Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit "Boreout". Zunächst grenzt die Autorin den Begriff Gesundheit ab, um dann das Krankheitsbild Boreout näher zu erläutern. Hier geht die Verfasserin auf die unterschiedlichen Definitionen, die beschriebenen Symptome und möglichen Ursachen ein. Weiterführend werden mögliche Verhaltensweisen dargestellt. Für die Verknüpfung der Theorie und dem empirischen Teil werden Studien vorgestellt. Im empirischen Teil der Arbeit folgt zunächst die Aufstellung der Forschungsfrage und der Hypothesen.
Anschließend werden die durchgeführte Methode sowie das Messinstrument aufgezeigt. Daraufhin werden die Ergebnisse aus den Forschungen dargestellt und von der Verfasserin interpretiert. Dies inkludiert auch die Diskussion, die Implikation und die Limitation der Forschungsergebnisse. Im Teilbereich Implikation zeigt die Autorin mögliche Handlungsweisen für Unternehmen und Betroffene auf, um Boreout präventiv oder kurativ (heilend) entgegenzuwirken. Daran anschließend werden die Ergebnisse diskutiert. Dies umfasst die Implikation und Limitation der Ergebnisse. Das Fazit fasst die Ergebnisse dieser Arbeit schließlich zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gesundheit
3 Boreout
3.1 Definition des Begriffes „Boreout“
3.2 Entwicklung und Komponenten des Boreouts
3.2.1 Unterforderung
3.2.2 Desinteresse
3.2.3 Langeweile
3.3 Ursachen
3.3.1 Personale Ursachen
3.3.2 Organisationale Ursachen
3.3.3 Verfehlte Integration neuer Mitarbeiter
3.4 Körperliche Symptome / Auswirkungen
3.4.1 Körperliche Symptome Boreout im Vergleich zur Depression
3.4.2 Auswirkungen für das Unternehmen
3.4.3 Innere Kündigung
3.5 Boreout- Paradoxon
3.6 Verhaltensstrategien der Arbeitnehmer bei der Arbeit (Coping)
3.6.1 Dokumenten-Strategie
3.6.2 Pseudo-Commitment-Strategie
3.6.3 Komprimierungsstrategie
3.6.4 Flachwalzstrategie
3.6.5 Strategische Verhinderung
3.6.6 Pseudo-Burnout-Strategie
3.6.7 Aktenkofferstrategie oder HOL
3.6.8 Lärmstrategie
3.6.9 Kollektiv-Zwang-Strategie
3.6.10 Spam-Strategie
3.6.11 „I don’t give a shit“-Strategie
3.7 Abgrenzung Boreout und Faulheit
4 Motivation
4.1 Hormone
4.2 Motivationslehre
4.3 Intrinsische vs. extrinsische Motivation
4.4 Präsentismus und Absentismus
4.5 Flow-Modell
5 Aktueller Forschungsstand zum Thema Boreout / Langeweile & Unterforderung am Arbeitsplatz
6 Forschungsfrage und Hypothesen
6.1 Forschungsfrage
6.2 Hypothese 1 – Geschlechterverteilung Boreout
6.3 Hypothese 2 – Alter und Eintrittswahrscheinlichkeit
6.4 Hypothese 3 – Unterforderung und Kündigungsabsicht
6.5 Hypothese 4 – Betroffene Berufsgruppe
6.6 Hypothese 5 – Boreout und Krankheitstage
6.7 Hypothese 6 – Boreout und Bewältigungsstrategien
6.8 Hypothese 7 – Boreout und Leistungsmotivation
7 Daten und Methoden
7.1 Forschungsdesign
7.2 Forschungsmethode
7.3 Gütekriterien
7.4 Messinstrument – standardisierter Fragebogen
7.5 Stichprobe
8 Ergebnisse
8.1 Einführung in die Ergebnisse des Konstrukts „Boreout“
8.2 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 1
8.3 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 2
8.4 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 3
8.5 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 4
8.6 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 5
8.7 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 6
8.8 Darstellung der Ergebnisse zur Hypothese 7
8.9 Weitere Ergebnisse - Gesundheit
8.10 Interpretation der Ergebnisse
9 Diskussion der Ergebnisse
9.1 Implikation der Ergebnisse
9.2 Handlungsempfehlungen
9.3 Limitation der Ergebnisse und künftige Forschungen
10 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das bisher unterbelichtete Phänomen „Boreout“ als arbeitspsychologisches Konstrukt zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich Boreout auf die betroffenen Arbeitnehmer sowie auf das jeweilige Unternehmen auswirkt, insbesondere im Hinblick auf Leistungsmotivation, Gesundheit und Kündigungsabsichten.
- Analyse der theoretischen Grundlagen von Boreout, Unterforderung, Langeweile und Desinteresse.
- Untersuchung der psychologischen Mechanismen und Verhaltensstrategien (Coping) von Betroffenen.
- Quantitative Analyse der Zusammenhänge zwischen Unterforderung, Kündigungsabsicht und Motivation.
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Prävention von Boreout.
Auszug aus dem Buch
3.6.1 Dokumenten-Strategie
Die Dokumenten-Strategie beruht insbesondere auf dem Prinzip der Anwesenheit des Betroffenen am Arbeitsplatz. Allerdings wird die Zeit nicht nur für die Erledigung der übertragenen Tätigkeiten, sondern auch für eine private Nutzung wie im Internet surfen, private E-Mails schreiben oder Planung von anstehenden Urlauben genutzt. Damit dies aber nicht offensichtlich ist, haben die Betroffenen im Hintergrund ein wichtiges Schreiben, eine Präsentation oder ein anderweitiges Dokument geöffnet, welches im Ernstfall (per Tastenbefehl) schnell geöffnet werden kann. So erscheint der Arbeitnehmer ernsthaft beschäftigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Boreout-Syndroms ein, beleuchtet die Leistungsgesellschaft und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Gesundheit: Hier wird der Gesundheitsbegriff der WHO definiert und die psychische Gesundheit in den Kontext des beruflichen Wohlbefindens gestellt.
3 Boreout: Dieses Kapitel liefert eine umfassende Definition von Boreout, erläutert die Ursachen und Symptome sowie diverse Verhaltensstrategien, die Betroffene zur Vertuschung anwenden.
4 Motivation: Dieser theoretische Rahmen untersucht neurobiologische Grundlagen wie Hormone sowie klassische Motivationslehren und das Flow-Modell im Arbeitskontext.
5 Aktueller Forschungsstand zum Thema Boreout / Langeweile & Unterforderung am Arbeitsplatz: Das Kapitel gibt einen Überblick über existierende Studien und Befunde zur Verbreitung und den Auswirkungen von Unterforderung im Job.
6 Forschungsfrage und Hypothesen: Die Autorin leitet basierend auf der Theorie sieben Hypothesen zur empirischen Überprüfung ab.
7 Daten und Methoden: Hier wird das quantitative Forschungsdesign (Online-Befragung), die Stichprobenwahl sowie die Gütekriterien der Untersuchung detailliert beschrieben.
8 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die statistischen Ergebnisse zu den sieben Hypothesen dargestellt und interpretiert.
9 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und um Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie Limitationen für zukünftige Forschungen ergänzt.
10 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert für die Etablierung klinischer Diagnosewerkzeuge für Boreout.
Schlüsselwörter
Boreout, Unterforderung, Langeweile, Desinteresse, Innere Kündigung, Motivationsverlust, Coping-Strategien, Präsentismus, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitspsychologie, Quantitative Analyse, Leistungsbereitschaft, Arbeitspsychologie, psychische Belastung, Unternehmensführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Boreout-Syndrom als Gegenstück zum Burnout, insbesondere dessen Ursachen, Symptome und die Auswirkungen auf Arbeitnehmer und Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Unterforderung, Desinteresse, Langeweile am Arbeitsplatz, psychische Gesundheit, Motivationstheorien sowie verschiedene Verhaltensstrategien, mit denen Betroffene versuchen, ihr Boreout zu verbergen.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet: „Wie wirkt sich das Vorhandensein von Boreout auf den jeweiligen Betroffenen und weiterführend auf das jeweilige Unternehmen aus?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein quantitatives Forschungsdesign mit einer Online-Querschnittsbefragung angewandt, um Hypothesen über einen standardisierten Fragebogen statistisch zu prüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu Gesundheit, Boreout und Motivation, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstands sowie die empirische Untersuchung mit Hypothesenbildung, Datenerhebung und Ergebnisauswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Boreout, Unterforderung, Innere Kündigung, Coping-Strategien, Leistungsmotivation und Präsentismus.
Was unterscheidet Boreout von einer klassischen Depression laut der Analyse?
Während sich körperliche Symptome wie Müdigkeit überschneiden können, unterscheidet die Arbeit Boreout durch die spezifische Ursache der Unterforderung und zeigt in einer Gegenüberstellung auf, dass einige psychosomatische Merkmale bei Boreout anders gelagert sind.
Wie gehen Mitarbeiter strategisch mit Boreout um?
Die Arbeit beschreibt diverse "Coping-Strategien" wie die Dokumenten-Strategie, die Flachwalzstrategie oder die Aktenkofferstrategie, mit denen Mitarbeiter versuchen, ihre mangelnde Auslastung nach außen hin zu vertuschen.
- Arbeit zitieren
- Svenja Kastilan (Autor:in), 2020, Ursachen, Auswirkungen und präventive Maßnahmen von Boreout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984913