Sportverletzungen


Referat / Aufsatz (Schule), 1999

4 Seiten, Note: 12 Punkte


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Sportverletzungen

Verletzungen, die für eine bestimmte Sportart typisch sind (z.B. Kniegelenksverletzung des Skiläufers, Bänderdehnung im Sprunggelenk bei Hallensportlern)

Hauptursachen:

- Ungenügendes Aufwärmen, fehlende Muskeldehnung
- Behinderung bzw. Einwirken durch den Gegenspieler (beim Fußball ca. 50% der Verletzungsursache)
- Fehlerhafte Ausführung der betreffenden Bewegungsabläufe
- Ermüdung und Überlastung

1. Distorsion

Unphysiologische Beanspruchung des Gelenk-, Muskel- bzw. Sehnenapparates über den aktiv erzielbaren Bewegungsausschlag hinaus.

1.1. Muskelzerrung

Symptome: Spannungsgefühl, ,,Ziehen"

1.2. Muskelfaserriss

Symptome: Plötzlicher, punktartiger Akutschmerz, weitere Belastung unmöglich

1.3. Sehnen- bzw. Bänderzerrung, Sehnen- bzw. Bänderriss

Symptome: Akuter, stechender Schmerz nach Überdehnung (z.B. Knie-, Sprunggelenk); schnell auftretende, starke Schwellung

1.4. Verstauchung

Symptome: kurzer bis anhaltender Schmerz, sichtbare Schwellung

Bei Distorsionen treten Dehnungen in den o.g. Körperstrukturen auf. Hierbei reißen zumeist Blutgefäße ein, was häufig zu sichtbaren Schwellungen führt, die durch austretendes Blut und Gewebsflüssigkeit in das betroffene Gewebe zustande kommen. Der Umfang der Blutung ist entscheidend für den Heilungsverlauf.

Behandlung:

1.) Pause, Einstellen der sportlichen Aktivität
2.) Sofortige Kühlung (Verengung der verletzten Gefäße) und Hochlagerung der Gliedmaßen (Blutdruckabnahme)
3.) Kompressionsverband (Gegendruck · Begrenzung der Schwellung) ,,Eselsbrücke": ,,PECH" (Pause / Eis / Compression / Hochlagerung)

1. Kontusion

Prellung oder Quetschung des Gewebes

2.1. Weichteilkontusion

2.2. Knochenkontusion

2.3. Gehirnprellung

Symptome: Schwindelgefühl, Gedächtnislücken, Übelkeit Bei Kontusionen treten immer Blutergüsse (Hämatome) auf. Die Gewebestruktur wird durch gewaltsame Einwirkung von außen verändert.

Behandlung: Sofortiger kühlender Kompressionsverband aus elastischer Binde und weicher Auflage für die betroffene Stelle. Die Kompression verhindert bzw. vermindert die Blutung ins Gewebe und begrenzt somit die Größe des Hämatoms, wovon die Dauer des Genesungsverlaufes abhängt.

2. Luxation

Auch Gelenkverrenkung genannt. Auskugelung bzw. konstante Verschiebung von zueinandergehörenden Gelenkflächen. Der Gelenkkopf tritt aus der Gelenkpfanne heraus.

2.1. Direkte Luxation: Durch Gewalteinwirkung von außen

2.2. Indirekte Luxation: Hebelkräfte der Knochen überwinden eigenständig die naturgegebenen Gelenkhemmungen

Bei Luxationen kommt es häufig zu Kapsel- und Bänderrissen; auch der Pfannenrand (aus Knorpel) wird manchmal verletzt. Das betroffene Gelenk ist deformiert und es resultieren daraus heftige Ruhe- und Bewegungsschmerzen. Das Schultergelenk ist am häufigsten von Luxationen betroffen.

Behandlung: Trotz Schmerzen sollte man das verletzte Gelenk nie selbst einrenken, dies muss der Arzt übernehmen. Nach professioneller Einrenkung Ruhigstellen der betroffenen Körperpartie (z.B. durch Armtrageverband). Nach Erholung gut dosierte aktive Bewegung um den Muskelschwund zu verhindern. Doch Vorsicht: Bei zu kurzer Ruhigstellung besteht Gefahr einer ,,habituellen Luxation", d.h. dass schon bei geringfügiger Gewalteinwirkung erneute Luxationen auftreten können.

3. Fraktur

Auch Knochenbruch genannt, erfolgt durch Überschreitung der Elastizitätsgrenze des Knochens.

4.1. offener Bruch

3.2. geschlossener Bruch

häufige Symptome bei Frakturen:

- starke Schmerzen (v.a. bei Bewegung)
- Bewegungs- und Belastungsunfähigkeit oder abnorme Beweglichkeit
- Deformitäten
- Knacken oder Knirschen, Reibgeräusche

Behandlung: Bei offenem Bruch: Stillen der Blutung und keimfreies Abdecken der Wunde. Nie mit Eis kühlen, niemals Kompressionsverbände anlegen. Bei geschlossener Fraktur bestenfalls prophylaktische Schiene anlegen und ansonsten den Bruch in Ruhe lassen; der Arzt muss die Verletzung - je nach Schwere - konservativ (Ruhigstellung mit Gips) oder operativ (z.B. Nagelung, Verschraubung) weiterbehandeln.

Quellen: - ,,Verletzt... was tun?", Dr.Müller-Wohlfahrt, H.J,Montag, Verlag wero-press,

1.Auflage, 96

- ,,Lehrbuch für den Sanitätsdienst" Hofmann-Verlag GmbH, 5.Auflage
- Sportphysiologie I

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Details

Titel
Sportverletzungen
Note
12 Punkte
Autor
Jahr
1999
Seiten
4
Katalognummer
V98339
Dateigröße
352 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Referat, das sich ausschließlich nach dem -etwas veralterten- Sport-Lk-Buch gerichtet hat, aber inhaltlich gut ausgearbeitet ist.
Schlagworte
Sportverletzungen
Arbeit zitieren
Stefan Spatz (Autor), 1999, Sportverletzungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98339

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