Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Auswirkungen der Pandemie-Verordnungen s.g. Corona-Regeln auf das alltägliche Leben in Bundesrepublik zu untersuchen. Wie haben sich zum Zweck der Eindämmung des neuartigen Virus unsere Arbeit und Freizeitbeschäftigungen ändern müssen? Welchen Einfluss übte die Krankheit auf die Bildung oder Versorgung? Wie ist sie in unseren sozialen Kontakten eingegriffen? Manche dieser Veränderungen springen förmlich ins Auge, die anderen sind wiederum nur schwer zu erkennen und erfordern eine tiefergreifende Untersuchung. Im Folgenden wird es versucht, der veränderte Alltag in einer Ausnahmesituation einer wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen.
Das neuartige Virus Covid-19 (Coronavirus Disease 2019), das von der Weltgesundheitsorganisation als eine die ganze Welt betreffenden Gefahr (als eine Pandemie) eingestuft wurde, hat in weiten Teilen der Welt eine beispiellose Ausnahmesituation hervorgebracht. Das Fehlen jeglicher geeigneter Bekämpfungsmechanismen, also einer Impfung gegen die neue Krankheit hat die Regierungen dazu veranlasst weitgehende Einschränkungen sowohl des öffentlichen als auch des ökonomischen Lebens zu unternehmen. So wurde binnen wenigen Tagen nach der Einstufung des Virus durch Weltgesundheitsorganisation als Pandemie in vielen Ländern der Flugverkehr massiv eingeschränkt, die Schulen und Kitas wurden geschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Fragestellung
2. Soziophilosophischer Diskurs um Pandemie-Verordnungen
3. Methode der Untersuchung
4. Durchführung der Untersuchung
5. Ergebnisbeschreibung
6. Methodenreflexion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der pandemiebedingten Verordnungen, allgemein als "Corona-Regeln" bezeichnet, auf das tägliche Leben und die sozialen Interaktionen in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, mittels einer Kombination aus Selbst- und Fremdbeobachtung zu analysieren, wie sich Arbeitsweisen, Freizeitverhalten, Bildung und das zwischenmenschliche Kontaktverhalten unter dem Einfluss der Ausnahmesituation verändert haben.
- Soziophilosophische Perspektiven auf Pandemie-Regulierungen
- Methodische Anwendung von Selbst- und Fremdbeobachtung
- Veränderungen im Einkaufsverhalten und Tagesabläufen
- Analyse von Kontaktintensität und "Social Distancing"
- Psychologische Reaktionen auf pandemiebedingte Einschränkungen
Auszug aus dem Buch
3. Methode der Untersuchung
Um die in der Einleitung genannten Fragen zu untersuchen, wird eine Herangehensweise benötigt, die geeignet wäre um qualitativ sozialpsychologische Daten zu erheben. Als ein solches wird in der vorliegenden Arbeit die Methode der Beobachtung ausprobiert. Was kennzeichnet aber eine wissenschaftliche Beobachtung, um die es im Folgenden gehen wird, im Verglich zu einer alltäglichen Beobachtung? Welche Beobachtungsmöglichkeiten gibt es in der Forschung? Spezifisch welche Beobachtungsart wäre für unser Vorhaben am Effektivsten? Um die wissenschaftliche Beobachtung von einem alltäglichen zu unterscheiden, lohnt es sich einen Blick auf die Definition dieses Prozesses nach Bierhoff und Petermann zu werfen: „Der Prozess der Beobachtung bezeichnet eine visuelle und/oder auditive Betrachtung von Personen, Geschehnissen oder sozialen bzw. interaktiven Prozessen und Situationen."
Im wissenschaftlichen Kontext müssen darüber hinaus die unternommenen Beobachtungen einer Systematik untergeordnet sein und somit den Anspruch auf möglichst genaue Objektivität erheben. Somit sind sie wesentlich anders als Alltagsbeobachtungen. Jeder Beobachtungsverfahren, wie unterschiedlich strukturiert er auch sein mag setzt sich zum Ziel in Bezug auf konkrete Situationen Fakten und Daten zu gewinnen, die bestimmtes Verhalten oder Interaktionen von einzelnen Menschen oder Gruppen charakterisieren würden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die globale Ausnahmesituation durch COVID-19 ein und formuliert das Ziel, die Auswirkungen der Pandemie-Verordnungen auf den deutschen Alltag wissenschaftlich zu untersuchen.
2. Soziophilosophischer Diskurs um Pandemie-Verordnungen: Hier werden gegensätzliche gesellschaftstheoretische Positionen von Giorgio Agamben und Slavoj Zizek gegenübergestellt, die den autoritären Charakter versus die solidarischen Chancen der Krise beleuchten.
3. Methode der Untersuchung: Dieses Kapitel definiert die wissenschaftliche Beobachtung und begründet die Wahl von Fremd- und Selbstbeobachtung als qualitative Erhebungsinstrumente für das Forschungsvorhaben.
4. Durchführung der Untersuchung: Es wird der konkrete Ablauf der 20-tägigen Feldphase beschrieben, wobei Selbstbeobachtung und Fremdbeobachtung zeitlich sowie räumlich getrennt zur Datengewinnung eingesetzt werden.
5. Ergebnisbeschreibung: Das Kapitel dokumentiert die Resultate der Untersuchung, darunter Veränderungen in Tagesabläufen, das Phänomen der Hamsterkäufe sowie die Einhaltung des Social Distancing.
6. Methodenreflexion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der angewandten Methoden, insbesondere hinsichtlich der Objektivität, und verknüpft die empirischen Ergebnisse mit den anfangs vorgestellten philosophischen Szenarien.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Pandemie-Verordnungen, Sozialpsychologie, Wissenschaftliche Beobachtung, Fremdbeobachtung, Selbstbeobachtung, Sozialverhalten, Social Distancing, Alltag, Krisenbewältigung, Qualitative Forschung, Interaktionsmuster, Gesundheitswesen, Gesellschaftlicher Wandel, Corona-Regeln
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und individuellen Auswirkungen der staatlich verordneten Corona-Regelungen auf den Alltag der Menschen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Veränderung des Kontaktverhaltens, der Wandel von Tagesabläufen unter Pandemie-Bedingungen und die psychologische Verarbeitung der Einschränkungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist die Erforschung der Auswirkungen der Pandemie-Verordnungen auf soziale Interaktionen und die Kontaktintensität im Alltag, um mögliche gesellschaftliche Veränderungen besser zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin verwendet eine Kombination aus qualitativer Selbstbeobachtung (Tagebuch) und Fremdbeobachtung (Protokolle/Event-Sampling) nach den Kriterien der Sozialpsychologie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den soziophilosophischen Diskurs, die methodische Herleitung der Beobachtung, die Beschreibung der Untersuchungsdurchführung und die Darstellung der gewonnenen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Pandemie-Verordnungen, qualitative Forschung, soziale Interaktion, Sozialpsychologie und Alltag verorten.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Selbst- und Fremdbeobachtung?
Die Fremdbeobachtung fokussiert auf äußere Interaktionen und öffentliches Verhalten, während die Selbstbeobachtung dazu dient, die innere Gefühlswelt und psychologische Reaktionen des Forschers zu erfassen.
Welche Rolle spielen die Ansätze von Agamben und Zizek in der Untersuchung?
Sie dienen als theoretischer Rahmen, um die während der Pandemie beobachteten Phänomene zwischen einer dystopischen autoritären Entwicklung und einer utopischen Chance auf Solidarität und Wandel einzuordnen.
- Quote paper
- Jennifer Klimm (Author), 2020, Corona-Auswirkungen der Pandemie-Verordnungen auf Begegnungen und Kontaktintensitäten im Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/985411