1. Thema der Unterweisung
Anlegen eines Kundenordners nach firmeninternen Kriterien
2. Ausbildungssituation
2.1 Die Auszubildende, Frau A., ist 19 Jahre alt, hat einen sehr guten Realschulabschluss und befindet sich im 8. Ausbildungsmonat des 2. Lehrjahres. Sie hat sich aufgrund ihres großen Interesses am gewählten Ausbildungsberuf bereits umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet. Ihre überdurchschnittliche Lernbereitschaft bildet eine gute Voraussetzung für eine schnelle Aufnahme und Verarbeitung des zu vermittelnden Lernstoffes. Die theoretischen Kenntnisse über die Ablage von Schriftverkehr sind ihr bekannt.
2.2 Der Ausbildungsrahmenplan für Industriekaufleute sieht unter Punkt 3 „Information, Kommunikation und Arbeitsorganisation“ vor, dass sich die Auszubildenden auch mit dem Thema „Daten und Informationen erfassen, ordnen, verwalten und auswerten“ ( §4 Abs. 1 Nr. 3.1 b) auseinandersetzen.
3. Lernziele
3.1 Richtlernziel
Das Aneignen aller notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten der Informationsverarbeitung
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Unterweisung
2. Ausbildungssituation
2.1 Auszubildende
2.2 Thema aus dem Ausbildungsrahmenplan
3. Lernziele
3.1 Richtlernziel
3.2 Groblernziel
3.3 Feinlernziel
4. Operationalisierung
4.1 kognitiver Bereich
4.2 affektiver Bereich
4.3 psychomotorischer Bereich
5. Ausbildungsmethode (4-Stufen-Methode)
5.1 Stufe 1: Vorbereiten
5.2 Stufe 2: Vormachen und Erklären des Arbeitsvorgangs durch den Ausbilder
5.3 Stufe 3: Nachmachen und Erklären der Schritte durch die Auszubildende
5.4 Stufe 4: Üben und Erfolgskontrolle
6. Ausbildungszeit / -ort / -mittel
7. Unterweisungsablauf
8. Anlagen
8.1 „Chaosordner“
8.2 Ordner „Mustermann GmbH“
8.3 Ordner „ML GmbH“
Zielsetzung und thematische Ausrichtung
Das primäre Ziel dieses Unterweisungsentwurfs ist es, einer Auszubildenden die korrekte und systematische Ablage von Kundenunterlagen nach firmeninternen Kriterien zu vermitteln, um eine effiziente Informationsverarbeitung im Unternehmen zu gewährleisten.
- Vermittlung der 4-Stufen-Methode als didaktisches Instrument.
- Strukturierung von Arbeitsabläufen in der Registratur.
- Anwendung firmeninterner Ablagekriterien unter Berücksichtigung von Genauigkeit und Ordnung.
- Festigung von Kenntnissen durch eigenständiges Üben und Erfolgskontrolle.
- Förderung der Selbstständigkeit und Sorgfalt im Umgang mit betrieblichen Daten.
Auszug aus dem Buch
Stufe 2 Vormachen und erklären durch den Ausbilder
In maßgerechten Teilschritten stellt der Ausbilder das neue Thema an einem praktischen Beispiel vor. Er erklärt, zeigt und erläutert, was getan wird, wie es getan wird und warum es getan wird. Die richtige Größe der Lernschritte ist für den Erfolg entscheidend. Sind sie zu groß, wir der Lernende überfordert, sind sie zu klein, langweilt er sich.
Nachdem ich den Kundennamen weiß, kann ich mit einem Stift sauber und leserlich am oberen Rand des Hängeordners den Kundennamen, den Ort und das Land eintragen. Ist ein Kundenordner nicht ordnungsgemäß beschriftet, können Fehler bei der Ablage auftreten (z.B. 3 Kunden, die Müller heißen unterscheiden sich nur durch den Ort). Ein Ausfüllen in sauberer und leserlicher Form erleichtert ein Suchen in den Hängeordnerschränken.
Zusammenfassung der Kapitel
Thema der Unterweisung: Definiert die Aufgabe des Anlegens eines Kundenordners gemäß firmeninterner Standards.
Ausbildungssituation: Beschreibt den Ausbildungsstand der Auszubildenden und die Einordnung des Themas in den Ausbildungsrahmenplan.
Lernziele: Legt das Richt-, Grob- und Feinlernziel für den Unterweisungsprozess fest.
Operationalisierung: Detailliert die kognitiven, affektiven und psychomotorischen Lernbereiche.
Ausbildungsmethode (4-Stufen-Methode): Erläutert die didaktische Vorgehensweise, bestehend aus Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben.
Ausbildungszeit / -ort / -mittel: Begründet die Wahl des Zeitpunkts, des Orts und der benötigten Arbeitsmittel für die Unterweisung.
Unterweisungsablauf: Bietet einen detaillierten, chronologischen Plan für die Durchführung der Unterweisung.
Anlagen: Listet die für die Unterweisung genutzten Praxisbeispiele und Musterordner auf.
Schlüsselwörter
Unterweisungsentwurf, Ausbilder, 4-Stufen-Methode, Industriekauffrau, Kundenordner, Registratur, Informationsverarbeitung, Ausbildungsrahmenplan, Feinlernziel, Ablagestruktur, Erfolgskontrolle, Arbeitsabläufe, Ausbildungsmittel, Kundendaten, Genauigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterweisungsentwurf grundsätzlich?
Es geht um die Konzeption einer berufspädagogischen Unterweisung für eine Auszubildende zur Industriekauffrau mit dem Ziel, fachliche Fertigkeiten bei der Ablage von Kundenunterlagen zu vermitteln.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst die Vorbereitung, Vorführung, Einübung und Kontrolle eines Arbeitsvorgangs innerhalb der betrieblichen Registratur unter Anwendung der 4-Stufen-Methode.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel besteht darin, die Auszubildende zu befähigen, selbstständig und fehlerfrei Kundenordner nach firmeninternen Kriterien anzulegen und zu verwalten.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Zur Vermittlung der Lerninhalte wird die klassische 4-Stufen-Methode angewandt, die sich in die Phasen Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben gliedert.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs behandelt?
Im Hauptteil werden der konkrete Ablauf der Unterweisung, die Operationalisierung der Lernziele sowie die Wahl der Ausbildungsmittel detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Entwurf?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Unterweisungsentwurf, 4-Stufen-Methode, Registratur, Kundenordner, Informationsverarbeitung und Ausbildungsrahmenplan.
Warum wurde die 4-Stufen-Methode gewählt?
Diese Methode wurde gewählt, da sie durch den Wechsel von darbietenden Phasen (Vormachen) und verarbeitenden Phasen (Nachmachen/Üben) einen optimalen Lernerfolg und eine dauerhafte Festigung des Wissens sicherstellt.
Welche Rolle spielt die Erfolgskontrolle im Entwurf?
Die Erfolgskontrolle dient dazu, den Lernerfolg zu messen, eventuelle Kenntnislücken zu schließen und die Auszubildende durch gezieltes Feedback und Lob in ihrem Selbstvertrauen zu stärken.
- Arbeit zitieren
- Anke Grökel (Autor:in), 2002, Anlegen eines Kundenordners (Unterweisung Industriekaufmann / -frau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9881