Die Arbeit stellt einen Zusammenhang zwischen der aktuellen Corona-Pandemie und den typischen Immobilienwertermittlungsverfahren her mit dem Ziel, Handlungsfelder zur weiteren Forschung aufzuzeigen. Das behandelte Thema kann in der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre in die Leistungsphase des Beschaffungsprozesses eingeordnet werden, da der Beschaffungsbegriff im Dienstleistungsbereich anders betrachtet werden muss als in einem produzierenden Unternehmen, wo sich der Begriff im engsten Sinne auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie auf Zulieferteile beschränkt. Im weiteren Sinne schließt der Begriff alle Maßnahmen, unter anderem auch die Informationsbeschaffung als Teil des Planungsprozesses, mit ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Immobilienbewertungen zur Beschaffung von Privatkrediten in Zeiten von Corona
2. Typische Wertschöpfungskette zur Beschaffung eines wohnwirtschaftlichen Immobilienkredites aus Sicht der Bank
3. Aktuelle Zahlen in Bezug auf Corona-Infektionen und Homeoffice Möglichkeiten für Arbeitnehmer
4. Fazit aus den Statistiken
5. Mobiles Arbeiten: Bedeutung für die Immobilienbewertung
6. Lösungsansätze
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie, den daraus resultierenden Veränderungen im Arbeitsverhalten (Homeoffice/Stadtflucht) und den Auswirkungen auf klassische Immobilienbewertungsverfahren bei der Kreditvergabe durch Banken.
- Einfluss der Corona-Pandemie auf Immobilienmärkte
- Wertschöpfungskette bei der Immobilienkreditvergabe
- Veränderungen durch mobiles Arbeiten und Homeoffice
- Grenzen automatisierter Bewertungsprogramme
- Ansätze zur Optimierung der Immobilienbewertung in Krisenzeiten
Auszug aus dem Buch
Typische Wertschöpfungskette zur Beschaffung eines wohnwirtschaftlichen Immobilienkredites aus Sicht der Bank
Um die Prüfung einer Finanzierungsanfrage durchzuführen, sind zwei wesentliche Aspekte aus Sicht der Bank entscheidend: Die Bonität des Kreditnehmers sowie die gestellten Sicherheiten. Anhand dieser Kriterien kann die Bank ihre Risikoeinschätzung vornehmen und dem Kunden entsprechende Konditionen unterbreiten.
Während die eingereichten wirtschaftlichen Unterlagen zur Prüfung der Bonität des Kreditnehmers vom Kreditinstitut ausgewertet werden, wird zur Sicherung des Kredites bei einer Immobilienfinanzierung üblicherweise eine Grundschuld zu Gunsten der Bank am zu finanzierendem Objekt eingetragen.
Der dezentral sitzende Bankberater nimmt eine erste Werteinschätzung des Objektes vor, indem er bestimmte Merkmale wie unter anderem die Art des Objektes, die Lage, das Baujahr oder den Modernisierungsstandard in ein entsprechendes Wertermittlungstool eingibt. Das Programm weist anschließend ein Markt- sowie Beleihungswert aus. Der Beleihungswert wiederum ist der ausschlaggebende Sicherheitenansatz. Anhand dieser beiden Parameter können dem Kunden Konditionen angeboten werden. Je niedriger der angegebene Sicherheitenwert bei gleichbleibender Ratingnote bzw. Bonität des Kunden ist, desto schlechter werden die Konditionen für den Kunden.
Zusammenfassung der Kapitel
Immobilienbewertungen zur Beschaffung von Privatkrediten in Zeiten von Corona: Einführung in die Thematik der Auswirkungen der Pandemie auf die Immobilienwirtschaft und die Kreditvergabe.
Typische Wertschöpfungskette zur Beschaffung eines wohnwirtschaftlichen Immobilienkredites aus Sicht der Bank: Darstellung der bankinternen Prozesse zur Bewertung von Objekten und Prüfung der Bonität von Kreditnehmern.
Aktuelle Zahlen in Bezug auf Corona-Infektionen und Homeoffice Möglichkeiten für Arbeitnehmer: Analyse der statistischen Zunahme von Homeoffice-Tätigkeiten und deren allgemeine gesellschaftliche Auswirkungen.
Fazit aus den Statistiken: Zusammenführung der Erkenntnisse über die Digitalisierung der Arbeitswelt und deren Bedeutung für das künftige Wohnverhalten.
Mobiles Arbeiten: Bedeutung für die Immobilienbewertung: Untersuchung der Korrelation zwischen Homeoffice, möglicher Stadtflucht und der Problematik veralteter Vergleichsdaten in der Immobilienbewertung.
Lösungsansätze: Vorschläge zur Integration von Big Data und aktuelleren Datenquellen in die Immobilienbewertung, um marktgerechtere Konditionen zu ermöglichen.
Fazit: Abschließende Einschätzung zur Notwendigkeit, klassische Bewertungsmodelle durch dynamischere Datenansätze in Krisenzeiten zu ergänzen.
Schlüsselwörter
Immobilienbewertung, Privatkredite, Corona-Pandemie, Kreditvergabe, Wertschöpfungskette, Homeoffice, Beleihungswert, Wertermittlungstool, Digitalisierung, Stadtflucht, Big Data, Risikoeinschätzung, Immobilienwirtschaft, Marktwerte, Bonitätsprüfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich die Corona-Pandemie und die Zunahme von Homeoffice auf die klassische Immobilienbewertung bei der Vergabe von Privatkrediten durch Banken auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Kreditprüfungsprozesse der Banken, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Arbeitsleben und die Problematik starrer Immobilienbewertungsverfahren.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es wird untersucht, ob automatisierte Wertermittlungstools, die auf Vergangenheitsdaten basieren, in einer durch die Pandemie veränderten Marktlage noch marktgerechte Konditionen für Immobilienfinanzierungen gewährleisten können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Branchenstatistiken und Gedächtnisprotokollen, um den Zusammenhang zwischen exogenen Ereignissen und Bewertungsfehlern aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Wertschöpfungskette der Kreditvergabe, die Zunahme mobiler Arbeit, statistische Trends zur Stadtflucht und die methodischen Schwächen aktueller Immobilienbewertungssoftware.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Immobilienbewertung, Beleihungswert, Kreditvergabe, Corona-Pandemie und Homeoffice charakterisiert.
Warum sind klassische Bewertungstools aktuell problematisch?
Sie stützen sich primär auf historische Vergleichsdaten, die durch die schnelle Veränderung des Marktes (z.B. durch kurzfristige Trends wie die Stadtflucht) nicht mehr die aktuelle Marktrealität widerspiegeln.
Welcher Lösungsansatz wird vorgeschlagen?
Der Autor schlägt vor, modernere Datenquellen und Big-Data-Analysen (wie Clusteranalysen oder Mikrolagedaten) in die Bewertung einzubeziehen, um flexibler auf Marktschwankungen reagieren zu können.
- Arbeit zitieren
- Aljoscha Schmitz (Autor:in), 2020, Immobilienbewertungen zur Beschaffung von Privatkrediten in Zeiten der Covid-19 Pandemie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/985630