Intersexualität


Seminararbeit, 2001

15 Seiten


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INHALT

EINLEITUNG

1. WAS IST INTERSEXUALITÄT

2. DIAGNOSE VON INTERSEXUELLEN UND MEDIZINISCHE BEHANDLUNG

3. MEDIZINISCHE BEHANDLUNG GLEICH SEXUELLE VERSTÜMMLUNG??
3.1 MEDIZINISCH
3.2 SEELISCH

4. INTERSEXUALITÄT EIN TABU
4.1 DIE BETROFFENEN
4.2 DIE ELTERN UND DIE GESELLSCHAFT
4.4 DIE POLITIK

ZUSAMMENFASSUNG (SCHLUSSWORT)

VERWENDETE LITERATUR

Einleitung

In Deutschland ist Intersexualität noch immer ein Tabuthema über das man nicht spricht und von dem der größte Teil der Bevölkerung noch nie was gehört hat.

Von Intersexualität oder auch Hermaphroditismus genannt sind etwa 5 % der Gesamtbevölkerung betroffen. Als Intersexuelle bezeichnet man Menschen bei denen man das Geschlecht nach der Geburt nicht genau zuordnen kann. In meiner Hausarbeit gebe ich eine Definition über Intersexualität und gebe einen Einblick in die Diagnose und die medizinische Behandlung. Außerdem beschäftige ich mich mit dem Vorurteil der sexuellen Verstümmlung und der Tabuisierung von Intersexualität.

Ich versuche einen Einblick zugeben wie schwierig es für Intersexuelle ist, mit ihrem Schicksal zu leben und sich in der Öffentlichkeit zu beweißen. Das viele Menschen dem Thema immer noch mit Intoleranz begegnen weil Intersexuelle für sie nicht der Norm entsprechen. Und was für einen harten Weg sie gehen müssen wenn sich Ärzte und Eltern für die Behandlung und Operation entschieden haben. Welche seelischen und körperlichen Auswirkungen diese Behandlung auf Intersexuelle haben. Ich spreche auch den Aspekt an, das den Kindern ein Stück Entscheidungsfähigkeit genommen wird, wenn sie sich nicht selber entscheiden können wie sie sein wollen und das sich das auch negativ auf die Entwicklung des Selbstbewussteins auswirkt.

1. Was ist Intersexualität

Definition1:

Als Intersexuelle oder auch Hermaphroditen, bezeichnet man Kinder, bei denen nach der Geburt nicht eindeutig feststellen kann ob sie dem weiblichen oder männlichen Geschlecht angehören. Der Volksmund nennt sie auch Zwitter. Die Merkmale zwei Geschlechter sind vereint. Intersexen sind Menschen die von der „Norm“ des Geschlechts mehr oder weniger stark abweichen. Es gibt grobe Schätzungen wobei etwa 5 % der Gesamtbevölkerung von dieser „ Fehlbildung“ betroffen sind. In Deutschland ist mindestens eins von 2000 Säuglingen intersexuell. Insgesamt gibt es schätzungsweise ca. 20 000 bis 30 000 Menschen, die von Hermaphroditismus betroffen sind.2 Eine Woche nach der Geburt sollte nach den geltenden Gesetzen entschieden sein welchem Geschlecht das Kind angehört, ist dies nicht deutlich erkennbar wir ein Geschlecht zugewiesen. Es wird zum Mädchen oder Jungen erklärt und in das amtliche Geburtsregister eingetragen. In der Medizin wird auch von Missbildung gesprochen. Man bezeichnet die verschiedenen Abweichungen als Syndrome. Es gibt 13 verschiedene Syndrome.3

2. Diagnose von Intersexuellen und medizinische Behandlung

Ursachen für Intersexualität sind vielfältig und können besondere Genetische Befunde sein, oder auch mangelnde oder gar nicht arbeitende Hormonrezeptoren, Stoffwechselstörungen oder äußere Einflüsse in Betracht, z.B. Gaben von Gestagen zur Verhinderung einer Frühgeburt, die in machen Fällen zur Vermännlichungserscheinungen an weiblichen Kindern führen. Embryonale Entwicklungsstörungen können zur Fehlbildung der Genitalien führen, fehlende wie z.B eingeschränkte Hoden und Eierstöcke. Eine sehr häufige Form der Intersexualität ist das Adrenogenitale Syndrom (AGS). Hierbei besteht eine Nebennierenrindenfunktion wobei die Nebenniere ein Enzymdefekt verursacht und zu wenig oder gar kein Cortison ausgeschüttet wird. Dieser Defekt bleibt für Jungen ohne Folgen aber bei weiblichen Feten führt er dazu, dass es zu männlichen Geschlechtsmerkmalen kommt, wie zum Beispiel eine vergrößerte Klitoris, die einem Penis gleichen. AGS ist vererbbar, wenn beide Elternteile das AGS-Gen enthalten. Ein weiterer Enzymdefekt ist der 5-alpha-Reduktionsmangel. Dieser Defekt führt dazu das Jungen als scheinbare Mädchen geboren werden, denn sie haben nicht die für die Vermännlichung benötigten Hormone.4

Meist wird einem Kind nach der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen, weil es einfacher ist alles was nicht passt zu korrigieren oder anzupassen, denn die Ausformung einer Vagina ist einfacher als die Nachbildung eines Penis.

Wird bei einem Säugling Hermaphroditismus diagnostiziert dann stellt man oft körperliche Merkmale fest. Z.B. ist der Penis zu klein und statt dem Hodensack sind eher Schamlippen vorhanden. Der zu kleine Penis wird dann als zu große Vagina reduziert, früher sogar amputiert und es wird eine künstliche voll funktionsfähige Vagina geschaffen. Bei Mädchen ist keine Öffnung in der Vagina vorhanden und auch Eierstöcke und Gebärmutter können fehlen. Bei manchen Intersexen sind sowohl Hoden als auch Gebärmutter vorhanden. Hier werden dann die Chromosomen und der Zellkern untersucht um festzustellen um welches Geschlecht es sich handelt. Man versucht die Nerven teilweise zu erhalten, leider ist dies sehr selten und schwierig und es entsteht ein extremer Sensibilitätsverlust und das Lustempfinden kann verloren gehen. Nach der Operation folgt dann eine Jahrelange Behandlung mit Hormonen und Zehligen Arztbesuchen beim Gynäkologen. Die Vagina muss nachgebessert und kontrolliert werden. Sie wird mit Metallstäben gedehnt und erweitert. Diese Behandlung nennt man Bougierung und sie ist ziemlich schmerzhaft. Die Hormone müssen geschluckt werden damit das Mädchen nicht vermännlicht. Später wird der Geschlechtsverkehr ohne weiteres möglich sein.5

3. Medizinische Behandlung gleich sexuelle Verstümmlung??

3.1 Medizinisch

Die medizinische Behandlung wird von Intersexen und auch von Selbsthilfegruppen und Menschenrechtsgruppen stark kritisiert.

Die Behandlung wird als sexuelle Verstümmlung bezeichnet, als eine Genitalverstümmlung und als sexualisierte Gewalt in der Gynäkologie. Durch die Operation der Scheidenplastik entstehen Narben und die Scheide verengt sich. Die Scheide muss also immer wieder mit einem Stäbchen gedehnt wird. Dieses Verfahren nennt man Bougieren. Nach der Behandlung blutet und schmerzt die Scheide und der Unterleib. Von Betroffenen wird diese Behandlung als eine Art Vergewaltigung bezeichnet. Schon allein der Besuch in der Klinik ist für viele Kinder ein Albtraum. Weiter wird kritisiert, das bei vielen Betroffenen die Operation auch eine Art Beschneidung der Erlebnisfähigkeit. Viele Frauen hatten z.B noch nie einen Orgasmus da ihnen die Klitoris gekappt wurde. Man vergleicht diese Operationen sogar mit den Genitalverstümmelungen der afrikanischen Frauen. Intersexen machen in dieser Zeit unzählige Operationen mit die immer wieder mit Schmerzen verbunden sind, die für Kleinkinder unzumutbar sind6

Ein weiterer Aspekt ist, je nachdem welche Chromosomen bei einem Säugling gefunden werden, wird dem Säugling ein Geschlecht zugewiesen. Wenn sich ein Y- Chromosom im Chromosomensatz befindet, wird ein Peniswachstumstest durchgeführt. Versagt dieser entscheidet man sich für eine feminisierung. Ist ein Y-Chromosomen nicht vorhanden wird immer feminisiert. Allerdings handelt es sich bei dem Peniswachstumstest nur um eine Prognose, die unter Umständen auch falsch sein kann, was zu Folge hätte, dass das Kind vielleicht noch im Alter von 14 Jahren feminisiert wird, was traumatisierend ist, da das Kind bereits eine eindeutige Rolle übernommen hat, die sich plötzlich ändern soll. Interessant ist auch, wenn es darum geht das, das Kind, das Feminisiert wurde schwanger werden kann, weil Eierstöcke und eine Gebärmutter vorhanden sind. Dies ist allerdings nicht genau erprobt, es gibt sogar Hinweise, dass Schwangerschaften äußerst schlecht gehalten werden.7

3.2 Seelisch

Neben den körperlichen schmerzen die Säuglinge oder Kleinkinder über sich ergehen lassen muss um der Norm zu entsprechen, kritisiert man ebenso auch die seelisch folgen für Intersexen. Auch wenn ein Säugling noch keine Identität besitzt, hat es aber ein Gefühl von psychischer Integrität. Ein operativer Eingriff in so frühen Monaten kann aber das Gefühl für Integrität zerstören. Und es ist auch nicht klar ob diese Integritätsstörung jemals wieder aufhebbar ist.8

Die Kinder haben nie die Möglichkeit sich selber zu entscheiden ob sie Mann oder Frau sein wollen oder vielleicht sogar einem dritten Geschlecht angehören wollen. Die Eltern der Kinder sind meistens völlig unwissend, eine Ausführliche Aufklärung ist kaum möglich. Später kann bei Intersexen das zugewiesene Geschlecht zu starken Identitätsproblemen führen. Vor allem bei Jugendlichen in der Pubertät und Heranwachsenden. 80 % der Intersexuellen begehen Selbstmord oder den Versuch und 25% der Versuche sind erfolgreich.9 Intersexuelle Menschen sind kaum in der Lage ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Der Grund warum es keine intersexuelle Subkultur in Deutschland gibt, denn für das Entstehen einer Subkultur benötigt es Selbstbewusstsein. Die Operationen und die Jahre der Behandlung bewirken ein Trauma. Der Grund warum sich so wenig Intersexuelle bewegen, liegt daran, das sie jahrelang unter den Fittichen der Ärzte und Angehörigen stehen und von ihnen kontrolliert werden. Viele haben sich das Leben genommen und ein Teil wurde psychiatrisiert, verheiratet und wollen nicht mehr an ihre Vergangenheit erinnert werden.10 Sie verstecken sich vor der Öffentlichkeit, was der beste Schutz vor Verletzung und Ausgrenzung für Betroffene ist.

4. Intersexualität ein Tabu

4.1 Die Betroffenen

Intersexualität ist noch immer ein Tabuthema, in der Gesellschaft, weil Intersexuelle nicht der Norm entsprechen, bei den Angehörigen und Eltern, weil es ihnen unangenehm und als nicht Normal erscheint, bei den Betroffenen selber, weil sie sich von der Gesellschaft nicht verstanden fühlen mangels Aufklärung durch Ärzte, Eltern und Angehörige. Man spricht nicht darüber, man will es nicht hören. Das Problem soll so schnell wie möglich behoben werden, aber keiner soll etwas davon mitbekommen. Der Betroffenen muss sich an die Regeln halten, eine Geschlechterrolle spielen, damit er von der Gesellschaft anerkannt wird. Kinder erfahren oft selber gar nicht, was mit ihnen geschehen ist. Der Grund ist das, wenn Kinder lernen zu begreifen das sie anders sind, erklären ihnen die Eltern selten was mit ihnen los ist. Die Behandlung dauert nicht nur im frühen Kindesalter an, sondern wird durch das Regelmäßige Bougieren und Hormonschlucken bis ins Alter von ca. 17 Jahren verlängert und sogar darüber hinaus.

Intersexuelle Menschen finden keine Lobby, sie finden kein Gehör in der Öffentlichkeit. Still-schweigende Anonymität wird als bester Schutz und Lösungsweg vor Verletzung und Ausgrenzung n der Öffentlichkeit.

4.2 Die Eltern und die Gesellschaft

Verunsichert durch die Tabuisierung von Intersexualität und die Verunsicherung der Ärzte entscheiden sich die Eltern fast immer für eine Operation. Die Hoffnung der Eltern Normalität herstellen zu können ist größer als die Angst dem Kind eine Entscheidungsfähigkeit zu nehmen. Sie wollen auch ihre Kinder vor der Umwelt schützen. Für sie ist eine stehen die Folgen einer misslungenen Operation erst an zweiter Stelle, an Erster steht das Kind nicht dem Spott der Leute auszusetzen, was für das Kind, in den Augen der Eltern, noch schlimmer wäre.

Das Intersexuelle keines der beiden Angebotenen Geschlechter besitzen oder haben wollen ist für die Gesellschaft nicht annehmbar, gilt als unerhört. Intersexualität ist beiweiten kein seltenes Phänomen, doch trotzdem wird den Betroffenen schon als Kind eingeschärft, das man darüber nicht zu sprechen hat.

Dort wo Menschen das Recht auf eine andere Wirklichkeit einfordern, wo es nicht mehr um den schönen Schein, nämlich um das changieren der Geschlechter in der Werbung und Mode geht ist die Toleranzbereitschaft der Gesellschaft ziemlich schnell am Ende.11

4.4 Die Politik

Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Politik ist Intersexualität ein Tabuthema. Der Gesetzgeber erkennt nur zwei Geschlechter an, das männliche und das weibliche, und nur eins von ihnen kann in der Geburtsurkunde und im Ausweis stehen.

Hierzu ein Zitat von Michel Reiter, selbst bekennende Intersexuelle und Sprecher der Arbeitsgruppe gegen Gewalt in der Pädiatrie Gynäkologie(AGGPG) aus einem Interview:

„ Der Gesetzgeber kennt nur zwei Geschlechter, genauso wie er nur zwei Klos und nur zwei Möglichkeiten der Beantwortung der Frage nach Mann oder Frau kennt. Und wenn das falsche Feld angekreuzt wurde, dann bessert das der Sachbearbeiter gerne nach. Sprich, man kann ankreuzen was man will, sie machen daraus, was sie wollen. Und diese Einschränkungen sind natürlich in dem Moment gegeben, wo sozialer Kontakt inöffentlichen Räumen stattfindet. “ 12

Michel Reiter befragte auch zu dem Thema Genitalanpassung die Bundesregierung und bekam von der PDS-Abgeordneten Christa Schenk folgende Antwort:

„ Soweit in der Regelung des bundesdeutschen Rechts der Begriff >Geschlecht< gebraucht wird, ist diese immer eindeutig den alternativen Kategorien >männlich< und >weiblich> zugeordnet. Da die rechtlichen Regelungen nicht aussagen, was unter diesen Begriffen zu verstehen ist, müssen diese Begriffe nicht juristisch sondern medizinisch- naturwissenschaftlich bestimmt werden. “ 13

Die Aussichten auf Toleranz und Endtabuisierung sind schlecht wenn die Politiker nicht definieren können was Geschlecht ist und die Ärzte die Definitionsmacht behalten.

Zusammenfassung (Schlusswort)

Intersexuelle sind Menschen bei denen man nach der Geburt nicht feststellen kann, ob sie männlich oder weiblich sind. Intersexualität ist in der Gesellschaft, wie auch in der Politik immer noch ein Tabu. Auch ich muss gestehen, das ich vor meiner Hausarbeit über Intersexualität noch nicht sonderlich mit dem Thema beschäftigt hatte und auch nicht viel darüber wusste. Der Grund ist wohl jener, das darüber überhaupt nicht gesprochen wird. Ebenso verblüfft war ich, als ich feststellte, wie wenig Literatur es zu diesem Thema gibt. Bücher über Intersexualität sind meist medizinische Bücher, die ebenso in der Ärztesprache verfasst sind. Und außerdem auch nicht mehr besonders aktuell sind. Ein Grund, warum ich mich in meiner Hausarbeit auf aktuelle Presseartikel und Informationen aus dem Internet beschränke.

Es wundert mich schon ein wenig, das so ein heikles Thema in dieser sensationsgierigen Gesellschaft noch so unbekannt ist. Weil es nicht in die Norm passt? Ich habe mich damit abgefunden das Homosexuelle und auch Transsexuelle aus meinem Freundeskreis immer wieder das Thema in der Gesellschaft sind und auch immer wieder diskriminiert werden, aber das über Intersexualität einfach gar nicht gesprochen wird, das verstehe ich nicht. Auch wenn man vielleicht keine extremen vergleiche ziehen kann, ähnelt sich doch das Problem sehr. Es wundert mich, das Intersexualität so tabuisiert wird. Kinder bei denen das Geschlecht nicht eindeutig festgestellt werden kann, werden einfach umoperiert, zum Jungen oder zum Mädchen gemacht. An die psychischen und gesundheitlichen Folgen denken weder die Eltern noch die Ärzte. Oft zeigen sich die Folgen der Operationen erst im Erwachsenenalter. Dann kommt es zu Essstörungen oder sogar zu Selbstmordversuchen, von denen einige auch erfolgreich sind. Wenn ich an die Bougierung denke, dann würde ich das einem Kind niemals antun wollen. Ich würde ein kleines Kind niemals einer solch schmerzhaften Behandlung aussetzen. Ich finde die Ärzte und auch die Eltern machen sich über die psychischen Folgen keine Gedanken und auch nicht darüber, das diese Kinder, wenn sie erwachsen sind Probleme mit der Sexualität haben. Eine Störung im Sexualleben ist ja unausweichlich. Ich glaube kaum, das Ärzte sich überlegen, was sie einem Kind damit antun, wenn sie aus einem Jungen einfach ein Mädchen machen. Ich glaube kaum, das sie sich vorstellen können wie es sein muss im falschen Körper aufzuwachsen.

Nicht das wirkliche Gefühl für seinen Körper zubekommen. Und eigentlich finde ich es eine Ungeheuerlichkeit, das sich Ärzte anmaßen darüber zu entscheiden. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man ein Kind das eigentlich ein Junge ist so einfach zu einem Mädchen erziehen kann. Wie furchtbar muss es für ein Kind sein, wenn es herausfindet, das es eigentlich ein Junge ist statt ein Mädchen?

Ich weiß nicht ob man den Eltern einen Vorwurf machen kann, ich kann mir vorstellen, das die Ärzte und die Gesellschaft die Eltern regelrecht dazu zwingen Normalität herbeizuschaffen. Was eigentlich traurig ist. Denn so werden die Kinder niemals selber die Chance haben zu entscheiden, wie sie sein möchten.

Verwendete Literatur

„Ein Leben jenseits der Geschlechter“ Magazinbeilage “Die Zeit“, No.5 vom 28.01.1999 Von Oliver Tolmein

„Intersexualität“ WDR-kritisches Tagebuch, 18.10.96 Von Oliver Tolmein

„ Kinder werden verstümmelt“ Weserkurier vom 14. September 1996, Anneliese Huebner

Der Zwang der Geschlechter; Artikel 40/2000 „Die Zeit“ Intersexualität von Martin Spiewak

taz. Nr. 5861 vom 16.6.1999; TAZ-Bericht Wolfgang Löhr

http://www.nadir.org/nadir/Periodika/arranca/14/herma.htm

1. „Genitale Zwangskorrekturen bei Kindern“
2. „ Was hätten sie denn gerne, einen Jungen oder ein Mädchen?“ Interview mit Michel Reiter

http://people.mainz.netsurf.de ; „Was ist Intersexualität“

von Andrea Dumke-Marechal und Heike Susanne Spreitzer

[...]


1 „ Kinder werden verstümmelt“ Weserkurier vom 14. September 1996, Anneliese Huebner http://people.mainz.netsurf.de ; „Was ist Intersexualität“ von Andrea Dumke- Marechal und Heike Susanne Spreitzer

2 Der Zwang der Geschlechter; Artikel 40/2000 „Die Zeit“ Intersexualität von Martin Spiewak

3 http://www.nadir.org/nadir/Periodika/arranca/14/herma.htm

4 taz. Nr. 5861 vom 16.6.1999; TAZ-Bericht Wolfgang Löhr

5 „ Kinder werden verstümmelt“ Weserkurier vom 14. September 1996, Anneliese Huebner „ Ein Leben jenseits der Geschlechter“ von Oliver Tolmein Magazinbeilage „Die Zeit“, No. 5 vom 28.01.1999

6 Der Zwang der Geschlechter; Artikel 40/2000 „Die Zeit“ Intersexualität von Martin Spiewak

7 http://www.nadir.org/nadir/Periodika/arranca/14/herma.htm

8 http://www.nadir.org/nadir/Periodika/arranca/14/herma.htm

9 http://userpage.fu-berlin.de/~numrich/intersex.html

10 Der Zwang der Geschlechter; Artikel 40/2000 „Die Zeit“ Intersexualität von Martin Spiewak „ Ein Leben jenseits der Geschlechter“ von Oliver Tolmein Magazinbeilage „Die Zeit“, No. 5 vom 28.01.1999

11 „ Ein Leben jenseits der Geschlechter“ von Oliver Tolmein Magazinbeilage „Die Zeit“, No. 5 vom 28.01.1999

12 http://www.nadir.org/nadir/Periodika/arranca/14/herma.htm „Genitale Zwangskorrekturen bei Kindern“

13 „ Ein Leben jenseits der Geschlechter“ von Oliver Tolmein Magazinbeilage „Die Zeit“, No. 5 vom 28.01.1999

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Intersexualität
Autor
Jahr
2001
Seiten
15
Katalognummer
V98716
ISBN (eBook)
9783638971676
Dateigröße
353 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Intersexualität
Arbeit zitieren
Nadine Stehr (Autor:in), 2001, Intersexualität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/98716

Kommentare

  • Gast am 27.1.2003

    Prozentrechnung für Arme.

    Hallo!
    Folgende Anmerkung:Wenn 1 von 2.000 Personen intersexuell sind, sind das 0.5 Promille!!!!! Und nicht 5%!!!
    Eine von den Zahlen (wahrscheinlich 5%) ist also falsch...
    mfg, A.S.

  • Gast am 2.5.2002

    Re: Quadrierter Stuß.

    |
    nun ja, wie soll ich sagen, mir ging es genauso. man sollte von themen die so ausschweifend sind und von aussenstehenden kaum begriffen werden können einfach die finger lassin

    |AGGPG schrieb:
    ||Via Zufall auf diese Hausarbeit aufmerksam
    ||gemacht worden, hat es sich heute ergeben,
    ||sie zu lesen.
    |
    |Nun, ich habe mich köstlich amüsiert. Noch nie (außer in der Medizinliteratur, allerdings auf anderem Level) habe ich derart viel Stuß auf so wenigen Seiten lesen müssen.
    |
    |Die Autorin hat 0,0 Idee, von was sie da eigentlich berichtet. Und zwar weder vorher noch bei noch nach der Arbeit. Nicht alle Leute sollten sich zu allem äußern, lehrt uns dieses Beispiel.
    |
    |Es gibt jetzt prinzipiell zwei Möglichkeiten: die Arbeit wird von hausarbeiten.de wieder entfernt oder sie wird, wie aktuell bereits in Arbeit, nach Strich und Faden zerrissen von anderen elaborierteren (was zugegebenermaßen nicht sonderlich schwierig ist) Arbeiten.
    |
    |Welcher arme Mensch mußte diese Arbeit eigentlich bewerten? Und welcher Idiot hat sie für gültig erklärt? Dem / der wünsche ich einen guten Morgen. Zeit zum Aufwachen.
    |
    |Beste Grüße,
    |Michel Reiter
    |
    |AGGPG

  • Gast am 30.10.2001

    Intersexualität.

    geht so!

  • Gast am 21.5.2001

    Super.

    ich fand dein Hausarbeit sehr gut .
    ich selber musste ein Vortrag halten über das Thema und deine Hausarbeit hat mir sehr viel weiter geholfen.Ich wusste bis heute selber nicht was Intersexualität ist ich wußte nicht mal das es soetwas überhaupt gibt.
    mach weiter so
    Doreen

  • Gast am 5.4.2001

    supi Nadine !!!!.

    Dein Referat ist super , ich bin grad am Bio lerne und bin auf die seite gestossen ,da wir auch das Thema Intersexualität bearbeiten habe ich es mir durchgelesen !!!! ich hoffe du hast ne gut Note bekommen ... BYE
    yvonne

  • Gast am 8.3.2001

    Schwierig in mehrfacher Hinsicht.

    Ein Thema wie "Intersexualität" so allgemeinhin ohne Einschränkungen bzw. Richtungsvorgaben als Hausarbeit im Grundstudium zu vergeben, halte ich für problematisch seitens des Dozenten. Natürlich sind so schmerzhafte Lücken vorprogrammiert, die man der Studentin allerdings nun weniger anlasten kann. Die Beschränkung "auf aktuelle Presseartikel und Informationen aus dem Internet" erscheint mir so eher als Verzweiflungstat. Die Publikationslage, auch im allgemein zugänglicheren Bereich, hat sich realiter nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Entstehen einer IS Bewegung in den 90er Jahren verbessert. Als elementare Lektüre hätte man so die Studentin auf die Monographien von Kessler, Fausto-Sterling und Dreger hinweisen können.

    Hingegen hätten aus einer sozialpädagogischen Perspektive morphologische Fragen weiter zurücktreten können, sind diese außerhalb medizinischer Kontexte ohnehin mehr dazu angetan, morbide Faszinationen zu adressieren.

    Ein Manko sicherlich der meisten Diskurse über IS ist, daß die Diskussion psychologischer Aspekte entweder sich auf die Verarbeitung von Traumatisierungen begrenzt, und/oder eine IS-spezifische seelische Verfaßtheit als *horribile dictu* Norm(al)zustand dem entgegenstellt, ohne jedoch diese empirisch begründen zu können. Aus psychoanalytischer Sicht könnte man hier zwar auf Lacans Kritik an Fairbairn (in: Le Sémainaire, II), sowie auf die neue Monographie von Morel verweisen, die -- für den naiven Neuling wohl sehr überraschenderweise -- nahelegt, daß IS auf Sexuierung keinerlei Einfluß nimmt, jedoch denke ich, daß von dieser Lektüre allenfalls Ausnahmestudenten schon im Magisterstudium profitieren könnten. Man kann aber leider nur auf einem solchen Niveau verstehen, warum das Szenario vom "Mädchen", das "eigentlich ein Junge" ist, ein böhmisches Dorf ist.

    Was mich jenseits solcher Einschränkungen am meisten interessierte, war die Zielsetzung, sich "mit dem Vorurteil [...] der Tabuisierung von Intersexualität" zu beschäftigen. Zumal ich mir auf diesem Sektor einen originären und wichtigen sozialpädagogischen Beitrag hätte vorstellen können. Leider bleiben die meisten dieser Erwartungen nun unerfüllt. In einer wissenschaftlichen -- eben nicht: journalistischen -- Arbeit wäre es doch angebracht gewesen, *zumindest kurz* etwas zu *Begriffen* wie "Tabu" und auch "Norm" zu sagen, denn letztere ist nicht unbedingt eine Reifizierung dessen, was man alltagssprachlich als "normal" zu etikettieren beliebt, oder auch eine "Regel", an die man sich zu "halten" hätte. Ich denke auch nicht, daß die eingangs behauptete Prämisse, IS sei als Phänomen unbekannt, zutrifft. Daß darüber wenig gesprochen wird, und, wo die Medien das Thema ab der 2. Hälfte der 90er Jahre auch in der BRD aufgriffen, dies (ähnlich wie bei der ebenfalls kurz erwähnten Transsexualität) eher morbide Faszinationen bediente, geht ja durchaus Hand in Hand damit, daß ein selbst unterdurchschnittlich gebildeter Mensch sich unter IS, vor allem wenn man ihm Glossen wie "Hermaphroditismus" oder auch "Zwitter" anbietet, durchaus zumindest arbeitshypothetisch etwas vorstellen kann (auch wenn das noch so vage bis verzerrt sein mag).

    Letztlich finde ich das sehr schade, denn das Mitgefühl der Studentin scheint mir authentisch, das Interesse jenseits des Ablieferns einer bloßen Routinearbeit. Es hätte lediglich bedarft, ihr etwas besseres Material an die Hand zu geben, sowie sie vor und während der Abfassung der Arbeit minimal zu beraten.

  • Gast am 23.2.2001

    Ich finds gut.

    Ich finde die Arbeit gut, und den ersten Kommentar find ich ziemlich überflüssig und eigentlich schon fast beleidigend...

    fette Grüße

    der Leberkäse

  • Gast am 14.2.2001

    Gute Arbeit !.

    Eine fundierte Arbeit, welche ich Psychologin und Gesundheitswissenschaftlerin loben möchte.
    Mit freundlichen Grüssen
    Andrea Dumke-Maréchal, MHSc

  • Gast am 7.2.2001

    Quadrierter Stuß.

    Via Zufall auf diese Hausarbeit aufmerksam gemacht worden, hat es sich heute ergeben, sie zu lesen.

    Nun, ich habe mich köstlich amüsiert. Noch nie (außer in der Medizinliteratur, allerdings auf anderem Level) habe ich derart viel Stuß auf so wenigen Seiten lesen müssen.

    Die Autorin hat 0,0 Idee, von was sie da eigentlich berichtet. Und zwar weder vorher noch bei noch nach der Arbeit. Nicht alle Leute sollten sich zu allem äußern, lehrt uns dieses Beispiel.

    Es gibt jetzt prinzipiell zwei Möglichkeiten: die Arbeit wird von hausarbeiten.de wieder entfernt oder sie wird, wie aktuell bereits in Arbeit, nach Strich und Faden zerrissen von anderen elaborierteren (was zugegebenermaßen nicht sonderlich schwierig ist) Arbeiten.

    Welcher arme Mensch mußte diese Arbeit eigentlich bewerten? Und welcher Idiot hat sie für gültig erklärt? Dem / der wünsche ich einen guten Morgen. Zeit zum Aufwachen.

    Beste Grüße,
    Michel Reiter

    AGGPG

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