Konzeption und Realisierung eines komponentenbasierten Projektinformationssystems mit Hilfe von Open Source-Software


Diplomarbeit, 2002

140 Seiten, Note: 1,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Anlagenverzeichnis

0 Problemstellung

1 Projektinformationssysteme
1.1 Motivation
1.2 Definition und Abgrenzung
1.3 Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten
1.3.1 Lotus Domino
1.3.2 BSCW
1.4 Chancen und Risiken
1.5 Fazit

2 Open Source - Software
2.1 Motivation
2.2 Definition und Abgrenzung
2.3 Open Source in der Praxis
2.4 Chancen und Risiken
2.5 Fazit

3 Komponentenorientierte Softwareentwicklung
3.1 Motivation
3.2 Definition
3.3 Komponentenorientierte Software in der Praxis
3.3.1 Begründung des Einsatzes
3.3.2 Entwicklung von komponentenorientierter Software
3.4 Chancen und Risiken
3.5 Fazit

4 Konzeption des EMG - Projektinformationssystems
4.1 Der Informationsaustausch im EMG - Team
4.2 Die konkreten Anforderungen des EMG - Teams

5 Funktionale Umsetzung des Projektinformationssystems
5.1 PHProjekt
5.2 PHPWiki
5.3 FileManagement

6 Einsatz von Open Source und Eigenentwicklung
6.1 Open Source - Analysemethodik
6.2 Entwicklungsmethodik

7 Realisierung des komponentenbasierten Systems
7.1 Implementierung der Komponentenarchitektur
7.2 Das vollendete System

8 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

A n l a g e n

Glossar

Vorwort

Die hier vorgelegte Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Konzeption & Realisierung eines komponentenbasierten Projektinformationssystems mit Hilfe von Open Source-Software“. Im Fokus steht ein neu entwickeltes Projektinformationssystem für die Enterprise Modeling Group (EMG) der BRAIN International AG. Dieses System baut auf bereits vorhandene Open Source-Software auf. Da auf mehrere Open Source-Quellen zurückgegriffen werden musste und auch Eigenentwicklungen in die Realisierung mit einflossen, wurde von Anfang an eine komponentenorientierte Softwarearchitektur angestrebt. Es wird gezeigt, dass eine komponentenbasierte Architektur auf der Grundlage von Open Source eine stabile Basis zur Realisierung von Softwarelösungen darstellt. Außerdem liegt der Kernaspekt in der Begründung der Entwicklungsmethodik als eine sich in der Praxis bewährte Alternative.

Die Ausarbeitung in dieser Diplomarbeit stellt die Konzeption in den Mittelpunkt. Dabei wird nicht nur im Hinblick auf das neue System argumentiert, sondern es werden auch die Randaspekte berücksichtigt, wie z. B. die nicht konkret formulierten Anforderungen. Auf die Realisierung des Systems wird nur insoweit eingegangen, wie deren Beschreibung der Begründung der Konzeption dient. Allerdings werden keine programmiertechnischen Grundlagen zum Verständnis verlangt, da von der technischen Seite her nicht sehr tief in die Thematik eingestiegen wird.

Für jedes große Theoriethema (Projektinformationssysteme, Open Source und Komponentenorientierte Softwareentwicklung) hätte vom Stoffumfang her eine eigene Diplomarbeit geschrieben werden können. Aufgrund der Vorgaben können einige Punkte nur kurz erläutert werden. Der interessierte Leser wird auf die weiterführenden Quellen verwiesen.

Ich danke allen Personen, die sich in irgendeiner Weise bei der Erstellung dieser Diplomarbeit beteiligt haben. Besonderer Dank geht an Herrn Prof. Uwe Busbach-Richard für seine vielfältigen Anregungen und an Thomas Neumann, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Weiterhin sollen auch Heike Stegeman, Jochen Klumpp, Lucia Riesterer, Marcus Schauber, Tanja Bühler, Erwin Graf und last but not least Edna Böhler für ihre Unterstützung namentlich genannt werden.

Ihringen, den 26. August 2002

Thomas Bühler

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Aufbau der Diplomarbeit

Abbildung 2 : Informationssysteme nach dem Unterstützungsniveau

Abbildung 3 : Klassifizierung nach Raum und Zeit

Abbildung 4 : Das 3K - Modell

Abbildung 5 : Todesspirale

Abbildung 6 : Veranschaulichung der Replikation

Abbildung 7 : Einsatz von Open Source - Software in Unternehmen

Abbildung 8 : Übersicht Softwarelizenzen

Abbildung 9 : Erfolgsrate bei Software - Projekten

Abbildung 10 : Aufbau Wiederverwendung

Abbildung 11 : Softwarekomponenten - Ein Baukasten

Abbildung 12 : Komponentenorientierte Softwareentwicklung

Abbildung 13 : Das Containermodell

Abbildung 14 : Auswertung der Evaluation

Abbildung 15 : Die im Standard enthaltenen PHProjekt - Komponenten

Abbildung 16 : PHProjekt im Originalzustand

Abbildung 17 : Das Original Wiki

Abbildung 18 : The “4+1” View Model

Abbildung 19 : Physical View & Process View

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 : Gründe für die Zunahme des Stellenwerts der „Information“

Tabelle 2 : Gründe für die Zunahme des Stellenwerts der „Projekte“

Tabelle 3 : BSCW - Leistungsmerkmale

Tabelle 4 : Chancen von ProInfSys

Tabelle 5 : Risiken von ProInfSys

Tabelle 6 : Die Open Source - Definition

Tabelle 7 : Chancen für Unternehmen beim Einsatz von Open Source

Tabelle 8 : Risiken für Unternehmen beim Einsatz von Open Source

Tabelle 9 : Chancen für die Softwareentwicklung beim Einsatz von Open Source

Tabelle 10 : Risiken für die Softwareentwicklung beim Einsatz von Open Source

Tabelle 11 : Begründungen der Softwareentwicklungsdefizite durch die Firmen

Tabelle 12 : Unterschiede zwischen Individual- und Standardsoftware

Tabelle 13: Anforderungen an Softwarekomponenten

Tabelle 14: Granularitätsstufen von Softwarekomponenten

Tabelle 15 : Chancen beim Einsatz von KBSW

Tabelle 16 : Risiken beim Einsatz von KBSW

Tabelle 17 : Funktionale Anforderungen an das Projektinformationssystem

Tabelle 18 : Nichtfunktionale Anforderungen an das Projektinformationssystem

Tabelle 19 : Mögliche Lösungsalternativen zur Realisierung des Systems

Tabelle 20 : Evaluationskriterien - Gewichtungstabelle

Tabelle 21 : Lösungsalternativen - Gewichtungstabelle

Tabelle 22 : Die genauen Anforderungen an die FileManagement - Komponente

Tabelle 23 : Die Bedeutung der Sichten aus dem 4+1 Modell

Tabelle 24 : Chancen beim Einsatz des Projektinformationssystems

Tabelle 25 : Risiken beim Einsatz des Projektinformationssystems

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anlagenverzeichnis

Anlage 1 : Das Vier-Sektoren Modell

Anlage 2 : Definition des Begriffs „Projekt"

Anlage 3 : Definition und Abgrenzung des Begriffs „Information"

Anlage 4 : Projektorganisation als Lösungsansatz auf klassische Organisationsformen

Anlage 5 : Informationsnachfrage, -angebot und -bedürfnis

Anlage 6 : Definition und Abgrenzung von Projektmanagement

Anlage 7 : Der Unterschied zwischen einem Team und einer Gruppe

Anlage 8 : Weitere Details zu Lotus Domino

Anlage 9 : Die Oberfläche von BSCW

Anlage 10 : Netscape goes Open Source

Anlage 11 : Politik und Open Source

Anlage 12: Die Kommerzialisierung von Unix

Anlage 13: The GNU General Public License (GPL)

Anlage 14 : Abgrenzung anderer Softwarevarianten im Bezug zu Open Source

Anlage 15: Grundsätze zur Open Source - Softwareentwicklung nach RAYMOND

Anlage 16 : Aktuelle Web Server - Statistik über Marktanteile

Anlage 17 : Das Open Source - Projekt Linux

Anlage 18: US-Untersuchung 1991 der Softwareprojektergebnisse

Anlage 19 : Hintergründe zur Wiederverwendung in der Softwareentwicklung

Anlage 20 : Die Definition einer Softwarekomponente nach Griffel

Anlage 21 : Komponentenarten

Anlage 22 : Ansätze zur Entschärfung der Granularitätsproblematik

Anlage 23 : Darstellungsformen von Schnittstellen

Anlage 24 : Anforderungen an eine komponentenbasierte Architektur

Anlage 25 : Die Skriptsprache PHP

Anlage 26 : Bewertungsschema der Evaluation

Anlage 27 : Begründung der Gewichtungen der Evaluationskriterien

Anlage 28 : Begründung der einzelnen Bewertungen der Evaluation

Anlage 29 : Die Oberfläche des Tools "Uploader" im Original

Anlage 30: Übersicht bzgl. Erfüllung der funktionalen Anforderungen

Anlage 31 : Erläuterung des Process View und Physical View

Anlage 32: Ergebnisse der Development View Analyse

Anlage 33: Abbildungen zum vollendeten Projektinformationssystem

Anlage 34: Ehrenwörtliche Erklärung

Anlage 35: Beurteilungsbogen Diplomarbeit

0 Problemstellung

In der heutigen Zeit haben sich zwei wesentliche Tendenzen in der operativen Geschäftswelt herauskristallisiert. Die erste besteht darin, dass es für jedes Unternehmen zunehmend erforderlich ist, ständig aktuelle Informationen über dessen Umfeld, in dem es sich bewegt, zur Verfügung zu haben. Nur wer „up-to-date“ ist, kann schnell am Markt agieren, flexibel reagieren und innovativ Erfolge erzielen. So hat sich die „Information“[1] mit zunehmendem Maße als erfolgsrelevante Ressource etabliert und wird sogar als „kritischer Faktor“ für den Unternehmenserfolg bewertet.[2] „Informationen gehören zum Input jedes Leistungserstellungsprozesses und prägen jedes wirtschaftliche Handeln und Entscheiden.“[3] Die „Information“ an sich wird als eigenständiger Produktionsfaktor betrachtet, der auch im Sinne eines wirtschaftlichen Gutes behandelt wird, und durch den Einsatz anderer Produktionsfaktoren[4] eigenständig erzeugt oder von außen bezogen werden kann.[5]

Die zweite Tendenz besteht darin, dass betriebliche Probleme immer häufiger in Form von Projekten gelöst werden. Diese haben sich besonders dann bewährt, wo die Lösung von Routineaufgaben im Unternehmen nicht im Vordergrund stand. Projektaufgaben sind daher immer „außerhalb der Linienarbeit“[6] anzusiedeln. Die Haltung der Unternehmen zur Lösung betrieblicher Probleme hat sich deutlich mit der Zeit gewandelt. Während früher das starre Verharren in der Linienorganisation dominierte, wird heute eher der dynamische Charakter eines Projektes präferiert.[7] Mittlerweile werden sogar unternehmensübergreifende Projekte auch in einem internationalen Umfeld erfolgreich geführt. Dabei schließen sich Mitarbeiter aus verschiedenen Firmen zu „virtuellen Teams“[8] zusammen.[9]

Diese beiden Thesen hängen stark miteinander zusammen: In jedem Projekt ist es für den Projekterfolg unerlässlich, dass jeder involvierte Mitarbeiter immer über den aktuellen Projektstand, dessen Verlauf und Neuigkeiten informiert ist[10]. Gerade bei Projekten, bei denen die Mitarbeiter auf der ganzen Welt verteilt sind[11], ist es schwierig, die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu organisieren. Es sind daher Werkzeuge notwendig, die diesen hohen Kommunikationsbedarf und den Informationsfluss zeitnah abdecken.

Auch bei der BRAIN International AG, einem weltweit tätigen Unternehmen, sind derartige Projektkonstellationen inklusive ihrer Problematiken an der Tagesordnung. In aktuellen Projekten der „Product Development Division“, der Entwicklungsbereich der BRAIN International AG, kommen beispielsweise die Projektbeteiligten häufig aus verschiedenen Ländern, hauptsächlich aus den USA und aus Deutschland. Dies ist beispielsweise in der Enterprise Modeling Group (EMG)[12] der Fall. Für das EMG-Team wurde eine Plattform gesucht, auf der sich die Beteiligten asynchron[13], bedingt durch die Dezentralität, untereinander mit einfachen Mitteln austauschen können. Durch diese Plattform soll der Austausch von z.B. aktuellen Terminen und Dokumenten ermöglicht werden. Bevor eine konkrete Konzeption erfolgte, wurden a priori generelle, nicht-funktionale Anforderungen gestellt.

Es soll sich dabei um ein

- selbstentwickeltes, d.h. nicht vom Markt eingekauftes,
- kostengünstiges,
- skalierbares,
- und auch für andere Zwecke wiederverwendbares System handeln.
- Die Realisierung sollte möglichst zügig erfolgen, so dass schnellstmöglich ein fertiges und einsatzfähiges System zur Verfügung steht.

Aus den groben Anforderungen entstanden sehr schnell die ersten konzeptionellen Ideen, in welche Richtung sich die Realisierung bewegen könnte. Die Anforderung nach einer kostengünstigen und schnellen Realisierung deutete daraufhin, nach vorhandenen Open Source-Softwareprodukten Ausschau zu halten, die auch die funktionalen Anforderungen[14] erfüllen.[15] Auf der Basis des offenen Quellcodes sind diese erweiterbar und können weiterentwickelt werden. Außerdem ist der Quellcode frei verfügbar. Da zusätzlich die Forderung nach Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit besteht, spricht vieles dafür eine objekt- bzw. komponentenorientierte Vorgehensweise für die Softwareentwicklung auszuwählen. Dadurch kann eine zukunftssichere Architektur verwirklicht werden. Diese Ideen bildeten die Grundlage für das daraufhin gestartete neue Projekt mit dem Ziel der praktischen Umsetzung eines derartigen Systems.

Sinn und Zweck dieser Diplomarbeit ist es, die Konzeption und die Realisierung eines Projektinformationssystems für das EMG-Team zu veranschaulichen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Beschreibung der Umsetzung, d.h. der Implementierung und des kompletten Projektablaufs, sondern die Begründung der zu Grunde liegenden Technik und theoretischen Konzepte der Softwareentwicklung[16]. Es wird in dieser Arbeit gezeigt, dass sich das Zusammenspiel von Open Source-Software verbunden mit Eigenentwicklungen auf der Basis der komponentenorientierten Softwaretechnik in der Praxis bewährt hat. Damit wird eine Alternative zum herkömmlichen Ansatz „Make or buy“[17] aufgezeigt. In vielen Bereichen der Arbeit sind dazu Vergleiche und Abgrenzungen notwendig, um die getroffenen Entscheidungen zu begründen. So wird z.B. veranschaulicht, warum das schon seit Anfang 1998 im Hause eingesetzte Groupware-System Lotus Domino nicht als Plattform[18] für das System in Frage kam. Weiterhin ist es Ziel der Arbeit zu verdeutlichen, warum gezielt ein Projektinformationssystem entwickelt und welche Absichten mit diesem bezweckt wurden.

Aus dieser Zielsetzung ergaben sich für den Aufbau der Arbeit zwei größere Blöcke. Der erste Block der Arbeit umfasst die ersten drei Kapitel. In diesen wird auf theoretische Aspekte eingegangen, die noch unabhängig von der eigentlichen zu bewältigenden betrieblichen Aufgabe zu sehen und dementsprechend frei und unabhängig formuliert sind. Ziel des Blockes ist es eine theoretische Grundlage zum Verständnis des praktischen Blocks zu schaffen. In der Theorie wird auf allgemeiner Ebene eine erste Begründung der Konzepte gegeben. Im ersten Kapitel wird dazu zuerst der Begriff „Projektinformationssystem“ näher untersucht, d.h. wie dieser zu verstehen und einzuordnen ist und welche Aufgaben ein derartiges System hat. Im zweiten Kapitel wird auf die Open Source-Thematik eingegangen. Es wird gezeigt, wie sich Open Source-Software im Vergleich zu kommerzieller Software hinsichtlich Definition und Entwicklungsmethodik unterscheidet und welchen Nutzen Firmen daraus erzielen. Im dritten Kapitel steht die Komponententechnik, eine der aktuell fortschrittlichsten Softwareentwicklungsmethoden, im Fokus. Das vierte Kapitel bildet den Übergang zwischen dem theoretischen und dem praktischen Block der Arbeit. Es beschreibt mit Hilfe einer Evaluation auf Basis der gewünschten funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen die Begründung für den Einsatz der theoretischen Konzepte für den praktischen Anwendungsfall. Die Kapitel fünf bis sieben bilden den zweiten größeren Block der Arbeit. Zunächst wird im fünften Kapitel die Lösung der umzusetzenden Funktionalität des Projektinformationssystems in den Vordergrund gestellt. Danach geht das sechste Kapitel auf die Verfahrensweisen und den daraus resultierenden Erfahrungen mit Open Source in der Praxis ein. Anschließend wird im siebten Kapitel das System hinsichtlich seiner komponentenorientierten Charakters veranschaulicht und wie es abschließend zu einer Einheit zusammengebaut wurde. Das Kapitel acht vollendet die Arbeit mit einem Fazit und einem Ausblick in die Zukunft, wobei auch auf Chancen und Risiken des Systems eingegangen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Aufbau der Diplomarbeit

1 Projektinformationssysteme

1.1 Motivation

Die Begründung der in der Problemstellung angesprochenen Tendenzen liefert den allgemeinen Nachweis für den Einsatz von Projektinformationssystemen (im Folgenden „ProInfSys“ genannt). Es entsteht bzgl. der ersten Tendenz bei der Analyse der heute vorhandenen Informationen die Erkenntnis, dass einerseits die Menge der zur Verfügung stehenden Informationen ständig zunimmt[19], bzw. die bereits vorhandenen Informationen erweitert, verändert und aktualisiert werden. Andererseits nimmt aber auch die Halbwertszeit dieser Informationen ab.[20] In vielen Literaturquellen wird davon gesprochen, dass wir momentan in einer „Informationsgesellschaft“[21] leben.

Die entscheidenden Gründe für das Zunehmen des Stellenwertes des Produktionsfaktors „Information“ liegen in der heutigen Gesellschaft:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 : Gründe für die Zunahme des Stellenwerts der „Information“

Die zweite Tendenz im heutigen Geschäftsleben stellen die besonders in der IT-Branche zunehmend projektorientiert arbeitenden Organisationen dar.[26] Die zur Begründung diskutierten Kriterien hängen deutlich mit den oben genannten zusammen :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 : Gründe für die Zunahme des Stellenwerts der „Projekte“

Wenn beide genannten Tendenzen miteinander verschmolzen werden, entsteht der Begriff der Projektinformation. Dies ist durchaus gängig, da auch in einem Projekt viele Informationen anfallen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als die benötigte Information gesucht werden musste, liegt heute die Problematik eher im Herausfiltern der relevanten Information aus der „Informationsflut“.[30] Um stets den Überblick zu bewahren, bedarf es eines Werkzeuges zur Verwaltung und Verarbeitung der Informationsfülle in Projekten. Die IT hat dabei das Potential, dies durch geeignete Softwarelösungen in Form eines ProInfSys abzudecken.

1.2 Definition und Abgrenzung

Die in Projekten anfallenden Informationen sind konsequenterweise als „Projektinformationen“[31] zu bezeichnen. Sie dienen nach DIN 69901 in erster Instanz als „Daten für Planung, Steuerung und Überwachung eines Projektes“[32] und umfassen sämtliche relevante Daten und Dokumente, z. B. Adressdaten oder Besprechungsprotokolle. Aufgrund der verschiedenen Rollen in Projekten sind die relevanten Projektinformationen von der Bezugsperson abhängig. Der Umgang mit diesen Informationen und deren Fluss zwischen den einzelnen Individuen ist für den Erfolg des Projekts entscheidend. Dazu werden in der Praxis immer häufiger rechnergestützte Informationssysteme eingesetzt.

Ein Informationssystem stellt ein System zum Zwecke der „Beschaffung, Verarbeitung, Speicherung, Übertragung und Bereitstellung von Informationen“[33] dar. Diese sollen stets aktuell, vollständig und fehlerfrei sein, sowie immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung stehen.[34] Informationssystem werden anhand mehrerer Ebenen bzgl. des Unterstützungsniveaus zwischen System und Benutzer unterschieden :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 : Informationssysteme nach dem Unterstützungsniveau[35]

Grenzt man die Menge der relevanten Informationen eines Informationssystems auf ein bestimmtes Projekt ein, wird von einem ProInfSys gesprochen. Ein ProInfSys ist im Sinne der DIN 69901 die „Gesamtheit der Einrichtungen und Hilfsmittel und deren Zusammenwirken bei der Erfassung, Weiterleitung, Be- und Verarbeitung, Auswertung und Speicherung der Projektinformationen.“[36] Diese Definition lässt für die Umsetzung eines derartigen Systems viele Freiräume. Es gilt aber, wie auch für alle Informationssysteme, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Informationsangebot, -bedarf und -nachfrage zu schaffen.[37] Dies wird jedoch auf die relevanten Informationen im Projekt eingeschränkt. In der Praxis sind bzgl. der Begriffe „Projekt“ und „System“ das „Projektmanagementsystem“ oder allgemein „Projektmanagement“ geläufiger.[38]

Bei der Diskussion über Software, die für ein Team geschaffen wurde, wird man automatisch mit den Begriffen CSCW und Groupware konfrontiert. Unter CSCW[39] (Computer Supported Cooperative Work) wird „die Bezeichnung eines Forschungsgebietes, welches auf interdisziplinärer Basis untersucht, wie Individuen in Arbeitsgruppen oder Teams[40] zusammenarbeiten und wie sie dabei durch Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt werden können, um die Effektivität und Effizienz der Gruppenarbeit zu erhöhen.“[41] verstanden. Geprägt wurde der Begriff 1984 durch Irene Greif und Paul Cashman.[42]

Eng mit CSCW verknüpft ist der Begriff der Groupware. Darin handelt es sich um ein „Kunstwort aus Group und Software, wörtlich: Software für Gruppen“[43], „zur Unterstützung kooperativer Arbeitsformen“[44], also Gruppenarbeitsformen, die unabhängig von Zeit und Ort tätig sind.[45] Groupware setzt die theoretischen Grundlagen von CSCW um.[46] Zum ersten Mal in der EDV-Welt steht der Mensch als Benutzer mit seiner Arbeitsweise im Vordergrund der Betrachtung und nicht eine technische- oder systemspezifische Begründung.[47] Für die Notwendigkeit des Einsatzes von Groupware sprechen die gleichen Punkte wie für die
Motivation für den Faktor Information und den Einsatz von Projekten.[48]

Eine Klassifizierung von Groupware kann aus verschiedenen Sichtweisen erfolgen. Die zwei Bekanntesten sind die Klassifizierung nach Raum und Zeit[49], und das 3K-Modell[50]. Die Klassifizierung nach Raum und Zeit beschreibt die verschiedenen Szenarien für Groupware, die aus den unterschiedlichen Raum/Zeitkonstellationen möglich sind. Dabei wird der Standort der Anwender mit der Zeit der Anwendung in Bezug gebracht und in einer Matrix abgebildet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 : Klassifizierung nach Raum und Zeit[51]

Das 3K-Modell unterscheidet nach dem Grad der Unterstützung, bzw. die Intensität der Zusammenarbeit des Teams zwischen „Kommunikation, Kooperation und Koordination“[52].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 : Das 3K - Modell[53]

Daraus abgeleitet ergeben sich verschiedene Systemklassen. Alle Klassen bis auf „gemein-

same Informationsräume“ heben jeweils eine der drei K’s besonders hervor[54]. Für den Bezug zwischen Groupware und ProInfSys sind die Klassen „Kommunikation“[55] und „gemeinsame Informationsräume“[56] von Bedeutung, da dort explizit von „Informationsaustausch“ die Rede ist. Innerhalb der Klassen werden weitere Kategorisierungen vorgenommen, so z.B. in der Klasse „Kommunikation“ in Nachrichten- und Konferenzsysteme, worauf nicht weiter eingegangen wird. Zudem hängt es vom Aufbau des ProInfSys ab, inwieweit eine genaue Zuordnung zu den weiteren Unterkategorien möglich ist. Auf jeden Fall grenzen sich ProInfSys von den restlichen Systemklassen, die ihre Schwerpunkte auf Koordination und Kooperation haben, entscheidend ab.

1.3 Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten

Zunächst muss ein ProInfSys[57] die notwendigen Mittel bereitstellen, um seiner Definition gerecht zu werden: Der Benutzer muss demnach in der Lage sein, Projektinformationen erfassen, verarbeiten und speichern zu können. Zur Verwaltung der Projektinformationen der einzelnen Personen werden die bekannten Groupware-Funktionalitäten, wie E-Mail, Kalender, ToDo-Listen, usw. verwendet. In der Praxis werden übrigens immer häufiger Groupware-Funktionalitäten eingesetzt, um Projektabläufe zu unterstützen.[58]

Allein das Vorhandensein dieser Funktionalitäten würde einer Groupware nicht gerecht werden. Es muss eine „Group Awareness“, also ein Bewusstsein für das Vorhandensein einer Gruppe, existieren. Jeder sollte z.B. über den Anderen Bescheid wissen - im einfachsten Fall über dessen Urlaubstage. Dieses Wissen fördert den Aufbau eines allgemeinen Informationsstandes, sowie die informelle Kommunikation und erleichtert das Planen von Gruppenaktivitäten.[59] Für ein System impliziert dies das Vorhandensein von weiteren Features, wie Gruppenkalender, Diskussionsforen und Chat.[60] Das Gruppenbewusstsein wird durch Groupware auch dadurch gefördert, dass der Benutzer z.B. auch per E-Mail automatisch auf bestimmte Ereignisse hingewiesen wird.[61]

Je mehr Benutzer mit dem gleichen System arbeiten und unter Umständen direkt auf Informationen zugreifen und diese auch noch verändern, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Zugriffskonflikt kommt. Ein ProInfSys kann durch geeignete Mechanismen derartige Konstellationen lösen. Dies ist z.B. durch eine Versionsverwaltungvvvvvvv möglich.[62] Der Weg zur Lösung hängt auch von der Architektur des Systems ab. Zum einen kann das System zentral verwaltet werden, zum anderen existieren replizierende Architekturen.[63]

Die Akzeptanz der Benutzer wird bei der Analyse von Anforderungen häufig unterschätzt.[64] Kein technisch noch so gutes System kann dem Unternehmen Vorteile bringen, wenn die Anwender es ablehnen. Eine nicht technische Anforderung an ein ProInfSys liegt daher in seiner Benutzerfreundlichkeit. Der Anwender muss das Gefühl haben, dass das System von Nutzen ist. Dass jedes System sich selbst „aufschaukeln“ kann, zeigt die bekannte nachfolgende Abbildung der Todesspirale.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 : Todesspirale[65]

Zwei der möglichen Softwarelösungen zur Realisierung eines ProInfSys sind Lotus Domino und BSCW. Zur kurzen Vorstellung wurden diese ausgewählt, da BSCW eine sehr hohe Verbreitung und auch Popularität genießt, und Lotus Domino in der BRAIN International AG als Inhouse-Groupwarelösung seit Anfang 1998 eingesetzt wird. Auf technische Einzelheiten wird bei beiden Beschreibungen verzichtet. Laut SCHLICHTER ordnen sich beide Produkte im 3K-Modell in der Systemklasse „gemeinsame Informationsräume“ ein.[66]

1.3.1 Lotus Domino

Lotus Domino[67] „ist eine Groupware-Plattform und für das Arbeiten im Team geschaffen worden“[68]. Verantwortlich für das Produkt ist die Firma Lotus, mittlerweile „eine von vier Säulen der IBM Software Group“[69]. Von ihr wurde im Jahre 1989 die Version 1.0 von Lotus Notes veröffentlichen.[70] Aktuell wird gerade an der Version 6 (Codename RNext) entwickelt.[71] Während die Clientsoftware, die es für nahezu alle Plattformen gibt, gratis erworben werden kann, ist die Serversoftware allerdings kostenpflichtig. Im Jahre 2000 wurde die Anzahl der Lotus Domino Benutzer auf weltweit 55 Millionen geschätzt, Tendenz steigend.

Lotus Notes/Domino ist aus der Idee entstanden, mehreren Personen Notizen (engl. Notes) über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen.[72] Bereits im Standard mitgelieferte Hauptfunktionen sind das integrierte E-Mail-System mit Adressbuch, Kalender und Gruppenterminplanung. Außerdem existieren „leere“ Standard-Datenbanken (sogenannte Schablonen) für Diskussionsforen und Informations-Datenbanken, die als Basis für Eigenentwicklungen verwendet werden können. Seit Release 5 werden alle wichtigen Internetstandards unterstützt. Außer mit dem Notes-Client können auch alle gängigen Internet-Browsern zur Benutzung verwendet werden[73]. Den Zugriff auf die Informationen in den Datenbanken und Dokumenten regelt Lotus Domino durch mehrschichtige Sicherheitsmechanismen.[74] Zentraler Bestandteil der Software ist der sogenannte Repliziermechanismus, ein System, um geographisch verteilt liegende, identische Datenbanken[75], miteinander abzugleichen, um einen einheitlichen konsistenten Stand der Daten zu gewährleisten.[76]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6 : Veranschaulichung der Replikation[77]

Lotus Domino ist durchaus in der Lage, die Plattform für ein ProInfSys zu liefern. Es bringt a priori die notwendigen Groupwarefunktionalitäten mit. Über die Möglichkeit der Eigenentwicklung lassen sich auch neue Anforderungen realisieren. Durch die Webfähigkeit sind die Datenbanken weltweit über einen einfachen Browser zugreifbar.[78]

1.3.2 BSCW

BSCW steht für „Basic Support for Cooperative Work“[79] und ist ein leistungsfähiges und schlank aufbereitetes Groupware-Produkt.[80] Bereits das Akronym und dessen Bedeutung zeigen die enge Verknüpfung zur CSCW-Thematik. Entwickelt wurde es seit 1994[81] von der GMD-Forschungszentrum Informationstechnik GmbH[82], seit 1998 ist die OrbiTeam Software GmbH für die kommerzielle Vermarktung, Pflege, Support und Weiterentwicklung zuständig.[83] Im Jahre 1996 wurde BSCW (damals Version 2) mit dem 1. Preis des Europäischen Software-Innovationspreises (ESIP’96) ausgezeichnet.[84] Aktuell wird die um zahlreiche Funktionen erweiterte Version 4 eingesetzt. Während die Nutzung in kommerzieller Weise kostenpflichtig ist, besteht für „Schule, Hochschulen und Non-profit - Forschungseinrichtungen“[85] die Möglichkeit einer kostenlosen Verwendung und ist dementsprechend dort sehr populär. Aktuell sind mehr als 800 BSCW-Server weltweit im Einsatz mit und Hunderttausende aktive BSCW Benutzer.

Die BSCW-Plattform ermöglicht das synchrone und asynchrone Zusammenarbeiten in allen Internettechnologie-basierenden Netzwerken.[86] BSCW ist plattformunabhängig und beruht auf der Metapher eines „Shared Workspace“[87], d.h. eines gemeinsamen Arbeitsbereichs. „Jeder BSCW-Server enthält einen oder mehrere workspaces. Ein solcher workspace enthält eine hierarchische Struktur aus Foldern mit Inhaltsobjekten.“[88] Das Ziel besteht darin, eine Plattform für Arbeits- oder Projektgruppen zu schaffen, die auf der Basis einer einheitlichen Oberfläche den Austausch, die strukturierte Ablage und das gemeinsame Bearbeiten von Objekten ermöglicht.[89] BSCW erfordert clientseitig nur eine E-Mailadresse zur Registrierung, ein Webbrowser und die Zugriffsmöglichkeit auf den BSCW-Server.[90] Im Gegensatz zu Lotus Domino baut BSCW serverseitig auf eine zentrale Architektur[91]. Der Funktionsumfang von BSCW geht über die klassischen Groupwarefunktionalitäten hinaus :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3 : BSCW - Leistungsmerkmale [93]

BSCW bietet aufgrund seines standardmäßig mitgelieferten großen Funktionsumfangs eine sehr gute Basis zum Aufbau eines ProInfSys. Es eignet sich vor allem durch seine Webarchitektur für Projekte, deren Mitarbeiter weltweit verteilt sind.[94]

1.4 Chancen und Risiken

Allgemein zeigt sich, dass der Einsatz der IT mit deren Möglichkeiten entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Dies bringt eine Studie von McKinsey aus dem Jahre 2001 auf den Punkt. Dort wird dem effizienten Umgang mit geschäftskritischen Informationen durch die IT einen hohen Stellenwert beigemessen. Die IT beeinflusst daher primär den Unternehmenserfolg und nicht umgekehrt.[95] Werden demnach die gestellten Anforderungen an ein System zur Verwaltung von Projektinformationen erfüllt, ist das aus der Sicht eines Unternehmens sehr vorteilhaft. Das System trägt letzten Endes entscheidend dazu bei, ein Projekt erfolgreich werden zu lassen.

Aus der Sicht der Anwender, d.h. Projektbeteiligten, sind die Chancen bei der Verwendung eines ProInfSys vergleichbar mit den allgemeinen Nutzeffekten von Groupware.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4 : Chancen von ProInfSys

Alle Vorteile des ProInfSys tragen wesentlich zum Erfolg des Projektes bei. Es existieren aber auch Nachteile beim Einsatz :

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5 : Risiken von ProInfSys

1.5 Fazit

ProInfSys unterstützen Projektteams in ihrer Arbeit. Sie besitzen Potentiale, die zum erfolgreichen Abschließen von Projekten notwendig sind. Durch den immer stärker werdenden Trend zur Globalisierung werden international arbeitende Projektteams immer bedeutender. Beim Aufbau eines ProInfSys ist dies in erster Linie zu berücksichtigen. Es müssen sowohl der weltweite Zugriff und der Austausch geregelt sein, als auch das Problem der Mehrsprachigkeit. Die Kommunikation unter den Beteiligten lässt sich am Besten mit allgemein bekannten Groupwarefunktionalitäten abwickeln. Es hängt dabei von den Umständen des Projekts ab, ob eine synchrone, asynchrone oder eine Mischform des Informationsaustauschs präferiert wird. Somit ist vor dem Einsatz eines Systems eine umfassende Analyse zur Klärung des Einsatzzweckes notwendig. Wesentlich ist auch die Benutzerakzeptanz. Dazu muss das System hinsichtlich seiner Benutzung zielgruppenorientiert aufbereitet sein.

Ein ProInfSys darf trotz allem nie der Mittelpunkt der Diskussion in einem Projekt werden. Den Status eines informationsliefernden Hilfsmittels sollte es nie verlieren.

2 Open Source - Software

2.1 Motivation

Nichts hat in den letzten Jahren das Geschehen rund um die Softwareentwicklung so beeinflusst wie Open Source[96]. Dies ist vor allem auf das Betriebssystem „Linux“[97] zurückzuführen, „dessen Programmcode für jedermann offen vorliegt“[98]. Durch Linux wurde Open Source Mitte der 1990er in der breiten Öffentlichkeit publik.[99] Immer mehr Unternehmen beginnen mittlerweile damit, auch Open Source in ihre Geschäftsstrategien mit einzubeziehen. Einige Softwarehersteller portieren ihre Produkte auf Linux oder bieten Dienstleistungen dazu an. Frei ausgewählte und namhafte Vertreter sind z.B. die Firmen IBM, SAP, Sun oder Oracle.[100] Aber auch die Anzahl der Unternehmen, die auf Open Source in der Praxis bauen, nimmt weltweit zu. Nach einer aktuellen Studie von Berlecon Research setzen ca. 44% der Firmen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern Open Source professionell ein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7 : Einsatz von Open Source-Software in Unternehmen[101]

Dass die Einstellung der Firmen zu Open Source fast durchweg positiv ist,[102] wird u.a. auf die gehobeneren Ansprüche an die Leistungsanforderungen der Informationstechnologie in den Betrieben zurückgeführt. Gerade in Zeiten mit schwacher Konjunktur eröffnet der Einsatz von Open Source noch „neue Lösungswege im Spannungsfeld zwischen knappen Mitteln und unverminderter Leistungsfähigkeit“.[103] Bzgl. eingesetzter Software hat sich die Sichtweise der Unternehmen verändert. Software, die nichts kostet, wird nicht mehr zwingend als schlecht eingeschätzt.[104]

Während einige Firmen sich mit Open Source durchaus anfreundeten, war dies anderen Unternehmen, wie z.B. Microsoft, wiederum ein Dorn im Auge. Nachdem Linux und das Open Source zunächst als „Krebsgeschwür“[105] von Microsoft CEO Steve Ballmer bezeichnet worden sind, beruhigte sich die Situation wieder. Im Januar 2002 erfuhr die Presse, dass Microsoft per Studie die Vorzüge von Windows beweisen wolle[106]. Diese in Auftrag gegebenen Analysen wurden im Mai 2002 veröffentlicht. Diese zeigten u.a. auf, dass Linux nicht unbedingt die kostengünstigere Variante ist.[107] Open Source Verfechter klagten Microsoft daraufhin der „FUD“-Taktik an. Das Akronym „FUD“ steht für „Fear, Uncertainty, Doubt“, zu deutsch „Angst, Unsicherheit, Zweifel“. Hintergrund der Vorwürfe ist eine Marketingstrategie, bei der versucht wird, durch zweifelhafte Publikationen und Pressemitteilungen ein besseres Konkurrenzprodukt „schlechtzureden“, anstatt mit harten Fakten zu argumentieren.[108] Ende Mai 2002 gründete Microsoft die „Initiative for Software Choice“, eine öffentliche Kampagne gegen Open Source.[109]

Es ist jedoch nicht zutreffend, beim Thema Open Source nur von Linux zu sprechen. Das bekannteste Ereignis, welches Aufsehen in der Öffentlichkeit erregte, war die Aktion der Firma Netscape, als sie im Jahre 1998 ihren Quellcode zum gleichnamigen Browser veröffentlichte und das Open Source-Projekt „Mozilla“ ins Leben riefen.[110] Dieses Beispiel zeigt, dass auch prominente Firmen sich vor Open Source nicht verstecken, im Gegenteil, sie präferieren diese sogar. Sogar in der Politik hat das Thema Open Source mittlerweile nicht unüberraschend Aufmerksamkeit gefunden.[111]

An den unterschiedlichen Reaktionen vieler bekannter Firmen und den damit verbundenen Diskussionen in der Öffentlichkeit ist erkennbar, dass Open Source seine Daseinsberechtigung hat und schon heute nicht mehr wegzudenken ist. Ein Schwerpunkt der Untersuchung ist es nun aufzuzeigen, warum Open Source immer mehr zum Thema wird und welcher Weg dahin führte.

2.2 Definition und Abgrenzung

Open Source bezeichnet ein Phänomen in der Softwareentwicklung, dass nahezu so alt ist wie die Computerindustrie selbst.[112] Die wesentlichste Eigenschaft von Open Source-Software liegt in der Offenheit des Quellcodes[113], was bereits aus dem Begriff hervorgeht und nicht, wie oft vermutet, in der Kostenlosigkeit der Software. Dies ermöglicht es Programmieren weltweit, den Softwarecode zu lesen, weiterzuverteilen und durch eigene Veränderungen zu modifizieren.[114] Dabei bilden alle Beteiligten eine Gemeinschaft, die auf offene Zusammenarbeit großen Wert legt. Durch die ständigen Erweiterungen, Patches und Bugfixes[115] entwickelt sich eine immer besser einsetzbare Software.

Seine Wurzeln hatte Open Source in den 1960er Jahren, damals gab es diesen Begriff allerdings noch nicht. Man redete stattdessen von „freier Software“. Diese „bezeichnet Software, deren Quellcode offengelegt und für jedermann erhältlich ist, sowie ohne Einschränkung verändert, kopiert und weitergegeben werden darf.“[116] Zu dieser Zeit bestand das Kerngeschäft der Computerbranche im Verkauf von Hardware und deren Wartung. Die Software wurde nur als Zugabe der Hardware beigelegt, auch mit dem Hintergedanken, dass die Software auf keiner anderen Plattform laufen würde.[117] Die Programmierer arbeiteten in offenen Gemeinschaften miteinander, so war z.B. der Quellcode für jeden frei verfügbar.[118] Mit der Entwicklung des Betriebssystems Unix durch Dennis Ritchie und Ken Thompson in den Bell Telephone Laboratories von AT&T wurde es möglich, Software auf unterschiedlichen Plattformen zu portieren.[119] Nachdem Unix zuerst als freie Software vertrieben wurde, fand die erste Kommerzialisierung, allerdings ohne Mitlieferung des Quellcodes, gegen Mitte der 1980er Jahre statt.[120]

Bereits vor der Kommerzialisierung herrschten an Hochschulen, mit der Universität von Berkeley in Kalifornien als Kommunikationszentrum, rege Entwicklungstätigkeiten auf Basis des noch freien Unix Quellcodes, da AT&T keinen Support lieferte. Zeitgleich wurde am Vorläufer des Internet, dem „Arpanet“[121], gearbeitet. Die Verbindung des Unix Codes mit den Netzwerk-Softwarekomponenten führten 1975 zur „Berkeley Software Distribution“ (BSD), einem freien Unix-Derivat.[122] Im Zuge der Kommerzialisierung von Unix musste nach und nach der Originalquellcode von Unix in BSD ersetzt werden.[123] BSD wird unter der eigenen BSD-Lizenz[124] vertrieben.[125]

Richard Stallman, der zu jener Zeit am „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT)[126] arbeitete, ist ein bekannter Gegner von unfreier Software, ebenso von Zugriffsbeschränkungen und Verboten bezüglich der Softwareentwicklung.[127] Seine Vision und auch Philosophie besteht in der Tatsache, dass Software frei sein soll. Das Wort „frei“ führte damals zu dem „verbreiteten Missverständnis, kostenlos sei das wichtigste Charakteristikum freier Software“[128]. Allerdings meinte Stallman eher frei „im Sinne der Freiheit des Geistes und der Wissenschaft“[129], bzw. im englischen Originalwortlaut: „free as in speech, not as in beer“.[130] Dies bedeutet daher, dass die Software durchaus gegen Entgeld vertrieben werden kann.[131] Nach Stallmans Ansicht soll der Begriff „frei“ im Bezug auf Software, das Recht der freien Nutzung, das Vorhandensein eines offenen Quellcodes, das Recht der freien Verteilung und das Recht der unbeschränkten Modifikation beinhaltet.[132] Stallmans Ziel bestand darin, wieder ein freies Unix zu erschaffen und gründete das GNU - Projekt. Die Abkürzung GNU steht für „GNU is not UNIX“. Zur Koordination und Finanzierung des Projekts gründete er außerdem zusammen mit seinen Mitstreitern im Jahre 1985 die „Free Software Foundation“ (FSF).

In Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern dieser Organisation entwarf er die GPL, die General Public License[133]. Diese Lizenz unterstrich Stallmans Philosophie der freien Software und unterstellte die darunter lizenzierte Software dem Gemeingebrauch. In der GPL enthalten war der Begriff „Copyleft“, ein Wortspiel in Verbindung zum herkömmlichen Begriff „Copyright“. Wesentliches Merkmal der GPL ist vor allem, dass alle abgeleiteten Arbeiten wieder der GPL unterstellt werden müssen.[134] Diese Eigenschaft wurde von Kritikern mit einem sich ausbreitenden Virus verglichen.[135] Die GNU Lesser General Public License (LGPL) stellt eine leicht entschärfte Variante der GPL dar. Mit dieser ist es möglich, quellcodeoffene Funktionalitäten in Form von Bibliotheken in Eigenentwicklungen zu verwenden, die nicht mehr als freie Software vertrieben werden.[136] Die GPL und die BSD-Lizenz sind sich in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich und die Parallelitäten beider Entwicklungen sind verblüffend. Allerdings enthält die BSD-Lizenz nicht das „Copyleft“ und muss auch nicht zwangsweise unter der gleichen Lizenz weiterverbreitet werden. So kann bei einer abgeleiteten Software die Auslieferung des Quellcodes unterbleiben.[137] In keiner der genannten Lizenzen wird eine Aussage über die Kostenlosigkeit der Software gemacht.

Um die aufgetauchten Missverständnisse über die „Freiheit“ in Verbindung mit Software zu klären, wurde im Zuge der gegründeten „Open Source-Initiative“ (OSI)[138] im Jahre 1998 der Wortlaut „Open Source“ kreiert. Dabei wurde ein Kriterienkatalog, bestehend aus neun Punkten, aufgestellt. Computerapplikationen dürfen die Bezeichnung Open Source demnach nur tragen, wenn sie alle definierten Kriterien der offiziellen „Open Source-Definition“ (OSD) erfüllen. Erreichen kann dies ein Softwarehersteller durch eine entsprechende Softwarelizenz, die diese Punkte abdeckt.[139] Sowohl die GPL als auch die BSD-Lizenz entsprechen dieser Definition und sind durch die OSI zertifiziert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6 : Die Open Source - Definition [141]

Durch die allerdings noch vorhandenen Unklarheiten über die Open Source-Lizenzthematik definieren viele Firmen zusammen mit der OSI eher eigene Lizenzmodelle, statt bereits vorhandene auszuwählen. Die Konsequenz daraus ist eine Vielzahl an Lizenzvarianten.[142]

Um Open Source-Software transparent zu machen, bedarf es einer Einordnung in den Kontext anderer Softwarekategorien. Allen Softwaretypen ist gemeinsam, dass sie ihre vorhandenen Nutzungsrechte durch Lizenzen zu beschreiben.[143] Fasst man sämtliche Softwarevarianten und Lizenzen zusammen, so ergibt sich folgendes Bild :[144]

[...]


[1] Dabei spielt nun keine Rolle, welche Information gemeint ist, es wird im folgenden vom Begriff „Information“

ausgegangen

[2] Vgl. /1/, S.11; Vgl. /2/, S.1; Siehe /24/, S.61

[3] /3/, S.378;

[4] Üblicherweise Arbeit, Boden und Kapital (Realkapital im Sinne von Gebäude und Maschinen), Vgl. /11/,

1.Abschnitt

[5] Vgl. /3/, S.379; Vgl. /26/, S.1; In diesem Zusammenhang wird oft der Begriff „Wissen“ verwendet. Zur Abgren-
zung zwischen Information und Wissen: Siehe Anlage 3

[6] /19/, S.5

[7] Die hängt auch damit zusammen, dass häufig mehrere Partner, z.B. Mitarbeiter aus mehreren Firmen an der
Projektabwicklung beteiligt sind.; Vgl. /33/, S.245

[8] Siehe /4/, S.3+4

[9] Siehe /27/, S.188

[10] Z.B. Termine, etc., die sogenannten „Projektinformationen“, die bei der Arbeit mit mehreren Personen in einem

Projekt anfallen und ausgetauscht werden müssen; Siehe Kap.1.2

[11] Vgl. /33/, S.244

[12] Die EMG wird organisatorisch als eigene Abteilung in der Entwicklung betrachtet. Im Folgenden wird in dieser
Arbeit um den Projektcharakter zu unterstreichen vom „EMG-Team“ gesprochen. Auf dieses wird im Kapitel
4.1 näher eingegangen. Die genauen Aufgaben und Hintergründe bzgl. des Teams sind zum Verständnis der
Problemstellung nicht zwingend.

[13] Siehe Glossar

[14] Siehe Glossar

[15] Wie später zu erkennen sein wird, muss Open Source nicht zwangsläufig kostenlos sein ! Siehe Kap.2.2

[16] Projektinformationssysteme, Open Source und komponentenbasierte Softwareentwicklung

[17] Siehe Glossar

[18] Siehe Glossar

[19] Man spricht dabei gerne von einer „Informationsflut“

[20] Dies gilt auch für das „Wissen“. Zum Verhältnis zwischen „Information“ und „Wissen“: Siehe Anlage 3

[21] Vgl. /1/, S.11; Siehe /7/, S.6ff. + 10ff.; Oft ist auch bereits die Rede vom Übergang zur „Wissensgesellschaft“;

Siehe /6/, Kap. Einführung; Siehe Anlage 1

[22] Vgl. /5/, S.16; Vgl. /4/, S.3; Vgl. /2/, S.1

[23] /29/, S.7

[24] Vgl. /26/, S.2

[25] /6/, Kap. Einführung; Vgl. /7/, S.21

[26] Vgl. /10/, 1. Abschnitt; Siehe Anlage 4

[27] Diese können auf der ganzen Welt verteilt sein und unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen.

[28] Vgl. /9/, S.26

[29] Vgl. /8/, Kap.1.4, weitere Gründe : Siehe /8/, Kap.1.4

[30] Siehe /33/, S.27; Zum Begriff der Informationsflut: Siehe /32/, S.100

[31] Zur allgemeinen Definitionen von „Projekt“: Siehe Anlage 2; Zur allgemeinen Definition und Abgrenzung von
Information: Siehe Anlage 3

[32] /14/, Stichwort: Projektinformation; Im Zuge des Wissensmanagements kann dies noch weiter gefasst werden.

[33] /3/, S.147; Zum Systembegriff : Siehe /3/, S.146

[34] Vgl. /11/, Ziele des ISM

[35] Vgl. /3/, S.157

[36] /14/, Stichwort: Projektinformationssystem

[37] Vgl. /18/, Folie 14; Siehe Anlage 5

[38] Eine Definition dieser Begriffe und die Abgrenzung zum Projektinformationssystem : Siehe Anlage 6

[39] Es existieren zahlreiche Interpretationen von CSCW.; Siehe /37/, Folie 9ff.; Siehe /35/, S.32+33; Siehe /40/,
S.15+16; Am Häufigsten anzutreffen ist eine Interpretation der einzelnen Buchstaben des Akronyms, wobei
dies vorwärts angewandt wird (von C nach W), häufiger findet man jedoch eine Rückwärtsanalyse. Dies soll
hier nicht näher vertieft werden.; Siehe /37/, Folie 11; Siehe /35/, S.33ff.; Siehe Folie /39/, 11+12

[40] Zum Unterschied zwischen einer Gruppe und einem Team; Siehe Anlage 7

[41] /100/, S.17; /1/, S.122; Vgl. /102/, S.2; Vgl. /32/, S.93; Vgl. /4/, S.4; Vgl. /35/, S.29+31ff.; Vgl. /39/, Folie 9;
Vgl. /40/, S.15; Vgl. /38/, Kap.6.1; Vgl. /37/, Folie 3ff.; Zum Thema Gruppenarbeit : Siehe /37/, Folie 6;
Siehe /38/, Kap.6.2; Vgl. /136/, S.7

[42] Vgl. /136/, S.5 ; Definition nach GREIF: CSCW is an „identifiable research field focused on the role of the

computer in group work.“; /105/; Vgl. /102/, S.3

[43] /33/, S.23; Vgl. /126/, S.5

[44] /1/, S.124; Vgl. /126/, S.5

[45] Vgl. /33/, S.22; Vgl. /103/, S.98ff.;Vgl. /40/, S.4; Vgl. /39/, Folie 9; Vgl. /34/, Kap.1.1

[46] Vgl. /103/, S.98; Vgl. /35/, S.29

[47] Vgl. /33/, S.24

[48] Siehe Kap.1.1; Siehe /33/, S.27

[49] Siehe /35/, S.42

[50] Siehe /35/, S.43

[51] /35/, S.43; Vgl. /37/, Folie 18; Vgl. /39/, Folie 17; Vgl. /34/, Kap.1.3; Vgl. /40/, S.18

[52] Siehe /32/, S.95ff.

[53] /35/, S.44; Vgl. /37/, Folie 20+21; Vgl. /4/, S.5; Vgl. /39/, Folie 19; Vgl. /34/, Kap. 2.1; Vgl. /40/, S.18

[54] Siehe /37/, Folie 22; Siehe /35/, S.44ff.

[55] Siehe /35/, S.116ff.; Siehe /4/, S.6ff.

[56] Siehe /35/, S.94ff.

[57] Aufgrund der frei interpretierbaren Definition der ProInfSys fällt es schwer, konkrete Anforderungen zu stellen
wenn der genaue Einsatzzweck nicht bekannt ist. So sind die folgenden Angaben allgemeingültig aufzufassen.

[58] Vgl. /33/, S.247

[59] Vgl. /40/, S.27; Vgl. /35/, S.86ff.

[60] Vgl. /33/, S.25

[61] Z.B. informiert die Groupware den Benutzer, wenn ein anderer Anwender ein Kommentar zum abgelegten Do-
kument im System gespeichert hat.

[62] Bei einer Versionierung werden gleichzeitig bearbeitete Dokumente und Information unter mehrere Versionen
gespeichert, so dass keine gemachte Änderung verloren gehen kann.

[63] Siehe /40/, S.27ff.; Siehe /35/, S.58ff.

[64] Vgl. /40/, S.19+20

[65] Vgl. /26/, S.51

[66] Vgl. /35/, S.45; Es wäre jedoch auch durchaus denkbar, beide Systeme auch innerhalb der Systemklasse
„Kommunikation“ einzuordnen.

[67] Das Produkt ist auch unter dem Namen „Lotus Notes“ bekannt. Siehe Anlage 8

[68] /11/, S.45

[69] /42/, The Lotus Vision

[70] Vgl. /43/, S.15

[71] Siehe /130/

[72] Vgl. /13/, Kap.1.1 Versionen

[73] Vgl. /42/, Lotus Domino Application Server

[74] Siehe /32/, S.479ff.; Siehe /41/, S.25+739ff.; Siehe /43/, S.777ff.

[75] Sogenannte „Repliken“

[76] Lotus Domino erkennt Datenbank-Repliken an der gleichen, eindeutigen ID. Siehe /33/, S.33; Die Replizierung
lässt sich bis auf Feldebene einstellen.; Siehe /32/, S.39; Siehe /43/, S.32; Eigenschaften Lotus Domino :
Siehe /32/, S.565

[77] Vgl. /32/, S.37

[78] Weitere Details zu Lotus Notes/Domino : Siehe Anlage 8

[79] Vgl. /4/, S.12; Vgl. /44/, Folie 8; Vgl. /38/, Kap. 7.3.3; Vgl. /46/, Kap.I,1.1

[80] Vgl. /127/, Introduction

[81] Vgl. /133/, Basic Support for Cooperative Work; BSCW war 1995 erstmals öffentlich verfügbar; Vgl. /35/, S.110

[82] Vgl. /47/, S.4; Siehe /4/, S.12

[83] Vgl. /35/, S.110; Vgl. /47/, S.4

[84] Vgl. /47/, S.4; Vgl. /45/

[85] /4/, S.14; Vgl. /133/, Ausblick

[86] Vgl. /48/, Kap.1.1; Vgl. /46/, Kap.I,1.1; Vgl. /127/, Supporting Collaboration within Widely-distributed Work-
groups

[87] /49/, S.1; Vgl. /133/, Gemeinsame Arbeitsbereiche; Vgl. /127/, The BSCW Shared Workspace System

[88] /35/, S.111

[89] Vgl. /4/, S.12; Vgl. /35/, S.110; Siehe /4/, S.4; Mögliche Objekte: Siehe./35/, S.111; Siehe /45/

[90] Vgl. /48/, Kap.1.2; Vgl. /44/, Folie 10; Vgl. /46/, Kap.I,1.1; Vgl. /4/, S.16

[91] Siehe /35/, S.112ff.; Siehe /44/, Folie 11

[92] Siehe Glossar

[93] Vgl. /46/, Kap.I,1.1; Vgl. /4/, S.21; Vgl. /35/, S.111ff.; Vgl. /49/, S.1; Vgl. /47/, S.3; Vgl. /44/, Folie 12

[94] Eine Grafik der Weboberfläche: Siehe Anlage 9

[95] Vgl. /28/, Teil II – 2. Abschnitt

[96] Auf den Begriff an sich wird im Kap.2.2 eingegangen.

[97] Siehe Kap.2.3

[98] /59/, S.1

[99] Mehr zu Linux: Siehe Kap. 2.3

[100] Vgl. /51/, Kap. Linux; Vgl. /59/, S.1; Vgl. /50/, S.202; Vgl. /69/, Kap.1;Siehe /60/, Links - Kommerzielle Anbie-
ter; Weitere Software- und Hardwaremarkttendenzen in Richtung Open Source: Siehe /59/, S.1

[101] /74/, S.16

[102] Siehe /74/, S.19ff.

[103] /57/, S.1

[104] Vgl. /53/, S.6; Es ist sogar möglich z. B. mit Linux die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig auch noch die Leistung zu verbessern.; Vgl. /57/, S.1

[105] Vgl. /53/, S.17; Siehe /64/, Microsoft klärt über Open Source auf; Siehe /65/, Microsoft bezeichnet Linux als

'Krebsgeschwür'

[106] Siehe /67/, Studie soll angeblich Munition gegen Linux liefern; Microsofts Kritik an Linux : Siehe /58/, Kap. 9

[107] Es geht dabei um die gesamten Kosten, die bei der Nutzung entstehen. Siehe /63/, Neuigkeiten + weitere
Links; Weitere Studien, die evtl. von Microsoft gesponsert wurden, richteten sich ebenso gegen Open Sour-
ce.; Siehe /66/, Open Source als Konjunkturbremse

[108] Vgl. /50/, S.80; Vgl. /68/, What is FUD ?; Vgl. /56/, S.102; Die peruanische Regierung setzt seit Ende 2001 auf
Open Source und entgegnete dieser Taktik mit einem Schreiben; Siehe /60/, Brilliante Entgegnung zu Anti-
Free-Software FUD

[109] Siehe /125/; Microsoft schmiedet Allianz gegen Open Source

[110] Vgl. /50/, S.33ff.+216ff.; Vgl. /53/, S.17; Vgl. /54/, S.9; Siehe /52/, Kap. 14; Siehe /77/, Epilog: Netscape
Embraces the Bazaar; Siehe Anlage 10

[111] Siehe Anlage 11

[112] Vgl. /51/, Warum Open Source ?

[113] Siehe Glossar

[114] Vgl. /73/, Open Source-Initiative

[115] Siehe Glossar

[116] /59/, S.6

[117] Vgl. /50/, S.4; Vgl. /51/, Die Wurzeln freier Software

[118] Vgl. /56/, S.3

[119] Da es in der Programmiersprache C (ebenfalls durch Dennis Ritchie entwickelt) implementiert wurde, die auf
jeder Hardware neu kompilierbar ist.; Vgl /56/, S.3

[120] Siehe Anlage 12

[121] Siehe /50/, S.29+30

[122] Vgl. /56/, S.3+4

[123] Vgl. /50/, S.11

[124] Siehe /54/, S.20+21; Siehe /51/, Verschiedene Open Source-Lizenzen – Die BSD License

[125] Mittlerweile existieren eine Vielzahl an unterschiedlichen BSD Varianten, z.B. FreeBSD, OpenBSD oder

NetBSD.; Vgl. /50/, S.33; Siehe /56/, S.59; Die Eigenschaft, dass sich die Entwicklungswege aufspalten, wird

auch „Forking“ (Gabelung) bezeichnet und wird oft auch als Nachteil gesehen. ; Siehe /50/, S.107

[126] Ein amerikanisches Forschungszentrum; Siehe /50/, S.6ff.

[127] Siehe /50/, S.8

[128] /51/, Vorwort

[129] /51/, Vorwort

[130] /54/, S.6; Deutsche Übersetzung : „Frei“ wie in freier Rede und nicht wie in Freibier.

[131] Vgl. /50/, S.11

[132] Vgl. /54/, S.6; Siehe /78/, Free Software - Link: Full definition

[133] Siehe Anlage 13; Siehe /54/, S.15ff.; Originaltext: Siehe /73/, The GNU General Public License (GPL)

[134] Vgl. /56/, S.62; Dies gilt sogar wenn Open Source mit proprietärer Software gemischt wird !; Vgl. /56/, S.62

[135] Vgl. /51/, Verschiedenen Open Source-Lizenzen – GPL; Vgl. /56/, S.62; Vgl. /50/, S.93

[136] Vgl. /51/, Verschiedenen Open Source-Lizenzen – LGPL; Vgl. /50/, S.95; Vgl. /56/, S.63

[137] Vgl. /54/, S.21

[138] Das Kürzel OSI darf nicht mit dem ISO/OSI Modell verwechselt werden; Siehe /3/, S.115+122ff.

[139] Vgl. /51/, Die 10 Gebote von OS; Vgl. /72/, Open Source-Definition

[140] Die BSD-Lizenz verlangt im Gegensatz zur GPL nicht die Verbreitung unter den gleichen Lizenzbedingungen,

ist aber, da dies auch grundsätzlich möglich ist, diesem Punkt gegenüber konform.

[141] /51/, Die 10 Gebote von Open Source; /71/, S.3; /54/, S.7; Vgl. /54/, S.12; Englischer Originalfassung :
Siehe /73/, The Open Source–Definition

[142] Eine Auswahl an OSI-zertifizierten Lizenzen : Siehe /78/, Licenses; Welche Lizenz soll man wählen ?; Siehe
/54/, S.24ff.

[143] Vgl. /50/, S.87

[144] Zur Definition weiterer Softwarevarianten : Siehe Anlage 14

Ende der Leseprobe aus 140 Seiten

Details

Titel
Konzeption und Realisierung eines komponentenbasierten Projektinformationssystems mit Hilfe von Open Source-Software
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Lörrach, früher: Berufsakademie Lörrach  (Ausbildender Betrieb, nicht Institut, da BA-Studium : Brain International AG)
Note
1,1
Autor
Jahr
2002
Seiten
140
Katalognummer
V9826
ISBN (eBook)
9783638164368
ISBN (Buch)
9783638697873
Dateigröße
2235 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Projektinformationssystem, Open-Source, Komponentenbasierte Softwareentwicklung
Arbeit zitieren
Thomas Bühler (Autor), 2002, Konzeption und Realisierung eines komponentenbasierten Projektinformationssystems mit Hilfe von Open Source-Software, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9826

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