Diese Arbeit befasst sich mit dem demografischen Wandel in der Bundesrepublik Deutschland. Die Ursachen, auf die in Bezug auf die Entwicklung in Vergangenheit und Zukunft eingegangen wird, sind unter anderem durch Verschiebungen des Verhältnisses von Mortalitäts- und Geburtenrate und durch eine gestiegene Lebenserwartung der Menschen zu erklären. Um die prognostizierten Entwicklungen zu beschreiben, werden Maßnahmen zum Umgang mit diesem Wandel aufgegriffen und erläutert, welche Herausforderungen sich aus der demografischen Entwicklung ergeben. Anhand der Arbeit wird deutlich, inwiefern sich die Gesellschaft auf diese Veränderung einstellen kann und muss, um ihren Wohlstand in soziokultureller und auch materialistischer Sicht zu wahren.
Die Auseinandersetzung mit der demografischen Entwicklung Deutschlands ist keine Neue, jedoch war diese lang nicht so präsent wie in den letzten Jahren. Immer wieder kommen Fragen und Einschätzungen über die demografische Situation Deutschlands in circa 20 Jahren auf. Mit diesen Schätzungen zu Umgang und Auswirkung des Wandels werde ich mich in meiner Arbeit unter anderem auseinandersetzen.
Der demografische Wandel betrifft die eigenen Lebensentscheidungen in Bezug auf Kinder, das Berufsleben und die Entwicklung der Lebensstandards. Die eigene Rentensicherung hängt von der Existenz und Effektivität der nachfolgenden Generationen ab, da diese immer kleiner werdenden Generationen junger Leute für eine immer mehr wachsende Generation alter Leute aufkommen muss. Es ist also zu erkennen, dass dieses Thema nicht nur spannend für die Entwicklung der Gesellschaft ist, sondern jeden individuell betrifft, was zu einer Auseinandersetzung motiviert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entwicklung Deutschlands von 1815 bis 2013
2.1. Bevölkerungsbilanz
2.2. Altersstruktur
2.3. Ursachen und Gründe
3. Welche Veränderungen ergeben sich aus dem demografischen Wandel?
3.1. Maßnahmen der Regierung zur Regulierung
3.2. Die Demografiestrategie
4. Ausblick der Entwicklung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung sowie die zukünftigen Prognosen des demografischen Wandels in Deutschland, um aufzuzeigen, wie Politik und Gesellschaft auf die damit verbundenen Herausforderungen reagieren können.
- Historische Bevölkerungsentwicklung von 1815 bis 2013
- Analyse von Geburtenraten, Sterberaten und Altersstrukturen
- Ursachen für den demografischen Wandel
- Politische Strategien zur Bewältigung des Wandels
- Zukunftsperspektiven und Auswirkungen auf das soziale Sicherungssystem
Auszug aus dem Buch
2. Die Entwicklung Deutschlands von 1815 bis 2013
Im Jahr 1815 lebten in Deutschland circa 25 Millionen Menschen. Diese Zahl hat sich bis heute auf 82 Millionen im Jahr 2013 mehr als verdreifacht. Ein stetiger Anstieg ist zwar zu erkennen, aber die Kontinuität wird immer wieder durch verschiedene historische oder weltpolitische Ereignisse unterbrochen.
Von 1815 bis 1890 steigt die Bevölkerungszahl jährlich um 300.000-500.000 Menschen an, sodass im Jahr 1890 circa 50 Millionen Menschen in Deutschland leben. Im Zuge der in den 1850er Jahren beginnenden Industriellen Revolution, sind ab 1890 bis 1914 rapide Anstiege auf 68 Millionen zu verzeichnen. Mit dem Kriegsbeginn 1914 stagniert die Bevölkerungsentwicklung bis 1918 und verzeichnet bis 1923 einen Rückgang auf 62 Millionen Menschen, auf den trotz Weltwirtschaftskrise ein erneutes Aufstreben auf 71 Millionen bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges 1939 folgt.
Ein kriegsbedingter Einbruch der Bevölkerungszahlen auf 63 Millionen zeichnet sich bis 1947 ab. Von 1947 bis 1974 ist ein kontinuierlicher Anstieg auf 78 Millionen zu erkennen, der bis 1989 stagniert. Dieser Anstieg ist unter anderem auf das Wirtschaftswunder folgend auf die Nachkriegs zurückzuführen. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands ist ein erneuter und vorerst letzter Aufschwung auf 82 Millionen verzeichnet. Die Bevölkerungszahl ist seit 1989 nahezu konstant.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des demografischen Wandels für die Gesellschaft und definiert den zeitlichen Untersuchungsrahmen der Arbeit von 1815 bis 2013.
2. Die Entwicklung Deutschlands von 1815 bis 2013: Dieses Kapitel liefert eine historische Analyse der Bevölkerungszahlen, der Altersstruktur und der zentralen Ursachen, wie sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung.
3. Welche Veränderungen ergeben sich aus dem demografischen Wandel?: Das Kapitel erörtert die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Wandels und stellt politische Regulierungsmaßnahmen sowie die offizielle Demografiestrategie vor.
4. Ausblick der Entwicklung: Basierend auf aktuellen Prognosen wird die zukünftige Bevölkerungsentwicklung bis 2060 skizziert, wobei Herausforderungen bei der Versorgung einer alternden Gesellschaft im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur, Geburtenrate, Lebenserwartung, Demografiestrategie, Sozialversicherung, Bevölkerungsbilanz, Fertilität, Prognose, Industriegesellschaft, Deutschland, Alterung, Generationenvertrag, Bevölkerungsrückgang
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem demografischen Wandel in Deutschland, seiner historischen Entwicklung über zwei Jahrhunderte und den prognostizierten Auswirkungen auf die Zukunft.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Bevölkerungsstatistik, die Veränderung der Alterspyramide, Ursachen des Geburtenrückgangs und die staatliche Demografiestrategie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Verständnis für den Wandel zu vertiefen und zu zeigen, wie Politik und Gesellschaft sich anpassen müssen, um den Wohlstand zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von Daten, basierend auf Statistiken des Bundesamtes und wissenschaftlichen Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Daten ab 1815, die demografischen Kennzahlen und die politischen Ansätze zur Steuerung der demografischen Entwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Demografie, Bevölkerungsrückgang, Lebenserwartung, Altersstruktur und Demografiestrategie.
Was sagen die Daten über die Entwicklung ab 1989 aus?
Nach der Wiedervereinigung verzeichnete Deutschland einen Anstieg auf 82 Millionen Menschen, seitdem ist die Bevölkerungszahl weitgehend konstant geblieben.
Welche Bedeutung hat die Demografiestrategie für die Politik?
Sie umfasst sechs Eckpunkte, die ein aktives Gestalten des demografischen Wandels ermöglichen sollen, um die Lebensqualität in allen Generationen zu sichern.
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- Ina Lohmeyer (Author), 2014, Demografischer Wandel in Deutschland. Eine Rückschau und Zukunftsprognosen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/981079