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Die Sicherung des Rechts auf Leben durch Grundrechtseinschränkungen am Beispiel der Maßnahmen während der Corona-Pandemie

Title: Die Sicherung des Rechts auf Leben durch Grundrechtseinschränkungen am Beispiel der Maßnahmen während der Corona-Pandemie

Seminar Paper , 2020 , 33 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Law - Miscellaneous
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In dieser Arbeit stellen sich die folgenden Fragen: Dürfen alle Grundrechte zur Sicherung des Rechts auf Leben ohne Grenzen eingeschränkt werden? Ist das Recht auf Leben ein Trumpf, der alles sticht und damit das höchste Gut der Verfassung? Wie lange dürfen diese Maßnahmen aufrechterhalten werden?

Um diese zu beantworten, wird mit einer kurzen Einführung in den Art. 2 II 1 GG begonnen und dann auf das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit und das damit verbundene Verhältnis der Achtungs- und Schutzpflichten eingegangen, wobei vor allem die Konfliktsituationen zwischen Menschenwürde und Leben näher untersucht werden. Zur Veranschaulichung wird dort ein Corona-Fallbeispiel erläutert. Daraufhin wird die Bedeutung des Grundrechts auf Leben und die Vorgehensweise der Abwägung zu anderen Grundrechten anhand weiterer Fallbeispiele dargestellt. Abschließend werden die Möglichkeiten der Sicherung des Art. 2 II 1 GG durch die Einschränkung anderer Grundrechte zusammengefasst und in einem kurzen Ausblick auf die möglichen Auswirkungen der Corona Maßnahmen auf unseren Rechtsstaat angewendet.

In Deutschland wurden auf der rechtlichen Grundlage des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) nahezu alle Grundrechte eingeschränkt, um die Ausbreitung zu verhindern. Aufgrund dieser hohen Anzahl und der Intensität der Grundrechtseingriffe kam es dazu, dass etliche Bürger sich in ihren Rechten verletzt sahen und Rechtsschutz – wenn auch oft erfolglos – beantragten. Da das IfSG weder die Dauer noch die Intensität der Einschränkungen regelt, machte sich eine Unsicherheit in der Bevölkerung breit, durch die sich Verschwörungstheorien entwickelten und rasant verbreiteten, in denen das Virus als Vorwand zur dauerhaften Grundrechtseinschränkung dargestellt wurde. Im Kern dieser ganzen Geschehnisse scheint immer der Schutz des Lebens zu stehen bzw. gestanden zu haben

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Wie weit dürfen Grundrechte eingeschränkt werden, um das Recht auf Leben zu sichern?

2 Recht auf Leben, Art. 2 II 1 GG

3 Verhältnis von Sicherheit und Freiheit

3.1 Verhältnis des Rechts auf Leben zu der Menschenwürde

3.2 Konfliktsituation Achtungs- und Schutzpflichten

3.3 Corona Beispiel

3.4 Zwischenfazit

4 Beispiel: Versammlungsfreiheit in der Corona-Krise

4.1 Schutzbereich und Eingriff

4.2 Rechtfertigung des Eingriffs

4.3 Zwischenergebnis

5 Beispiel: Allgemeine Handlungsfreiheit

5.1 Legitimes Ziel

5.2 Geeignetheit

5.3 Erforderlichkeit

5.4 Angemessenheit

5.5 Zwischenergebnis

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das verfassungsrechtliche Spannungsfeld zwischen der staatlichen Schutzpflicht für das Recht auf Leben und der notwendigen Einschränkung anderer Grundrechte in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Ziel ist es zu analysieren, ob das Recht auf Leben als absoluter Höchstwert andere Grundrechte beliebig verdrängt oder ob eine Abwägung anhand des Verhältnismäßigkeitsprinzips erforderlich bleibt.

  • Verhältnis von Sicherheit und Freiheit
  • Achtungs- und Schutzpflichten des Staates
  • Konflikt zwischen Menschenwürde und Recht auf Leben
  • Verfassungsrechtliche Rechtfertigung von Grundrechtseingriffen
  • Folgenabwägung und praktische Konkordanz

Auszug aus dem Buch

3.1 Verhältnis des Rechts auf Leben zu der Menschenwürde

»Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Grundrechte beschränken sich gegenseitig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.«

Ob sich diese von dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble getroffene Aussage bestätigen lässt, soll im Folgenden erörtert werden. Bei der Frage in welchem Verhältnis der Art. 2 II 1 GG zu den anderen Grundrechten steht, ist vor allem die Menschenwürde interessant und daher näher in Betracht zu ziehen. Diese ist nämlich nicht nur als einziges Grundrecht unantastbar, sondern auch als einziges von der sogenannten Ewigkeitsklausel in Art. 73 III GG umfasst und dadurch unabänderbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Wie weit dürfen Grundrechte eingeschränkt werden, um das Recht auf Leben zu sichern?: Einleitend wird das Ausmaß der Grundrechtseinschränkungen während der Corona-Pandemie dargestellt und die zentrale Forschungsfrage nach der Grenze dieser Maßnahmen aufgeworfen.

2 Recht auf Leben, Art. 2 II 1 GG: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Rechts auf Leben als Basisgrundrecht und verfassungsrechtlichen Höchstwert sowie dessen geschichtliche Einbettung.

3 Verhältnis von Sicherheit und Freiheit: Es wird das theoretische Verhältnis von staatlichen Achtungs- und Schutzpflichten sowie die spezifische Kollision zwischen Menschenwürde und Lebensschutz untersucht.

4 Beispiel: Versammlungsfreiheit in der Corona-Krise: Anhand eines fiktiven Falls wird die Verhältnismäßigkeit eines Versammlungsverbots in Krisenzeiten geprüft.

5 Beispiel: Allgemeine Handlungsfreiheit: Die Arbeit analysiert anhand eines weiteren Beispiels die Einschränkung der allgemeinen Handlungsfreiheit zur Unfallprävention und deren verfassungsrechtliche Legitimität.

6 Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Schlussfolgerung gezogen, dass Freiheit und Sicherheit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen müssen, ohne den Kern des Rechtsstaats zu gefährden.

Schlüsselwörter

Recht auf Leben, Menschenwürde, Grundrechtseinschränkung, Corona-Krise, Sicherheit, Freiheit, Schutzpflicht, Achtungspflicht, Verhältnismäßigkeit, Versammlungsfreiheit, Allgemeine Handlungsfreiheit, Ewigkeitsklausel, Rechtsstaat, Abwägung, praktische Konkordanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der verfassungsrechtlichen Problematik, inwieweit der Staat Grundrechte einschränken darf, um das Recht auf Leben in Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie zu schützen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit, die staatlichen Achtungs- und Schutzpflichten sowie das Spannungsfeld zwischen Lebensschutz und der Unantastbarkeit der Menschenwürde.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob das Recht auf Leben gegenüber anderen Grundrechten einen absoluten Vorrang genießt und wie der Staat die Grenze zwischen notwendigen Schutzmaßnahmen und unverhältnismäßigen Eingriffen zieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Untersuchung, die dogmatische Grundlagen des Grundgesetzes analysiert und diese anhand von Fallbeispielen sowie aktueller verfassungsrechtlicher Debatten (Folgenabwägung, praktische Konkordanz) konkretisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine theoretische Untersuchung der Pflichtenkollisionen und eine praktische Anwendung der Verhältnismäßigkeitsprüfung anhand von Beispielen zur Versammlungsfreiheit und zur allgemeinen Handlungsfreiheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Recht auf Leben, Menschenwürde, Verhältnismäßigkeit, staatliche Schutzpflichten und Rechtsstaatlichkeit zusammenfassen.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Menschenwürde und Lebensschutz?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Menschenwürde als einziges absolutes Rechtsgut vorrangig ist, während das Recht auf Leben zwar ein Höchstwert ist, aber im Rahmen der Verhältnismäßigkeit Einschränkungen unterliegen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Corona-Maßnahmen?

Die Maßnahmen müssen zeitlich begrenzt bleiben und dürfen den Kern der rechtsstaatlichen Freiheit nicht auf Dauer zerstören; der Staat ist verpflichtet, bei Lockerungsmöglichkeiten diese unverzüglich umzusetzen.

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Details

Title
Die Sicherung des Rechts auf Leben durch Grundrechtseinschränkungen am Beispiel der Maßnahmen während der Corona-Pandemie
College
University of Potsdam
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
33
Catalog Number
V983556
ISBN (eBook)
9783346339027
ISBN (Book)
9783346339034
Language
German
Tags
sicherung rechts leben grundrechtseinschränkung beispiel maßnahmen corona-pandemie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Die Sicherung des Rechts auf Leben durch Grundrechtseinschränkungen am Beispiel der Maßnahmen während der Corona-Pandemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983556
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