In dieser Arbeit soll exemplarisch für ein fiktives Unternehmen, die Quantum GmbH, die Erstellung eines multidisziplinären betrieblichen Gesundheitsmanagements-Konzeptes erfolgen. Ziel ist eine umfassende Neuausrichtung der gesundheitlich relevanten Strukturen.
Für die Einführung eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements erfolgen eine Bedarfsanalyse, eine Festlegung der nötigen Prozesse und Methoden, sowie die Bereitstellung der Ressourcen zur Durchführung und Analyse der Maßnahmen. Um den Erfolg des Gesundheitsmanagements zu quantifizieren, wird weiterhin eine regelmäßige Evaluation durchgeführt. Für ein Gelingen der Maßnahmen ist das betriebliche Gesundheitsmanagement als strategisches Ziel des Unternehmens anzusehen und mit der nötigen Relevanz darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedarfsanalyse
1.1 Analyse betrieblicher Kennzahlen
1.2 Analyse der Unternehmensdemografie
1.3 Mitarbeiterbefragung
1.3.1 Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung
1.4 Managementbefragung
1.4.1 Ergebnisse der Managementbefragung
2. Umsetzung
2.1 Gesundheitszirkel
3. PDCA-Zyklus
3.1 Plan
3.2. Do
3.3 Check
3.4. Act
4. Gesundheitstag
4.1 Klärung der Verantwortlichkeiten
4.2 Analysieren
4.3 Zieldefinition
4.4 Konkrete Vorbereitung und Planung
4.5 Durchführung
4.6 Nachbereitungen
4.7. Nachhaltigkeit
5. Leitbild
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für die fiktive Quantum GmbH, um die gesundheitlichen Strukturen im Unternehmen nachhaltig zu verbessern, Fehlzeiten zu reduzieren und die Mitarbeiterbindung zu stärken.
- Analyse des Ist-Zustands mittels Mitarbeiter- und Managementbefragungen
- Implementierung eines Gesundheitszirkels zur partizipativen Maßnahmenplanung
- Anwendung des PDCA-Zyklus zur Prozesssteuerung und Qualitätssicherung
- Entwicklung eines Gesundheitstags zur Sensibilisierung und Wissensvermittlung
- Verankerung der Gesundheit im Unternehmensleitbild zur Förderung der Corporate Identity
Auszug aus dem Buch
1.1 Analyse betrieblicher Kennzahlen
Das Unternehmen Quantum GmbH beschäftigt Mitarbeiter in den fünf Abteilungen Einkauf, Personal, Produktion, Produktentwicklung und Vertrieb.
Wie bereits erwähnt ist der Krankenstand der Mitarbeiter eine der größten Herausforderungen der Quantum GmbH und ausschlaggebend für die Etablierung eines BGM. Dieser liegt mit 16 Tagen pro Jahr und Mitarbeiter über den durchschnittlichen Fehlzeiten laut BKK von 14,2 Tagen. Diese Angaben decken sich mit den bekannten Beschwerden einiger Mitarbeiter aus der Produktion, welche über körperliche Beschwerden und schlechte Arbeitsbedingungen klagen. Im Detail sind das Rückenbeschwerden und Übelkeit durch Umwelteinflüsse. In anderen Abteilungen finden vor allem sitzende Tätigkeiten statt, welche als Risikofaktor für berufsbedingte Beschwerden einzustufen sind. Dort werden weiterhin vor allem Störungen bei der Arbeit als Hindernis genannt. Außerdem fehlen meist Mitarbeiter über 50 Jahren und Mütter schulpflichtiger Kinder.
Vorbeugende Maßnahmen gelten dabei für alle Tätigkeitsbereiche, die noch keine Auffälligkeiten berichtet haben, wie der Außendienst. Hier gilt es durch geeignete Präventive Maßnahmen das gesundheitliche Risiko der Tätigkeit zu minimieren und Schutzfaktoren zu stärken. Ein übergeordnetes Ziel eines BGM ist es, alle Mitarbeiter zu erreichen und deren individuelle Arbeitssituation im Rahmen von Verhaltens, -und Verhältnisprävention gesundheitsförderlich zu gestalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedarfsanalyse: Erfasst den aktuellen Gesundheitsstatus der Belegschaft durch Kennzahlenanalyse sowie quantitative und qualitative Befragungen von Mitarbeitern und Management.
2. Umsetzung: Beschreibt die organisatorische Einführung des BGM, insbesondere durch die Etablierung eines Gesundheitszirkels zur Einbindung der Belegschaft.
3. PDCA-Zyklus: Detailliert die Anwendung des PDCA-Modells (Plan, Do, Check, Act), um Gesundheitsmaßnahmen prozesshaft und nachhaltig im Unternehmen zu verankern.
4. Gesundheitstag: Stellt die Konzeption und Durchführung eines Gesundheitstags als ergänzende Maßnahme zur Sensibilisierung und Information der Mitarbeiter dar.
5. Leitbild: Erläutert die Entwicklung eines Unternehmensleitbilds, das Gesundheit und Mitarbeiterorientierung als zentrale Bestandteile der Corporate Identity festschreibt.
6. Fazit: Fasst den gesamten Implementierungsprozess zusammen und bestätigt die erfolgreiche Integration des BGM in die bestehenden Strukturen der Quantum GmbH.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM-Konzept, Bedarfsanalyse, Mitarbeiterbefragung, Gesundheitszirkel, PDCA-Zyklus, Gesundheitstag, Arbeitsschutz, Prävention, Unternehmensleitbild, Corporate Identity, Fehlzeitenmanagement, Mitarbeiterbindung, Arbeitsplatzgestaltung, Quantum GmbH
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Implementierung eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei der fiktiven Quantum GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedarfsanalyse, der Prozessgestaltung durch den PDCA-Zyklus, der partizipativen Einbindung der Mitarbeiter durch Gesundheitszirkel sowie der kulturellen Verankerung durch ein neues Leitbild.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Neuausrichtung gesundheitsrelevanter Strukturen, um das Wohlbefinden zu steigern, den hohen Krankenstand zu senken und die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es kommen qualitative und quantitative Erhebungsmethoden wie Mitarbeiter- und Managementbefragungen sowie Management-Tools wie die SWOT-Analyse und der PDCA-Zyklus zum Einsatz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedarfsanalyse, die praktische Umsetzung durch Gremien wie Gesundheitszirkel, die zyklische Prozessentwicklung, die Planung eines Gesundheitstages und die Erstellung eines Leitbilds.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Mitarbeiterbeteiligung, Unternehmensleitbild und Prozessoptimierung geprägt.
Wie unterscheidet sich das Vorgehen bei den verschiedenen Mitarbeitergruppen?
Das Konzept unterscheidet zwischen den spezifischen Bedürfnissen der Produktion (körperliche Belastungen) und anderen Abteilungen (sitzende Tätigkeiten) sowie der Führungsebene, wobei für alle Gruppen einheitliche Zielsetzungen durch partizipative Ansätze erreicht werden sollen.
Welche Bedeutung hat der Gesundheitstag für die Nachhaltigkeit?
Der Gesundheitstag dient als initiale Veranstaltung, um Mitarbeiter zu sensibilisieren und über BGM-Angebote zu informieren, deren Ergebnisse wiederum in den PDCA-Zyklus einfließen, um das BGM fortwährend zu verbessern.
Wie soll das Leitbild zur Akzeptanz des BGM beitragen?
Durch einen partizipativen Erstellungsprozess, an dem Führungskräfte und Mitarbeiter beteiligt sind, soll eine gemeinsame Identität geschaffen werden, in der Gesundheit als ein zentraler Wert verankert ist.
Welche Rolle spielt der Gesundheitszirkel?
Er fungiert als teilautonomes Gremium, das interessierte Mitarbeiter und Betriebsrat zusammenbringt, um eigenverantwortlich gesundheitsförderliche Maßnahmen zu entwickeln und so die Akzeptanz bei der Belegschaft zu erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Alexander Seifried (Autor:in), 2020, Strategien des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ein fiktives Fallbeispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984132