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Tiere der Tiefsee. Die Vielfalt in der Dunkelheit exemplarisch an Beispielen erklärt

Title: Tiere der Tiefsee. Die Vielfalt in der Dunkelheit exemplarisch an Beispielen erklärt

Pre-University Paper , 2020 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lasse-Sebastian Müller (Author)

Geography / Earth Science - Oceanography
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Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Tierwelt in der Tiefsee exemplarisch anhand von Beispielen darzustellen. Es soll dabei auch gezeigt werden, welche Überlebungsstrategien die Tiere als Überlebenskünstler in der Tiefsee aufweisen, die sich den extremen Bedingungen (hoher Druck, tiefe Temperatur und Dunkelheit) der Tiefsee angepasst haben. Diese Arbeit kann natürlich nur einen kleinen Einblick über die Vielfalt der Tiefsee mit den dortigen Lebensformen geben.

Ozeane bedecken fast zwei Drittel der Erdoberfläche, das meiste davon zählt zur Tiefsee. Die Tiefsee hat eine ungeheure Flächenausdehnung. Mehr als die Hälfte der Erdoberfläche (53,6 Prozent) besitzt Tiefen zwischen 3.000 und 6.000 Meter, und 1 % entfällt auf Tiefen über 6.000 Meter. Der Rest von 0 bis 3000 Metern nimmt 16,2 % ein, daran ist der Schelf (randlicher Bereich eines Kontinents, der von Meer bedeckt ist) allein mit 5,5 % beteiligt. Die mittlere Tiefe des Weltmeeres beträgt 3.790 Meter. Seine tiefste Stelle erreicht der Meeresgrund im Marianengraben im Pazifischen Ozean (etwa 2000 Kilometer östlich der Philippinen) mit 11.034 Meter. Von der Tiefsee spricht man aber schon ab 800 Metern Tiefe. Die Tiefsee ist der größte Lebensraum unseres Planeten. Was sich in diesen riesigen Weiten an Leben verbirgt, ist faszinierend und doch kaum erforscht. Früher stellte man sich die Tiefsee als dunkle Einöde vor. Doch selbst in den tiefsten Seegräben und an heißen, toxischen Thermalquellen gibt es Leben. Meterlange Röhrenwürmer etwa, riesige Einzeller, bizarre Fische, räuberische Krebse und elegante Seefedern. Damit ist die Tiefsee ein riesiges Reich faszinierender Spezialisten, die sich an extreme, aber konstante Bedingungen (hoher Druck, niedrige Temperatur und Dunkelheit) angepasst haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Wasserschichten und Nahrung für Meerestiere – ein Überblick

2.2 Chronologie der Expeditionen und Erforschung der Tiefsee

2.3 Meerestechnik für die Tiefseeforschung

2.4 Die Lebenswelt und Arten der Tiefsee

3. Das Meeresmuseum Stralsund

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Jahresarbeit besteht darin, die faszinierende Tierwelt der Tiefsee exemplarisch anhand ausgewählter Beispiele darzustellen und deren spezifische Überlebensstrategien unter extremen Umweltbedingungen zu beleuchten.

  • Anatomische und physiologische Anpassungsmechanismen an hohen Druck und Dunkelheit
  • Die Rolle von Biolumineszenz in der Kommunikation und Jagd
  • Energiequellen und Nahrungsnetze in der Tiefsee, inklusive der Chemosynthese
  • Technologische Methoden der modernen Tiefseeforschung
  • Der Lebensraum Tiefsee im Kontext des Meeresmuseums Stralsund

Auszug aus dem Buch

2.4.4 Wie passen sich Tiere an den Lebensraum Tiefsee an?

Ein Faktor, mit dem die Tiefseebewohner zurechtkommen müssen, ist die Dunkelheit. Sie haben hierzu unterschiedliche Strategien entwickelt. Bei einigen sind die Augen hoch empfindlich und sehr groß, um das wenige Licht optimal wahrnehmen zu können [1]. Ein Extrembeispiel ist der Koloss-Kalmar, dessen Augen größer als Fußbälle sind. Im Gegensatz dazu sind die Augen des Pelikanaals winzig klein. Er lebt in bis zu 7000 Metern Tiefe in völliger Finsternis [1].

In einem Leben in ewiger Dunkelheit kann die Fähigkeit, selbst Licht zu erzeugen, einen großen Vorteil bedeuten [2]. Viele (bis zu 90 %) der Meeresbewohner der Tiefsee besitzen daher die Fähigkeit der Lichterzeugung über eine sogenannte Biolumineszenz [11]. Beispiele hierfür sind verschiedene Kopffüßer wie der Vampirtintenfisch (Vampyroteuthis infernalis), die Wunderlampen (Lycoteuthis) und andere Kalmare (Teuthida), Leuchtkrebse (Krill, Euphausiacea), Leuchtquallen (Pelagia noctiluca, Aequorea victoria, Periphylla periphylla), Korallen wie (Renilla reniformis) und verschiedene Tiefseefische. Unter den Nacktkiemern (Nudibranchia), meereslebenden Nacktschnecken, gibt es ebenfalls mehrere biolumineszente Arten, wie z.B. Plocamopherus imperialis und Phylliroe bucephalum [11].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dimensionen und die Faszination der Tiefsee als größten Lebensraum unseres Planeten ein und erläutert die persönliche Motivation sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die physikalischen Bedingungen der Tiefseezonen, die technologischen Möglichkeiten der Erforschung und die biologischen Anpassungsstrategien sowie Nahrungsnetze der dort lebenden Organismen.

3. Das Meeresmuseum Stralsund: Dieses Kapitel stellt das Deutsche Meeresmuseum im Katharinenkloster vor und beschreibt anhand eines Rundgangs die meereskundliche Ausstellung, die unter anderem einen speziellen Tiefseesaal umfasst.

4. Schluss: Der Schluss fasst die zentralen Erkenntnisse über die Lebensweise und Anpassung der Tiefseelebewesen zusammen und betont die ökologische Bedeutung der Chemosynthese an hydrothermalen Quellen.

Schlüsselwörter

Tiefsee, Biolumineszenz, Anpassungsstrategien, Chemosynthese, Meeresbiologie, Ozeane, Hydrothermale Quellen, Röhrenwürmer, Tiefseetechnik, Artenvielfalt, Nahrungsnetze, Druckanpassung, Meeresmuseum Stralsund

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der biologischen Vielfalt und den besonderen Überlebensstrategien von Tieren, die unter den extremen Bedingungen der Tiefsee – hohe Drücke, Kälte und Dunkelheit – existieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die physikalische Gliederung der Meere, die Geschichte der Tiefsee-Expeditionen, moderne Forschungstechniken und die speziellen biologischen Anpassungen an den Tiefseegraben ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Tierwelt der Tiefsee exemplarisch darzustellen und aufzuzeigen, wie diese Lebewesen als Überlebenskünstler mit den harten Umweltbedingungen zurechtkommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen und Sachbücher sowie der Auswertung von Informationen aus dem Meeresmuseum Stralsund.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wasserschichten, die Chronologie der Tiefseeforschung, die eingesetzte Meerestechnik und eine detaillierte Analyse der Lebenswelt sowie Anpassung der Tiefseearten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tiefsee, Biolumineszenz, Chemosynthese, extreme Lebensbedingungen, Anpassungsmechanismen, Meeresbiologie und technologische Tiefseeforschung.

Welche Rolle spielt die Biolumineszenz für Tiefseetiere?

Sie dient als vielseitiges Instrument zur Kommunikation, zur Tarnung, zur Abschreckung von Feinden oder zum Anlocken von Beutetieren in der lichtlosen Umgebung.

Wie unterscheidet sich die Energiegewinnung an heißen Quellen von der Photosynthese?

Im Gegensatz zur photosynthetischen Lichtnutzung an der Meeresoberfläche nutzen spezialisierte Bakterien an schwarzen Rauchern die Chemosynthese, um mittels Schwefelwasserstoff organische Materie aufzubauen.

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Details

Title
Tiere der Tiefsee. Die Vielfalt in der Dunkelheit exemplarisch an Beispielen erklärt
Grade
1,0
Author
Lasse-Sebastian Müller (Author)
Publication Year
2020
Pages
30
Catalog Number
V981054
ISBN (eBook)
9783346338389
Language
German
Tags
Tiefsee schwarze Raucher Tiefsee Fische
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lasse-Sebastian Müller (Author), 2020, Tiere der Tiefsee. Die Vielfalt in der Dunkelheit exemplarisch an Beispielen erklärt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/981054
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