundlich zu den Göttern,die seine klugen Pläne bewundern. Aber seine Verschlagenheit, seine Fähigkeit zur Täuschung und seine Bösartigkeitübertrifft alles andere. Er war der Schuldige an BALDERs Tod.

LOKI ist ein Formwandler. Er kann sich in jede gewünschte Sache verwandeln,ja sogar sein Geschlecht kann er wechseln. Er ist Vater von HEL, der Totengöttin, JöRMUNGUND, der bösen Schlange, die THOR`s Todfeind ist und auch FENRIS ,der Wolf,gehört zu seinen Kindern.

HEL : Die Totengöttin. Sie bewohnt eine der drei Wurzeln des heiligen Aschenbaumes Yggdrasil und residiert in ihrer Halle, Elvidnir (Elend) in Niflheims Unterwelt, die Welt der Dunkelheit. HEL ist die Tochter von LOKI und der Riesin ANGERBOTHA (Angerboda). Odin selbst sandte HEL nach Niflheim ,welches auch als HEL bekannt ist.über das Totenreich hat sie ,durch ODINs Gnade, absolute Macht. In ihrem Herrschaftsbereich erleiden die Toten unvorstellbare Qualen. Aber solche, die heldenhaft im Kampf gestorben sind,die fahren auf nach Valhalla,der Heldenhalle.

HEL wird als halb weißund als halb schwarz beschrieben. Sie gebietet auchüber Plage, Krankheit und Katastrophen.

NORNEN : Die Schicksalsgöttinen für Götter und Menschen gleichermaßen. Es sind die drei Schwestern :

URD : die Göttin der Vergangenheit , VERDANDI : die Göttin der Gegenwart SKULD : die Göttin der Zukunft.

VALKüREN : Sie sind die schönen Botinnen ODINs. Die VALKüREN helfen ihm, die kämpfenden Helden auszuwählen, welche im Kampf sterben sollen, damit sie nach

VALHALLA auffahren können. Dort werden sie die Diener ODINs und Kämpfer gegen die STURMRIESEN im RAGNARöK. Wenn die Kämpferinnen des Allvaters auf dem Rücken ihrer geflügelten Pferde durch die Lüfte gleiten, dann erzeugt das Blinken und Schimmern ihrer Rüstungen das NORDLICHT ( AURORA BOREALIS).

HEIMDALL : Es wird gesagt,daßer der Sohn von 9 Müttern ist. Er lebt am Fuße von BIFROST,der Regenbogenbrücke,die ASGARD mit MIDGARD (die ERDE) verbindet. Er ist der Wächter und Beobachter aller Asen . Heimdall ist im Besitz des GJALLAHORN, das "klingende" Horn, welches er ertönen lassen muß, wenn sich RAGNARöK nähert.Das Ende der Welt. Das letzte Gefecht mit den STURMRIESEN.

TYR : "Der Einhändige", Gott des Sieges und der Abwehr von Angriffen. Er wird als

Mutigster unter den Göttern angesehen. er entscheidetüber Sieg oder Niederlage im Kampf; Er gebietetüber das Gesetz,legale Kontrakte undüber Angelegenheiten des Volkes . In den Fängen von FENRIS-WOLF,verlor er seine Hand. Deshalb der Beiname "Der Einhändige".

FRIJA - DIE FRAU AN TYRS SEITE

Der Name Frija bedeutet "die Geliebte" oder "die Gattin" und sie steht an der Seite des Tyr, dem Gott der Gerechtigkeit. Es ist möglich, daßFrija die althochdeutsche Form von Frigg darstellt und Tyr vielleicht Gott des Tyrsland ist Tyrsland = Deutschland was sich sicherlich nicht wissenschaftlich beweisen läß t, aber als Denkanstoßsicherlich verwertbar ist. Frija wird im Merseburger Zauberspruch erwähnt und ist auch Namensmutter des Freitags (althochdeutsch: Friatag, Frijetag, Frigetag oder Fritach). Tyr stand einst an oberster Spitze des Pantheons und wurde dann im Laufe der Geschichte von Odin verdrängt. Die

etymologische Verwandtschaft von Frija, Frigg und Freyja sticht ins Auge.

FREYJA

Freyja ist die vornehmste nach Frigg; sie ist einem Manne namens Odhr vermählt, und ihre gemeinsame Tochter heißt Hnoss; die ist so schön, daßnach ihrem Namen alles (hnossir) genannt wird, was schön und kostbar ist. Odhr zog fort auf ferne Wege und Freyja weint ihm nach und ihre Zähren sind rotes Gold. Diese Göttin hat viele Namen: Mardöll, Hörn, Gefn und Syr. Ihr Wohnsitz ist Folkwang. Dorthin kommen die im Kampf gefallenen Frauen, während Odin die andere Hälfte, nämlich die Männer in Walhall aufnimmt. Einherjer und Walküren leben jedoch nicht nur getrennt, denn dann wäre das Leben der Toten ja viel zu langweilig! Alle Männer des Götterhimmels begehren sie, ebenso die Riesen und alle hätten sie gern für sich, doch Freyja ist die Jungfrau, die Keinem gehört. Jungfrau ist hier nicht im christlichen, unbefleckten Sinn zu verstehen, sondern als die Frau, die mit allen und keinem das Lager teilen kann, wenn sie will. In Lokis Schmähreden heißt es, sie habe mit allen Göttern, Riesen und Zwergen geschlafen wie auch in allen späteren Texten Freyja als freizügige Frau dargestellt wird.

Sie war natürlich auch eine sehr freizügige Frau, nur hatte dies nicht einen schamlosen Charakter wie er durch Loki dargestellt wird.

FRIGG: Die Göttin Frigg ist die Gemahlin des Odin und beide stehen an der Spitze aller Gottheiten. So zumindest zeichnet die Edda das Bild des Pantheons. Unter dem Volk war es jedoch nicht so, daßes einen allgemeinen, höchsten Gott, samt Göttin gab. Manchmal stand Thor an oberster Stelle, manchmal Tyr je nach den Interessen der Bevölkerungsschichten dürften sich auch die "Höchsten" geordnet haben.

FREYR: Freyr ist der trefflichste unter den Vanen. Er herrschtüber Regen und Sonnenschein und das Wachstum der Erde und ihn soll man anrufen um Fruchtbarkeit und Frieden. So heißt es im Gylfaginning.

Freyr ist für den Reichtum, die Fruchtbarkeit, materielles und psychisches Wohlergehen, den Frieden und die Erotik zuständig.. Freyr kontrolliert die natürlichen Vorgänge auf dem Land, waltetüber Regen und Sonnenschein und vermag den Menschen Wohlstand zu gewähren. Freyr wird angerufen, um sich aus physischen oder psychischen Fesseln zu befreien.

8 von 8 Seiten

Details

Titel
Germanische Mythologie für Einsteiger
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V98033
Dateigröße
422 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Germanische, Mythologie, Einsteiger
Arbeit zitieren
Claudia Schmid (Autor), 2000, Germanische Mythologie für Einsteiger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98033

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