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Exegese von Markus 2,23-28. „Das Abreißen der Ähren am Sabbat“

Titel: Exegese von Markus 2,23-28. „Das Abreißen der Ähren am Sabbat“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die Bibelstelle "Das Abreißen der Ähren am Sabbat" aus dem Markusevangelium exegiert.

Die Erzählung spielt sich an einem Sabbat in Staatsfeldern ab. Alle beteiligten Personen werden schon im zweiten Satz genannt. Die Akteure sind zum einen Jesus mit seinen Jüngern und zum anderen die Pharisäer.
Das vorherige Streitgespräch "Die Frage nach dem Fasten" (Mk 2,18 – 22), in welchem es um die Fastenfrage geht, ist eng mit der zu analysierenden Perikope verbunden. Hierbei geht es darum, dass die Jünger von Jesus, im Gegensatz zu denen von Johannes und den Pharisäern, nicht am Fasten sind. Mit der Antwort Jesu: "Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche" (Mk 2, 21f.) wird ausgesagt, dass neue Zeiten auch neues Handeln fordern.

Genau diese Aussage ist auch Thema in Mk 2, 23 – 28. Für eine ursprüngliche Verbindung beider Perikopen spricht außerdem, dass Jesus in der Erzählung über den Sabbat nicht mit Namen genannt wird. Der Name Jesus fällt hier kein einziges Mal. Die Rede ist nur von "er" (V. 23).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abschrift des zugrunde gelegten Textes

2. Analyse des Textes

2.1 Abgrenzung und Kontext

2.2 Ausformulierte Gliederung des Textes

2.3 Abgrenzung von Tradition und Redaktion

2.4 Gattungsbestimmung der vormarkinischen Überlieferung

2.5 Begriffsbestimmung bzw. religionsgeschichtliche Analyse

3. Interpretation

3.1 Interpretation der vormarkinischen Überlieferung

3.2 Interpretation des markinischen Textes

3.2.1 Interpretation des Textes an sich

3.2.1 Interpretation des Textes im theologischen Gesamtrahmen des Mk

4. Synoptischer Vergleich

4.1 Interpretation der mt. Parallele

4.2 Interpretation der lk. Parallele

5. Zusammenfassung und Bündelung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Exegese der Perikope "Das Abreißen der Ähren am Sabbat" (Markus 2,23-28) auseinander, um die theologische Intention des Markusevangelisten im Vergleich zur vormarkinischen Tradition herauszuarbeiten und die Bedeutung des Sabbatverständnisses im Kontext des Messiasgeheimnisses zu erörtern.

  • Analyse der vormarkinischen Überlieferung vs. markinische Redaktion
  • Untersuchung des Sabbatverständnisses aus jüdischer und jesuanischer Sicht
  • Einordnung der Erzählung in die markinische Streitgesprächssammlung
  • Synoptischer Vergleich mit den Fassungen bei Matthäus und Lukas
  • Deutung der Menschensohn-Christologie im Markusevangelium

Auszug aus dem Buch

2.5 Begriffsbestimmung bzw. religionsgeschichtliche Analyse

Im Folgendem wird der Begriff Sabbat untersucht, da die Ausgangssituation der Perikope das Wissen über die Sabbatruhe voraussetzt.

Der Sabbat ist im Judentum ein Ruhetag, der den siebten Tag beschreibt. Ruhetag deshalb, weil niemand während dieser Zeit Arbeit verrichten soll. Nach Gen 1, 5 beginnt dies mit dem Sonnenuntergang am Freitag und endet mit dem Dunkelwerden am Samstagabend. Das Einhalten des Ruhetages gehört zu den zehn Geboten und was untersagt ist, wird im Babylonischen Talmund zusammengefasst. Dies ist eine Liste, in der 39 am Sabbat verbotene Arbeiten verzeichnet sind. Zusammengefasst soll sich der Mensch nicht anstrengen und keine Arbeit verrichten. Somit ist die anstößige Situation für die Pharisäer in der Perikope nicht der Mundraub, der nach Dt. 23, 26 erlaubt ist, sondern die Erntearbeit an einem Sabbat, die die Jünger Jesu durch das Abreißen der Ähren vollrichten. Die „Grundlage ihres Drängens auf Sabbatheilung ist die Übersetzung von der Verdienstlichkeit der Werke des Gesetzes, bzw. von deren Notwendigkeit für das Heil des Menschen, für seine Gerechtigkeit vor Gott“. Der Sabbat ist für die Pharisäer eine kasuistische Gesetzlichkeit, die ihnen das Verhalten vorschreibt, um so zum Heil zu gelangen. Dabei müssen die Gesetze nicht immer human sein, wenn sie durch höhere Ziele, also dem Heil, gerechtfertigt sind.

Gegen diese Vorstellung wendet sich Jesus mit dem Vers 27 „Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat“, obwohl für das absichtliche Entweihen des Sabbats die Todesstrafe droht, die in der darauffolgenden Erzählung entschlossen wird, er jetzt aber nur eine Verwarnung bekommt. Jesus plädiert für den sozialen Sinn des Sabbats, nämlich, dass der Ruhetag den Menschen dienen soll und der Mensch nicht Sklave des Sabbats ist. Er greift auf die Schöpfung zurück. Der Mensch wurde vor dem Sabbat geschaffen und somit der Sabbat für den Menschen. Im zeitgenössischem Judentum war es wiederholt der Fall, dass der Mensch zum Sklaven des Sabbats wurde. Jesus sieht den Ruhetag aber als Gabe des Schöpfers, möchte diesen nicht aufheben, jedoch für den Menschen auslegen, anstatt ihnen damit eine Last aufzubürden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abschrift des zugrunde gelegten Textes: Dieser Abschnitt liefert den primären Quellentext von Markus 2,23-28 als Grundlage für die nachfolgende Exegese.

2. Analyse des Textes: Hier erfolgt die formale und inhaltliche Untersuchung, inklusive der Gliederung, der Abgrenzung von Tradition und Redaktion sowie der religionsgeschichtlichen Einordnung.

3. Interpretation: Dieser Teil widmet sich der theologischen Auslegung sowohl der vormarkinischen Schicht als auch der markinischen Bearbeitung unter Berücksichtigung des Messiasgeheimnisses.

4. Synoptischer Vergleich: Hier wird der markinische Text mit den entsprechenden Parallelstellen bei Matthäus und Lukas verglichen, um Unterschiede in der Erzählweise und Intention zu beleuchten.

5. Zusammenfassung und Bündelung: Die Ergebnisse der Analyse und Interpretation werden hier zusammengefasst und die zentrale Bedeutung der Perikope für den ersten Hauptteil des Markusevangeliums hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Sabbat, Apophthegma, Menschensohn, Messiasgeheimnis, Exegese, Streitgespräch, Pharisäer, Gesetz, Traditionsgeschichte, Redaktionsgeschichte, Synoptischer Vergleich, Davidgeschichte, Schaubrote, Religionsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Analyse der biblischen Erzählung vom Ährenraufen der Jünger Jesu am Sabbat (Markus 2,23-28).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verständnis des Sabbatgebots, die Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern sowie die Rolle Jesu als Menschensohn.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifische theologische Akzentuierung des Evangelisten Markus im Vergleich zur ursprünglichen Überlieferung herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Methode angewandt, insbesondere die Redaktions- und Traditionskritik sowie der synoptische Vergleich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gliederung, die Abgrenzung von Redaktionselementen, die religionsgeschichtliche Bedeutung des Sabbatbegriffs sowie die christologische Deutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sabbat, Messiasgeheimnis, Menschensohn, Streitgespräch und Redaktionsgeschichte geprägt.

Warum ist der Verweis auf David für das Verständnis der Perikope so wichtig?

Der Verweis auf David dient Jesus als Argumentationshilfe, um zu zeigen, dass in Notlagen das Gesetz zugunsten des menschlichen Wohls überschritten werden darf.

Wie unterscheidet sich die markinische Fassung von der bei Lukas oder Matthäus?

Markus hebt die Rolle Jesu als Herr über den Sabbat stärker hervor, während andere Evangelisten die Schilderung der Notlage oder die gesetzliche Argumentation anders gewichten.

Welche Rolle spielen die Pharisäer in der Erzählung?

Sie agieren als Gegenspieler, deren Vorwürfe das Handeln der Jünger als gesetzeswidrig darstellen und somit den Konflikt provozieren, der auf die Passion Jesu vorausdeutet.

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Details

Titel
Exegese von Markus 2,23-28. „Das Abreißen der Ähren am Sabbat“
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Grundkurs Neues Testament
Note
1,4
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V987264
ISBN (eBook)
9783346344175
ISBN (Buch)
9783346344182
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Markus Evangelium Sabbat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Exegese von Markus 2,23-28. „Das Abreißen der Ähren am Sabbat“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/987264
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Leseprobe aus  15  Seiten
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