In dieser Arbeit soll beantwortet werden, inwiefern das Leasing die Liquidität eines kleinen und mittelständischen Unternehmens (KMU) sichert.
Die Beantwortung der Frage erfolgt auf einer literaturbasierten Analyse. Zunächst wird dazu das Wesen des Leasings einschließlich seiner rechtlichen Grundlagen aufgezeigt. Kapitel 3 erläutert den Zusammenhang von Finanzierung und Liquidität bei KMU, bevor in Kapitel 4 auf die Erscheinungsformen des Leasings eingegangen wird. In diesem Zusammenhang werden die Unterschiede zwischen dem Operate und dem Financial Leasing dargestellt und die Sonderform, das Sale and lease back Leasing behandelt.
Im vorletzten Kapitel wird das Leasing als Instrument der Finanzierungs- und Liquiditätsoptimierung von KMU näher betrachtet und kritisch gewürdigt. Hier werden insbesondere die Vor- und Nachteile des Leasings herausgearbeitet. Das letzte Kapitel schließt mit einem Fazit.
Leasing ist eine geeignete Finanzierungsform, um kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei ihrer Investitionstätigkeit zu unterstützen. KMU nehmen Leasing branchenübergreifend in Anspruch, dabei spielt es keine Rolle ob in PKW, Nutzfahrzeuge, Maschinen, Software oder Gebäude investiert wird.
Leasing stellt dabei eine attraktive Finanzierungsvariante dar, KMU hinsichtlich ihrer Liquidität und Finanzierung zu verbessern sowie in der Unternehmensentwicklung aufgrund von schnellen Trendwechseln und technischen Fortschritt voranzubringen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Leasing
2.1 Historie und Begriffsbestimmung
2.2 Ablauf und Funktionsweise
2.3 Rechtsgrundlagen
3. Finanzierung und Liquidität von KMU
3.1 Definition und Charakteristika von KMU
3.2 Finanzierungsanlässe von KMU
3.3 Finanzierungsform Leasing
4. Erscheinungsformen des Leasings
4.1 Das Operate Leasing
4.2 Das Financial Leasing
4.2.1 Vollamortisation
4.2.2 Teilamortisation
4.3 Das Sale-and-lease-back Leasing
5. Kritische Würdigung des Leasings in Bezug auf KMU
5.1 Vorteile des Leasings
5.2 Nachteile des Leasings
5.2 Auswirkungen des Leasings auf die Bilanz
5.3 Kritik
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Leasing als Finanzierungsersatzmaßnahme für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit dem zentralen Ziel, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern Leasing die Liquidität dieser Unternehmen sichern kann.
- Grundlagen des Leasings (Historie, Begriffe, Rechtsgrundlagen)
- Bedeutung von Finanzierung und Liquidität für KMU
- Erscheinungsformen des Leasings (Operate, Financial, Sale-and-lease-back)
- Kritische Würdigung der Vor- und Nachteile sowie Bilanzauswirkungen
Auszug aus dem Buch
2.2 Ablauf und Funktionsweise
Der Ablauf des Leasings besteht dahingehend, dass ein Mietvertrag, wie beispielsweise bei einer Wohnung zwischen Mieter und Vermieter über das Leasingobjekt abgeschlossen wird, hier Leasingnehmer und Leasinggeber genannt. Die Miete dafür wird als Leasingrate bezeichnet, die der Leasingnehmer trägt, wobei dieser nicht direkt das Eigentum an dem Objekt erwirbt, sondern sich die Benutzung, also den Gebrauch davon sichert.
Da sich meistens Leasinggesellschaften zwischen die beiden Parteien schalten, spricht man auch vom indirekten Leasing, beim direkten Leasing wird das Wirtschaftsgut wie das Wort bereits beschreibt, vom Hersteller „direkt“ vermietet. Oft wird auch von einer „Dreipunktbeziehung“ gesprochen, da beim Abschließen des Leasingvertrags die drei Parteien, also Leasingnehmer, Leasinggeber und Lieferant verschiedene und komplexe Vertragskonstellationen eingehen.
Der Ablauf lässt sich dahingehend konkretisieren, dass beispielsweise beim Mobilienleasing die Bestellung eines Gegenstandes, Auto oder Maschine durch den Leasingnehmer bei einem Produzenten losgelöst wird. Gleichzeitig wird der Vertrag über die Nutzungsüberlassung mit dem Leasinggeber oder einer Leasing Gesellschaft abgeschlossen. Sobald der Hersteller das Wirtschaftsgut an den Leasingnehmer ausliefert, erhält der Leasinggeber parallel dazu die Rechnung zur Begleichung. Ab diesem Zeitpunkt werden die Leasingraten vom Leasingnehmer getragen. Um einige Beispiele für Leasinginvestitionen zu nennen, werden Büromöbel, Fuhrparks sowie EDV-Ausstattungen branchenunabhängig von KMU geleast. Das Leasing von mobilen Wirtschaftsgütern ist im Gegensatz zu den immobilen Wirtschaftsgütern in Deutschland öfter vertreten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema Leasing als Finanzierungsform für KMU und Darlegung der forschungsleitenden Fragestellung zur Liquiditätssicherung.
2. Leasing: Erläuterung der historischen Entwicklung, der Definition, des Funktionsablaufs sowie der rechtlichen Einordnung des Leasings im BGB.
3. Finanzierung und Liquidität von KMU: Definition der KMU-Strukturen und Analyse der Relevanz von Leasing für Investitionsanlässe zur Liquiditätswahrung.
4. Erscheinungsformen des Leasings: Detaillierte Betrachtung der Ausprägungsformen Operate Leasing, Financial Leasing (mit Unterformen) sowie Sale-and-lease-back.
5. Kritische Würdigung des Leasings in Bezug auf KMU: Analyse der Vor- und Nachteile sowie der bilanztechnischen Auswirkungen von Leasingverträgen für den Mittelstand.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von Leasing als sinnvolle Finanzierungsalternative zur Liquiditätsschonung bei KMU.
Schlüsselwörter
Leasing, KMU, Finanzierung, Liquidität, Investition, Operate Leasing, Financial Leasing, Sale-and-lease-back, Bilanz, Mittelstand, Fremdfinanzierung, Außenfinanzierung, Investitionsgüter, Zahlungsfähigkeit, Leasingrate
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Leasing als alternative Finanzierungsmethode für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise des Leasings, dessen verschiedenen Erscheinungsformen sowie einer kritischen Abwägung der Vor- und Nachteile für die Liquiditätsplanung von KMU.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu erläutern, inwiefern Leasing die Liquidität eines KMU sichern kann und ob es als Finanzierungsersatzmaßnahme geeignet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer literaturbasierten Analyse, bei der aktuelle Fachliteratur und Daten herangezogen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Leasings an sich, die Finanzbedürfnisse von KMU, die detaillierte Vorstellung der Leasing-Arten sowie eine kritische Würdigung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Leasing, KMU, Liquidität, Finanzierung und Bilanzneutralität.
Welchen Unterschied gibt es zwischen Operate Leasing und Financial Leasing?
Das Operate Leasing ist kurzfristig angelegt und bietet dem Leasingnehmer hohe Flexibilität ohne Investitionsabsicht, während das Financial Leasing langfristig orientiert ist und der Voll- oder Teilamortisation des Leasinggebers dient.
Warum ist das Sale-and-lease-back Leasing für KMU attraktiv?
Diese Sonderform ermöglicht es KMU, gebundenes Kapital aus dem Anlagevermögen durch den Verkauf und gleichzeitigen Rückleasing-Vertrag freizusetzen, um Liquidität für andere Investitionen zu gewinnen.
- Arbeit zitieren
- Patricia Preuhs (Autor:in), 2020, Leasings bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983820