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Die drei Paradigmen der anthropologischen Linguistik

Eine kurze Darstellung

Title: Die drei Paradigmen der anthropologischen Linguistik

Elaboration , 2017 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jessica Baumtrog (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Bei der anthropologischen Linguistik, welche oft auch als Ethnolinguistik bezeichnet wird, handelt es sich um eine Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem sozialen und kulturellen Kontext von Sprache beschäftigt. Dabei wird Sprache nicht nur als eine Art des Denkens betrachtet, sondern vor allem als „cultural practice“, sowie als eine „kulturkonstitutive Ressource“. Sprecher agieren in erster Linie als soziale Akteure, also als Mitglieder bestimmter Gemeinschaften. Anthropologische Linguistik betrachtet also, wie Sprache das soziale Leben formt und gestaltet und ermittelt den Sinn von Benutzung, Nicht-Benutzung und Missbrauch von Sprache.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstand und Perspektive der anthropologischen Linguistik

2. Kognitive Anthropologie: Sichtweisen auf das Verhältnis von Sprache und Kultur bzw. Kognition

2.1. Universalistische Sicht

2.2. Relativistische Sicht

3. Studie von Berlin und Kay: Farbwörter in den Sprachen der Welt

3.1. Ergebnisse der Studie

3.2. Diskussion der methodischen Herangehensweise

4. Stellungnahme zur Höflichkeit von sprachlichen Ausdrücken

5. Verhältnis von Sprache und sozialer Person

5.1. social deixis

5.2. social markers

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis zwischen Sprache, Kultur und sozialer Identität. Das primäre Ziel ist es, zentrale Konzepte der anthropologischen Linguistik – insbesondere kognitive Aspekte, sprachliche Relativität, Höflichkeitstheorien sowie die soziale Dimension von Sprache – theoretisch zu fundieren und anhand von Fallbeispielen zu beleuchten.

  • Grundlagen und Paradigmen der anthropologischen Linguistik
  • Kognitive Anthropologie: Universalismus versus sprachliche Relativität
  • Empirische Untersuchung von Farbwörtern (Berlin und Kay)
  • Theoretische Perspektiven auf Höflichkeit in der Kommunikation
  • Soziale Dimensionen von Sprache: Social deixis und social markers

Auszug aus dem Buch

1. Gegenstand und Perspektive der anthropologischen Linguistik

Bei der anthropologischen Linguistik, welche oft auch als Ethnolinguistik bezeichnet wird, handelt es sich um eine Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem sozialen und kulturellen Kontext von Sprache beschäftigt (vgl. Foley 1997: 3). Dabei wird Sprache nicht nur als eine Art des Denkens betrachtet, sondern vor allem als „cultural practice“ (Duranti 1997: 2), sowie als eine „kulturkonstitutive Ressource“ (Konerding). Sprecher agieren in erster Linie als soziale Akteure, also als Mitglieder bestimmter Gemeinschaften (vgl. Duranti 1997: 3). Anthropologische Linguistik betrachtet also, wie Sprache das soziale Leben formt und gestaltet (vgl. Society for Linguistic Anthropology) und ermittelt den Sinn von Benutzung, Nicht-Benutzung und Missbrauch von Sprache (vgl. Foley 1997: 3).

Anthropologische Linguisten erstellen ethnografisch fundierte Berichte über linguistische Strukturen, die tatsächlich von Menschen in bestimmten Zeiten und Räumen genutzt werden (vgl. Duranti 1997: 3). Sie sehen Sprache als eine Reihe von sozialer Praxis an, welche eine wichtige Rolle in der Vermittlung von ideellen und materiellen Aspekten der menschlichen Existenz spielt (vgl. Duranti 1997: 4-5).

Es sind die spezifischen Ziele und Methoden die ein Projekt der anthropologischen Linguistik von einer linguistischen Studie oder einem ethnografischen Bericht unterscheiden (vgl. Duranti 1997: 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gegenstand und Perspektive der anthropologischen Linguistik: Dieses Kapitel definiert die anthropologische Linguistik als Disziplin, die Sprache als kulturelle Praxis und soziales Gestaltungsinstrument begreift.

2. Kognitive Anthropologie: Sichtweisen auf das Verhältnis von Sprache und Kultur bzw. Kognition: Hier werden die gegensätzlichen Ansätze des Universalismus und des Relativitätsprinzips hinsichtlich des Zusammenhangs von Denken und Sprechen vorgestellt.

3. Studie von Berlin und Kay: Farbwörter in den Sprachen der Welt: Das Kapitel analysiert die berühmte Untersuchung zu Grundfarben, prüft die Ergebnisse auf ihre Universalität und diskutiert methodische Kritikpunkte.

4. Stellungnahme zur Höflichkeit von sprachlichen Ausdrücken: Es wird erörtert, dass Höflichkeit ein kontextabhängiges, kulturell variables Phänomen ist, das sich kaum durch eine universelle Theorie abschließend definieren lässt.

5. Verhältnis von Sprache und sozialer Person: Dieses Kapitel untersucht, wie Sprache den sozialen Status markiert, wobei die Konzepte der social deixis und social markers detailliert erklärt werden.

Schlüsselwörter

Anthropologische Linguistik, Ethnolinguistik, Kognitive Anthropologie, Universalgrammatik, Sapir-Whorf-Hypothese, Sprachliche Relativität, Basic color terms, Berlin und Kay, Höflichkeitstheorie, Soziale Interaktion, Social deixis, Social markers, Soziolinguistik, Sprachliche Strukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Fachgebiet der anthropologischen Linguistik und beleuchtet die wechselseitigen Beziehungen zwischen Sprache, Denken, Kultur und sozialem Status.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen kognitive Ansätze der Sprache, die empirische Forschung zu Farbwörtern, linguistische Höflichkeitskonzepte sowie die sprachliche Markierung sozialer Zugehörigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Relevanz der anthropologischen Linguistik aufzuzeigen und die theoretischen Grundlagen für das Verständnis von Sprache als soziale Praxis zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die kritische Auseinandersetzung mit wegweisenden Studien und Modellen der Fachdisziplin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit kognitiven Sichtweisen, eine methodische Kritik der Farbwortstudien, eine Reflexion zu Höflichkeitsnormen und die Erläuterung sozialdeiktischer Sprachmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Anthropologische Linguistik, Sapir-Whorf-Hypothese, soziale Identität, Relativität und Sprachgebrauch.

Was besagt die Universalistische Sicht nach Noam Chomsky?

Chomsky postuliert die Existenz einer angeborenen Universalgrammatik, die jedem Menschen eigen ist und den Spracherwerb unabhängig von spezifischen Lernerfahrungen ermöglicht.

Welche Bedeutung hat das Beispiel Sinhalese für social deixis?

Das Personalpronomensystem im Sinhalese dient als Beispiel dafür, wie soziale Variablen wie Schichtzugehörigkeit oder Statusunterschiede direkt in die Wahl der Personalpronomen einfließen.

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Details

Title
Die drei Paradigmen der anthropologischen Linguistik
Subtitle
Eine kurze Darstellung
College
University of Regensburg
Grade
1,3
Author
Jessica Baumtrog (Author)
Publication Year
2017
Pages
12
Catalog Number
V981215
ISBN (eBook)
9783346336521
ISBN (Book)
9783346336538
Language
German
Tags
paradigmen anthropologischen linguistik eine darstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Baumtrog (Author), 2017, Die drei Paradigmen der anthropologischen Linguistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/981215
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