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Die Selbsttötung in der Philosophie. Zwischen Selbstbestimmung und Legitimität

Titre: Die Selbsttötung in der Philosophie. Zwischen Selbstbestimmung und Legitimität

Thèse de Bachelor , 2020 , 32 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Timur Böse (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Ziel dieser Arbeit soll es sein, zu ermitteln, wie es um die Legitimität der Selbsttötung vor dem Hintergrund der Selbstbestimmung bestellt ist.

In der heutigen Zeit gibt es viele Kontroversen. Eine von ihnen ist das Problem des Sterbens; genau genommen des freiwilligen Sterbens. Der Suizid, die Selbsttötung, oder wie auch oft genannt: der Selbstmord, ist eine Fallkonstellation, die für viele Menschen mit Unbehagen verbunden ist. Es ist nach wie vor ein Tabuthema, dessen man sich lieber entzieht und kommt es dann doch zum Diskurs, so sind die Meinungen häufig festgefahren.

In der Geschichte der Menschheit reicht diese Kontroverse bis weit in die Antike zurück. Verschiedene philosophische Schulen haben hierzu unterschiedlichste Positionen bezogen. Die Stoiker waren zum Beispiel Fürsprecher des Suizids. Platon hingegen ein strenger Kritiker. Es mutet irrational an, das eigene Leben durch die eigene Hand zu beenden. Warum sollte man sein Leben aufgeben? Im Christentum lässt sich kurioserweise eine ambivalente Haltung zum Freitod ausmachen. Der Selbstmord wird hier auf der einen Seite als Todsünde verurteilt, auf der anderen Seite als Martyrium verehrt. Der Sinn, beziehungsweise die Sinnlosigkeit scheinen den Scheideweg der Anerkennung jener irreversiblen Entscheidung zu markieren. Jene Sinnlosigkeit ist es, derer man sich gewahr wird, wenn man sich dem Absurden stellt. Albert Camus stellt die Erkenntnis jener Absurdität mit dem Mythos des Sisyphos gleich. Letzten Endes stehen wir vor der Frage, ob wir uns mit der Sinnlosigkeit unseres Daseins abfinden, oder bereit, sind dieses aufzugeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Was ist eine adäquate Bezeichnung des Tötens seiner selbst?
  • Die klinische Perspektive
  • Emile Durkheim: Der Selbstmord
  • Der freie Tod als Produkt des freien Willens oder eines gravierenden Pflichtverstoßes
  • Albert Camus - Der Mythos des Sisyphos
  • Vom hohen Ansehen zum Tabu
  • David Hume - On Suicide
  • Kierkegaard - Die Krankheit zum Tode
  • Der Begriff der Pflicht
  • Die Selbsttötung als politisches Instrument
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Selbsttötung und untersucht die Legitimität dieser Handlung im Kontext der Selbstbestimmung. Die Arbeit stützt sich auf die vielfältigen Ursachen für Suizid, die Emile Durkheim in seinen Studien ermittelte.

  • Die adäquate Bezeichnung des Suizids
  • Die klinische Perspektive auf Suizidales Verhalten
  • Philosophische Positionen zur Selbsttötung
  • Die Rolle von Pflicht und Sinn im Kontext der Selbsttötung
  • Die Selbsttötung als politisches Instrument

Zusammenfassung der Kapitel

  • Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema des Suizids als ein kontroverses und tabuisiertes Thema vor und stellt die Relevanz der Thematik heraus. Außerdem werden verschiedene historische und philosophische Positionen zum Suizid beleuchtet.
  • Was ist eine adäquate Bezeichnung des Tötens seiner selbst?: Dieses Kapitel befasst sich mit der Frage nach der passenden Bezeichnung für die Selbsttötung und diskutiert die Begriffe "Selbstmord", "Freitod" und "Suizid" in Bezug auf ihre Adäquanz und den damit verbundenen Bedeutungsgehalt.
  • Die klinische Perspektive: Dieses Kapitel analysiert das Spektrum suizidaler Verhaltensweisen aus psychologischer Perspektive und beschreibt verschiedene Kategorien wie passive Todessehnsucht, suizidale Gedanken und Suizidversuche.
  • Emile Durkheim: Der Selbstmord: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der soziologischen Perspektive auf den Suizid und bezieht sich auf die Studien von Emile Durkheim, der verschiedene Ursachen für Suizid ermittelte.
  • Der freie Tod als Produkt des freien Willens oder eines gravierenden Pflichtverstoßes: Dieses Kapitel untersucht die Frage, ob der Suizid ein Ausdruck des freien Willens oder ein Verstoß gegen eine Pflicht ist. Es werden philosophische Argumente und verschiedene Perspektiven auf die Entscheidungsfreiheit im Kontext des Suizids diskutiert.
  • Albert Camus - Der Mythos des Sisyphos: Dieses Kapitel setzt sich mit der Philosophie von Albert Camus auseinander, die die Absurdität des Daseins und die Frage nach der Sinnlosigkeit des Lebens thematisiert. Es wird untersucht, wie diese Gedanken mit der Entscheidung für den Suizid zusammenhängen.
  • Vom hohen Ansehen zum Tabu: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Suizids und analysiert, wie die Wahrnehmung und Bewertung dieser Handlung im Laufe der Zeit verändert wurde.
  • David Hume - On Suicide: Dieses Kapitel behandelt die Gedanken von David Hume zum Suizid, die in seinem Werk "On Suicide" dargelegt werden. Es wird untersucht, welche Argumente Hume für und gegen den Suizid anführt.
  • Kierkegaard - Die Krankheit zum Tode: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Philosophie von Søren Kierkegaard und seiner Betrachtung des Suizids im Kontext der "Krankheit zum Tode". Es werden die Gedanken von Kierkegaard über das Verhältnis zwischen Selbstmord und Angst, Verzweiflung und Schuld analysiert.
  • Der Begriff der Pflicht: Dieses Kapitel untersucht den Einfluss von Pflichtgefühl und moralischer Verantwortung auf die Entscheidung zum Suizid. Es wird diskutiert, inwieweit die Selbsttötung als Bruch mit einer moralischen Verpflichtung betrachtet werden kann.
  • Die Selbsttötung als politisches Instrument: Dieses Kapitel befasst sich mit der Verwendung des Suizids als Mittel der politischen Protest oder als strategische Entscheidung in bestimmten Situationen. Es werden historische Beispiele und aktuelle Debatten über die Politisierung des Suizids beleuchtet.

Schlüsselwörter

Diese Arbeit thematisiert das Phänomen der Selbsttötung unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven, darunter die klinische Psychologie, die Soziologie, die Philosophie und die historische Entwicklung. Wichtige Schlüsselbegriffe sind Suizid, Selbstmord, Freitod, Selbstbestimmung, Sinn, Absurdität, Pflicht, Todsünde, Martyrium, Politisierung, Sterbehilfe und klinische Kategorien des suizidalen Verhaltens.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheiden sich die Begriffe Suizid, Freitod und Selbstmord?

Die Arbeit diskutiert diese Begriffe kritisch: "Selbstmord" impliziert eine moralische Verurteilung, "Freitod" betont die philosophische Freiheit, während "Suizid" oft als klinisch-neutraler Begriff verwendet wird.

Was war Albert Camus’ Position zur Selbsttötung?

In "Der Mythos des Sisyphos" sieht Camus den Suizid als Reaktion auf die Absurdität des Lebens. Er stellt die Frage, ob man sich mit der Sinnlosigkeit abfindet oder das Dasein aufgibt.

Welche soziologischen Ursachen nannte Emile Durkheim für Suizid?

Durkheim identifizierte verschiedene Typen des Suizids (z.B. egoistisch, altruistisch, anomisch), die primär durch den Grad der Integration und Regulierung des Individuums in der Gesellschaft bedingt sind.

Was versteht Kierkegaard unter der "Krankheit zum Tode"?

Søren Kierkegaard beschreibt damit die Verzweiflung des Menschen, der sich nicht mit sich selbst oder vor Gott ins Reine bringen kann, was er als einen Zustand schlimmer als den physischen Tod ansieht.

Kann Selbsttötung ein politisches Instrument sein?

Ja, die Arbeit beleuchtet Fälle, in denen Suizid als Mittel des Protests oder als strategische Entscheidung in extremen politischen Situationen eingesetzt wird.

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Résumé des informations

Titre
Die Selbsttötung in der Philosophie. Zwischen Selbstbestimmung und Legitimität
Université
Ruhr-University of Bochum
Note
1,0
Auteur
Timur Böse (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
32
N° de catalogue
V988139
ISBN (ebook)
9783346348241
ISBN (Livre)
9783346348258
Langue
allemand
mots-clé
selbsttötung philosophie zwischen selbstbestimmung legitimität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Timur Böse (Auteur), 2020, Die Selbsttötung in der Philosophie. Zwischen Selbstbestimmung und Legitimität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988139
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Extrait de  32  pages
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