Im Rahmen dieser Hausarbeit soll folgende Forschungsfrage untersucht werden: Welche Bedeutung hat die Implementierung eines Case Management-Ansatzes im Entlassungsmanagement im Hinblick auf ihre Effektivität und Effizienz im Versorgungsprozess?
Im ersten Teil dieser Arbeit werden zunächst die zentralen Begriffe im Versorgungsmanagement in Form von MC, CM, integrierte Versorgung und EM näher erläutert. Im zweiten Teil wird die Struktur des CM-Prozesses anhand des Handlungskonzeptes und der verschiedenen Perspektiven und Ebenen von CM sowie die Durchführung in der Praxis vorgestellt. Dabei wird der "Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege" sowie Beispiele aus der Praxis beschrieben. Im Anschluss wird näher beleuchtet, welche Bedeutung die Einführung des CM-Ansatzes im Hinblick auf ihre Effektivität und Effizienz im EM hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zentrale Begriffe im Versorgungsmanagement
2.1 Managed Care
2.2 Case Management (CM)
2.3 Integrierte Versorgung
2.4 Entlassungsmanagement (EM)
3. Strukturen eines Case Management-Prozesses
3.1 Das Handlungskonzept
3.2 Perspektiven und Dimensionen des Case Managements
4. Durchführung von EM in der Praxis
5. Auswirkungen von CM auf die Effektivität und Effizienz im Versorgungsprozess
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Implementierung eines Case Management-Ansatzes im Entlassungsmanagement von Krankenhäusern, um die Effektivität und Effizienz der Versorgungsprozesse angesichts demografischer Herausforderungen und medizinischer Arbeitsteilung zu steigern.
- Grundlagen des Versorgungsmanagements und Managed Care
- Strukturelle Analyse des Case Management-Prozesses
- Praktische Durchführung des Entlassungsmanagements
- Schnittstellenoptimierung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung
- Auswirkungen von Case Management auf Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Handlungskonzept
Die Angemessenheit von CM wird vorab im Rahmen einer Kontaktaufnahme mit den Adressaten geklärt und eine Einleitung vereinbart. Man bezeichnet dies auch als Klärungsphase mit Access, Case Finding oder Intaking. Zur Identifizierung dieser Fälle bestehen bestimmte Kriterien die der Beratung im CM bedürfen. Im EM ist dies dem initialen Assessment gleichgestellt (Wingenfeld, 2011, S. 69; Ehlers et al, 2016, S. 56).
Nach den Rahmenempfehlungen der DGCC erfolgt nach der Kontaktaufnahme ein Assessment mit einer umfassenden Beschreibung der Situation des Adressaten- bzw. Klientensystems mit Informationen über Bedürfnisse, Selbstversorgungsdefizite und -ressourcen. Die CM Qualitätsstandards in den Leitlinien der DGCC geben Auswahl- und Ausführungsempfehlungen an, nach denen die zentralen Inhaltsbereiche von CM definiert werden. Im CM wird die Phase des Assessments mit einer Beschreibung der Versorgungs- und Lebenssituation mit Ressourcen und Problemen sowie der Bedarfslage des Adressaten-/Klientensystems beschrieben. Hingewiesen wird auf die Erhebung eines subjektiven und objektiven Bedarfs unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes mit dem Ziel, relevante Informationen aus fachlich-professioneller und aus Sicht der Klienten zu erfassen. Dabei gilt es die am Fall beteiligten Personen und Organisationen zu koordinieren und eine vereinbarte Sichtweise für die weitere Bearbeitung herzustellen (Wingenfeld, 2011, S. 69; Monzer, 2013, S. 4)
Zusammen mit dem Adressaten bzw. Klienten und gegebenenfalls weiteren Bezugspersonen werden anschließend in der Serviceplanung Ziele und Unterstützungsleistungen im Einzelfall vereinbart. Hier beziehen sich die weiteren Schritte der Leistungs- und Angebotssteuerung auf die Inhalte der Hilfe- und Versorgungsplanung. Im EM wird dabei der individuelle Entlassplan erstellt (Wingenfeld, 2011, S. 69; Monzer, 2013, S. 4).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von effizienten Versorgungsprozessen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Bedeutung von Case Management im Entlassungsmanagement.
2. Zentrale Begriffe im Versorgungsmanagement: Dieses Kapitel definiert essenzielle Konzepte wie Managed Care, Case Management, Integrierte Versorgung und das Entlassungsmanagement als rechtlich verankerte Bestandteile der Patientenversorgung.
3. Strukturen eines Case Management-Prozesses: Hier wird der theoretische Phasenverlauf des Case Managements sowie die Bedeutung der verschiedenen Dimensionen (Makro-, Meso-, Mikroebene) für die Versorgungssteuerung erläutert.
4. Durchführung von EM in der Praxis: Das Kapitel beschreibt die praktische Umsetzung des Entlassungsmanagements unter Einbeziehung von Expertenstandards, Verfahrensanweisungen und der Rolle der verschiedenen Akteure bei der Patientenaufnahme und -überleitung.
5. Auswirkungen von CM auf die Effektivität und Effizienz im Versorgungsprozess: Dieser Abschnitt analysiert die Vorteile von Case Management hinsichtlich der Vermeidung von Schnittstellenproblemen, Reduzierung von Drehtüreffekten und Steigerung der Patientenqualität.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Case Management durch strukturierte Prozesse Versorgungslücken schließt, jedoch ein multiprofessionelles Team und Investitionen erfordert, die durch sinkende Wiedereinweisungsraten ökonomisch gerechtfertigt sind.
Schlüsselwörter
Case Management, Entlassungsmanagement, Versorgungsmanagement, Integrierte Versorgung, Managed Care, Patientenüberleitung, Schnittstellenmanagement, Krankenhaussektor, Qualitätsmanagement, Expertenstandard, Pflegedienst, Sozialdienst, Versorgungsqualität, Effizienz, Drehtüreffekt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Bedeutung der Implementierung von Case Management-Ansätzen im Entlassungsmanagement, um die Schnittstellen zwischen Krankenhaus und ambulanter Weiterversorgung zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffsklärungen im Versorgungsmanagement, der strukturellen Prozessdarstellung des Case Managements und der praktischen Anwendung von Entlassungsmanagement-Standards.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Bedeutung die Implementierung eines Case Management-Ansatzes im Entlassungsmanagement im Hinblick auf die Effektivität und Effizienz des Versorgungsprozesses hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis von Fachliteratur, Expertenstandards und der Recherche in Datenbanken wie Google Scholar erstellt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Darstellung des Case Management-Prozesses, die praktische Anwendung in Kliniken und eine Analyse der Auswirkungen auf die Versorgungseffizienz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Case Management, Entlassungsmanagement, Versorgungsqualität, sektorenübergreifende Versorgung und Schnittstellenmanagement definiert.
Warum wird der "Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege" im Text besonders hervorgehoben?
Er dient als strukturierte Handlungsempfehlung zur Gestaltung des Entlassungsprozesses und zur Qualitätssicherung an den Schnittstellen zwischen Akutklinik und weiterversorgenden Einrichtungen.
Welchen Einfluss hat das Case Management auf die sogenannte "Drehtüreffekte"?
Durch eine gezielte Einbeziehung der Patienten in die Entlassungsplanung und ein besseres Schnittstellenmanagement können Wiedereinweisungsraten und unnötige Doppeluntersuchungen signifikant reduziert werden.
- Arbeit zitieren
- Markus Kasper (Autor:in), 2020, Die Bedeutung der Implementierung des Case Management-Ansatzes im Entlassungsmanagement des Krankenhaussektors, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980565