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Die Lokalisierung der Örtlichkeiten der Varusschlacht

Title: Die Lokalisierung der Örtlichkeiten der Varusschlacht

Seminar Paper , 1999 , 15 Pages

Autor:in: Andreas Brust (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die Schlacht um die Zukunft Germaniens? Ein Befreiungskrieg der unterdrückten Stämme? Eine persönliche Fehde? So richtig weiß niemand was oder wo es stattfand, die berühmte Varusschlacht, auch bekannt als die Schlacht im Teutoburger Wald. Dieser kleine Umriss soll den Stand der Dinge aufzeigen, den die Forschungen bisher erreicht haben. Es zeigt die Funde von Kalkriese auf und wagt eine vorsichtige Deutung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die literarischen Quellen

2.1 Wer schrieb über die Schlacht?

2.2 Die literarischen Quellen im Vergleich

2.3 Auswertung der literarischen Quellen

3. Zum Fundort Kalkrieser-Niewedder Senke

3.1 Lage und naturräumliche Gegebenheiten der Kalkrieser-Niewedder Senke

4. Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen

4.1 Forschungsgeschichte

4.2 Ausgrabungsfunde

5. Auswertung und Datierung der Funde

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und archäologische Verortung der Varusschlacht. Dabei wird analysiert, inwieweit die archäologischen Funde in der Kalkrieser-Niewedder Senke den historisch überlieferten Schlachtverlauf stützen und ob der Fundort als Schauplatz des historischen Ereignisses identifiziert werden kann.

  • Analyse und Vergleich antiker schriftlicher Quellen zur Varusschlacht.
  • Untersuchung der topografischen Bedingungen der Kalkrieser-Niewedder Senke.
  • Auswertung archäologischer Ausgrabungsbefunde und Münzdatierungen.
  • Interpretation des militärischen Charakters der Funde zur Rekonstruktion des Schlachtgeschehens.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die literarischen Quellen im Vergleich

Wenn man die Quellen miteinander vergleicht, lassen sich sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten erkennen. Es sollte jedoch erwähnt werden, das die Quellen nicht direkt von Teilnehmern oder Augenzeugen der Schlacht stammen, sondern von Autoren, die über dieses Ereigniss nachträglich berichten. Außer Paterculus schrieben alle anderen Autoren mit mindestens 90 Jahren Abstand vom Geschehen. Aus den Texten lässt sich allerdings erschließen, das Velleius Paterculus und Cassius Dio, die gleiche Quelle zur Verfügung stand. Diese muss auch Annaeus Florus zur Verfügung gehabt haben, wie man anhand der selben detaillierten Informationen erkennt.Trotz dieser, anscheinend gut informierten Quelle, geht keiner der drei auf die geographische Lage des Kampfplatzes ein. Der Ort des Geschehens wird nur grob umschrieben, wie hier bei Florus.

,,...Nihil illa caede per paludes perque silvas cruentius, nihil insultatione barbarorum intolerabilius, praecipue tamen in causarum patronos. ..." ( Flor. II 30, 36 )

,,... Nichts war grausamer als dieses Gemetzel in Sümpfen und Wäldern, nichts war unerträglicher als der Hohn der Barbaren, besonders aber gegen die Gerichtsherren. ..."

Auch die anderen Autoren geben keine genaueren Auskünfte über den Ort oder den Verlauf der Schlacht. Allein Dio schildert deren Hergang. Allerdings verweisen alle Autoren auf das ungünstige Gelände und das unwirtliche Wetter, sowie den Regen und die Kälte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der Rezeptionsgeschichte der Varusschlacht und der wissenschaftlichen Suche nach ihrem historisch korrekten Schauplatz.

2. Die literarischen Quellen: Vorstellung und kritische Analyse der antiken Autoren, die über die Schlacht berichteten, sowie ein Vergleich ihrer Darstellungen.

3. Zum Fundort Kalkrieser-Niewedder Senke: Beschreibung der geografischen Gegebenheiten der Kalkrieser-Niewedder Senke und ihrer historischen Veränderung durch landwirtschaftliche Nutzung.

4. Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen: Darstellung der Forschungsgeschichte und der spezifischen Befunde wie Mauerreste und Fundkategorien aus der Senke.

5. Auswertung und Datierung der Funde: Wissenschaftliche Interpretation des Fundmaterials, insbesondere der Münzprägungen, zur zeitlichen Einordnung der Schlacht.

6. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung, dass die archäologischen Funde in Kalkriese in direktem Zusammenhang mit der Varusschlacht stehen.

Schlüsselwörter

Varusschlacht, Arminius, Kalkriese, römische Legionen, Antike Quellen, Archäologie, Münzfunde, Augusteische Zeit, Germanien, Schlachtverlauf, Historische Forschung, Ausgrabung, Kalkrieser-Niewedder Senke, Römisches Heer, Antike Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die archäologischen Funde in der Kalkrieser-Niewedder Senke den tatsächlichen Ort der Varusschlacht markieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die kritische Quellenarbeit antiker Historiker, die topografische Analyse des Fundortes und die archäologische Interpretation militärischer Hinterlassenschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Ort der Varusschlacht mittels einer Kombination aus literarischer Überlieferung und archäologischen Ausgrabungsergebnissen zu verifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interdisziplinäre Methode angewandt, die antike Textanalysen mit archäologischen Feldberichten und numismatischen Datierungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Vergleich antiker Berichte, die naturräumliche Analyse der Fundstelle, die Grabungsgeschichte sowie die Datierung der militärischen Artefakte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Varusschlacht, Arminius, Kalkriese, römische Legionen, archäologische Ausgrabungen und augusteische Datierung.

Welche Bedeutung haben die Kupfermünzen für die Datierung?

Der hohe Anteil an Kupfermünzen mit Gegenstempeln des Varus ermöglicht eine präzise zeitliche Eingrenzung auf die Jahre 7 bis 9 n. Chr.

Wie interpretieren die Quellen den Ort der Schlacht?

Die antiken Quellen beschreiben den Ort allgemein als bewaldetes, sumpfiges und bergiges Gelände, geben jedoch keine spezifischen geografischen Koordinaten an.

Wie werden die Knochenfunde in Kalkriese gedeutet?

Die Funde von Tier- und Menschenknochen werden als Überreste gewertet, die die Berichte über die spätere Bestattung der Gefallenen durch römische Truppen (z.B. bei Tacitus) stützen könnten.

Warum wird Cassius Dio als Quelle hervorgehoben?

Der Autor schließt sich der Darstellung von Cassius Dio an, da dieser den Verlauf der Schlacht am zutreffendsten und detailliertesten beschreibt.

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Details

Title
Die Lokalisierung der Örtlichkeiten der Varusschlacht
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Course
Proseminar Einführung in die Alte Geschichte
Author
Andreas Brust (Author)
Publication Year
1999
Pages
15
Catalog Number
V98111
ISBN (eBook)
9783638965620
ISBN (Book)
9783656207863
Language
German
Tags
Lokalisierung Varusschlacht Proseminar Einführung Alte Geschichte Deutsche Geschichte Germanien Tacitus Arminius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Brust (Author), 1999, Die Lokalisierung der Örtlichkeiten der Varusschlacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98111
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