Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Der Friedensgedanke in Aristophanes Komödien

Eine Analyse von "Die Acharner", "Der Frieden" und "Lysistrata"

Title: Der Friedensgedanke in Aristophanes Komödien

Seminar Paper , 2019 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa-Marie Eggert (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wie war der Krieg und insbesondere der daraus resultierende Friedensgedanke in Aristophanes Komödien vertreten und wie wurde er thematisiert? Die Arbeit behandelt die Vorstellung von Frieden bei Aristophanes, aus der auch Rückschlüsse auf die Interessen der Gesellschaft gezogen werden können. Zudem wird auch versucht, die Intention des Dichters herauszustellen. Drei seiner Werke, die Acharner, der Frieden und Lysistrata werden bei der Betrachtung in den Fokus gerückt, da dort besonders der Frieden als Thema und die damit verbundenen Vorstellungen präsent sind.

Beschäftigt man sich mit der griechischen Antike, wird man sicherlich auf den Namen Aristophanes stoßen, welcher sich als einer der bedeutendsten Dichter der alten Komödie beschreiben lässt und dessen Werke für diese Thematik eine wichtige Quelle darstellen. Auch heute werden seine Stücke noch rezipiert und aufgeführt. Der aus Athen stammende Dichter lebte im fünften Jahrhundert v.Chr. und seine wichtigste Schaffensperiode fiel in die Zeit des Peloponnesischen Krieges, bei dem Athen und Sparta um die Vormachtstellung kämpften und welcher schließlich auch zum Untergang Athens führte. In dieser Zeit entstand die Mehrzahl der politischen Komödien des Aristophanes und auch die meisten Werke des Tragödiendichters Euripides.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aristophanes und die alte Komödie

3. Der Frieden bei Aristophanes

3.1. Die Acharner

3.2. Der Frieden

3.3. Lysistrata

4. Das Goldene Zeitalter bei Hesiod

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und den Stellenwert des Friedensgedankens in ausgewählten Komödien des antiken Dichters Aristophanes. Dabei wird analysiert, wie der Dichter das im Peloponnesischen Krieg präsente Bedürfnis nach Frieden in seinen Werken thematisiert, in welcher Verbindung dies zur bäuerlichen Lebenswelt steht und welche Parallelen sich zum "Goldenen Zeitalter" bei Hesiod ziehen lassen.

  • Die literarische und politische Funktion der alten attischen Komödie.
  • Analyse der Friedenssehnsucht in den Stücken "Die Acharner", "Der Frieden" und "Lysistrata".
  • Die Rolle des Friedens als Voraussetzung für Wohlstand, Fruchtbarkeit und bäuerliches Leben.
  • Die kritische und komische Auseinandersetzung mit den Akteuren des Peloponnesischen Krieges.
  • Der Vergleich von aristophanischen Friedensvorstellungen mit dem mythischen Konzept des Goldenen Zeitalters.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Acharner

Durch die Aufführung des Stücks Acharner erlangte Aristophanes den Sieg bei den Dionysen. Dort nahm die in vielen Teilen der attischen Bevölkerung verbreitete Sehnsucht nach einem Ende des Peloponnesischen Krieges konkretere Gestalt an. Nach sechs Jahren Krieg wählte Aristophanes das Friedensthema für seine Komödie. Beide Seiten, also die Friedenswilligen und die Kriegstreiber wurden von der bäuerlichen Mittelschicht vertreten. Er schilderte die Stimmung während des Krieges zwischen den langen Mauern eingesperrten attischen Bauern, die Jahr für Jahr die Verwüstung ihres Landes miterleben mussten. Das Stück wird von der leidenschaftlichen Sehnsucht nach Frieden getragen. Dabei wird sich gegen Kleon, der Führer der Kriegspolitik gewendet. In der Komödie sind die Friedliebenden durch den Bauern Dikaiopolis, was so viel heißt wie „der gerechte Bürger“, vertreten, welcher sich seinen Privatfrieden aus Sparta kommen lässt. Es wird ein Dionysosfest abgehalten. Dikaiopolis eröffnet seinen privaten Friedensschluss mit einem Opfer für den Gott Dionysos, dem Gott der Fruchtbarkeit und des Festes. Ein Dankopfer soll versinnbildlichen, dass der Friede die angenehmen Seiten des Landlebens wieder bringen soll und nun eine bessere Zeit anbrechen wird: „Endlich kann ich doch, von keinem Feind gestört, auf meinem Gut daheim mein Dionysosfest begehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Aristophanes als Komödiendichter ein und skizziert die Fragestellung zur Darstellung des Friedensgedankens im Kontext des Peloponnesischen Krieges.

2. Aristophanes und die alte Komödie: Dieses Kapitel erläutert die biographischen Grundlagen des Dichters sowie die Entstehung und Eigenarten der attischen Komödie im religiösen und politischen Kontext.

3. Der Frieden bei Aristophanes: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Friedenthemas in den Werken des Autors.

3.1. Die Acharner: Dieses Unterkapitel analysiert das erste der betrachteten Stücke und die Sehnsucht der Bauernschaft nach einem Ende der kriegerischen Zerstörung.

3.2. Der Frieden: Dieses Unterkapitel untersucht die Darstellung des Friedensschlusses als Ziel, um Wohlstand und fruchtbares Leben wiederherzustellen.

3.3. Lysistrata: Hier wird die Komödie analysiert, in der Frauen durch den Entzug der Liebe die Männer zum Frieden zwingen, als Protest gegen den andauernden Krieg.

4. Das Goldene Zeitalter bei Hesiod: Dieses Kapitel stellt die aristophanischen Friedensbilder den Mythen des Hesiod gegenüber und arbeitet Gemeinsamkeiten in den Konnotationen von Glück und Überfluss heraus.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Aristophanes den Frieden durch absurde und komische Mittel als höchstes, erstrebenswertes Gut darstellt.

Schlüsselwörter

Aristophanes, alte Komödie, Peloponnesischer Krieg, Friedensgedanke, Dikaiopolis, Lysistrata, Acharner, Hesiod, Goldene Zeitalter, bäuerliche Lebenswelt, attische Politik, Kleon, Dionysosfest, Friedenssehnsucht, antike Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Aristophanes in drei seiner Komödien den Wunsch nach Frieden während des Peloponnesischen Krieges thematisiert und welche gesellschaftliche Bedeutung er diesem Gedanken beimisst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der antike Friedensbegriff, die Rolle der bäuerlichen Bevölkerung in den Komödien, die Kritik an der Kriegspolitik sowie der literarische Vergleich mit dem Goldenen Zeitalter bei Hesiod.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifische Vorstellung von Frieden bei Aristophanes herauszuarbeiten und zu analysieren, wie er seine Friedensbotschaft durch komische und absurde Elemente an das attische Publikum vermittelte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse der Texte von Aristophanes sowie den Vergleich mit relevanten antiken Quellen und Sekundärliteratur zur attischen Komödie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Komödien "Die Acharner", "Der Frieden" und "Lysistrata" und schließt mit einem Kapitel über die Parallelen zum Goldenen Zeitalter bei Hesiod ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Friedenssehnsucht, Aristophanes, attische Komödie, Peloponnesischer Krieg, bäuerliche Idylle und die mythologische Konnotation des Goldenen Zeitalters.

Warum spielt die bäuerliche Schicht eine so große Rolle in den Komödien?

Die Bauern waren die Hauptleidtragenden der Kriege und Landzerstörungen; Aristophanes nutzt sie als Identifikationsfiguren, um den Wunsch nach einem ruhigen und fruchtbaren Leben als Kontrast zum Krieg darzustellen.

Welche Funktion hat das "Goldene Zeitalter" im Vergleich?

Es dient als mythologisches Vorbild für einen friedvollen Zustand des Überflusses und der Gemeinschaft, das Aristophanes in seinen Werken herbeisehnt, um die Gegenwart des Krieges zu kritisieren.

Was unterscheidet die "Lysistrata" von den anderen beiden Stücken?

In der "Lysistrata" wird das Thema Frieden durch eine geschlechtsspezifische Protestform, den Liebesentzug der Frauen, aktiv und radikal durchgesetzt, statt nur den Wunsch nach Frieden zu thematisieren.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Der Friedensgedanke in Aristophanes Komödien
Subtitle
Eine Analyse von "Die Acharner", "Der Frieden" und "Lysistrata"
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
Lisa-Marie Eggert (Author)
Publication Year
2019
Pages
23
Catalog Number
V986220
ISBN (eBook)
9783346344052
ISBN (Book)
9783346344069
Language
German
Tags
Aristophanes Komödien Antike Dichter Krieg Frieden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa-Marie Eggert (Author), 2019, Der Friedensgedanke in Aristophanes Komödien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986220
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint