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Traumapädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Eine Untersuchung des Films "Systemsprenger" Nora Fingscheidt

Title: Traumapädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Term Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Wurde in der Handlung des Films „Systemsprenger“ traumapädagogisch gearbeitet? Hätte es alternative Arbeitshypothesen im Feld der Traumapädagogik gegeben? In der Arbeit wird zunächst sowohl der Begriff der Traumapädagogik als auch der Begriff des Traumas definiert, um im darauffolgenden Teil zu prüfen, ob bei der Protagonistin des Filmes „Systemsprenger“ überhaupt eine Traumatisierung vorliegt. Damit ein allgemeines Bild über den Inhalt des Films entsteht, wird anschließend die Handlung kurz zusammengefasst, sodass im Anschluss auf die Anwendung der Traumapädagogik während des Films eingegangen werden kann. Letztlich wird überlegt beziehungsweise diskutiert, ob es alternative Handlungsmöglichkeiten gegeben hätte, und wenn ja, welche diese wären.

Im letzten Jahr erschien der Film „Systemsprenger“ in den deutschen Kinos und dieser sorgte neben einer breit gefächerten Diskussion in Fachkreisen, ebenso dafür, dass ein reger Austausch zwischen nicht pädagogisch ausgebildete Personen in verschiedensten Portalen stattfand. Darüber hinaus wird von Seiten des Fachpersonals mehrfach betont, dass der Film „Systemsprenger“ überaus realistisch dargestellt wird. Weiterführend ist das Feld der Traumapädagogik relativ neu und wird aufgrund dessen häufig nicht entsprechend der Möglichkeiten angewendet. Deshalb liegt ein großes Interesse die Handlung des Films „Systemsprenger“ in Verbindung mit dem neuen Fachdiskurs der Traumapädagogik zu setzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung

2.1. Definition stationäre Jugendhilfe

2.2. Definition psychisches Trauma

2.3. Definition und Konzept der Traumapädagogik

3. Diskussion

3.1. Handlung des Films Systemsprenger

3.2. Traumatisierung der Protagonistin

3.3. Anwendung der Traumapädagogik im Film

3.4. Alternative Möglichkeiten der Traumapädagogik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit traumapädagogischer Konzepte auf die Protagonistin des Films „Systemsprenger“. Ziel ist es zu analysieren, ob in der Filmhandlung traumapädagogisch gearbeitet wurde und welche alternativen Arbeitshypothesen für eine professionellere Unterstützung des Kindes möglich gewesen wären.

  • Grundlagen der stationären Jugendhilfe und psychischer Traumatisierung
  • Konzeptualisierung der Traumapädagogik und ihrer fünf sicheren Orte
  • Analyse der Handlung des Films „Systemsprenger“ unter traumapädagogischen Aspekten
  • Kritische Reflexion der pädagogischen Arbeit im Film
  • Erarbeitung alternativer traumapädagogischer Handlungsoptionen

Auszug aus dem Buch

3.3. Anwendung der Traumapädagogik im Film

Aufgrund der Tatsache, dass bei Benni verschiedene Traumata vorliegen, kann nun geschaut werden, inwiefern die Grundprinzipien der Traumapädagogik angewendet wurden. Zunächst ist es wichtig hervorzuheben, dass hierbei hauptsächlich auf das Prinzip der fünf sicheren Orte eingegangen wird, da im Film nicht die gesamte Geschichte Bennis gezeigt werden kann. Beispielsweise ist nicht bekannt, ob und inwiefern bei Benni eine Psychoedukation stattgefunden hat. In Anbetracht ihrer Verhaltensweisen ist jedoch davon auszugehen, dass eine solche nicht stattfand. Sie weiß zwar, dass es immer zu einer Eskalation kommt, sofern ihr in das Gesicht gefasst wird, jedoch ist es fraglich, ob ihr erklärt wurde, warum dies geschieht. Auch in Gesprächen mit der Psychologin fällt auf, dass ihr Verhalten nicht klar betitelt wird, sondern lediglich gesagt wird, dass die Medikamente ihr dabei helfen würden, sich zu kontrollieren, wenn sie wütend ist.

Da dies jedoch ausschließlich Vermutungen sind, wird nun spezifischer auf die sicheren Orte eingegangen. Grundsätzlich bietet sich für Benni in jeder der Wohngruppen ein äußerer sicherer Ort, da alle eine intakte und gepflegte Umgebung aufweisen. In nahezu jeder der im Film gezeigten Wohngruppen sowie in der Psychiatrie stand Benni ein Einzelzimmer, teilweise sogar mit eigenem Bad zur Verfügung. Lediglich in einer der Inobhutnahmestellen musste Benni sich ihr Zimmer kurzzeitig mit einem Mädchen ihres Alters teilen. Auch die Ausstattung der Zimmer war altersentsprechend und meist über dem Standard. Durch den allzeit möglichen Zugang zu Bildung, Essen und Trinken wurde für die Erfüllung weiterer Grundbedürfnisse gesorgt. Wie bereits erwähnt hat der äußere sicherer Ort zum Ziel, ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, welches ohne eine ausreichende Erfüllung der Grundbedürfnisse nicht entstehen kann. Folglich könnte gedacht werden, dass der Film jederzeit einen äußeren sicheren Ort anbietet und Benni die Möglichkeit geboten wird, sich sicher zu fühlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Films „Systemsprenger“ ein, erläutert die Relevanz für den pädagogischen Diskurs und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur traumapädagogischen Arbeit.

2. Theoretische Fundierung: Dieses Kapitel definiert essenzielle Begriffe wie die stationäre Jugendhilfe, das psychische Trauma sowie die Grundkonzepte der Traumapädagogik, insbesondere die „fünf sicheren Orte“.

3. Diskussion: Der Hauptteil analysiert die Filmhandlung, identifiziert die Traumatisierung der Protagonistin, bewertet die im Film angewendeten Ansätze und diskutiert alternative traumapädagogische Möglichkeiten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass traumapädagogische Methoden im Film nicht bewusst angewendet wurden, was die prekäre Lage der Protagonistin verschärft.

Schlüsselwörter

Systemsprenger, Traumapädagogik, stationäre Jugendhilfe, psychisches Trauma, Pädagogik des sicheren Ortes, Psychoedukation, Bindungstheorie, Flashbacks, Fremdunterbringung, Kindeswohlgefährdung, Resilienz, Trigger, stationäre Unterbringung, Traumatisierung, Verhaltensauffälligkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung traumapädagogischer Konzepte auf die Protagonistin des Films „Systemsprenger“ und untersucht, inwieweit das System ihr gerecht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der stationären Jugendhilfe, die Definition von Traumata sowie die Analyse filmischer Szenen hinsichtlich ihrer traumapädagogischen Qualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob im Film traumapädagogisch gehandelt wurde und welche alternativen pädagogischen Handlungsstrategien sinnvoll gewesen wären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur, die auf die Fallanalyse der Filmfigur Benni angewendet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsangabe des Films, eine traumapädagogische Diagnose der Protagonistin sowie eine detaillierte Prüfung der „fünf sicheren Orte“ im filmischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Traumapädagogik, stationäre Jugendhilfe, Systemsprenger, Traumatisierung und Pädagogik des sicheren Ortes.

Warum wird Benni als „Systemsprenger“ bezeichnet?

Der Begriff beschreibt ihre Unkontrollierbarkeit im stationären System, die aus ihren unbewältigten Traumata und den fehlenden traumapädagogischen Rahmenbedingungen resultiert.

Welche Rolle spielt die Bezugsperson Micha im Film?

Micha stellt eine wichtige, wenn auch distanzlose Bezugsperson dar, die Ansätze eines „personal sicheren Ortes“ bietet, jedoch aufgrund professioneller Grenzen den Kontakt reduzieren muss.

Warum ist die Psychoedukation für Benni so wichtig?

Die Psychoedukation würde Benni helfen, ihre Trigger und Flashbacks zu verstehen, was ihre Selbstwirksamkeit stärken und Ausbrüche reduzieren könnte.

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Details

Title
Traumapädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Subtitle
Eine Untersuchung des Films "Systemsprenger" Nora Fingscheidt
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V986872
ISBN (eBook)
9783346343840
ISBN (Book)
9783346343857
Language
German
Tags
systemsprenger traumapädagogik Jugendhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Traumapädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986872
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