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Fußball als eine Religion? Religiöse Charakteristika des Fußballs

Titel: Fußball als eine Religion? Religiöse Charakteristika des Fußballs

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anne Osterhoff (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist es gerechtfertigt, vom Fußball als eine Religion zu sprechen? Das ist die zentrale Frage, die im Rahmen dieser Arbeit behandelt wird. Hierfür wird die Begriffsdefinition der Religion mit den Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen Fußball und Religion in Zusammenhang gesetzt. Nachdem der Begriff Religion zunächst substanziell und dann funktionell definiert wird, wird der religiöse Charakter des Fußballs analysiert. Die Analyse ist unterteilt in die Historie des Fußballs, die religiöse Symbolik und Werte sowie letztlich die religiöse Metaphorik. Abschließend findet eine Bewertung der Ergebnisse und Zusammenfassung der Erkenntnisse statt.

Kein anderes Ereignis auf der Welt schafft es, so viele Menschen zu begeistern wie der Fußball. Die Sportart stellt heutzutage die beliebteste Sportart der Welt dar, was sich zum einen anhand der Anzahl der Fans und zum anderen anhand der Zuschauerzahlen bei TV-Übertragungen festmachen lässt. Dabei ist Fußball längst nicht mehr nur eine Sportart: Er ist durch seine – im Laufe der Zeit stetig wachsende – Beliebtheit eine Sprache geworden, die Menschen global zusammenbringt und miteinander verbindet.

Das beste Beispiel dafür stellen wohl die Weltmeisterschaften dar, bei denen die Fans unterschiedlichster Nationen gemeinsam zum Public Viewing oder zum Stadion pilgern, zumeist friedlich und gemeinschaftlich feiern und das Austragungsland dadurch zu einer einzigen Metropole umgestalten, deren Religion der Fußball geworden ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fußball – Religion

2. Religion – Ein Definitionsversuch

2.1. Substanzieller Religionsbegriff

2.2. Funktioneller Religionsbegriff

3. Religiöse Charakteristika des Fußballs

3.1. Religion in der Historie des Fußballs

3.2. Religiöse Symbolik

3.2.1. Das Stadion

3.2.2. Farben und Wappen

3.2.3. Gläubigkeit und Aberglaube

3.2.4. Wertschätzung und (Heiligen-)Verehrung

3.2.5. Reliquien

3.2.6. Abläufe und Rituale

3.2.7. Lieder und Gesang

3.2.8. Die Fans

3.2.9 Götter

3.3. Religiöse Werte

3.4. Religiöse Metaphorik

4. Erkenntnisse – Fußball eine Religion?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Analogie zwischen Fußball und Religion gerechtfertigt ist. Ziel ist es, die Begriffsdefinition von Religion mit den vielfältigen Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen der Fußballwelt und religiösen Systemen in Zusammenhang zu setzen, um zu prüfen, ob Fußball als eine Form von Religion oder Ersatzreligion bezeichnet werden kann.

  • Historische Verwurzelung von Ballspielen in religiösen Kontexten
  • Religiöse Symbolik und Rituale innerhalb des Fußballsports
  • Die Funktion von Idolen, Verehrung und Götterfiguren
  • Vermittlung moralischer Werte und soziale Integrationskraft

Auszug aus dem Buch

3.2.6. ABLÄUFE UND RITUALE

Ein Fußballspiel steht einem religiösen Ritual sehr nahe, was nach dem Ethnologen Christian Bromberger insbesondere auf sieben Merkmale zurückzuführen ist.

1.) Als erstes Charakteristikum ist die „spezielle örtliche Konfiguration“ zu erwähnen, indem das Spiel in einem Stadion stattfindet. Das Stadion, wie bereits in Kapitel 3.2.1 erläutert, vermittelt durch die zumeist vorhandene, besondere Bauform einen religiös anmutenden Charakter und grenzt das Spiel von der Außenwelt ab. Ebenso ist der Besuch im Stadion mit einem bestimmten Verhaltenskodex verbunden. Nicht zuletzt ist es in verschiedene Bereiche aufgeteilt, indem etwa der ‚heilige Rasen‘ vom ‚Rest‘ im Stadion getrennt wird.

2.) Als zweiten Punkt führt Bromberger die Platzverteilung im Stadion an, die der bei religiösen Ritualen ähnelt. So werden etwa für Präsidenten, Vorstände und weitere Funktionäre bestimmte Plätze ausgesucht und reserviert, sodass sie in der Hierarchie der Platzverteilung über den Fans stehen. Und bei den Fans selbst ist es zu beobachten, dass eine Mannschaft die größte Unterstützung in der Regel immer von den Tribünen hinter den Toren erfährt und, dass die Hingabe und Intensität der Unterstützung der Fans in der Regel abnimmt, je weiter man sich von diesen entfernt.

3.) Die zeitlichen und rhythmischen Merkmale in der Fußballwelt sind das dritte Charakteristikum, weshalb das Spiel mit einem religiösen Ritual verglichen werden kann, da auch im Fußball alles nach festen Terminen verläuft, die teilweise weit im Voraus festgelegt werden. Neben der Festlegung der Spieltage in den nationalen Ligen sind die Europa- und Weltmeisterschaften, welche alle zwei Jahre im Wechsel stattfinden, wohl das repräsentativste Beispiel dafür.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fußball – Religion: Einleitung in die Thematik der globalen Begeisterung für den Fußball und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Religion – Ein Definitionsversuch: Unterscheidung zwischen substanziellem und funktionellem Religionsbegriff als theoretische Grundlage.

3. Religiöse Charakteristika des Fußballs: Detaillierte Analyse der Parallelen, von historischen Ursprüngen über Symbole, Rituale und Werte bis hin zur religiösen Sprache im Journalismus.

4. Erkenntnisse – Fußball eine Religion?: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Fußball zwar als Ersatzreligion fungieren kann, aber je nach Definitionsansatz nicht als Religion im klassischen Sinne gilt.

Schlüsselwörter

Fußball, Religion, Ersatzreligion, Symbolik, Rituale, Fußballgott, Fan-Kultur, Wertevermittlung, Stadion, Heiligenverehrung, Transzendenz, Identifikation, Gemeinschaft, Sportgeschichte, Sportsoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Parallelen zwischen der Welt des Fußballs und religiösen Strukturen, um die Frage zu beantworten, ob Fußball als Religion klassifiziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören historische Ursprünge, die Analyse von Symbolen (wie Stadien und Wappen), religiöse Rituale, der Kult um Fußballidole und die Vermittlung ethischer Werte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Prüfung, ob der Fußball die Kriterien eines substanziellen oder funktionellen Religionsbegriffs erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer sowie ethnologischer Definitionsansätze auf den Phänomenbereich Fußball.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung, die Untersuchung religiöser Symbolik, Abläufe und Rituale, sowie die Analyse der religiösen Metaphorik in Medien und Werbung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Fußball, Religion, Ersatzreligion, Rituale, Symbolik und Identifikation sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Wie definiert die Arbeit das Phänomen „Fußballgott“?

Es werden zwei Typen unterschieden: der metaphysische Fußballgott als helfende, nicht reale Figur in Grenzmomenten und der verehrte Fußballstar, der durch herausragende Leistungen und Loyalität zum Idol oder „Heiligen“ aufsteigt.

Kann Fußball aus Sicht der Arbeit als Religion bezeichnet werden?

Die Antwort hängt vom Definitionsansatz ab: Unter funktionellen Aspekten erfüllt der Fußball viele Kriterien einer Religion (Gemeinschaftsbildung, prägende Rolle), aus rein theologischer Sicht mit Fokus auf eine Gottheit fehlt ihm jedoch der religiöse Kern.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fußball als eine Religion? Religiöse Charakteristika des Fußballs
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,0
Autor
Anne Osterhoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
31
Katalognummer
V986878
ISBN (eBook)
9783346352873
ISBN (Buch)
9783346352880
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fußball religion religiöse charakteristika fußballs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Osterhoff (Autor:in), 2018, Fußball als eine Religion? Religiöse Charakteristika des Fußballs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986878
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Leseprobe aus  31  Seiten
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