In der heutigen Welt, in der Werbung allgegenwärtig ist und Konsumenten täglich einer Flut von Werbebotschaften ausgesetzt sind, steht die Herausforderung für Unternehmen im Vordergrund, die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe zu gewinnen. Der gesättigte Werbemarkt und die zunehmende Werbeblindheit bei den Verbrauchern erfordern von Firmen eine innovative Herangehensweise, um sich abzuheben und eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. In diesem Kontext gewinnt virales Marketing als alternative Strategie zunehmend an Bedeutung.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Analyse und Beurteilung einer viralen Marketing-Kampagne im Kontext des Unternehmens ADAC. Werden herkömmliche Werbemethoden von den Konsumenten vermehrt ignoriert, so setzen Unternehmen vermehrt auf virale Marketingansätze, um durch Kreativität, Originalität und die Nutzung sozialer Netzwerke eine breite Zielgruppe zu erreichen. Das Internet fungiert dabei als dynamische Plattform, auf der Unternehmen nicht nur Produkte vermarkten, sondern auch Imagekampagnen starten, um das Ansehen der Marke zu stärken.
Die Grundlage dieser Arbeit bildet eine theoretische Auseinandersetzung mit viralen Marketingkonzepten, Imagebildung und den Erfolgskriterien solcher Kampagnen. Anschließend erfolgt eine eingehende Vorstellung des Unternehmens ADAC sowie der spezifischen "Don’t Call Mom"-Kampagne, die als Fallstudie dient. Durch die Anwendung von definierten Erfolgskriterien soll untersucht werden, wie sich die virale Marketing-Kampagne auf das Image des ADAC ausgewirkt hat. Dabei werden nicht nur die positiven Aspekte beleuchtet, sondern auch mögliche Verbesserungsvorschläge entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Virales Marketing
2.2 Image
2.3 Erfolgskriterien
3 Firmen- und Kampagnenvorstellung
3.1 Analyse der Ausgangssituation
3.2 „Don’t Call Mom“ Kampagne
4 Beurteilung des Erfolgs
4.1 Vergleichen der Erfolgskriterien
4.2 Beurteilung der Kampagne und Verbesserungsvorschläge
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Erfolg der „Don’t Call Mom“-Imagekampagne des ADAC, um zu beurteilen, wie sich diese Maßnahme auf das Image des Vereins bei der jungen Zielgruppe auswirkt und welche Optimierungsmöglichkeiten für künftige virale Marketingaktivitäten bestehen.
- Grundlagen des viralen Marketings und der Imagebildung
- Analyse der Ausgangssituation des ADAC im Kontext der digitalen Transformation
- Detaillierte Vorstellung der digitalen „Don’t Call Mom“-Kampagne
- Erfolgsmessung anhand von Reichweite und YouTube-Aufrufzahlen
- Beurteilung der Wirkung auf das Image des ADAC bei jungen Autofahrern
Auszug aus dem Buch
3.2 „Don’t Call Mom“ Kampagne
Um insbesondere die junge Bevölkerung anzusprechen startete der ADAC im Sommer 2017 seine erste rein digitale Imagekampagne mit dem Namen „Don’t Call Mom – Call ADAC“. Der ADAC präsentierte sich als Ansprechpartner in jeder Situation. Ein zentrales Dialogelement der Kampagne stellte die WhatsApp Line dar, an die sich Nutzer täglich mit ihren individuellen Fragen an den ADAC, anstelle ihrer eigenen Eltern, wenden konnten. Der dabei entstandene Content wurde auf den Social-Media-Kanälen des ADAC geteilt
Aufmerksam auf diese Kampagne wurde durch Einsatz von Werbung auf Social-Media-Kanälen gemacht, sowie durch einen Werbestand auf dem „Sonne Mond Sterne Festival“. Zudem wurden für diese Kampagne eigens produzierte YouTube-Videos veröffentlicht, die die jungen Nutzer auf amüsante und unkonventionelle Weise ansprechen sollten.
Ebenfalls waren bekannte Influencer Teil dieser Kampagne. Influencer sind Personen, die aufgrund ihrer starken Präsenz und hohen Reichweite auf sozialen Netzwerken, für Werbung und Vermarktung in Frage kommen. Diese Influencer haben ebenfalls auf die Kampagne aufmerksam gemacht und haben zeitweise die Nachrichten auf der WhatsApp Line beantwortet.
Diese Kampagne ist für den ADAC sehr ungewöhnlich, jedoch war es ein Test die jungen Menschen dort anzusprechen, wo sie sich in den Ferien- und Urlaubstagen am liebsten bewegen, in den sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten. Das Ziel es den ADAC als einen witzigen, aber auch kompetenten Ansprechpartner zu haben. Auch eine zweite „Don‘t Call Mom“ Kampagne ist bereits in Planung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des viralen Marketings als Antwort auf die abnehmende Werbewirkung bei Konsumenten und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Definitionen von viralem Marketing, Image sowie der Festsetzung relevanter Erfolgskriterien für Kampagnen.
3 Firmen- und Kampagnenvorstellung: Analyse der strategischen Positionierung des ADAC als Mobilitätsdienstleister und Vorstellung der „Don’t Call Mom“-Kampagne als digitale Image-Maßnahme.
4 Beurteilung des Erfolgs: Quantitative und qualitative Auswertung der Kampagne anhand von Kennzahlen wie YouTube-Aufrufen und einer Befragung zur wahrgenommenen Seriosität des ADAC.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Kampagnenerfolgs mit Handlungsempfehlungen für zukünftige Social-Media-Aktivitäten des Unternehmens.
Schlüsselwörter
Virales Marketing, Image, ADAC, Don’t Call Mom, Social Media Marketing, Mundpropaganda, Kampagnenerfolg, YouTube, Influencer, Markenbekanntheit, digitale Transformation, junge Zielgruppe, Mobilitätsdienstleister, Kundenkommunikation, Imagekampagne.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von viralem Marketing zur Imagesteigerung am konkreten Beispiel der „Don’t Call Mom“-Kampagne des ADAC.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des viralen Marketings, die Herausforderungen der Imagebildung bei Traditionsunternehmen sowie die praktische Analyse digitaler Kampagnen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beurteilung, inwiefern die Kampagne das Ansehen des ADAC bei einer jungen Zielgruppe positiv beeinflusst hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus literaturgestützter Theorie und einer fallbezogenen Analyse (Unternehmensdaten und eigene Befragung) angewendet.
Was beinhaltet der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einordnung, die Vorstellung des Unternehmens ADAC, die Detailanalyse der Kampagne sowie die Erfolgsbewertung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind virales Marketing, Imagebildung, Social Media, ADAC und die spezifische „Don’t Call Mom“-Kampagne.
Wie bewerten junge Autofahrer die Seriosität des ADAC nach der Kampagne?
Obwohl die Kampagne unkonventionell und humorvoll war, blieb die Wahrnehmung der Seriosität des ADAC laut der durchgeführten Befragung nahezu unverändert stabil.
Warum war die Zusammenarbeit mit Influencern für den ADAC wichtig?
Die Influencer dienten als Brücke zur jungen Zielgruppe und konnten durch ihre hohe Reichweite die Aufmerksamkeit für die ADAC-Kampagne signifikant steigern.
Welche Empfehlung gibt die Autorin für zukünftige Kampagnen?
Es wird empfohlen, die Zusammenarbeit mit Influencern beizubehalten, mehr auf die sozialen Netzwerke zu setzen und auch bisher weniger bekannte Bereiche wie die ADAC-Versicherung stärker zu bewerben.
- Arbeit zitieren
- Dilara Groß (Autor:in), 2018, Virales Marketing im ADAC. Beurteilung von Maßnahmen zur Imagesteigerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984794