Naturkatastrophen


Referat / Aufsatz (Schule), 1999

6 Seiten, Note: 1


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Naturkatastrophen - nicht durch Mensch beeinflusst Erdbeben

Entstehung

- Erdbeben sind natürliche Erschütterungen der Erdkruste und des oberen Erdmantels.

- Die häufigsten (90 Prozent aller Beben) und stärksten Beben sind die tektonischen Beben. Sie entstehen, wenn sich in tektonisch aktiven Zonen langsam Spannungen aufbauen und plötzlich entladen. Ihre Wirkung kann sehr weit reichen und katastrophale Wirkungen haben.

- Vulkanische Beben sind mit vulkanischen Aktivitäten verbunden, sie machen etwa sieben Prozent aller Beben aus und haben keine große Reichweite.

- Einsturzbeben werden durch einstürzende Höhlen ausgelöst; sie sind sehr selten und schwach.

- Nach der Entfernung des Bebens werden Ortsbeben, Nahbeben und Fernbeben unterschieden.

- Eine weitere Unterteilung orientiert sich an der Tiefe des Erdbebenherdes: Flachbeben haben ihren Herd in einer Tiefe bis 70 Kilometer, mitteltiefe Beben bis 300 Kilometer und Tiefbeben bis 700 Kilometer.1

- Erdbeben immer schlimme destruktive Wirkung, deshalb Frage nach Vorhersagbarkeit

Erdbebenvorhersage

- Wissenschaftliche Versuche, Erdbeben genau vorherzusagen, zeigen erst in letzter Zeit einzelne Erfolge. Vor allem China, Japan, Russland und die USA arbeiten an derartigen Forschungsprojekten.

- 1975 sagten chinesische Forscher Beben der Stärke 7,3 bei Haicheng voraus, evakuierten 90 000 Einwohner zwei Tage bevor das Beben 90 Prozent der Stadt zerstörte. Anhaltspunkte für Voraussage waren Beben geringer Stärke, die schon fünf Jahre früher in diesem Gebiet begonnen hatten.

- Andere potentielle Hinweise für die Ermittlung sind Neigung oder Anschwellen der Landoberfläche sowie Veränderungen im Erdmagnetfeld, im Pegelstand von Brunnen und sogar im Verhalten der Tiere.

- Trotz jahrzehntelanger Forschungsarbeit bleibt Vorhersage schwierig. -> deshalb immer wieder schlimme Erdbeben

Verheerende Erdbeben

- 1556/ Provinz Shaanxi (China), 800 000 Tote, eine d. größten Naturkatastrophen in Geschichte der Menschheit.

- 1693/ Sizilien, 60 000 Tote, frühes 18. Jh./ Edo (heute Tokyo), 200 000 Tote

- 1755/ Lissabon, 60 000 Tote 1797/ Quito, die heutige Hauptstadt von Ecuador, 40 000 Tote. · 1976/ Tangshan (China), 750 000 Tote, eines der schwersten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte

- 1999 Türkei 30 000 Tote

Marina: Tsunamis

Vulkanausbrüche

Entstehung

- Magma entsteht in zähflüssiger Asthenoshäre in Tiefen von 75 bis 250 Kilometern. In Schloten oder Spalten dringt es nach oben in Erdkruste.

- Magma sammelt sich in relativ geringer Tiefe in Magmakammer. Steigt Druck über gewisse Schwelle, so steigt Magma weiter auf, fließt als Lava aus oder wird herausgeschleudert

Eruption

- Explosivere Ausbrüche werden, auf einer Skala immer viskoser werdender Lava, als strombolianischer, vulkanischer, plinianischer und peléeanischer Typ eingestuft. Die beiden Letztgenannten kennzeichnen die heftigsten, sehr explosiven Eruptionsformen. Hier werden große Aschemengen und Gesteinsbrocken emporgeschleudert, und Glutwolken wälzen sich die Hänge hinab.

- Ursache hierfür sind neben dem hohen Gas- und Siliciumanteil der hohe Druck, die große Ausdehnung der Magmakammer und ihre Lage in relativ geringer Tiefe. · Die zerstörerischsten Eruptionen treten an konvergierenden Plattengrenzen auf. · Die beiden gewaltigsten Vulkanausbrüche, die in geschichtlicher Zeit registriert wurden, nämlich die des Krakatau und des Mount Tambora, befinden sich an der Grenze der Eurasischen und der Indisch-Australischen Platte in der Nähe des Sundagrabens.

- Der Tambora, der sich an der Nordküste von Sumbawa befindet, brach 1815 aus. Dabei wurden etwa 1 500 Meter des ehemals 4 300 Meter hohen Berges weggesprengt. Die circa 50 000 Opfer dieser Katastrophe starben vor allem aufgrund der nachfolgenden Hungersnot. · Der Vulkan Krakatau, der sich zwischen Java und Sumatra in Indonesien befindet, brach 1883 aus und zerstörte zwei Drittel seines Volumens. Dies war die gewaltigste, von Menschen beobachtete Vulkanexplosion. Die dabei frei werdende Energie entsprach der von etwa 5 000 Atombomben vom Hiroshimatyp. Die Explosion war bis in eine Entfernung von über 4 500 Kilometern zu hören. Millionen Tonnen vulkanischen Staubes gelangten in die Atmosphäre und sorgten über ein Jahr lang für spektakuläre Sonnenuntergänge auf der ganzen Welt.

Naturkatastrophen - auch durch Menschen beeinflusst Tornados

- wandernder Wirbelsturm, der vor allem im südöstlichen Nordamerika auftritt.

- wird durch aufgesogenen Staub und durch Kondensation von Wassertröpfchen als schlauchförmiger Wirbel sichtbar, der bis zum Boden reicht; Wirbel besitzt Durchmesser von wenigen hundert Metern und kurze Lebensdauer; wandert über Strecken bis etwa 30 Kilometer; zieht schwerste Verwüstungen nach sich.

- Ihre Windstärken gelten als die höchsten auf der Erde vorkommenden(über 500 km/h), bei besonders starken Stürmen sogar über 800 km/h.

- Messungen aufgrund der Stärke der Winde nicht möglich. Im Zentrum (,,Auge") eines Tornados extremer Unterdruck; Sachschäden bei Tornados sowohl durch Windstärken als auch durch extremen Unterdruck

- entstehen aus Zyklonen über tropischen Gewässern des Atlantiks.

Marina: Hurrikans

Dürren

- Der Begriff der Dürre bezieht sich auf Zeiten mit ungewöhnlich geringem Niederschlag und hoher Verdunstung, durch die eine ernste Störung des hydrologischen Gleichgewichts hervorgerufen wird: leere Wasserreservoirs, ausgetrocknete Quellen und daraus folgende Ernteschäden. Die Schwere der Dürre hängt vom Grad des Wassermangels, seiner Dauer und von der Wasseraufnahme- und Wasserbindefähigkeit des Bodens ab. Dürreperioden können gelegentlich mehrere Jahre anhalten.

- Dürren wirken sich in manchen Zonen schlimmer aus als in anderen. Dürrekatastrophen treten in der Regel um den 15. bis 20. Breitengrad auf, in Gegenden, die an Wüstenregionen angrenzen. Die schwerste Dürre des 20. Jahrhunderts in der afrikanischen Sahelzone begann 1968 und dauerte zwölf Jahre.

- Die Folgen dieser Dürre wurden durch klimaunabhängige Faktoren wie intensive Landwirtschaft, Überbevölkerung und das Ausbleiben rechtzeitiger Hilfsmaßnahmen noch verschärft.

- Auch wenn sich Dürren nicht zuverlässig vorhersagen lassen, so können in Gebieten, die von Dürren bedroht sind, zumindest Vorkehrungen getroffen werden. Dazu gehören der Bau von Wasserreservoirs, um Notvorräte an Wasser bereitzuhalten, gezielte Information der Bauern, um Überbelastung des Bodens z. B. durch Überweidung zu verhindern, sowie Programme, um die Besiedlung dürreanfälliger Gebiete zu begrenzen.

Waldbrände

- Waldbrände sind natürliche oder von Menschen verursachte Brände, die den Wald zumindest über der Oberfläche vernichten, entstehen durch Fahrlässigkeit des Menschen oder durch vorsätzliche Brandstiftung; nur selten werden sie durch Blitze

- Im Allgemeinen werden drei Arten von Waldbränden unterschieden: Bodenfeuer, die die Humusschicht des Waldbodens zerstören, aber kaum über dem Boden brennen; Grundfeuer, die das Unterholz und die Waldstreu vernichten; und Kronenfeuer, die sich bis zu den Gipfeln der Bäume und Sträucher ausbreiten und im Waldbestand fortpflanzen. · Es kommt nicht selten vor, dass die verschiedenen Waldbrandarten gleichzeitig auftreten. Die Programme zur Vorbeugung und zur Brandbekämpfung sind in vielen Länden ausgereift und weit fortgeschritten, ebenso wie die Nutzung des Feuers in der Landschaftspflege.

Bekämpfung von Waldbränden

· Bodenfeuer sind, wenn sie einmal brennen, nur schwer zu löschen. Wenn die Humusschicht nicht sehr tief ist, kann dies mit Wasser oder Sand erfolgen. Die meisten Bodenfeuer werden jedoch dadurch eingedämmt, dass man Gräben um den Brandherd anlegt und das Feuer ausbrennen lässt.

- Grundfeuer werden beschränkt, indem man die Umgebung von Waldstreu und niedriger Vegetation säubert oder indem man Notgräben zieht, um den Brandherd einzugrenzen. · Kronenfeuer sind ebenfalls schwer zu löschen. Man kann sie entweder ausbrennen lassen, oder sie können durch Wasserläufe oder mit Hilfe von gezielt gelegten Gegenfeuern gestoppt werden. Dabei erfolgt ein sorgfältig kontrolliertes Abbrennen eines Geländestreifens auf der Leeseite des Brandes, so dass er nur bis zu dem verbrannten Streifen vordringen kann.

Lawinen

Entstehung

- plötzliches Abgehen einer großen Masse Schnee oder Eis einen Abhang oder eine Steilwand hinunter.

- Geschwindigkeiten von über 160 Stundenkilometern; am häufigsten an Hängen mit Gefälle von über 20 Grad, bei schwach verfestigten, schlecht haftenden Schneedecken · Lawinengefahr vor allem wenn in kurzer Zeit tiefe Neuschneeschicht entsteht, die sich noch nicht mit Altschneeschicht verbinden konnte, oder wenn ältere Schneedecke durch Tauwetter labil wird

- Körniger Schnee neigt eher zur Lawinenbildung als gewöhnliche Schneeflocken, Besonders gefährlich: so genannte Schneebretter, bei denen gesamte Schneedecke bis zum Untergrund als zusammenhängende Scholle abrutscht

- durch viele Faktoren ausgelöst: Temperatur, Anschneiden kriechender Schneemassen, Betreten lawinengefährdeter Hänge, plötzliche Vibrationen (z. B. laute Geräusche) · Ausmaß der Druckwirkung einer Lawine hängt von Dichte und Geschwindigkeit des abstürzenden Schnees ab

Schutz

- Geschlossene Waldbestände, Lawinensprengung, Lawinenverbauung

- letztere gegliedert in Stützverbauung, Ablenkverbauung, Bremsverbauung und Verwehungsverbauung

- Stützverbauung: Stabilisierung der Schneedecke-> verhindert, Gleithorizont innerhalb der>kein Lawinenanriss

- Ablenkverbauung: entstandene Lawine in Bahnen lenken->Schneemassen an Siedlungen oder Verkehrswegen vorbeiführen-> mauerartige Bauten.

- In Sturzbahn sowie im Ablagerungsgebiet häufig Bremsverbauung-> Fangdämme-> Energie der Lawine mindern.

- Verwehungsverbauung: Ablagerung des Schnees gesteuert -> in der potentiellen Anrisszone von Lawinen errichtet

- Februar 1999 Alpen (Tirol+Wallis) katastrophale Lawinenabgänge, zahlreicheTote; Innerhalb 20 Tage, Schneedecke ca. 2m gewachsen, auch eine Wärmeperiode mit Regen, Zusammenwirken beider Phasen führte Großlawinen.

- Grund für massive Auswirkungen auch touristische Übernutzung der Alpen

- Bei vielen Baumaßnahmen wurden bestehende Gefahrenpläne nicht vollständig eingehalten · An Rändern einiger Siedlungen ragen Gebäude in Bauverbotszonen hinein-> in diesen Bereichen schwerste Schäden

[...]

1 gedachtes Zentrum eines Bebens: Hypozentrum, senkrecht darüberliegender Punkt auf Erdoberfläche: Epizentrum.

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Details

Titel
Naturkatastrophen
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
6
Katalognummer
V98526
Dateigröße
383 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Naturkatastrophen
Arbeit zitieren
Sebastian Vogler (Autor), 1999, Naturkatastrophen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98526

Kommentare

  • Sarah Nldfg am 26.10.2010

    Ich find den Text über die Naturkatastrophen-Waldbrände gut, weil es mir sehr beim Referat geholfen hat!:) Danke!!:)

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Titel: Naturkatastrophen



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