Erziehung im Alten Testament


Seminararbeit, 1997

18 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erziehung im historischen Kontext
2.1 Erziehung? im Stammeswesen
2.2. Erste Ansätze: Erziehung - Mesopotamien
2.3. Erziehung im Antiken Ägypten

3. Erziehungsansätze im Alten Testament

4. Das Altes Testament - abgeschrieben?

5. Zusammenfassung

6. Literaturliste

1. Einleitung

Pädagogik, eine relativ junge Wissenschaft. Seit dem 19. Jahrhundert an manchen Universitäten (Göttingen, Jena) gelehrt, im 20. Jahrhundert erst als Wissenschaft anerkannt.

Trotz Bilden und Erziehen an Schule, Universität und intensivster Zuwendung in der Familie, wurde die Bedeutung der Erziehung Jahrhunderte verkannt. Und dies ob der durchaus langen Tradition der Erziehung, nicht nur in der griechischen Philosophie auch Indianervölker Nordamerikas und viele andere Hochkulturen legten großen Wert auf eine gemeinschaftliche Zuwendung bezüglich ihrer zukünftigen Generationen. Nicht umsonst stand das griechische Wort: Paidagogos1 unserem heutigen Begriff Pädagogik Pate.

Weshalb nun aber diese ,,Zurückhaltung", man berief sich doch sonst auch gerne auf Traditionen?

Waren es fehlende, eindeutige Anweisungen in religiösen Regelwerken?

Trotz aller Zurückhaltung waren es aber gerade klerikale Institutionen, die im christlichen Abendland das Bildungsmonopol inne hatten.

Diese Fragen lassen eine vielfältige Herangehensweise zu, sowie enorm viel Spielraum für Spekulationen.

In der vorliegenden Arbeit soll nun versucht werden das Alte Testament, einiger seiner erziehungswissenschaftlichen Aspekte wegen zu durchforsten, da das Alte Testament, selbstverständlich als Teil der Bibel gesehen, das prägende Werk eines großen Teils der Gesellschaftsordnungen der Erde war, teilweise auch noch ist.

Besonderer Augenmerk wird auf die historischen Verwurzelungen der erzieherischen

Ansätze im Alte Testament gelegt, um so einen Einstieg in die Erziehungslehre christlich geprägter Gesellschaften zu finden. Denn nur wer seine Vergangenheit kennt, kann seine Gegenwart verstehen und erklären.

2. Erziehung im historischen Kontext

Warum die Geschichte der Erziehung betrachten? Ist doch alles schon gelaufen! So einfach ist es dann doch wieder nicht, da ein umfassendes Verstehen heutiger Erziehungsmethoden zum großen Teilen aus der Beschäftigung mit eben deren Geschichte resultieren kann.

Was währe heutige Erziehung ohne das Wirken der großen Philosophen der Antike, der Klöster im Mittelalter, der Humanisten in der frühen Neuzeit und nicht zu vergessen viele Einzelpersonen, die der Erziehung ,,ihren Stempel aufgedrückt haben".

Einige seien hier genannt: Pestalózzi, Salzmann, Stoy oder Petersen.

Im folgenden soll auch noch die Erziehung in vorantiker Zeit beleuchtet werden.

2.1. Erziehung? Im Stammeswesen

Eine Betrachtung dieser Zeitepoche2 ist ob der dürftigen Quellenlage ein schwieriges Unterfangen, aber einige Forscher denken an Hand einiger Völker bzw. Stämme3 das Laben zu jener Zeit teilweise rekonstruieren zu können. Hundertprozentige Sicherheit bietet ein solches Verfahren natürlich nicht, da zu der damaligen Zeit auch Differenzen in der Entwicklung der einzelnen Stämme anzunehmen ist. Angedenk archäologischer Funde wie Catal Hüyük, ist demzufolge die Frage nach den unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu stellen.

Zu allererst sei angeführt, daß die ersten erzieherischen Maßnahmen, selbstverständlich den biologischen Gegebenheiten geschuldet, der Mutter oblagen. Ein bis heute gültiger Fakt.

Trotz alledem bietet die Erforschung solcher Eingeborenen Stämme einen durchaus plastischen Eindruck vom Leben in längst vergangenen(?) Zeiten. Mit archäologischen Funden abgeglichen kann diese Art der praktischen Anschauung wertvolle Puzzelsteine in der Untersuchung dieser Zeiten ersetzen.

Kann man nun aber von einer Erziehung innerhalb stammeswesens geprägter Epochen sprechen?

Wenn dann ist diese Art des Erziehen am besten mit ,,Learning by doing" zu umschreiben, das heißt das alltägliche wurde gelernt, die Kinder waren nahezu seit Geburt in den Tagesablauf der jeweiligen Gruppe eingebunden. Ob Jagen oder Sammeln, das Feuer bewachen oder andere lebensnotwendige Tätigkeiten, alles wurde ihnen (den Kindern) vorgelebt. Das Ziel (freilich nicht bewußt wahrgenommen) war die frühstmögliche, vollständige Mitwirkung am Stammesleben.

Eine gesonderte Stellung im Stammesverband nahmen die sogenannten Medizinmänner oder Schamanen ein. Bei der Weitergabe ihres theoretischen (Überlieferungen, Sagen und Ähnliches) und praktischen (Wandmalerei oder Heilungsmöglichkeiten mit Naturwirkstoffen) Wissens kann schon frühzeitig von einer Bildung des Auserwählten gesprochen werden, an den diese Ressourcen übergeben wurden. Somit kann dieser Personenkreis, vorsichtig, als die ersten Lehrenden und Lernenden der Geschichte bezeichnet werden.

Mit fortschreitender Entwicklung kamen noch weitere Erziehungsansätze hinzu, so zum Beispiel sogenannte Weihen, in deren Verlauf die Jugendlichen eines Stammes in das Erwachsenenalter entlassen wurden. Im Vorfeld Selbiger wurden die Jugendlichen in Tänzen und Riten unterrichtet. Diese Aufgabe nahmen meist die schon erwähnten Schamanen wahr.

Auffallend bei der Bearbeitung dieses Zeitabschnittes ist: Es wurden noch keine Hinweise auf Gewaltanwendungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen entdeckt4.

In der Zeit zwischen dem 9. Und 4. Jahrtausend v.Chr., die Phase beginnender Seßhaftigkeit, entstanden erste soziale Strukturen, zwischen ,,Oben und Unten". Auch hier waren es wieder die Medizinmänner, welche im Wesentlichen die sich herausbildende Stammesaristokratie stellten. Da die Zugehörigkeit zu jener an die männlichen Nachkommen (Ausnahmen bestätigen die Regel) vererbt wurde war die Welt fortan patriarchalisch geprägt. Gleiches gilt somit, von wenigen Ausnahmen abgesehen5, auch für die nun zaghaft einsetzende Erziehung.

Aus der Tatsache der Entstehung zweier Gruppen, einer arbeitenden, welcher der allergrößte Teil der Menschen zugehörig waren, und einer regierenden Aristokratie, ist die Notwendigkeit der Institutionalisierung des Herrschaftsanspruches der oberen Kaste abzuleiten. Dies geschah durch detaillierte Vermittlung von Riten und Mythen an deren Nachkommen. Wichtig erschien hierbei das unbedingte Anerziehen des Standesdünkels.

2.2. Erste Ansätze: Erziehung - Mesopotamien

Auf der im Abschnitt 2.1. angerissenen Entwicklung fußend soll in dem nun folgenden Ausführungen die immer notwendiger werdende Erziehung in den Stadtstaaten des Zweistromlandes erläutert werden.

Entscheidend für die neue Qualität der Erziehung war die Manifestierung der Erblichkeit von Ämtern und dem damit verbundenen schnellen Anwachsen der Beamtenaristokratie. Diese Bürokratie war, des ständigen Anwachsens der staatlichen und machterhaltenden Maßnahmen wegen, unerläßlich geworden. Somit war die Dringlichkeit einer Ausbildung eines Beamtenkörpers gegeben. Diese wurde von den Hohepriestern und Priestern getätigt. Bleibt die Frage: Nach welchen Regeln wurde gelehrt? Hierzu lassen sich Hinweise in einer Überlieferung aus einer Zeit um 3000 v.Chr. finden, das ,,Enuma Elisch" ein Werk, welches den Alltag in Babylon, Sumer und Akkad regeln sollte.

Dort fanden sich signifikante Textstellen zu den Grundlagen des Zusammenlebens:

,, ...Der Vater erzähle sie [die Geschichten und Regeln (d. Verf.)] seinem Sohn"6,, ...Ich [der König (d. Verf.)] lehrte meinem Land die Gebote des Gottes zu halten, den Namen derGöttin zu ehren brachte ich meinem Volk bei."7

Weiter muß gefragt werden wo unterrichtet wurde: Vorrangig in Tempelschulen, aber auch in nun entstehenden Privatschulen (Tafelhäuser).

Man darf sich den ,,Unterricht" jedoch nicht so vorstellen, wie wir Selbiges heute tun! Bei dieser Art von Schule handelte es sich oftmals um sehr kleine Gruppen von ,,Schülern", in den meisten Fällen sogar um Einzelunterricht. Es ist also Vorsicht geboten bei der Belegung dieser Bildungseinrichtungen mit heutzutage üblichen Bedeutung. Trotzdem sei an dieser Stelle erwähnt, daß an diesen Schulen schon mit Lehrbüchern ähnlichen Tontafel hantiert wurde, auch Tontafeln mit Aufgabenstellungen sind mit einiger Sicherheit archäologisch verbürgt. Als diese Zeit8 prägendes Ereignis kann die Entdeckung der Schrift gelten, die sich von Uruk ihren Siegeszug durch den gesamten Orient bar brach.

Ein neuer Berufszweig war geboren, jener der Schreiber!

Zwingend logisch erscheint hier geradezu, daß dieses neue Gewerbe von den Söhnen der Aristokratie ausgefüllt wurde. Die oben erwähnten Schulen hatten somit die Aufgabe diese Schreiber auszubilden und die Schrift effizienter zu gestalten, was ihnen im Laufe der Zeit auch gelang. Waren es um 3.000 v.Chr. noch _ 2.000 Zeichen, meist Bilder und schematisch vereinfachte Bilddarstellungen, so stellten um 2.000 v.Chr. gerade mal die Hälfte dieser Zeichen den Grundstock der Schriften im babylonischen und assyrischen Raum dar. Nicht vergessen die Weiterentwicklung dieser der Keilschriften, dem Akkadischn9. Die intellektuelle Leistung war somit sehr beachtlich, sie konnte aber nur durch eine kontinuierliche Bildungsarbeit erreicht werden. Dieser Kontinuität wegen mußten selbstverständlich durch andere Teilgebiete der Bildung ergänzt werden, zumal neuartige, architektonische Pläne der Verwirklichung harrten. Daraus ist zu schlußfolgern, daß neben Lesen und Schreiben, auch Mathematik und Astronomie gelehrt wurde. Abgerundet wurde der ,,Lehrplan" von Reden (Rhetorik) und Seherkunde (der Dienst an den Göttern, vor allen ,,Marduk"). Hierbei kam besonders der Grundsatz als alles erstes den Göttern und Königen zu dienen zur Geltung. Es wurde sehr großen Wert auf religiöse Traditionen gelegt, welches der Umstand beweist, daß Sumerisch, nachdem es nicht mehr geschrieben und gesprochen wurde, nicht in der Versenkung verschwand, sonder als Fremdsprache in religiösen Belangen erhalten blieb. Und somit auch an die Nachfahren weitergegeben werden mußte, der erste Fremdsprachenunterricht stand auf dem ,,Stundenplan der Auszubildenden".

Die Bedeutung, die der Unterweisung der Jugend zugewiesen wurde, wird deutlich, wenn man die Götterwelt der Sumerer betrachtet. Dort gab es ,,Nischba" den Gott der Schule Methodisch hatte die körperliche Züchtigung in das erzieherische Milieu Einzug gehalten: ,,...Verschone den Sohn nicht mit der Rute sonst kannst du ihn nicht bewahren vor dem Bösen, wenn ich dich schlage mein Sohn stirbst du nicht aber wenn ich dir deinen Willen lasse wirst du nicht leben"10 (in weiteren Kapiteln werden solche Aussagen im Zusammenhang mit der Betrachtung der Erziehungslehre des Altes Testaments gehäuft erscheinen).

Dies führte später ebenso dazu, daß sich im ,,Codex - Hammurapi"11 Erziehung erwähnt findet. Hinweise auf Fremdeinwirkung (nicht elterlicher Art) können auch nachgelesen werden. So durfte ein Sohn auch von einem sogenannten Adoptivvater in seinem Handwerk12 unterrichtet werden, wenn der leibliche Vater seinen erzieherischen Pflichten nicht nachkam.

In den unterprivilegierten Schichten der Gesellschaften läutete ein anderer Umstand (neben anderen) einen Wechsel in den Erziehungsmaßnahmen ein: Die fortwährende Spezialisierung der Berufe. Neue Aufgaben stellten Handwerker vor Fragen der Ausführung, Händler hätten ohne Effektivierung ihrer Betriebe den nun stehenden Anforderungen hilflos gegenüber gestanden und auch Künstler mußten immer mehr leisten. All diese Probleme mußten nach ihrer Lösung an die Kinder weitergegeben werden, wie schon erwähnt ausnahmslos den Söhnen, was aus der wörtlichen Übersetzung des akkadischen Wortes für ,,Handwerker" kennzeichnend abzulesen ist. ,,Handwerker" heißt im Akkadischen: ,,Mar umanim", wörtlich übersetzt: Sohn des Handwerkers.

Das erlernen des Berufes erfolgte größtenteils durch den Vater und zwar im elterlichen Haus, von einzelnen Ausnahmen, so der Vater nicht in der Lage war den Sohn auszubilden, abgesehen.

Im Kontext sei noch darauf hingewiesen, in der Blütezeit Mesopotamiens stellte die

Gewissensbildung der Menschen ein gewichtiger Unterweisungsgrundsatz dar. Deutlich abzulesen in den ,,Supurtexten": ,, ...Wer Unwahres schwört, ist ein Verleumder..., wer hinter seinesgleichen den Finger ausstreckt, wer Schimpf und Schand über seinen Bruder wirft..., der ist ein Bösewicht."13.

2.3. Erziehung im Antiken Ägypten

Es läge auf der Hand, Ägypten 14 und Mesopotamien sind geographisch gesehen nah beieinander, also könnten auch die Gesellschaftsstrukturen ähnlich sein? Eine sehr interessante Frage, jedoch nicht ohne Tücken!

Als erstes ist wenig über Kontakte der beiden prägenden Großmächte der Zeit zwischen dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. Bekannt.

Zweitens gab es natürlich Unterschiede zwischen beiden Gesellschaften, zum Beispiel im Totenkult oder in religiösen Fragen. Auch das Gerechtigkeitsempfinden der Ägypter war differenzierter.

Trotz alledem sind aber viele Gemeinsamkeiten erkennbar. Für Ägypten ist die Quellenlage nur dramatisch besser. Deshalb sind viele Details erhalten, die am Euphrat und Tigris nicht in den Mengen gefunden wurden.

So wurden in Ägypten zum Beispiel Texte gefunden, aus denen die Stillzeit der Kindern entschlüsselt werden konnte. Es waren in der Regel 3 Jahre. Viele solcher Einzelheiten wurde archäologisch ergründet und geben uns so ein sehr detaillierten Einblick in das ägyptische Erziehungswesen.

Die großen Entwicklungen dieser Zeit waren, dem Zweistromland äquivalent, die Entwicklung der Schrift während der 1. - 2. Dynastie. Auch die daraus folgende Entwicklung der Staatsverwaltung kann ähnlich abgelaufen sein.

In Ägypten gab es aber eine besondere Ausprägung der sogenannten geistigen Vaterschaft, die in Mesopotamien (s.o.) nur in Ausnahmefällen zustande kam.

Nach der Lehre des Pathhotep war es für einen ,,berenteten" Beamten eine Ehrenpflicht einen Ziehsohn aufzunehmen und über ihn eine geistige Vaterschaft zu spannen. Die zu unterweisenden waren Söhne15 der Gaufürsten, also der Adelsschicht. Im Mittleren Reich wurde erstmals das Wort Schule (Haus des Lebens) auf Grabinschriften entdeckt, noch weitergehend ist der Fund eines Wortes mit der Bedeutung: Unterrichtsraum.

Diese Schulen befanden sich in den meisten Fällen in den jeweiligen Residenzstädten16 der Gaufürsten.

Sehr wichtig, innerhalb dieses Themas, ist der Umstand, daß im Mittleren Reich erstmalig eine Zweiteilung der Schule, in eine Höhere und eine Niedere Bildungsstufe. Im Gegensatz zur griechischen Bildungsphilosophie Platons, die als Elementarstufe die Menschenkunde ansah und dann erst andere Fächer wie Lesen, Schreiben, Mathematik und vieles andere mehr., wurde in Ägypten in der ersten Zeit des Bildens Lesen und Schreiben gelehrt, sodann der Umgang mit Menschen und noch später in der Sekundarstufe wurden vertiefende Einsichten in mathematische, astronomische und geisteswissenschaftliche Problemfelder gelehrt. Abgerundet wurde der Lehrplan von vielfältigen sportlichen Fächern, wie Gymnastik, Jagd oder Turnen. Großer Wert wurde auf die Herausbildung des Charakters gelegt, ein stiller, ruhig sprechender Mensch, dem König und den Göttern huldigend, galt als charakterlich fest. Hierbei spielten innerhalb der gesamten ägyptischen Erziehungslehre die sogenannten Weisheitssprüche eine zentrale Rolle. Die bekanntesten waren:

Die Lehre des Amenemhet

Die Lehre des Pathhotep Weisheit des Anii

In diesen waren allgemeingültige Regeln zu zwischenmenschlichen Beziehungen und charakterbildenden Erkenntnisse enthalten.

Diese Ausbildung, die mit zunehmenden Alter immer differenzierter wurde, je nach dem zu erlernenden Beruf17, endete zwischen dem 20. (Handwerker18 ) und dem 26 (Schreiber19 und höhere Verwaltungsbeamte20 ).

Diese Lehre übernahmen extra dafür angelernte Beamte, wie schon erwähnt ältere, weise Männer. Anfänglich wurden sie sogar vom Pharao persönlich angeleitet, nachdem der Bedarf an erzieherisch fähigen Männer stieg wurde diese Aufgabe auch von Hohepriestern übernommen. Eine der bekanntesten Schulen war die des Cheti, kurios hierbei erscheint der Umstand der Nichtadligkeit des Cheti, es wurden zumindest keine Beweise archäologisch gesichert.

Didaktisch läßt die Quellenlage einen mannigfaltigen Einblick in altägyptische Erziehungsmethoden zu. Sie waren ähnlich, ja drakonischer als in Mesopotamien, Prügelstrafe, selbst Freiheitsstrafe galten methodisch als wichtig und angebracht. Auf eine weitere Methode weisen viel Funde von Papyrui mit Aufgabensammlungen Hin. Das erste Lehrbuch der Geschichte ließ durch einige Funde rekonstruieren. Mit Hilfe solcher ,,Klemits21 " wurde ab dem Mittleren Reich unterrichtet.

3. Erziehungsansätze im Alten Testament

Die Bibel, wohl kaum ein Werk der abendländischen Kultur ist prägender und umstrittener. Die Tatsache, daß es Lehraufträge zur Erforschung und Interpretation des Alten Testaments in der gesamten christlichen Welt gibt soll hier als ein Beweis unter vielen herangezogen werden. Das Alte Testament ist nur so gespickt mit erziehen wollenden Wendungen, da es sich bei dem Niedergeschriebenen vor allem um praktische Lebensregeln handelt, so zum Beispiel der Dekalog als zentraler Punkt der christlichen und jüdischen Religion. Am deutlichsten allerdings findet sich Erziehung jedoch in der Weisheitsliteratur, Buch der Sprüche, Buch Hiob und der Prediger Salomon, wieder. Weisheit darf hierbei aber nicht mit heutigem Maßstab gemessen werden! Gilt ein Mensch heutzutage als weise, wenn er intellektuelle, allgemein anerkannte Leistungen vollbracht hat, er also eher theoretisch tätig ist, steht im alttestamentarischen Sinne über allem zunächst die Gottesfurcht. ,, ... Aber dem Herren, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheiten von dir nehmen."22, des weiteren kann das praktische, handwerkliche und natürlich auch geistige Geschick als Richtschnur für Weisheit gelten. Dies wird im Alten Testament oftmals als Frömmigkeit beziehungsweise Rechtschaffenheit wiedergegeben: ,,... Des Gottlosen Weg ist dem Herrn ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er."23

,,... Charakteristisch ist für den Weisen das Bemühen um Einsicht in seine Umwelt und die Bereitschaft , Erkenntnis durch Belehrung anzunehmen."24

Wesentlich bei der Betrachtung des Alten Testaments ist, die unterschiedlichen Epochen der Entstehung zu betrachten: 1. Die Zeit der Väter (vormosaische Epoche)

2. Die Zeit des Eingehens der Bundesver- pflichtungen

3. Die Zeit des Exils

4. Die Zeit nach dem Exil

In all diesen Epochen gab es verschiedene Schwerpunkte der Weisheit, in der vormosaischen Zeit lag das Hauptaugenmerk auf der Sippe, da es sich bei den ,,Väter" um Halbnomaden handelte. Somit war auch die Erziehung , von den Königssöhnen abgesehen, bis zum 3. Lebensjahr übernahm wie in Mesopotamien und Ägypten die Mütter die Erziehung (auch in Kanaan wurden die Kinder bis zum 3. Lebensjahr von der Mutter gestillt). Fortan war die Unterweisung der Kinder eine reine Angelegenheit zwischen Sohn und Vater, der diesen bis zum 12. Lebensjahr (Eintritt der Kinder in das Erwachsenenalter) mit absoluter Stränge erzog ,, ... Entzieh dem Knaben nicht die Zucht; Wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er nicht sterben. Du schlägst zwar mit der Rute ,aber sein Leben errettest du von der Unterwelt."25. Wenige Angelegenheiten waren unangenehmer, für die Eltern, als ein mißratener Sohn, dieser sollte sogar mit dem Tode bestraft werden (gesteinigt). Der Vater erzog die Söhne weiterhin bis zum 20. Lebensjahr, sie galten nun als volljährig Die Erziehung der Mädchen übernahm die Mutter, hauptsächlich waren es hausfrauliche Aufgaben, die sie gelehrt bekamen. Ihnen wurde von früh an die Wachsamkeit eingeimpft, unbefleckt in die Ehe zu gehen.

Ein weiteren Meilenstein in der Entwicklung des ,,Auserwählten Volkes" war die Sinaikoalition, der Dekalog26 enthält daraufhin die wichtigsten Regeln, die das Volksleben neu festlegten und religiöse Normen manifestierte. Zu den oben genannten Erzirhungsinhalten kam nun noch die religiöse Unterweisung und Erziehung zur Hingabe an den einzigen Gott, Jahwe. Die erste große monotheistische Religion war entstanden.

Das Exil war ein weiteres entscheidendes Ereignis in der Genese der Erzeihungsleher des Alten Testaments. Die anschließende Restaurationszeit (Ramses II27 entließ das auserwählte Volk unter Moses´Führung in die Freiheit) wahr geprägt von den Erinnerungen an die Kenchtung im Exil : ,, ...so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand."28, ,, ...und es wird unsere Gerechtigkeit sein, vor dem Herrn, unserem Gott, so wir tun und halten all diese Gebote, wie er uns geboten hat."29.

Dies führte dazu, daß Frömmigkeit, Gerechtigkeit und die Bindung an das Land, welches von Jahwe dem Auserwählten Volk zugewiesen war, Eckpunkte des täglichen Erlebens wurden. Die nun einsetzende Sesshaftigkeit tat ihr übriges. Methodisch war die Erziehung im Alten Testament ähnlich rigide und, für heutige Verhältnisse fast brutal, angelegt30, wie im Alten Orient und Ägypten. Es gab wohl auch Lehrer, auch hier meist alte Beamte, er galt im oben behandelten Sinne als weise.

Unterschiedlich jedoch ist das Wo?, Womit? und was außer Religion und Lebensweisheit wurde gelehrt? Zunächst erscheint die Existenz von Schreiber - und Beamtenschulen logisch. In diesem Zusammenhang muß beachtete werden, daß Schreiben weniger aufwendig war wie in den zuvor betrachteten antiken Gesellschaften. Das hebräische Alphabet kam mit 22 Zeichen aus, was eine kürzere Lernphase des Selbigen impliziert. Über weitere Fächer als das Schreiben gibt es keinerlei Erkentnisse, logisch erscheint aber, ob der geographisch exponierten Lage zwischen den Großmächten dieser Zeit, daß deren Sprache an den großen Schulen und am Königshof unterrichtet wurden.

Das Alte Testament jedoch hält sich zu Schule als Institution doch sehr bedeckt. Was in der Literatur auch zu gegenteiligen Auffassungen zur Schule führt, so ist H. D. Preuß der Meinung: ,, ...All dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen ,daß direkte und klare Zeugnisse für eine israelitisches Schulwesen mit Lehrern, Klassen, Schülern, Lehrbüchern, geregeltem Unterricht im Haus oder zuweilen im Freien (Spr. 1, 20 - 22; 8, 1 - 4?) bisher (leider) fehlen."31. Preuß geht somit von einer Famulatur in der alttestamentarischen Erziehung aus B. Lang, setzt das Vorhandensein von Schulen im alten Israel voraus, einige archäologischen Funde lassen den Schluß zu32. Demnach sollen unter anderem in solcherart Schulen das Buch der Sprüche: ,, ...In Spr. 1 - 9 unterweist ein als ,,Vater" bezeichneter Lehrer seine Schüler, nicht seine leiblichen Kinder. Spr. 1 - 9 versteht man daher am besten als Schulbuch."33, sowie Buch Hiob als Lehrbuch gedient haben. Im Buch der Sprüche 1 - 9 ist das Wort ,,Kind" durchaus mit dem Wort Schüler übersetzbar, so bei Klostermann34, wenn auch nur als eine von vielen Interpretationen. Unterrichtet wurde außer in den größeren Orten unter Freiem Himmel. Liest man die Weisheitsliteratur aufmerksam lassen sich viele unterschiedliche Schlüsse ziehen, nahe jedoch liegt, daß die durch das Erlebnis des Exils enorm gefestigten familiären Bünde, Sippenbeziehungen und der feste Glaube an Jahwe ausschlaggebend für einen Großteil der Niederschriften zu alttestamentarischer Zeit und natürlich das Alte Testament selbst waren.

4. Das Alte Testament - abgeschrieben ?

Eine selbstverständlich sehr umstrittene und heiß diskutierte These, die Ende des 19.

Jahrhunderts im sogenannten Bibel - Babel Streit gipfelte und bis heute keine eindeutige Klärung fand. Nachdem im 19. Und Anfang des 20. Jahrhunderts die großen Entdeckungen und Entschlüsselung der wichtigen mesopotamischen und ägyptischen Texte erfolgt war setzte eine überschwengliche, vergleichend angelegte, Forschungsarbeit ein, die das Alte Testament mit eben jenen Texten verglich. Man dachte, wenn man die historischen Gegebenheiten um das damalige Kanaan erforschte könnte man eine endgültige Antwort auf die Frage nach der Textgenese des Alten Testaments ergründen. Der den Vertretern dieser Forschung war es sehr einleuchtend, daß viele Texte des Alten Testaments abgeschrieben waren, angedenk eklatanter Gleichnisse:

,, ...Verschone den Sohn nicht mit der Rute. Sonst kannst du ihn nicht bewahren vor dem Bösen; wenn ich dich schlage mein Sohn stirbst du nicht.

Aber wenn ich dir deinen Willen lasse wirst du nicht leben"35 Im Alten Testament heißt es an anderer Stelle dazu:

,, ...Entzieh dem Knaben nicht die Zucht; Wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er nicht sterben. Du schlägst zwar mit der Rute, aber sein Leben errettest du von der Unterwelt"36

Wer wöllte es den Forschenden verdenken, daß sie sich aufgrund solcher Funde auf der richtigen Spur wähnten?

Nach heutigem Forschungsstand sieht man keinen Grund für die damaligen Überschwenglichkeiten. Nach differenzierten Aufarbeitung alle Funde, kann man zwar nicht von der Hand weisen, das die Gleichnisse existent sind, jedoch über deren Entstehung gibt es ein viel weitgefächerteres Bild.

600 Jahre sind bis zur Verschriftlichung des Alten Testaments vergangen. Natürlich fließen hierbei Erkenntnisse anderer Kulturen ein aber einfach abgeschrieben? Zumal heute noch keine gesicherten Kenntnisse über größere Fremdsprachenkenntnisse der Israeliten vorliegen. Weiterhin, ist das archäologisch untermauerte Wissen über die damaligen Größmächte weit umfangreicher, als das über Kanaan. Wen wundert es, war doch Kanaan auf heutige Verhältnisse bezogen, ein sizilianisches Dorf und Ägypten und Mesopotamien entsprächen einer Großstadt vom Format Roms oder Mailand. Es kann also davon ausgegangen werden, daß Beeinflussungen der Großmächte auf die Entstehung des Alten Testaments unverkennbar ist, diese aber als mündliche Tradition weitergegeben wurden und später in mehr oder weniger ähnlichen Formen niedergeschrieben wurden. Wobei kein expliziter Vorsatz zum ,,Abschreiben" zu unterstellen ist.

Auch der oft zitierte Dekalog, der von der Hammurapi - Stele abgeschrieben seien soll, enthält eben ,,nur" allgemein gültige Lebensregeln, die für ein fuktionieren einer Gesellschaft seinerzeit unablässig schienen, sowohl in Mesopotamien als auch in Ägypten oder Assyrien.

5. Zusammenfassung

Was können wir als heute nun aus all der Erziehungslehre für Erkenntnisse ziehen? Was nützt uns die Erziehungslehren in Weiter Vorzeit?

Sie zeigen uns Wissen auf, was (von einzelnen Methoden abgesehen) zutiefst menschlich ist, weil es aus dem Zusammenleben entstanden ist. Die Einsicht, das Wissen Macht ist und das Wort mächtiger als das Schwert bleibt uns hoffentlich noch sehr lange erhalten.

Die fortwährende Behandlung dieses Themas kann uns in unserer heutigen Zeit eine Instanz bieten, unabhängig von Konfessionszugehörigkeit37 oder Glauben, da sich Weisheitslehren in den meisten Religionen ähneln. Eine Instanz des Menschlichen handels, oder wie wurde bis heute mit dem simplen Ausspruch: ,, ...Du sollst nicht töten."38 umgegangen?

Dies soll nicht als Plädoyer für das Christentum verstanden werden, ledeglich zum nachdenken anregen, denn werden Methoden, Frauenbild und vieles andere mehr im Alten Testaments betrachtet sind starke Zweifel an der Gültigkeit heutzutage angebracht. Ohne die teilweise Notwendigkeit zur Zeit der Entstehung zu verkennen.

6. Literaturverzeichnis

Alt, Robert: Bilderatlas zur Schul - und Erziehungsgeschichte. Band 1. Berlin 1960 Arnold, Dieter: Die Tempel Ägyptens. Zürich 1992

Brunner, Hellmut: Altägyptische Erziehung. Wiesbaden 1957

Delkurt, Holger: Ethische Einsichten in der alttestamentlichen Spruchweisheit. Neukirchen - Vluyn. 1993.

Dürr, Lorenz: Das Erziehungswesen im Alten Testament und im Antiken Orient. Mitteilungen der vorderasiatisch - aegyptischen Gesellschaft (e.V.).

6. Band 2. Heft Leipzig 1932

Günther, K. - H. / Hofmann, F. (Hrsg): Geschichte der Erziehung.

16. Auflage. Berlin 1988.

Haag, Herbert: Bibellexikon. Leipzig o.J.

Fohrer, Georg: Das Alte Testament Erster Teil. 3. Auflage. Güthersloh 1980.

Klostermann, A.: Schulwesen im Alten Israel. In: Theologische Studien. Leipzig 1908

Lang, Bernhard: Schule und Unterricht im Alten Israel.

In: Gilbert, Maurice: La Sagesse De L´ Ancien Testament. Leuven 1990.

Preuß, Horst Dietrich: Einführung in die alttestamentliche Weisheitsliteratur. Stuttgart Köln Mainz. 1987

Preuß / Berger: Bibelkunde des Alten und Neuen Testament - 1 Altes Testament.

4. Auflage. Heidelberg 1989.

[...]


1 Paidagogos (grch.): Kinder-, Knabenf ü hrer

2 vor etwa 10,000 - 40,000 Jahren

3 Indianerstämme Südamerikas und Ozeaniens

4 in Höhlenmalereien, Skulpturen oder anderen archäologischen Funden

5 Hohepriesterinnen und einige Königinnen

6 Dürr, Lorenz: Das Erziehungswesen im Alten Testament und im Antiken Orient. Mitteilungen der vorderasiatisch - aegyptischen Gesellschaft (e.V.) 36. Band, 2. Heft, Leipzig; 1932. S. 75

7 a.a.O.

8 um 3000 v.Chr

9 Von etwa 2.500 v.Chr - 1. Jh. n.Chr. in Teilen Mesopotamiens gesprochen und geschrieben. Babylonisch und Assyrisch waren Dialekte dieser Sprache. Nach dem 1. JTsd. v.Chr. durch das Aramäische abgelöst.

10 Dürr: S. 71 - 72

11 Erstes, zusammenhängendes Gesetzeswerk, auch als Hammurapi - Stele bekannt, um 1.900 v.Chr in Babylon auf eine große Säule gemeißelt

12 Beruf trifft die Bedeutung besser (Schreiber, Beamter, Handwerker u.a.)

13 Dürr: S. 84

14 siehe Anlage 1 (Zeittafel)

15 Auch hier wieder patriarchalisch geprägte Erziehung; im Gegensatz zu Mesopotamien sind aber auch Unterrichtsfächer für Mädchen bekannt.

16 Karnak, Luxor, Ghise, Memphis, Theben u.a.

17 Man kann somit schon vorsichtig von einer Berufsausbildung sprechen

18 Es ist einleuchtend, daß diese Bildung nur reichen, damit den wenigsten, Bevölkerungsteilen zu Gute kam.

19 Diese mußten auch viele Fremdsprachen erlernen, da es eine große Anzahl eroberter Gebiete zu verwalten gab.

20 Einzig dem Adel zugehörige Jugendliche wurden unterrichtet. Des weiteren war die Ausbildung zum Schreiber die meist genutzte.

21 Von einem Herrn Posner aus vielen Einzelstücken zusammengefügt. Heute in München und Brüssel als Originale erhalten.

22 2 Mo 23, 25

23 Spr 15, 9

24 Delkurt, Holger: Ethische Einsichten in der alttestamentlichen Spruchweisheit. Neukirchen - Vluyn. 1993. S. 26

25 Spr 23, 13

26 2 Mo 20, 2 - 17

27 1186 - 1155 v. Chr.

28 5 Mo 6, 21

29 5 Mo 6, 25

30 siehe Anm. 25

31 Preuß, Horst Dietrich: Einführung in die alttestamentliche Weisheitsliteratur. Stuttgart Köln Mainz. 1987

32 Zum Beispiel der Ges(z)er - Kalender, ein Kalksteintäfelchen mit eingeritzten, kalendarischen Daten, von dem Angenommen wird er war eine Art ,,Lehrbuch" oder Aufgabensammlung.

33 Lang, Bernhard: Schule und Unterricht im Alten Israel. In: Gilbert, Maurice: La Sagesse De L´ Ancien Testament. Leuven 1990. S 188 - 201

34 Klostermann, A.: Schulwesen im Alten Israel. In: Theologische Studien. Leipzig 1908

35 Die Sprüche des Achiqar, vergl. Dürr S. 72

36 Spr 23, 13, vergl. Dürr S. 72

37 der Verf,. Versteht sich als Atheist

38 2Mo 20, 13

18 von 18 Seiten

Details

Titel
Erziehung im Alten Testament
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
"Welche ich lieb hab die strafe und züchtige ich" - Die Erziehungslehre der Bibel
Autor
Jahr
1997
Seiten
18
Katalognummer
V98403
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung, Alten, Testament, Welche, Erziehungslehre, Bibel
Arbeit zitieren
Roland Werner (Autor), 1997, Erziehung im Alten Testament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98403

Kommentare

  • C. K. am 4.2.2012

    Gut

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