Zukunft unserer Erde


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

5 Seiten, Note: 1-2


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ZUKUNFT UNSERER ERDE

Über die Zukunft unserer Erde gibt es viele Theorien. Sicher ist, dass weitere Eiszeiten und Wärmeperioden kommen und gehen werden, die Weltmeere verdunsten und durch den Vulkanismus wieder ausgeglichen werden und auch alle anderen Vorgänge auf der Erde, die durch die Natur so fein ausgewogen sind, erhalten bleiben. Doch der Mensch greift entscheidend in die Geschichte der Erde ein. Allein schon durch den verstärkten Treibhauseffekt werden deutlich Veränderungen spürbar.

Was ist der Treibhauseffekt?

- Der sogenannte Treibhauseffekt ist die voraussichtliche Erwärmung der Temperaturen auf unserer Erde, verursacht durch den Ausstoß und die Produktion verschiedenster Stoffe und Gase, die zur vermehrten Reflexion der Wärmestrahlung an der Atmosphäre führen.

Der Treibhauseffekt entsteht folgendermaßen:

- Die Sonne schickt kurzwellige Strahlung auf die Erde. Ein Teil dieser Strahlung wird schon beim Auftreten auf die äußerste Atmosphäre reflektiert der Großteil der Sonnenstrahlung gelangt jedoch bis zur Erdoberfläche. Dort wird die kurzwellige Strahlung der Sonne in Infrarotstrahlung, also Wärme, umgewandelt und wiederum reflektiert. Ein gewisser Prozentsatz dieser Wärmestrahlung dringt durch die Lufthülle unserer Erde wieder in den Weltraum, ein bestimmter Anteil wird aber schon von Natur aus zurückgeworfen. Diese natürliche Reflexion gewährleistet auf der Erde eine Durchschnittstemperatur von etwa 15 Grad Celsius. Ohne diese Reflexion würde dieser Wert -18 Grad betragen.

Nun kommt es in unserer Zeit jedoch zu vermehrtem Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) und sogenannten ,,Treibhausgasen", was zur Folge hat, dass die Wärmestrahlung verstärkt zurückgeworfen wird. Die logische Auswirkung hiervon ist eine globale Temperaturerhöhung.

Als erstes möchte ich die Theorien, die über die Folgen des Treibhauseffekts und die steigende Weltbevölkerung überlegt wurden, vorstellen.

Am 22. Februar wurde bekannt gegeben, dass nach den neuesten Berechnungen einiger Astrophysiker und Astronomen die Welt ihr heißes Ende viel früher als bisher angenommen erwarten kann. Das fängt mit dem Verschwinden von Kohlenstoffdioxid an. Denn nach Meinungen der Experten beschleunigt sich der Zyklus um die Zersetzung von Silikatgestein auf der Erde durch die rapide Erwärmung des Klimas in den kommenden Jahrmillionen (Treibhauseffekt!) Mit dem Silikatgestein wird das Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre entfernt und als Kalziumkarbonat in den Weltmeeren abgelagert. ,,Mit der Zeit wird der Kohlenstoffdioxidgehalt in der Atmosphäre so dünn, dass er nicht mehr zum Erhalt der Pflanzenwelt ausreicht", sagt ein Experte voraus. Das wird wohl in etwas einer halben Milliarde Jahren der Fall sein. Nach weiteren 500Millionen Jahren dürften die Meere verschwinden und in spätestens 3,5 Milliarden Jahren werde alles Leben auf der Erde erloschen sein, prophezeiten US-Forscher.

Eine Stufe höher ging erst vor Kurzem der Astrophysiker Stephen Hawking, den einige Leute für den klügsten Mann der Welt halten. Nach seiner Meinung werde sich die Menschheit schon in 1000 Jahren ausgelöscht haben. Durch den Treibhauseffekt erhöhte sich die Durchschnittstemperatur zwischen 1975 und 1999 von 13,94 auf 14,35 Grad, Hawking ist überzeugt, dass sich dieser Vorgang weiter fortsetze. Nach seinen Berechnungen leben die Menschen im Jahr 2600 Schulter an Schulter - so eng wird es auf der Erde sein. Und durch den riesigen Energieverbrauch wird die Erde glühend rot aussehen.

Schon kurz nach diesen gewagten Spekulationen widersprach der erste Klimaforscher Hawking. ,,Nur wenn wir alle Kohlenstoffvorräte der Erde verheizen würden, könnten wir theoretisch eine heiße Atmosphäre ähnlich wie auf dem Planeten Venus schaffen", sagte Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. ,,Ich gehe jedoch davon aus, dass wir es schaffen, den Ausstoß der Treibhausgase zu reduzieren." Nach Ansicht von Stock wird die Menschheit in etwa 50 Jahren wesentlich auf alternative Energien umgestiegen sein, wie Wasserstoff und Solarenergie. Damit wird man den Treibhauseffekt in den Griff bekommen. Aber auch er gibt zu, dass die Erde einige Überraschungen bereit hält. So könnte z.B. auf Grund der jetzt schon beginnenden Erwärmung Methan aus den Ozeanen oder auftauenden Permafrostböden freigesetzt werden - und das könne das Klima in Richtung der Vorhersagen Hawkings bewegen, da Methan ebenfalls einen großen Anteil an den Treibhausgasen stellt.

Nach diesen wichtigen Punkten, die unsere Erde selbst betreffen, möchte ich nun einige Thesen, welche die Sonne und andere Sterne und Planeten des Universums betreffen und damit auch unsere Erde, nennen.

Ohne unsere Sonne wäre kein Leben möglich. Sie ist der wichtigste Bestandteil an allen Vorgängen, die auf der Erde und um sie herum, ablaufen. Ihre Energie scheint grenzenlos zu sein, doch irgendwann einmal wird auch sie zu Ende gehen, denn der Vorrat an Brennmaterial ist nicht unbegrenzt. Die Sonne gewinnt ihre Energie aus der Atomkernfusion, d.h. Wasserstoff verwandelt sich im Kern der Sonne langsam in Helium. Dadurch wird eine gewaltige Energie frei, die als Sonnenstrahlen entweicht. Ein Bruchteil dieser Strahlung erreicht die Erde. Nun könnte man natürlich vermuten, dass, wenn der Wasserstoffvorrat zu Ende geht, auch die Sonnenstrahlung nachlässt und dann irgendwann ganz aufhört. In Wirklichkeit wird sich aber das genau Gegenteil abspielen und die Sonne an Strahlung zunehmen. Die Sonne wird zwar nicht heißer aber viel viel größer. So groß, dass sie bis an die Umlaufbahn des Merkurs reichen wird! Dieser Zustand wird nach und nach in einigen Milliarden Jahren, nach neuesten Berechnungen in etwa 3,5Milliarden Jahren, erreicht sein. Allein durch ihre vergrößerte Oberfläche wird die Sonne die Erde mit einer so gewaltigen Strahlung überschütten, dass es so unglaublich heiß wird, dass die Ozeane verdampfen und schließlich mit der Atmosphäre in den Weltraum entweichen werden. Die Erdoberfläche wird wie in grauer Vorzeit wieder glutflüssig werden. Dann, ganz plötzlich wird sich die Sonne, die in ihrem vergrößerten Stadium ,,Roter Riese" genannt wird, in einen ganz anderen Sterntyp verwandeln, sie wird in nur wenigen Tagen und Wochen zum ,,Weißen Zwerg" werden, also gewaltig zusammenschrumpfen - etwas auf Erdengröße. Sie nimmt allerdings dabei nicht an Masse ab und wird so die Planeten weiterhin in ihren Umlaufbahnen halten.

1.Theorie:

Zum ersten wird vermutet, dass nach diesem Ausbruch die Strahlungskraft wieder abnimmt und mit dem ,,Weißen Zwerg" wieder etwa die heutigen Strahlungsverhältnisse herrschen. Wenn diese also wiederhergestellt sind, kühlt sich die Erde ab und der bis dahin wohl noch aktive Vulkanismus könnte der Erde durch den entweichenden Wasserdampf ein neues Weltmeer und vielleicht sogar eine neue Atmosphäre geben! Da die Sonne als ,,Weißer Zwerg" auch noch eine Lebensdauer von ca. 10 Milliarden Jahre erwartet, gibt es sogar die Möglichkeit, dass die phantastische Entwicklung des Lebens erneut stattfindet! Es gibt also für das Leben eine neue Chance. Aber dann schließlich sind die Tage der Sonne endgültig gezählt und sie wird vollständig abkühlen. Die Erde wird um eine schwach leuchtende Sonne kreisen, eingehüllt in einem Panzer von Eis und gefrorenem Stickstoff.

2.Theorie.

Die zweite Theorie sieht nicht ganz so rosig aus. Dabei wird vermutet, dass sich die Sonne so weit ausdehnt, dass die ersten beiden Planeten vollständig verglühen werden und die Außenhülle der Erde verschwindet, unser Planet also stirbt. Als ,,Weißer Zwerg" wird es für ihre Verhältnisse auf der Sonne eiskalt sein, etwas 40.000°C. Die Bodenschätze der Erde wie Eisen und Nickel reagieren mit der kaputten Sonne und es bilden sich riesige Magnetfelder im Weltall.

Allerdings sehen auch die Anhänger dieser 2.Theorie für das Leben eine 2.Chance: auf dem Saturn-Mond Titan. Er hat eine ähnliche Atmosphäre wie die Erde, da es aber -183°C kalt ist, konnte bisher noch kein Leben entstehen. Während aber die explodierende Sonne ihn aufheizt, sind auch dort ideale Bedingungen für die Entwicklung neuer Lebensformen geschaffen.

Diese Überlegungen über die Zukunft betreffen nicht mehr die Menschheit, weil sie sich in viel zu ferner Zukunft abspielen werden. Sie interessieren also nur rein intellektuell.

Eine weitere Gefahr für die Erde stellt der Jupiter dar, wenn auch nur eine sehr geringe. Jupiter hat eine so gewaltige Masse, dass schon die kleinste Störung in seiner Umlaufbahn katastrophale Auswirkungen auf die Erde bedeuten würde. Die Erde könnte tief in den Weltraum geworfen werden oder sogar in die Sonne eintauchen. Die Chance für einen Sturz ins All wird allerdings nur auf 1:100 000 in den nächsten 3,5Milliarden Jahre geschätzt.

Wenn man an Naturkatastrophen denkt, denkt man wohl an Überschwemmungen, Erdbeben und Vulkanausbrüche, vielleicht auch an Eis- und Wärmezeiten. Diese Katastrophen sind auf der Erde unvermeidlich, sie sind aber in sofern nicht entscheidend bedrohlich, da sie entweder nur einen Teil der Erde betreffen oder so langsam kommen, dass die Menschen genügend Zeit haben, sich vorzubereiten und einzustellen. Es gibt aber etwas, was urplötzlich geschieht und die Welt als ganzes betrifft: Die Supernova.

Zum einen gibt es die sogenannten Novaausbrüche, wie eben auch schon bei unserer Sonne beschrieben. Sie passieren relativ häufig in den Tiefen unserer riesigen Milchstraße. Innerhalb weniger Stunden und Tage steigert sich die Helligkeit eines Sternes auf das Zehn bis Hunderttausendfache. In der Vergangenheit haben Astronomen manchmal neue Sterne entdeckt und sie so ,,Nova Stella" genannt. Das war allerdings zuviel des Guten, anhand von Sternenkarten konnte man nachweisen, dass an der Stelle des ,,neuen Sternes" bereits ein kleiner, schwach leuchtender zu finden war. Somit handelte es sich um einen Novaausbruch und der Stern wurde mit bloßem Auge sichtbar. Außer den Novae gibt es noch die viel selteneren Supernovae. Bei so einem Supernovaausbruch steigert ein Stern seine Helligkeit kurzfristig um den Betrag von bis zu 100 Milliarden. Damit leuchtet er dann ebenso hell wie alle anderen Sterne der Milchstraße zusammen und ist auch bei Tageslicht zu sehen. Bis jetzt hat man in der Geschichte 3 Ausbrüche beobachtet.

Natürlich kann man sich vorstellen, was passiert, wenn ein Stern, der heute mit bloßem Auge zu sehen ist, zur Supernova wird. Das bedeutet nämlich, dass er so hell wie eine zweite Sonne wird und mit einer Verzögerung von wenigen Wochen die Erde mit einer so gewaltigen Strahlungsflut überschüttet, was alle Lebewesen und ihr Erbgut entscheidend umgestalten würde. Solange es auf der Erde Leben gibt, hat sich ein Supernovaausbruch vielleicht schon ein paar Mal in unserer ,,Nachbarschaft" ereignet. Das könnte erklären, wie einige Lebewesen so plötzlich ausgestorben sind, bestes Beispiel: die Dinosaurier.

Aber wie gesagt, solche Ereignisse werden sich, wenn überhaupt, in so ferner Zukunft abspielen, dass sie für uns nicht mehr relevant sind. Der größte Feind des Menschen und auch der Erde ist der Mensch selbst.

5 von 5 Seiten

Details

Titel
Zukunft unserer Erde
Note
1-2
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V98185
Dateigröße
369 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zukunft, Erde
Arbeit zitieren
Katharina Fuhrin (Autor), 2000, Zukunft unserer Erde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98185

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