Die Arbeit stellt ein kurzes Porträt des Autors und eine Zusammenfassung der Narration „La frontera de cristal“ dar. Sie fragt, inwieweit das Thema der Grenze eine zentrale Rolle ist und in welcher Form und auf welcher Ebene diese auftritt und eine Rolle spielt. Wie kennzeichnet Carlos Fuentes die Grenzen zwischen mexikanischer und amerikanischer Kultur, welche Bilder von Grenze „zeichnet“ er in „La frontera de cristal“? Hierbei soll nicht nur untersucht werden, wie sich diese im vorliegenden Text zeigen, sondern auch, wie mit ihnen umgegangen wird: Finden Grenzüberschreitungen statt und wie begegnen sich die beiden voneinander getrennten Seiten?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Autor: Carlos Fuentes
3 Zusammenfassung: „La frontera de cristal“
4 Definition des Begriffs der Grenze
5 Grenzen in „La frontera de cristal“
6 Schlussbetrachtung
7 Bibliographie
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion von Grenzen in Carlos Fuentes' Werk „La frontera de cristal“. Dabei wird analysiert, wie physische, soziale und kulturelle Grenzziehungen die Identität der Protagonisten prägen und welche Rolle die Grenze als raumbildendes sowie trennendes Element einnimmt.
- Analyse der literarischen Grenzmetaphorik bei Carlos Fuentes.
- Untersuchung der sozioökonomischen Aspekte der Migration zwischen Mexiko und den USA.
- Betrachtung von Identitätskonstruktionen im Kontext des Grenzraums.
- Deutung der symbolischen Bedeutung der „gläsernen Grenze“.
- Auseinandersetzung mit der Erzähltechnik und Perspektivwechseln innerhalb der Kurzgeschichten.
Auszug aus dem Buch
Grenzen in „La frontera de cristal“
„La frontera de cristal“ behandelt, wie auch die acht weiteren Erzählungen des Romans von Carlos Fuentes, als Hauptthema die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Kontrast zwischen den beiden nordamerikanischen Ländern zeigt sich hierbei nicht in der Trennlinie selbst, die der mexikanische Geschäftsmann Don Leonardo Barroso mit seinen Angestellten im Flugzeug überquert, sondern auch in vielerlei anderer Hinsicht – sowohl durch inhaltliche als auch sprachliche Aspekte.
Dass die Grenze nicht nur die Territorien der beiden Länder unterteilt, sondern auch „soziale, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen“ (Araya 2009: 97) hat, wird im Verlauf der Kurzgeschichte besonders deutlich. Weiterhin machen sich in Carlos Fuentes Erzählung aber auch Barrieren bemerkbar, die zunächst einmal nicht in direktem Zusammenhang zur Ländergrenze stehen, sehr wohl aber Auswirkungen auf das Verhalten und die Möglichkeiten der handelnden Personen haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische und aktuelle Problematik der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze sowie die Bedeutung von Migration ein.
2 Der Autor: Carlos Fuentes: Hier erfolgt ein Porträt des Autors unter Berücksichtigung seiner Herkunft, seines Werdegangs und seines literarischen Einflusses.
3 Zusammenfassung: „La frontera de cristal“: In diesem Teil wird die ausgewählte Erzählung inhaltlich wiedergegeben, wobei der Fokus auf den Erlebnissen der Protagonisten liegt.
4 Definition des Begriffs der Grenze: Das Kapitel befasst sich mit theoretischen Definitionen von Grenzen, sowohl als reale Trennlinien als auch als soziale und imaginäre Konstrukte.
5 Grenzen in „La frontera de cristal“: Hier findet die eigentliche Analyse statt, in der die theoretischen Konzepte auf die literarische Vorlage angewendet werden.
6 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und stellt die Bedeutung von „La frontera de cristal“ als Grenzliteratur heraus.
7 Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.
Schlüsselwörter
Carlos Fuentes, La frontera de cristal, Grenze, Migration, Mexiko, USA, Identität, Grenzraum, Soziale Schichtung, Interkulturalität, Literaturwissenschaft, Grenzüberschreitung, Identitätskonstruktion, Fremdheit, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie der Autor Carlos Fuentes in seinem Werk „La frontera de cristal“ die Grenze zwischen Mexiko und den USA thematisiert und welche Rolle diese für seine Charaktere spielt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die physische und soziale Grenzziehung, der Migrationsprozess, die kulturelle Identität im Dazwischen sowie die Auswirkung von Barrieren auf das Individuum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Fuentes durch sprachliche und inhaltliche Mittel die vielschichtige Natur der Grenze als verbindendes und zugleich trennendes Element darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung von theoretischen Konzepten zur Definition von „Grenze“ und Identität interpretiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung, eine theoretische Begriffsbestimmung und eine detaillierte Analyse der spezifischen Grenzereignisse im Werk.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Grenze, Migration, Identität, Carlos Fuentes, Mexiko-USA-Verhältnis und die spezifische Grenzmetaphorik des Autors.
Welche Rolle spielt die „gläserne Grenze“ im Text?
Die gläserne Grenze fungiert als Symbol für eine Trennung, die einerseits Sichtbarkeit und visuelle Annäherung ermöglicht, physische Berührung und echte soziale Teilhabe jedoch dauerhaft verhindert.
Wie prägt die Herkunft die Identität der Protagonisten?
Die Herkunft bestimmt maßgeblich den sozialen Status und die Wahrnehmung der Figuren, wobei Fuentes aufzeigt, wie die Grenze diese Zugehörigkeit in Frage stellt oder durch Statuswechsel neu definiert.
- Quote paper
- Marie Kübler (Author), 2016, Grenzbilder in Carlos Fuentes "La frontera de cristal" (1995), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/987744