Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenzen durch Spielangebote zu den fünf Sinnen. Spielerischer Umgang mit den fünf Sinnen


Projektarbeit, 2018

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Inhaltliche Einführung in das Projektthema

3. Methodik
3.1. Zielgruppen- und Bedingungsfeldanalyse
3.2. Sachanalyse
3.3. Didaktische Analyse

4. Darstellung und Reflexion der Projektdurchführung

5. Diskussion

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang
Die Spiele
Verlaufsplan

1. Einleitung

Kleine Kinder sind große Forscher und begeisterte Fragensteller, neugierig auf alles, was durch ihre Umwelt wahrgenommen werden kann. Wissbegierig untersuchen sie alles, was ihnen in die Finger kommt – wenn man ihnen die Möglichkeit zum Experimentieren gibt.

Eine Situation aus dem Alltag: Konzentriert spielt ein Kind mit einem Tannenzapfen. Der Tannenzapfen sieht interessant aus: dunkelbraun und schuppig. Er duftet seltsam würzig. Er fühlt sich rau an. Was kann man damit bloß noch machen? Kann man vielleicht etwas daraus bauen? Der kleine Forscher untersucht den Tannenzapfen ganz genau. Bei seinen Überlegungen und Experimenten ist ein Kind auf seine fünf Sinne angewiesen. Mit ihnen nimmt es alles in seiner Umwelt wahr und begreift dabei viel mehr als durch abstrakte Erklärungen. Um seine Umwelt vollständig entdecken zu können, muss das Kind mit seinen fünf Sinnen gut umgehen können. Zweifellos bringt das Neugeborene bereits seit der Geburt sinnliche Fähigkeiten mit auf die Welt, doch es muss das Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen erst richtig lernen.

Im 45- stündigen Projekt in der Kita Wirbelwind in Siegburg wurde deshalb versucht, die Sinne der Kinder gezielt zu schulen, indem viele sinnliche Anregungen geboten wurden. Dabei konnten nicht nur die Kinder lernen, ihre Sinne intensiv wahrzunehmen und einzusetzen, sondern auch die Erwachsenen, da viele diese Fähigkeit bereits verloren oder vernachlässigt haben. Wieder mit allen Sinnen die Welt zu erleben, das konnten sogar die Großen noch von den Kleinen lernen. Auch der Kindergarten, in dem das Projekt stattfand, schafft den Kindern in ihrem Betreuungsalltag einige Anreize, ihre Sinne eigenständig zu fördern, indem er passendes Material zur Verfügung stellt. Leider ist es im Zeitmanagement der Erzieher und dem geringen Betreuungsschlüssel jedoch kaum möglich, jedem Kind täglich eine individuelle Förderung zu ermöglichen, weswegen das Projekt eine schöne und neue Möglichkeit für die Kinder war, ihre Sinne selbstständig zu erkunden und zu schulen.

Die Projektarbeit konzentriert sich in erster Linie auf die Fragestellung, inwiefern sich Spielangebote zu den fünf Sinnen auf den Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern auswirken. Zweifellos reicht der Zeitraum des Projektes nicht aus, um diverse Selbst- und Sozialkompetenzen vollständig zu entwickeln, trotz dessen soll der folgende Bericht Aufschluss darüber geben, wie gezielte Sinnesübungen bereits innerhalb weniger Tage Einfluss auf die Kompetenzen des Kindes nehmen kann. Mit welchen Mitteln und in welcher Weise der Theorie- Praxis- Transfer hergestellt wurde und wie sich dieser äußert, war Beobachtungsschwerpunkt des Projektes.

Da sich eine Vielzahl unterschiedlicher Selbst- und Sozialkompetenzen bei Kindern beobachten lassen, wurde eine Auswahl getroffen. Die Auswahl der zu beobachtenden Sozial- und Selbstkompetenzen richtete sich danach, welche Kompetenzen bei den Sinnesspielen besonders beansprucht und gefordert wurden, um eine gute Beobachtung und Dokumentation zu ermöglichen. Der Fokus in Bezug auf die Sozialkompetenzen wurde auf folgende Kompetenzen gesetzt: Soziale Sensibilität, Toleranz/ Rücksichtnahme und Frustrationstoleranz. Im Hinblick auf die Selbstkompetenzen wurde ein besonderes Augenmerk auf folgende Kompetenzen gelegt: Selbstvertrauen, Selbsteinschätzung und Konzentrationsfähigkeit.

Zu Beginn dieser Arbeit werde ich die Thematik des Projektes mit passender Literatur vorstellen und sie dabei in den aktuellen Forschungsstand einordnen. Darauf folgt eine Beschreibung der Einrichtung, um sich ein Bild von den Möglichkeiten in Bezug auf Räumlichkeiten und Materialien machen zu können. Folglich werde ich einen Überblick über die Konstellation der teilnehmenden Kinder geben, indem ich sowohl ihre Ressourcen darlege als auch die Schwierigkeiten der Kinder in den Bereichen Selbst- und Sozialkompetenzen definiere. Hierzu zählt auch die Einordnung in einen passenden Bildungsbereich. Im Anschluss werde ich den Verlauf meines Projektes darlegen, in welchem ich das Ziel des Projektes vorstelle und erkläre, auf welche Weise dieses erreicht werden soll. Hierbei werde ich mich auf einen selbst erarbeiteten detaillierten Verlaufsplan beziehen, der folgende Fragen klärt:

- Was soll wann und wo getan werden?
- Mit welchen Kindergruppen wird gearbeitet? (Alter, Geschlecht)
- Was wird für eine passende Raumgestaltung benötigt? (Materialien, etc.) und
- Welcher Zeitplan wird angestrebt?

Es folgt die Darstellung des Projektes sowie die kritische Auseinandersetzung in der Umsetzung. Diese wird im nächsten Schritt ausgewertet und geklärt, ob das Ziel des Projektes erreicht werden konnte. Den Abschluss der Projektarbeit bildet schließlich das Fazit.

2. Inhaltliche Einführung in das Projektthema

Das Projekt beschäftigt sich inhaltlich mit der Thematik der fünf Sinne und damit, wie diese mit der Bildung diverser Selbst- und Sozialkompetenzen zusammenhängen. In Bezug auf die Selbstkompetenzen wird hier ein besonderes Augenmerk auf die Kompetenzen des Selbstvertrauens, der Selbsteinschätzung und der Konzentrationsfähigkeit gelegt:

Unter dem Begriff Selbstvertrauen versteht die Psychologie die emotionale Bewertung und die Empfindung, die man von sich selbst hat. Diese werden im Hinblick auf die Lösung einer anstehenden Herausforderung, einer Aufgabe oder eines Konfliktes ermessen. So werden die subjektiven Fähigkeiten mit den Ansprüchen verglichen, die erforderlich sind, um die bestehenden Herausforderungen zu meistern. (vgl. https://entwicklung-der-persoenlichkeit.de/definition-von-selbstvertrauen, 24.05.2018).

Selbsteinschätzung meint die affektive Beurteilung der verschiedenen Auffassungen über die eigene Person. (vgl. https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/selbsteinschaetzung/13890, 24.05.2018)

Konzentrationsfähigkeit wird als Fähigkeit zur Zusammenfassung der geistigen Kräfte definiert, also zur Bereitstellung der frei verfügbaren Energie, um diese für eine bevorstehende Leistung achtsam und durchhaltend einzusetzen. (vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/konzentrationsfaehigkeit-37340, 24.05.2018)

Im Hinblick auf Sozialkompetenzen sind Soziale Sensibilität, Toleranz/ Rücksichtnahme und Frustrationstoleranz wichtige Ausgangspunkte. Das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung erläuterte die relevanten Sozialkompetenzen folgendermaßen:

Die Soziale Sensibilität heißt die Gefühle anderer Kinder wahrnehmen zu können und sich in die Lage anderer hereinversetzen zu können. Hierunter zählt auch das Erkennen der Bedürfnisse des Gegenübers, die damit einhergehende Berücksichtigung im eigenen Verhalten sowie das Erkennen von Wünschen anderer.

Unter Toleranz/ Rücksichtnahme ist die Fähigkeit gemeint, die Leistungen anderer zu akzeptieren und anzuerkennen, gleichzeitig aber auch die Andersartigkeit anderer zu respektieren. Zudem fällt unter dieser Kompetenz noch die Toleranz in Bezug auf die Bedürfnisse anderer sowie die Fähigkeit, sich im Spiel auf diese einzulassen. Auch die Rücksichtnahme gegenüber schwächeren Mitspielern ist charakteristisch für diese Sozialkompetenz.

Frustrationstoleranz definiert die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer Werte zurückzustellen und sich in eine Gruppe einordnen zu können. Außerdem fällt darunter die Kompetenz, sich mit Misserfolgen zu arrangieren sowie angemessen mit Konflikten umzugehen und diese konstruktiv zu bewältigen. (vgl. https://www.nifbe.de/images/nifbe/Infoservice/Downloads/Themenhefte/Sozial-emotionale_Kompetenzen_online.pdf, 24.05.2018)

Grundsätzlich unterteilen sich die fünf Sinne in den auditiven Sinn (Hörsinn), den haptischen Sinn (Tastsinn), den olfaktorischen Sinn (Geruchssinn), den visuellen Sinn (Sehsinn) und den gustatorischen Sinn (Geschmackssinn) (vgl. http://www.absatzwirtschaft.de/markenlexikon/fuenf-sinne/, 24.05.2018). Die fünf Sinne sind sehr zentral in der kindlichen Entwicklung, denn jegliche Erfahrung, die das Kind im Leben macht, ist bedingt durch mindestens eines der Sinne. Jede Art von Auseinandersetzung mit der Umwelt ist also nur durch den Gebrauch der Sinne möglich. Außerdem werden über Sinneswahrnehmungen Identität, Selbstvertrauen, Weltwissen und soziale Kompetenzen erfahren. Kinder erleben ihre Sinne als Grundlage für Aktivität und Teilhabe. Weiter helfen die Sinne dazu, den Alltag selbstwirksam zu gestalten, sich ihre materiale und personale Umwelt anzueignen, sich in ihr zu orientieren und soziale Bindungen zu erleben und zu gestalten. Kinder können so ihre Aufmerksamkeit gezielt ausrichten und sich vor Reizüberflutungen schützen. Die fünf Sinne sind außerdem so wichtig, da sie dafür sorgen, Bilder und Klänge aus Alltag, Musik, Kunst und Medien sowie Eindrücke aus der Natur bewusst wahrzunehmen und sich damit auseinander zu setzen (vgl. http://www.kindergaerten-bw.de/,Lde/Startseite/Fruehe+Bildung/Sinne, 04.06.2018).

Bei der Aneignung der Welt verarbeitet das Kind seine Wahrnehmungen zum Beispiel durch Bewegung, wobei Bewegung nicht ausschließlich die körperliche Bewegung meint, die sich durch Laufen oder Klettern äußert, sondern Sinneswahrnehmungen allgemein. So gelingt es dem Kind einen Bezug zum eigenen Körper herzustellen, es lernt eigene Fähigkeiten kennen, entwickelt Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung (vgl. Bildungsgrundsätze NRW 2016, S.71). Der Gebrauch der Sinne und die einhergehende Bewegung sorgen also nicht nur dafür, dass das Kind sich seine Umwelt aneignen kann, sondern es nimmt auch sich selbst bewusster wahr. Dadurch erweitert es Kompetenzen, auf die es im Laufe der Entwicklung zurückgreifen wird (vgl. http://www.kindergartenpaedagogik.de/696.html, 24.05.2018).

Besonders bedeutsam sind die Sinne in den ersten paar Lebensjahren, in denen die sprachlichen Kompetenzen noch nicht genügend ausgereift sind, um sich Wissen durch Erfragen anzueignen. In diesen Jahren nehmen Kinder ihre Umwelt ausschließlich durch die Sinne wahr und erschließen sich auf diesem Weg ihr Wissen über die Welt. Zur Unterstützung sollte man Kindern genügend Anreize schaffen und es mit einer abwechslungsreichen Umwelt anregen. Hierbei sollte ein gesundes Maß an An- und Entspannung beachtet werden (vgl. Bildungsgrundsätze NRW 2016, S.102).

Es lässt sich also festhalten, dass sowohl Selbst- als auch Sozialkompetenzen alleine durch die Wahrnehmung mit den Sinnen erlangt werden können, da diese unabdingbar für die Aneignung der Welt sind und sich die Kompetenzen nur in Austausch zwischen Ich und Welt erfahren lassen. Die Kompetenzen, die also aus den Erfahrungen durch die Sinne gefördert werden, treiben die „Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit“ (Bildungsgrundsätze NRW 2016, S.71) des Kindes voran und bestärken es gleichzeitig in ihrem Selbstvertrauen (vgl. ebd.). Hierbei beziehen sich Sozial- und Selbstkompetenzen aufeinander. Für Sozialkompetenzen gibt es einige Basiskompetenzen, ohne die ein Zusammenleben in der Gesellschaft und ein Aufbau von sozialen Beziehungen kaum erreichbar ist. Soziale Beziehungen sind Grundvoraussetzung jeglicher Bildungsprozesse. Kinder erkunden ihre Umgebung ständig und suchen nach Antworten auf all ihre Fragen. Die Aufgabe des Erwachsenen besteht darin, diese Erkundungen zu begleiten, zu beobachten und Sicherheit, Hilfestellung und Unterstützung zu bieten. So können Kinder schließlich Selbstvertrauen und eine Vorstellung der eigenen Identität gewinnen. Selbstvertrauen ist für die kindliche Entwicklung sehr bedeutsam, da diese Eigenschaft Voraussetzung für Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Menschen und fremden Lebenswelten ist. Selbstvertrauen kann sich dann bilden, wenn ihrer Kultur, Sprache und der eigenen Person Wertschätzung entgegengebracht wird. (vgl. Bildungsgrundsätze NRW, S.98)

3. Methodik

Ziel des Projektes ist es in erster Linie die Kinder näher an ihre fünf Sinne heranzuführen, indem sie diese durch gezielte Übungen schärfen und schulen. Durch die differenzierte Entwicklung, Nutzung und Integration ihrer Sinne erlangen Kinder schließlich Orientierungs-, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit. Ein weiteres Ziel ist es, die Bedeutung und die Leistungen der Sinne erfahren und sie so mit ihnen vertraut zu machen. Außerdem sollen die Kinder zum Ende des Projektes die fünf Sinne nicht nur aufzählen können, sondern konkret einem Körperteil zuordnen können. Mit Hilfe der Sinnesspiele sollen die Kinder ein besseres Körpergefühl erlangen, möglicherweise eigene Grenzen überwinden und zielführend mehr Selbstvertrauen gewinnen. Im Hinblick auf Selbst- und Sozialkompetenzen, soll das Projekt dazu verhelfen, eventuell bestehende Defizite auszugleichen oder gezielt Kompetenzen auszubauen. Sozialkompetenzen sind in der Entwicklung des Kindes von besonderer Bedeutung, da sie das alltägliche Leben und die Interaktion mit anderen Menschen bestimmen. Sie werden fortlaufend im Leben abverlangt und sind für ein erfolgreiches Miteinander in der Gesellschaft von großer Wichtigkeit. Zur Beobachtung und gezielten Förderung dieser Kompetenzen werden mehrere Sinnesspiele für die Kinder zusammengestellt und schrittweise durchgeführt. Unter diesen Spielen finden sich sowohl Bewegungsspiele als auch Entspannungsspiele, um den Kindern genug Abwechslung zu bieten und sie nicht zu überfordern.

Vor jeder Spielphase kam zunächst eine kleine Einführung in die Thematik „Die fünf Sinne“, da Kinder im Kindergartenalter die fünf Sinne eher selten benennen können. Hierzu wurden ihnen zunächst einige Bilder der verschiedenen Sinnesorgane gezeigt, benannt und spielerisch am eigenen Körper untersucht. Anschließend wurde überlegt, welche Aufgabe die verschiedenen Sinnesorgane am eigenen Körper haben. Dazu wurden sich einige kleine Bilder aus dem Alltag angeschaut, wie beispielsweise ein Polizeiauto und überlegt, mit welchem Sinnesorgan man dieses wahrnimmt. Nach ein paar Wiederholungen konnten alle Kinder die Sinne und deren Aufgabe selbst benennen, sodass immer ein Kind vor Beginn des Projektes alle fünf Sinne aufzählen durfte. Dies verhalf den Kindern zu mehr Selbstbewusstsein und war gleichzeitig für alle anderen Kinder regelmäßig eine gute Wiederholung.

Damit die Teilnahme am Projekt attraktiv für die Kinder blieb und sie den Spaß daran nicht verloren, erstreckte sich das Projekt über einen Zeitraum von mehreren Wochen und fand regelmäßig dienstags und mittwochs drei bis vier Stunden statt. Die Stunden wurden so unterteilt, dass jeweils zwei Kleingruppen pro Tag am Projekt teilnehmen können.

3.1. Zielgruppen- und Bedingungsfeldanalyse

Das Projekt fand in der städtisch zentral gelegenen Kindertagesstätte „Wirbelwind“ mit teiloffenem Konzept in zwei Regelgruppen statt. Eine der beiden Gruppen bietet Platz für circa 20 Kinder ab zwei Jahren, während die andere Gruppe ähnlich viele Kinder aufnimmt, jedoch erst ab dem Alter von drei Jahren. Die Geschlechterverteilung ist in beiden Gruppen sehr gemischt. Das teiloffene Konzept der Einrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass die Kinder zwar ihre festen Gruppen mit festen Bezugspersonen haben, in der sie essen und am Morgenkreis teilnehmen, doch dürfen sie nach Absprache mit ihren Erziehern auch am Alltag der anderen Gruppen teilnehmen. So öffnet sich die Chance, dass sie sich auch Spielpartner aus der anderen Gruppe suchen können. (vgl. http://drk-siegburg.de/unsere-kitas/wirbelwind/unser-konzept/die-paedagogische-arbeit.html, 03.06.2018). Die Einrichtung ist trotz der überschaubaren Größe ausreichend ausgestattet. Sowohl die Raumgröße als auch das Material ist in reichlichem Umfang verfügbar. Die Türen zu beiden Gruppen liegen direkt gegenüber und sind zumeist geöffnet, sodass ein Wechsel zwischen den Gruppen für die Kinder realisierbar ist und auch die Arbeit zwischen den Erziehern vereinfacht wird. Beide Gruppen verfügen jeweils über große Gruppenräume, in denen der Morgenkreis der Gruppen stattfindet. Die morgendliche Begrüßung gestalten die Gruppen intern. An einen der beiden Gruppenräume grenzt ein Nebenraum, der für die Kinder eine Art Theaterraum darstellt. Hier finden sich genügend Kleider und Kostüme, die zu unterschiedlichen Rollenspielen einladen. Während das Frühstück innerhalb der Gruppe vereinzelt für bis zu fünf Kinder am Tisch stattfindet, erfolgt das Mittagessen gruppenweise im Eingangsbereich der Einrichtung an einer langen Tafel, an der jedes Kind einen Platz findet. Im Eingangsbereich befindet sich außerdem ein kleiner Spielbereich für die Kinder. Den „Entdeckerraum“ nutzen die Kinder zum Malen oder für andere ruhige Spielmöglichkeiten, z.B. zum Bauen mit Holzklötzen. Es finden sich außerdem einige Materialien zur Förderung der Sinne, hierunter fällt beispielsweise der Fühlkasten. Auch im Projekt wird ein ähnlicher, selbst gestalteter Fühlkasten entworfen (siehe Verlaufsplan im Anhang). An den Entdeckerraum grenzt die Turnhalle, in der unser Projekt stattfand. Diese ist gut ausgestattet mit dicken Matten und großen Schaumstoffelementen in unterschiedlichen Formen und Farben. Natürlich hat die Kita Wirbelwind auch ein Außengelände. Der Mittelpunkt dieses Außengeländes ist der Spielturm im Sandkasten mit einer Rutsche, einer „Feuerwehrstange“ und diversen Klettermöglichkeiten. Auf der Wiese neben dem Sandkasten befindet sich eine Wackelbrücke sowie eine Sitzmöglichkeit zur Erholung, die von den Erziehern aus Steinen zu einem Halbkreis gestaltet wurde. Auf dem gepflasterten Bereich, direkt angrenzend an das Gebäude, stehen zwei kleine Picknicktische, ein Gerüst für diverse Blumentöpfe sowie ein kleines Beet, welches von den Kindern selbst errichtet wurde.

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenzen durch Spielangebote zu den fünf Sinnen. Spielerischer Umgang mit den fünf Sinnen
Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V986891
ISBN (eBook)
9783346380876
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erwerb, selbst-, sozialkompetenzen, spielangeboten, sinnen, spielerischer, umgang
Arbeit zitieren
Alina We (Autor), 2018, Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenzen durch Spielangebote zu den fünf Sinnen. Spielerischer Umgang mit den fünf Sinnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986891

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