In dieser Einsendeaufgabe werden drei Aufgaben beantwortet, die im Anwendungsbereich der Persönlichkeitspsychologie liegen. Die erste Aufgabe handelt von dem Konzept der emotionalen Intelligenz und der EI als gesundheitsrelevanter Faktor. In der zweiten Aufgabe geht es um soziale Unterstützung als Persönlichkeitsmerkmal und die dritten Aufgabe handelt von dem Begriff und der Messbarkeit von Ängstlichkeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabe C1
1.1 EQ vs. IQ
1.2 Das ursprüngliche Konzept der emotionalen Intelligenz nach Mayer und Salovey (1990)
1.2.1 Erkennen und Ausdruck von Emotionen
1.2.2 Regulation der Emotionen
1.2.3 Nutzbarmachen von Emotionen
1.3 EI - Ein gesundheitsrelevanter Faktor?
2. Aufgabe C2
2.1 Konzept der sozialen Unterstützung
2.2 Soziale Unterstützung als Gesundheitsfaktor
2.3 Soziale Unterstützung als Persönlichkeitsmerkmal
2.4 Bewältigung einer chronischen Krankheit durch eine stabile Partnerschaft
3. Aufgabe C3
3.1 Ängstlichkeit
3.2 Zwangsstörungen
3.3 Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
3.4 Behandlungsmethoden der zwanghaften Persönlichkeitsstörung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, zentrale psychologische Konstrukte – namentlich Emotionale Intelligenz, soziale Unterstützung und verschiedene Angst- sowie Zwangsstörungen – wissenschaftlich einzuordnen und deren Bedeutung für die Gesundheit und Lebensbewältigung zu beleuchten.
- Emotionale Intelligenz im Vergleich zur klassischen kognitiven Intelligenz
- Die gesundheitsfördernde Rolle sozialer Unterstützung und Partnerschaften
- Differenzierung zwischen Ängstlichkeit, Zwangsstörungen und zwanghafter Persönlichkeitsstörung
- Analyse von Bewältigungsmechanismen bei chronischer Krankheit
- Untersuchung von therapeutischen Ansätzen für Zwangsstörungen
Auszug aus dem Buch
1.1 EQ vs. IQ
„Emotionale Intelligenz“. Ein Fachbegriff, der im Jahre 1990 durch den Psychologen John D. Mayer und den Sozialpsychologen Peter Salovey eingeführt wurde. Der Begriff basiert auf dem Konzept der Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner und lässt sich auf den Kerngedanken von Edward Lee Thorndike zurückführen, welcher sagte: „Der beste Mechaniker einer Fabrik wird als Werksmeister scheitern, wenn ihm die soziale Intelligenz fehlt.“(Goleman, 2006, S. 83) In diesem Zusammenhang sei auch Daniel Goleman erwähnt, der 1995 sein Buch „EQ. Emotionale Intelligenz“ veröffentlichte, welches das Konstrukt der emotionalen Intelligenz in die populärwissenschaftliche Literatur brachte.
Emotional intelligentes Verhalten bezieht sich laut Mayer und Salovey auf die Wahrnehmung und den Umgang mit den emotionalen Zuständen einer selbst und anderer Personen. Individuen mit einer höheren EI sind impulskontrolliert, können sich selbst motivieren und haben die Fähigkeit ihre eigenen Stimmungen zu regulieren. Aufgrund der Selbstbeherrschung lassen Sie sich nicht von starken Emotionen wie Angst oder Wut leiten, weshalb diese Menschen meist erfolgreich in der Ehe, der Erziehung und dem Beruf sind. Laut Neubauer und Freudenthaler (2002, S. 205-232) besteht ein weitgehender Konsens darüber, dass die Fähigkeit, sich in alltäglichen Lebenssituationen intelligent zu verhalten und soziale Anforderungen erfolgreich zu meistern, nur teilweise von der akademischen Intelligenz abhängt, die durch verschiedene IQ- Tests erfasst wird. May und Kullmann nach steht die emotionale Intelligenz als „Gegensatz zur Rationalen Intelligenz“ (2009b, S. 93-94). Das Konzept der EI beschreibt demnach Fähigkeiten des Selbstmanagements, der Selbsterfahrung und auch Fähigkeiten und Kompetenzen im Bezug auf den Umgang mit anderen Individuen. (May & Kullmann, 2009a, S. 86).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabe C1: Dieses Kapitel grenzt Emotionale Intelligenz von kognitiver Intelligenz ab, erläutert das Konzept nach Mayer und Salovey und diskutiert EI als gesundheitsrelevanten Faktor.
2. Aufgabe C2: Hier wird das Konzept der sozialen Unterstützung definiert, als Gesundheitsfaktor und Persönlichkeitsmerkmal beleuchtet sowie dessen Rolle bei der Bewältigung chronischer Krankheiten in Partnerschaften analysiert.
3. Aufgabe C3: Dieses Kapitel definiert Ängstlichkeit, differenziert zwischen Zwangsstörungen und der zwanghaften Persönlichkeitsstörung und stellt Behandlungsmöglichkeiten vor.
Schlüsselwörter
Emotionale Intelligenz, kognitive Intelligenz, Soziale Unterstützung, Gesundheitspsychologie, Stressbewältigung, Partnerschaft, Chronische Krankheit, Ängstlichkeit, Zwangsstörungen, Zwanghafte Persönlichkeitsstörung, Therapie, Psychopharmaka, Verhaltenstherapie, Persönlichkeitsmerkmale, Lebensqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt drei zentrale Themengebiete der Persönlichkeits- und Gesundheitspsychologie: die Emotionale Intelligenz, soziale Unterstützung als Ressource und ausgewählte Störungsbilder wie Zwangsstörungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Abgrenzung von Intelligenzformen, der gesundheitlichen Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen und der klinischen Unterscheidung von Angst- und Zwangsphänomenen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die theoretische Aufarbeitung dieser Konzepte, um zu verstehen, wie emotionale Fähigkeiten und soziale Einbindungen zur Stressregulation und Krankheitsbewältigung beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien und empirischer Studien, um die behandelten Begriffe und Konzepte wissenschaftlich zu begründen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Aufgabenbereiche, welche die Themen Emotionale Intelligenz (EI), soziale Unterstützung und Angst- bzw. Zwangsstörungen jeweils in theoretischen Unterkapiteln explizieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Emotionale Intelligenz, Soziale Unterstützung, Stressbewältigung, Zwanghafte Persönlichkeitsstörung und Lebensqualität.
Wie unterscheidet sich die zwanghafte Persönlichkeitsstörung von einer Zwangsstörung?
Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei der zwanghaften Persönlichkeitsstörung eher überdauernde Persönlichkeitszüge vorliegen, während die Zwangsstörung durch belastende, als fremd empfundene Symptome wie Zwangsgedanken oder -handlungen gekennzeichnet ist.
Warum ist eine stabile Partnerschaft bei chronischer Krankheit relevant?
Eine stabile Partnerschaft bietet emotionale und instrumentelle Unterstützung, die hilft, alltäglichen Stress und Belastungen abzufangen, was wiederum das psychische Wohlbefinden steigert und das Gesundheitsrisiko senken kann.
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- Selina Kammer (Author), 2020, Das Konzept der emotionalen Intelligenz. Gesundheitsrelevanter Faktor, Persönlichkeitsmerkmal und die Messbarkeit von Ängstlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983691