Englische Berufsbezeichnungen in Stellenanzeigen


Facharbeit (Schule), 2000

25 Seiten, Note: 13 P.


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Gliederung

Einleitung: Mit dem Wörterbuch zur Jobsuche?

1.Rolle der Berufsbezeichnungen
1.1.Definition des Begriffs ,,Berufsbezeichnung" & Aussagekraft
1.2.Die Notwendigkeit klarer Berufsbezeichnungen

2.Einflüsse, die zur Unschärfe bei neuen Berufsbezeichnungen führen

3.Innovationsgrad neuer Stellen

4.Systematik neuer Berufe am Beispiel Marketing & Vertrieb
4.1.Untergliederung in fünf Jobfamilien
4.2.Zuordnung und nähere Erläuterung zweier Beispielberufe

5.Zusammenfassung: Schlüsselqualifikationen in neuen Berufen

6.Bedeutung des Englischen für neue Berufsbezeichnungen
6.1.Gründe für die Verwendung von Anglizismen
6.2.Folgen der Verwendung englischer Berufsbezeichnungen
6.3.Charakterisierung von Unternehmen, die ,englisch` inserieren

Schluss: Einheitliche Bezeichnungen erwünscht

Mit dem Wörterbuch zur Jobsuche ?

Key Account Manager, Production & Process Engineers, Controller, Relationship-Marketing- Manager, Fundraiser, Senior Buyers, Info-Broker - so oder so ähnlich mag es wohl klingen, wenn jemand die Titel der Stellenangebote liest, während er den Anzeigenteil einer Zeitung durchblättert. Doch ich spreche hier nicht von der ,,Washington Post" oder den Stellenanzeigen in der ,,New York Times", wie der `Laie` vielleicht vermuten könnte. Nein, die Rede ist hier von einer x-beliebigen Seite voll Stellenanzeigen in der ,,Süddeutschen Zeitung", der ,,FAZ" usw. Der Trend auf dem Arbeitsmarkt bezüglich neuer Berufe geht ganz klar weg von deutschen, hin zu englischen Berufsbezeichnungen und so werden Stellensuchende tagtäglich mit einer wahren Flut an Anglizismen konfrontiert. Spätestens kurz vor der Bewerbung muß sich deswegen jeder - auch der größte Verfechter der deutschen Sprache - die Frage stellen, ob sich nicht doch die Anschaffung eines neuen ,,English dictionary" lohnen würde. Tatsächlich ist der Griff zum Wörterbuch oft ein wichtiger Schritt auf der Suche nach dem `Beruf`, der hinter einer bestimmten englischen Bezeichnung steckt. Denn wenn man erst einmal die deutsche Übersetzung parat hat, kann man meist den Tätigkeitsbereich o.ä. ableiten. Oft bleibt die Bedeutung eines englischen Titels aber im Dunkeln, trotz Wörterbuch-Einsatzes.

So soll die folgende Arbeit ein bißchen die Hintergründe der ständig wachsenden Zahl englischer Berufsbezeichnungen in Deutschland beleuchten. Das heißt, nachdem die allgemeine Rolle von Berufsbezeichnungen und auftretende Unschärfen bei neuen Titeln behandelt worden sind, geht die Arbeit insbesondere auf den Bereich Marketing und Vertrieb ein. Anschließend wendet sie sich dann der Bedeutung des Englischen für neue Bezeichnungen zu, wobei u.a. Gründe und Folgen der Benutzung von Anglizismen dargestellt werden.

Aber auch weiterhin wird sich das Englischlexikon unter den Stellensuchenden großer Beliebtheit erfreuen: ,,Application Engineer" ? A, ja, ,,Organisator für Benutzerservice"1 - gepriesen sei das DCE2.

1.Rolle der Berufsbezeichnung

1.1.Definition des Begriffs ,,Berufsbezeichnung" & Aussagekraft

Bevor nun die Bedeutung des Englischen für neue Berufsbezeichnungen in Stelleninseraten genauer untersucht wird, möchte ich mich zuerst einmal der Rolle von Berufstiteln ganz allgemein zuwenden. Das heißt, die Frage klären, was Berufsbezeichnungen überhaupt aussagen.

Die Bezeichnungen der Berufe sind (nach Stooß) folgendermaßen definiert:

Sie sind ,,auf den Punkt gebrachte Kurzbeschreibungen der Berufe. Viele Berufsbezeichnungen (...) erweisen sich als eine Bündelung von Informationen, bei der jeweils ein Merkmal der gängigen Beschreibung von (...) Berufsbildern in den Vordergrund rückt."3

Dabei versteht man unter einem Berufsbild eine Beschreibung eines Berufs, wobei auch die dazugehörige Ausbildung, die Zukunftsaussichten bzw. Aufstiegschancen und Qualifikationen berücksichtigt werden.4 Das bedeutet also, daß ein Berufstitel normalerweise viele Aspekte eines Berufes in sich vereinigt und diese gebündelt, sozusagen wie ein Schlagwort, zum Ausdruck bringt, wobei jedoch ein Gesichtspunkt, z.B. vorausgesetzte Qualifikationen, hervorgehoben wird.

Im Allgemeinen vermitteln Berufsbezeichnungen hauptsächlich drei Dimensionen: Erstens werden gewisse Tätigkeiten angegeben, die durch die Arbeitsaufgabe festgelegt sind. Ein einfaches Beispiel hierfür ist der Beruf des Fliesenlegers: Aus dieser Bezeichnung geht unmißverständlich die ausgeübte Tätigkeit hervor. Eng verbunden mit den Aufgaben des jeweiligen Berufs sind natürlich die dazugehörigen Fertigkeiten, erworbene Kenntnisse und Erfahrungen, kurz gesagt: die Qualifikationen.

Zweitens erleichtert die Berufsbezeichnung die Einordnung einer Person ins gesellschaftliche Wertesystem, d.h. der Beruf wird als Symbol einer sozialen Rangstufe in der Gesellschaft gesehen.5 Die Klassifizierung formt die personale und soziale Identität des Berufsträgers. So wird z.B. der Beruf des Arztes einer hohen Gesellschaftsschicht zugeordnet und die Person, die diesen Beruf ausübt, verbindet man mit Wohlstand, Einfluß usw. Schließlich vermitteln die Berufsbezeichnungen noch die Teilnahme am Wirtschaftsprozeß und am Bruttosozialprodukt. Die Person, die einen Beruf ausübt, ist also grundsätzlich auf Erwerb und Leistung ausgerichtet.

Obwohl Berufsbezeichnungen fast immer die oben genannten Dimensionen vermitteln, ist ihre Aussagekraft dennoch recht unterschiedlich einzustufen. So sind manche Bezeichnungen klar und genau verfaßt und bringen die Tätigkeit, die im jeweiligen Beruf ausgeübt werden muß, auf den Punkt. Sie sind für jeden, sowohl für den Laien als auch für den Experten, gleichermaßen verständlich. Andere wiederum sind unscharf gehalten und geben nur wenig Aufschluß über das Arbeitsgebiet oder über geforderte Abschlüsse bzw. Qualifikationen. Der große Unterschied bezüglich der Aussagekraft von Berufstiteln basiert wohl hauptsächlich darauf, daß die Jobs mit klarer Bezeichnung schon länger existieren als diejenigen mit weniger aussagekräftigen Titeln. Sie haben sich über eine große Zeitspanne hinweg gar nicht oder zumindest kaum verändert. Außerdem vermitteln die Berufsbezeichnungen z.B. von Handwerksberufen klar verständliche Informationen über Objekte wie z.B. verwendetes Material, Arbeitstechniken, -mittel oder -ort. Dies kann man am Beispiel ,,Werkzeugmacher" sehen.

Dagegen umfaßt die Gruppe der verschwommenen Bezeichnungen vor allem Berufe, die erst kürzlich neu entstanden sind und deren Namen deswegen, zumindest kurz nach der Entstehung, nur einem kleinen Kreis von Fachmännern geläufig sind. Zusätzlich läßt sich ein Großteil dieser neuen Berufe dem Bereich Multimedia bzw. Neue Medien zuordnen. Daraus folgt, daß selbst bei unterschiedlichsten Aufgabenfeldern wie z.B. bei den Berufen des ,,New Media Conceptioner" und des ,,Info-Broker"6 einheitlich Tastatur und Bildschirm die Arbeitsmittel bilden. Informationen über diese Mittel, die ja bei Berufen aus der ersten Gruppe noch sehr hilfreich sind, verlieren aus diesem Grund an Aussagekraft und lassen letztendlich keine Rückschlüsse mehr auf die Arbeit zu, die hinter einer bestimmten Berufsbezeichnung steckt.

1.2.Die Notwendigkeit klarer Berufsbezeichnungen

Aber für die Orientierung im Berufsleben, für die Berufsberatung und für den Arbeitsmarkt generell müssen klare Vorstellungen über jede beliebige Berufsbezeichnung existieren. So muß sich z.B. ein Berufsanfänger bei der Stellensuche ein genaues Bild von den Tätigkeiten, Anforderungen und gewünschten Abschlüssen, die mit einem bestimmten Namen verbunden sind, machen können um dann die richtige Wahl zu treffen. Nur wenn der Jobtitel klare und präzise Informationen zum Beruf, den er bezeichnet, vermittelt, hat der Stellensuchende die nötigen Voraussetzungen, um auf Anhieb zwischen mehreren Alternativen abwägen zu können und somit den für ihn passenden Beruf zu ergreifen. Umgekehrt gilt dasselbe natürlich auch für Stellenanbieter: Nur Inserate mit aussagekräftigen Berufsbezeichnungen sprechen auch eine ausreichende Anzahl potentieller Bewerber an und ermöglichen den Unternehmen so die Einstellung von genügend Arbeitern mit gewünschtem Qualifikationsprofil, um alle freien Stellen optimal zu besetzen.

Die Notwendigkeit klarer Jobbezeichnungen wird auch in der Berufsforschung deutlich. Denn Analysen und Statistiken zu den Trends des beruflichen Wandels sowie zur Arbeitslosigkeit stützen sich u.a. auf die Titel der Berufe. Man kann die Berufsbezeichnungen also als eine Art Grundinformation der Berufsforschung sehen und so ist es offensichtlich, daß nur aussagekräftige Bezeichnungen zu exakten und damit brauchbaren Analysen führen.7

Zusammenfassend kann man also sagen, daß in vielfältigen Bereichen rund um den Arbeitsmarkt präzise Berufsbezeichnungen von großem Vorteil sind. Daher ist es wichtig, auch die Einflüsse genauer zu untersuchen, die schließlich dazu führen, daß die Eindeutigkeit der Aussagekraft von Jobbezeichnungen in letzter Zeit ständig abnimmt, d.h. daß neu entstandene Titel oft allgemein und ungenau formuliert sind. Vor allem lohnt sich eine solche Betrachtung, da auch die Flut von Anglizismen im Bereich neuer Berufstitel nicht unwesentlich zur Unschärfe beiträgt. Im Folgenden werden nun ein paar Einflüsse kurz vorgestellt:

2.Einflüsse, die zur Unschärfe bei neuen Berufsbezeichnungen führen

Eine Ursache für die zunehmende Unschärfe bei neuen Berufstiteln ist die fortschreitende Spezialisierung in der Berufswelt. Aufgrund dieser Entwicklung müssen sich die neu entstandenen Berufe, die dann eben weitgehend Spezialtätigkeiten sind, einerseits von den traditionellen Berufen abgrenzen. Andererseits hat man diese neuen Jobs aber oft geschaffen, indem man einen ehemaligen Teilbereich eines komplexen Berufes aus diesem herausgelöst und dann zu einem selbständigen Arbeitsgebiet geformt hat. Die beiden Berufe, den alten vielschichtigen Traditions- und den neuen Spezialberuf, verbindet also ein gemeinsamer Teilbereich. Diese Tatsache muß auch die Bezeichnung widerspiegeln. Durch eben den Zwiespalt, daß der Name sowohl die Neuartigkeit des Spezialberufs als auch eine gewisse Verwandtschaft zwischen beiden Berufen ausdrücken sollte, entsteht dann die Ungenauigkeit in der Berufsbezeichnung.

Ein weiterer Grund, den ich hier nennen möchte, ist die sog. ´Berufskosmetik`, d.h. Berufe mit schlechtem Image sollen aufgewertet werden.8 Einerseits sind an dieser Aufwertung natürlich Arbeitgeber, d.h. Unternehmen, beteiligt, denn diese wollen als Stellenanbieter den jeweiligen ausgeschriebenen Beruf möglichst interessant und qualitativ hochwertig darstellen, um ihre freien Stellen optimal zu besetzen. Außerdem nimmt die Konkurrenz zwischen den einzelnen Unternehmen permanent zu, so daß diese sich das Ziel setzen, die Angebote potentieller `Gegner` zu übertreffen. Deshalb greift jede Firma, die im Vergleich mit anderen bestehen will, wiederholt zu neuen Berufsbezeichnungen, um das eigene Stellenangebot in ein günstigeres Licht zu rücken und sich so einen Vorteil auf dem Markt zu verschaffen. Andererseits kommt die Imageverbesserung gewisser Tätigkeitsfelder natürlich auch den betroffenen Stelleninhabern bzw. -suchenden zugute. Sie erhalten nämlich dadurch die Chance, einen Beruf auszuüben, der nicht schon allein aufgrund seines Titels abwertend wirkt, sondern ein bestimmtes Maß an Ansehen in der Gesellschaft genießt. Und so wird dann aus der ,,Schreibkraft" ein ,,Sekretär", der ,,Vertreter für pharmazeutische Produkte" wandelt sich zum vielversprechenden ,,Pharmareferenten"9 und, um die Anglizismen nicht zu vernachlässigen, der ,,Organisator für Benutzerservice" wird umbenannt in ,,Application Engineer".10 Aber dieser Imagewechsel bringt nicht nur Vorteile mit sich, denn er geht allzu oft auf Kosten der Aussagekraft von Berufsbezeichnungen vonstatten. So kann man sich z.B. beim Lesen der Begriffe ,,Pharmareferent" oder ,,Application Engineer" eben nicht unbedingt auf Anhieb den dazugehörigen Arbeitsablauf vorstellen.

Drittens kann die Bildung sog. ,,Hybridberufe" als Ursache für die zunehmende Ungenauigkeit von Berufsbezeichnungen angesehen werden. Von einem Hybridberuf spricht man, wenn die Inhalte, z.B. die Arbeitsaufgaben, von mindestens zwei ehemals eigenständigen Berufen zu einem einzigen neuen Job zusammengefaßt wurden.11 Dieser neu entstandene Sammelberuf ist natürlich jetzt um einiges komplexer, da er die Tätigkeitsfelder mehrerer `traditioneller` Berufe umfaßt. Auch in der Wahl des Titels müssen nun alle Teilgebiete berücksichtigt werden. Da es sich aber als äußerst schwierig erweist, der Gesamtheit der Tätigkeitsbereiche gerecht zu werden, faßt man die Jobbeschreibungen allgemeiner. Folglich geht ihre Eindeutigkeit verloren.

Die Tatsache, daß deutsche Berufstitel immer öfter durch fremdsprachliche Ausdrücke ersetzt werden, ist schließlich das letzte und wichtigste Argument, das ich hier als Ursache für ihre zunehmende Ungenauigkeit anführen möchte. Insbesondere die Übernahme von Anglizismen spielt eine große Rolle, wogegen man Einflüsse anderer Sprachen wie z.B. des Französischen oder Spanischen in diesem Zusammenhang getrost vernachlässigen kann. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, daß die englischsprachigen Länder, v.a. die Supermacht USA, bedingt durch ihre führende Position in Forschung, Wissenschaft, Technik usw., eine Art `Vorbildfunktion` für die deutsche Wirtschaft innehaben. So werden viele neue Berufe, z.T. sogar ganze

Berufssparten wie das Marketing12, im Ausland entwickelt, eingesetzt, und, falls sie sich mit Erfolg etablieren, anschließend nach Deutschland ,exportiert`. Weil diese Berufe aber erst seit Kurzem existieren, fehlen entsprechende deutsche Bezeichnungen für derartige Jobs und so werden mit den neuen Tätigkeitsfeldern häufig zugleich die englischen ,,job titles" übernommen. Diese Entwicklung läßt sich sowohl bei Einsteigerberufen als auch bei höherqualifizierten Fachberufen beobachten. Die Ungenauigkeit entsteht dabei also einerseits durch die Neuartigkeit des Berufes und der daraus resultierenden mangelnden Kenntnis der Arbeitsaufgabe und andererseits durch die Schwierigkeit, die englische Berufsbezeichnung ordnungsgemäß ins Deutsche zu übertragen, so daß ihre Aussage erhalten bleibt.13

3.Innovationsgrad neuer Stellen

Wie innovativ ist eine neue Stelle überhaupt - die Antwort auf diese Frage ist oft sehr schwer zu finden. Es gibt zwar Berufe, die man schon allein aufgrund ihres Namens als neuartig einstufen kann, doch meistens beruht die Innovation nur auf einer Weiterentwicklung innerhalb einer gewissen Branche und diese läßt sich nicht sofort auf den ersten Blick erkennen. Zu den Jobs, die man leicht klassifizieren kann, gehören v.a. sog. `marktgetriebene` Berufe wie z.B. der New Media Manager, während man zu der zweiten Gruppe meist sog. `marktgetriebene` Entwicklungen wie das Relationship-Management14 im Bereich Marketing und Vertrieb zählt.

Hat man einen bestimmten Job einmal als neu definiert, bleibt aber immer noch die Frage offen, wie innovativ er im Vergleich zu anderen, ebenfalls `neuen` Berufen erscheint. Das heißt, es genügt nicht festzustellen, ob eine Tätigkeit neu ist, sondern man muß beurteilen können, bis zu welchem Grad sie es ist. Um einen Maßstab hierfür zu finden, ist es von Nutzen, das Umfeld und die Entstehung des zu prüfenden Berufes zu betrachten. Dadurch ergeben sich fünf Sparten für die Einstufung einer Position:15

So kann ein neuer Beruf erstens dadurch entstanden sein, daß aus einem traditionellen Aufgabenfeld ein Teilgebiet herausgenommen worden ist und dieses dann zu einem eigenständigen Beruf erklärt wurde. Man spricht hier von einer ,,Spezialisierung einer klassischen Position". Sie erfolgt, wenn ein Teilgebiet des Traditionsberufs so umfangreich wird, daß der Stelleninhaber nicht mehr alle Aufgaben bewältigen kann. Zum Beispiel verwaltet der Media-Manager die Media-Budgets aller Abteilungen einer Firma, da das Media-Management mittlerweile zu komplex ist, um von den einzelnen Abteilungen separat durchgeführt zu werden.

Die zweite Möglichkeit ist die ,,Erweiterung einer klassischen Position". Sie verkörpert das Gegenstück zur Spezialisierung. Hierbei handelt es sich um Stellen, denen Aufgaben hinzugefügt wurden, die ursprünglich außerhalb ihres Tätigkeitsbereichs lagen. Für die restlichen drei Sparten ist nicht die Entstehung, sondern vielmehr die Neuartigkeit in einer bestimmten Umgebung das entscheidende Kriterium:

In die dritte Sparte teilt man z.B. Stellen ein, die zwar nicht gänzlich ohne Vorbild sind, aber dennoch erst kürzlich in einem bestimmten Unternehmen eingeführt wurden. Sie können als ,,Neu für das Unternehmen" bezeichnet werden, wobei natürlich die Existenz desselben Berufsbildes in anderen Firmen nicht ausgeschlossen ist.

Außerdem gibt es noch die Klassifizierung ,,Neu für die Branche" und schließlich Positionen, die ,,Neu ohne Vorbild" sind. Letztere, so glaube ich, müssen nicht näher erläutert werden.

4.Systematik neuer Berufe am Beispiel Marketing & Vertrieb

Um einen Überblick über die Unmenge an neuen Jobtiteln zu gewinnen, muß man sie in einen Gesamtzusammenhang einordnen können. Das heißt, man führt Überbegriffe, sog. Jobfamilien, ein und ordnet die einzelnen Bezeichnungen der Berufe dann diesen Sparten zu. Da sich das Gebiet der neuen Berufsbezeichnungen als sehr umfangreich erweist, würde die nähere Betrachtung aller neuen Jobs den Rahmen einer Facharbeit sprengen und daher möchte ich mich auf eine Sparte beschränken, die stellvertretend für andere Bereiche behandelt wird - Marketing und Vertrieb.

Warum gerade der Bereich Marketing und Vertrieb? Er umfaßt viele neue, v.a. englische, Berufsbezeichnungen, ist aber trotzdem sehr übersichtlich und deswegen leicht zu untergliedern. Außerdem sind die Qualifikationsprofile sowie Aufgabenbereiche dieser Sparte gut dokumentiert und die Namen der Berufe, im Gegensatz zu anderen Feldern relativ klar und verständlich.

Was ist der Zweck dieser Systematik? Das folgende Kapitel soll erstens einen Eindruck von der Vielfalt neuer Bezeichnungen vermitteln. So läßt sich z.B. aufgrund der bedeutenden Anzahl neuer Berufsbenennungen, die allein in Marketing und Vertrieb existieren, erahnen, wie viele neue Titel in der gesamten `Jobwelt` zu finden sind.

Der Bereich, der hier stellvertretend behandelt wird, macht aber auch deutlich, daß diese vielen neuen Bezeichnungen nicht einfach isoliert stehen und kreuz und quer durcheinandergewürfelt sind. Denn es besteht die Möglichkeit, die einzelnen Berufstitel zueinander in Bezug zu setzen und so das vermeintliche Chaos zu ordnen, was anhand der Marketing-Jobfamilien demonstriert wird.

Drittens spiegelt der folgende Abschnitt aus der `Jobwelt` ganz gut die Überhandnahme von Anglizismen bei der Wahl der Berufsbeschreibungen wider. Zusätzlich werden erste Gründe für die wachsende Zahl englischer Bezeichnungen angedeutet. So kann man durch die Betrachtung der Positionen des ,,New-Media-Management" bereits einen Zusammenhang zwischen der Benutzung von Anglizismen und technischen Weiterentwicklungen im Bereich Neuer Medien erschließen. Viertens zeigen die Jobs, die anschließend an die Untergliederung in Jobfamilien genauer besprochen werden, beispielhaft häufig erwartete Qualifikationen und Tätigkeitsfelder neuer Berufe auf.

4.1.Untergliederung in fünf Jobfamilien

Grundsätzlich läßt sich das Gebiet Marketing und Vertrieb in fünf gleichwertige Jobfamilien unterteilen: Relationship-, Information-, ECR- und New-Media-Management, ergänzt durch die Gruppe der Marketing-Tools-Spezialisten.16

Zur Relationship-Sparte gehören diejenigen Berufe in Marketing und Vertrieb, die sich, wie der Name schon sagt, mit Kundenbindung beschäftigen. Mit Hilfe modernster Informations- und Serviceprogramme sollen individuelle Beziehungen zwischen Firma und Kunden aufgebaut und erhalten werden. So kreieren die Hello-and-Goodbye-Manager z.B. sog. ,,Welcome-Pakete" um neue Kunden zu werben. Außerdem hat das Relationship- Management beispielsweise die Aufgabe, vernünftige Lösungen für etwaige Beschwerden zu finden, um das Vertrauen verärgerter Kunden zurückzugewinnen und somit möglichst keinen von ihnen an Konkurrenzunternehmen zu verlieren. Da bei dieser Ausprägung des Managements meistens in Teams gearbeitet wird, muß ein Manager, auf diesem Gebiet tätig ist, auch über ein großes Koordinationstalent verfügen und fähig sein, die Moderation zwischen den verschiedenen Parteien im Arbeitskreis zu übernehmen. Die Bezeichnung Beziehungsmanagement ist ein Überbegriff, der zwei unterschiedliche Aufgabenfelder umfaßt: Einerseits das Profit-Marketing, das z.B. Stellen bei Banken oder in der (Auto-)Industrie bietet und andererseits der Non-Profit-Bereich, zu dem Stellen in Wohltätigkeitsorganisationen wie z.B. der Deutschen Welthungerhilfe oder dem WWF gehören.

Alle Relationship-Management-Berufe, ob im Profit- oder Non-Profit-Sektor, sind fast ausschließlich in großen Konzernen angesiedelt, die weltweit agieren. Das heißt, diese Konzerne führen bewährte Management-Konzepte aus den USA, dem ,,Mutterland des Marketing"17, in ihren deutschen Niederlassungen ein. Dadurch läßt sich auch die Anhäufung englischer ,,job titles" in dieser Sparte erklären: Mit dem Tätigkeitsbereich wird zugleich die Originalbezeichnung aus dem Entstehungsland nach Deutschland importiert. Der deutsche Zweig eines solchen Unternehmens profitiert also von den Erfahrungen der US- Niederlassung. Beispielsweise holen sich Manager der Firma Mercedes-Benz Rat und Tipps bei der

,,nordamerikanischen Mercedes-Benz-Organisation, die in dem Flächenland USA bereits beste Erfahrungen mit professionellem Beziehungsmanagement gemacht hat."18

Zum Schluß möchte ich noch die wichtigsten Vertreter des Relationship-Managements nennen: Im Profit-Marketing sind v.a. der vielgenannte Relationship-Markerting-Manager und der Hello-and-Goodbye-Manager erwähnenswert. Letzterer ist ein Einsteigerberuf, der die Zusammenstellung von Begrüßungs- und Abschiedspräsenten zur Aufgabe hat. Die bedeutendsten Vertreter des zweiten Sektors sind der Fundraiser und der City-Manager, der mit Hilfe von Gastronomie, Verkehr und Handel die Zentren von Großstädten beleben soll. Die Jobfamilie des Information-Management weist eine starke Verbindung zur eben besprochenen Familie auf. Denn ähnlich wie beim Relationship-Management dreht sich hier alles um neue Zielgruppen. Allerdings steht beim Information-Management weniger die Werbung potentieller Neukunden oder die Kundenbindung, sondern vielmehr die Auswahl geeigneter Zielgruppen im Vordergrund. Dies geschieht mit Hilfe des sog. Database- Marketing. D.h. die Info-Manager setzen Computer ein, um Informationen z.B. über Interessensgebiete oder Kaufkraft unterschiedlicher Zielgruppen zu gewinnen. Die auf diese Weise erlangten Daten werden dann ausgewertet und so erhält die Firma einen Überblick, mit welchen Mitteln sie am besten welche Art von Kunden ansprechen sollte. Kurz gesagt ist das Information-Management also die ,,intelligente Nutzung der EDV für Marketingzwecke".19 Aus diesem Sachverhalt läßt sich eine Schlüsselqualifikation ableiten: praktische Erfahrung im Umgang mit Datenbanken und verschiedensten Computerprogrammen.

Man kann das Info-Management, insbesondere das Database-Marketing, als wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Relationship-Management betrachten. Denn der Beziehungsmanager setzt die hier gewonnenen Daten gezielt bei der Werbung neuer Kunden ein.20 Als wichtigste Vertreter der Information-Jobfamilie gelten der Database-Marketing- Manager und der Beruf des Info-Broker.

In dieser Gruppe kann man erneut eine häufige Verwendung sog. Anglizismen beobachten, was ja schon im Relatinship-Management zu sehen war. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die drei noch folgenden Jobfamilien: Marketing-Tools-Spezialisten sowie ECR- und New-Media- Management.

Das ECR-Management läßt sich in drei Teile untergliedern. Die Vertreter des ersten Teilbereichs, der sog. ,,Demand Side", kümmern sich vor allem darum, daß firmeneigene Produkte möglichst effizient angeboten werden. Das heißt, sie sorgen z.B. dafür, daß den Kunden ,,das richtige Sortiment in der richtigen Menge zur richtigen Zeit"21 zur Verfügung steht. Man spricht hier von verbraucherorientierter Regaloptimierung und Steuerung der Produktpalette.

Im Gegensatz dazu beschäftigen sich die Vertreter des zweiten Teilbereichs, der ,,Supply Side" nicht mit dem Verkauf von Produkten, sondern der Warenankauf steht im Mittelpunkt. Zudem fällt die Betreuung von Zulieferfirmen in ihr Ressort. Die ,,Supply Side" ist also mit Logistik und Warenversorgung gleichzusetzen.

Das letzte Teilgebiet ist nun allgemeiner gefaßt und vereinigt die Aufgabenbereiche der beiden anderen, eben genannten, Sektoren in einer gehobenen Position. Seine Vertreter stellen also als ,,Generalist" die Warengruppen zusammen, sichern aber außerdem ,,auf Basis von elektronischem Datenaustausch"18 die Versorgung mit neuen Waren. ECR-Manager können auch als Leiter von innerbetrieblichen Arbeitskreisen, als interner Berater oder PR- Beauftragter fungieren. Dieser Beruf bietet dem Stelleninhaber folglich vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten, z.B. Stellen in Industrie oder Handel.

Zu den wichtigsten Vertretern zählen der Categorie-Manager im Bereich ,,Demand Side", der Supply-Chain-Manager in der Kategorie ,,Supply Side" und schließlich der ECR-Manager für den Generalist-Sektor.

Die Jobfamilie des New-Media-Management gestaltet sich wiederum sehr umfangreich, da sie sich aus vielfältigen Richtungen zusammensetzt. So lassen sich folgende fünf Bereiche unterscheiden: Konzeption, Multimedia-Redaktion, Werbung, Technik und Generalist. Diejenigen Manager, die in der Kategorie Konzeption tätig sind, versuchen die Kundenbetreuung und die Kommunikation mit Handelspartnern zu verbessern. Sie arbeiten z.B. Vorschläge zur Beantwortung von E-mails aus oder bieten ,,Grafiklösungen für On- und Offline-Produkte"22 an.

Die Multimedia-Redakteure sind z.B. als Online-Positionen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Sie gestalten Intranet-Journals für Firmen, wo den Mitarbeitern Diskussionsforen usw. offenstehen und sind außerdem hauptverantwortlich für die Inhalte der erstellten Webseiten. Die Online-Werbung bedarf keiner großartigen Erläuterung. Die Spezialisten dieser Gruppe setzen einfach normale Werbekampagnen auf dem PC um.

Während die Vertreter dieser ersten drei Untergruppen, z.B. beim Erstellen von Homepages, kreativ tätig sind, beschränkt sich das Tätigkeitsfeld im Bereich Technik auf das Aktualisieren und Handhaben von Internetseiten. So schließen die Techniker u.a. neue Datenbanken an den Server an.

Außerdem gibt es im New-Media-Management wieder sog. Generalist-Positionen, in denen verschiedene Aufgaben aus den anderen vier Untergruppen gebündelt werden. Dasselbe konnten wir ja auch schon in der Jobfamilie ECR-Management feststellen. Wie unterschiedlich die einzelnen Untergruppen auch sein mögen, wie grundverschieden ihre

Tätigkeitsfelder auch sind, sie haben doch zwei Dinge gemeinsam: Der Computer bildet hier das Hauptarbeitsmittel. Deswegen gelten vertiefte PC-Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit dem Internet als grundlegende Voraussetzungen. Zweitens sind in der New-Media- Familie alle Berufsbezeichnungen durchgehend in englischer Sprache verfaßt, was übrigens auf einen Großteil der Berufe in Marketing und Vertrieb zutrifft.23

Zum Schluß möchte ich noch ganz kurz ein paar Beispielberufe ergänzen, die typisch für das New-Media-Management sind: Der New-Media-Conceptioner repräsentiert die Konzeption. Die Multimedia-Redakteure stellen die zweite Untergruppe. In der Werbung ist der OnlineWerbespezialist zu nennen. Der Web- bzw. Sitemaster vertritt den Bereich Technik und der New-Media-Projektleiter ist ein Beispiel für die Generalist-Stellen.

Die letzte Jobfamilie in Marketing und Vertrieb, die man allgemein als Marketing-Tools- Spezialisten bezeichnet, unterscheidet sich im Grunde nicht sonderlich von den bereits behandelten. Aus diesem einfachen Grund will ich mich kurz fassen: Alle Jobs, die zu dieser Sparte gehören, führen englische Titel. Jede einzelne Stelle ist ein Expertenberuf für ein bestimmtes Marketing-Instrument.24 Grundlegende Qualifikationen sind gute Englischkenntnisse, Interneterfahrung und Wissen über Database-Marketing.25 Cluster Sales Manager sowie Yield-Mnager gelten als wichtige Tools-Spezialisten.

4.2.Zuordnung und nähere Erläuterung zweier Beispielberufe

Im Folgenden werde ich aus den eben aufgelisteten Jobfamilien zwei Berufe herausgreifen, um sie genauer unter die Lupe zu nehmen. V.a. geforderte Abschlüsse, verlangte Qualifikationen und auszuführende Tätigkeiten sind dabei von Bedeutung. Gleich zu Beginn dieses Kapitels soll nun der Job des Relationship-Marketing-Managers besprochen werden. Er vertritt natürlich die Marketingsparte des Beziehungsmanagements.

Ziel eines jeden Relationship-Marketing-Managers ist es, möglichst viele Kunden in ihren Wünschen zufriedenzustellen, so daß diese Personen seiner Firma treu bleiben. Dies wird mit Hilfe des sog. "One-to-one-Marketing" erreicht, d.h. jeder Kunde wird persönlich angesprochen und betreut. So greift der Relationship-Manager auch den Kundenberatern unter die Arme. Er beschäftigt sich im Allgemeinen mit den folgenden drei Aufgabenbereichen: Erstens werden mit Hilfe von Informationen, die in der sog. Database gespeichert sind, Kunden ausfindig gemacht, die im Begriff sind, weniger Produkte eines bestimmten Unternehmens zu nutzen oder sogar vollständig zu Konkurrenten abwandern wollen. Diese Kunden werden anschließend über ein Call-Center direkt angesprochen und möglichst wieder enger an die betreffende Firma gebunden. Der Beziehungsmanager soll also gefährdete Kundenbeziehungen stabilisieren.

Zweitens betreibt dieser Vertreter des Relationship-Management das ,,Cross-Selling weiterer (...) Produkte an den bestehenden Kundenstamm."26 Das heißt, er wählt gewisse Anlässe wie z.B. den Geburtstag des Kunden aus, um ihm weitere Firmenangebote anzupreisen. Zu guter Letzt ist der Relationship-Marketing-Manager für die Weiterentwicklung interner Marketingabläufe verantwortlich. So soll er z.B. den Versand von Mails sowohl kundenfreundlich als auch gewinnbringend gestalten.

Positionen im Bereich Beziehungsmanagement findet man in fast allen Branchen, u.a. auch bei Banken. Daher werde ich auch die Qualifikationen, die in diesem Beruf verlangt sind, anhand einer Stellenanzeige der Deutschen Bank darstellen: Man sollte demnach ein

,,Studium der Betriebswirtschaft oder der Kommunikationswissenschaften erfolgreich abgeschlossen und in (...) mehrjährige(r) Berufspraxis bereits umfangreiche Erfahrungen in Marketing oder Vertrieb (...) gesammelt (haben). Ideal wären Erfahrungen im Internet."25

Der zweite Beruf, den ich zwecks Verdeutlichung von Qualifikationsprofilen und gängigen Tätigkeitsfeldern vorstellen möchte, stammt aus der Jobfamilie New-Media-Management und nennt sich New-Media-Conceptioner. Eine Person, die eine solche Position innehat, setzt sich das Ziel, den Internetauftritt eines bestimmten Anbieters nach dessen Wünschen bestmöglich zu gestalten. Daraus ergeben sich drei Aufgaben:

Erstens muß ein Conceptioner die bereits vorhandenen technischen Mittel und bisher genutzte Vertriebswege überprüfen. Dabei bringt er gleichzeitig in Erfahrung, wie sich sein Kunde den geplanten Internetauftritt vorstellt. Es wird also zunächst der Rahmen des maximal Durchführbaren abgesteckt.

Außerdem fertigt der Spezialist für Neue Medien einen Entwurf des bevorstehenden Internetdebüts an, indem er z.B. digitale Diskussionsforen einrichtet, die ,,Kunden über interessante Themen, kompetente Ansprechpartner und neue Kommunikationsformen"27 binden sollen.

Drittens muß ein New-Media-Conceptioner im Stande sein, ein ganzes Team von Spezialisten zu leiten. Denn er benötigt die Unterstützung kompetenter Fachleute z.B. im Bereich ScreenDesign, um den Entwurf fachgerecht verwirklichen zu können.

Gemäß diesen Aufgabenbereichen ist beim Beruf des New-Media-Conceptioners natürlich eine gewisse Geschicklichkeit im Umgang mit Computer, Internet o.ä. vorausgesetzt. So sollte ein Bewerber für eine derartige Position

,,über eine hohe Affinität zu den Neuen Medien verfügen, (...wobei...) von Praktikumserfahrungen über Studienschwerpunkte im Bereich Neuer Medien bis hin zu Berufserfahrung auf diesem Gebiet" alles von Nutzen ist.

Außerdem wird vorausgesetzt, daß der angehende Conceptioner ein Betriebswirtschaftsstudium erfolgreich abgeschlossen hat. Schließlich soll er über ein hohes Maß an Koordinationstalent verfügen, d.h. er muß fähig sein, ein Team zu führen.

5.Zusammenfassung: Schlüsselqualifikationen in neuen Berufen

Auf die Vorstellung des Marketing-Sektors und die genauere Betrachtung zweier Berufe dieser Sparte folgt jetzt eine knappe Zusammenfassung wichtiger Anforderungsprofile. Dieser kurze Einschub soll einen Überblick über Qualifikationen bieten, die ungewöhnlich oft in Stelleninseraten mit englischen Titeln genannt werden.

Eine der wichtigsten Qualifikationen stellt die Beherrschung von Fremdsprachen dar. Besondere Bedeutung innerhalb dieser Sprachen wird dem Englischen zugemessen. So werden z.B. ,,in 92% der Anzeigen mit Fremdsprachenanforderungen (...) Englischkenntnisse verlangt", wobei ein Großteil dieser Inserate nicht nur allgemeine Kenntnisse fordert, sondern ,,Sicherheit in Wort und Schrift bzw. Verhandlungssicherheit"28 voraussetzt. Neben der obligatorischen Beherrschung des Englischen sind manchmal auch andere Fremdsprachen erwünscht, wobei unter den Zweitsprachen französisch ganz oben auf der Wunschliste vieler Unternehmen steht.

Zweitens sind neue Berufe, die englische Bezeichnungen führen, oft im Bereich New-Media angesiedelt, d.h. Erfahrung im Umgang mit PC, Internet usw. gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für den Marketing-Sektor z.B. folgt daher, daß

,,Kenntnisse im Online-Marketing (...) in naher Zukunft ähnlich wie die (oben genannte) Beherrschung der englischen Sprache und der gängigen Windows-Applikationen zu den `Muß-Qualifikationen` gehören"27 dürfte.

An dritter Stelle wären die sog. ,,sozialen Kompetenzen"27 oder, anders ausgedrückt, `weichen` Management-Fertigkeiten zu nennen. Darunter versteht man Eigenschaften, die ein Bewerber im zwischenmenschlichen Bereich mitbringen sollte. U.a. muß er demnach im Stande sein, mit anderen Spezialisten in einem Team zusammenzuarbeiten, er muß bereit sein,

sich laufend fortzubilden und sollte Belastungen wie z.B. Stress möglichst gut verkraften.29 Schließlich möchte ich noch darauf hinweisen, daß sich viele Firmen Bewerber wünschen, die einen beruflich bedingten Auslandsaufenthalt vorzuweisen haben. Die Spanne ist dabei sehr groß und reicht von ,,allgemeiner Auslandserfahrung" über Auslandsstudium bis hin zur ,,Betreuung von Auslandsgeschäften"27. Ganz klar bevorzugt wird jedoch eine Auslandstätigkeit in Marketing und Vertrieb.

Nach dieser kurzen Zusammenfassung komme ich jetzt zum Einfluß der englischen Sprache auf neue Berufsbezeichnungen:

6.Bedeutung des Englischen für neue Berufsbezeichnungen

In den letzten Jahren tauchen im deutschen Sprachgebrauch verstärkt englische Ausdrücke auf. So geht heute z.B. ,,niemand mehr einkaufen, sondern shopping", man ,,feiert keinen Geburtstag, sondern Birthday (...), natürlich nicht mit den Kindern, sondern Kids (...und) legt viel Wert aufs (...) Relaxen" sowie auf den ,,Lifestyle" insgesamt.30 Die Integration dieser sog. Anglizismen in die deutsche Sprache wird durch viele Faktoren begünstigt, u.a. wird sie von der Werbebranche vorangetrieben. Kritische Stimmen sehen das Deutsche deswegen, vorausgesetzt dieser Trend hält an, bereits im Untergang begriffen, da es ihrer Meinung nach zu einem `Mischmasch` aus deutschen und englischen Begriffen, dem sog. `Denglisch`31, verkommt. Wenn aber die englische Sprache auf das Deutsche grundsätzlich großen Einfluß ausübt und englische Ausdrücke reihenweise ,eingedeutscht` werden, dann ist gezwungenermaßen auch das Gebiet ,,Neue Berufsbezeichnungen" davon betroffen. Deshalb sollen im folgenden Abschnitt zuerst einmal Gründe für die Verwendung englischer Jobtitel angeführt werden. Anschließend werden die daraus resultierenden Folgen erläutert. Das Kapitel endet mit einer kurzen Beschreibung jener Firmen, die in ihren Inseraten Stellen mit englischem Titel anbieten.

6.1.Gründe für die Verwendung von Anglizismen

Der erste Grund, den ich hier anführen möchte, ist die sog. Berufskosmetik. Wie schon erwähnt32, versuchen Unternehmer ihre Stellenangebote möglichst positiv darzustellen. Deswegen kreieren sie ständig neue Bezeichnungen, um damit das evtl. schlechte Image eines bestimmten Berufsbildes zu verbessern, was dann ja letztendlich auch den Stelleninhabern zugute kommt. Der einfachste Weg, einen Job aufzuwerten, besteht nun darin, seinen deutschen Namen durch einen fremdsprachlichen, i.d.R. englischen, Ausdruck zu ersetzen. Obwohl sich dadurch am Beruf an sich, z.B. an der Arbeitsaufgabe, nichts ändert, klingt ein englischer Titel trotzdem um einiges bedeutender als ein gewöhnlicher deutscher. Denn indem die Verwendung von Anglizismen die Tätigkeit eines Berufes verschleiert, läßt sie ihn, zumindest auf den ersten Blick, geheimnisvoll erscheinen. Oder anders ausgedrückt: Die neuen Titel ,,sorgen für Glanz auf der Visitenkarte."33 Das heißt also, man weiß nicht genau, was gemeint ist und findet es deswegen interessant. So wandelt sich dann z.B. ein ,gewöhnlicher` Telefonberater zum hochspezialisierten Hotline-Supporter. Zweitens gelten technische Neuerungen als Ursache für die steigende Zahl englischer Berufsbezeichnungen auf dem deutschen Stellenmarkt. Aber was haben Weiterentwicklungen z.B. im Bereich Neue Medien mit der Anhäufung von Anglizismen bei neuen Berufen zu tun? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Technische Fortschritte werden häufig in den USA erzielt.34 Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, daß das amerikanische Gesetz in diesem Zusammenhang viel Freiraum gewährt und sehr viel Geld in die Forschung investiert wird. Technische Entwicklungen schaffen wiederum neue Tätigkeitsfelder und somit neue Berufsmöglichkeiten, wie man am Beispiel Internet und den damit verbundenen Jobs des Webmaster oder Internet-Scout eindeutig sehen kann. Um ,,Experten mit dem nötigen Know- how" zu gewinnen, ,,kopiert man (derartige) Berufsbilder nach Deutschland".35 Da man in den Vereinigten Staaten aber nun mal nicht deutsch, sondern englisch spricht, tragen alle Jobs, die dort entwickelt wurden, ,,English job titles". Um den Import dieser Berufsbilder zu erleichtern, übernimmt man einfach die Originalbezeichnungen. Erstens geht man dadurch Schwierigkeiten, die eventuell bei der Übersetzung der Titel auftreten könnten, aus dem Weg und zweitens dient die Beibehaltung der Anglizismen dem internationalen Verständnis. Womit wir auch schon beim nächsten Grund für die Verwendung englischer Benennungen wären: die fortschreitende Globalisierung. Die weltweiten Verbindungen z.B. durch Datennetze gewinnen immer mehr an Bedeutung und werden deshalb weiterhin ausgebaut. So kann sich bereits heutzutage jeder Privatmann via Internet Informationen auf der ,ganzen` Welt beschaffen oder Kontakte ins Ausland knüpfen. Eine ähnliche Entwicklung läßt sich auch in der Wirtschaft beobachten. So gibt es kaum noch marktführende Unternehmen, die nicht zu großen, weltweit agierenden Konzernen verflochten sind oder zumindest auf eigene Faust im Ausland aktiv sind. Aber die internationalen Verknüpfungen bringen u.U. Sprachprobleme mit sich. Um etwaigen Verständnisschwierigkeiten entgegenzuwirken, führt man daher eine einheitliche Sprache ein, und was läge näher, als die Weltsprache Nummer eins - englisch. Wenn sich also beispielsweise ein Vertreter der japanischen Niederlassung eines Konzerns mit seinem Kollegen aus der schwedischen Zweigstelle zu einer Besprechung o.ä. trifft, kommunizieren sie auf englisch. Folglich werden auch die Berufsbezeichnungen,zunächst einmal nur firmenintern, angepaßt. Im nächsten Schritt benutzt man extern ebenfalls Anglizismen, was sich dann in Inseraten mit englischen Jobtiteln bemerkbar macht.36

Den letzten Punkt, den ich im Zusammenhang mit der Verwendung von Anglizismen zur Sprache bringen möchte, könnte man vielleicht als ,Nachahmungseffekt` bezeichnen. Das bedeutet, sobald eine Firma feststellt, daß einige Konkurrenten in Inseraten Stellen mit englischer Benennung anbieten, paßt sie ihre eigenen Jobtitel ebenfalls dahingehend an. Dadurch entsteht langfristig ein Trend, dem weitere Unternehmen folgen. Denn einerseits erhoffen sie sich durch die Umstellung mehr Zuspruch z.B. von potentiellen Bewerbern und auf der anderen Seite wollen sie gegenüber der Konkurrenz nicht ins wirtschaftliche Hintertreffen geraten. Das bringt eine Art ,Kettenreaktion` in Gang, die den Arbeitsmarkt mit einer Flut von Anglizismen regelrecht überschwemmt. Diese Entwicklung kann man zur Zeit wunderbar am Stellenmarkt z.B. der SZ verfolgen. Aber wohin führt das alles?

6.2.Folgen der Verwendung englischer Berufsbezeichnungen

Die Auswirkungen, die sich aufgrund der Benutzung englischer Benennungen ergeben, lassen sich einwandfrei aus den vorangegangenen Kapiteln ableiten.37 Grundsätzlich kann man sie in drei Kategorien einteilen: positive, negative und relativ neutrale Folgen. Lassen Sie mich mit den negativen Auswirkungen beginnen: Der größte Nachteil, den die steigende Zahl von Anglizismen im Berufssektor mit sich bringt, besteht wohl darin, daß sie zur Unschärfe der Bezeichnungen beiträgt. Wenn nämlich das Tätigkeitsfeld, das sich hinter einem bestimmten Jobtitel verbirgt, durch diesen nicht exakt, sondern nur ungefähr abgegrenzt ist, führt das u.a. zu falschen Statistiken und Analysen in der Berufsforschung. Aber, was noch viel gravierender ist: Verschwommene englische Titel verunsichern möglicherweise einige Stellensuchende und halten sie davon ab, die so bezeichneten Berufe zu ergreifen. Daraus ergeben sich u.U. sinkende Bewerberzahlen bei Berufen mit englischen Namen, die sich schließlich negativ auf Unternehmen auswirken.

Aber die Bewerber bzw. Stelleninhaber haben aufgrund des Anglizismengebrauchs ebenfalls mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Hauptproblem für Stellensuchende besteht wohl im mangelnden Überblick über die Unmenge neuer Berufe, die noch dazu englische Bezeichnungen führen. So gestaltet sich die Stellensuche doppelt schwierig. Im Gegensatz dazu haben Personen, die einen Beruf mit englischem Titel ausüben, oftmals ganz andere Sorgen: Wenn sie z.B. von Bekannten nach ihrem Beruf gefragt werden, ruft ihre Antwort, die ,,Key Account Manager" lauten könnte, nur Unverständnis hervor. Da derartige Berufe bezüglich des Aufgabenbereichs, des Qualifikationsprofils usw. sehr komplex sind und keine exakten deutschen Entsprechungen existieren, bedarf es mehr als eines Satzes, um sie zu beschreiben. Das heißt also, daß nicht einmal der Stelleninhaber in der Lage ist, einem Laien seinen Job kurz und bündig darzulegen.

Die Benutzung englischer ,,job title" bringt aber nicht nur Nachteile mit sich, sondern sie beinhaltet auch positive Aspekte. So dienen Anglizismen, wenn sie als Berufsbezeichnungen eingesetzt werden, der internationalen Verständigung. Denn englische Jobtitel lassen den deutschen Arbeitsmarkt aufgeschlossen und fortschrittlich erscheinen. Im Gegensatz dazu isolieren deutsche Berufsnamen unseren Markt weitgehend auf den dazugehörigen Sprachraum, d.h. auf Österreich, Deutschland und die Schweiz. Indem viele Unternehmen aber Anglizismen in ihren Stelleninseraten verwenden, bekunden sie offen ihren Willen zu internationaler oder sogar weltweiter Zusammenarbeit. Außerdem entfallen dadurch sprachlich bedingte Verständigungsprobleme. Somit erleichtern englische Benennungen ausländischen Fachkräften, die willig sind, ihren Tätigkeitsbereich nach Deutschland zu verlegen, Bewerbung und Arbeit in unserem Land. Alles, was sie hier einbringen, z.B. Know- how, Arbeitskraft usw., wirkt sich äußerst positiv auf die deutsche Wirtschaft aus. Ein weiterer Vorteil, der sich aus der Verwendung englischer Bezeichnungen ergibt, ist die Aufwertung der damit verbundenen Berufe.38 Wie schon erwähnt, besteht ein Grund für die Anglizismenflut im Jobbereich in der Imageaufwertung gewisser Berufe. Aber diese ,Berufskosmetik` stellt nicht nur eine reine Ursache dar, sondern sie ist zugleich auch als Folge zu nennen: Obwohl sich am Aufgabenbereich selbst nichts ändert, wirken die betroffenen Berufe doch imposanter dadurch.

Schließlich bleibt noch eine Folge zu nennen, die sich jedoch nur schwerlich als positiv bzw. negativ einstufen läßt. Darum will ich sie unter dem Begriff ,,neutral" einführen: Es fällt nämlich auf, daß in Stellenangeboten mit englischen Berufstiteln grundsätzlich gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift vorausgesetzt werden.39 Das mag aber z.T. daran liegen, daß ein Großteil der englisch betitelten Berufe mit Management-Positionen in größeren Unternehmen gleichzusetzen ist. Diese sind aber, bedingt durch das Aufgabenfeld, von vornherein auf internationaler Ebene tätig. Diese internationale Ausrichtung verlangt unbedingt die Beherrschung von Fremdsprachen, zumindest Kenntnisse in der Weltsprache Englisch.

Nun folgt eine Kurzcharakteristik jener Firmen, die englische Berufstitel in ihre Stellenanzeigen setzen.

6.3.Charakterisierung von Unternehmen, die ,englisch` inserieren

Wie schon gesagt, besteht eine Ursache für die häufige Verwendung von Anglizismen in technischen Neuerungen. Hieraus läßt sich schlußfolgern, daß ein gewisser Anteil der betroffenen Firmen einen Bezug zum Internet oder ähnlichen Neuen Medien hat. Ein gutes Beispiel, das diese These bestätigt, ist die Siemens-Tochter ,,Infineon Technologies", die ausschließlich Anglizismen verwendet.40

Zweitens kann man die ,Täter` als weltweit agierende Firmen beschreiben. Dieser Sachverhalt wurde ja auch schon im Zusammenhang mit möglichen Ursachen genannt. Die englischen Berufsbezeichnungen dienen hier dem internationalen Verständnis.

Drittens kommen ausländische Firmen als Benutzer von Anglizismen in Betracht. Da ihre firmeninterne Sprache englisch ist, inserieren sie in deutschen Zeitungen mit den Originalbenennungen, um Probleme bei der Übertragung ins Deutsche zu vermeiden usw. Abschließend will ich wieder einmal die vielzitierte Berufskosmetik nennen. Es verwenden folglich auch solche Unternehmen englische Berufsbezeichnungen, die an einer Imageaufwertung ihres Stellenangebots interessiert sind.

Einheitliche Bezeichnungen erwünscht

Wenn Firmen schon ihre Stellen mit englischen Titeln ausstatten müssen, sollten sie meiner Meinung nach wenigstens konsequent sein. Denn dieser Mix aus deutschen und englischen Berufsbezeichnungen, der sich heutzutage dem Stellensuchenden bietet, stiftet nur Verwirrung und bringt keine sichtbaren Vorteile mit sich. Aus diesem Grund sehe ich langfristig nur zwei Möglichkeiten:

Entweder werden alle Berufe mit Anglizismen versehen, traditionelle Handwerksberufe miteingeschlossen, oder der deutsche Stellenmarkt muß komplett von englischen ,,job titles" gesäubert werden. Nur so kann gewährleistet werden, daß klare Vorstellungen über jeden beliebigen Beruf existieren und sich die Stellensuche somit nicht unnötig kompliziert gestaltet.

Literaturverzeichnis

Dostal, W., Stooß, F. u.a., Beruf - Auflösungstendenzen und erneute Konsoli-dierung, in:

Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- u. Berufsforschung, Stuttgart, Verlag Kohlhammer, 1998, Jg.31, S.443ff.

Liegländer, J., Lumpensammler statt Nightliner, in: Mittelbayerische Zeitung (Leserbriefe), 29.12.1999, Nr.302, Jg.55, ohne Paginierung.

Otto, J., Modisches Jobdesign, in: Die Zeit, 4.3.1999, ohne Paginierung.

Schön, M., Kritik an Anglizismen, in: Mittelbayerische Zeitung (Leserbriefe), 8./9.1.2000, Nr.5, Jg.56, ohne Paginierung.

Prof. Dr. Schütz, P., Neue Berufe in Marketing und Vertrieb, in: ibv, Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.), Nürnberg, 1999, Nr.33, S.2813-2832.

Stellenmarkt der Süddeutschen Zeitung, 8./9.1.2000, Nr.5, ohne Paginierung.

Troll, L., Die Berufsbezeichnungen in Stelleninseraten als Indikatoren neuer

Beschäftigungsfelder, in: ibv, Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.), Nürnberg, 1996, Nr.20, S.1099-1110.

Wahrig, G., Deutsches Wörterbuch, o.O., Bertelsmann Lexikon Verlag, 1986, S.254f.

Dr. Wenzel, U., Alberne Anglizismen, in: Mittelbayerische Zeitung (Leserbriefe), 29.12.1999, Nr.302, Jg.55, ohne Paginierung.

FRAGEBÖGEN AN FOLGENDE UNTERNEHMEN:

GEDOS mbH

PAB Personalberatung Ericsson GmbH

INTERNET:

http://www.bibb.de/beruf/quo/infoqua/bi1intna.htm

http:/www2.ja-usa.com/stellenanzeigen/7cf/2f/135282.htm

http:/www.bibb.de/beruf/quo/infoqua/bi1berab.htm

Ich erkläre hiermit, daß ich die Facharbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und nur die im Literaturverzeichnis angeführten Quellen und Hilfsmittel benützt habe.

[...]


1 Fragebogen an die GEDOS - Gesellschaft der Energiewirtschaft für Daten- & Organisationsservice mbH.

2 Abkürzung für Dictionary of Contemporary English, Englischlexikon.

3 Troll, Die Berufsbezeichnungen in..., 1996, S. 1100

4 nach: Wahrig, Deutsches Wörterbuch, 1986, S.255

5 Bei der Bewertung einer Person allein aufgrund ihres Berufs ergibt sich allerdings das Problem der Dis-kriminierung von Arbeitslosen. Denn da diese, wenigstens zeitweise, keinen Beruf ausüben, würden sie gemäss dieser Einordnung von vornherein als minderwertig eingestuft.

6 Nähere Erläuterung: siehe Kap 4.1. bzw. 4.2.

7 nach: Dostal, Beruf-Auflösungstendenzen ..., 1998, S.444

8 nach: Troll, Die Berufsbezeichnungen in ..., 1996, S.1100

9 nach: Troll, Die Berufsbezeichnungen ..., 1996, S.1100

10 nach: GEDOSmbH, in: Stellenmarkt der SZ

11 nach: Dostal, Die Berufsbezeichnungen ..., 1998, S.445

12 Die USA wir auch als ,,Mutterland des Marketing" bezeichnet. (Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2819)

13 Gründe für die und unmittelbare Folgen der Verwendung von Anglizismen: siehe Kap 6.1. bzw. 6.2.

14 nähere Erläuterung: siehe Kap 4.1.

15 nach: Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2824f

16 Nach: Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2819 ; siehe: Anhang

17 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2819

18 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2818

19 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2820

20 Diese Tatsache zeigt, dass die einzelnen Jobfamilien keineswegs isoliert zu betrachten sind, sondern enge Verknüpfungen und Abhängigkeiten aufweisen.

21 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2816

22 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2821

23 Ursachen bzw. Folgen der Benutzung englischer Bezeichnungen: siehe Kap 6.1. bzw. 6.2.

24 Der Preis gilt als ,,schärfste(s) und gefährlichste(s) Marketing-Instrument" (Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2822)

25 nach: http//www2.ja-usa.com/stellenanzeigen/...

26 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2814

27 Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2815

28 http://www.bibb.de/beruf/quo/infoqua/bi1intna.htm

29 nach: Schütz, Neue Berufe ..., 1999, S.2830

30 Schön, Kritik ..., MZ vom 8./9. 1.2000

31 nach: Wenzel, Alberne ..., MZ vom 29.12.1999

32 siehe: Kap 2

33 Otto, Modisches Jobdesign, 1999

34 Der asiatische Markt wird hier außer Acht gelassen

35 Otto, Modisches Jobdesign, 1999

36 nach: Fragebogen an die GEDOS mbH

37 Unternehmen sind sich der Folgen selbst nicht so ganz bewußt, die hier genannten sind als Hypothesen zu betrachten.

38 Siehe Kap 2 bzw. Kap 6.1.

39 nach: Stellenmarkt der SZ vom 8./9.1.2000

40 nach: Stellenmarkt der SZ vom 8./9.1.2000

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Englische Berufsbezeichnungen in Stellenanzeigen
Note
13 P.
Autor
Jahr
2000
Seiten
25
Katalognummer
V98672
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Wie der Titel schon sagt: Es geht um Englisch und um Berufe... ..nix hinzuzufügen!
Schlagworte
Englische, Berufsbezeichnungen, Stellenanzeigen
Arbeit zitieren
Michael Rieger (Autor), 2000, Englische Berufsbezeichnungen in Stellenanzeigen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98672

Kommentare

  • Gast am 6.11.2001

    Hausarbeit Michael Rieger.

    Du sprichst mir aus der Seele

  • Gast am 21.6.2007

    Das Kreuz mit dem Denglisch.

    Ich finde die Arbeit richtig gut. Nur zu 6.2 (den Folgen der Verwendung) möchte ich etwas anmerken: Die Verwendung wurde als positiv hinsichtlich der Internationalisierung gewertet. Oft sind die Berufsbezeichnungen aber "im Wald gefangen" und scheinen lediglich von Marketingabteilungen ausgesucht worden zu sein. Von einer international gleichbleibenden Beschreibung der Berufsinhalte in einem Schlagwort kann manchmal keine Rede sein. Bsp.: Hinter der "deutschen" Berufsbezeichnung "conceptioner" verbergen sich andere Inhalte, als hinter der englischen. Das fördert in meinen Augen nicht unbedingt ein internationales Verständnis :-)

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