Diese Studie postuliert einen Unterschied zwischen den Mittelwertdifferenzen der Experimentalgruppe und der Kontrollgruppe hinsichtlich der aktuellen Stimmung nach Betrachten eines Filmes. Um diese These zu überprüfen, werden 84 Psychologiestudenten durch ein Experiment erhoben.
Die anfallende Stichprobe setzt sich aus Gesundheits-, Wirtschafts- und Allgemeine Psychologie-Studenten zusammen. Der Fragebogen ist dreiteilig mit einer Skala zur allgemeinen Lebenszufriedenheit, einer Skala zur aktuellen Stimmung vor Zeigen des Filmes und einer Skala zur aktuellen Stimmung nach Zeigen des Filmes.
Das Ergebnis weist einen nicht signifikanten Unterschied (p > ,05) zwischen den Mittelwertdifferenzen auf. Abschließend werden die erhobenen Daten diskutiert und mögliche Ausblicke gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Stimmung
1.2 Lebenszufriedenheit
1.3 Filmkunst
1.4 Aktueller Forschungsstand
1.5 Hypothesen und Fragestellung
2 Methoden
2.1 Stichprobenbeschreibung
2.2 Untersuchungsdesign
2.3 Operationalisierung
2.4 Untersuchungsdurchführung
2.5 Auswertungsmethode
3 Ergebnisse
3.1 Deskriptive Ergebnisse
3.2 Inferenzstatistische Ergebnisse
3.3 Weitere Analysen
4 Diskussion
4.1 Zusammenfassung
4.2 Inhaltliche Einordnung
4.3 Bewertung der Methode
4.4 Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss zweier unterschiedlich emotional geprägter Filme auf die aktuelle Stimmungslage von Probanden. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob ein emotional negativ getönter Kurzfilm eine signifikant stärkere Auswirkung auf die Stimmung des Individuums hat als ein neutraler Vergleichsfilm.
- Analyse der Stimmungsbeeinflussung durch audiovisuelle Medien
- Untersuchung des Konstrukts der Lebenszufriedenheit als Kontrollvariable
- Einsatz eines 2x2 Mixed-ANOVA-Designs zur Hypothesenprüfung
- Vergleich zwischen experimenteller Kurzfilmrezeption und Kontrollbedingungen
- Diskussion von psychologischen Einflussfaktoren auf die Stimmungslage
Auszug aus dem Buch
1.1 Stimmung
Jeder kennt es, die allzeit-beliebte Floskel: „Heute bin ich guter Laune“. Doch was bedeutet es eigentlich guter Laune zu sein?
Nach Isen (1994) versteht man darunter Stimmungen oder auch Gefühlszustände, die oft als kleine alltägliche oberflächliche Emotionen angesehen werden. Laut Ewert (1983) und Schmidt-Atzert (1996) weisen „Stimmungen (…) geringe Intensitäten und Objektbezogenheiten auf, wohingegen ihre Dauer von größerer Ausprägung ist“.
Otto, Euler und Mandl (2000) allerdings sehen in der klaren Abgrenzung ein Problem, welches nur durch zukünftige Forschung zu lösen ist. Sie sehen Stimmung und Emotion nicht als unterschiedlich, sondern als „Abstufungen auf einem grundlegenden Kontinuum emotionaler Prozesse“ (Otto et al., 2000, S. 13).
Jedoch kann Stimmung auch klar von Gefühlen abgegrenzt werden. Diese offenbaren hingegen einfache Bedürfnisse, die dem Menschen Hunger, Durst oder Atemnot signalisieren (Schmidt-Atzert, 1996; Steyer, Schwenkmezger, Eid & Notz, 1997).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von emotionalen Inhalten in der Werbung und führt in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Stimmung und Lebenszufriedenheit ein.
2 Methoden: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Stichprobenbeschreibung, des Untersuchungsdesigns und der verwendeten Fragebogenskalen.
3 Ergebnisse: Hier werden sowohl die deskriptiven Daten als auch die inferenzstatistischen Analysen präsentiert, die zeigen, inwieweit die Filmwahl die Stimmung der Probanden beeinflusste.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, die Hypothesen bewertet und ein Ausblick für zukünftige Forschungsansätze gegeben.
Schlüsselwörter
Stimmung, Lebenszufriedenheit, Emotionspsychologie, Filmkunst, Werbepsychologie, 2x2 Mixed-ANOVA, empirische Untersuchung, psychische Gesundheit, Stimmungslage, Affekt, Medienwirkung, Probandenanalyse, Datenauswertung, psychologische Konstrukte, experimentelle Studie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich das Betrachten von Kurzfilmen mit unterschiedlichem emotionalen Gehalt auf die aktuelle Stimmungslage von Menschen auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Stimmungsforschung, der Analyse von Lebenszufriedenheit und dem Einfluss audiovisueller Medien auf die menschliche Gefühlswelt.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel war zu prüfen, ob ein emotional negativ getönter Kurzfilm eine stärkere Veränderung der Stimmung hervorruft als ein neutraler Kurzfilm.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Studie nutzte ein 2x2 Mixed-ANOVA-Design mit einer Stichprobe von 84 Psychologiestudenten, um Mittelwertdifferenzen bei der Stimmung vor und nach der Filmpräsentation zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen zu Stimmung und Lebenszufriedenheit, die detaillierte Methodenplanung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der erhobenen Daten erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Stimmung, Lebenszufriedenheit, Emotionspsychologie, Filmwirkung, experimentelles Design und statistische Varianzanalyse.
Warum konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen festgestellt werden?
Die Autorin diskutiert dies unter anderem mit der möglichen fehlenden Anonymität der Erhebung in der eigenen Hochschule sowie Störvariablen wie externen Lebensereignissen der Probanden.
Welchen Stellenwert hat die Lebenszufriedenheit in dieser Studie?
Die allgemeine Lebenszufriedenheit diente als Kontrollvariable, um heterogene Ausgangsbedingungen der Teilnehmer besser einordnen zu können.
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- Anonym (Author), 2016, Der Einfluss verschiedener Filme auf die aktuelle Stimmungslage eines Menschen. Am Beispiel eines Werbeausschnitts und eines Dokumentarfilms über Städte, Landschaften und die Industrie in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/981159