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Geschwisterbeziehungen und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kinder. Konsequenzen für die kindliche Entwicklung und Lehrkräfte

Titel: Geschwisterbeziehungen und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kinder. Konsequenzen für die kindliche Entwicklung und Lehrkräfte

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lara Tillen (Autor:in)

Pädagogik - Familienerziehung
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In dieser Arbeit werden folgende Fragen erörtert: Was macht Geschwisterbeziehungen so besonders, dass eine intensivere Auseinandersetzung gerechtfertigt ist? Inwieweit unterscheiden sich Einzel- und Geschwisterkinder in ihrer Entwicklung? Und die aus den Ergebnissen resultierende Frage: Muss die Lehrkraft folglich auf die Kinder unterschiedlich eingehen und sie anders fördern?

Um diese Fragen zu beantworten wird zunächst genauer auf Geschwisterbeziehungen im Allgemeinen eingegangen, sowie auf die Konstellationsmöglichkeiten und deren möglichen Einfluss auf die Entwicklung. Anschließend soll der Einfluss von Geschwisterbeziehungen im Allgemeinen analysiert werden und ein Vergleich zu Einzelkindern gezogen werden. Daraus folgt ein Fazit und abschließend mögliche Konsequenzen für das Verhalten einer Lehrkraft.

Ungefähr 13 Millionen Menschen in Deutschland sind unter 17 Jahren. 26 Prozent davon sind Einzelkinder, die restlichen 74 Prozent Geschwisterkinder, wiederum davon wachsen 28 Prozent mit mehreren Geschwistern auf. Theoretisch würde somit fast ein Drittel jeder Klasse ohne Geschwister aufwachsen und ein weiteres Drittel mehr als ein Geschwisterkind haben. Das sind keine kleinen Anteile. Doch unterscheiden sich diese Kinder hinsichtlich ihrer Voraussetzungen und sollte die Lehrkraft also ein Differenzierungskonzept hinsichtlich des Geschwisterverhältnisses entwickeln?

Während des Lehramtsstudiums fallen oft Begriffe wie Differenzierung und Individualisierung. Verstärkt im Rahmen der Inklusionsdebatte wird darauf hingewiesen, dass Lehrer und Lehrerinnen den Unterricht individuell an die Schüler und Schülerinnen anpassen müssen, um so auf die Bedürfnisse jedes einzelnen einzugehen. Dabei werden verschiedenen Kriterien genannt, denen ein besonderer Schwerpunkt zuteil wird, zum Beispiel körperliche und geistige Einschränkungen und Geschlecht. Selten wird hier das Geschwisterverhältnis thematisiert. Doch wenn wir den Aussagen der Gesellschaft glauben, gibt es gravierende Unterschiede zwischen Einzel- und Geschwisterkindern, denen Beachtung gewidmet werden müsste.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Geschwister und die Besonderheit von Geschwisterbeziehungen

3. Geschwisterbeziehungen und ihr Einfluss auf die kindliche Entwicklung

3.1 Einflussfaktoren der Geschwisterkonstellation auf die Entwicklung des Kindes

3.2 Geschwister als Ressource

3.3 Kinder ohne Geschwister

4. Fazit

5. Konsequenzen für Lehrkräfte

5.1 Alle Lehrkräfte

5.2 LER-Lehrkräfte

6. Quellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen für die kindliche Entwicklung und vergleicht diese mit den Entwicklungsvoraussetzungen von Einzelkindern, um daraus pädagogisch relevante Konsequenzen für den Lehrberuf abzuleiten.

  • Analyse des Einflusses von Geschwisterkonstellationen auf die kindliche Entwicklung
  • Untersuchung von Geschwisterbeziehungen als soziale Ressource
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Stereotyp des Einzelkindes
  • Reflexion der Rolle der Lehrkraft im Kontext der Schülerherkunft
  • Ableitung pädagogischer Handlungsansätze für den Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2 Geschwister als Ressource

Der Unterschied zwischen Geschwister- und Einzelkindern ist offensichtlich der, dass Geschwister nicht alleine sind. Sie haben in ihren alltäglichen Leben immer mindestens ein weiteres Kind. Man glaubt, dass Geschwister dadurch Vorteile haben, da sie mit diesem weiteren Kind frühzeitig und regelmäßig interagieren und so sich besonders soziale Kompetenzen ausbilden können. An dieser Stelle soll nun dargestellt werden, inwieweit Geschwister eine Ressource bieten.

Reisenberger (2010) meint, dass das soziale Interagieren unter Geschwister ohne Zweifel positive Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes, wie beispielsweise auf logisches Denken, Gedächtnis und Sprache, hat, denn diese Kompetenzen werden durch soziale Interaktion entwickelt.

Sie erwähnt in ihrer Arbeit von 2010 auch Aspekte, durch die sich eine Geschwisterbeziehung auszeichnet (nach Schmidt- Denter):

1. aktives Suchen nach Zusammensein

2. Kooperation, Sympathie und Hilfsbereitschaft

3. eine spezielle Sprache, zu der andere nicht sofort Zugang finden

4. gegenseitige Verteidigung gegen Außenstehende

5. häufige niederlagenlose Konfliktlösung und Rituale des Verzeihens

Besonders Punkt zwei, vier und fünf kann man als Ressource von Geschwisterbeziehungen auffassen. Durch die Erfahrung von Kooperation, Hilfsbereitschaft und Rituale des Verzeihens lernen Geschwisterkinder wertvolle soziale Kompetenzen kennen, die sie auch bei anderen Kindern anwenden können. Gegenseitiges Verteidigen ist in soweit dienlich, dass sie immer einander haben und sich auf den Bruder oder die Schwester verlassen können. Der Psychologe Sohni vermutet, dass die Zuneigung unter Geschwistern gute Voraussetzungen dafür bietet, dass die Kinder die Welt unabhängig und solidarisch bewältigen (vgl. Sohni, 2004 in Reisenberger, 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Einzel- und Geschwisterkindern und hinterfragt, ob diese Unterschiede für die pädagogische Praxis an Schulen relevant sind.

2. Der Begriff Geschwister und die Besonderheit von Geschwisterbeziehungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Geschwister umfassend und beschreibt die emotionale Ambivalenz sowie die Intensität und Dauerhaftigkeit dieser speziellen sozialen Beziehung.

3. Geschwisterbeziehungen und ihr Einfluss auf die kindliche Entwicklung: Hier werden Faktoren wie Geburtenfolge, Altersabstände, Geschlecht und Anzahl der Geschwister hinsichtlich ihres Einflusses auf die kindliche Entwicklung analysiert sowie die Rolle von Geschwistern als Ressource und die Situation von Einzelkindern beleuchtet.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass zwar individuelle Unterschiede bestehen, diese aber primär von den Lebensumständen abhängen und gesellschaftliche Stereotype über Einzelkinder nicht wissenschaftlich haltbar sind.

5. Konsequenzen für Lehrkräfte: Dieses Kapitel überträgt die Erkenntnisse in die Praxis und fordert ein vorurteilsfreies, individuelles Handeln der Lehrkräfte, um alle Schüler ungeachtet ihrer familiären Herkunft optimal zu fördern.

6. Quellen: Das Quellenverzeichnis führt alle verwendeten wissenschaftlichen Werke und Studien auf, die der Argumentation der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Geschwisterbeziehungen, Einzelkinder, kindliche Entwicklung, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Geburtenfolge, Geschwisterforschung, pädagogische Konsequenzen, soziale Kompetenzen, Lehrerhandeln, Stereotype, Inklusion, Differenzierung, Ressourcen, familiäre Konstellation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen für die Entwicklung von Kindern und vergleicht diese mit der Situation von Einzelkindern, um die Relevanz für den Lehrberuf zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Geschwisterkonstellationen, die Rolle von Geschwistern als soziale Ressource und die wissenschaftliche Überprüfung gängiger Vorurteile gegenüber Einzelkindern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob aufgrund der Familiensituation unterschiedliche pädagogische Förderansätze für Schüler erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und wertet diverse psychologische sowie pädagogische Studien zum Thema Geschwisterforschung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, eine detaillierte Analyse der Einflussfaktoren auf die Entwicklung und einen Vergleich zwischen Geschwisterkindern und Einzelkindern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geschwisterbeziehungen, Entwicklung, Einzelkinder, soziale Kompetenzen, pädagogische Konsequenzen und die Vermeidung von Schubladendenken.

Inwieweit beeinflusst die Geburtenfolge laut der Arbeit die Entwicklung?

Die Arbeit zeigt, dass die Geburtenfolge zwar Persönlichkeitsaspekte wie den Perfektionismus beeinflussen kann, die Auswirkungen auf die Gesamtpersönlichkeit jedoch laut Forschern eher gering sind.

Warum betont die Autorin die Rolle der Lehrkräfte im Kontext der LER?

Für Lehrkräfte im Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde ist ein vorurteilsfreier Umgang besonders wichtig, da hier Wert- und Sinnfragen auf einer neutralen Basis behandelt werden sollen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschwisterbeziehungen und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kinder. Konsequenzen für die kindliche Entwicklung und Lehrkräfte
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Autor
Lara Tillen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V983415
ISBN (eBook)
9783346340627
ISBN (Buch)
9783346340634
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschwisterbeziehungen bedeutung entwicklung kinder konsequenzen lehrkräfte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lara Tillen (Autor:in), 2020, Geschwisterbeziehungen und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kinder. Konsequenzen für die kindliche Entwicklung und Lehrkräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983415
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Leseprobe aus  20  Seiten
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