Bewertung der Einführungsveranstaltungen für Erstsemester im Wintersemester 1999/2000


Seminararbeit, 2000

57 Seiten, Note: 1


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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHER RAHMEN

3 FRAGESTELLUNG
3.1 Die Einführungsveranstaltung des Fachbereichs
3.2 Die Einführungsveranstaltung der Studierenden der Fachschaft
3.3 Rahmenbedingungen

4 METHODISCHE VORGEHENSWEISE

5 DIE VORUNTERSUCHUNG: DIE LEBENSWELT VON STUDIENANFÄNGERINNEN IM FACHBEREICH SOZIALWESEN
5.1 Die Stichprobe
5.2 Durchführung der Interviews
5.3 Auswertung der narrativen Interviews
5.4 Ergebnisse der Voruntersuchung
5.5 Interpretation der Ergebnisse

6 DIE SCHRIFTLICHE BEFRAGUNG DER ERSTSEMESTER 1999
6.1 Die Konstruktion des Fragebogens
6.2 Die Erstsemestereinführung 4. - 5. Oktober 1999
6.3 Die Stichprobe

7 ERGEBNISSE
7.1 Die heterogene Gruppe der Erstsemester
7.1.1 Geschlecht
7.1.2 Alter
7.1.3 Geographische Herkunft
7.1.4 Schulabschluß
7.1.5 Lebenssituation
7.2 Studienmotivation
7.2.1 Motive für den Studiengang Soziale Arbeit
7.2.2 Motive für Nürnberg als Studienort
7.3 Bewertung der Einführungsveranstaltungen
7.3.1 Allgemeine Bewertung
7.3.2 Kritikpunkte

8 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
8.1 Kriterien für eine Bewertung
8.2 Befähigung zu selbstständigen Studium
8.3 Identifikation mit der Fachkultur

9 ZUSAMMENFASSUNG

Anhang:
1 MATERIALIEN ZUR VORUNTERSUCHUNG
1.1 Der Personenfragebogen
1.1 Das Informationsblatt
1.2 Beispiel für ein transkribiertes Interview
1.3 Verwendete Transkriptionszeichen:
1.4 Weitere Ergebnisse der Voruntersuchung
2 MATERIALIEN ZUR HAUPTUNTERSUCHUNG
2.1 Der Fragebogen
2.2 Antworten zu ,,andere Gründe für Nürnberg als Studienort" (offene Frage)
2.3 Antworten zu Frage 8: ,,Kritikpunkte von Deiner Seite" (offene Frage)
3 VERWENDETE LITERATUR

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1:Narrative Interviews: Kategorisierung der Aussagen

Tabelle 2: Gefühle zum Studienbeginn (narrative Interviews)

Tabelle 3: Aussagen zur Einführungsveranstaltung (narrative Interviews)

Tabelle 4: Verteilung der Erstsemester nach Alter

Tabelle 5: Abschlußnoten nach Schulabschluß

Tabelle 6: Ergebnisse der offenen Frage "andere Gründe"

Tabelle 7: Signifikante Unterschiede zwischen den Parallelgruppen

Tabelle 8: Antworten der offenen Frage 8 ("sonstige Kritik / Anregungen")

Anhang:

Tabelle 9: Was hast Du vorher gemacht (incl. beruflicher Werdegang)? Tabelle 10:Warum studierst Du Soziale Arbeit?

Tabelle 11: Warum hast Du Dich für Nürnberg als Studienort entschieden? Tabelle 12: Wie lief die erste Zeit Deines Studiums?

Tabelle 13: Was sagst Du mittlerweile zum Studium?

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ablauf der Erstsemestereinführung im Oktober 1999

Abbildung 2: Verteilung der Stichprobe auf die Parallelgruppen

Abbildung 3: Verteilung der Erstsemester nach Geschlecht

Abbildung 4: Verteilung der Erstsemester nach Alter

Abbildung 5: Verteilung der Erstsemester nach geographischer Herkunft

Abbildung 6: Verteilung der Erstsemester nach Schulabschluß

Abbildung 7: Berufliche Vorgeschichte: ja / nein

Abbildung 8: Berufliche Vorgeschichte nach Ausbildungsrichtung

Abbildung 9: Erziehende Studierende

Abbildung 10: Motive für den Studiengang Soziale Arbeit

Abbildung 11: Motive für Nürnberg als Studienort

Abbildung 12: Allgemeine Bewertung der Veranstaltung (Gesamtstichprobe)

Abbildung 13: Allgemeine Bewertung der Veranstaltungen (Unterschiede zwischen den Parallelgruppen)

Abbildung 14: Kritik an den Veranstaltungen (Gesamtstichprobe)

Abbildung 15: Kritik an den Veranstaltungen (Unterschiede zwischen den Parallelgruppen)

1 Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Einführungsveranstaltungen für die StudienanfängerInnen im Fachbereich Sozialwesen der Georg- Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg (im Folgenden GSO genannt) im Wintersemester 1999/2000. Es wird der Frage nachgegangen, in wie weit die Studierenden durch die Einführungsveranstaltungen in den Hochschulalltag und die studentische Fachkultur eingeführt werden. Um die biographische Umbruchsphase ,,Studienbeginn" der einzelnen Studierenden möglichst ganzheitlich zu erfassen, wurden zur Datensammlung Erhebungsinstrumente sowohl der quantitativen wie auch der qualitativen Sozialforschung herangezogen.

2 Theoretischer Rahmen

Für Übergänge im menschlichen Lebenslauf haben Glaser & Strauss den Begriff der ,,Statuspassage" geprägt (vgl. Friebertshäuser 1992, S.28 ff.). Die moderne Statuspassage Studienbeginn zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus, die für diese Arbeit von Bedeutung sind (vgl. Friebertshäuser 1992, S. 60 ff.).

Begreift man den Eintritt ins Studium als Statuspassage, so läßt sich hier zunächst eine Ausdifferenzierung feststellen. An den Studienbeginn können weitere Statuspassagen gekoppelt sein, z.B. der Auszug aus dem Elternhaus.

Die Form der Initiation ist gesellschaftlich umkämpft. Es herrscht ein Dissens konkurrierender Gruppen (die Hochschule, die Studierendenvertretung, die Hochschulgemeinden, studentische Verbindungen, usw.) über die zeitliche und inhaltliche Ausgestaltung der Erstsemestereinführung. ,,Die jeweils vorherrschende Form der Initiation mußdeshalb verstanden werden als aktuell gefundener Konsens innerhalb einer studentischen Fachkultur." (Friebertshäuser 1992, S. 62)

Der Initiationsprozeß zum Studienbeginn ist trotz der gemeinsamen Immatrikulation und der Erstsemestereinführung weitestgehend individualisiert. Der Vollzug der Statuspassage, die Selbstdefinition der StudienanfängerInnen als ,,StudentIn", muß individuell gelöst werden.

Die Einführung in den Beginn des Studiums dient der Reproduktion der akademischen Fachkultur. ,,Die Hochschule bildet in sich eine eigene Welt, ein Gebäude aus spezifischen Denk-, Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsmustern. [...] Jeder Studiengang formt zudem eine eigene Kultur aus." (Friebertshäuser 1992, S. 64). Die Institution Hochschule ist daran interessiert, die StudienanfängerInnen möglichst rasch und reibungslos in den Hochschulalltag zu integrieren, also daß die Regeln der Hochschule von den Neuankömmlingen gleich zu Beginn internalisiert werden. Von Anfang an wird auch auf eine Trennung zwischen Studium und Privatleben - mit möglicherweise vorhandenen Problemen - Wert gelegt.

Die Einführung in die Hochschule hat für die studentische Fachkultur, vertreten durch Studierende höherer Semester, den Zweck der Wahrung studentischer ,,Traditionen" im Studiengang. Hierzu zählen Hintergrundinformationen über das Studium, Strategien zum Umgang mit Anforderungen der Hochschule und das Verhalten in bestimmten Situationen (Vorlesungen, Biblithek, Mensa), aber auch Werte, Haltungen, Lebensstil, Einstellungen und ritualisierte Umgangsformen (auch den DozentInnen gegenüber). ,,Von studentischer Seite gilt es, diese Traditionen zu wahren, da in die studentische Kultur eines Studiengangs auch die Machtbalance zwischen Lehrenden und Studierenden eingeschrieben ist. Einmal errungene Positionen der Studentenschaft sichern erst die Weitergabe undÜbernahme durch die nächste Generation." (Friebertshäuser 1992, S. 67). Bei der Einführung durch ältere Studierende ist in der Regel eine stärkere Einbeziehung der gesamten Lebenswelt der Neuankömmlinge zu erwarten.

Damit ist der theoretische Rahmen für diese Untersuchung abgesteckt. Es sollen nun aus den hier ausgeführten Gedanken die Fragestellungen für die Untersuchung abgeleitet werden.

3 Fragestellung

Diese Untersuchung möchte feststellen, inwiefern die Einführungsveranstaltungen für Erstsemester, die am Fachbereich Sozialwesen der GSO vom Fachbereich und von Studierenden der Fachschaft durchgeführt werden, die jeweiligen Ziele erreichen. Diese sollen nun zunächst im Sinne der oben angeführten Gedanken definiert werden.

3.1 Die Einführungsveranstaltung des Fachbereichs

Ziele der ,,Einführung ins Studium der Sozialen Arbeit" betitelten Lehrveranstaltung, die vom Fachbereich für die Erstsemester angeboten wird, finden sich im kommentierten Vorlesungsverzeichnis (Studienführer, Teil G, S. 23): ,,Möglichst weites Vertrautsein mit dem Studienplan (einschl. der dazugehörigen Anlagen [...]); um das Studium einschl. der Leistungsnachweise und Praktika eigenverantwortlich planen und organisieren zu können."

Schwerpunkt der Veranstaltung ist in erster Linie das Besprechen des Studienführers. Damit der Studienbetrieb reibungslos ,,funktioniert", sollten die Ersemester möglichst gleich ins Studium einsteigen - dazu ist notwendig, daß die Erstsemester ihr Studium selbst sinnvoll organisieren können.

Inhalt der Veranstaltung sollten auch Informationen rund ums Studium sein (Studentenwerk, Hochschulgemeinden, Einrichtungen der FH wie Bibliothek, Prüfungsamt, Studierendenvertretung usw.) - der Dozent hat hierbei die Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen. Zur Integrierung der Neuankömmlinge in den Hochschulalltag ist es notwendig, daß diese die Institutionen der Hochschule und deren Regeln kennen, also daß sie sich sicher und selbstständig in der Hochschule ,,bewegen" können.

Bei dieser Studie wurde sich darauf konzentriert, festzustellen, a) inwieweit die Erstsemester nach Besuch dieser Veranstaltung das Gefühl haben, selbstständig das Studium organisieren zu können, d.h. ob sie schon einen Stundenplan fürs erste Semester erstellen können und wie sie die vielfältigen Informationen aufgenommen haben sowie b) ob sich die Erstsemester am Fachbereich wohlfühlen. Die zweite Fragestellung gilt es später noch zu präzisieren (Punkt 5.5). ,,Von seiten der Institution Hochschule dient die Initiation der raschen Eingliederung in die etablierte Ordnung. [...] Verunsicherung einerseits und Identifizierung andererseits helfen im Rahmen der Initiation, eine Aufnahmebereitschaft für das Neue herzustallen"

(Friebertshäuser 1992, S. 80).

3.2 Die Einführungsveranstaltung der Studierenden der Fachschaft

Zwei Zitate aus einem Konzeptpapier des ,,Arbeitskreis Erstsemestereinführung" der Fachschaft Sozialwesen (Juni 1999): a)

,,Sinn und Zweck der Erstsemestereinführung ist, daßdie Ersties sich von Anfang an wohl und willkommen fühlen." b) ,,Bei dieser Gelegenheit können die Erstsemester Studierende höherer Semester mit all den Fragen löchern, die ihnen rund ums Studium einfallen, z.B. «Wie stelle ich mir einen Stundenplan zusammen?»". Die Veranstaltung ,,Tips von Studis für Studis" hat die hier zitierten zwei wesentlichen Ziele: einmal, die Erstsemester in die am Fachbereich existierende studentische Kultur zu integrieren, zum anderen, den Erstsemestern bewährte Bewältigungsstrategien zur Absolvierung des Studiums vorzustellen.

Den Ablauf des Grundstudiums und vor allem die sinnvolle Verknüpfung verschiedener Leistungsnachweise (im Hinblick auf die Machbarkeit) sowohl von Dozenten als auch von älteren Studierenden erklären zu lassen, macht insofern Sinn, daß die Dozenten besser über die Inhalte des Studiums und fächerübergreifende Zusammenhänge berichten können, Studierende über Arbeitsaufwand für die einzelnen Leistungsnachweise und über Schwierigkeiten bei der Ballung von Leistungsnachweisen bzw. mehreren ,,großen" Prüfungen in einem Semester.

Um den Erstsemestern den Einstieg auch lebenspraktisch zu erleichtern, finden im Rahmen der Veranstaltung ,,Tips von Studis für Studis" auch eine Hausführung und ein gemeinsamer Gang zur Mensa statt (die Nürnberger Zentralmensa befindet sich in ca. 1 km Entfernung). Zum besseren Kennenlernen der Erstsemester untereinander (und auch der Dozenten) werden in den Kleingruppen Kennenlernspiele veranstaltet, darüber hinaus organisiert der ,,AK Erstsemestereinführung" der Fachschaft einen Umtrunk im Anschluß an die Erstsemestereinführung und in den ersten Wochen mehrere Touren durch die beliebtesten Kneipen Nürnbergs. Den Erstsemestern werden dadurch gleich einschlägige Handlungsmuster, Werte und Einstellungen der studentischen Kultur am Fachbereich nahe gebracht. Dahinter steht die Überzeugung, daß ein Fachbereich auch von der Existenz einer gewissen Studierendenkultur lebt. Die Erstsemestereinführung durch ältere Studierende soll den Fortbestand einer interessierten, sich engagierenden Studierendenschaft sichern - durch das Vorbild von Studierenden, die ehrenamtlich den ,,Ersties" den Einstieg erleichtern wollen, und durch das Aufzeigen von Möglichkeiten, wo und wie der Einzelne sich im Fachbereich und an der Hochschule mit seinen Ideen einbringen kann.

Auch für diese Veranstaltung lag der Schwerpunkt der Untersuchung auf den beiden im Punkt 3.1 beschriebenen Fragestellungen ,,Fühlen sich die Ersties fit fürs Studium?" und ,,Fühlen sie sich hier am Fachbereich wohl?". Dies sind auch für die Integration in die studentische Kultur wichtige Voraussetzungen (vgl. Friebertshäuser 1992, S. 66 ff.). Die zwei auf zwei Seite definierten Fragestellungen für die Bewertung der Veranstaltung des Fachbereichs dienen aus einem anderen Blickwinkel (dem der studentischen Fachkultur) auch für die Bewertung der Veranstaltung der Fachschaft.

3.3 Rahmenbedingungen

Die Einführungsveranstaltung erstreckte sich über zwei Tage (Vor- und Nachmittag). Nach der offiziellen Begrüßung wurden die 218 Erstsemester per Los in sechs Parallelgruppen eingeteilt. Jede Gruppe wurde von einen Dozenten und zwei bis drei ältere Studierenden betreut, die die Form der Einführung (gemeinsam oder abwechselnd) selbst gestalten konnten.

Im Fachbereich Sozialwesen der GSO gibt es für die Studierenden keinen vorgegebenen Stundenplan, sondern nur eine ungefähre Zeitvorgabe für die Absolvierung der Pflichtfächer im Grund- und Hauptstudium. Für jedes Pflichtfach werden die entsprechenden Lehrveranstaltungen mehrfach angeboten (teilweise von verschiedenen Dozenten), so daß eine gewisse Wahlmöglichkeit besteht, verschiedene Lehrveranstaltungen im jeweiligen Stundenplan unterzubringen. Die Studierenden können die Fächer für jedes Semester selbst wählen und dabei inviduelle Schwerpunkte setzen (vgl. Studienführer, Teil C). Am dritten Tag des Semesters, also unmittelbar nach der Einführung, beginnt der reguläre Vorlesungsbetrieb, d.h. die Erstsemester stehen unter dem Zeitdruck, möglichst bis Ende der Einführungsveranstaltung einen individuellen Stundenplan für ihr erstes Semester erstellt zu haben.

Als besondere Schwierigkeit im Wintersemester 1999/2000 kam die Erkrankung zweier Dozenten kurz vor Beginn des Semesters hinzu. Deren Vorlesungen für das ganze Semester fielen aus. Den Erstsemestern wurde daher dringend geraten, zwei Pflichtfächer dieses Semester noch nicht zu absolvieren.

4 Methodische Vorgehensweise

Um die Zeit des Studienbeginns möglichst ganzheitlich zu erfassen, wurden Methoden und Erhebungsinstrumente sowohl der qualitativen wie auch der quantitativen Sozialforschung verwendet. Um der Frage nachgehen zu können, ob die Ziele der Einführungsveranstaltung erreicht wurden, wurde eine Voruntersuchung über das subjektive Erleben der Anfangszeit vorgenommen. Methodische und technische Vorgehensweise dieser Prästudie wird in Punkt 5 erläutert. Die Voruntersuchung wurde Ende Sommersemester 1999 abgeschlossen und in den Ferien ausgewertet.

Für die eigentliche Untersuchung - die Bewertung der Erstsemestereinführung 1999 - schien es zweckmäßig, die Gesamtheit der Erstsemester (n = 218) direkt an der Einführungsveranstaltung Anfang Oktober mit einem strukturierten Fragebogen zu interviewen.

An einem Zeitpunkt gegen Ende der Einführungsveranstaltung war es wahrscheinlich, die Mehrzahl der Erstsemester anzutreffen und auch einen ordentlichen Rücklauf zu bekommen. Auch konnten sie zu diesem Zeitpunkt schon eine Bewertung der Veranstaltung vornehmen. Diese Vorgehensweise schränkte die Untersuchung allerdings insofern ein, daß kein Pretest gemacht werden konnte - dies mußte abgewägt werden gegen die Gefahr, bei einer Umfrage zu einem späteren Zeitpunkt einen ungenügenden Rücklauf zu bekommen, was auf Kosten der Aussagekräftigkeit der Ergebnisse gegangen wäre. Der Fragebogen war das Instrument, um Daten zu den in Punkt 3 geschilderten Fragestellungen zu erhalten. Er wurde also dahingehend konstruiert, daß er Fragen zur Studienmotivation, zur Bewertung der Erstsemestereinführung und zu persönlichen Daten der StudienanfängerInnen beinhaltet. Eine detaillierte Konstruktion des Fragebogens wird in Punkt 6.1 beschrieben, der Fragebogen selbst ist im Anhang zu finden (S. ff.).

Für die Bewertung der Erstsemestereinführung wurde ein geschlossener Fragenkatalog hergenommen (Wellhöfer 1997, S. 131), vor allem aus dem Grund, daß die Auswertung offener Fragen bei der erwarteten Zahl n = 200 nur sehr aufwendig zu bewerkstelligen gewesen wäre. Ein geschlossener Fragenkatalog kann streng genommen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, deshalb kann man (streng genommen) auch nicht davon sprechen, daß mit der Untersuchung die Einführungsveranstaltungen bewertet wurden, sondern, daß die Erstsemester verschiedene Teilaspekte bewertet haben. Durch eine relativ große Anzahl von Items wurde dies zu kompensieren versucht, damit man trotzdem möglichst valide Aussagen über das Erreichen der Ziele der Veranstaltungen´machen kann.

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich weitestgehend um eine deskriptive Untersuchung - zum einen wird die Übergangsphase Studienbeginn anhand des Beispiels von StudienanfängerInnen im Fachbereich Sozialwesen der GSO beschrieben, zum anderen wird die subjektive Meinung der Erstsemester auf die sie betreffenden Einführungsveranstaltungen eingeholt und beschrieben. Die Bewertung der Erstsemestereinführung wird also durch ihre ,,Kunden" vorgenommen.

Nach Erhalt der Meßergebnisse durch die schriftliche Umfrage wurden diese am PC ausgewertet (SPSS für Windows 6.3) und mit Hilfe von Grafiken veranschaulicht (Excel 5.0). (vgl. einschlägige Literatur, z.B. Bühl & Zofel 1996, sowie Baloui 1993).

5 Die Voruntersuchung: Die Lebenswelt von StudienanfängerInnen im Fachbereich Sozialwesen

Erkenntnisse über subjektive Bedeutungsstrukturen der Phase des Studienbeginns für Studendierende des Fachbereichs habe ich mir aus einer Voruntersuchung versprochen. Die Durchführung von narrativen Interviews (vgl. Mayring 1996, S. 54 ff., sowie Glinka 1998) mit Studierenden des Fachbereichs schien in diesem Zusammenhang ein sinnvolles Erhebungsinstrument zu sein - aus dem subjektiven Empfinden heraus, daß die Statuspassage des Eintritts in das Studentenleben eine Zeit ist, in der für den Einzelnen ,,viel passiert", und die sich auch gut als Geschichte erzählen läßt. Die Statuspassage Studienbeginn kann nach Friebertshäuser (1992, S. 68) ,,das Erlebnis einer biographischen Chance produzieren", also gefühlsmäßig eine markante Zeit in der Biographie sein.

5.1 Die Stichprobe

Bei der Zusammenstellung der Stichprobe (n = 10) für die Interviews wurde darauf geachtet, daß verschieden ausgeprägte Merkmale (Geschlecht, Alter, Semester, geographische Herkunft usw.) in der Stichprobe vorkommen, und es wurden auch bewußt zwei ,,Extremfälle" mit hineingenommen - eine Studentin, die im Nachrückverfahren zugelassen wurde und einen Student, der das Studium der Sozialen Arbeit abgebrochen hat und an derselben FH mittlerweile Betriebswirtschaftslehre studiert.

Unter den zehn Befragten waren fünf Männer und fünf Frauen.

Außerdem lassen sich fünf der befragten Studierenden zum Kreis der ,,Aktiven" in der Fachschaft zählen. Vier haben schon selbst einmal bei einer Erstsemestereinführung teilgenommen - als ältere Studierende, die den ,,Ersties" Tips geben.

Eine Befragte stammt aus der Region, die Restlichen kommen von weiter her (restliches Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen), die Befragten waren bei der Immatrikulation zwischen 19 und 30 Jahren alt und studierten zum Zeitpunkt des Interviews zwischen dem zweiten und dem zehnten Hochschulsemester.

Bei der Stichprobe wurde darauf geachtet, möglichst von der Biographie und vom Alter her ein breites Spektrum abzudecken, um viele unterschiedliche Daten zu sammeln. Als repräsentativ kann man die Stichprobe aber weder von der Zahl noch von der Zusammenstellung her bezeichnen.

5.2 Durchführung der Interviews

Das narrative Interview ist eine besondere Form des offenen Interviews. Es zeichnet sich dadurch aus, daß der Interviewte ein Stück aus seinem Leben wie eine Geschichte erzählt. Das narrative Interview ist eine Stegreiferzählung, d.h. der Interviewte kann sich nicht auf irgendeine Art und Weise auf das, was er erzählt, vorbereiten. Durch die Dynamik des Erzählvorgangs wird die Geschichte für den Interviewten wieder ,,lebendig", und subjektive Erlebnisse aus der Zeit der Geschichte können erfaßt werden (vgl. Glinka 1998, S. 9 ff.). Der Interviewte wird während seiner Erzählung möglichst nicht vom Interviewer unterbrochen.

Zu den Interviews wurde ein Fragebogen für einige persönliche Daten sowie ein datenschutzrechtliches Informationsblatt ausgegeben (im Anhang, S. f.). Die Interviews fanden bei laufendem Diktiergerät in gemütlicher Atmosphäre statt, zu Hause bei den Studierenden oder im Café. Der Fragebogen zu den persönlichen Daten sollte auch als Einstimmung auf die Erzählung dienen (,,Wie alt war ich denn zum Studienbeginn?" usw.). Die Interviews wurden alle persönlich von mir durchgeführt - nach dem Geben eines Erzählstimulus konnte der Interviewte ohne Zeitbegrenzung reden, nachgefragt werden mußte in der Regel nicht. Der Erzählstimulus war ,,Erzähle mir in Deinen Worten, wie Du den Anfang Deines Studiums erlebt hast." Die Interviews dauerten zwischen 10 und 30 Minuten.

Die Tonbandaufnahme wurde dann Wort für Wort am PC mit einschlägiger Textverarbeitungssoftware (Word 6.0) abgetippt. Die Zeilen wurden durchnummeriert und verschiedene Transkriptionszeichen für Nuancen verwendet (nach Glinka 1998, S. 62). Ein transkribierter Interviewtext ist im Anhang auf Seite zu finden.

5.3 Auswertung der narrativen Interviews

Als adäquate Verfahrensweise zur Auswertung narrativer Interviews bietet sich die qualitative Inhaltsanalyse an (vgl. Mayring 1995, aus Handbuch qualitative Sozialforschung, S. 213 ff.). Bei der zusammenfassenden Inhaltsanalyse wird der Interviewtext durch Wegstreichen von ausschmückenden, wiederholenden u.a. Textpassagen auf seine wesentlichen Bestandteile reduziert. Diese werden anschließend kategorisiert.

Zur EDV-mäßigen Verarbeitung kann auch hier Standardsoftware in Textverarbeitung gute Dienste leisten.

5.4 Ergebnisse der Voruntersuchung

Die Interviews waren von unterschiedlicher Länge und Umfang (10 bis 30 Minuten bzw. zwischen 363 und 1804 Wörtern incl.

Transkriptionszeichen). Nach der Zusammenfassung durch die Inhaltsanalyse blieben zwischen 7 und 21 Aussagen übrig, die in verschiedene Kategorien eingeteilt wurden (manche Aussagen mußten gleichzeitig in mehrere Kategorien eingeteilt werden). Interessant ist, daß die Interviewten bei ihren Erzählungen unterschiedliche Schwerpunkte setzten, zu manchen Themenbereichen gar nichts und zu anderen viel aussagten.

Tabelle 1:Narrative Interviews: Kategorisierung der Aussagen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es bedeuten:

Aussagen: Summe der Aussagen, die zu dem Themenbereich gemacht wurden Interviewte: Anzahl der Interviewten, die zu dem Themenbereich etwas ausgesagt haben

Die wesentlichen Elemente der einzelnen Erzählungen waren demnach die individuellen subjektiven Gefühle zum Studienbeginn und der Ablauf der ersten Zeit des Studiums. Die extreme Verteilung der 16 Aussagen von drei Interviewten zum Themenbereich ,,Warum studierst Du Soziale Arbeit?" läßt sich dadurch erklären, daß zwei Interviewte während des Studiums kritisch hinterfragt haben, ob ausgerechnet dieser Studiengang das Richtige für sie ist, und die Frage dadurch eine enorme Bedeutung für sie gewonnen hat.

Die Auswertung der Voruntersuchung soll sich nun auf die Kategorien ,,Subjektive Bedeutungsstrukturen / Gefühle zum Studienbeginn" und ,,Einführungsveranstaltung" beschränken. Die übrigen Ergebnisse finden sich im Anhang auf S. ff.

Tabelle 2: Gefühle zum Studienbeginn (narrative Interviews)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Aussagen zur Einführungsveranstaltung (narrative Interviews)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5.5 Interpretation der Ergebnisse

,,Mit dem Studienbeginn stehen die Studierenden vor der Aufgabe, die Strukturen, in die sie gestellt sind, mit ihrer Person und ihren Interessen zusammenzubringen" (Friebertshäuser 1992, S. 82). In den Aussagen über die Gefühle der Interviewten zum Studienbeginn (Tabelle 2) fallen Hoffnungen und Ängste auf, was der neue Lebensabschnitt mit sich bringt. Eine große Unsicherheit darüber, daß man in einer neuen Umgebung ist, keinen kennt, nicht weiß, was auf einen zukommt, und wie hoch die Anforderungen im Studium sind. Auf der anderen Seite Erwartungen, Spannung, Enthusiasmus, daß der neue Abschnitt in der Biographie viel Gutes mit sich bringen kann. Am Anfang überwiegt jedoch augenscheinlich die Unsicherheit. Ein entscheidender Schritt zur Bewältigung der Übergangsphase scheint das Kennenlernen von Gleichgesinnten zu sein.

Zur Erstsemestereinführung (Tabelle 3) machten die Interviewten differenzierte Aussagen. Es zeichnet sich ein Bild davon ab, daß die Befragten schon froh waren, ausführlich über den organisatorischen Ablauf des Studiums informiert zu werden (vgl. die Aussagen über die Unsicherheit, einen Stundenplan zusammenzustellen in Tabelle 2), aber daß sich einige inhaltlich mehr versprochen haben, auch, daß sie etwas lang war. Die zwei Interviewten, die die Kneipentouren erwähnten, gaben eine positive Resonanz, zwei weitere äußerten sich negativ über die gleich zu Beginn des Studiums gestellte Frage ,,Was machen Sie eigentlich hier".

Bemerkenswert ist die Tatsache, daß zwei Interviewte (Int.5 und 6) die Erstsemestereinführung gar nicht erwähnten, zwei weitere (Int.3 und 8) nur in einem Nebensatz (Int.8 ist die ,,Nachrückerin"). Vermutlich spielt für den subjektiven Stellenwert der Einführungsveranstaltung eine Rolle, ob man sich gedanklich schon einmal damit beschäftigt hat - belegen läßt sich dies am vorhandenen Material aber nicht.

Die wesentlichen Erkenntnisse, die sich aus dieser Voruntersuchung für die Fragestellung ergeben haben, wurden im Fragebogen der Hauptuntersuchung aufgegriffen.

Für die Frage, ob ein Studienanfänger im Fachbereich Sozialwesen der GSO sein Studium eigenverantwortlich und erfolgreich planen kann, kann als wichtiger Indikator die Fähigkeit, einen Stundenplan für das erste Semester zusammenzustellen, gesehen werden, aber auch die Aufnahme von Informationen zum Ablauf des Studiums (von DozentInnen und Studierenden).

Durch die Ergebnisse der Voruntersuchung läßt sich auch die in Punkt 3 gestellte Frage, ob sich die Neuankömmlinge im Fachbereich wohlfühlen, näher definieren. Als wichtige Indikatoren, die bereits bei der Einführungsveranstaltung eine Rolle spielen, können verschiedene Faktoren betrachtet werden: Die Erfüllung von Erwartungen, die sich aus der Studienmotivation ergeben, das Kennenlernen von KommilitonInnen und eine gute Atmosphäre während bei der Einführungsveranstaltungen.

6 Die schriftliche Befragung der Erstsemester 1999

6.1 Die Konstruktion des Fragebogens

Bei der Ausarbeitung des schriftlichen Fragebogens wurde darauf geachtet, daß von der Form und vom Sprachstil her die Zielgruppe erreicht wird. Es wurde ein lockerer, für junge Menschen spezifischer Sprachstil verwendet (vgl. Wellhöfer 1997, S. 129). Der Fragebogen findet sich im Anhang, S. ff.

Der Fragebogen besteht aus 14 z.T. unterteilten Fragen in drei Blöcken, jeweils zur Studienmotivation, zur Bewertung der Einführungsveranstaltungen und abschließend einigen ,,demographischen" Fragen zu persönlichen Daten. Am Anfang des Fragebogens wurden der Zweck und die Art der Untersuchung erklärt, die befragte Person über die Anonymität der Umfrage informiert und eine Kontaktperson für Rückfragen benannt (vgl. Wellhöfer 1997, S. 132).

Sofern nicht anders angegeben, wurden die Daten auf Nominalskalenniveau erhoben, d.h. die Daten lassen sich bestimmten (vorgegebenen) Kategorien zuordnen, aber nicht nach einer sinnvollen Rangreihenfolge ordnen (ebd., S. 26 f.).

Bei den Fragen 4, 6 und 7 sollte die befragte Person zu bestimmten Thesen Zustimmung oder Ablehnung äußern (Motivation für den Studiengang, Bewertung von und Kritik an den Einführungsveranstaltungen). Die Werte wurden auf Rangskalenniveau gemessen (ebd., S. 27), d.h. die befragte Person sollte ihre Zustimmung bzw. Ablehnung in einer sinnvollen Absstufung äußern. Hier empfiehlt sich für die Zielgruppe (junge Erwachsene) die sog. Kunin-Skala, bei welcher der Grad der Zustimmung durch verschieden freundliche bzw. unfreundliche Gesichte angegeben ist (vgl. Roth 1987, S. 423).

Auf Intervallskalenniveau, d.h. Zahlen, mit denen Rechenoperationen durchgeführt werden können, wurden nur Daten behandelt, die so schon definiert sind: Das Alter der Befragten und die Abschlußnote. Auf offene Fragen wurde weitgehend verzichtet (nur die Frage 8: ,,Sonstige Kritikpunkte, Anregungen etc." und die Kategorie ,,andere Gründe" bei Frage 3: ,,Warum ausgerechnet Nürnberg?" wurden offen gehalten), um die Erstsemester nicht damit zu überfordern, selbst Antworten ,,produzieren" zu müssen. Nach Wellhöfer (1997, S.131) ist dies ,,meistens schwieriger als das Wiedererkennen und «Reproduzieren»bei der geschlossenen Fragestellung." Wie schon in Punkt 4 erwähnt, wurde der Nachteil des geschlossenen Fragekatalogs (kein Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb könnte es bei Probleme bei der Validität der Aussagen geben) durch eine große Anzahl von gemessenen Items zu kompensieren versucht. Beim Fragebogen wurde darauf geachtet, daß er sich möglichst selbst erklärt, um auf eine Interviewerschulung verzichten zu können. Damit wurde auch die von Wellhöfer (1997, S. 129) geschilderte ,,Ankerwirkung" (das soziale Kraftfeld zwischen Interviewer und Interviewtem) weitgehend auszuschalten versucht.

6.2 Die Erstsemestereinführung 4. - 5. Oktober 1999

Der Ablauf der Erstsemestereinführung (Abbildung 1) ließ kaum Spielraum für die Untersuchung. Je später die Fragebögen in den Parallelgruppen ausgeteilt worden wären, desto aussagekräftiger wären die Ergebnisse für die Bewertung gewesen. Aber je später sie ausgeteilt worden wären, desto spärlicher wäre auch der Rücklauf gewesen (die Erfahrung der vergangenen Jahre sagt, daß sich die Veranstaltungen ab dem zweiten Tag ,,verlaufen", daß sich Erstsemester, die ihren Stundenplan schon fertig und/oder andere Verpflichtungen haben, ,,abseilen" (es ist ja keine Anwesenheitspflicht). Dazwischen mußte ein Kompromiß geschlossen werden.

Die Entscheidung war schließlich, am späten Dienstagvormittag (05.10.99) die Fragebögen austeilen zu lassen. Durch einen Rücklauf von 66,5 % scheint dies im Nachhinein eine gute Entscheidung gewesen zu sein (145 erhaltene Fragebögen bei 218 Erstsemestern zum Zeitpunkt der Veranstaltungen).

GSO-FACHHOCHSCHULE NÜRNBERG FACHBEREICH SOZIALWESEN E i n f ü h r u n g s v e r a n s t a l t u n g e n

für

Studierende im 1. Semester (StudienanfängerInnen)

Montag, 04.10.1999, Bahnofstr. 87

09.00 - 09.45 Uhr:

Zwei parallele Einführungsveranstaltungen in den Räumen L 316 und L 317 (jeweils im 3. Stock)

Raum L 316:

Begrüßung durch den Dekan Herrn Prof. Dr. Kreuzer, die Frauenbeauftragte Frau Prof. Dr. Mayr-Kleffel, den Studienfachbereater Herrn Prof. Dr. Rothgang und studentische

VertreterInnen der Fachschaft

Raum L 316:

Begrüßung durch den Prodekan Herrn Prof. Moosbauer, studentische VertreterInnen der Fachschaft, die Frauenbeauftragte Frau Prof. Dr. Mayr-Kleffel und den Studienfachberater Herrn Prof. Dr. Rothgang

09.45 - 14.00 Uhr:

Die Erstsemester werden durch die Fachschaft in 6 Parallelgruppen eingeteilt.

Möglichkeit des Erwerbs des ,,Studienführers mit kommentiertem Vorlesungsverzeichnis". ,,Vorstellungsrunde" unter Beteiligung der Dozenten, die das Fach ,,Einführung in das Studium der Sozialen Arbeit" geben.

Beteiligte DozentInnen: Prof. X (L 403),. Prof. Y (L 404), Prof. Z (L405), Prof. A (L 406), Prof. B (L 411), Prof. C (L 412)

Überblick über die weiteren Programmpunkte der Einführungsveranstaltungen.

Studierende höherer Semester (unter Beteiligung der Dozenten) informieren die Erstsemester (,,Tips von Studies zu Studies").

Ca. 12.30 Uhr: Mensa.

14.00. 17.15 Uhr:

In den 6 Parallelgruppen: ,,Einführung das Studium der Sozialen Arbeit" Beteiligte Dozenten und Raumverteilung: s.o.

Dienstag, 05.10.1999

08.30 - 12.15 Uhr:

In den 6 Parallelgruppen: Fortsetzung ,,Einführung in das Studium der Sozialen Arbeit" Beteiligte Dozenten und Raumverteilung: s.o.

14.00 - ca. 17.00 Uhr:

Studierende höherer Semester informieren die Erstsemester (,,Tips von Studies zu Studies")

17.30 Uhr:

Umtrunk und Imbiß

Teilnehmerkreis: alle Erstsemester; alle Studierenden höherer Semester , die aktiv an der Erstsemester-Einführung beteiligt sind; alle hauptamtlichen DozentInnen des FB SW

Mittwoch, 06.10.1999, 08.00 Uhr: Beginn der Lehrveranstaltungen nach Stundenplan

Mittwoch, 20.10.1999, 11.30 Uhr: Die o.a. Parallelgruppen treffen sich in den o.a. Räumen

zu einer Nachbesprechung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ablauf der Erstsemestereinführung im Oktober 1999

6.3 Die Stichprobe

Ein Rücklauf von 66,5 % der Grundgesamtheit ist für eine schriftliche Befragung durchaus im Bereich des Normalen (Wellhöfer 1997,S. 109), allerdings verteilt sich die Stichprobe ungleich auf die sechs Parallelgruppen. Das hat verschiedene technische Gründe. Einmal wurde nicht mit einer so hohen Zahl an Erstsemestern gerechnet (Erfahrungswert: 180-190, der Rest kommt über das sog. ,,Nachrückerverfahren"), deshalb waren für 218 Erstsemester nur 200 Fragebögen vorhanden. Zum anderen haben bei der Verteilung der Fragebögen die Gruppen 1 und 2 den ,,Rest" abbekommen, d.h. es waren speziell in diesen zwei Gruppen nicht genügend Fragebögen vorhanden. Diese technischen Probleme ließen sich bis zur Mittagspause nur ansatzweise in den Griff bekommen, weshalb die Stichprobe nun so aussieht wie in Abbildung 2. Die folgenden Daten basieren alle auf der Gesamtheit der zurückbekommenen Fragebögen (n = 145).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Verteilung der Stichprobe auf die Parallelgruppen

Statistisch waren 34,6 Studierende in jeder Parallelgruppe. Die Säulen geben an, wie viele von dieser statistischen Zahl in der Stichprobe sind. Die Repräsentativität der Aussagen muß anhand dieser Verteilung skeptisch gesehen werden. Allerdings kann man bei Aussagen, die zwischen den Parallelgruppen kaum abweichen, eine Repräsentativität unterstellen.

7 Ergebnisse

7.1 Die heterogene Gruppe der Erstsemester

7.1.1 Geschlecht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Verteilung der Erstsemester nach Geschlecht

Der hohe Frauenanteil von ca. drei Viertel ist durchaus repräsentativ für den Fachbereich SW. Im Sommersemester 1999 waren ebenfalls ca.

73 % der Studierenden weiblich.

7.1.2 Alter

Tabelle 4: Verteilung der Erstsemester nach Alter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Md = 22,0 mQ = 4,6

Wie aus dem folgenden Schaubild ersichtlich, sind die Studierenden nach Alter nicht normalverteilt. Um Verzerrungen durch die Extremwerte zu vermeiden, wurden als Maßzahl für die zentrale Tendenz und die Streuung der Median und der mittlere Quartilsabstand verwendet. Der Median und der mQ sind unempfindlicher in Bezug auf einseitige Extremwerte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Verteilung der Erstsemester nach Alter

Das Gros der Studierenden ist durchaus normalverteilt zwischen 18 und 25 Jahren. Nach hinten gibt es aber einige ,,Ausrutscher" bis hin zu 47 Jahren.

7.1.3 Geographische Herkunft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Verteilung der Erstsemester nach geographischer Herkunft

Ein knappes Drittel der Erstsemester kommt aus Nürnberg, die gute Hälfte aus der Region, über drei Viertel aus Bayern.

7.1.4 Schulabschluß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Verteilung der Erstsemester nach Schulabschluß

Unter die Kategorie FOS fällt auch die Fachhochschulreife, unter die Kategorie BOS auch die einjährige FOS und der sog. 2. Bildungsweg (Siehe Fragebogen im Anhang, S. ff.)

Die große Mehrheit der Erstsemester hat nicht die allgemeine Hochschulreife, die meisten waren auf der FOS (oder vergleichbaren Schulen in anderen Bundesländern).

Tabelle 5: Abschlußnoten nach Schulabschluß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7.1.5 7.1.6 Lebenssituation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Berufliche Vorgeschichte: ja / nein

Über die Hälfte der StudienanfängerInnen haben vor dem Studium der Sozialen Arbeit schon eine Ausbildung oder ein Studium absolviert bzw. angefangen. Der Großteil davon (41,4 % der Grundgesamtheit) hat schon einen Berufsabschluß.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Berufliche Vorgeschichte nach Ausbildungsrichtung

Es dominieren kaufmännische Ausbildungen (BWL) und soziale Berufe. Es wurde in der Stichprobe nicht explizit nachgefragt, aber die Vorstellungsrunden in den Parallelgruppen zeigten, daß die Erstsemester mit einschlägiger Erfahrung fast ohne Ausnahme eine Ausbildung als ErzieherIn abgeschlossen haben (21,4 % der Grundgesamtheit, 51,7 % der Befragten mit beruflicher Vorgeschichte).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Erziehende Studierende

Ca. 8 % der Befragten geben an, daß sie neben dem Studium mit der Erziehung von Kindern beschäftigt sind. Allerdings der Verdacht liegt nahe, daß es hier eine nicht unerhebliche ,,Dunkelziffer" gibt, da es gut möglich ist, daß gerade Alleinerziehende zum Zeitpunkt der Erhebung (später Dienstagvormittag) nicht bei der Einführungsveranstaltung waren, d.h. nicht erfaßt wurden, weil sie andere Verpflichtungen hatten.

7.2 Studienmotivation

7.2.1 Motive für den Studiengang Soziale Arbeit

In der folgenden Abbildung und in den Abbildungen über Bewertung und Kritik der Einführungsveranstaltungen wird der Median durch einen Punkt gekennzeichnet, der mittlere Quartilsabstand durch eine senkrechte Linie um den Median.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Motive für den Studiengang Soziale Arbeit

Die StudienanfängerInnen stimmen dem Satz ,,Ich studiere soziale Arbeit, weil ich gerne etwas mit Menschen arbeiten möchte" nahezu vollständig zu. Hohe Zustimmung erhalten auch die Items ,,... weil mich die Fächer im Studium interessieren", ,,... um ein sinnerfülltes Leben zu leben" und ,,... um mich beruflich weiterzubilden", die letzteren beiden aber mit einer hohen Streuung (mQ um die 2). Im ,,unentschiedenen" Bereich (allerdings mit einer Tendenz nach oben) befinden sich die zwei Items ,,... weil ich hoffe, hier viele Gleichgesinnte zu treffen" und ,,Ich kann diese Frage nicht mehr hören".

Die restlichen Items liegen im ,,negativen" Bereich, d.h. die Gesamtheit der Erstsemester lehnt diese Aussagen für sich ab. Auch hier ist aber eine beträchtliche Streuung bei einzelnen Items zu beobachten. Bei den Aussagen zum Item ,,...weil ich beim Zivi / FSJ auf die Idee gekommen bin" zeigt sich ein geschlechtsspezifischer Unterschied, beim Item ,,... weil ich auf derFOS auf die Idee gekommen bin" gibt es einen Unterschied zwischen Abiturienten und Studierenden mit Abschluß der Fachoberschule. Die Unterschiede sind signifikant bei der üblichen Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 %, d.h. mit 95 %iger Sicherheit kann der Zufall als Erklärung für die Unterschiede ausgeschlossen werden (Kolgomorov-Smirnov-Test, vgl. Bühl & Zöfel 1996, S. 271 f.).

Der Aussage ,,...weil ich beim Zivi / FJS auf die Idee gekommen bin" wird von den männlichen Befragten mehr zugestimmt als von den weiblichen (Md mnl. = 3,25, Md wbl. = 1,27). Die Aussage liegt bei den männlichen Befragten fast im Zustimmungsbereich, weist aber eine hohe Streuung auf (mQ mnl. = 2,88, mQ wbl. = 1,33). Beim Kolmogorov-Smirnov-Test ergab sich ein Z-Wert von 2,970 und damit eine Irrtumswahrscheinlichkeit p = 0,000.

Ein weiterer signifikanter Unterschied ist die Beantwortung der Frage 4 k): ,,Weil ich bei der FOS auf die Idee gekommen bin" zwischen Studierenden, die auf der FOS waren (Md = 3,03, mQ = 2,71) und den Abiturienten (Md = 1,13, mQ = 0,87). Dieser Wert ist dahingehend zu interpretieren, daß die Gruppe der FOS-Schüler diesen Item ,,neutral" beantwortet, aber auch mit einer hohen Streuung. Man kann wohl davon ausgehen, daß ca. die Hälfte ,,positiv" und die andere ,,negativ" geantwortet hat. Beim Kolmogorov-Smirnov-Test ergab sich ein Z-Wert von 3,196 und damit eine Irrtumswahrscheinlichkeit p = 0,000.

7.2.2 Motive für Nürnberg als Studienort

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Motive für Nürnberg als Studienort

Tabelle 6: Ergebnisse der offenen Frage "andere Gründe"

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Ergebnisse wurden für diese Tabelle kategorisiert. Die Originalergebnisse sind im Anhang auf S. zu finden.

Die Gründe dafür, in Nürnberg zu studieren - außer daß die Mehrheit der Erstsemester aus der Region stammt - sind (bei der vorliegenden Stichprobe) pragmatischer oder lebenspraktischer Natur. ,,Attraktives Studium", ,,Zufall" und ,,ZVS" wurden kaum angegeben.

7.3 Bewertung der Einführungsveranstaltungen

7.3.1 Allgemeine Bewertung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Allgemeine Bewertung der Veranstaltung (Gesamtstichprobe)

Die Bewertung der Einführungsveranstaltungen durch die Erstsemester fällt anhand der vorgegebenen Punkte durchaus positiv aus. Bis auf den Punkt ,,Dein Stundenplan ist fertig und Du bist mit ihm zufrieden" haben die Antworten der StudienanfängerInnen einen Md > 3,5, also im Bereich der Zustimmung (freundliche Gesichter). Der ,,Stundenplan"- Item ist im Mittelfeld angesiedelt. Die mQ als Maß für die Streuung der Werte fallen auch relativ gering aus (vgl.Abbildung 12), d.h. die hier dargestellten Meinungen sind unter den Erstsemestern recht homogen. Unterschiede gibt es allerdings in den Parallelgruppen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 13: Allgemeine Bewertung der Veranstaltungen (Unterschiede zwischen den Parallelgruppen)

Im Gegensatz zu Abbildung 12 wurden hier nur der jeweilige Median graphisch dargestellt.

Es gibt bei einigen Bewertungen Unterschiede zwischen verschiedenen Parallelgruppen. Bei der Signifikanzprüfung - H-Test nach Kruskal und Wallis (vgl. Bühl & Zöfel 1996, S. 280 ff.) - ergaben sich folgende signifikante Unterschiede (Signifikanzniveau auch hier 5 %):

Tabelle 7: Signifikante Unterschiede zwischen den Parallelgruppen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Für diese vier Items gibt es je nach Parallelgruppe signifikante Unterschiede (vgl. Abbildung 12).

7.3.2 Kritikpunkte

Hier wurde die Kodierung umgedreht, weil die Items negativ formuliert wurden, d.h. niedrige gemessene Werte bedeuten gute Werte bei der Evaluation der Einführungsveranstaltungen. Sämtliche Items liegen im negativen Bereich, d.h. die angeführten Kritikpunkte trafen für die Erstsemester nicht zu. Auch die Streuung hält sich hier wieder in Grenzen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 14: Kritik an den Veranstaltungen (Gesamtstichprobe)

Wenn man die Parallelgruppen direkt vergleicht, ergibt sich folgendes Bild:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15: Kritik an den Veranstaltungen (Unterschiede zwischen den Parallelgruppen)

Auch hier wurden zur besseren Übersicht nur die jeweiligen Mediane dargestellt Signifikante Unterschiede zwischen den Parallelgruppen gab es nur beim Item ,,Die Veranstaltung war stinklangweilig". Getestet wurde wie bei der allgemeinen Bewertung mit dem H-Test nach Kruskal und Wallis (vgl Bühl & Zofel 1996, S. 280 ff.); _2 = 18,87, d.F. = 5, p = 0,0031.

Der Item ,,Die Kennenlernspiele haben genervt" ist bei Gruppe 5 nicht angegeben, weil ihn über 25 % der Befragten der Gruppe nicht beantwortet haben.

Tabelle 8: Antworten der offenen Frage 8 ("sonstige Kritik / Anregungen")

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

* Davon 3 Antworten: ,,Ich hätte lieber einen fertigen Studenplan gehabt"

Die Antworten wurden kategorisiert. Die Originalantworten sind im Anhang auf S. zu finden.

Viele Kritik ist dahingehend, daß es sehr schwierig ist, einen Stundenplan zusammenzustellen. Interessant wäre hier noch, daß die 4 Befragten, die angeben, daß der Dozent nur aus dem Studienführer vorgelesen hätte, alle in der Parallelgruppe 3 waren.

8 Interpretation der Ergebnisse

An dieser Stelle sollen nur die Ergebnisse der Bewertung der Einführungsveranstaltungen diskutiert werden (Punkt 7.3). Die in Punkt 7.1 und 7.2 dargestellten Daten über Studienmotivation und Struktur der Studierenden des Fachbereichs SW (am Beispiel der Erstsemester) sollten in dieser Untersuchung lediglich beschrieben werden.

8.1 Kriterien für eine Bewertung

Die Fragestellung wurde in Punkt 3 ausgeführt. Als Kriterien für eine Evaluation der Einführungsveranstaltungen wurden demnach zwei Fragen hergenommen. Diese Fragen wurden außerdem anhand der Ergebnisse der Voruntersuchung näher ausgeführt (Punkt 5.5):

a) Können die Erstsemester nach den Veranstaltungen ihr Studium selbstständig organisieren?
b) Fühlen sich die neuen Studierenden wohl in ihrer neuen Fachkultur?

Die Frage a) wurde im Fragebogen durch die Fragen 6 (a: ,,Du hast einenEinblick ins Studium gewonnen", c: ,,Dein Stundenplan ist fertig und Du bist mit ihm zufrieden", f: ,, Dozent ist auf Fragen eingegangen", g: ,,Studenten sind auf Fragen eingegangen", h: ,,Informationen vom Dozent allgemein", i: ,, Informationen der Studis allgemein") sowie 7 (c: ,, Ich habe maximal ein Drittel verstanden" und d: ,,Ich weißauch nicht mehr als vorher") operationalisiert (vgl. den Fragebogen, im Anhang auf S. ff.). Die Frage b) wurde durch die Fragen 6 (b: ,,Du hast viele Deiner Mitstudenten kennengelernt", d: ,,Die Thematik (Ablauf des Studiums) hat Dich interessiert", e: ,,Die Atmosphäre war") sowie 7 (a: ,,Die Kennenlernspiele haben genervt", b: ,,Meine Mitstudenten sind fürchterliche Menschen", e: ,,War mir alles viel zu«sozialpädagogisch», f: ,,Die Veranstaltung war stinklangweilig") operationalisiert (vgl. ebd.).

8.2 Befähigung zu selbstständigen Studium

Bis auf den Item ,,Dein Stundenplan ist fertig und Du bist mit ihm zufrieden" wurden alle Aussagen positiv bewertet bzw. die Kritikpunkte verneint (Abbildung 12 bzw. Abbildung 14). Die Erstsemester fühlten sich nach den Einführungsveranstaltungen augenscheinlich über den Ablauf des Studiums und die Institutionen der Hochschule informiert. Die ,,neutrale" Bewertung der Aussage über den eigenen Stundenplan solle im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen gesehen werden (vgl. Punkt 3.3). Wie schon erwähnt, fielen durch höhere Gewalt Lehrveranstaltungen aus - dadurch war es für die Erstsemester ungleich schwieriger, sich einen Stundenplan zusammenzubasteln. Es gab bei der Zustimmung zu dieser Aussage zwar signifikante Unterschiede zwischen den Parallelgruppen - die Bewertungen der Gruppe 2 sind ungleich posisitver als die der anderen (vgl. Abbildung 13), aber es ist die Frage, ob man mit diesem Ergebnis arbeiten kann. Wie aus Abbildung 2 ersichtlich, nahm nur knapp die Hälfte der Studierenden der Gruppe 2 an der Untersuchung teil.

Im Vergleich scheinen die beteiligten Dozenten bei der Bewertung der zwei direkten Vergleiche schlechter abgeschnitten zu haben als die beteiligten Studierenden höherer Semester (,,Dozent ist auf Fragen eingegangen"-,,Studenten sind auf Fragen eingegangen" und ,,Informationen vom Dozent allgemein"-,,Informationen der Studis allgemein"). Betrachtet man aber die Parallelgruppen im Vergleich (Abbildung 13), sieht man, daß dieser erste Eindruck durch die Streuung bei den Dozenten-Bewertungen trügt. Die Bewertung der Dozenten und der Studierenden unterscheiden sich bis auf das etwas schlechtere Abschneiden des Dozenten in der Gruppe 3 minimal. Der Grund für die leicht negative Bewertung dieses Dozenten findet sich evtl. in der Kritik ,,Dozent hat nur aus dem Studienführer vorgelesen" (vgl. Tabelle 8). Diese Antwort kam nur von Studienanfängern aus der Gruppe 3. Eine Interpretation könnte sein, daß die Studierenden mit dem didaktischen Vorgehen des Dozenten nicht zufrieden waren. Man sollte dies als Anregung für kommende Einführungsveranstaltungen aufgreifen.

Im großen und ganzen legen die Untersuchungsergebnisse nahe, daß die eine wesentliche Voraussetzung für die Integration der neuen Studierenden in den Hochschulalltag und die studentische Fachkultur durch die Einführungsveranstaltungen erfüllt ist

8.3 Identifikation mit der Fachkultur

Auch hier wurden die vorgegebenen Aussagen bejaht und die Kritikpunkte verneint (Abbildung 12 bzw. Abbildung 14). Die Ergebnisse legen nahe, daß die Erstsemester interessiert den Veranstaltungen folgten, daß die Atmosphäre durchgehend gut war´und daß die Erstsemester auch schon einige KomillitonInnen kennengelernt haben. Auch gibt es bei den Ergebnissen kaum Streuung unter den Parallelgruppen.

Ein weiteres Kriterium für die positive Beantwortung der Frage der Identifikation der Erstsemester mit der Fachkultur ist die Frage 4 im Fragebogen (Motivation, Soziale Arbeit zu studieren). Die Ergebnisse hier (Abbildung 10) lassen darauf schließen, daß die neuen Studierenden sich schon im Vorfeld mit der Fachkultur auseinandergesetzt haben - so werden die Aussagen ,,...weil ich gerne mit Menschen Arbeiten will", ,,...um ein sinnerfülltes Leben zu leben", ,,...weil mich die Fächer im Studium interessieren" und ,,...um mich beruflich weiterzubilden" bejaht, die Aussagen ,,...weil das Studium so einfach sein soll" und ,,...weil ich nicht weiß, was ich sonst machen soll" dagegen verneint. Bei der Frage 7 (Kritik an den Veranstaltungen, Abbildung 14) ist ersichtlich, daß die Erwartungen im Vorfeld während der Veranstaltung erfüllt wurden. So wurden die Aussagen ,,War mir viel zu«sozialpädagogisch»" und ,,Die Kennenlernspiele haben genervt" verneint.

Bei den Antworten zur offenen Frage 8 (im Anhang auf S. ) finden sich auch z.T. lockere und ausgelassene Zitate, was ungeachtet der anderen Ergebnisse den Schluß auf eine gute Atmosphäre während der Veranstaltungen zuläßt.

Auch hier läßt sich durch die Ergebnisse unterstellen, daß die Erstsemester sich am Fachbereich wohlfühlen und keine Berührungsängste Fachkultur wie zur Studierendenkultur zeigen, womit die zweite Voraussetzung für eine erfolgreiche Einfuhrung in die Hochschule gegeben wäre.

9 Zusammenfassung

Die StudienanfängerInnen des Fachbereichs SW sollen durch spezielle Einführungsveranstaltungen bei Studienbeginn befähigt werden, ihr Studium selbständig zu organisieren. Darüber hinaus sollen sie in das System Fachhochschulebzw. den Fachbereich und das Subsystem studentische Fachkultur integriert werden. Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, daß dieses Ziel erreicht wird. Dem Verfasser ist nicht bekannt, ob schon einmal eine Bewertung der Einführungsveranstaltungen für die StudienanfängerInnen des Fachbereiches SW der GSO gemacht wurde. Es steht aber außer Frage, daß es sinnvoll ist, eine Bewertung in regelmäßigen Abständen einzuholen.

Den Verfasser würde es sehr freuen, wenn die Ergebnisse dieser Untersuchung in zukünftige Einführungsveranstaltungen einfließen würden und die Qualität der Veranstaltungen durch Reflexion der Arbeit der Studierenden und der DozentInnen verbessert würde, evtl. auch durch die vermehrte Teilnahme anderer DozentInnen des Fachbereichs - kleinere Gruppen würden die Veranstaltungen qualitativ aufwerten.

Anhang

10 Materialien zur Voruntersuchung

10.1 Der Personenfragebogen

Personenfragebogen

Version 2.3

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wohnort vor dem Studium:

-Franken/Oberpfalz
-Bayern
-Baden-Württemberg BRD
-Ausland

Nürnberg als Studienort, weil (mehrere Antworten möglich)

-Heimatort / Nähe zum Heimatort
-Verwandte/Bekannte
-attraktives Studium attraktive Stadt
-durch zentrale Studienplatzvergabe durch Zufall
-andere Gründe:________________

Schulbildung:

-Abitur
-FOS / Fachhochschulreife
-BOS / 1jähr. FOS / 2. Bildungsweg

10.2 Das Informationsblatt

Infoblatt zur ersten Phase (narrative Interviews)

Ich möchte als Studienarbeit für das Fach SMART im Hauptstudium die Erstsemestereinführung der Fachschaft und des Fachbereichs evaluieren. Als erster Schritt soll die Lebenswelt von StudienanfängerInnen erschlossen werden, d.h. ich würde mit verschiedenen Studenten narrative Interviews über den Anfang ihres Studiums führen. Diese werden aufgrund mehrerer Merkmale (Geschlecht, Alter, Semester, usw.) ausgewählt. Für Dich heißt das: Du erzählst mir die Geschichte Deines Studienbeginns, und das Ganze wird auf Tonband aufgenommen. Ich werde meinen Mund halten, höchstens zum Schluß ein paar Verständnisfragen stellen (das gehört zur Methode).

Das Interview und der dazugehörige Personenbogen werden in der fertigen Arbeit nur als Statistiken bzw. anonymisiert (also mit Phantasienamen) auftauchen. Ich werde das Interview auch nicht psychologisch auswerten, sondern mit der sog. Inhaltsanalyse zu Thesen zusammenfassen.

Es gibt keine Weitergabe von persönlichen Daten!

Vielen Dank für Deine Mitarbeit

10.3 Beispiel für ein transkribiertes Interview

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

I.: Ich würde von Dir gern den Anfang Deines Studienlebens hören . so . wieviel Dir so einfällt . Fang bei Adam und Eva an

S.: Also, da waren mal die Bienen ((beide lachen)) ... hm .. der Anfang meines Studienlebens

war witzig und chaotisch .. Weil ich schon so lange in Nürnberg wohne, weil .. ich .sechs,

sieben Leute kannte, die mit mir angefangen haben .. weil ich jahrelang schon auf FH-Partys gegangen bin . war das auf der einen Seite wahnsinnig vertraut, weil ich hier aber nicht neu war, hatte ich hier schon etliche Freunde, und es war ein ziemlicher Streß .. also, es war einfach ..((4)).. ja, Kuddelmuddel halt, ein Haufen neue Sachen, ein Haufen neue Leute, ein neues Leben .. und das mit dem alten unter einen Hut zu bringen, war nicht einfach ... jetzt, nach ein paar Semestern . hat sich das geklärt, und jetzt sind ein Haufen alte Leute leider auch weg .. Ähem . an der FH hat mich nicht viel überrascht .. also vom .. ich hab' schon ganze SozPäd-Studiengänge miterlebt bei Freunden . und mir war vieles bekannt ... Inhaltliches war mir nicht so bekannt, aber das ist einem auch erst . relativ spät .. ((beide lachen bis *)) gen Ende des ersten Semesters klar geworden (*), was die eigentlich von einem wollten .. ((kichert bis *)) also zumindest bei der An/Antrittsvorlesung von jedem, hat man ja nie gewußt, was eigentlich dran kommen wird in dem Fach (*) . oder äußerst selten . ((beide lachen)) ... ja . was war denn noch? .. ich wollte nicht in die Fachschaft, weil ich dachte, ich will erst mal munter losstudieren und erst mal ein bißchen .. Scheine machen und dann erst . mich für irgendwas engagieren, damit ich mich nicht gleich wieder verzettel' ..weil ich nämlich den Auftrag für mich hatte, ich sollte .. es in drei Semestern schaffen .. und nicht gleich von vornherein das Sandeln anfangen, wie sich das für ein SozPäd-Studium ja .. fast schon gehört ((beide lachen)) ..((5)).. was war denn noch an meinem Studienanfang? ..((4)).. der Streik halt, ne .. ein Fachschaftswochenende, über das ich in die Fachschaft geraten bin ... der Streik, der alles durcheinander gewirbelt hat .. der auch viel Geiles . geschaffen hat und verbunden hat ... oh Gott, so über Inhalte und Dozenten könnte ich jetzt das allerwenigste sagen ((lacht)) .. das macht FH für mich . ja nur sehr wenig aus ... ein Projekt hab' ich gemacht, mit dem Dozent X .. ähem und meinem Freund Student Y ((lacht)) .. das war auch sehr aufschlußreich .. ((kichert bis *)) hat meine Einstellung zum Studium auch weitergehend geprägt ... vor allem über die Professionalität der Dozenten (*) ... äh .. die Erstsemestereinführung fand ich geil, ich hab' auf meiner Erstsemestereinführung beschlossen, daß ich das im nächsten Jahr mitmachen werde, auch wenn ich nicht in die Fachschaft wollte und auch noch nicht drin war .. die Kneipentouren waren cool .. da ging halt viel ...was war denn noch? .. das Gebäude, neue Leute . eine Midlife-crisis, weil alle so frisch waren und alle so neu waren und alles neu entdeckt haben, und ich mir so alt und äääh- äääh träge und langweilig . alter Nürnberger vorgekommen bin ..hat sich dann aber auch wieder gelegt ((lacht)) .. was war denn noch? ..Studienanfang ...

I.: Vielleicht ein Stichwort zu dem Gefühl, das Du gehabt hast

S.: Ja, was ich vorhin gesagt hab' .. neu, schön, witzig, dreckig ..neu und alt zugleich, also nicht/nicht so superneu, mittelneu, denk' ich gerade . Stressig auch ..also/also was mich nicht überfordert hat, war so dieses . ich muß meinen Stundenplan selber machen usw., am ersten Tag war ich noch ein bißchen überladen, am zweiten Tag hab' ich mir in der früh einen Stundenplan gemacht .. und damit war der/war der Anfang geregelt ..wenn ich mir jetzt so die Zweitsemester anschaue, fällt mir ein . im zweiten Semester hab' ich noch viel mehr an dieser FH verteidigt, als ich es jetzt im vierten Semester, im Praktikum, tue . und im ersten fand ich vieles noch viel toller, als ich es jetzt sehe . was fällt mir noch ein? ... Ähem ..((5)).. ich mochte das Gebäude . ich mochte das, wie's da war und wie's da lief, ich mochte den Umgang, ja und eigentlich war ich schon/ich war schon ziemlich glücklich, endlich mal was zu machen, wo ich denk', daß ich dahinter stehen konnte . so, was ich damals dachte, wo ich dahinter stehen kann, und was ich jetzt auch noch denk' . das war ein Flash .. nachdem ich jahrelang Scheiße gemacht hab' ((beide lachen)) .. war's einfach schön . Boar, da war ein/so ein Anfangsenthusiasmus, den gab's schon .. stimmt ((lacht)) ... stimmt, stimmt I.:Was war denn stressig? . Konkret?

S.: Na, stressig war nicht die FH selber. Stressig war, das alte und das neue Leben zu

verbinden .. Also weil FH nicht nur .. ein Job war wie meiner vorher . Tür zu, Feierabend,

vorbei . sonder weil sich halt ein neuer Freundeskreis .. sich selber einteilen, wann man denn nun endlich lernt, solche Sachen halt dazu kamen . das war das Stressige .. also das Lernen schon, dann, am Ende des Semesters, weil man dann doch nichts getan hatte während des Semesters, vor allem mit dem Streik . aber halt die Leute . also das ist's schon ... Kuddelmuddelkrise ..((5)).. und aber auch schon, was im ersten Semester schon manchmal kam, wo ich aber prinzipiell schon gut fand, was einem geboten wird auf der FH . war, daß ich erstaunt war, wie schulisch es doch ist, auch wenn's bei uns gerade nicht den Ruf hat, es so sehr zu sein ... also von dem her, wie wenig man sich selbst doch was erarbeiten muß und nachlesen muß und hin und her, und wieviel man doch nach Gusto des Dozenten auswählt und bewertet vorgesetzt kriegt .. das fand ich nicht gut . das find' ich auch heute nicht gut .. da war ich aber erstaunt am Anfang .. und ich dachte mir eigentlich ist/eigentlich/ist eigentlich nahezu alles ziemlich geschenkt .. also ich war Schlimmeres gewohnt .mittlerweile hab' ich mich an den laxen/an die laxen Anforderungen gewöhnt, und jetzt stressen mich die schon ((beide lachen)) .. aber eigentlich war ich viel Schlimmeres gewohnt und fand's soft ((lacht)) ..((7)).. so.. jetzt fällt mir nichts mehr ein . jetzt fällt mir nichts mehr ein ... Du könntest mir noch ein paar Stichworte sagen .. FH . Fachschaft . Gebäude .. Dozenten . Inhalte . I.:Da geht es mir nicht darum .. da geht es mir nicht darum. was jetzt die Geschichte soll, ist .

ähem . die Lebenswelt von . äh . Studienanfängern zu erschließen

S.: na ja

I.: also/also nicht meine Lebenswelt, die kenn' ich aber halt so/so

S.: da ist halt viel mehr bei mir dieses . Aufeinandertreffen von zwei Welten I.: mm-hm

S.: und daß für mich also studieren schon viel mehr ist, als nur ein Job .. weil's mehr in Deinem Leben beeinflußt ..

I.: Also so äh Inhalte vom Studium und so . scheiß' drauf, will ich jetzt gar nicht fragen, würd' ich sagen: danke schön

S.:bitte schön ((beide lachen))

10.4 Verwendete Transkriptionszeichen:

... Pause (die Anzahl der Punkte gibt in etwa die Sekunden wieder) ...((8))... längere Pause von acht Sekunden Dauer

((lachen bis *)) außersprachliche Aktivitäten wie hier beispielweise Lachen, das sich bis zur Kennzeichnung (*) an der entsprechenden Stelle im Transkriptions-text hinzieht

immer Betonung eines Wortes s c h ö n gedehntes Sprechen

wohlge/äh.. Wortabbruch bzw. Selbstkorrektur (Quelle: Glinka 1998, S.62),

10.5 Weitere Ergebnisse der Voruntersuchung

Tabelle 9: Was hast Du vorher gemacht (incl. beruflicher Werdegang)?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 10:Warum studierst Du Soziale Arbeit?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 11: Warum hast Du Dich für Nürnberg als Studienort entschieden?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 12: Wie lief die erste Zeit Deines Studiums?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 13: Was sagst Du mittlerweile zum Studium?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

11 Materialien zur Hauptuntersuchung

11.1 Der Fragebogen

Erstsemestereinführung 1999

Hallo, mein Name ist Andreas Meier.

Diese Umfrage ist Teil einer Hausarbeit im Fach SMART (Hauptstudium). Es geht um die

Frage, wer so ein Studienanfänger denn ist und ob diese Einführungsveranstaltung den Leuten gerecht wird (sowohl die Sache mit den Profs als auch die "Studies-für-Studies"-Geschichte). Es wäre sehr nett von Dir, wenn Du daran teilnehmen und den Fragebogen auch gewissenhaft ausfüllen würdest.

Keine Angst - persönliche Daten werden nicht weitergegeben. Die Ergebnisse bleiben natürlich nicht geheim, liegen dann aber nur als Statistiken vor und lassen sich nicht mit einzelnen Personen in Verbindung bringen.

Für Rücksprachen stehe ich selbstredend im Rahmen dieser Veranstaltung zur Verfügung (nach Andreas Meier fragen).

Block I: Fragen zu Deiner Entscheidung, SozPäd zu studieren:

(1) Hast Du schon eine Ausbildung / Studium absolviert bzw. angefangen? _ ja, nämlich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(2) und zwar _ mit Abschluß _ abgebrochen

(3) Warum ausgerechnet Nürnberg? (mehrere Antworten möglich)

_ Heimatort / Nähe zum Heimatort _ Verwandte/Bekannte
_ attraktives Studium _ attraktive Stadt
_ durch zentrale Studienplatzvergabe _ durch Zufall
_ andere Gründe: _____________________ _ ______________________

(4)Warum studierst Du Sozialpädagogik?

Bei den folgenden Fragen sollst Du angeben, ob eine bestimmte Aussage mehr oder weniger auf Dich zutrifft. Kreuze dazu einfach eines der Gesichter an. Es bedeuten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Seite 2

Block II: Fragen zu dieser Einführungsveranstaltung:

(5) In welcher Gruppe bist Du?

_ Prof. X _ Prof. Y _ Prof. Z _ Prof. A _ Prof. B _ Prof. C

(6) Wie würdest Du diese beiden Tage bewerten?

Hier sind einzelne Aspekte der Erstsemestereinführung aufgeführt. Bitte gib an, ob das speziell für Dich zutrifft:

a) Du hast einen Einblick ins Studium [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]gewonnen: _ _ _ _
b) Du hast viele Deiner Mitstudenten kennengelernt: _ _ _ _ _
c) Dein Stundenplan ist fertig und Du bist mit ihm zufrieden: _ _ _ _ _
d) Die Thematik (Ablauf des Studiums) hat Dich interessiert: _ _ _ _ _
e) Die Atmosphäre war: _ _ _ _ _
f) Dozent ist auf Fragen eingegangen: _ _ _ _ _
g) Studenten sind auf Fragen eingegangen: _ _ _ _ _
h) Informationen vom Dozent allgemein: _ _ _ _ _
i) Informationen der Studis allgemein: _ _ _ _ _ = na klar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Seite 3

(7) (8) Kritikpunkte von Deiner Seite

Hier sind wiederum einige Thesen, bei denen Du ankreuzen sollst, inwieweit sie auf Dich zutreffen. Es bedeutet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(8) Sonstige Kritikpunkte, Anregungen, usw.:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Block III: Fragen zu Deiner Person

(9) Dein Geschlecht:

_ männlich _ weiblich

(10) Dein Alter: ___________ Jahre

(11) Hast Du schon eigene Kinder?

_ ja _ nein

(12) Wo hast Du vor dem Studium gewohnt?

_ Nürnberg _ Franken / Oberpfalz _ (Rest-)Bayern

_ Baden-Württemberg _ sonstwo in Deutschland _ Ausland

(13) Was hast Du für einen Schulabschluß?

_ Abitur / allgemeine Hochschulreife _ FOS / Fachhochschulreife

_ BOS / 1jährige FOS / 2. Bildungsweg

(14) Abschluß mit Note: ___ , ___

Gut, dann Danke schön fürs Mitmachen bei dieser Umfrage! Seite 5

11.2 Antworten zu ,,andere Gründe für Nürnberg als Studienort" (offene Frage)

FB-Nr. Antwort

2 Freundin

14 Freizeitaktivität (Orchester)

19 neuer Lebensabschnitt

35 mit Freund zusammengezogen

45 einfach praktischer und billiger, als in eine neue Stadt zu ziehen

49 bei vorherigem Studium in Erlangen kostenlose Wohnmöglichkeit

50 gute Zugverbindung

51 daheim ist es einfach am bequemsten und billigsten

56 Wohnpflicht in Nürnberg wegen Ausbildung zum Rummelsberger Diakon

64 gute Zugverbindung

66 in Regensburg nicht genommen worden

73 wollte einfach eine andere Stadt als Regensburg

94 Nähe zur Fränkischen Schweiz (Klettereldorado)

95 neue Menschen und Lebensgewohnheiten kennenlernen

108 ZVS

114 Arbeitsplatz 115 Arbeitsplatz

119 sozialer Einsatz im Landkreis 130 weil's schee macht

136 Numerus Clausus

144 zuerst in Nürnberg gearbeitet

11.3 Antworten zu Frage 8: ,,Kritikpunkte von Deiner Seite" (offene Frage)

FB-Nr. Antwort

7 es war sehr unklar aufgebaut - zuerst die Prüfungserklärungen - dann irgendwann mal den Studenplan besprochen ... es wäre mir viel lieber gewesen, wir hätten den Stundenplan vorgegeben bekommen. Denn deshalb (u.a.) bin ich von der Uni weg. Die Leute sind sehr seltsam. Ich wäre lieber in einen technischen Studiengang übergewechselt. Ist das möglich?

9 Eigentlich wollte ich primär erst meinen Stundenplan, das gesamte andere ,,Zeug" brauche ich erst später, somit habe ich daran noch kein Interesse. 900 -1700 ist zuviel -> keine Konzentrationsmöglichkeit mehr. Bin allgemein eher entmutigt, da konkrete Infos selbst erarbeitet werden mußten -> am Anfang sehr hart!

13 Fertiger Stundenplan (vorgegebener) wäre halt doch bissle besser gewesen.

16 paßt schon

17 Es wäre doch recht hilfreich, mehr zum Thema Stundenplan zu machen bzw. es durchsichtiger zu gestalten!

28 Die Räumlichkeiten sind total kahl unpersönlich (Pflanzen, Bilder, Sitzgelegenheiten, Fernsehraum)

32 Klarere Darstellung von Prüfungs-/Nichtprüfungsfächern, Ablauf der ersten 3 Semester in Bezug auf Prüfungen

33 Leider war die Anfangsphase sehr verwirrend (ein Student sagt was, worauf ein anderer (alter) wiederrum das Gegenteil aussagt)

34 Fester Stundenplan

35 Stundenpläne zusammenstellen ist doof

37 zu viele Terminüberschneidungen bei LV

49 Durch Krankheit einiger Dozenten ist die Stundenplanbastlerei echt schwierig!

50 Mehr Kennenlernen untereinander z.B. Spiele und nicht nur sich selber kurz vorstellen

51 Läßt sich momentan schwer sagen, vielleicht später!

53 Veranstaltung könnte durch weniger Pausen / Leerraum locker auf 2 Vormittage gekürzt werden

56 Jeder sollte einen 3. Semestler zur individuellen Stundenplanerstellung zur Seite gestellt bekommen

60 Gruppen evtl. durch eine größere Zahl von Prof's noch kleiner gestalten

84 Schade, daß es keine gemütliche Caféteria mehr im Neubau gibt, leider konnte ich das nie kennenlernen. Habe Angst, zu doof zu sein, einen einwandfreien Stundenplan zu machen und alles zu vermasseln ... und dann ist die Kacke am dampfen!

86 Professor hat nur aus dem Studienführer vorgelesen

89 Den Studienführer vorlesen zu lassen (bei Dozent XY) fand ich nicht sehr prickelnd. Fehlende Parkmöglichkeiten. Einführung der Studis fand ich super.

91 Übersichtlicherer Studienführer, Spiralbindung zum besseren Blättern, Pflanzen im Flur, Trinkbarer Kaffee im Ausschank!

98 alles ganz in Ordnung

108 Den Vortrag über den Studienplan hätte man sich sparen / kürzen / interessanter gestalten können

114 Den Studienführer kann ich auch alleine laut vorlesen!

116 etwas gestraffter & besser organisiert wäre effizienter und nicht so ermüdend 122 passt schon

124 Mehr Hilfe bei der Erstellung des Planes 127 Stundenplan! PUH!

130 passt scho'

133 passt scho'

137 übersichtlichere Studienführer, deutlicher Hinweis auf Teilnahmebeschränkungen in Bezug auf höhere Semestler!, deutlichere Listen (Aushang)

144 Stundenplangestaltung durch zu viele Überschneidungen ist viel zu kompliziert

12 Verwendete Literatur

Baloui, Said, 1993: Execl 5.0 - Das Kompendium, Haar bei München: Markt & Technik Verlag

Bühl, Achim; Zöfel, Peter, 1996: SPSS für Windows Version 6.1, 3. Aufl., Bonn (u.a.): Addison-Wesley-Longman

Friebertshäuser, Barbara, 1992: Übergangsphase Studienbeginn, Weinheim und München: Juventa Verlag

Glinka, Hans-Jürgen, 1998: Das narrative Interview, Weinheim und München: Juventa Verlag

Mayring, Phillipp, 1995: Qualitative Inhaltsanalyse, aus Flick, Uwe u.a. (Hrsg.), Handbuch Qualitative Sozialforschung, 2. Aufl., Weinheim: Psychologie Verlags Union Mayring, Phillipp,1996: Einführung in die Qualitative Sozialforschung, 3. Aufl., Weinheim: Psychologie Verlags Union

O.V., 1999: Studienführer mit kommentiertem Vorlesungsverzeichnis, Fachbereich Sozialwesen der Georg-Simon-Ohm-FH, Nürnberg

Roth, Erwin, 1987: Sozialwissenschaftliche Methoden, München: Oldenbourg

Wellhöfer, Peter R., 1997: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, 2. Aufl., Stuttgart: Ferdinand Enke Verlag

57 von 57 Seiten

Details

Titel
Bewertung der Einführungsveranstaltungen für Erstsemester im Wintersemester 1999/2000
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
57
Katalognummer
V98075
Dateigröße
713 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Sauber durchgeführte Studie, qualitativ und quantitativ
Schlagworte
Bewertung, Einführungsveranstaltungen, Erstsemester, Wintersemester
Arbeit zitieren
Andreas Meier (Autor), 2000, Bewertung der Einführungsveranstaltungen für Erstsemester im Wintersemester 1999/2000, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98075

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