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Glück aus wissenschaftlicher Perspektive. Glücksfaktoren und deren Bedeutung für eine politische Leitlinie am Beispiel Bhutan

Titel: Glück aus wissenschaftlicher Perspektive. Glücksfaktoren und deren Bedeutung für eine politische Leitlinie am Beispiel Bhutan

Forschungsarbeit , 2020 , 17 Seiten

Autor:in: Niklas Mahncke (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für viele ist es selbstverständlich, dass Krieg, Hungersnot, Armut oder Tod als Glückskiller zu verstehen sind. Dennoch gibt es auch in Ländern mit ausreichend Sicherheit, Wirtschaftswachstum und Gesundheitsversorgung Menschen, die unglücklich sind. Das Interesse der Glücksforschung widmet sich somit auch diesem Teil der Welt und der Frage danach, was über diese Extrembeispiele hinaus das Glück eines Menschen beeinflusst.

Glück ist der Sinn beziehungsweise das Ziel vieler Verhaltensweisen des Menschen. Aus diesem Grund ist die Glücksforschung auf dem Vormarsch. Sie hat inzwischen eine eigene Datenbank ("World Database of Happiness"), eine eigene Zeitschrift ("Journal of Happiness Studies") und jährlich erscheinende Berichte über internationales und nationales Glücksempfinden. In Deutschland ist es zum Beispiel der "Deutsche Post Glücksatlas" und auf internationaler Ebene der "World Happiness Report".

Diese Arbeit soll einen Einblick in Ergebnisse der Glücksforschung bieten. Zunächst wird ein Ansatz zur Definition des Glücks dargestellt. Im Anschluss wird vorgestellt, wie das Glück von Individuen in der Forschung erhoben wird, welche die gängigste Methode ist und was dabei zu beachten ist. Die biologischen, soziodemografischen, kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren, welche das Glück eines Menschen beeinflussen, werden im folgenden Kapitel vorgestellt.

Die beiden letzten Kapitel befassen sich mit dem Ansatz einer glücksorientierten Politik. Hierzu wird zunächst als Beispiel das Bruttonationalglück in Bhutan und dessen positive und negative Effekte besprochen. Es erfolgt zudem eine kritische Würdigung des Konzepts einer Politik im Sinne der Glücksmaximierung und eine Beschreibung des politischen Nutzens der Glücksforschung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Glück?

3. Messbarkeit von Glück

4. Was macht Menschen glücklich?

4.1 Genetische und Persönlichkeitsbezogene Faktoren

4.2 Soziale und Soziodemographische Faktoren

4.3 Kultur, Religion und Werte

4.4 Wirtschaftliche Faktoren

5. Glück statt Wachstum am Beispiel Bhutan

6. Glück als politischer Auftrag?

7. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlichen Einblick in die Ergebnisse der Glücksforschung zu geben, wobei insbesondere die Definition, die Erhebungsmethoden und die Einflussfaktoren auf das menschliche Wohlbefinden beleuchtet werden. Eine zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Glück politisch adressiert werden kann und ob sich das Konzept des "Bruttonationalglücks" als Alternative zum klassischen Wirtschaftswachstum eignet.

  • Grundlagen und Definitionen des Glücks in der Wissenschaft
  • Methodische Ansätze zur Messbarkeit des subjektiven Wohlbefindens
  • Einflussfaktoren wie Genetik, Soziodemografie, Kultur und Wirtschaft
  • Kritische Analyse einer glücksorientierten Politik am Beispiel Bhutan
  • Politische Implementierungsmöglichkeiten und deren ethische Grenzen

Auszug aus dem Buch

4.4 Wirtschaftliche Faktoren

Auch wenn Glaube und Wertvorstellungen glücklicher machen können und dieser Effekt in ärmeren Regionen großen Wert hat, gilt aus wirtschaftlicher Perspektive: Im direkten Vergleich, haben wohlhabendere Menschen ein höheres subjektives Wohlbefinden, als ärmere Menschen (vgl. Easterlin 2003, S. 11180). Den Grund hierfür erklären sich die meisten vermutlich damit, dass diese Menschen logischerweise auch mehr Möglichkeiten haben sich finanziell abhängige Wünsche zu erfüllen. Jedoch hat die Glücksforschung zum Vorschein gebracht, dass das subjektive Wohlbefinden nur bis zu dem Punkt steigt, an dem ein gewisser Mindestwohlstand erreicht ist (vgl. Diener und Suh 2000). Ebenso gibt es Entwicklungsländer die, im Vergleich zu manchen Industriestaaten, eine höhere Lebenszufriedenheit haben als viele andere (vgl. Helliwell et al. 2019, S. 24–27). Richard Easterlin hat sich schon vor einiger Zeit mit dieser Thematik befasst und kam zu dem Schluss, dass, ab einer bestimmten finanziellen Absicherung, steigendes Einkommen keine nachhaltige Steigerung des Glücks mit sich bringt (vgl. Easterlin 2003, S. 11176). Dies ist darauf zurückzuführen, dass das absolute Einkommen nicht darüber entscheidet wie glücklich Menschen werden. Easterlin beschreibt vor allem zwei Gründe die dafür verantwortlich sind. Zum einen führt die hedonistische Anpassung dazu, dass mit einem steigenden Einkommen auch die Ansprüche der Person steigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Glücksforschung ein und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung hinsichtlich der Untersuchung von Glücksfaktoren und glücksorientierter Politik.

2. Was ist Glück?: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen philosophischen und wissenschaftlichen Glücksformen und führt den zentralen Begriff des "subjektiven Wohlbefindens" ein.

3. Messbarkeit von Glück: Es werden Methoden zur Erfassung des Wohlbefindens erläutert, wobei insbesondere die Selbsteinschätzung und Herausforderungen bei der Datenerhebung im Vordergrund stehen.

4. Was macht Menschen glücklich?: Das Kapitel untersucht systematisch die Einflussfaktoren auf das Glück, unterteilt in genetische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte.

5. Glück statt Wachstum am Beispiel Bhutan: Hier wird das "Bruttonationalglück" als politisches Modell in Bhutan vorgestellt und kritisch auf seine Anwendung und Umsetzung hin analysiert.

6. Glück als politischer Auftrag?: Die Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Eingriffe zur Steigerung des gesellschaftlichen Glücks werden auf Basis ökonomischer und politischer Theorien diskutiert.

7. Fazit/Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Berücksichtigung der Glücksforschung in der politischen Praxis.

Schlüsselwörter

Glücksforschung, subjektives Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit, Bruttonationalglück, Bhutan, Wirtschaftswachstum, soziale Faktoren, positive Psychologie, politische Leitlinie, Lebensqualität, Easterlin-Paradox, hedonistische Anpassung, Gesellschaftspolitik, Wohlstand, Arbeitslosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das menschliche Glück aus einer wissenschaftlichen Perspektive und analysiert, welche Faktoren das individuelle und gesellschaftliche Wohlbefinden maßgeblich beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Glück, Messmethoden der Glücksforschung sowie die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Lebenszufriedenheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Stand der Glücksforschung darzulegen und kritisch zu prüfen, inwieweit politische Systeme – exemplarisch durch Bhutan – das Glück ihrer Bürger als zentrales Staatsziel verankern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und Forschungsergebnisse zur Glücksökonomie und Psychologie zusammengeführt und ordnungspolitisch interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Glücksbegriffs, die Analyse diverser Einflussfaktoren (Genetik bis Wirtschaft) und die Diskussion über die Rolle des Staates bei der Förderung von Zufriedenheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Glücksforschung, subjektives Wohlbefinden, Bruttonationalglück, Lebenszufriedenheit und staatliche Glücksförderung.

Warum wird das Bruttonationalglück in Bhutan als Beispiel angeführt?

Bhutan dient als einzigartiges Beispiel für einen Staat, der explizit das Wohlbefinden seiner Bevölkerung über das klassische Wirtschaftswachstum (BIP) stellt, was eine kritische Auseinandersetzung mit politischen Prioritäten ermöglicht.

Welche Herausforderungen bestehen laut Autor bei der politischen Glücksmessung?

Der Autor weist darauf hin, dass Glücksindizes politisch manipulierbar sind und dass Befragte ihr Glücksempfinden unter Umständen aufgrund politischer Gesinnung oder gesellschaftlichem Erwartungsdruck verzerrt angeben könnten.

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Details

Titel
Glück aus wissenschaftlicher Perspektive. Glücksfaktoren und deren Bedeutung für eine politische Leitlinie am Beispiel Bhutan
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Autor
Niklas Mahncke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V984909
ISBN (eBook)
9783346343451
ISBN (Buch)
9783346343468
Sprache
Deutsch
Schlagworte
glück perspektive glücksfaktoren bedeutung leitlinie beispiel bhutan glücksforschung Sozialwissenschaften Glücksatlas Positive Psychologie Politik Zufriedenheit Happiness Happiness Studies Zufriedenheitsforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Mahncke (Autor:in), 2020, Glück aus wissenschaftlicher Perspektive. Glücksfaktoren und deren Bedeutung für eine politische Leitlinie am Beispiel Bhutan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984909
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Leseprobe aus  17  Seiten
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