Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Sklaven als Arbeitskraft auf großen bäuerlichen Gütern. Wieso entschieden reiche Landbesitzer sich für Sklaven und was hatte das für Auswirkungen auf die Polisgesellschaft?

Titel: Sklaven als Arbeitskraft auf großen bäuerlichen Gütern. Wieso entschieden reiche Landbesitzer sich für Sklaven und was hatte das für Auswirkungen auf die Polisgesellschaft?

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lucas Rößler (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Haben reiche Landbesitzer mit ihrer frühen Etablierung von Sklavenarbeit auf ihren Landgütern die Entstehung der bekannten Polisgesellschaft Athens und die stärkere Wahrnehmung von Bürgerrechten ergo eine größere Abgrenzung von Frei und Unfrei, Bürger und Nicht-Bürger verursacht?

Sklaverei beziehungsweise genauer die chattel slavery (Kaufsklaverei), war schon in der Archaik, neben dem Gesindedienst, eine Form der Arbeitskräftebeschaffung auf großen bäuerlichen Gütern. Daher kann man davon ausgehen, dass zumindest auf
großen bäuerlichen Gütern die Zusammenarbeit von Freien und Unfreien nicht selten war, was sich jedoch im Laufe der Zeit wandelte. Primär dieser Wandel und die Auswirkungen auf die Polisgesellschaft werden in dieser Hausarbeit durch die
Fragestellung "Sklaven oder Gesinde? Wieso entschieden reiche Landbesitzer sich für Sklaven und was hatte das für Auswirkungen für die Polisgesellschaft?"

Sklaven auf großen bäuerlichen Gütern gab es in der Geschichte nicht nur in Griechenland beziehungsweise Attika, sondern Sklaverei konnte man im Laufe der Menschheitsgeschichte auf jedem Kontinent beobachten und in vielen Ländern nachverfolgen. Auch heute sind Millionen Menschen in Sklavenverhältnissen gefangen. Trotz Ächtung und Strafverfolgung kann man beispielsweise auf Plantagen, in Bergwerken, in der Prostitution und in sehr vielen anderen Industriezweigen
Formen der Sklaverei nachweisen und auch heute machen sklavische Arbeitsverhältnisse legalen Formen der Beschäftigung Konkurrenz. In der Antike war die Sklaverei ein als „natürlich“ akzeptiertes Konstrukt zur Arbeitsbeschaffung und benötigte, wie der Historiker WINFRIED SCHMITZ in einem Aufsatz betonte, keinerlei oder kaum einer Legitimation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesinde oder Sklaven?

2.1 Definitionen Sklaven und Gesinde

2.2 Arbeit und Leben auf dem Landgut

2.3 Polisgesellschaft im Wandel

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Gründe für den Übergang von abhängigem Gesinde hin zur Sklavenarbeit auf großen bäuerlichen Gütern in der griechischen Antike und analysiert, welche soziopolitischen Auswirkungen dieser Wandel auf die Polisgesellschaft hatte.

  • Unterscheidung zwischen Gesinde und Sklaven hinsichtlich ihres Status und ihrer Arbeitsbedingungen.
  • Analyse der ökonomischen Motive reicher Landbesitzer für den verstärkten Einsatz von Kaufsklaven.
  • Untersuchung der sozialen Dynamiken und der Ausgrenzung Unfreier in der Polis.
  • Betrachtung des Einflusses antiker Quellentexte (Xenophon, Homer) auf das Verständnis ländlicher Arbeitsstrukturen.
  • Beurteilung der Rolle von Arbeitskräften im Kontext der entstehenden Bürgerrechte und Demokratisierung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition Gesinde und Sklaven

Ob der Feldarbeiter in der Archaik oder Klassik nur ein gedungener Knecht, ein durch Schuld abhängiger Kleinbauer oder ein gekaufter Sklave war konnte man zu der Zeit wahrscheinlich schon schwer unterscheiden, wenn man nur nach Äußeren ging und die Kleidung verglich.3 Der Unterschied zwischen einem Freien und einem Unfreien auf dem Feld des Landbesitzers war nicht sofort augenscheinlich, sondern bestand zuallererst darin, dass der gedungene Arbeiter bis zu einem gewissen Grad Bürgerrechte besaß4. Das bedeutet, dass der Arbeiter ein Angehöriger der athenischen Bürgerschaft war, meistens aus dem Stand der Theten. Der Sklave wiederum war völlig entrechtet und Besitztum des Herren, seinem Willen völlig unterworfen und ohne Recht auf eigene Persönlichkeit. HANS KLEES definiert die attische Kaufsklaverei als „eine Einrichtung, durch die zumeist Fremde auf unfreiwillige Weise in die Gesellschaft mit der Absicht gebracht wurden, über ihre Arbeitskraft (oder Sexualität) zu verfügen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Problematik der Sklavenarbeit ein und umreißt die Forschungsfrage nach den Motiven und Auswirkungen des Übergangs von Gesindearbeit zur Sklavenhaltung in der griechischen Antike.

2. Gesinde oder Sklaven?: Dieses Hauptkapitel differenziert zwischen den verschiedenen Formen unfreier und abhängiger Arbeit und beleuchtet die ökonomischen sowie sozialen Rahmenbedingungen auf den landwirtschaftlichen Betrieben.

2.1 Definitionen Sklaven und Gesinde: Hier werden die rechtlichen und sozialen Statusunterschiede zwischen gedungenen Arbeitern (Theten) und rechtlosen Sklaven detailliert herausgearbeitet.

2.2 Arbeit und Leben auf dem Landgut: Dieses Unterkapitel analysiert den Arbeitsalltag, die Überwachung der Arbeitskräfte und die Lebensbedingungen der Unfreien im Kontext antiker literarischer Quellen.

2.3 Polisgesellschaft im Wandel: Hier wird untersucht, wie sich die sozioökonomischen Umwälzungen und der verstärkte Einsatz von Sklaven auf das Selbstverständnis der athenischen Bürger und die Polisgesellschaft auswirkten.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidung für Sklaven primär auf das Bedürfnis nach Kontrolle, Planungssicherheit und Profitmaximierung der politischen Eliten zurückzuführen war.

Schlüsselwörter

Antike, Griechenland, Sklaverei, Gesinde, Landgut, Oikos, Polisgesellschaft, Kaufsklaverei, Arbeitskraft, Xenophon, Homer, Sozialgeschichte, Theten, Status, Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Arbeits- und Gesellschaftsstrukturen in der griechischen Antike, speziell mit dem Wechsel von der Beschäftigung von Gesinde hin zur Sklavenarbeit auf großen landwirtschaftlichen Gütern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die rechtliche Differenzierung von Arbeitsverhältnissen, die ökonomischen Motive der Landbesitzer sowie die soziopolitische Entwicklung der Polisgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum reiche Landbesitzer in der Antike den Übergang zur Sklavenarbeit vollzogen und welche Konsequenzen dies für das Verhältnis zwischen freien Bürgern und Unfreien hatte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär antike Quellen wie Xenophons „Oikonomikos“ und Homers „Odyssee“ auswertet und mit aktueller fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur verknüpft.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die begriffliche Unterscheidung zwischen Gesinde und Sklaven, die Arbeitsbedingungen auf den Landgütern sowie den Einfluss dieser Arbeitsformen auf die Entwicklung der athenischen Demokratie.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sklavenhaltung, Antike, Polisgesellschaft, Oikos und ökonomische Arbeitsstruktur definieren.

Welche Rolle spielt die „Odyssee“ für die Argumentation des Autors?

Die „Odyssee“ dient als historische Quelle, um den Alltag und die soziale Stellung von Bediensteten und Sklaven zu illustrieren, wobei der Autor auch die methodische Problematik der literarischen Darstellung reflektiert.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Solonischen Reformen?

Der Autor ordnet die Solonischen Reformen als wichtigen Wendepunkt ein, der durch das Verbot der Schuldsklaverei den Bedarf an anderen Formen der Arbeitskräftebeschaffung, wie der Kaufsklaverei, maßgeblich beeinflusste.

Was unterscheidet das Gesinde von einem Sklaven aus Sicht des antiken Landbesitzers?

Das Gesinde war durch Verträge an den Dienst gebunden, während der Sklave als rechtloses „Kapital“ galt, das eine vollständige Verfügungsgewalt des Eigentümers über die Arbeitskraft und den Körper ermöglichte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sklaven als Arbeitskraft auf großen bäuerlichen Gütern. Wieso entschieden reiche Landbesitzer sich für Sklaven und was hatte das für Auswirkungen auf die Polisgesellschaft?
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Alte Geschichte)
Veranstaltung
Epochenmodul Antike
Note
1,0
Autor
Lucas Rößler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V985493
ISBN (eBook)
9783346342034
ISBN (Buch)
9783346342041
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sklaverei Landgüter Antike reiche Landbesitzer Sklaven Gesinde große Güter Landwirtschaft Archaik Homer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucas Rößler (Autor:in), 2020, Sklaven als Arbeitskraft auf großen bäuerlichen Gütern. Wieso entschieden reiche Landbesitzer sich für Sklaven und was hatte das für Auswirkungen auf die Polisgesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/985493
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum