Gefahren und Nutzen von radioaktiven Strahlen


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

8 Seiten


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1. Arbeitsblatt austeilen

2. Einleitung

- meisten wissen nicht, dass man auf der Erde ständig radioaktiver Strahlung ausgesetzt ist
- Kernzerfälle überall und andauernd
- Beweis mit Geigerzähler: Schlägt schon aus, wenn man ihn an Beton oder Badezimmerkacheln hält

3. Welche Strahlungsquellen gibt es?

- natürliche und künstliche Strahlung
- in der Natur gibt es über 70 Radionuklide
- Umweltstrahlung aber zum größten Teil durch Haut abgeschirmt

a) terrestrische Strahlung

- Gestein enthält immer geringe Beimischungen radioaktiver Atomkerne
- diese zerfallen und es werden Teilchen und elektromagnetische Strahlung freigesetzt
- Strahlenbelastung aus Boden hängt stark davon ab, wo man sich gerade aufhält
- z.B. hat Granit besonders hohen Gehalt radioaktiver Atomkerne · Strahlung im Gebirge höher als im Flachland
- Beispiel: 75% aller Bergleute, die in Uranerzgruben gearbeitet haben, sind der ,,Schneeberger - Krankheit" zum Opfer gefallen
- gefährliche Mengen von Radionukliden gelangten in die Lungen und führten zu Lungenkrebs

b) kosmische Strahlung

- Ursprung in der Sonne und anderen Sonnensystemen

- Primärstrahlung (besteht vor allem aus Protonen) wird in den äußeren Schichten der

Atmosphäre abgebremst

- doch dabei entstehen Unmengen an Teilchen, die vorher nicht existiert haben · genannt Sekundärstrahlung

- diese wird zum Teil in unteren Schichten der Atmosphäre absorbiert, zum Teil gelangt sie an die Erdoberfläche

- ist auch Schwankungen unterworfen · hängt von der Sonnenaktivität ab, davon, in welchen Breiten man sich befindet

- am stärksten an den Polen

- in typischer Flughöhe von 10 km Belastung der kosmischen Strahlung rund 100 mal höher, als am Boden

bei Piloten und Flugbegleitern summieren sich die kleinen Dosen

- Belastung pro Jahr höher als die des Wartungspersonals in einem Kernkraftwerk

c) Eigenstrahlung des Körpers

- Strahlenbelastung die durch Radionuklide hervorgerufen werden, die mit Nahrung, Trinkwasser und Atmung aufgenommen werden

- dabei gelangt radioaktives Jod oder auch Cäsium (mit Milch, Pilzen, Fischen) in den Körper

Natürliche Strahlenbelastung beträgt für Bewohner der BRD ca 3,5 mSv pro Jahr.

d) von Menschen erzeugte Srahlung

Strahlenbelastung durch kerntechnische Anlagen

- Kernkraftwerke geben mit Abluft Radionuklide an die Umgebung ab

Strahlenbelastung im Alltag

- Strahleneinwirkungen von Fernsehgeräten, Computern, anderen technischen Geräten

Strahlenbelastung durch medizinische Röntgendiagnostik und Strahlentherapie

- überwiegender Teil der künstlichen Strahlenbelastung auf Verwendung von Röntgenstrahlen für diagnostische Zwecke zurückzuführen

- Strahlenbelastung durch Strahlentherapie und Verwendung in der Nuklearmedizin dagegen nur gering

Belastung durch künstliche Strahlung beträgt für einen Bewohner der BRD ca. 0,6 mSv pro Jahr

4. Wie wirkt Radioaktivität auf den Körper?

- Teilchen bei der Strahlung sind so klein - kleiner als Moleküle - , dass sie ungehindert durch Zellwände hindurchfliegen können
- können menschlichen Körper vollständig durchqueren, ohne dass etwas passiert
- Strahlungspartikel kann aber zufällig auf empfindlichen Teil einer Zelle treffen
- die Zelle stirbt
- Nicht schlimm, da körper noch weitaus mehr Zellen enthält, die dadurch in ihrer Funktion nicht gestört werden
- Wenn aber Strahlung die Erbsubstanz trifft und dort Schaden hervorruft: 2 Möglichkeiten!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kürzlich Schädigung der Erbsubstanz entdeckt:

- Schäden an der bestrahlten Zelle noch nicht erkennbar
- Erbsubstanz scheint völlig intakt
- Erst nach mehrern Zellteilungen tritt schlagartig eine größere Anzahl von Defekten auf
- - genannt ,,genomische Instabilität"
- alle DNA - Schäden führen zu krankhaften Veränderungen des Körpers, wenn sie Zellen treffen, die sich häufig neu bilden
- z.B. Knochenmarks - und Blutzellen, Hautzellen, Darmzellen, ...
- Kinder und Jugendliche deshalb besonders gefährdet

5. Strahlenschäden

- schon kleinste Dosen können mutationsauslösend wirken

a) Stochastische Strahlenschäden:

- Sind zufallsabhängig, Eintretenswahrscheinlichkeit nimmt mit Dosis zu
- Unterliegen keinem Dosisschwellenwert
- Limitierung der Dosis macht Schaden unwahrscheinlicher
- Entstehung von Schäden im Erbgut
- Erzeugung von Krebs in Körperzellen

b) Nicht - stochastische Schäden

- schwere des Schadens nimmt mit Höhe der Dosis zu
- Nur große Dosen sind wirksam
- Limitierung der Dosis verhindert den Schaden
- Gewebe - und Organschäden

c) Frühschäden

- Strahlenkrankheit (weniger Blutkörperchen, Hautrötung, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall)
- Strahlentod (meist Folge von Infektionen aufgrund fehlender Abwehrmechanismen

d) Spätschäden:

- heute durch neue Behandlungstechiken, ausgefeilte Bestrahlungsplanung, gute Begleitbehandlung wesentlich seltener geworden
- lassen sich aber nicht ganz ausschließen
- Krebserkrankungen (Leukämie, Lungenkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs)

e) Akute Strahlenfolgen:

- treten während oder unmittelbar bei der Behandlung auf
- bilden sich für gewöhnlich wieder vollständig zurück (z.B. Hautrötungen)

f) Chronische Strahlenfolgen:

- treten erst später auf
- können unangenehm für Patienten sein
- durch Strahlung hervorgerufene Tumoren treten extrem selten auf
- bis zum auftreten eines solchen Tumor können 20 - 30 Jahre vergehen

g) Gefahren für Schwangere

- Mißbildungen
- Fehlgeburten

6. Nutzung radioaktiver Strahlung

a) Industrie

- zur Veredlung von Plasten und anderen Werkstoffen
- Plaste erhalten durch Bestrahlen höhere Festigkeit und Temperaturbeständigkeit
- zerstörungfreie Materialprüfung von Werkstoffen und Werkstücken
- Beschleunigung und Kontrolle chemischer Reaktionen
- Veränderung physikalischer Eigenschaften
- Berührungsfreie Dichtemessungen
- Verschleißmessungen an schwer zugänglichen Stellen (Schneidwerkzeuge, Kolbenringe, Hochofenmauerwerk)

b) Nahrungsmittel

- durch Bestrahlung von Nahrungsmitteln kann Sterilisation, Desinfektion, Desinsektion (Verhinderung der Fortpflanzungsfähigkeit von Insekten und Keimhemmung) erzielt werden
- Konservierung von Lebensmitteln
- bei Strahlenbehandlung werden Lebensmitteln so keine Fremdstoffe zugesetz

c) Medizin

- Entkeimung von Instrumenten, Arzneimitteln und Verbandstoffen
- Markierung von Atomen zur Stoffwechseluntersuchung
- Krebserkrankungen können behandelt werden, indem kranke Zellen zerstört werden
- Schildrüsenerkrankungen lassen sich feststellen (Patient muß Jod trinken)
- Geschwülste können erkannt werden
- Weiterhin viele verschiedene Möglichkeiten der Diagnose und Heilung von Krankheiten

7. Wie kann man sich vor Radioaktivität schützen?/Strahlenschutz

- möglichst großen Abstand zur Strahlenquelle halten, nicht berühren

- Durch Abschirmung der Quelle mit geeigneten Materialien wie Beton, Blei oder Wasser wird die Dosis stark verringert
- Verwenden von Strahlenschutzschichten
- Bei radioaktiver Gefahr Schutzraum aufsuchen
- Dauer der Einwirkung der Strahlen beschränken
- Wert auf Sauberkeit im Umgang mit radioaktiven Nukliden legen
- Durch Atom - und Körperschutzmittel verhindern, dass radioaktive Substanz in den Körper gelangt (auch gefährlich: radioaktiver Staub)
- Nahrung durch Meßgeräte kontrollieren
- Strahlenschutzmaßnahmen auch immer von Art der Strahlung abhängig
- Unter Umständen kann Abschirmaterial durch Neutronenbeschuss auch selbst radioaktiv werden
- Dann müssen Vorkehrungen gegen mögliche Folgestrahlungen getroffen werden

Antworten zum Arbeitsblatt:

1. Sie erreicht uns aus dem Weltall, aus der Erde, ihrer Atmosphäre, aus der Nahrung und aus den Baumaterialien unserer Häuser.
2 zählt auch dann bereits, wenn noch keine Strahlungsquelle im Versuchsaufbau enthalten ist (Umwelt - Radioaktivität)
3. , desto gößer ist im allgemeinen die Dosisleistung der Umweltbelastung. In bestimmten (Uranreichen) Gebieten ist die Dosisleistung zusätzlich noch größer als ,,normal".

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Details

Titel
Gefahren und Nutzen von radioaktiven Strahlen
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V98154
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gefahren, Nutzen, Strahlen
Arbeit zitieren
Stefanie Grunow (Autor), 2000, Gefahren und Nutzen von radioaktiven Strahlen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98154

Kommentare

  • Gast am 16.4.2002

    Perfekt!.

    Super Referat!!!!! War sogar so lang das ich es kürzen musste!!! Hoffe dem Lehre gefällt das auch morgen.....
    Danke!!!

  • Gast am 29.4.2002

    Gut!.

    Sehr Gut.
    Etwas mehr über die Nutzung hätte ich gebrauchen können ;)

    Aber alles in allem ein sehr gutes Referat

  • Gast am 9.5.2002

    DANKE DANKE DANKE.

    vielen dank das du uns und unseren nachmittag gerettet hast!!!
    DANKE DANKE DANKE

  • Gast am 3.6.2002

    Rettung!.

    Man du warst echt meine Rettung! 3 Arbeiten und 4 Referate in einer Woche hätt ich sonst nicht geschafft!

  • Gast am 2.11.2004

    super!.

    ziemlich klasse zusammen gefasst und ausgezeichnet geglieder
    *thumbs up*

  • Gast am 16.10.2007

    VIELEN DANK!.

    Ich hab heut erfahren das mein Referat thema morgen dran kommt..ich war verloren, dann hab ich hier die Seite gefunden muahahahah THX!!!

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